ALK-depot SQ® 503 Dermatophagoides pteronyssinus Fortsetzungsbehandlung, F1+F2
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - ALK-depot 503 Dermatophagoides
Kausale Behandlung (Allergie-Immuntherapie/spezifische Immuntherapie/Hyposensibilisierung/ Allergie-Impfung) allergischer Erkrankungen vom Soforttyp (Typ I-Allergien) verursacht durch die entsprechenden Allergene: Allergischer Schnupfen (Rhinitis allergica), allergische Bindehautentzündung (Conjunctivitis allergica), allergisches Asthma bronchiale sowie in Sonderfällen allergischer Nesselausschlag (Urtikaria), Prävention von Neusensibilisierungen auf weitere Allergene.
Allergenpräparate zur subkutanen Injektion sollten nur dort eingesetzt werden, wo die Voraussetzungen für eine Notfallbehandlung gegeben sind (siehe Abschnitt 4.4).
Dosierung
Die Therapie mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten besteht aus einer Anfangsbehandlung, in der die Dosis gesteigert wird, und einer anschließenden Fortsetzungsbehandlung.
Alle Dosierungsschemata sind Empfehlungen. Wenn der Patient nach der Injektion eine Nebenwirkung hatte oder das Injektionsintervall überschritten wurde, muss die Dosis individuell angepasst werden (siehe Abschnitt zur Dosisreduktion). Die Dosis sollte nur dann gesteigert werden, wenn die zuletzt verabreichte Injektion gut vertragen wurde.
Anfangsbehandlung
Während der Anfangsbehandlung wird die applizierte Allergenmenge schrittweise von der Anfangsdosis bis zu einer Erhaltungsdosis gesteigert, in der Regel 100.000 SQ-E (entspricht 1 ml der Flasche 4).
Für die Dosissteigerung stehen drei verschiedene Schemata zur Verfügung:
-
Schema I: 16-stufige Aufdosierung (Tabelle 4)
-
Schema II: 7-stufige Aufdosierung (Tabelle 5)
-
Schema III: Cluster-Aufdosierung (Tabelle 6).
Als Standard wird das Aufdosierungsschema I empfohlen. Bei der Auswahl des Aufdosierungsschemas ist der individuelle Patient zu berücksichtigen. Bei der 7-stufigen Aufdosierung und der Cluster-Aufdosierung kann ein etwas höheres Risiko für Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden, deshalb sollten sie nur von allergologisch besonders erfahrenen Ärzten bei Nicht-Risiko-Patienten angewendet werden.
Schema I, 16-stufige Aufdosierung
Das Aufdosierungsschema besteht aus 16 Injektionen mit steigenden Allergenmengen bis zu 1 mI aus der Flasche 4 gemäß Tabelle 4. Zwischen den Injektionsterminen sollten 7- (bis 14-) tägige Abstände eingehalten werden.
Tabelle 4: Schema I, 16-stufige Aufdosierung
| Injektions-nummer | Flasche (Konzentration) | Injektionsvolumen | Verabreichte DosisSQ-E/Injektion |
| 1 | 1 (100 SQ-E/ml) | 0,2 ml | 20 |
| 2 | 0,4 ml | 40 | |
| 3 | 0,8 ml | 80 | |
| 4 | 2 (1.000 SQ-E/ml) | 0,2 ml | 200 |
| 5 | 0,4 ml | 400 | |
| 6 | 0,8 ml | 800 | |
| 7 | 3 (10.000 SQ-E/ml) | 0,2 ml | 2.000 |
| 8 | 0,4 ml | 4.000 | |
| 9 | 0,6 ml | 6.000 | |
| 10 | 0,8 ml | 8.000 | |
| 11 | 4 (100.000 SQ-E/ml) | 0,1 ml | 10.000 |
| 12 | 0,2 ml | 20.000 | |
| 13 | 0,4 ml | 40.000 | |
| 14 | 0,6 ml | 60.000 | |
| 15 | 0,8 ml | 80.000 | |
| 16 | 1,0 ml | 100.000 |
Schema II, 7-stufige Aufdosierung
Das Aufdosierungsschema besteht aus 7 Injektionen mit steigenden Allergenmengen bis zu 1 ml der Flasche 4 gemäß Tabelle 5. Die Injektionen sollten mit Injektionsintervallen von 7 ± 2 Tagen durchgeführt werden.
Tabelle 5: Schema II, 7-stufige Aufdosierung
| Injektions-nummer | Flasche (Konzentration) | Injektionsvolumen | Verabreichte Dosis SQ-E/Injektion |
| 1 | 2 (1.000 SQ-E/ml) | 0,3 ml | 300 |
| 2 | 3 (10.000 SQ-E/ml) | 0,2 ml | 2.000 |
| 3 | 0,5 ml | 5.000 | |
| 4 | 4 (100.000 SQ-E/ml) | 0,1 ml | 10.000 |
| 5 | 0,3 ml | 30.000 | |
| 6 | 0,6 ml | 60.000 | |
| 7 | 1,0 ml | 100.000 |
Schema III, Cluster-Aufdosierung
Bei der Cluster-Aufdosierung werden 2 - 3 Einzelinjektionen an einem Tag verabreicht (siehe Tabelle 6). Die Cluster sollten in wöchentlichem Abstand injiziert werden. Zwischen den Injektionen eines Clusters sollte eine Wartezeit von 30 Minuten eingehalten werden.
Tabelle 6: Schema III, Cluster-Aufdosierung
| Woche | Injektions-nummer | Flasche(Konzentration) | Injektionsvolumen | Verabreichte DosisSQ-E/Injektion |
| Woche 1Cluster 1 | 1 | 1 (100 SQ-E/ml) | 0,1 ml | 10 |
| 2 | 2 (1.000 SQ-E/ml) | 0,1 ml | 100 | |
| 3 | 3 (10.000 SQ-E/ml) | 0,1 ml | 1.000 | |
| Woche 2Cluster 2 | 4 | 0,2 ml | 2.000 | |
| 5 | 0,2 ml | 2.000 | ||
| Woche 3Cluster 3 | 6 | 0,5 ml | 5.000 | |
| 7 | 0,5 ml | 5.000 | ||
| 4 | 8 | 4 (100.000 SQ-E/ml) | 0,2 ml | 20.000 |
| 5 | 9 | 0,4 ml | 40.000 |
| 6 | 10 | 0,6 ml | 60.000 | |
| 7 | 11 | 1,0 ml | 100.000 |
Fortsetzungsbehandlung Erhaltungsdosis
Die empfohlene Erhaltungsdosis ist 100.000 SQ-E (entspricht 1 ml der Flasche 4). Die Dosis, die vom Patienten ohne wesentliche Nebenwirkungen vertragen wird, kann aber geringer sein (individuelle Erhaltungsdosis) (siehe Abschnitt 4.8).
Injektionsintervall
Nach Erreichen der Erhaltungsdosis empfiehlt es sich, das Injektionsintervall schrittweise jeweils um 2 Wochen zu verlängern und so auf ein Intervall zwischen 4 und 8 Wochen auszudehnen.
Dauer der Anwendung
Die Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten sollte ganzjährig über 3 bis 5 Jahre erfolgen.
Behandlung mit mehreren Allergenpräparaten
Wird ein Patient parallel mit verschiedenen Allergenpräparaten behandelt, so können die Injektionen am selben Tag getrennt an beiden Armen mit einem Intervall von 30 Minuten gegeben werden.
Alternativ ist es möglich, die Präparate an verschiedenen Tagen zu verabreichen.
Überschreitung des Injektionsintervalls
Wenn das empfohlene Zeitintervall zwischen zwei Injektionsterminen überschritten wurde, sollte die Dosierung anhand der Empfehlungen in Tabelle 7 und 8 angepasst werden. Nach einer Dosisreduktion wird wiederum bis zur Erhaltungsdosis gesteigert. Die Steigerung erfolgt gemäß einem Schema für die Anfangsbehandlung.
Tabelle 7: Intervallüberschreitung bei der Aufdosierung gemäß Schema I und II
| Wochen zwischen den Injektionen | Dosierung |
| Schema I: mehr als 2 und bis zu 3 WochenSchema II: mehr als 9 Tage und bis zu 3 Wochen | Wiederholung der letzten Dosis |
| mehr als 3 bis zu 4 Wochen | Reduktion auf 1/2 der zuletzt verabreichten Dosis |
| mehr als 4 Wochen | Neubeginn der Aufdosierung |
Tabelle 8: Intervallüberschreitung in der Fortsetzungsbehandlung
| Wochen zwischen den Injektionen | Dosierung |
| mehr als 8 bis zu 10 Wochen | Reduktion auf 3/4 der zuletzt verabreichten Dosis |
| mehr als 10 bis zu 12 Wochen | Reduktion auf 1/2 der zuletzt verabreichten Dosis |
| mehr als 12 bis zu 14 Wochen | Reduktion auf 1/4 der zuletzt verabreichten Dosis |
| mehr als 14 bis zu 16 Wochen | Reduktion auf 1/10 der zuletzt verabreichten Dosis |
| mehr als 16 Wochen | Neubeginn mit Aufdosierung |
Dosisreduktion bei Nebenwirkungen
Wenn Reaktionen an der Injektionsstelle auftreten, sollte die Dosis abhängig von der Größe der Reaktion anhand der Empfehlungen in Tabelle 9 angepasst werden.
Tabelle 9: Dosierungsempfehlungen beim Auftreten von Lokalreaktionen
| Lokalreaktionen | Weiteres Vorgehen | |
| Dosis kann gesteigert werden | ||
| Kinder < 5 cmErwachsene < 8 cm | Dosis kann gesteigert werden | |
| Kinder 5 - 7 cmErwachsene 8 - 12 cm | Wiederholung der letzten Dosis | |
| Kinder > 7 cmErwachsene > 12cm | Je nach Ausprägung der Reaktion Dosisreduktion um 1-3 Schritte imDosierungsschema | |
-
Juckreiz
-
Rötung
-
Schwellung an der Injektionsstelle (Durchmesser)
Leichte bis mäßige systemische allergische Reaktionen (beispielsweise Juckreiz, Flush, Urtikaria): Je nach Ausprägung der Reaktion Dosisreduktion um 1 - 5 Schritte im Dosierungsschema und langsamere Dosissteigerung durch Einlegen von Zwischenschritten.
Schwere oder schwerwiegende systemische allergische Reaktionen (beispielsweise Hypotonie, Bewusstlosigkeit, schwere Dyspnoe): Die Behandlung sollte generell nur nach sorgfältiger Abwägung der Eignung des Patienten für eine Allergie-Immuntherapie fortgeführt werden. Im Falle einer Weiterbehandlung sicherheitshalber wieder mit der entsprechenden Aufdosierung neu beginnen.
Kinder und Jugendliche
Für Kinder ab 5 Jahren und Jugendliche wird dieselbe Dosierung wie für Erwachsene empfohlen.
Die spezifische Immuntherapie wird im Allgemeinen nicht für Kinder unter 5 Jahren empfohlen, da in dieser Altersgruppe Akzeptanz- und Kooperationsprobleme wahrscheinlicher sind als bei Erwachsenen. Für Kinder ab 5 Jahren gibt es wenige Daten zur klinischen Wirksamkeit, die für einen Wirksamkeitsnachweis nicht ausreichen. Daten zur Sicherheit lassen jedoch kein größeres Risiko im Vergleich zu Erwachsenen erkennen. Das 7-stufige Aufdosierungsschema (Schema II) ist nicht bei Kindern unter 12 Jahren untersucht worden.
Art der Anwendung
Die Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten sollte nur durch einen Arzt, der Erfahrung mit der Allergie-Immuntherapie hat, durchgeführt werden.
Da vor jeder Injektion eine Zwischenanamnese und im Notfall ein sofortiges ärztliches Handeln erforderlich ist, müssen die Injektionen vom Arzt verabreicht werden!
Die Injektion erfolgt streng subkutan. Zur Vermeidung schwerer allergischer Allgemeinreaktionen muss eine intravasale Injektion durch sorgfältiges Aspirieren vermieden werden.
Nach jeder Injektion muss der Patient für mindestens 30 Minuten oder gemäß aktuellen medizinischen Richtlinien überwacht werden.
Vorsichtsmaßnahmen vor / bei der Handhabung bzw. vor / während der Anwendung des Arzneimittels:
-
Überprüfen Sie, ob das vorgesehene Injektionsintervall eingehalten wurde, und befragen Sie den Patienten zu seinem Allgemeinzustand, der Einnahme von Medikamenten, seiner aktuellen allergischen Symptomatik und der Verträglichkeit der vorangegangenen Injektion, um Gegenanzeigen auszuschließen und die zu verabreichende Dosis ggf. individuell anzupassen.
-
Notieren Sie das Injektionsdatum und die zu verabreichende Dosis in der Patienten-dokumentation (z.B. im Injektionsprotokoll der Packungsbeilage).
-
Entnehmen Sie die entsprechende Durchstechflasche. Überprüfen Sie Patientendaten, Allergenzusammensetzung, Konzentration und Verfalldatum der Flasche.
-
Drehen Sie die Flasche vor Gebrauch mehrmals langsam auf den Kopf, um den Inhalt gleichmäßig zu durchmischen. Vermeiden Sie dabei Schaumbildung und verwenden Sie das Präparat nicht, wenn es gefroren bzw. wieder aufgetaut ist (Eisbildung bzw. Auftreten irreversibler Ausfällungen). Für Hinweise zur Handhabung vor der Anwendung von ALK-depot SQ Milbenpräparaten, siehe Abschnitt 6.6.
-
Desinfizieren Sie den Verschlussstopfen mit einem Alkohol-Tupfer und entnehmen Sie das entsprechende Volumen mit einer sterilen 1ml-Einmalspritze.
-
Heben Sie nach Reinigung und Desinfektion der Injektionsstelle eine Hautfalte eine Handbreit oberhalb des Ellenbogens ab, aspirieren Sie und injizieren dann langsam streng subkutan.
-
Überwachen Sie den Patienten nach der Injektion mindestens 30 Minuten! Sollten während dieser Zeit unerwünschte Reaktionen auftreten, muss die Beobachtung bis zur Normalisierung des Gesundheitszustandes ausgedehnt werden. Schwere und anhaltende Nebenwirkungen können einen Krankenhausaufenthalt erfordern.
-
Klären Sie den Patienten darüber auf, dass er sich während der Beobachtungszeit oder bei später auftretenden Anzeichen einer Nebenwirkung sofort mit dem behandelnden Arzt oder dessen Vertretung in Verbindung setzt. Geben Sie dem Patienten ggf. Medikamente zur Behandlung von Spätreaktionen mit.
-
Überempfindlichkeit gegen einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
-
Wenn der Patient Fieber hat oder Anzeichen einer akuten oder chronischen Infektion zeigt.
-
Patienten mit FEV1 <70 % des Vorhersagewertes bei Erwachsenen (nach adäquater pharmakologischer Therapie) und FEV1 < 80 % des Vorhersagewertes bei Kindern und Jugendlichen (nach adäquater pharmakologischer Therapie).
-
Patienten, die in den letzten 3 Monaten eine schwere Asthma-Exazerbation hatten.
-
Irreversible Schädigung der Atemwege, z.B. Lungenblähung (Emphysem), Erweiterung der Bronchialäste (Bronchiektasen).
-
Patienten mit aktiven systemischen Autoimmunerkrankungen (die nicht auf eine Behandlung ansprechen) und Patienten mit Immundefekten oder Immunschwächen(siehe Abschnitt 4.4).
-
Schwere chronisch-entzündliche Erkrankungen.
-
Patienten mit bösartigen Tumorerkrankungen mit aktuellem Krankheitswert
Die Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten darf nur durch einen in der Allergie-Immuntherapie erfahrenen Arzt vorgenommen werden. Nach jeder Injektion muss der Patient für mindestens 30 Minuten ärztlich überwacht werden.
Aufgrund des Risikos schwerer anaphylaktischer Reaktionen muss eine umfassende apparative und medikamentöse Ausstattung zur Wiederbelebung sofort verfügbar sein. Dies schließt Adrenalin zur Injektion und entsprechend geschultes Personal ein. Treten Symptome einer systemischen allergischen Reaktion wie z. B. Urtikaria, Angioödem oder schweres Asthma auf, sollte die symptomatische Behandlung unverzüglich eingeleitet werden.
Schwere systemische allergische Reaktionen
Wie bei allen Allergenpräparaten können auch nach Anwendung von ALK-depot SQ Milbenpräparaten anaphylaktische Reaktionen auftreten. Bei Patienten, die schwere systemische
allergische Reaktionen während einer früheren Allergie-Immuntherapie entwickelt haben, sollten ALK-depot SQ Milbenpräparate mit Vorsicht verschrieben werden.
Am Injektionstag muss der Patient körperliche Belastung, Saunabesuche und heißes Duschen sowie schwere Mahlzeiten und Alkohol vermeiden, da diese Begleitfaktoren das Risiko einer Anaphylaxie möglicherweise erhöhen können.
Schwere systemische allergische Reaktionen können mit Adrenalin behandelt werden. Die Wirkung von Adrenalin kann bei Patienten, die mit trizyklischen Antidepressiva, Monoaminooxidasehemmern (MAO-Hemmern) und/oder COMT-Inhibitoren behandelt werden, verstärkt werden, was möglicherweise lebensbedrohliche Folgen haben kann. Die Wirkung von Adrenalin kann bei Patienten, die mit Betablockern (auch Augentropfen) behandelt werden, reduziert sein.
Patienten mit Herzerkrankungen können im Falle von schweren systemischen allergischen Reaktionen ein erhöhtes Risiko haben. Klinische Erfahrungen mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten bei Patienten mit Herzerkrankungen sind begrenzt. Dies sollte vor Beginn einer Allergie-Immuntherapie berücksichtigt werden.
Asthma
Asthma ist ein bekannter Risikofaktor für schwere systemische allergische Reaktionen.
Klinische Erfahrungen mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten bei Patienten mit Asthma sind begrenzt. Bei Patienten mit Asthma in der Anamnese sollten die Asthmasymptome innerhalb der letzten
3 Monate vor Beginn der Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten adäquat kontrolliert
gewesen sein.
Asthma-Patienten sollten gemäß Stufenschema der nationalen Versorgungsleitlinie Asthma behandelt und regelmäßig vom Hausarzt oder Pneumologen überwacht werden. Vor jeder Injektion muss der Asthmastatus des Patienten beurteilt werden. Die Injektion mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten sollte verschoben werden, wenn der Asthmastatus des Patienten in der letzten Woche vor der geplanten Injektion nicht vollständig kontrolliert war. Zusätzlich sollte vor und 30 Minuten nach der Injektion eine orientierende Lungenfunktionsprüfung durchgeführt werden (z.B. Peak flow-Messung). Ist die Lungenfunktion bereits vor der Injektion deutlich erniedrigt, sollte der Injektionstermin verschoben werden. Ist die Lungenfunktion nach der Injektion erniedrigt, muss der Patient länger überwacht und ggf. medikamentös versorgt werden.
Patienten mit Asthma in der Anamnese müssen über die Notwendigkeit informiert werden, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen, wenn sich ihr Asthma plötzlich verschlechtert.
Bei Patienten mit Asthma in der Anamnese und akuter Atemwegsinfektion sollte die Einleitung der Therapie mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten bis zum Abklingen der Infektion verschoben werden.
Autoimmunerkrankungen in Remission und Patienten in systemischer immunsuppressiver Therapie Es gibt nur begrenzt Daten zur Allergie-Immuntherapie bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen in Remission oder bei Patienten mit systemischer immunsuppressiver Therapie. ALK-depot SQ Milbenpräparate sollten daher bei diesen Patienten mit Vorsicht verschrieben werden.
Andere Patientengruppen
ALK-depot SQ Milbenpräparate enthalten Aluminium. Daher besteht eine theoretische Gefahr der Aluminium-Anreicherung bei Patienten mit einem hohen Risiko (z.B. Patienten mit Nierenfunktionsstörungen und Patienten, die gleichzeitig mit aluminiumhaltigen Medikamenten
behandelt werden (z.B. Antazida)). Dies sollte vor Beginn der Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten berücksichtigt werden.
Ältere Menschen
Bei älteren Patienten sollte eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Begleiterkrankung (z.B. Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen) beachtet werden. Siehe Abschnitt 4.3 Gegenanzeigen, 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen sowie Dosisanpassungen in Abschnitt 4.2 Dosierung und Art der Anwendung.
Gleichzeitige Anwendung mit anderen Allergie-Immuntherapien
Es liegen keine klinischen Erfahrungen zur gleichzeitigen Anwendung mit anderen Allergie-Immuntherapien vor.
ALK-depot SQ Milbenpräparate enthalten Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Injektion, d.h. sie sind nahezu „natriumfrei“.
Bei einer gleichzeitig durchgeführten Allergie-Immuntherapie mit anderen Allergenen kann die Verträglichkeit der Therapie mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten beeinflusst werden (siehe Abschnitt 4.2 und 4.4).
Vor und nach einer Schutzimpfung sollte - so weit möglich - der Abstand zur ALK-depot SQ-Injektion mindestens eine Woche betragen, je nach Reaktion auch länger. Bei Überschreitung des Injektionsintervalls ist die Dosis entsprechend anzupassen.
Es wurden keine Studien zu Wechselwirkungen beim Menschen durchgeführt und es wurden keine möglichen Arzneimittelinteraktionen aus weiteren Quellen identifiziert. Eine gleichzeitige Behandlung mit symptomatisch wirksamen Antiallergika, Kortikosteroiden oder Mastzell-stabilisatoren kann die Toleranzgrenze des Patienten gegenüber der Allergie-Immuntherapie erhöhen. Dies sollte beim Absetzen solcher Medikamente beachtet werden.
Für Informationen zur gleichzeitigen Anwendung von systemischen Immunsuppressiva, MAO-Hemmern, COMT-Inhibitoren, Betablockern und Antazida siehe Abschnitt 4.4.
Schwangerschaft
Es liegen keine Daten über die klinischen Erfahrungen bei der Anwendung von ALK-depot SQ Milbenpräparaten bei schwangeren Frauen vor. Während der Schwangerschaft sollte eine Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten nicht eingeleitet werden. Tritt während der Behandlung eine Schwangerschaft ein, kann die Behandlung nach Beurteilung des Allgemeinzustandes (einschließlich der Lungenfunktion) der Patientin und der Reaktionen auf frühere Injektionen von ALK-depot SQ Milbenpräparaten fortgesetzt werden, sofern die Erhaltungsdosis bereits erreicht wurde. Bei Patientinnen mit bereits vorhandenem Asthma wird eine engmaschige Überwachung während der Schwangerschaft empfohlen.
Stillzeit
Über die Anwendung von ALK-depot SQ Milbenpräparate während der Stillzeit liegen keine klinischen Daten vor. Es sind keine Wirkungen auf den gestillten Säugling zu erwarten.
Fertilität
Es gibt für die Anwendung von ALK-depot SQ Milbenpräparaten keine klinischen Daten hinsichtlich der Fertilität.
Die Therapie mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Leichte Müdigkeit tritt nach einer Injektion häufig auf.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Reaktionen im Zusammenhang mit der Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten werden im Allgemeinen durch eine immunologische Reaktion (lokal und/oder systemisch) auf das jeweilige Allergen verursacht. Symptome einer frühen Reaktion treten innerhalb der ersten 30 Minuten nach der Injektion auf. Symptome einer Spätreaktion treten normalerweise innerhalb von 24 Stunden nach der Injektion auf.
Sehr häufig berichtete unerwünschte Wirkungen bei Patienten, die mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten behandelt werden, sind lokale Reaktionen an der Injektionsstelle.
Mögliche Symptome allergischer Reaktionen
Typische Lokalreaktionen an der Injektionsstelle sind Rötung, Juckreiz und Schwellung.
Systemische allergische Reaktionen können in verschiedenen Schweregraden auftreten, siehe Tabelle 10. Die Symptome können Schweregrad-übergreifend einzeln oder in Kombination, gleichzeitig oder nacheinander auftreten. Die Klassifizierung erfolgt nach den schwersten aufgetretenen Symptomen, keines der Symptome ist obligat.
Tabelle 10: Mögliche Symptome systemischer allergischer Reaktionen*
| Grad 1Leichte systemische Reaktionen |
| Grad 2Mittelgradige systemische ReaktionenZusätzlich zu Symptomen aus Grad 1: |
-
Juckreiz, insbesondere an Handtellern und Fußsohlen
-
Hautrötung (Flush)
-
Hautausschlag, z.B. Urtikaria
-
Schwellungen tieferer Gewebe der Haut und/oder der Schleimhäute (Angioödem)
-
Leichte Schleimhautreaktionen an Nase oder Augen, z. B. Niesen, Augenjucken
-
Subjektive Symptome, z. B. Unwohlsein, Kopfschmerz, Unruhe, Angstgefühl, Schwindel, Parästhesie
-
Mittelgradige Schleimhautreaktionen, z. B. Rhinitis, Konjunktivitis, Husten, Heiserkeit, Engegefühl im Hals
-
Asthmatische Reaktionen, z. B. Atemnot, Giemen
-
Herz-Kreislauf-Reaktionen, z. B. Blutdruckabfall, Blässe, Pulsveränderung, Herzrhythmusstörungen
-
Übelkeit, Bauchschmerzen, Magenbeschwerden, Stuhl- bzw. Harndrang
-
Gebärmutterkrämpfe
-
Beschwerden im Brustraum, Schüttelfrost, Fremdkörpergefühl im Hals
| Grad 3Schwere systemische ReaktionenZusätzlich zu Symptomen aus Grad 1 oder 2: |
| Grad 4Vitales OrganversagenZusätzlich zu Symptomen aus Grad 1, 2 oder 3: |
-
Schwere asthmatische Reaktionen, z. B. schwere Atemnot, Bronchospasmus, bläuliche Verfärbung der Haut oder Schleimhäute (Zyanose)
-
Kehlkopfschwellung
-
Starker Blutdruckabfall (Schock)
-
Bewusstseinstrübung oder -verlust
-
Erbrechen, Durchfall, Stuhl- bzw. Harnabgang
-
Atemstillstand, Kreislaufstillstand
* Stadieneinteilung nach Ring et al: Leitlinie zu Akuttherapie und Management der Anaphylaxie, Allergo J Int 2014; 23: 96 - 112
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen werden in Gruppen nach der MedDRA-Konvention in Häufigkeiten unterteilt: Sehr häufig (≥1 /10), häufig (≥1 /100, <1/10), gelegentlich (≥1 /1.000 bis <1/100), selten (≥1/10.000 bis <1 /1.000), sehr selten (<1 /10.000). Die Nebenwirkungen und deren Häufigkeiten in der untenstehenden Tabelle basieren auf einer klinischen Studie mit ALK-depot SQ 510 Milbenmischung. Die klinische Studie umfasste 83 Patienten im Behandlungsarm mit ALK-depot SQ 510 Milbenmischung.
Tabelle 11: Nebenwirkungen und deren Häufigkeiten, die in einer Studie zur 7-stufigen Aufdosierung beobachtet wurden
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Nebenwirkung |
| Infektionen und parasitäreErkrankungen | Häufig | Rhinitis |
| Erkrankungen desNervensystems | Sehr häufig | Kopfschmerz |
| Augenerkrankungen | Häufig | Konjunktivitis, Augenjucken |
| Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths | Häufig | Vertigo |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | Häufig | Husten, Nasenverstopfung, Rhinorrhoe, Asthma, Dyspnoe, allergische Rhinitis, Niesen, Pharynxödem |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Häufig | Abdominalschmerz, Übelkeit |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Häufig | Pruritus, Urtikaria, Erythem |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden amVerabreichungsort | Sehr häufig | Reaktion an der Injektionsstelle* |
| Häufig | Ermüdung, Fremdkörpergefühl, peripheres Ödem |
* Reaktionen an der Injektionsstelle stellen Ereignisse dar wie Pruritus/ Schwellung/ Urtikaria/ Erythem/ Knötchen/ Schmerzen/ Blaue Flecken/ Hämatom/ Induration/ Entzündung/ Ödem/ Ausschlag/ Wärme/ Verfärbung/ Papel an der Injektionsstelle, lokalisiertes Ödem, Schmerzen an der Verabreichungsstelle, Schmerzen in einer Extremität.
Daten aus der Studie zur 7-stufigen Aufdosierung zeigten bei schneller Aufdosierung (7 Schritte gegenüber 11 Schritten) ein leicht erhöhtes Risiko für Augensymptome wie Schwellung des Auges und Augenjucken sowie für Hautreaktionen wie Erythem, Ausschlag und Urtikaria.
Weitere Nebenwirkungen aus der Erfahrung nach der Markteinführung, die nicht in der oben stehenden Tabelle zur Studie zur 7-stufigen Aufdosierung aufgelistet sind, sind in der folgenden
Tabelle mit der Häufigkeit „Unbekannt“ (kann nicht aus den verfügbaren Daten abgeschätzt werden) aufgeführt.
Tabelle 12: Weitere Nebenwirkungen aus nach Markteinführung gewonnenen Daten
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Nebenwirkung |
| Erkrankungen desImmunsystems | Unbekannt | Anaphylaktische Reaktion |
| Unbekannt | Anaphylaktischer Schock | |
| Erkrankungen desNervensystems | Unbekannt | Schwindelgefühl, Parästhesie |
| Augenerkrankungen | Unbekannt | Augenlidödem |
| Erkrankungen des Ohrsund des Labyrinths | Unbekannt | Ohrenjucken |
| Herzerkrankungen | Unbekannt | Palpitationen, Tachykardie, Zyanose |
| Gefäßerkrankungen | Unbekannt | Hypotonie, Blässe, Flush |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums undMediastinums | Unbekannt | Bronchospasmus, Engegefühl im Rachen, Giemen, Rachenreizung, nasaler Pruitus |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Unbekannt | Diarrhoe, Erbrechen, Dyspepsie |
| Erkrankungen der Haut und desUnterhautgewebes | Unbekannt | Angioödem, Schwellung des Gesichtes, Ausschlag, Ekzem |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- undKnochenerkrankungen | Unbekannt | Gelenkschwellung, Arthralgie |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden amVerabreichungsort | Unbekannt | Brustkorbbeschwerden, Hypertrichose an der Injektionsstelle, Unwohlsein, Schüttelfrost, Wärmegefühl |
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Lokale Reaktionen sind Reaktionen, die an der Injektionsstelle auftreten und Schwellungen, Rötungen, Schmerzen, Juckreiz, Verfärbungen und Hämatome beinhalten. Bedingt durch Aluminiumhydroxid können an den Injektionsstellen Knötchen im Unterhautgewebe (Granulome) entstehen, die auch länger anhalten können. Der Aluminiumgehalt kann zum Auftreten lokaler Nebenwirkungen beitragen, einschließlich eines positiven Epikutantests auf Aluminium.
Systemische Reaktionen sind alle Symptome von Organsystemen, die vom Ort der Injektion entfernt sind. Systemische allergische Reaktionen können von allergischer Rhinitis bis hin zu einem
anaphylaktischen Schock reichen (siehe Tabelle 10). Die Behandlung einer schweren systemischen allergischen Reaktion muss sofort eingeleitet werden.
Bei großen lokalen Reaktionen und systemischen allergischen Reaktionen muss eine Bewertung der Behandlung durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.2).
Eine atopische Dermatitis kann unter der Behandlung verstärkt werden.
Bei systemischen allergischen Reaktionen sowie hier nicht aufgeführten Nebenwirkungen soll der Patient umgehend seinen Arzt oder dessen Vertretung benachrichtigen.
Kinder und Jugendliche
Für Kinder ab 5 Jahren gibt es wenige klinischen Daten zur Wirksamkeit. Daten zur Sicherheit deuten jedoch nicht auf ein größeres Risiko im Vergleich zu Erwachsenen hin. Kinder unter 5 Jahren gelten in der Regel nicht als geeignete Kandidaten für eine Allergie-Immuntherapie. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Nutzen-Risiko-Bewertung bei der Behandlung von Kindern unter 5 Jahren gewidmet werden.
Andere besondere Patientengruppen
Es sind keine Daten aus klinischen Studien zu Nebenwirkungen in anderen Patientengruppen verfügbar.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für lmpfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, Paul-Ehrlich-lnstitut, Paul-Ehrlich-Straße 51 -59, 63225 Langen, Telefon +49 6 10 37 70, Telefax: +49 61 03 77 12 34, Website: www.pei.de anzuzeigen.
Wird eine höhere als die vorgesehene Dosis injiziert, erhöht sich das Risiko von Nebenwirkungen, einschließlich des Risikos einer systemischen allergischen Reaktion oder schwerer lokaler allergischer Reaktionen. Der Patient muss überwacht und diese Reaktionen sollten mit entsprechenden symptomatischen Medikamenten behandelt werden.
Pharmakologische Eigenschaften - ALK-depot 503 Dermatophagoides
Pharmakotherapeutische Gruppe: Allergene ATC-Code: V01AA03
ALK-depot SQ Milbenpräparate sind selektiv gereinigte, qualitativ und quantitativ definierte Allergenpräparate zur subkutanen Injektion. Die Adsorption an Aluminiumhydroxid bewirkt eine verzögerte Resorption der Allergene (Depot-Effekt).
Die Allergie-Immuntherapie wirkt über die Verabreichung steigender Mengen der Allergie-auslösenden Stoffe (Allergene) mit dem Ziel, die Immunreaktion zu normalisieren.
Klinische Studien mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten belegen eine Prävention von Neusensibilisierungen für 6 Jahre nach Beendigung der spezifischen Immuntherapie und weisen auf eine lang andauernde klinische Remission und eine langfristige Beeinflussung der immunologischen Reaktionslage hin (Langzeiteffekt). Eine 6-Jahresstudie mit 134 Kindern belegte eine um 60% verminderte Neusensibilisierungsrate nach 3-jähriger Therapie mit ALK-depot SQ - Milbenpräparaten, in der Vergleichsgruppe ohne entsprechende Therapie entwickelten 75% Neusensibilisierungen (Pajno 2001). Eine weitere 6-Jahresstudie mit 74 Patienten wies auf die präventive Langzeitwirkung von ALK-depot SQ Milbenpräparaten hin (Haugaard 1997).
Diese Erfahrungen wurden in die Leitlinie der allergologischen Fachgesellschaften aufgenommen (Pfaar 2014): ’Für einzelne Präparate wurde in kontrollierten, aber offenen Studien gezeigt, dass die SIT neben dem primären allergenspezifischen Effekt auch sekundär präventive Eigenschaften und damit das Potenzial hat, den Langzeitverlauf der allergischen Krankheit günstig zu beeinflussen.` ’Bei Mono- und Oligosensibilisierungen kann die Entwicklung neuer Sensibilisierungen reduziert werden (u.a. Pajno 2001)’. Die korrekte Einhaltung des Therapieschemas und gute Patientencompliance sind dabei erforderlich. In einer Studie zur Bewertung der Sicherheit und Verträglichkeit eines 7-stufigen Aufdosierungsschemas bei Jugendlichen und Erwachsenen (12-65 Jahre) mit mittelschwerer bis schwerer Rhinokonjunktivitis wurde gezeigt, dass ein 7-stufiges Aufdosierungsschema für Gräser, Birke und Hausstaubmilben ein akzeptables Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil aufweist.
Folgende immunologische Veränderungen durch die Therapie mit ALK-Präparaten wurden nachgewiesen: Durch eine Änderung des Zytokinprofils wird die Wanderung von
T-Lymphozyten und eosinophilen Granulozyten zu den Zielorganen eingeschränkt. Das Verhältnis zwischen TH2- und TH1-Zytokinen wird zu Gunsten der TH1-Zytokine verschoben. Des Weiteren steigt die Syntheserate von IL-10, das unter anderem eine Anergie von T-Lymphozyten bewirkt. Auf Grund der geringeren Anzahl rezirkulierender basophiler Granulozyten im peripheren Blut wird außerdem die Freisetzung von Histamin reduziert.
Die Allergene in den ALK-depot SQ Milbenpräparaten bestehen hauptsächlich aus Polypeptiden und Proteinen. Es wird davon ausgegangen, dass die Allergene aus den ALK-depot SQ Milbenpräparaten nicht in nennenswerten Mengen in das Gefäßsystem aufgenommen werden. Es wurden keine pharmakokinetischen Studien durchgeführt.
Pharmazeutische Angaben - ALK-depot 503 Dermatophagoides
Aluminiumhydroxid Natriumchlorid Natriumhydrogencarbonat Phenol
Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung) Wasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
ALK-depot SQ 510 Milbenmischung, Flaschen Nr. 1-4: 3 Jahre
ALK-depot SQ 503 Dermatophagoides pteronyssinus, Flaschen Nr. 1-3: 2 Jahre ALK-depot SQ 503 Dermatophagoides pteronyssinus, Flasche Nr. 4 : 3 Jahre
ALK-depot SQ Milbenpräparate sind nach erster Öffnung 6 Monate haltbar, jedoch nicht über das Verfalldatum hinaus.
ALK-depot SQ Milbenpräparate nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwenden! Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Im Kühlschrank bei +2°C bis +8°C aufbewahren. Nicht einfrieren!
In der Originalverpackung aufbewahren.
Die Durchstechflaschen bestehen aus Typ I-Glas und sind mit einem latexfreien Kunststoffstopfen und einer Aluminiumbördelkappe verschlossen.
ALK-depot SQ Milbenpräparate sind erhältlich in Packungsgrößen für die Anfangs- und Fortsetzungsbehandlung.
Tabelle 13: Packungsgrößen
| Anfangsbehandlung | AF | Flaschen Nr. 1, 2, 3, 4 | Schema I, 16-stufige Aufdosierung und Schema III, Cluster-Aufdosierung. |
| Anfangsbehandlung Plus | AF Plus | Flaschen Nr. 1, 2, 3, 4, 4 | Schema I, 16-stufige Aufdosierung und Schema III, Cluster-Aufdosierung. |
| Anfangsbehandlung kompakt | AF kompakt | Flaschen Nr. 2, 3, 4, 4 | Schema II, 7-stufigeAufdosierung. |
| Fortsetzungsbehandlung 1 | F 1 | 1 x Flasche Nr. 4 | |
| Fortsetzungsbehandlung 2 | F 2 | 2 x Flasche Nr. 4 |
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen und Allergenpräparate in den Verkehr gebracht.
und sonstige Hinweise zur Handhabung
Während der Lagerung können ein Niederschlag und eine klare Flüssigkeit erkennbar sein. Dies ist kein Zeichen für eine Schädigung. Der Niederschlag kann weiß bis schwach braun oder grün sein.
Die Durchstechflasche muss vor Gebrauch mehrmals langsam auf den Kopf gedreht werden, um eine homogene Suspension zu erhalten.
Überprüfen Sie die Suspension vor der Anwendung visuell auf Partikel. Verwerfen Sie das Produkt, wenn Partikel vorhanden sind.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.