PrednicarbGalen® 2,5 mg/g Salbe
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Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - PrednicarbGalen® 2,5 mg/g
Zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen, bei denen eine äußerliche Behandlung mit mittelstark wirksamen Glukokortikoiden angezeigt ist, z. B. mäßig stark ausgeprägtes Ekzem.
Dosierung
Erwachsene
PrednicarbGalen wird einmal täglich als dünner Film auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und sanft und vollständig eingerieben. Bei Bedarf kann die Anwen-dungshäufigkeit auf zweimal täglich erhöht werden.
PrednicarbGalen Salbe ist vor allem für die Behandlung auf trockener Haut geeig-net.
Gewöhnlich ist eine Behandlungsdauer von 2 bis 3 Wochen ausreichend.
Bei einer Anwendung im Gesicht muss darauf geachtet werden, dass PrednicarbGalen nicht ins Auge gelangt.
Dosierung und Dauer der Behandlung mit Glukokortikoiden sollten begrenzt werden
auf die geringste Menge und kürzeste Dauer, die für eine Erzielung und Aufrechter-haltung des Behandlungserfolges notwendig sind. Eine ununterbrochene, lange Be-handlung (länger als 4 Wochen) oder eine großflächige Anwendung (mehr als 20 % der Körperoberfläche) sollte vermieden werden. Dies gilt insbesondere für die An-wendung im ersten Schwangerschaftsdrittel (siehe Abschnitt 4.6).
Kinder ab 2 Jahre und Jugendliche
Die Dosierung ist die gleiche wie bei Erwachsenen.
Säuglinge und Kinder bis 2 Jahre
Bei Säuglingen und Kindern bis 2 Jahre darf PrednicarbGalen nur bei Vorliegen zwingender medizinischer Gründe angewendet werden. Ist die Behandlung mit PrednicarbGalen unvermeidlich, so muss die Dosierung auf die für den Behand-lungserfolg notwendige geringste Menge und die Anwendungsdauer auf einen kur-zen Zeitraum begrenzt werden, da systemische Glukokortikoidnebenwirkungen (z. B. Wachstumsverzögerung) nicht ausgeschlossen werden können (siehe Abschnitt 4.4).
Art der Anwendung
Zur Anwendung auf der Haut
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Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 ge-nannten sonstigen Bestandteile
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Anwendung am bzw. im Auge
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Wegen der Gefahr einer Verschlimmerung des Krankheitsbildes darf PrednicarbGalen bei folgenden Zuständen nicht angewendet werden:
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Hautreaktionen infolge einer Impfung
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bakterielle Hautmanifestationen wie Tuberkulose, Syphilis oder durch Viren bedingte Hautmanifestationen (z.B. Varizellen)
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Rosacea
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periorale Dermatitis
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Zur symptomatischen Therapie lokaler bakterieller und/oder mykotischer Hautinfek-tionen darf PrednicarbGalen nur in Verbindung mit einer gleichzeitigen antibakteriel-len bzw. antimykotischen Behandlung angewendet werden.
PrednicarbGalen darf nicht auf geschädigter Haut (z.B. Wunden, Verletzungen, offene Geschwüre) angewendet werden.
Die systemische Resorption topischer Glukokortikoide kann eine reversible Unter-drückung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden (HHN)-Achse zur Fol-ge haben mit der Gefahr einer Nebennierenrindeninsuffizienz nach Beendigung der Behandlung. Bei einigen Patienten kann durch die systemische Resorption topischer Glukokortikoide auch während der Behandlung ein Cushing-Syndrom, Hyperglykämie und Glucosurie auftreten. Patienten, die topische Glukokortikoide auf einer großen Körperoberfläche oder unter Okklusionsbedingungen anwenden, soll-ten daher regelmäßig auf die Anzeichen einer Unterdrückung der HHN-Achse un-
tersucht werden.
Wie bei allen stark wirksamen topischen Glukokortikoiden sollte eine plötzliche Un-terbrechung der Behandlung vermieden werden. Wenn eine Langzeitbehandlung mit stark wirksamen Glukokortikoiden beendet wird, kann es zu einem Rebound-Phänomen kommen in Form einer Dermatitis mit intensiver Rötung, Stechen und Brennen. Dies kann vermieden werden durch eine langsam ausschleichende Be-handlung, z. B. durch eine intermittierende Behandlung vor dem Behandlungsende.
Ein Kontakt von PrednicarbGalen mit den Augen sollte vermieden werden. In der unmittelbaren Umgebung des Auges darf PrednicarbGalen nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und unter ärztlicher Überwachung wiederholt oder über längere Zeit angewendet werden. Wenn kortikoidhaltige Externa wie PrednicarbGalen immer wieder in kleinen Mengen in Kontakt mit der Bindehaut kommen, kann es auf Dauer zu einer Erhöhung des Augeninnendruckes kommen.
Sehstörung:
Bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstö-rungen auftreten. Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z.B. zent-rale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden.
PrednicarbGalen enthält als sonstigen Bestandteil weißes Vaselin. Dies kann dazu führen, dass Latexkondome durchlässig werden oder reißen. PrednicarbGalen darf deshalb nicht mit Latexkondomen in Kontakt kommen.
PrednicarbGalen enthält Butylhydroxytoluol (E321). Dieser Hilfsstoff kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) oder Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen.
Kinder und Jugendliche
Bei Säuglingen darf PrednicarbGalen nur bei zwingenden Indikationen angewendet werden, da die Gefahr systemischer Effekte durch Glukokortikoidresorption (z. B. Wachstumsverzögerung) erhöht ist (siehe Abschnitt 4.2).
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
Fertilität
In Tierstudien konnte kein Effekt auf die Fertilität nach subkutaner Verabreichung von Prednicarbat festgestellt werden (siehe Abschnitt 5.3).
Schwangerschaft
Es liegen keine hinreichenden Daten zu teratogenen Effekten bei Verwendung von Prednicarbat bei Schwangeren vor. PrednicarbGalen sollte während der Schwan-gerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden, ins-besondere in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten.
Arzneimittel dieser Wirkstoffklasse sollten bei Schwangeren nicht in großen Men-gen, großflächig (mehr als 20 % der Körperoberfläche) oder langfristig angewendet werden.
Stillzeit
Es liegen keine hinreichenden Daten zum Übertritt von Prednicarbat in die Mutter-milch vor. Systemisch verabreichte Glukokortikoide gehen in die Muttermilch über. Eine großflächige oder langfristige Anwendung während der Stillzeit sollte vermie-den werden.
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.
Die folgenden Nebenwirkungen können unter Behandlung mit PrednicarbGalen auf-treten. Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Katego-rien zugrunde gelegt:
Sehr häufig ≥ 1/10
Häufig ≥ 1/100, < 1/10 Gelegentlich ≥ 1/1.000, < 1/100 Selten ≥ 1/10.000, < 1/1.000 Sehr selten < 1/10.000
Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Augenerkrankungen
Nicht bekannt: verschwommenes Sehen (siehe auch Abschnitt 4.4)
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich: brennendes Hautgefühl (bei Auftragen der Salbe)
Selten: Pruritus, Follikulitis, lokale Hautreizungen als Zeichen einer allergi-schen Reaktion (z. B. Rötung, Nässen, Pusteln und ebenfalls Bren-nen)
Das Risiko systemischer Nebenwirkungen steigt nach häufiger Anwendung, nach Anwendung auf großen Körperoberflächen oder Langzeitbehandlung sowie unter okklusiven Bedingungen.
Kinder und Jugendliche
Weil das Verhältnis von Hautoberfläche zu Körpergewicht größer ist, sind Kinder und Jugendliche für eine durch topische Glukokortikoide induzierte suppressive Wir-kung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse und für ein Cushing Syndrom empfänglicher als erwachsene Patienten. Bei Säuglingen kann eine Windel wie ein Okklusivverband wirken.
Die dauerhafte Anwendung von Kortikosteroiden kann das Wachstum und die Ent-
wicklung von Kindern beeinträchtigen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefor-dert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Eine kurzfristige Anwendung zu hoher Dosen (zu große Menge, zu große Auftrags-fläche oder zu häufige Anwendung) hat ebenso wie eine einmalige Unterbrechung der Behandlung keine schädlichen Auswirkungen.
Nach erheblicher Überdosierung kann es dagegen zu einer Aufnahme des Wirkstof-fes durch die Haut kommen. Systemische Nebenwirkungen können dann nicht mehr ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.4). Ebenfalls kann es zu lokalen Kortikoidnebenwirkungen (z. B. Striae distensae, Hautatrophie) kommen.
Pharmakologische Eigenschaften - PrednicarbGalen® 2,5 mg/g
Pharmakotherapeutische Gruppe: Kortikosteroide, stark wirksam (Gruppe III) ATC-Code: D07AC18
Prednicarbat ist ein nicht-halogeniertes, für die topische Anwendung entwickeltes Kortikosteroid, welches in den Positionen 17 und 21 mit einem Ethylcarbonat- bzw. einem Propionatrest verestert ist. Es weist ausgeprägte antiphlogistische, antialler-gische, antiexsudative, antiproliferative sowie antipruriginöse Eigenschaften auf.
Die antiproliferative Wirkung der Glukokortikoide wird auf eine erniedrigte Turnover-Rate der betroffenen Zellen und eine erniedrigte DNS-Syntheserate zurückgeführt. Hieraus resultiert bekanntermaßen u. a. eine Hemmung der Granulation, des Wundverschlusses und der Fibroblastenproliferation.
Die antiallergische Wirkung der Glukokortikoide lässt sich aus ihrer immunsuppres-siven Wirkung sowie aus einer Beeinflussung der antikörper- und der zellvermittel-ten Hypersensitivität ableiten:
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Die immunsuppressive Wirkung der Glukokortikoide beruht hauptsächlich auf einer Abnahme der Zahl und Aktivität von Lymphozyten (T-Lymphozyten, B-Lymphozyten).
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Die antikörpervermittelte Hypersensitivität wird unter anderem über eine Hemmung der Freisetzung vasoaktiver Substanzen (z. B. Histamin) beeinflusst, die zellver-mittelte Hypersensitivität über eine Verminderung der Lymphokinfreisetzung.
Die antiinflammatorische Wirkung beruht zum Teil auf einem Eingriff in den Arachidonsäure-Stoffwechsel mit der Folge einer verminderten Bildung von Entzün-dungsmediatoren (z. B. Prostaglandine, Leukotriene). Andererseits werden auch überschießende Zellsignale auf ein normales Maß gedämpft.
In den durchgeführten Doppelblindstudien zeigte sich, dass Prednicarbat, obwohl halogenfrei, halogenierten Kortikoiden wie Betamethasonvalerat, Desoximetason oder Fluocortolon hinsichtlich klinischer Wirksamkeit ebenbürtig ist.
Nach topischer Applikation wird Prednicarbat noch in der Haut zu Prednisolon-17-ethylcarbonat metabolisiert, welches eine 8,3fach stärkere Affinität zu Glukokortikoidrezeptoren aufweist als Prednicarbat selbst. Prednisolon-17-ethylcarbonat zerfällt langsam zu Prednisolon.
Nach perkutaner Verabreichung konnten weder Prednicarbat noch seine bekannten Metaboliten systemisch nachgewiesen werden. Die geringe systemische Verfügbar-keit nach dermaler Applikation zeigt sich auch in einem unveränderten Muster der Kortisolsekretion.
Pharmazeutische Angaben - PrednicarbGalen® 2,5 mg/g
Glycerolmonooleat
Octyldodecanol (Ph. Eur.)
Weißes Vaselin (enthält Butylhydroxytoluol (E321))
PrednicarbGalen ist in Aluminiumtuben mit Innenschutzlack erhältlich. Die Schraub-kappe besteht aus Polypropylen.
Packungsgrößen:
1 oder 10 Tuben mit 10 g, 20 g, 25 g, 30 g, 50 g und 100 g
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.