IMVANEX Injektionssuspension
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - IMVANEX
Dosierung
Grundimpfung (bei Personen ohne vorherige Impfung gegen Pocken-, Affenpocken- oder Vacciniaviren)
Zum gewählten Zeitpunkt soll eine erste Dosis von 0,5 ml verabreicht werden.
Frühestens 28 Tage nach der ersten Dosis soll eine zweite Dosis von 0,5 ml verabreicht werden, siehe Abschnitte 4.4 und 5.1.
Auffrischungsimpfung (bei Personen, die zuvor bereits gegen Pocken-, Affenpocken- oder Vacciniaviren geimpft wurden)
Zur Bestimmung des geeigneten Zeitpunkts für die Gabe von Auffrischungsdosen liegen keine hinreichenden Daten vor. Falls eine Auffrischungsdosis für notwendig gehalten wird, soll eine Einzeldosis von 0,5 ml verabreicht werden, siehe Abschnitte 4.4 und 5.1.
Besondere Patientengruppen
Immungeschwächte Patienten (z. B. Patienten mit HIV-Infektion, Patienten unter Immunsuppressiva), die zuvor bereits gegen Pocken-, Affenpocken- oder Vacciniaviren geimpft wurden, erhalten zwei Auffrischungsdosen. Die zweite Auffrischungsimpfung darf nicht früher als 28 Tage nach der ersten Auffrischungsdosis erfolgen.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von IMVANEX bei Kindern unter 12 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Die Immunisierung erfolgt durch subkutane Injektion, vorzugsweise in den Oberarm. Hinweise zur Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile oder gegen Restspuren (Hühnerprotein, Benzonase und Gentamicin und Ciprofloxacin).
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Überempfindlichkeit und Anaphylaxie
Wie bei allen Impfstoffen zur Injektion müssen für den seltenen Fall von anaphylaktischen Reaktionen auf die Impfstoffgabe jederzeit die Voraussetzungen für eine geeignete medizinischen Behandlung und Überwachung gegeben sein.
Gleichzeitige Erkrankung
Die Immunisierung soll bei Personen mit einer akuten schweren fieberhaften Erkrankung oder akuten Infektion verschoben werden. Bei Vorliegen einer leichten Infektion und/oder von leichtem Fieber muss die Impfung nicht verschoben werden.
Allgemeine Empfehlungen
IMVANEX darf nicht intravasal injiziert werden. Einschränkungen der Wirksamkeit des Impfstoffs
Die Schutzwirkung von IMVANEX gegen eine durch Pocken-, Affenpocken- sowie Vacciniaviren hervorgerufene Erkrankung wurde beim Menschen nicht untersucht, siehe Abschnitt 5.1.
Es ist möglich, dass nicht bei allen Impflingen eine vollständige protektive Immunantwort hervorgerufen wird.
Zur Bestimmung des geeigneten Zeitpunkts für die Gabe von Auffrischungsdosen liegen keine hinreichenden Daten vor.
Eine vorherige Impfung mit IMVANEX kann die Hautreaktion auf nachfolgend verabreichte replikationskompetente Pockenimpfstoffe verändern und dazu führen, dass die Hautreaktion abgeschwächt wird oder ganz ausbleibt, siehe Abschnitt 5.1.
Menschen mit atopischer Dermatitis
Bei Menschen mit atopischer Dermatitis bildeten sich nach der Impfung in verstärktem Maß örtliche und allgemeine Reaktionen aus (siehe Abschnitt 4.8).
Immunsupprimierte Personen
Bei HIV-infizierten Personen mit CD4-Zahlen ≥ 100 Zellen/µl und ≤ 750 Zellen/µl wurden Daten erhoben. Diese belegen bei HIV-infizierten Personen eine geringere Immunantwort gegenüber Gesunden (siehe Abschnitt 5.1). Zur Immunantwort auf IMVANEX bei anderen immungeschwächten Personen liegen keine Daten vor.
Die Anwendung zweier Dosen von IMVANEX im Abstand von 7 Tagen führte zu geringeren Immunantworten und einer etwas stärker ausgeprägten örtlichen Reaktogenität als zwei im Abstand von 28 Tagen verabreichte Dosen. Daher sind Dosierungsintervalle von weniger als 28 Tagen zu vermeiden.
Impfangstbedingte Reaktionen
Impfangstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagaler Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingter Reaktionen, können in Verbindung mit der Impfung als psychogene Reaktion auf die Injektion auftreten. Es ist wichtig, dass Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um Verletzungen durch Ohnmacht zu vermeiden.
Natriumgehalt
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h., es ist nahezu
„natriumfrei“.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln durchgeführt. Eine simultane Anwendung von IMVANEX mit anderen Impfstoffen soll daher unterbleiben.
Eine gleichzeitige Anwendung des Impfstoffs mit Immunglobulinen einschließlich Vaccinia-Immunglobulin (VIG) wurde nicht untersucht und soll vermieden werden.
Schwangerschaft
Bisher liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung von IMVANEX bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von IMVANEX während der Schwangerschaft vermieden werden. Die Verabreichung von IMVANEX während der Schwangerschaft soll nur in Betracht gezogen werden, wenn der potentielle Nutzen jedwedes potentielle Risiko für Mutter und Fötus überwiegt.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob IMVANEX in die Muttermilch übergeht. Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von IMVANEX während der Stillzeit vermieden werden. Die Verabreichung von IMVANEX während der Stillzeit soll nur in Betracht gezogen werden, wenn der potentielle Nutzen jedwedes potentielle Risiko für Mutter und Kind überwiegt.
Fertilität
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der weiblichen oder männlichen Fruchtbarkeit.
Es liegen keine Daten zu den Auswirkungen von IMVANEX auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor. Einige der in Abschnitt 4.8 genannten Nebenwirkungen könnten allerdings die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen (z. B. Schwindel).
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Sicherheit von IMVANEX wurde in 21 klinischen Studien beurteilt, in denen 5 711 Vaccinia-naive Personen zwei Dosen von mindestens 5 x 107 I. E. im Abstand von vier Wochen erhalten haben, während 534 Vaccinia- und IMVANEX-erfahrenen Personen eine einzelne Auffrischungsdosis verabreicht wurde.
Die in klinischen Studien am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen bestanden in Reaktionen an der Injektionsstelle und den für Impfstoffe typischen systemischen Reaktionen, die leicht bis mittelstark ausgeprägt waren und ohne Behandlung innerhalb von sieben Tagen nach der Impfung wieder abklangen.
Die nach den jeweiligen Impfdosen (1. Dosis, 2. Dosis oder Auffrischungsdosis) berichteten Nebenwirkungsraten waren vergleichbar.
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen aus allen klinischen Studien sind entsprechend der folgenden Häufigkeitsdefinition aufgeführt:
Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100, < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100) Selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Tabelle 1: In abgeschlossenen klinischen Studien (N = 7 532 Personen) und aus der Zeit nach der Zulassung mit IMVANEX gemeldete Nebenwirkungen
| MedDRA-Systemorgan-klasse | Sehr häufig(≥ 1/10) | Häufig(≥ 1/100,< 1/10) | Gelegentlich(≥ 1/1 000,< 1/100) | Selten(≥ 1/10 000,< 1/1 000) | Nicht bekannt |
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen | - | - | Nasopharyngitis Infektion der oberen Atemwege | Sinusitis Influenza Konjunktivitis Pharyngitis | - |
| Erkrankungen des Blutes und desLymphsystems | - | - | Lymphadeno-pathie | - | - |
| Stoffwechsel-und Ernährungsstö-rungen | - | Appetit-störungen | - | - | - |
| Psychiatrische Erkrankungen | - | - | Schlafstörungen | - | - |
| Erkrankungen des Nervensystems | Kopf-schmerzen | - | Schwindelgefühl Parästhesie | Migräne Periphere sensorische Neuropathie SomnolenzPräsynkope | Akute periphere Fazialislähmung (Bell-Parese) |
| Erkrankungen des Ohrs unddes Labyrinths | - | - | - | Vertigo | - |
| Herzerkrankun-gen | - | - | - | Tachykardie | - |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums undMediastinums | - | - | Pharyngolaryn-geale Schmerzen RhinitisHusten | Schmerzen im Oropharynx | - |
| Erkrankungen des Gastrointestinal-trakts | Übelkeit | - | Diarrhoe Erbrechen | Mundtrockenheit Abdominal-schmerzen | - |
| MedDRA-Systemorgan-klasse | Sehr häufig(≥ 1/10) | Häufig(≥ 1/100,< 1/10) | Gelegentlich(≥ 1/1 000,< 1/100) | Selten(≥ 1/10 000,< 1/1 000) | Nicht bekannt |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautge-webes | - | - | Hautausschlag Pruritus Dermatitis | Urtikaria Hautverfärbung Ekchymose Hyperhidrose Nächtliches Schwitzen Subkutaner KnotenAngioödem | - |
| Skelettmuskula-tur-, Bindegewebs-und Knochenerkran-kungen | Myalgie | Arthralgie Glieder-schmerzen | Steifigkeit des Bewegungs-apparats | Rückenschmerzen Muskelspasmen Nackenschmerzen Schmerzen des Bewegungs-apparatsMuskelschwäche | - |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungs ort | Schmerzen an der Injektions-stelle Erythem an der Injektions-stelle Schwel-lung an der Injektion-sstelle Induration an der Injektions-stelle Pruritus an der Injektions-stelle Ermüdung/ Fatigue | Rigor/Frös-teln Knoten an der Injektions-stelle Verfärbung an der Injektions-stelle FieberHämatom an der Injektions-stelle Erwärmung an der Injektions-stelle | Schwellung in der Achselhöhle Malaise Blutung an der Injektionsstelle Reizung an der Injektionsstelle Gesichtsrötung Brustschmerzen | Axilläre Schmerzen Exfoliation an der Injektionsstelle Entzündung an der Injektionsstelle Parästhesie an der Injektionsstelle Hautausschlag an der Injektionsstelle Reaktion an der Injektionsstelle Peripheres Ödem Grippeartige Erkrankung Asthenie Gefühllosigkeit an der Injektionsstelle Trockenheit an der Injektionsstelle Bewegungsein-schränkung an der Injektionsstelle Blasenbildung ander Injektionsstelle | - |
| MedDRA-Systemorgan-klasse | Sehr häufig(≥ 1/10) | Häufig(≥ 1/100,< 1/10) | Gelegentlich(≥ 1/1 000,< 1/100) | Selten(≥ 1/10 000,< 1/1 000) | Nicht bekannt |
| Untersuchungen | - | Körpertem-peratur erhöht | Troponin I erhöht Leberenzym erhöht Leukozytenzahl erniedrigt Mittleres Thrombozyten-volumenerniedrigt | Leukozytenzahl erhöht | - |
| Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingteKomplikationen | - | - | - | Kontusion | - |
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Personen mit atopischer Dermatitis (AD)
In einer nicht-placebokontrollierten klinischen Studie zum Vergleich der Sicherheit von IMVANEX bei Personen mit AD und bei gesunden Personen berichteten Personen mit AD häufiger über Erythem (61,2 %) und Schwellung (52,2 %) an der Injektionsstelle als gesunde Personen (49,3 % bzw. 40,8 %). Die folgenden allgemeinen Symptome wurden bei Personen mit AD häufiger beobachtet als bei gesunden Personen: Kopfschmerzen (33,1 % vs. 24,8 %), Myalgie (31,8 % vs. 22,3 %), Frösteln
(10,7 % vs. 3,8 %), Übelkeit (11,9 % vs. 6,8 %) und Ermüdung (21,4 % vs. 14,4 %).
Bei 7 % der Personen mit AD in klinischen Studien mit IMVANEX kam es während des Studienverlaufs zu einem Schub oder einer Verschlechterung der Hauterkrankung.
Hautausschlag
IMVANEX kann lokale Hautausschläge oder breitflächigere Eruptionen hervorrufen. Ereignisse in Form eines Hautausschlags nach der Impfung (entsprechende Fälle wurden bei 0,4 % der Probanden beobachtet) mit IMVANEX treten tendenziell innerhalb der ersten Tage nach der Impfung auf, sind leicht bis mittelstark ausgeprägt und klingen in der Regel ohne Folgen wieder ab.
Kinder und Jugendliche
Jugendliche von 12‑17 Jahren
Daten von Teil 2 der Studie DMID 22‑0020 zeigen ein ähnliches Sicherheitsprofil bei Jugendlichen wie bei Erwachsenen. An Teil 2 der Studie nahmen 315 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren und 135 Erwachsene im Alter von 18 bis 50 Jahren teil. Die häufigste lokale Nebenwirkung war Schmerzen an der Injektionsstelle (> 70 %) und die häufigsten systemischen Nebenwirkungen waren Ermüdung (> 50 %) und Kopfschmerzen (50 %). Die Reaktogenität war bei jüngeren (12 bis 14 Jahre) und älteren (15 bis 17 Jahre) Jugendlichen ähnlich.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - IMVANEX
Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Pocken- und Affenpocken(Mpox)-Impfstoffe, ATC-Code: J07BX01
Wirksamkeit bei Tieren
Studien mit nichtmenschlichen Primaten (NHP) haben gezeigt, dass eine Impfung mit IMVANEX eine ähnliche Immunantwort und Schutzwirkung induziert wie traditionelle Pockenimpfstoffe, die zur Eradikation von Pocken angewendet werden, und NHP vor einer schweren Erkrankung in Verbindung mit einer letalen Exposition gegenüber Affenpockenviren schützte. Wie auch bei traditionellen Pockenimpfstoffen war bei den mit IMVANEX geimpften NHP eine signifikante Reduktion der Mortalität und Morbidität (Viruslast, Gewichtsverlust, Anzahl von Pockenläsionen usw.) gegenüber nicht-geimpften Kontrollen zu verzeichnen.
In Studien an Mäusen wurde gezeigt, dass die Impfung mit IMVANEX Mäuse vor einer letalen Exposition mit replizierendem Vacciniavirus, schützt.
Immunogenität
Serokonversion gegen Vacciniaviren bei Vaccinia-naiven gesunden und besonderen Populationen Die Vaccinia-naive Studienpopulation umfasste gesunde Personen sowie Personen mit HIV-Infektion und AD, die 2 Dosen IMVANEX im Abstand von 4 Wochen erhielten. Die Serokonversion bei Vaccinia-naiven Personen war definiert als Auftreten von Vaccinia-Antikörpertitern nach Erhalt von 2 Dosen IMVANEX, die dem Cut-off-Wert des Assays entsprachen oder höher lagen. Die Serokonversionsraten nach ELISA und PRNT sind nachstehend dargestellt:
Tabelle 2 Serokonversionsraten bei Vaccinia-naiven gesunden und besonderen Populationen durch ELISA
| SKR - ELISA | Tag 7/141 | Tag 281 | Tag 421 | ||
| Studie | Gesund-heitsstatus | n | SKR %(95-%-KI) | SKR %(95-%-KI) | SKR %(95-%-KI) |
| POX-MVA-0052 | Gesund | 183 | 70,9(63,7; 77,4) | 88,9(83,4; 93,1) | 98,9(96,0; 99,9) |
| POX-MVA-0083 | Gesund | 194 | 12,5(8,1; 18,2) | 85,4(79,6; 90,1) | 98,5(95,5; 99,7) |
| Atopische Dermatitis | 257 | 22,9(17,8; 28,6) | 85,4(80,5; 89,5) | 97,3(94,5; 98,9) | |
| POX-MVA-0094 | Gesund | 66 | 69,7(57,1; 80,4) | 72,2(60,4; 83,0) | 96,8(89,0; 99,6) |
| POX-MVA-0112 | Gesund | 88 | 29,6(20,0; 40,8) | 83,7(74,2; 90,8) | 98,7(93,1; 100) |
| HIV | 351 | 29,2(24,3; 34,5) | 67,5(62,1; 72,5) | 96,2(93,4; 98,0) | |
| POX-MVA-0132 | Gesund | 2.1196 | k/A5 | k/A5 | 99,7(99,4; 99,9) |
Tabelle 3 Serokonversionsraten bei Vaccinia-naiven gesunden und besonderen Populationen durch PRNT
| SKR - PRNT | Tag 7/141 | Tag 281 | Tag 421 | ||
| Studie | Gesund-heitsstatus | n | SKR % (95-%-KI) | SKR % (95-%-KI) | SKR % (95-%-KI) |
| POX-MVA-0052 | Gesund | 183 | 45,1(37,7; 52,6) | 56,7(49,1; 64,0) | 89,2(83,7; 93,4) |
| POX-MVA-0083 | Gesund | 194 | 5,4(2,6; 9,8) | 24,5(18,6; 31,2) | 86,6(81,0; 91,1) |
| Atopische Dermatitis | 257 | 5,6(3,1; 9,3) | 26,8(21,4; 32,7) | 90,3(86,0; 93,6) | |
| POX-MVA-0094 | Gesund | 66 | 12,1(5,4; 22,5) | 10,6(4,4; 20,6) | 82,5(70,9; 90,9) |
| POX-MVA-0112 | Gesund | 88 | 11,1(5,2; 20,0) | 20,9(12,9; 31,0) | 77,2(66,4; 85,9) |
| HIV | 351 | 15,7(11,9; 20,1) | 22,5(18,1; 27,4) | 60,3(54,7; 65,8) | |
| POX-MVA-0132 | Gesund | 2.1196 | k/A5 | k/A5 | 99,8(99,5; 99,9) |
1 Tag 7/14 entspricht 1 oder 2 Wochen nach der ersten IMVANEX-Dosis (Analysezeitpunkt an Tag 7 nur in den Studien POX-MVA-008 und POX-MVA-011; in POX-MVA-005 erfolgte die erste Analyse nach der Impfung an Tag 14); Tag 28 entspricht 4 Wochen nach der ersten IMVANEX-Dosis; Tag 42 entspricht 2 Wochen nach der zweiten IMVANEX-Dosis; SKR = Serokonversionsrate; PRNT = Plaquereduktionsneutralisationstest; ELISA = Enzyme-linked-Immunosorbent-Assay unter Nutzung von MVA als Antigen; 2 Full-Analysis-Set (FAS (für POX-MVA-013: Immunogenitätsanalyse-Set; IAS); 3 Per-Protocol-Analysis-Set (PPS), 4 Seropositivitätsraten, 5 keine Immunogenitätsprobe entnommen, 6 Gruppen 1-3 kombiniert.
Serokonversion gegen Vacciniaviren bei Vaccinia-erfahrenen gesunden und besonderen Populationen Die Serokonversion bei Vaccinia-erfahrenen Personen war definiert als mindestens zweifacher Anstieg der Ausgangstiter nach einer einzigen Impfung mit IMVANEX.
Tabelle 4 Serokonversionsraten bei Vaccinia-erfahrenen gesunden und besonderen Populationen durch ELISA
| SKR - ELISA | Tag 01 | Tag 7/141 | Tag 281 | Tag 421 | ||
| Studie | Gesund-heitsstatus | n | SKR % | SKR % (95-%-KI) | SKR % (95-%-KI) | SKR % (95-%-KI) |
| POX-MVA-0052 | Gesund | 200 | - | 95,5(91,6; 97,9) | 93,0(88,5; 96,1) | Nicht zutreffend |
| POX-MVA-0242 | Gesund | 61 | - | 83,6(71,9; 91,8) | 79,7(67,2; 89,0) | Nicht zutreffend |
| POX-MVA-0112 | Gesund | 9 | - | 62,5(24,5; 91,5) | 100(63,1; 100) | 100(59,0; 100,0) |
| HIV | 131 | - | 57,3(48,1; 66,1) | 76,6(68,2; 83,7) | 92,7(86,6; 96,6) | |
Tabelle 5 Serokonversionsraten bei Vaccinia-erfahrenen gesunden und besonderen Populationen durch PRNT
| SKR - PRNT | Tag 01 | Tag 7/141 | Tag 281 | Tag 421 | ||
| Studie | Gesund-heitsstatus | n | SKR % | SKR % (95-%-KI) | SKR % (95-%-KI) | SKR % (95-%-KI) |
| POX-MVA-0052 | Gesund | 200 | - | 78,5(72,2; 84,0) | 69,8(63,0; 76,1) | Nicht zutreffend |
| POX-MVA-0242 | Gesund | 61 | - | 73,8(60,9; 84,2) | 71,2(57,9; 82,2) | Nichtzutreffend |
| POX-MVA-0112 | Gesund | 9 | - | 75,0(34,9; 96,8) | 62,5(24,5; 91,5) | 85,7(42,1; 99,6) |
| HIV | 131 | - | 46,0(37,0; 55,1) | 59,7(50,5; 68,4) | 75,6(67,0; 82,9) | |
1 Tag 0 entspricht dem Tag der Impfung mit IMVANEX; Tag 7/14 entspricht 1 oder 2 Wochen nach der Impfung mit IMVANEX (in Studie POX-MVA-011 erfolgte die erste Analyse nach der Impfung an Tag 7, in den Studien POX-MVA-005 und POX-MVA-024 an Tag 14); Tag 28 entspricht 4 Wochen nach der Impfung mit IMVANEX; SKR = Serokonversionsrate; 2 Full-Analysis-Set (FAS); PRNT = Plaquereduktionsneutralisationstest; ELISA = Enzyme-linked-Immunosorbent-Assay unter Nutzung von MVA als Antigen.
Langfristige Immunogenität gegen Vacciniaviren beim Menschen
Bislang stehen nur begrenzte Daten zur langfristigen Immunogenität über einen Zeitraum von
24 Monaten nach der Grundimpfung von Vaccinia-naiven Personen mit IMVANEX zur Verfügung. Diese sind im Folgenden dargestellt:
Tabelle 6 Serokonversionsraten bei Vaccinia-naiven gesunden Populationen über einen Zeitraum von 24 Monaten durch ELISA und PRNT
| ELISA | PRNT | ||||
| Monat | n | SKR % (95-%-KI) | GMT (95-%-KI) | SKR % (95-%-KI) | GMT (95-%-KI) |
| 2 | 178 | 98,9(96,0; 99,9) | 328,7(288,5; 374,4) | 86,0(80,0; 90,7) | 34,0(26,4; 43,9) |
| 6 | 178 | 73,0(65,9; 79,4) | 27,9(20,7; 37,6) | 65,2(57,7; 72,1) | 7,2(5,6; 9,4) |
| 24* | 92 | 71,7(61,4; 80,6) | 23,3(15,2; 35,9) | 5,4(1,8; 12,2) | 1,3(1,0; 1,5) |
ELISA = Enzyme-linked-Immunosorbent-Assay; GMT= geometrischer mittlerer Titer; n = Anzahl von Probanden in der jeweiligen Studiengruppe; PRNT = Plaquereduktionsneutralisationstest; SKR = Serokonversionsrate.
* entspricht Seropositivitätsraten
Auffrischungsdosis
Zwei klinische Studien haben gezeigt, dass IMVANEX in der Lage ist, gegen Vacciniaviren eine Antwort des bereits bestehenden immunologischen Gedächtnisses hervorzurufen, induziert durch entweder eine lang zurückliegende Impfung mit zugelassenen Pockenimpfstoffen oder nach einer 2 Jahre zurückliegenden Impfung mit IMVANEX.
Tabelle 7 Serokonversionsraten nach einer Auffrischungsdosis durch ELISA und PRNT
| Grundimmunisierung | n | Tag 01 | n | Tag 71 | Tag 141 | ||||
| ELISA | S+ % | GMT | S+ % | GMT | S+ % | GMT | |||
| 2 Dosen IMVANEX | 92 | 72 | 23 | 75 | 100 | 738 | 100 | 1.688 | |
| Zugelassener Pockenimpfstoff | 200 | 79 | 39 | 195 | - | - | 98 | 621 | |
| PRNT | S+ % | GMT | S+ % | GMT | S+ % | GMT | |||
| 2 Dosen IMVANEX | 92 | 5,4 | 1 | 75 | 92 | 54 | 99 | 125 | |
| Zugelassener Pockenimpfstoff | 200 | 77 | 22 | 195 | - | - | 98 | 190 | |
1 Tag 0 entspricht dem Tag der Auffrischungsimpfung mit IMVANEX (vor Auffrischung); Tag 7 und 14 entsprechen 1 oder
2 Wochen nach der Auffrischungsimpfung mit IMVANEX; n = Anzahl von Probanden in der jeweiligen Studiengruppe; ELISA = Enzyme-linked-Immunosorbent-Assay unter Nutzung von MVA als Antigen; PRNT = Plaquereduktionsneutralisationstest; S+ = Seropositivitätsrate; GMT = geometrischer mittlerer Titer.
Immunogenität und Abschwächung der Hautreaktion auf ACAM2000 bei gesunden Probanden
In einer randomisierten, offenen Nichtunterlegenheitsstudie bei Pockenimpfstoff-naiven, gesunden Probanden (US-Militärangehörige) im Alter von 18 bis 42 Jahren (Studie POX-MVA-006) wurde IMVANEX mit ACAM2000 (einem aus Zellkultur gewonnenen und in den USA zugelassenen attenuierten Lebend-Pockenimpfstoff der ‚zweiten Generation‘) verglichen.
Insgesamt erhielten 433 Probanden nach Randomisierung im Verhältnis 1:1 entweder zwei Dosen IMVANEX, gefolgt von einer Einzeldosis ACAM2000 im Abstand von vier Wochen, oder nur eine Einzeldosis ACAM2000. ACAM2000 wurde mittels Skarifizierung verabreicht.
Der erste co-primäre Endpunkt war der Vergleich der gebildeten Vaccinia-spezifischen neutralisierenden Antikörper zu den Höchstwert-Zeitpunkten (bei IMVANEX an Tag 42 nach der ersten Impfung, wobei die Probanden gemäß dem Standard-Impfplan zwei Dosen erhielten, und bei ACAM2000 an Tag 28). IMVANEX induzierte in der Spitze einen geometrisch mittleren Titer (GMT) neutralisierender Antikörper von 153,5 (n = 185; 95-%-KI 134,3, 175,6), was einer Nichtunterlegenheit gegenüber dem GMT von 79,3 (n = 186; 95-%-KI 67,1, 93,8) entspricht, der nach Skarifizierung mit ACAM2000 ermittelt wurde.
Als zweiter co-primärer Endpunkt wurde evaluiert, ob die Impfung mit IMVANEX (n = 165) vor der Verabreichung von ACAM2000 zu einer Abschwächung der Hautreaktion auf ACAM2000 (n = 161) führte, gemessen an der maximalen Läsionsfläche in mm2. An Tag 13–15 belief sich der Median der maximalen Läsionsflächen bei den Probanden, die ACAM2000 erhalten hatten bei 75mm2 (95-%-KI 69,0, 85,0) und bei denen, die IMVANEX erhalten hatten bei 0,0 (95-%-KI 0,0, 2,0).
Impfstoffwirksamkeit
In Real-World-Beobachtungsstudien, die an Personen durchgeführt wurden, die (gemäß den lokalen Empfehlungen) für eine Impfung geeignet waren, wurde die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen Affenpocken mindestens 14 Tage nach der Impfung gezeigta, wobei die adjustierten Schätzungen der Impfstoffwirksamkeit nach einer IMVANEX-Dosis zwischen 35 % und 89 % und nach zwei IMVANEX-Dosen zwischen 66 % und 90 % lagen.
Tabelle 8 Impfstoffwirksamkeit mindestens 14 Tage nach der Impfunga
| Land | Studiendesign, Periode | Impfstrategie | Wirksamkeit nach1 Dosis % [95%-KI] | Wirksamkeit nach2 Dosen % [95%-KI] |
| USA | Fall-Kontroll-Studie Aug. 2022-Mar. 2023 | PrEP/PEP | 77 %(60-87) | 89 %(56-97) |
| Fall-Kontroll-StudieAug. 2022-Nov. 2022 | PrEP | 36 %(22-47)* | 66 %(47-78)* | |
| Retrospektive KohortenstudieMai 2022-Dez. 2022 | PrEP/PEP | 81 % (64-90)* | 83 % (28-96)* | |
| Case-Coverage-Studie Jul. 2022-Okt. 2022 | PrEP/PEP | 86 % (83-89)* | 90 % (86-92)* | |
| Fall-Kontroll-Studie Jun. 2022-Dez. 2022 | PrEP/PEP | 68 % (25-87)* | 89 % (44-98)* | |
| Spanien | Retrospektive KohortenstudieJul. 2022-Dez. 2022 | PrEP | 79 %(33-100)*,** | - |
| Prospektive KohortenstudieMai 2022-Aug. 2022 | PEP | 89 % (76-95)a | - | |
| Kanada | Fall-Kontroll-Studie Jun. 2022-Sep. 2022 | PrEP | 35 % (-2-59)65 % (1-87)*** | - |
| Vereinigtes Königreich | Case-Coverage-Studie Jul. 2022-Dez. 2022 | PrEP | 78 %(54-89)** | - |
Hinweis: Alle Daten sind adjustierte Werte der Impfstoffwirksamkeit, basierend auf subkutaner Anwendung, sofern nicht anders angegeben.
* Deckt sowohl subkutane als auch intradermale Anwendung ab.
** Nicht adjustierte Impfstoffwirksamkeit.
*** Basierend auf Daten auf individueller Ebene, ergänzt durch Fragebogenantworten zum Risikoverhalten.
a PEP wird ≤ 14 Tage nach der Exposition verabreicht.
Auswirkungen auf die Hospitalisierung
In einer Überwachungsstudie, die von Mai 2022 bis Mai 2023 in den USA durchgeführt wurde, zeigte sich, dass IMVANEX das Risiko einer affenpockenbedingten Hospitalisierung verringert. Im Vergleich zu ungeimpften Affenpocken-Patienten lag das statistische Quotenverhältnis einer Hospitalisierung nach einer IMVANEX-Dosis bei 0,27 (95%-KI, 0,08-0,65) und nach zwei IMVANEX-Dosen bei 0,20 (95%-KI, 0,01-0,90). Die geschätzte relative Risikoreduktion betrug 73 % nach einer IMVANEX-Dosis und 80 % nach zwei IMVANEX-Dosen.
Kinder und Jugendliche
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für IMVANEX eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen zur Vorbeugung einer durch Pocken-, Affenpocken- sowie Vacciniaviren hervorgerufenen Erkrankung durch aktive Immunisierung gegen Pocken-, Affenpocken- und Vacciniavirusinfektion und - erkrankung gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Studie an Jugendlichen von 12‑17 Jahren
Bei DMID 22‑0020 handelte es sich um eine unverblindete, multizentrische Phase-II-Studie in den USA, die einen doppelten Zweck verfolgte:
-
Bewertung von Strategien zur Dosiseinsparung bei intradermalen Injektionen bei Erwachsenen, um die begrenzten Vorräte während der globalen Gesundheitskrise zu strecken (DMID 22‑0020 Teil 1 – randomisiert)
-
Bewertung der Sicherheit und Immunogenität des Impfstoffs bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren, um die Impfeignung für die jugendliche Bevölkerung auszuweiten
(DMID 22‑0020 Teil 2)
Das primäre Ziel von Teil 2 der Studie DMID 22-0020 war es, festzustellen, ob die maximale humorale Immunantwort bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren nach subkutaner Verabreichung von zwei 0,5‑ml‑Dosen MVA‑BN im Abstand von 28 Tagen der Antwort bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 50 Jahren, denen zwei 0,5‑ml‑Dosen MVA‑BN im Abstand von 28 Tagen subkutan verabreicht wurden, nicht unterlegen ist.
Für die Primäranalyse wurden Proben von erwachsenen Teilnehmern aus Teil 1 (Arm 3) und Teil 2 gemeinsam analysiert (211 Teilnehmer) und mit Proben von Jugendlichen aus Teil 2 (315 Teilnehmer) verglichen, wie unten dargestellt:
Tabelle 9 Vaccinia-spezifische Primärhypothesentests nach PRNT an Tag 43, mITT-Population
| Zeitpunkt | Statistik | Jugendliche (Teil 2)(N = 313) | Gepoolte Erwachsene – (Teil 2 + Teil 1Arm 3)c (N = 211) |
| nn | 304 | 208 | |
| GMT (95%-KI) | 470,3 | 293,2 | |
| Studientag 43, nach | (422,3; 523,8) | (249,8; 344,2) | |
| GMTR (95%-KI) | k/A | 1,60 (1,32; 1,95) | |
| Dosis 2 | |||
| p-Werta | k/A | < 0,001 | |
| Ergebnis der | k/A | Ja | |
| Nichtunterlegenheitb |
KI = Konfidenzintervall, berechnet anhand der studentschen t-Verteilung für GMT und anhand des Welch t-Tests für GMTR; GMT = geometrischer mittlerer Titer; GMTR = Verhältnis des geometrischen mittleren Titers zwischen Jugendlichen und Erwachsenen; mITT = modifizierte Intention-to-Treat-Population; N = Anzahl der Teilnehmer in der mITT-Population; n = Anzahl der Teilnehmer mit Daten zu dem Zeitpunkt; k/A = keine Angabe; PRNT = Plaquereduktionsneutralisationstest.
a Zweistichproben-t-Test mit ungleicher Varianz, einer Nichtunterlegenheitsspanne (NI) von 0,67 und einer zweiseitigen Fehlerrate vom Typ I von 0,05 zur Prüfung der Nullhypothese, dass die humorale Immunantwort bei Jugendlichen der bei Erwachsenen zum gegebenen Zeitpunkt nicht unterlegen ist, ermittelt durch den Vaccinia-spezifischen PRNT GMT.
b Wenn die untere Grenze des 95%-KI des GMTR größer oder gleich 0,67 (NI = 0,174 log10-Skala) vor der Rundung ist, lautet das Ergebnis „Ja“.
c Die Erwachsenen aus Teil 1, Arm 3, die s.c. MVA-BN erhielten, wurden mit den Erwachsenen aus Teil 2 als Vergleichsgruppe in der Primäranalyse zusammengefasst.
Die Mehrheit der Teilnehmer in der mITT‑Population war an Tag 43 (99,0 % der Jugendlichen und 97,7 % der Erwachsenen) serokonvertiert. Die langfristigen Serokonversionsraten betrugen am
Tag 210 bei Jugendlichen 82,9 % und bei Erwachsenen 54,6 % und am Tag 394 bei Jugendlichen 81,5 % und 46 % bei Erwachsenen.
Außergewöhnliche Umstände
Dieses Arzneimittel wurde unter „Außergewöhnlichen Umständen“ zugelassen.
Das bedeutet, dass es aufgrund der Seltenheit der Erkrankung nicht möglich war vollständige Informationen zu diesem Arzneimittel zu erhalten.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur wird alle neuen Informationen, die verfügbar werden, jährlich bewerten, und falls erforderlich, wird die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels aktualisiert werden.
Pharmazeutische Angaben - IMVANEX
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
3 Jahre bei -20 °C ± 5 °C
5 Jahre bei -50 °C ± 10 °C
9 Jahre bei -80 °C ± 10 °C
Nach dem Auftauen kann der Impfstoff vor der Anwendung über bis zu 2 Monate innerhalb der angegebenen Dauer der Haltbarkeit bei 2 °C – 8 °C im Dunkeln gelagert werden.
Den Impfstoff nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren.
Im Gefrierschrank lagern (bei -20 °C ± 5 °C oder -50 °C ± 10 °C oder -80 °C ± 10 °C). Das Verfalldatum hängt von der Lagertemperatur ab.
Der Impfstoff kann vor der Anwendung kurzzeitig über bis zu 2 Monate innerhalb der angegebenen Dauer der Haltbarkeit bei 2 °C – 8 °C im Kühlschrank gelagert werden.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
0,5 ml Suspension in einer Durchstechflasche (Typ-I-Glas) mit Stopfen (Brombutylgummi).
Packungsgrößen mit 1 Einzeldosis-Durchstechflasche, 10 Einzeldosis-Durchstechflaschen oder 20 Einzeldosis-Durchstechflaschen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
und sonstige Hinweise zur Handhabung
Die Durchstechflasche soll vor der Verabreichung eine Temperatur zwischen 8 °C und 25 °C erlangen. Vor der Anwendung die Durchstechflasche mindestens 30 Sekunden lang sanft schwenken.
Nach dem Auftauen liegt IMVANEX in Form einer hellgelben bis blass-weißen, klaren bis milchigen Suspension vor. Das Arzneimittel kann hellgelbe bis blass-weiße Partikel enthalten.
Die Suspension muss vor der Anwendung visuell auf Fremdstoffe und Verfärbungen kontrolliert werden. Der Impfstoff ist zu verwerfen, wenn die Durchstechflasche beschädigt ist oder wenn die Suspension Fremdstoffe enthält oder ein anderes physikalisches Erscheinungsbild aufweist.
Eine Dosis von 0,5 ml wird zur Injektion in eine Spritze aufgezogen. Jede Durchstechflasche ist zum Einmalgebrauch.
Nicht verwendeter Impfstoff oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.