Bisoprolol-TAD 2,5 mg Filmtabletten
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Bisoprolol-TAD 2,5 mg
Behandlung der Hypertonie.
Behandlung der koronaren Herzkrankheit (Angina pectoris).
Behandlung der stabilen chronischen Herz-insuffizienz bei eingeschränkter systolischer linksventrikulärer Funktion zusätzlich zu ACE-Hemmern, Diuretika und wahlweise Herzglykoside (weitere Informationen siehe Abschnitt 5.1).
Dosierung
Hypertonie und Angina pectoris
Erwachsene
Die Dosierung sollte individuell festgelegt werden. Die übliche Dosis beträgt 10 mg einmal täglich mit einer maximal empfohle-nen Dosis von 20 mg pro Tag. Bei einigen Patienten können 5 mg pro Tag ausreichend sein.
Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunkti-onsstörungen leichterer bis mittlerer Aus-prägung ist eine Dosisanpassung im Allge-meinen nicht erforderlich.
Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktions-störung (Kreatinin-Clearance <20 ml/min) und bei Patienten mit schwerer Leberfunkti-onsstörung sollte eine Dosis von 10 mg Bisoprololfumarat einmal täglich nicht über-schritten werden. Eine niedrigere Dosis sollte verwendet werden. Die Erfahrung mit
der Einnahme von Bisoprolol bei Dialysepa-tienten ist begrenzt und es gibt keine Hin-weise auf eine notwendige Änderung des Dosierungsschemas.
Ältere
Bei älteren Patienten ist normalerweise keine Dosisanpassung notwendig, aber 5 mg pro Tag können bei einigen Patienten ausrei-chend sein; wie bei anderen Erwachsenen, kann eine Dosisreduktion in Fällen von schweren Nieren-oder Leberfunktionsstö-rungen erforderlich sein.
Kinder und Jugendliche
Es gibt keine Therapieerfahrungen mit Bisoprolol in der Pädiatrie. Aus diesem Grunde kann eine Anwendung bei pädiatri-schen Patienten nicht empfohlen werden.
Stabile chronische Herzinsuffizienz
Erwachsene
Die Standard-Behandlung der stabilen chro-nischen Herzinsuffizienz besteht aus einem ACE-Hemmer (oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker im Falle einer Unverträglichkeit ge-genüber ACE-Hemmern), einem Beta-Blo-cker, Diuretika und gegebenenfalls Herzgly-kosiden. Die Patienten sollten bei Beginn der Bisoprolol-Behandlung stabil sein (ohne akute Herzinsuffizienz).
Der behandelnde Arzt sollte über Erfahrun-gen in der Therapie der chronischen Herzin-suffizienz verfügen.
Während und nach der Titrationsphase kann eine vorübergehende Verschlechterung der Herzinsuffizienz, Hypotonie oder Bradykar-die auftreten.
Titrationsphase
Die Behandlung der stabilen chronischen Herzinsuffizienz mit Bisoprolol erfordert eine schrittweise Dosistitration.
Die Behandlung mit Bisoprolol muss mit einer schrittweisen Dosissteigerung nach folgendem Schema eingeleitet werden:
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1,25 mg einmal täglich für 1 Woche. Wenn diese Dosis gut vertragen wird, Steigerung auf:
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2,5 mg einmal täglich für 1 weitere Wo-che. Wenn diese Dosis gut vertragen wird, Steigerung auf:
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3,75 mg einmal täglich für 1 weitere Wo-che. Wenn diese Dosis gut vertragen wird, Steigerung auf:
-
5 mg einmal täglich für die 4 folgenden Wochen. Wenn diese Dosis gut vertragen wird, Steigerung auf:
-
7,5 mg einmal täglich für die 4 folgenden Wochen. Wenn diese Dosis gut vertragen wird, Steigerung auf:
-
10 mg einmal täglich für die Erhal-tungstherapie.
Die maximale empfohlene Dosis beträgt 10 mg einmal täglich.
Während der Titrationsphase wird eine en-gmaschige Überwachung der Vitalfunktio-nen (Herzfrequenz, Blutdruck) sowie im Hinblick auf Anzeichen einer Verschlechte-rung der Herzinsuffizienz empfohlen. Sym-ptome können bereits am ersten Tag des Therapiebeginns auftreten.
Dosisanpassung
Wird die höchste empfohlene Dosis nicht gut vertragen, kann eine allmähliche Redu-zierung der Dosis in Betracht gezogen wer-den.
Bei einer vorübergehenden Verschlechte-rung der Herzinsuffizienz, Hypotonie oder Bradykardie, wird eine Überprüfung der Do-sierung der Begleitmedikation empfohlen. Möglicherweise ist auch eine vorüberge-hende Reduzierung oder ein Absetzen von Bisoprolol erforderlich.
Wenn der Patient wieder stabil ist, sollte in jedem Fall eine Wiederaufnahme der Be-handlung und/oder Auftitration von Biso-prolol in Erwägung gezogen werden.
Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
Es liegen keine Informationen zur Pharma-kokinetik von Bisoprolol bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und Nieren-oder Leberfunktionsstörungen vor. Die Do-sissteigerung sollte bei diesen Patienten-gruppen daher mit erhöhter Vorsicht vorge-nommen werden.
Ältere
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
Kinder und Jugendliche
Es gibt keine Therapieerfahrungen mit Bisoprolol in der Pädiatrie. Aus diesem Grunde kann eine Anwendung bei pädiatri-schen Patienten nicht empfohlen werden.
Die Behandlung mit Bisoprolol ist in der Re-gel eine Langzeittherapie.
Die Behandlung mit Bisoprolol-TAD sollte
- insbesondere bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit - nicht abrupt beendet wer-den, da dies zu einer akuten Verschlechte-rung des Zustandes des Patienten führen
FACHINFORMATIONBisoprolol-TAD 2,5 mg Filmtabletten
kann. Falls eine Beendigung der Behand-lung notwendig ist, sollte die Dosis schritt-weise reduziert werden.
Art der Anwendung Zum Einnehmen.
Bisoprolol-TAD sollte morgens unzerkaut mit Flüssigkeit eingenommen werden. Die Einnahme kann mit Nahrung erfolgen.
Bisoprolol darf nicht eingenommen werden bei Patienten mit:
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bekannter Überempfindlichkeit gegen-über Bisoprolol oder einem der in Ab-schnitt 6.1 genannten sonstigen Bestand-teile
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akuter Herzinsuffizienz oder während ei-ner Dekompensation der Herzinsuffizi-enz, die eine i.v. Therapie mit ionotropen Substanzen erfordert
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kardiogenem Schock
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AV-Block II. oder III. Grades (ohne Herzschrittmacher)
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Sinusknotensyndrom (Sick-Sinus-Syn-drom)
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sinuatrialem Block
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symptomatischer Bradykardie (Herzfre-quenz unter 60 Schläge/min. vor Beginn der Therapie)
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symptomatischer Hypotonie (systoli-scher Blutdruck <100 mmHg)
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schwerem Asthma bronchiale
-
schweren Formen der peripheren arteriel-len Verschlusskrankheit oder schweren Formen des Raynaud-Syndroms
-
unbehandeltem Phäochromocytom (siehe Abschnitt 4.4)
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metabolischer Azidose
Die Behandlung der stabilen chronischen Herzinsuffizienz mit Bisoprolol sollte mit einer speziellen Titrationsphase erfolgen (siehe Abschnitt 4.2).
Die Behandlung mit Bisoprolol darf - insbe-sondere bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit – ohne zwingende Indikation nicht abrupt beendet werden, da dies zu ei-ner vorübergehenden Verschlechterung der Herzerkrankung führen kann (siehe Ab-schnitt 4.2).
Zu Beginn und bei Beendigung der Behand-lung mit Bisoprolol ist eine regelmäßige Überwachung der Patienten erforderlich.
Es liegen keine Therapieerfahrungen mit Bisoprolol bei herzinsuffizienten Patienten
mit folgenden Begleiterkrankungen/-um-ständen vor:
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insulinabhängigem Diabetes mellitus (Typ I)
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schweren Nierenfunktionsstörungen
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schweren Leberfunktionsstörungen
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restriktiver Kardiomyopathie
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angeborene Herzfehler
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hämodynamisch relevante organische Herzklappenerkrankungen
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Myokardinfarkt in den letzten 3 Mona-ten.
Bisoprolol darf nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden bei:
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Bronchospasmus (Asthma bronchiale, obstruktive Atemwegserkrankungen);
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Diabetes mellitus mit stark schwanken-den Blutzuckerwerten; Hypoglykämie-symptome (z. B. Tachykardie, Herzklop-fen oder Schwitzen) können verschleiert werden;
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strengem Fasten;
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laufender Desensibilisierungstherapie. Wie andere Betablocker kann auch Bisoprolol sowohl die Sensitivität gegen-über Allergenen als auch die Schwere von anaphylaktischen Reaktionen stei-gern. Adrenalin zeigt hierbei nicht immer die gewünschte therapeutische Wirkung;
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AV-Block I. Grades;
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Prinzmetal-Angina: Es wurden Fälle von Koronarspasmen beobachtet. Trotz seiner hohen beta1-Selektivität können Anginaepisoden nicht gänzlich ausge-schlossen werden, wenn Bisoprolol bei Patienten mit Prinzmetal-Angina ver-abreicht wird;
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peripherer arterieller Verschlusskrank-heit (Verstärkung der Beschwerden ins-besondere bei Therapiebeginn möglich);
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Allgemeinanästhesie.
Bei Patienten, die eine Vollnarkose erhalten, reduzieren Betablocker das Auftreten von Arrhythmien und myokardialen Ischämien während der Narkoseeinleitung, der Intuba-tion und postoperativ. Es wird gegenwärtig empfohlen, eine bestehende Betablockerthe-rapie bei Operationen nicht zu beenden. Der Anästhesist muss von der Therapie mit Be-tablockern unterrichtet sein, da potentielle Interaktionen mit anderen Pharmaka, resul-tierende Bradyarrhythmien, Dämpfung von Reflextachykardien und die Kompensation
von Blutverlusten durch verringerte Re-flexreaktionen die Folge sein können. Falls das Absetzen der Betablockertherapie vor der Operation erforderlich ist, sollte dies ausschleichend erfolgen und bis ca. 48 Stun-den vor der Narkose abgeschlossen sein.
Eine Kombination von Bisoprolol mit Calci-umantagonisten vom Verapamil- oder Dilti-azem-Typ, mit Klasse-I-Antiarrhythmika und mit zentral wirkenden Antihypertensiva wird generell nicht empfohlen (für Einzel-heiten siehe Abschnitt 4.5).
Obwohl kardioselektive (beta1)-Betablocker einen geringeren Effekt auf die Lungenfunktion aufweisen können als nicht-selektive Betablocker, sollten Betablocker bei Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen vermieden werden, es sei denn, es liegen zwingende klinische Gründe für Ihre Anwendung vor. Bei Vorliegen solcher Gründe sollte Bisoprolol-TAD mit Vorsicht angewendet werden. Bei Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen sollte die Behandlung mit der niedrigst möglichen Dosis begonnen werden und die Patienten sollten sorgfältig hinsichtlich des Auftretens neuer Symptome (z.B. Dyspnoe, Belastungsintoleranz, Husten) überwacht werden. Bei Asthma bronchiale oder ande-ren chronisch obstruktiven Lungenfunkti-onsstörungen, die Symptome verursachen können, sollte eine begleitende bronchodila-tatorische Therapie erfolgen. Gelegentlich kann eine Zunahme des Atemwegswider-standes bei Patienten mit Asthma auftreten und daher eine Dosiserhöhung des β2-Sym-pathomimetikums erforderlich machen.
Bei Patienten mit Psoriasis oder Psoriasis in der Anamnese sollte die Verordnung von Betablockern (z. B. Bisoprolol) nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung er-folgen.
Bei Patienten mit einem Phäochromocytom darf Bisoprolol erst nach Blockade der Al-pha-Rezeptoren verabreicht werden.
Die Behandlung mit Bisoprolol kann die Symptome einer Thyreotoxikose verschlei-ern.
Wie andere Beta-Blocker kann auch Bisop-rolol die Empfindlichkeit gegenüber Aller-genen erhöhen und die Symptome einer ana-phylaktischen Reaktion verschlimmern.
Die Anwendung von Bisoprolol-TAD kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnis-sen führen.
Natrium
FACHINFORMATIONBisoprolol-TAD 2,5 mg Filmtabletten
Das Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist na-hezu "natriumfrei".
Nicht empfohlene gleichzeitige Anwendung mit
Calciumantagonisten des Verapamil- und in geringerem Ausmaß des Diltiazem-Typs: Negative Beeinflussung der Kontraktilität und der atrio-ventrikulären Erregungsüber-leitung. Die intravenöse Gabe von Vera-pamil kann bei Patienten unter Betablo-ckertherapie zu einer schweren Hypotonie und einem atrio-ventrikulären Block führen.
Klasse-I-Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Disopyramid, Lidocain, Phenytoin, Flecai-nid, Propafenon): Mögliche Verstärkung der Wirkung auf atriale Überleitungszeit und der negativ inotropen Wirkung.
Zentral wirksame blutdrucksenkende Arz-neistoffe wie Clonidin und andere (z. B. Me-thyldopa, Moxonidin, Rilmenidin): Kombi-nationstherapie mit zentral wirksamen Anti-hypertensiva kann zu einer Verschlechte-rung der Herzinsuffizienz durch Verringe-rung des zentralen Sympathikotonus (Re-duktion von Herzschlagfolge und Auswurf-volumen, Vasodilatation) führen. Abruptes Absetzen, besonders vor Beendigung der Betablockertherapie, kann das Risiko einer ”Rebound-Hypertonie” verstärken.
Gleichzeitige Anwendung nur mit Vorsicht bei
Calciumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ (z. B. Nifedipin, Felodipin und Amlodi-pin): Bei gleichzeitiger Anwendung kann das Hypotonierisiko zunehmen und eine Verschlechterung der ventrikulären Pumpfunktion bei herzinsuffizienten Patien-ten kann nicht ausgeschlossen werden.
Klasse-III-Antiarrhythmika (z. B. Amio-daron): Mögliche Verstärkung der Wirkung auf atrioventrikuläre Überleitungszeit.
Topische Anwendung von Betablockern (z. B. Augentropfen bei Glaukom-Behand-lung) kann die systemische Wirkung von Bisoprolol verstärken.
Parasympathomimetika: Kombinationsthe-rapie kann die atrio-ventrikuläre Überlei-tungszeit und das Risiko für Bradykardien verstärken.
Insulin und orale Antidiabetika: Verstär-kung des blutzuckersenkenden Effektes. Die Blockade der Beta-Adrenozeptoren kann die Zeichen einer Hypoglykämie verschleiern.
Narkosemittel: Verminderung einer Re-flextachykardie und verstärktes Risiko für Hypotonie (weitere Informationen zur Nar-kose allgemein siehe auch Abschnitt 4.4).
Digitalisglykoside: Verlangsamung der Herzfrequenz, Verlängerung der atrio-ventrikulären Überleitungszeit.
Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR): NSAR können die blutdrucksenkende Wir-kung von Bisoprolol vermindern.
Beta-Sympathomimetika (z. B. Isoprenalin, Dobutamin): Kombination mit Bisoprolol kann zu einer Wirkungsabschwächung bei-der Substanzen führen.
Sympathomimetika, die sowohl Beta- als auch Alpha-Adrenozeptoren aktivieren (z. B. Noradrenalin, Adrenalin): Kombinations-therapie mit Bisoprolol kann die Alpha-Ad-renozeptor-vermittelte Vasokonstriktion dieser Substanzen demaskieren und somit zur Blutdrucksteigerung und Verstärkung der Claudicatio intermittens führen. Solche Interaktionen sind bei nicht-selektiven Beta-blockern wahrscheinlicher.
Kombinationstherapie mit Antihypertensiva und anderen Pharmaka mit blutdrucksen-kendem Potential (z. B. trizyklische Antide-pressiva, Barbiturate, Phenothiazine) kön-nen das Risiko einer Hypotonie verstärken.
Bei gleichzeitiger Anwendung zu beachten
Mefloquin: erhöhtes Risiko für Bradykar-dien.
Monoaminoxidase-Hemmer (ausgenommen MAO-B-Hemmer): Steigerung des hypoten-siven Effektes der Betablockade sowie des Risikos für hypertensive Krisen.
Schwangerschaft
Die pharmakologischen Wirkungen von Bisoprolol können sich negativ auf Schwan-gerschaft und/oder Fetus/Neugeborenes aus-wirken.
Im Allgemeinen vermindern Betablocker die Plazentaperfusion. Hierdurch kann es zu intrauterinen Wachstumsstörungen, zum Tode der Feten, Fehlgeburten oder vorzeiti-gen Wehen kommen. Unerwünschte Ereig-nisse (z. B. Hypoglykämie und Bradykar-die) können sowohl beim Fetus als auch beim Neugeborenen auftreten. Wenn die Be-handlung mit einem Betablocker erforder-lich ist, so sind Beta1-selektive Betablocker zu bevorzugen.
Bisoprolol sollte in der Schwangerschaft nur nach strenger Indikationsstellung eingesetzt werden. Ist eine Therapie mit Bisoprolol er-forderlich, so müssen uteroplazentare Durchblutung und das Wachstum des Unge-borenen kontrolliert werden. Bei negativen Auswirkungen auf Schwangerschaft oder Feten sollten Therapiealternativen erwogen werden. Das Neugeborene muss sorgfältig überwacht werden. Symptome einer Hy-poglykämie und Bradykardie treten in der Regel innerhalb der ersten 3 Lebenstage auf.
Stillzeit
Ob Bisoprolol in die Muttermilch des Men-schen übergeht, ist nicht bekannt. Vom Stil-len während der Einnahme von Bisoprolol wird daher abgeraten.
Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit zeigte Bisoprolol in einer Studie keine Aus-wirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit der Patienten. Trotzdem kann aufgrund indivi-duell auftretender unterschiedlicher Reakti-onen auf das Arzneimittel die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein. Dies sollte besonders zu Beginn der Behandlung mit Bisoprolol sowie bei Ände-rungen der Medikation und im Zusammen-wirken mit Alkohol berücksichtigt werden.
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Sehr häufig (≥ 1/10)
- Häufig (≥ 1/100 < 1/10)
- Gelegentlich (≥ 1/1.000 < 1/100)
- Selten (≥ 1/10.000 < 1/1,000)
- Sehr selten (< 1/10.000)
-
Nicht bekannt (Häufigkeiten aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
sehrhäufig häufig gelegentlich selten sehr selten PsychiatrischeErkrankungen Schlafstörungen, Depres-sionen Albträume, Hal-luzinationen FACHINFORMATIONErkrankungen desNervensystem Schwindelgefühl,Kopfschmerz Synkope Augen-erkrankungen Verminderter Tränenfluss (beim Tragen von Kontaktlin-sen zu beachten) Konjunktivitis Erkrankungen des Ohrs und desLabyrinths Hörstörungen Herz- undKreislauf-erkrankungen Brady-kardie Verschlechterung der Herzinsuffizienz AV-Überleitungs-störungen Gefäß-erkrankungen Kältegefühl oder Taub-heit in den Extremitäten,Hypotonie orthostatische Hypotonie Erkrankungen der Atemwege, desBrustraums und Mediastinums Bronchospasmen bei Pati-enten mit Bronchial-asthma oder obstruktiven Atemwegserkrankungenin der Anamnese allergischer Schnupfen (Rhi-nitis) Erkrankungen des Gastrointestinaltra kts Gastrointestinale Be-schwerden, z. B. Übel-keit, Erbrechen, Diar-rhoe, Obstipation Leber- und Gallen-erkrankungen Hepatitis Erkrankungen der Haut und des Unterhaut-zellgewebes Überempfind-lichkeitsreaktio-nen (Juckreiz, Flush, Aus-schlag und An-gioödem) Haarausfall. Beta-Rezepto-renblocker können eine Schuppen-flechte (Pso-riasis) auslösen, ver-schlechtern o-der zu psoriasifor-men Aus-schlägen füh-ren. Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- undKnochen-erkrankungen Muskelschwäche, Mus-kelkrämpfe Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse Erek-tionsstörungen AllgemeineErkrankungen Asthenie, Müdigkeit Untersuchungen Erhöhung der Triglyceride, Er-höhungder Lebe-renzyme (ALAT, ASAT) Meldung des Verdachts auf Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. An- 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.deNebenwirkungen gehörige von Gesundheitsberufen sind anzuzeigen. Die Meldung des Verdachts auf aufgefordert, jeden Verdachtsfall einerNebenwirkungen nach der Zulassung ist von Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arz- 4.9 Überdosierung großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine neimittel und Medizinprodukte, Abt. Phar- Symptome kontinuierliche Überwachung des Nutzen- makovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee Bisoprolol-TAD 2,5 mg Filmtabletten
FACHINFORMATIONBisoprolol-TAD 2,5 mg Filmtabletten
Bei Überdosierungen (z.B. einer täglichen Dosis von 15 mg statt 7,5 mg) sind von AV-Block III. Grades, Bradykardie und Schwin-del berichtet worden. Im Allgemeinen sind die häufigsten Anzeichen der Überdosierung eines Beta-Blockers Bradykardie, Hypoto-nie, Bronchospasmen, akute Herzinsuffizi-enz sowie Hypoglykämie. Bisher sind einige wenige Fälle einer Überdosierung (maxi-mal: 2000 mg) mit Bisoprolol bei Patienten mit Bluthochdruck und/oder koronarer Herzkrankheit berichtet worden. Diese Pati-enten waren bradykard und hypoton. Alle Patienten haben sich erholt. Die Empfind-lichkeit gegenüber hohen Bisoprolol-Einzel-dosen zeigt eine große interindividuelle Streuung. Dabei sollte beachtet werden, dass Patienten mit Herzinsuffizienz möglicher-weise sehr empfindlich reagieren können. Daher muss bei herzinsuffizienten Patienten unbedingt eine langsame Dosissteigerung entsprechend dem Dosierungsschema (siehe Abschnitt 4.2) erfolgen.
Behandlung
Bei einer Überdosierung sollte die Behand-lung mit Bisoprolol beendet und mit einer supportiven und symptomatischen Behand-lung begonnen werden. Die wenigen zur Verfügung stehenden Daten lassen auf eine sehr schlechte Dialysierbarkeit von Bisopro-lol schließen. Basierend auf den erwarteten pharmakologischen Wirkungen und den Empfehlungen für andere Beta-Blocker soll-ten die folgenden allgemeinen Maßnahmen ergriffen werden, falls klinisch erforderlich.
Bradykardie: Intravenöse Gabe von Atropin. Bei unzureichender Wirkung kann vorsich-tig Isoprenalin oder eine andere positiv chro-notrop wirkende Substanz gegeben werden. Gegebenenfalls kann ein passagerer Herz-schrittmacher notwendig sein.
Hypotonie: Intravenöse Gabe von Flüssig-keit und gefäßverengenden Substanzen. Auch die Gabe von Glucagon i.v. kann sinn-voll sein.
AV-Block (II. oder III. Grades): Die Patien-ten sollten sorgfältig überwacht und einer Infusionsbehandlung mit Isoprenalin unter-zogen werden. Falls angebracht, sollte ein passagerer Herzschrittmacher gelegt wer-den.
Akute Verschlechterung der Herzinsuffizi-enz: Intravenöse Gabe von Diuretika, positiv inotropen Medikamenten sowie Vasodilata-toren.
Bronchospasmen: Bronchialerweiternde Medikamente, wie z.B. Isoprenalin, Beta2-Sympathomimetika und/oder Aminophyllin.
Hypoglykämie: Intravenöse Gabe von Glu-cose.
Pharmakologische Eigenschaften - Bisoprolol-TAD 2,5 mg
Wirkmechanismus
Bisoprolol ist ein hochselektiver ß1-Rezep-torenblocker und besitzt weder intrinsische stimulierende noch relevante membranstabi-lisierende Eigenschaften. Bisoprolol weist nur eine geringe Affinität zu den ß2-Rezep-toren der glatten Muskulatur von Bronchien und Gefäßen bzw. den ß2-Rezeptoren der en-zymatischen Stoffwechselregulation auf. Daher ist im Allgemeinen nicht mit einer Beeinflussung des Atemwegswiderstandes sowie der ß2-rezeptorvermittelten Stoff-wechselvorgänge durch Bisoprolol zu rech-nen. Die ß1-Selektivität von Bisoprolol geht über den therapeutischen Dosisbereich hin-aus.
Pharmakodynamische Wirkungen
Unter anderem wird die Unterdrückung der Plasma-Renin-Aktivität als Wirkungsme-chanismus für die antihypertensive Wirkung der β-Rezeptorenblocker diskutiert.
Bei Patienten mit Angina pectoris reduziert die Blockade kardialer β1-Rezeptoren die Herztätigkeit und den Sauerstoffbedarf. Da-her ist Bisoprolol bei der Eliminierung oder Reduzierung der Symptome wirksam.
Bisoprolol senkt bei akuter Gabe bei Patien-ten mit einer koronaren Herzkrankheit ohne chronische Herzinsuffizienz die Herzfre-quenz und das Schlagvolumen und somit das Herzzeitvolumen und den Sauerstoffver-brauch. Bei chronischer Gabe sinkt der ini-tial erhöhte periphere Widerstand.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
In die CIBIS II-Studie wurden 2647 Patien-ten eingeschlossen. 83 % (n=2202) wurden der NYHA Klasse III und 17 % (n=445) der NYHA-Klasse IV zugeordnet. Alle Patien-ten hatten eine stabile symptomatische Herzinsuffizienz (EF ≤ 35 %, echokardio-graphisch bestimmt). Die Gesamtsterblich-keit betrug 17,3 % in der Plazebo-Gruppe und 11,8 % in der Bisoprolol-Gruppe (rela-tive Reduktion um 34 %). Eine Senkung der plötzlichen Todesfälle (3,6 % vs. 6,3 %, re-lative Reduktion um 44 %) und eine Ab-nahme der Krankenhauseinweisungen auf-grund einer Dekompensation der Herzinsuf-fizienz (12 % vs. 17,6 %, relative Reduktion um 36 %) wurden beobachtet. Schließlich ergab sich eine signifikante Verbesserung des klinischen Status der Patienten (gem.
NYHA-Klassifizierung). Aufgrund Bradykardie (0,53 %), Hypotonie (0,23%) oder akuter Dekompensation (4,97 %) wur-den zu Beginn der Bisoprolol-Therapie und während der Titrationsphase Patienten stati-onär eingewiesen. Dies war in der Bisopro-lol-Gruppe jedoch nicht häufiger der Fall als in der Plazebo-Gruppe (0 %, 0,3 % bzw. 6,74 %). Während der gesamten Studien-dauer erlitten 20 Patienten in der Bisoprolol-Gruppe und 15 in der Plazebo-Gruppe einen tödlichen Apoplex bzw. einen Apoplex mit nachfolgender Behinderung.
In der CIBIS-III-Studie wurden 1010 Pati-enten im Alter von ≥ 65 Jahren mit leichter bis mittelgradiger chronischer Herzinsuffi-zienz (CHI; NYHA-Klasse II oder III) und linksventrikulärer Ejektionsfraktion ≤ 35%untersucht, die zuvor nicht mit ACE-Hemmern, Beta-Rezeptorenblockern oder Angiotensin-Rezeptorblockern behandelt worden waren. Nach einer initialen Phase mit Bisoprolol oder Enalapril über 6 Monate wurden die Patienten über 6 bis 24 Monate mit der Kombination aus Bisoprolol und Enalapril behandelt.
In der initialen 6-monatigen Behandlung mit Bisoprolol gab es einen Trend für eine grö-ßere Häufigkeit bei der Verschlechterung der Herzinsuffizienz. Die Nicht-Unterlegen-heit der initialen Bisoprolol-Therapie vs. der initialen Enalapril-Therapie konnte in der Per-Protocol Analyse nicht gezeigt werden. Trotzdem waren beide Strategien zur Einlei-tung der CHI-Behandlung mit einer ähnli-chen Rate für die Kombination aus Tod und Krankenhauseinweisung assoziiert (Per-Protocol Population: 32,4 % bei initialer Bisoprolol-Therapie vs. 33,1 % bei initialer Enalapril-Therapie). Die Studie zeigt, dass Bisoprolol auch bei älteren Patienten mit milder bis moderater chronischer Herzinsuf-fizienz angewendet werden kann.
Resorption
Bisoprolol wird aus dem Gastrointestinal-trakt resorbiert und hat nach oraler Gabe eine Bioverfüg-barkeit von ca. 90 %.
Verteilung
Das Verteilungsvolumen beträgt 3,5 l/kg. Die Plasmaeiweißbindung von Bisoprolol beträgt rund 30 %.
Biotransformation und Elimination Bisoprolol wird über zwei gleichwertige Clearance-Wege aus dem Organismus ent-fernt. 50 % werden in der Leber zu inaktiven Metaboliten umgewandelt und anschließend renal eliminiert. Die verbleibenden 50 % werden als unveränderte Substanz über die Nieren eliminiert. Die Gesamt-Clearance beträgt ca. 15 l/h. Die Plasmaeliminations-
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Halbwertszeit von 10-12 Stunden resultiert in einer 24 Stunden-Wirkung bei einmal täg-licher Gabe.
Linearität
Die Pharmakokinetik von Bisoprolol ist li-near und altersunabhängig.
Besondere Patientengruppen
Da die Elimination zu gleichen Teilen über die Nieren und die Leber erfolgt, ist eine Do-sisanpassung bei Patienten mit einge-schränkter Leber- oder Nierenfunktion nicht erforderlich. Es liegen keine pharmakokine-tischen Untersuchungen bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und Leber- o-der Nierenfunktionsstörungen vor. Bei Pati-enten mit einer stabilen chronischen Herzin-suffizienz (NYHA-Stadium III) zeigte sich eine Erhöhung der Bisoprolol-Plasmaspie-gel und eine Verlängerung der Halbwerts-zeit verglichen mit gesunden Probanden. Unter Steady-State-Bedingungen betrug die maximale Plasmakonzentration bei einmal täglicher Gabe von 10 mg Bisoprolol 64±21 ng/ml und die Halbwertzeit 17±5 Stunden.
Pharmazeutische Angaben - Bisoprolol-TAD 2,5 mg
Tablettenkern
Mikrokristalline Cellulose Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)
Povidon (K30) Hochdisperses Siliciumdioxid
Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]
Filmüberzug Hypromellose Macrogol 400 Titandioxid (E171) Talkum
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbe-dingungen erforderlich.