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Präparate

Docetaxel AqVida 20 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, 4 ml

Wechselwirkungen-Liste
12
66
12
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Docetaxel AqVida 20 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, 4 ml

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Konz. zur Herst. e. Inf.-Lsg.

Hersteller

AqVida GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.4.2026
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Fachinfo - Docetaxel 20 mg/ml

Anwendungsgebiete

Brustkrebs

Docetaxel ist in Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid angezeigt fur die adjuvante Therapie von Patientinnen mit:

  • operablem, nodal positivem Brustkrebs,

  • operablem, nodal negativem Brustkrebs.

    Bei Patientinnen mit operablem, nodal negativem Brustkrebs sollte die adjuvante Therapie auf solche Patientinnen beschrankt werden, die fur eine Chemotherapie gemaB den international festgelegten Kriterien zur Primartherapie von Brustkrebs in fruhen Stadien infrage kommen (siehe Abschnitt 5.1).

    Docetaxel ist in Kombination mit Doxorubicin zur Behandlung von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs ohne vorausgegangene Chemotherapie angezeigt.

    Die Docetaxel-Monotherapie ist zur Behandlung von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs nach Versagen einer Chemotherapie angezeigt. Die vorausgegangene Chemotherapie sollte ein Anthracyclin oder Alkylanzien enthalten haben.

    Docetaxel ist in Kombination mit Trastuzumab angezeigt zur Behandlung von Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom, deren Tumore HER2 uberexprimieren und die vorher noch keine Chemotherapie gegen ihre metastasierte Erkrankung erhalten haben.

    Docetaxel ist in Kombination mit Capecitabin zur Behandlung von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs nach Versagen einer Chemotherapie angezeigt. Die fruhere Behandlung sollte ein Anthracyclin enthalten haben.

    Nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom

    Docetaxel ist zur Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom nach Versagen einer vorausgegangenen Chemotherapie angezeigt.

    Docetaxel ist in Kombination mit Cisplatin zur Behandlung von Patienten mit nicht resezierbarem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom ohne vorausgegangene Chemotherapie angezeigt.

    Prostatakarzinom

    Docetaxel ist in Kombination mit Prednison oder Prednisolon zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom angezeigt.

    Docetaxel ist in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie, mit oder ohne Prednison oder Prednisolon, zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom angezeigt.

    Adenokarzinom des Magens

    Docetaxel ist in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil angezeigt zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom des Magens, einschlieBlich Adenokarzinom der gastroosophagealen

    -Obergangszone, die keine vorherige Chemotherapie gegen ihre metastasierte Erkrankung erhalten haben. Kopf-Hals-Karzinome

    Docetaxel ist in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil fur die Induktionstherapie von Patienten mit lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich angezeigt.

Dosierung

Die Anwendung von Docetaxel sollte auf Einrichtungen beschrankt bleiben, die auf die Gabe von zytostatischer Chemotherapie spezialisiert sind, und sollte nur unter Aufsicht eines qualifizierten Onkologen erfolgen (siehe Abschnitt 6.6).

Dosierung

Soweit nicht kontraindiziert, kann zur Behandlung von Brustkrebs, nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom, Magenkarzinom und Kopf-Hals-Karzinomen eine Begleitmedikation, bestehend aus einem oralen Kortikosteroid wie z. B. Dexamethason 16 mg pro Tag (z. B. 8 mg zweimal taglich) uber

3 Tage, beginnend einen Tag vor der Gabe von Docetaxel, verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.4). Zur Therapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms ist bei gleichzeitiger Gabe von

Prednison oder Prednisolon das empfohlene Regime fur die Pramedikation mit Dexamethason 8 mg oral, jeweils 12 Stunden, 3 Stunden und 1 Stunde vor der Infusion von Docetaxel (siehe Abschnitt 4.4).

Zur Therapie des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms ist unabhangig von der gleichzeitigen Gabe von Prednison oder Prednisolon das empfohlene Regime fur die Pramedikation Dexamethason 8 mg oral, jeweils 12 Stunden, 3 Stunden und 1 Stunde vor der Infusion von Docetaxel (siehe Abschnitt 4.4).

G-CSF kann prophylaktisch gegeben werden, um die hamatologische Toxizitat herabzusetzen. Docetaxel wird als einstundige Infusion alle 3 Wochen gegeben.

Brustkrebs

Bei der adjuvanten Therapie von operablem, nodal positivem und nodal negativem Brustkrebs betragt die empfohlene Dosierung von Docetaxel 75 mg/m2 als 1-stundige Infusion nach der Gabe von Doxorubicin 50 mg/m2 und Cyclophosphamid 500 mg/m2 alle 3 Wochen uber 6 Zyklen [TAC-Regime] (siehe hierzu auch „Dosisanpassung unter der Behandlung“).

Zur Behandlung von lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem Brustkrebs betragt die empfohlene Dosis fur die Docetaxel-Monotherapie 100 mg/m2. Zur Therapie nicht vorbehandelter Patientinnen werden 75 mg/m2 Docetaxel in Kombination mit Doxorubicin (50 mg/m2) gegeben.

In der Kombination mit Trastuzumab betragt die empfohlene Dosierung von Docetaxel 100 mg/m2 alle drei Wochen, wobei Trastuzumab wochentlich gegeben wird. In der Zulassungsstudie wurde mit der Infusion von Docetaxel am Tag nach der ersten Gabe von Trastuzumab begonnen. Die folgenden Gaben von Docetaxel wurden unmittelbar nach Abschluss der Infusion von Trastuzumab gegeben, sofern die vorausgehende Dosis von Trastuzumab gut vertragen wurde. Bezuglich der Dosierung von Trastuzumab siehe die Fachinformation von Trastuzumab.

In der Kombination mit Capecitabin betragt die empfohlene Dosis fur Docetaxel 75 mg/m2 alle drei Wochen, kombiniert mit zweimal taglich 1250 mg/m2 Capecitabin (innerhalb 30 Minuten nach einer Mahlzeit) uber 2 Wochen, gefolgt von einer 1-wochigen Therapiepause. Zur Capecitabin-Dosisberechnung nach Korperoberflache siehe die Fachinformation von Capecitabin.

Nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom

Bei chemotherapeutisch nicht vorbehandelten Patienten mit nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom betragt die empfohlene Dosierung 75 mg/m2 Docetaxel, gefolgt von 75 mg/m2 Cisplatin uber 30–

60 Minuten. Fur die Behandlung nach Versagen einer vorausgegangenen, platinhaltigen Chemotherapie wird die Gabe von 75 mg/m2 als Monotherapie empfohlen.

Prostatakarzinom

Мetastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom

Die empfohlene Dosierung von Docetaxel betragt 75 mg/m2. Es werden zweimal taglich 5 mg Prednison oder Prednisolon oral kontinuierlich gegeben (siehe Abschnitt 5.1).

Мetastasiertes hormonsensitives Prostatakarzinom

Die empfohlene Dosierung von Docetaxel betragt 75 mg/m2 alle 3 Wochen fur 6 Zyklen. Es konnen zweimal taglich 5 mg Prednison oder Prednisolon oral kontinuierlich gegeben werden.

Adenokarzinom des Мagens

Die empfohlene Dosierung von Docetaxel betragt 75 mg/m2 als 1-stundige Infusion, gefolgt von Cisplatin 75 mg/m2 als 1- bis 3-stundige Infusion (beide nur am Tag 1), gefolgt von 5-Fluorouracil 750 mg/m2 pro Tag als kontinuierliche 24-Stunden-Infusion uber 5 Tage, beginnend am Ende der

Cisplatin-Infusion. Die Behandlung wird alle 3 Wochen wiederholt. Fur die Verabreichung von Cisplatin mussen die Patienten eine Pramedikation mit Antiemetika und eine angemessene Hydratation erhalten.

G-CSF sollte prophylaktisch gegeben werden, um das Risiko einer hamatologischen Toxizitat

herabzusetzen (siehe hierzu auch „Dosisanpassung unter der Behandlung“).

Kopf-Hals-Karzinome

Die Patienten mussen eine Pramedikation mit Antiemetika und eine angemessene Hydratation (vor und nach der Verabreichung von Cisplatin) erhalten. G-CSF kann prophylaktisch gegeben werden, um das Risiko einer hamatologischen Toxizitat herabzusetzen. Alle Patienten im Docetaxel-haltigen Arm der Studien TAХ 323 und TAХ 324 erhielten prophylaktisch Antibiotika.

  • Induktionschemotherapie, gefolgt von Strahlentherapie (TAХ 323)

    Bei der Induktionstherapie eines inoperablen lokal fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinoms im Kopf-Hals-Bereich (SCCHN) betragt die empfohlene Dosierung von Docetaxel 75 mg/m2 als

    1-stundige Infusion, gefolgt von Cisplatin 75 mg/m2 uber 1 Stunde am Tag 1, gefolgt von

    5-Fluorouracil 750 mg/m2 pro Tag als kontinuierliche Infusion uber 5 Tage. Dieses Regime wird

    alle 3 Wochen fur 4 Zyklen verabreicht. Im Anschluss an eine Chemotherapie sollten die Patienten eine Strahlentherapie erhalten.

  • Induktionschemotherapie, gefolgt von Chemoradiotherapie (TAХ 324) Bei der Induktionstherapie von Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen

    Plattenepithelkarzinom (nicht resezierbar, geringe Wahrscheinlichkeit einer chirurgischen Heilung und angestrebter Organerhalt) im Kopf-Hals-Bereich (SCCHN) betragt die empfohlene Dosierung von Docetaxel 75 mg/m2 als 1-stundige intravenose Infusion am Tag 1, gefolgt von 100 mg/m2 Cisplatin, das als 30-minutige bis 3-stundige Infusion verabreicht wird, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion von 1000 mg/m2 5-Fluorouracil pro Tag von Tag 1 bis Tag 4.

    Dieses Regime wird alle 3 Wochen uber 3 Zyklen verabreicht. Im Anschluss an eine Chemotherapie sollten die Patienten eine Chemoradiotherapie erhalten.

    Bezuglich der Dosisanpassungen von Cisplatin und 5-Fluorouracil siehe die entsprechende Fachinformation.

    Dosisanpassung unter der Behandlung

    Allgemeines

    Docetaxel sollte erst angewendet werden, wenn die Neutrophilenzahl mindestens ≥ 1500 Zellen/mm3 betragt.

    Bei Patienten, die wahrend einer Docetaxel-Therapie entweder an einer Neutropenie mit Fieber litten, Neutrophilenzahlen von < 500 Zellen/mm3 langer als eine Woche aufwiesen, an schweren oder kumulativen Hautveranderungen oder an einer schweren peripheren Neuropathie litten, sollte die Dosierung von Docetaxel von 100 mg/m2 auf 75 mg/m2 und/oder von 75 auf 60 mg/m2 verringert werden. Zeigt der Patient bei 60 mg/m2 weiterhin die beschriebenen Symptome, muss die Behandlung abgebrochen werden.

    Adjuvante Therapie von Brustkrebs

    Bei Patientinnen, die Docetaxel, Doxorubicin und Cyclophosphamid (TAC) zur adjuvanten Therapie von Brustkrebs erhalten, sollte eine primare G-CSF-Prophylaxe in Betracht gezogen werden. Bei Patientinnen, die an febrilen Neutropenien und/oder neutropenischen Infektionen leiden, sollte die Docetaxel-Dosis in allen folgenden Zyklen auf 60 mg/m2 reduziert werden (siehe Abschnitte 4.4

    und 4.8).

    Bei Patientinnen, bei denen eine Stomatitis Grad 3 oder 4 auftritt, sollte die Dosis auf 60 mg/m2 reduziert werden.

    ln Kombination mit Cisplatin

    Bei Patienten, die zunachst 75 mg/m2 Docetaxel in Kombination mit Cisplatin erhalten und deren tiefste Thrombozytenzahl im vorherigen Behandlungszyklus bei < 25 000 Zellen/mm3 lag, bei Patienten, die an einer febrilen Neutropenie leiden, sowie bei Patienten mit ernsten, nicht hamatologischen Toxizitatserscheinungen sollte die Docetaxel-Dosis in den nachfolgenden Zyklen auf 65 mg/m2 verringert werden. Fur die Cisplatin-Dosisanpassung siehe die entsprechende Fachinformation.

    ln Kombination mit Capecitabin

  • Zur Dosisanpassung von Capecitabin siehe die Fachinformation von Capecitabin.

  • Bei Patientinnen, bei denen erstmals eine Grad-2-Toxizitat auftritt, die zum Zeitpunkt der nachsten Docetaxel/Capecitabin-Behandlung persistiert, wird die Behandlung hinausgezogert, bis eine Ruckbildung auf Grad 0–1 erreicht worden ist, und dann mit 100 % der ursprunglichen Dosis fortgesetzt.

  • Bei Patientinnen, die zu irgendeinem Zeitpunkt des Behandlungszyklus zum zweiten Mal eine Grad-2-Nebenwirkung oder zum ersten Mal eine Grad-3-Nebenwirkung entwickeln, sollte die

    Behandlung hinausgezogert werden, bis eine Ruckbildung auf Grad 0–1 erreicht worden ist, und dann mit 55 mg/m2 Docetaxel fortgesetzt werden.

  • Beim Auftreten irgendwelcher weiterer Nebenwirkungen oder irgendeiner Grad-4-Toxizitat setzen Sie die Docetaxel-Behandlung ab.

    Bezuglich der Dosisanpassung von Trastuzumab siehe die Fachinformation von Trastuzumab.

    ln Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil

    Treten trotz Gabe von G-CSF Episoden von febriler Neutropenie, verlangerter Neutropenie oder eine neutropenische Infektion auf, sollte die Dosis von Docetaxel von 75 auf 60 mg/m2 reduziert werden. Treten anschlieBend Episoden komplizierter Neutropenie auf, sollte die Dosis von Docetaxel von 60 auf 45 mg/m2 reduziert werden. Im Falle einer Grad-4-Thrombozytopenie sollte die Dosis von Docetaxel von 75 auf 60 mg/m2 reduziert werden. Patienten sollten nicht erneut mit weiteren Zyklen von Docetaxel behandelt werden, bis der Wert fur die Neutrophilenzahl wieder bei > 1500 Zellen/mm3 liegt und die Blutplattchenzahl bei > 100 000 Zellen/mm3. Brechen Sie die Therapie ab, wenn diese Toxizitaten andauern (siehe Abschnitt 4.4).

    Empfohlene Dosisanpassungen fur Toxizitaten bei Patienten, die mit Docetaxel in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil (5-FU) behandelt werden:

    Toxizitat Dosisanpassung
    Diarrho Grad 3
    Diarrho Grad 4
    Stomatitis/Mukositis Grad 3
    Stomatitis/Mukositis Grad 4
    1. Episode: Reduktion der 5-FU-Dosis um 20 %.

    2. Episode: Reduktion der Docetaxel-Dosis um 20 %.

    1. Episode: Reduktion der Docetaxel- und 5-FU-Dosis um 20 %.

    2. Episode: Abbruch der Therapie.

    1. Episode: Reduktion der 5-FU-Dosis um 20 %.

    2. Episode: Keine weitere Gabe von 5-FU fur alle folgenden Zyklen.

    3. Episode: Reduktion der Docetaxel-Dosis um 20 %.

    1. Episode: Keine weitere Gabe von 5-FU fur alle folgenden Zyklen.

    2. Episode: Reduktion der Docetaxel-Dosis um 20 %.

    Bezuglich der Dosisanpassungen von Cisplatin und 5-Fluorouracil siehe die entsprechende Fachinformation.

    Patienten, bei denen in den Zulassungsstudien fur SCCHN eine komplizierte Neutropenie auftrat (einschlieBlich verlangerter Neutropenie, febriler Neutropenie oder Infektion), wurde empfohlen, G-CSF (z. B. von Tag 6–15) als Prophylaxe fur alle nachfolgenden Zyklen einzusetzen.

    Besondere Patientengruppen

    Patienten mit verminderter Leberfunktion

    Aufgrund von pharmakokinetischen Daten mit Docetaxel als Monotherapie in einer Dosierung von 100 mg/m2 betragt die empfohlene Dosis bei Patienten, deren Transaminasen (ALT und/oder AST) auf

    mehr als das 1,5-Fache der oberen Normalwerte und alkalische Phosphatase auf mehr als das 2,5-Fache der oberen Normalwerte erhoht sind, 75 mg/m2 Docetaxel (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Bei Patienten, deren Serumbilirubin groBer als der obere Normalwert ist und/oder deren Transaminasenwerte (ALT und AST) > 3,5-Fache der oberen Normalwerte und deren alkalische Phosphatase das 6-Fache der oberen Normalwerte betragen, kann keine Dosisreduktion empfohlen werden; Docetaxel sollte nicht angewandt werden, es sei denn bei strenger Indikationsstellung. In Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil zur Behandlung von Patienten mit einem Adenokarzinom des Magens schlieBt die Zulassungsstudie Patienten mit Transaminasenwerten (ALT und/oder AST) > 1,5-Fache der oberen Normalwerte und mit alkalischer Phosphatase > 2,5-Fache der oberen Normalwerte und Bilirubinwerten groBer als die oberen Normalwerte aus. Bei diesen Patienten kann keine Dosisreduktion empfohlen werden; Docetaxel sollte nicht angewandt werden, auBer bei strenger Indikationsstellung.

    Fur die anderen Indikationen liegen keine Daten uber eine Kombinationsbehandlung mit Docetaxel bei Patienten mit verminderter Leberfunktion vor.

    Kinder und Jugendliche

    Die Sicherheit und Wirksamkeit von Docetaxel in der Behandlung des Nasopharyngealkarzinoms bei Kindern im Alter von 1 Monat bis 18 Jahre ist bisher noch nicht erwiesen.

    Es gibt in den Anwendungsgebieten Brustkrebs, nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom, Prostatakarzinom, Magenkarzinom und Kopf-Hals-Karzinom keinen relevanten Nutzen von Docetaxel bei Kindern und Jugendlichen, mit der Ausnahme Typ II und III von wenig differenzierten Nasopharyngealkarzinomen.

    .ltere Patienten

    Anhand der in einem groBen Kollektiv bestimmten pharmakokinetischen Daten ergeben sich keine speziellen Anweisungen fur die Behandlung von alteren Patienten.

    In Kombination mit Capecitabin wird fur Patienten im Alter von 60 Jahren oder daruber eine Reduzierung der Anfangsdosis von Capecitabin auf 75 % empfohlen (siehe die Fachinformation von Capecitabin).

    Art der Anwendung

    Hinweise zur Zubereitung und Anwendung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.6.

Gegenanzeigen

-Oberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Patienten mit einer Neutrophilenzahl < 1500 Zellen/mm3.

Patienten mit schwerer Leberfunktionsstorung (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Die fur andere Arzneimittel geltenden Gegenanzeigen gelten gleichermaBen fur die Kombinationen dieser Arzneimittel mit Docetaxel.

Warnhinweise

Soweit nicht kontraindiziert, konnen bei Brustkrebs und nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom durch eine Pramedikation mit einem oralen Kortikosteroid sowohl Haufigkeit und Schweregrad von Flussigkeitsretentionen als auch der Schweregrad von -Oberempfindlichkeitsreaktionen reduziert werden. Hierzu kann z. B. Dexamethason uber 3 Tage, beginnend einen Tag vor der Gabe von Docetaxel, in einer Dosierung von 16 mg pro Tag (z. B. 8 mg zweimal taglich), verabreicht werden. Bei der Therapie des Prostatakarzinoms besteht die Pramedikation aus Dexamethason oral 8 mg, jeweils 12 Stunden,

3 Stunden und 1 Stunde vor der Infusion von Docetaxel (siehe Abschnitt 4.2). Blut

Neutropenie ist die haufigste Nebenwirkung von Docetaxel. Der Nadir der Neutrophilen wird im Median nach 7 Tagen erreicht. Dieser Zeitraum kann jedoch bei ausgiebig vorbehandelten Patienten verkurzt sein. Haufige Kontrollen des groBen Blutbildes sollten bei allen Patienten, die Docetaxel erhalten, erfolgen. Patienten sollten erst dann einen erneuten Docetaxel-Zyklus erhalten, wenn sich die Neutrophilenzahl auf mindestens ≥ 1500 Zellen/mm3 erholt hat (siehe Abschnitt 4.2).

Beim Auftreten einer schweren Neutrozytopenie (< 500 Zellen/mm3 uber 7 Tage oder langer) wahrend eines Docetaxel-Behandlungszyklus wird fur die anschlieBenden Therapiezyklen eine Dosisreduktion oder die Anwendung geeigneter symptomatischer MaBnahmen empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten, die mit Docetaxel in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil (TCF) behandelt wurden, traten febrile Neutropenie und neutropenische Infektionen mit geringerer Haufigkeit auf, wenn diese Patienten eine prophylaktische Gabe von G-CSF erhielten. Die mit TCF behandelten Patienten sollten prophylaktisch G-CSF erhalten, um die Risiken einer schwerwiegenden Neutropenie (febrile Neutropenie, verlangerte Neutropenie oder neutropenische Infektion) herabzusetzen. Patienten, die TCF erhalten, sollten engmaschig uberwacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).

Bei Patienten, die mit Docetaxel in Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid (TAC) behandelt werden, traten febrile Neutropenien und/oder neutropenische Infektionen in geringerem AusmaB auf, wenn die Patienten eine primare G-CSF-Prophylaxe erhalten hatten. Eine primare G-CSF-Prophylaxe sollte bei Patientinnen in Betracht gezogen werden, die TAC als adjuvante Therapie bei Brustkrebs erhalten, um das Risiko von komplizierten Neutropenien (febrile Neutropenie, verlangerte Neutropenie oder neutropenische Infektion) zu vermindern. Patienten, die TAC erhalten, sollten engmaschig uberwacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).

Gastrointestinale Reaktionen

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit einer Neutropenie, die besonders gefahrdet sind, gastrointestinale Komplikationen zu entwickeln. Obwohl die meisten Falle wahrend des ersten oder zweiten Zyklus eines Docetaxel-haltigen Behandlungsregimes aufgetreten sind, konnte sich zu jeder Zeit eine Enterokolitis entwickeln und ab dem ersten Tag des Einsetzens zum Tode fuhren. Patienten mussen engmaschig auf fruhe Anzeichen von schwerwiegenden gastrointestinalen Toxizitaten uberwacht werden (siehe Abschnitte 4.2, 4.4 „Blut“ und 4.8).

-Oberempfindlichkeitsreaktionen

Die Patienten sollten vor allem wahrend der ersten und zweiten Infusion mit Docetaxel wegen moglicher

-Oberempfindlichkeitsreaktionen streng uberwacht werden. Wenige Minuten nach Beginn der Docetaxel-Infusion konnen -Oberempfindlichkeitsreaktionen eintreten, so dass die Moglichkeit zur Behandlung von Blutdruckabfall und Bronchospasmen gegeben sein muss. Schwache Symptome wie Rotungen oder vereinzelte Hautreaktionen erfordern keine Unterbrechung der Behandlung. Treten jedoch schwere Reaktionen wie starker Blutdruckabfall, Bronchospasmen oder generalisierte Hautausschlage/Erytheme auf, so ist die Behandlung mit Docetaxel sofort abzubrechen und eine geeignete Therapie einzuleiten.

Patienten, die unter der Behandlung mit Docetaxel schwere -Oberempfindlichkeitsreaktionen zeigen, sollten nicht erneut mit Docetaxel behandelt werden. Bei Patienten, die unter einer vorangegangenen Behandlung mit Paclitaxel -Oberempfindlichkeitsreaktionen entwickelt haben, besteht das Risiko, unter der Behandlung mit Docetaxel -Oberempfindlichkeitsreaktionen, einschlieBlich schwerer

-Oberempfindlichkeitsreaktionen, zu entwickeln. Diese Patienten sind wahrend der Therapieeinleitung mit Docetaxel engmaschig zu uberwachen.

Hautreaktionen

Lokalisierte Erytheme an den Extremitaten (Handflachen oder FuBsohlen), verbunden mit Odembildung und gefolgt von Abschuppungen, wurden beobachtet. -Ober schwerwiegende Symptome wie Exantheme, gefolgt von Abschalungen, die zur Unterbrechung oder dem Absetzen der Behandlung mit Docetaxel fuhrten, wurde berichtet (siehe Abschnitt 4.2).

Schwere Hautreaktionen (Severe Cutaneous Adverse Reactions, SCARs) wie Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN) und akutes generalisierendes pustuloses Exanthem (Acute Generalised Exanthematous Pustulosis, AGEP) wurden unter der Behandlung mit Docetaxel berichtet. Patienten sind uber Anzeichen und Symptome schwerwiegender Hautreaktionen zu informieren und engmaschig zu uberwachen. Wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die schwere Hautreaktionen vermuten lassen, ist die Anwendung von Docetaxel abzubrechen.

Flussigkeitsretention

Patienten mit schweren Flussigkeitseinlagerungen wie Pleuraerguss, Perikarderguss oder Ascites sollten streng uberwacht werden.

Erkrankungen der Atemwege

Akutes Atemnotsyndrom, interstitielle Pneumonie/Pneumonitis, interstitielle Lungenerkrankung, Lungenfibrose und Lungenversagen sind berichtet worden, die todlich enden konnen. Falle von Strahlenpneumonitis wurden bei Patienten berichtet, die gleichzeitig eine Radiotherapie erhielten.

Wenn Lungensymptome neu auftreten oder sich diese verschlechtern, sollten die Patienten engmaschig uberwacht, sofort untersucht und in geeigneter Weise behandelt werden. Eine Unterbrechung der Behandlung mit Docetaxel wird empfohlen, bis die Diagnose verfugbar ist. Eine fruhzeitige Anwendung von unterstutzenden BehandlungsmaBnahmen kann den Zustand verbessern. Der Nutzen einer Wiederaufnahme der Behandlung mit Docetaxel muss sorgfaltig abgeschatzt werden.

Patienten mit verminderter Leberfunktion

Unter der Behandlung mit Docetaxel als Monotherapie in einer Dosierung von 100 mg/m2 besteht bei Patienten, deren Transaminasen (ALT und/oder AST) auf mehr als das 1,5-Fache der oberen Normalwerte und alkalische Phosphatase auf mehr als das 2,5-Fache des oberen Normalwertes erhoht sind, ein erhohtes Risiko, schwere Nebenwirkungen wie Tod durch Toxizitat einschlieBlich Sepsis und gastrointestinaler Blutungen mit moglichem letalen Ausgang, Neutropenie mit Fieber, Infektionen, Thrombozytopenie, Stomatitis und Asthenie zu entwickeln. Daher wird fur Patienten mit erhohten Leberfunktionswerten eine Dosis von 75 mg/m2 Docetaxel empfohlen; zudem sollten vor jedem Behandlungszyklus Leberfunktionstests durchgefuhrt werden (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten, deren Serumbilirubin groBer als der obere Normalwert ist und/oder deren Transaminasenwerte (ALT und AST) > 3,5-Fache der oberen Normalwerte und fur die alkalische Phosphatase das 6-Fache der oberen Normalwerte betragen, sollte Docetaxel nicht angewandt werden, es sei denn bei strengster Indikationsstellung. In dieser Situation kann keine Dosisempfehlung gegeben werden.

In Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil zur Behandlung von Patienten mit einem Adenokarzinom des Magens schlieBt die Zulassungsstudie Patienten mit Transaminasenwerten (ALT und/oder AST) > 1,5-Fache der oberen Normalwerte und mit alkalischer Phosphatase > 2,5-Fache der oberen Normalwerte und Bilirubinwerten groBer als die oberen Normalwerte aus. Bei diesen Patienten kann keine Dosisreduktion empfohlen werden; Docetaxel sollte nicht angewandt werden, auBer bei strenger Indikationsstellung.

Fur die anderen Indikationen liegen keine Daten uber eine Kombinationsbehandlung mit Docetaxel bei Patienten mit verminderter Leberfunktion vor.

Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion

Es liegen keine Daten von Patienten mit stark eingeschrankter Nierenfunktion vor, die mit Docetaxel behandelt wurden.

Nervensystem

Das Auftreten schwerer peripherer Neuropathien erfordert eine Dosisreduktion (siehe Abschnitt 4.2). Kardiotoxizitat

Herzinsuffizienz wurde bei Patientinnen beobachtet, die Docetaxel in Kombination mit Trastuzumab erhielten, insbesondere im Anschluss an eine Chemotherapie, die ein Anthracyclin (Doxorubicin oder Epirubicin) beinhaltete. Die Herzinsuffizienz kann maBig bis schwer sein und zum Tode fuhren (siehe Abschnitt 4.8).

Wenn Patientinnen fur eine Behandlung mit Docetaxel in Kombination mit Trastuzumab vorgesehen sind, sollten sie einer Prufung der Ausgangsherzfunktion unterzogen werden. Die Herzfunktion sollte wahrend der Therapie weiter uberwacht werden (z. B. in Abstanden von 3 Monaten), um Patientinnen zu identifizieren, die eine kardiale Dysfunktion entwickeln.

Bezuglich weiterer Angaben siehe die Fachinformation von Trastuzumab.

Ventrikulare Arrhythmie einschlieBlich ventrikularer Tachykardie (manchmal todlich verlaufend) wurde bei Patienten berichtet, die mit Docetaxel in Kombinationstherapie, einschlieBlich Doxorubicin, 5-Fluorouracil und/oder Cyclophosphamid, behandelt wurden (siehe Abschnitt 4.8).

Eine Untersuchung der Herzfunktion zu Beginn der Therapie wird empfohlen. Augenerkrankungen

Ein zystoides Maculaodem (CMO) ist bei Patienten berichtet worden, die mit Docetaxel behandelt wurden. Patienten mit beeintrachtigter Sehfunktion sollten einer sofortigen und vollstandigen ophthalmologischen Untersuchung unterzogen werden. Falls ein CMO diagnostiziert wird, sollte die Docetaxel-Behandlung abgebrochen werden und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden (siehe Abschnitt 4.8).

Sekundare Primartumore

Sekundare Primartumore wurden berichtet, wenn Docetaxel in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Krebs angewendet wurde, die dafur bekannt sind mit sekundaren Primartumoren in Zusammenhang zu stehen. Sekundare Primartumore (einschlieBlich akute myeloische Leukamie, myelodysplastisches Syndrom und Non-Hodgkin-Lymphom) konnen mehrere Monate bis Jahre nach einer Docetaxel-haltigen Behandlung, auftreten. Patienten sollten hinsichtlich sekundarer Primartumore uberwacht werden (siehe Abschnitt 4.8).

Tumorlyse-Syndrom

Ein Tumorlyse-Syndrom wurde nach dem ersten oder zweiten Zyklus unter der Behandlung mit Docetaxel berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Patienten mit einem Risiko fur das Auftreten eines Tumorlyse-Syndroms (z. B. mit eingeschrankter Nierenfunktion, Hyperurikamie, groBen Tumoren, schneller Progression) mussen engmaschig kontrolliert werden. Die Korrektur einer Dehydratation und die Behandlung hoher Harnsaurespiegel werden vor Beginn der Behandlung dringend empfohlen.

Sonstiges

Frauen im gebarfahigen Alter mussen wahrend der Behandlung und fur 2 Monate nach Beendigung der Behandlung mit Docetaxel kontrazeptive MaBnahmen treffen. Manner mussen wahrend der Behandlung und fur 4 Monate nach Beendigung der Behandlung mit Docetaxel kontrazeptive MaBnahmen anwenden (siehe Abschnitt 4.6).

Die gleichzeitige Anwendung von Docetaxel mit starken CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Indinavir, Nefazodon, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir, Telithromycin und Voriconazol) ist zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.5).

Zusatzliche Warnhinweise bei Anwendung zur adjuvanten Therapie von Brustkrebs

Komplizierte Neutropenie

Bei Patientinnen, bei denen eine komplizierte Neutropenie auftritt (verlangerte Neutropenie, febrile Neutropenie oder Infektion), sollte die Gabe von G-CSF und eine Dosisreduktion erwogen werden (siehe Abschnitt 4.2).

Gastrointestinale Reaktionen

Symptome wie fruhzeitiges Auftreten von Abdominalschmerzen und Abwehrspannung, Fieber, Diarrho, mit oder ohne Neutropenie, konnen fruhe Anzeichen einer schwerwiegenden gastrointestinalen Toxizitat sein und sollten unverzuglich untersucht und behandelt werden.

Herzinsuffizienz (CHF)

Patientinnen sollten hinsichtlich des Auftretens von Symptomen einer Herzinsuffizienz wahrend der Therapie und wahrend der Folgezeit (Follow-up-Periode) uberwacht werden. Bei Patientinnen mit nodal positivem Brustkrebs, die mit dem TAC-Regime behandelt wurden, hat sich gezeigt, dass das Risiko einer CHF wahrend des ersten Jahres nach der Behandlung hoher ist (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).

Patientinnen mit mehr als 4 positiven Lymphknoten

Da der beobachtete Nutzen bei Patientinnen mit mehr als 4 positiven Lymphknoten fur krankheitsfreies

-Oberleben (DFS) und fur das Gesamtuberleben (OS) statistisch nicht signifikant war, konnte ein positives Nutzen-Risiko-Verhaltnis fur TAC bei Patientinnen mit mehr als 4 positiven Lymphknoten mit der abschlieBenden Analyse nicht vollstandig belegt werden (siehe Abschnitt 5.1).

Altere Patienten

Warnhinweise bei Anwendung zur adjuvanten Therapie von Brustkrebs

Fur Patientinnen, die alter als 70 Jahre alt sind, liegen begrenzte Daten fur die Behandlung mit Docetaxel in Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid vor.

Warnhinweise bei Anwendung zur Therapie des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms

Von 333 Patienten, die in einer Studie zur Therapie des Prostatakarzinoms alle 3 Wochen mit Docetaxel behandelt wurden, waren 209 Patienten 65 Jahre oder alter und 68 Patienten waren alter als 75 Jahre. Bei Patienten, die alle 3 Wochen mit Docetaxel behandelt wurden, traten Nagelveranderungen im Zusammenhang mit der Behandlung bei Patienten, die alter als 65 Jahre waren, ≥ 10 % haufiger auf als bei jungeren Patienten. Die Haufigkeit von Fieber, Diarrho, Anorexie und peripheren Odemen, die in Zusammenhang mit der Behandlung auftraten, war ≥ 10 % hoher bei Patienten, die 75 Jahre oder alter waren, gegenuber Patienten, die junger als 65 Jahre waren.

Warnhinweise bei Anwendung zur Therapie des hormonsensitiven Prostatakarzinoms

Von 545 Patienten, die in einer Studie zur Therapie des hormonsensitiven Prostatakarzinoms (STAMPEDE) alle 3 Wochen mit Docetaxel behandelt wurden, waren 296 Patienten 65 Jahre oder alter und 48 Patienten 75 Jahre oder alter. Im Docetaxel-Behandlungsarm berichteten mehr Patienten, die

65 Jahre und alter waren, -Oberempfindlichkeitsreaktionen, Neutropenie, Anamie, Flussigkeitsretention, Dyspnoe und Nagelveranderungen im Vergleich zu Patienten, die junger als 65 Jahre waren. Keine dieser erhohten Haufigkeiten erreichte einen 10-%-Unterschied gegenuber dem Kontrollarm. Im Vergleich zu jungeren Patienten wurden bei Patienten, die 75 Jahre und alter waren, Neutropenie, Anamie, Diarrho, Dyspnoe und Infektionen der oberen Atemwege mit einer hoheren Inzidenz berichtet (mind. 10 % hoher).

Warnhinweise bei Anwendung zur Therapie des Adenokarzinoms des Мagens

Von den 300 Patienten (davon 221 Patienten in Phase III und 79 Patienten in Phase II), die mit Docetaxel in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil in der Studie zum Magenkarzinom behandelt wurden, waren 74 Patienten 65 Jahre oder alter und 4 Patienten 75 Jahre oder alter. Die Inzidenz schwerwiegender unerwunschter Ereignisse (SAEs) war bei den alteren Patienten im Vergleich zu den jungeren hoher. Bei den folgenden unerwunschten Ereignissen (alle Schweregrade) lag die Haufigkeit bei Patienten, die 65 Jahre oder älter waren, verglichen mit jüngeren Patienten, um ≥ 10 % hoher: Lethargie, Stomatitis, neutropenische Infektion.

Altere Patienten, die mit TCF behandelt werden, sollten engmaschig uberwacht werden.

Sonstige Bestandteile

Ethanol

1 ml-Durchstechflasche:

Dieses Arzneimittel enthalt 50 Vol.-% Ethanol (Alkohol). Das sind bis zu 395 mg Ethanol pro Durchstechflasche, entsprechend 10 ml Bier oder 4 ml Wein.

4 ml-Durchstechflasche:

Dieses Arzneimittel enthalt 50 Vol.-% Ethanol (Alkohol). Das sind bis zu 1580 mg Ethanol pro Durchstechflasche, entsprechend 40 ml Bier oder 17 ml Wein.

8 ml-Durchstechflasche:

Dieses Arzneimittel enthalt 50 Vol.-% Ethanol (Alkohol). Das sind bis zu 3160 mg Ethanol pro Durchstechflasche, entsprechend 80 ml Bier oder 33 ml Wein.

Ein gesundheitliches Risiko besteht u. a. bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikern, Patienten mit organischen Erkrankungen des Gehirns, Schwangeren, Stillenden und Kindern.

Mogliche Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem sollten berucksichtigt werden.

Polysorbat 80

Polysorbate konnen allergische Reaktionen hervorrufen.

Polysorbate konnen das Herz und den Blutkreislauf beeinflussen. Aufgrund des Potentials fur eine QT-Verlangerung und Torsades de Pointes ist Vorsicht geboten bei gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln, die eine Verlangerung des QT/QTc-Intervalls zur Folge haben oder fur Patienten mit kongenitalem Syndrom. Zur Risikominimierung wird eine Verringerung der Injektions-/Infusionsrate des Arzneimittels empfohlen.

Polysorbate konnen Auswirkungen auf die Leber haben. Fallberichte von Erwachsenen weisen bei einer kumulativen Tagesdosis von 35-40 mg/kg auf beginnende Zeichen einer Lebertoxizitat hin (erhohte Leberenzyme).

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
12
66
12
0
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Die Wirkungen anderer Arzneimittel konnen durch den Alkoholgehalt in diesem Arzneimittel verandert werden.

ln vitro-Studien haben gezeigt, dass die Metabolisierung von Docetaxel durch die gleichzeitige Gabe von Substanzen, die Cytochrom P450-3A induzieren, inhibieren oder von ihm metabolisiert werden (dies kann eine kompetitive Hemmung auslosen), wie z. B. Ciclosporin, Ketoconazol und Erythromycin, modifiziert werden kann. Daraus ergibt sich, dass bei einer gleichzeitigen Therapie mit diesen Arzneimitteln besondere Vorsicht geboten ist, da moglicherweise Wechselwirkungen auftreten konnen.

Im Fall einer Kombination mit CYP3A4-Inhibitoren kann die Haufigkeit des Auftretens von Docetaxel-Nebenwirkungen aufgrund des reduzierten Metabolismus erhoht sein. Wenn die gleichzeitige Anwendung eines starken CYP3A4-Inhibitors (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Indinavir, Nefazodon, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir, Telithromycin und Voriconazol) nicht vermieden werden kann, muss eine enge klinische -Oberwachung gewahrleistet sein, und es wird eine Dosisanpassung von Docetaxel wahrend der Behandlung mit dem starken CYP3A4-Inhibitor empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). In einer pharmakokinetischen Studie mit 7 Patienten fuhrte die gleichzeitige Gabe von Docetaxel mit dem starken CYP3A4-Inhibitor Ketoconazol zu einer Abnahme der Docetaxel-Clearance um 49 %.

Die Pharmakokinetik von Docetaxel in Gegenwart von Prednison wurde bei Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom gepruft. Docetaxel wird durch CYP3A4 metabolisiert, und von Prednison ist bekannt, dass es CYP3A4 induziert. Fur Prednison wurde kein statistisch signifikanter Effekt auf die Pharmakokinetik von Docetaxel beobachtet.

Docetaxel besitzt eine hohe PlasmaeiweiBbindungsrate (> 95 %). Obwohl mogliche ln vivo-Wechselwirkungen von Docetaxel mit gleichzeitig gegebenen Arzneimitteln formell nicht untersucht wurden, zeigen jedoch ln vitro-Untersuchungen mit Substanzen mit hoher Proteinbindung, wie Erythromycin, Diphenhydramin, Propranolol, Propafenon, Phenytoin, Salicylat, Sulfamethoxazol und Natriumvalproat, keinen Einfluss auf die Proteinbindung von Docetaxel. Dies gilt auch fur Dexamethason. Docetaxel beeinflusst nicht die Bindung von Digitoxin.

Die Pharmakokinetik von Docetaxel, Doxorubicin und Cyclophosphamid wurde durch deren gleichzeitige Gabe nicht beeinflusst. Begrenzte Daten aus einer einzelnen nicht kontrollierten Studie wiesen auf eine Wechselwirkung zwischen Docetaxel und Carboplatin hin. In Kombination mit Docetaxel war die Carboplatin-Clearance etwa 50 % hoher als in fruheren Berichten fur die Carboplatin-Monotherapie.

Schwangerschaft

Frauen im gebarfahigen Alter/Kontrazeption bei Mannern und Frauen

Frauen im gebarfahigen Alter und Manner, die Docetaxel erhalten, sollten angewiesen werden, eine Schwangerschaft zu vermeiden und kein Kind zu zeugen und den behandelnden Arzt unverzuglich zu informieren, falls dies eintritt.

Aufgrund des genotoxischen Risikos von Docetaxel (siehe Abschnitt 5.3) mussen Frauen im gebarfahigen Alter wahrend der Behandlung und fur 2 Monate nach Beendigung der Behandlung mit Docetaxel eine zuverlassige Verhutungsmethode anwenden. Manner mussen wahrend der Behandlung und fur 4 Monate nach Beendigung der Behandlung mit Docetaxel eine wirksame Verhutungsmethode anwenden.

Schwangerschaft

Es gibt keine Informationen zum Einsatz von Docetaxel bei Schwangeren. Es konnte gezeigt werden, dass Docetaxel sowohl bei Kaninchen als auch bei Ratten embryo- und fetotoxisch wirkt. Wie andere zytotoxische Arzneimittel konnte auch Docetaxel bei Schwangeren zu Schaden am Fotus fuhren. Daher darf Docetaxel wahrend der Schwangerschaft nicht angewandt werden, es sei denn, es ist eindeutig indiziert.

Stillzeit

Docetaxel ist eine lipophile Substanz; es ist jedoch nicht bekannt, ob es in die Muttermilch ubergeht. Aufgrund der potenziellen unerwunschten Wirkungen auf den Saugling muss daher das Stillen fur die Dauer der Therapie mit Docetaxel unterbrochen werden.

Fertilitat

Studien an Tieren zeigten, dass Docetaxel die mannliche Fertilitat verandern kann (siehe Abschnitt 5.3). Daher mussen sich Manner, die mit Docetaxel behandelt werden, vor der Therapie hinsichtlich einer Spermakonservierung beraten lassen.

Fahrtüchtigkeit

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgefuhrt.

Der Alkoholgehalt in diesem Arzneimittel sowie die Nebenwirkungen des Arzneimittels konnen die Verkehrstuchtigkeit oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8). Patienten sollten daher vor den moglichen Auswirkungen des Alkoholgehalts und der Nebenwirkungen dieses Arzneimittels auf die Verkehrstuchtigkeit oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen gewarnt werden. Patienten sollte geraten werden, kein Fahrzeug zu fuhren oder Maschinen zu bedienen, wenn bei ihnen wahrend der Behandlung Nebenwirkungen auftreten.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung der Sicherheitsprofile fur alle Indikationen

Nebenwirkungen, welche moglicherweise oder wahrscheinlich auf die Gabe von Docetaxel zuruckzufuhren sind, wurden beobachtet bei:

  • 1312 Patienten, die 100 mg/m2 Docetaxel als Monotherapie erhielten, bzw. 121 Patienten, die 75 mg/m2 Docetaxel als Monotherapie erhielten.

  • 258 Patientinnen, die Docetaxel in Kombination mit Doxorubicin erhielten.

  • 406 Patienten, die Docetaxel in Kombination mit Cisplatin erhielten.

  • 92 Patientinnen, die Docetaxel in Kombination mit Trastuzumab erhielten.

  • 255 Patientinnen, die Docetaxel in Kombination mit Capecitabin erhielten.

  • 332 Patienten (TAХ 327), die Docetaxel in Kombination mit Prednison oder Prednisolon erhielten (nur die klinisch relevanten Nebenwirkungen, die mit der Behandlung in Zusammenhang stehen, sind angegeben).

  • 1276 Patientinnen (744 und 532 in der TAХ-316- und der GEICAM-9805-Studie), die Docetaxel in Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid erhielten (klinisch wichtige Nebenwirkungen, die mit der Behandlung in Zusammenhang stehen, werden genannt).

  • 300 Patienten mit Adenokarzinom des Magens (221 Patienten in Phase III und 79 Patienten in

    Phase II), die Docetaxel in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil erhielten (klinisch wichtige Nebenwirkungen, die mit der Behandlung in Zusammenhang stehen, werden genannt).

  • 174 und 251 Patienten mit Kopf-Hals-Karzinomen, die Docetaxel in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil erhielten (klinisch wichtige Nebenwirkungen, die mit der Behandlung in Zusammenhang stehen, werden genannt).

  • 545 Patienten (STAMPEDE-Studie), die Docetaxel in Kombination mit Prednison oder Prednisolon und einer Androgendeprivationstherapie erhielten.

    Zur Beschreibung dieser Nebenwirkungen wurden die NCI-Common-Toxicity-Kriterien (grade 3 = G3; grade 3–4 = G3/4; grade 4 = G4), die COSTART- und die MedDRA-Terminologie verwendet. Die Häufigkeitsangaben sind folgendermaßen definiert: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1000, < 1/100); selten (≥ 1/10 000, < 1/1000); sehr selten (< 1/10 000); nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar). Innerhalb jeder Haufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abfallendem Schweregrad angegeben.

    Die haufigsten Nebenwirkungen von Docetaxel allein sind: eine Neutropenie (die reversibel und nicht kumulativ war, wobei die Tiefstwerte der Neutrophilenzahlen im Median am Tag 7 erreicht wurden und die mediane Dauer einer schweren Neutropenie [< 500 Zellen/mm3] 7 Tage betragt), Anamie, Alopezie,

    -Obelkeit, Erbrechen, Stomatitis, Diarrho und Asthenie. Der Schweregrad der Nebenwirkungen kann bei Gabe von Docetaxel in Kombination mit anderen Chemotherapeutika erhoht sein.

    Fur die Kombination mit Trastuzumab werden unerwunschte Ereignisse (alle Schweregrade) dargestellt,

    die bei ≥ 10 % der Patientinnen berichtet wurden.

    Fur die Kombination mit Trastuzumab im Vergleich zur Monotherapie mit Docetaxel war ein Anstieg bezuglich des Auftretens von schwerwiegenden unerwunschten Ereignissen (40 % gegenuber 31 %) und Grad-4-Nebenwirkungen (34 % gegenuber 23 %) zu verzeichnen.

    Bei der Kombination mit Capecitabin werden die häufigsten (≥ 5 %), mit der Behandlung im Zusammenhang stehenden Nebenwirkungen, die aus einer Phase-III-Studie bei Brustkrebspatientinnen

    nach fehlgeschlagener Anthracyclin-Therapie berichtet wurden, angegeben (vergleiche die Fachinformation von Capecitabin).

    Fur die Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie und mit Prednison oder Prednisolon (STAMPEDE-Studie) werden unerwunschte Ereignisse, die innerhalb der 6 Behandlungszyklen mit Docetaxel aufgetreten sind und die um mindestens 2 % haufiger im Docetaxel-Arm im Vergleich zum Kontrollarm aufgetreten sind, gemaB CTCAE-Einstufung dargestellt.

    Die folgenden Nebenwirkungen werden unter Docetaxel haufig beobachtet: Erkrankungen des Immunsystems

    -Oberempfindlichkeitsreaktionen traten im Allgemeinen wenige Minuten nach Beginn der Docetaxel-Infusion auf und waren gewohnlich mild bis maBig stark. Die am haufigsten berichteten Symptome waren Flush, Ausschlag mit oder ohne Juckreiz, Engegefuhl in der Brust, Ruckenschmerzen, Atemnot und Fieber oder Schuttelfrost. Schwere Reaktionen waren durch Hypotonie und/oder Bronchospasmen oder generalisierten Hautausschlag/Erythem gekennzeichnet (siehe Abschnitt 4.4).

    Erkrankungen des Nervensystems

    Die Entstehung schwerer, peripherer neurotoxischer Nebenwirkungen erfordert eine Dosisreduktion (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). Milde bis moderate neurosensorische Anzeichen sind gekennzeichnet durch Parasthesien, Sensibilitatsstorungen oder Schmerzen inklusive brennender Schmerzen.

    Neuromotorische Nebenwirkungen auBern sich hauptsachlich als Schwache. Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

    Reversible Hautreaktionen wurden beobachtet und allgemein als mild bis maBig betrachtet. Hautveranderungen manifestierten sich entweder lokalisiert hauptsachlich an FuBen und Handen (zusatzlich schwerwiegendes Hand-FuB-Syndrom), aber auch an Armen, im Gesicht oder am Brustkorb und waren haufig verbunden mit Juckreiz. Die Reaktionen traten im Allgemeinen innerhalb einer Woche nach Infusion von Docetaxel auf. Weniger haufig traten schwere Symptome wie Hautausschlage, gefolgt von Abschalungen auf, die in sehr wenigen Fallen zur Unterbrechung oder zum Abbruch der Behandlung mit Docetaxel fuhrten (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). Schwere Nagelveranderungen gehen mit Hypo-oder Hyperpigmentierung und manchmal mit Schmerzen und Nagelablosungen einher.

    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

    Reaktionen an der Einstichstelle waren in der Regel schwach ausgepragt und auBerten sich in Hyperpigmentierungen, Entzundungen, Hautrotungen oder Hauttrockenheit, Phlebitis oder Extravasaten und Venenschwellungen.

    Es wurde uber Flussigkeitsretention, einschlieBlich Nebenwirkungen wie periphere Odeme und weniger haufig Pleuraergusse, Perikardergusse, Ascites und Gewichtszunahme, berichtet. Die peripheren Odeme zeigen sich normalerweise zuerst in den unteren Extremitaten und konnen sich generalisiert ausbreiten und zu einer Gewichtszunahme von 3 kg oder mehr fuhren. Die Flussigkeitsretention ist bezuglich Haufigkeit und Schwere von der kumulativ verabreichten Docetaxel-Dosis abhangig (siehe

    Abschnitt 4.4).

    Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei Brustkrebs fur Docetaxel 100 mg/m2 Monotherapie

    MedDRAOrganklassensystem Sehr haufigeNeЬenwirkungen HaufigeNeЬenwirkungen GelegentlicheNeЬenwirkungen
    Infektionen und parasitare Erkrankungen Infektionen (G3/4:5,7 %; einschlieBlich Sepsis undPneumonie, fatal bei 1,7 %) Infektionen mit G4-Neutropenie (G3/4: 4,6 %)
    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Neutropenie (G4: 76,4 %);Anamie (G3/4: 8,9 %); Febrile Neutropenie Thrombozytopenie (G4: 0,2 %)
    Erkrankungen desImmunsystems Hypersensitivitat(G3/4: 5,3 %)
    Stoffwechsel- undErnahrungsstorungen Anorexie
    Erkrankungen des Nervensystems Periphere sensorische Neuropathie (G3: 4,1 %);Periphere motorische Neuropathie (G3/4: 4 %);Dysgeusie (schwer: 0,07 %)
    Herzerkrankungen Arrhythmie (G3/4: 0,7 %) Herzversagen
    GefaBerkrankungen Hypotonie; Hypertonie;Hamorrhagie
    Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums undMediastinums Dyspnoe (schwer: 2,7 %)
    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Stomatitis (G3/4: 5,3 %);Diarrho (G3/4: 4 %);-Obelkeit (G3/4: 4 %); Erbrechen (G3/4: 3 %) Obstipation (schwer: 0,2 %);Bauchschmerzen (schwer: 1 %); GastrointestinaleHamorrhagie (schwer: 0,3 %) Osophagitis (schwer: 0,4 %)
    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Alopezie; Hautreaktionen (G3/4: 5,9 %);Nagelveranderungen (schwer: 2,6 %)
    Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- undKnochenerkrankungen Myalgie (schwer: 1,4 %) Arthralgie
    MedDRAOrganklassensystem Sehr haufigeNeЬenwirkungen HaufigeNeЬenwirkungen GelegentlicheNeЬenwirkungen
    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Flussigkeitsretention (schwer: 6,5 %);Asthenie (schwer: 11,2 %);Schmerz Reaktionen an der Einstichstelle;nicht kardiale Brustschmerzen(schwer: 0,4 %)
    Untersuchungen G3/4 Bilirubin-Anstieg (< 5 %);G3/4 Anstieg der alkalischen Phosphatase (< 4 %);G3/4 AST-Anstieg (< 3 %);G3/4 ALT-Anstieg (< 2 %)

    Beschreibung bestimmter Nebenwirkungen bei Brustkrebs fur Docetaxel 100 mg/m2 Monotherapie

    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

    Selten: Blutungen mit G3/4-Thrombozytopenie.

    Erkrankungen des Nervensystems

    Daten hinsichtlich der Ruckbildung dieser Storungen liegen bei 35,3 % der Patienten vor, die unter der Behandlung mit Docetaxel als Monotherapie in einer Dosierung von 100 mg/m2 eine Neurotoxizitat entwickelt hatten. Diese Nebenwirkungen bildeten sich innerhalb von 3 Monaten spontan zuruck.

    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

    Sehr selten: ein Fall einer nicht reversiblen Alopezie am Ende der Studie. 73 % der Hautreaktionen waren innerhalb von 21 Tagen reversibel.

    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

    Bei Patienten, die mit Docetaxel als Monotherapie in einer Dosierung von 100 mg/m2 behandelt worden waren, betrug die mediane kumulative Dosis, die zum Abbruch der Behandlung fuhrte, mehr als

    1000 mg/m2 und die mediane Zeit zur Reversibilitat der Flussigkeitsretention 16,4 Wochen (Spanne von 0–42 Wochen). Das Einsetzen einer maBigen und schweren Retention ist bei Patienten mit Pramedikation (kumulative Dosis im Median: 818,9 mg/m2) im Vergleich zu Patienten ohne Pramedikation (kumulative Dosis im Median: 489,7 mg/m2) verzogert. Bei einigen Patienten wurde sie jedoch bereits in den ersten Therapiezyklen beobachtet.

    Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom fur Docetaxel 75 mg/m2 Monotherapie

    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen
    Infektionen und parasitareErkrankungen Infektionen (G3/4: 5 %)
    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Neutropenie (G4: 54,2 %); Anamie (G3/4: 10,8 %);Thrombozytopenie (G4: 1,7 %) Febrile Neutropenie
    Erkrankungen desImmunsystems Hypersensitivitat (keineschwere)
    Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen Anorexie
    Erkrankungen des Nervensystems Periphere sensorische Neuropathie (G3/4: 0,8 %) Periphere motorische Neuropathie (G3/4: 2,5 %)
    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen
    Herzerkrankungen Arrhythmie (keine schwere)
    GefaBerkrankungen Hypotonie
    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts -Obelkeit (G3/4: 3,3 %); Stomatitis (G3/4: 1,7 %); Erbrechen (G3/4: 0,8 %);Diarrho (G3/4: 1,7 %) Obstipation
    Erkrankungen der Haut und desUnterhautzellgewebes Alopezie;Hautreaktionen (G3/4: 0,8 %) Nagelveranderungen(schwer: 0,8 %)
    Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- undKnochenerkrankungen Myalgie
    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Asthenie (schwer: 12,4 %); Flussigkeitsretention (schwer:0,8 %);Schmerz
    Untersuchungen G3/4 Bilirubin-Anstieg (< 2 %)

    Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei Brustkrebs fur Docetaxel 75 mg/m2 in Kombination mit Doxorubicin

    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen Gelegentliche NeЬenwirkungen
    Infektionen und parasitare Erkrankungen Infektion (G3/4: 7,8 %)
    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Neutropenie (G4: 91,7 %);Anamie (G3/4: 9,4 %);Febrile Neutropenie;Thrombozytopenie (G4: 0,8 %)
    Erkrankungen des Immunsystems Hypersensitivitat (G3/4: 1,2 %)
    Stoffwechsel- undErnahrungsstorungen Anorexie
    Erkrankungen des Nervensystems Periphere sensorischeNeuropathie (G3: 0,4 %) Periphere motorischeNeuropathie (G3/4: 0,4 %)
    Herzerkrankungen Herzversagen;Arrhythmie (keine schwere)
    GefaBerkrankungen Hypotonie
    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts -Obelkeit (G3/4: 5 %); Stomatitis (G3/4:7,8 %);Diarrho (G3/4: 6,2 %);Erbrechen (G3/4: 5 %);Obstipation
    MedDRAOrganklassensystem Sehr haufigeNeЬenwirkungen HaufigeNeЬenwirkungen GelegentlicheNeЬenwirkungen
    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Alopezie;Nagelveranderungen (schwer: 0,4 %);Hautreaktionen (keine schweren)
    Skelettmuskulatur-,Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Myalgie
    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Asthenie (schwer: 8,1 %);Flussigkeitsretention (schwer: 1,2 %);Schmerz Reaktionen an der Einstichstelle
    Untersuchungen G3/4 Bilirubin-Anstieg (< 2,5 %);G3/4 Anstieg der alkalischen Phosphatase (< 2,5 %) G3/4 AST-Anstieg (< 1 %);G3/4 ALT-Anstieg (< 1 %)

    Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom fur Docetaxel 75 mg/m2 in Kombination mit Cisplatin

    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen Gelegentliche NeЬenwirkungen
    Infektionen und parasitareErkrankungen Infektion (G3/4: 5,7 %)
    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Neutropenie (G4: 51,5 %);Anamie (G3/4: 6,9 %);Thrombozytopenie (G4: 0,5 %) Febrile Neutropenie
    Erkrankungen desImmunsystems Hypersensitivitat(G3/4: 2,5 %)
    Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen Anorexie
    Erkrankungen des Nervensystems Periphere sensorische Neuropathie(G3: 3,7 %);Periphere motorische Neuropathie(G3/4: 2 %)
    Herzerkrankungen Arrhythmie (G3/4:0,7 %) Herzversagen
    GefaBerkrankungen Hypotonie (G3/4: 0,7 %)
    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts -Obelkeit (G3/4:9,6 %);Erbrechen (G3/4: 7,6 %);Diarrho (G3/4: 6,4 %); Stomatitis (G3/4: 2 %) Obstipation
    MedDRAOrganklassensystem Sehr haufigeNeЬenwirkungen HaufigeNeЬenwirkungen GelegentlicheNeЬenwirkungen
    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Alopezie;Nagelveranderungen (schwer: 0,7 %);Hautreaktionen (G3/4: 0,2 %)
    Skelettmuskulatur-,Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Myalgie (schwer: 0,5 %)
    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Asthenie(schwer: 9,9 %); Flussigkeitsretention (schwer: 0,7 %);Fieber (G3/4: 1,2 %) Reaktionen an der Einstichstelle;Schmerz
    Untersuchungen G3/4 Bilirubin-Anstieg (2,1 %);G3/4 ALT-Anstieg (1,3 %) G3/4 AST-Anstieg (0,5 %);G3/4 Anstieg der alkalischen Phosphatase(0,3 %)

    Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei Brustkrebs fur Docetaxel 100 mg/m2 in Kombination mit Trastuzumab

    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen
    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Neutropenie (G3/4: 32 %);Febrile Neutropenie (einschlieBlich Neutropenie mitFieber und Antibiotikagabe) oder neutropenische Sepsis
    Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen Anorexie
    Psychiatrische Erkrankungen Schlaflosigkeit
    Erkrankungen des Nervensystems Parasthesie; Kopfschmerzen; Dysgeusie;Hypoasthesie
    Augenerkrankungen erhohte Tranensekretion; Konjunktivitis
    Herzerkrankungen Herzinsuffizienz bis hinzum Herzversagen
    GefaBerkrankungen Lymphodem
    Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Epistaxis;Pharyngo-Laryngeale Schmerzen;Nasopharyngitis; Dyspnoe; Husten;Rhinorrho
    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen
    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts -Obelkeit; Diarrho; Erbrechen; Obstipation; Stomatitis; Dyspepsie;Bauchschmerzen
    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Alopezie; Erythema; Rash;Nagelveranderungen
    Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Myalgie; Arthralgie;Schmerzen in den Extremitaten; Knochenschmerzen;Ruckenschmerzen
    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Asthenie; periphere Odeme; Pyrexie; Mudigkeit;Schleimhautentzundung; Schmerzen;Influenzaahnliche Erkrankung; Brustschmerzen;Schuttelfrost Lethargie
    Untersuchungen Gewichtszunahme

    Beschreibung bestimmter Nebenwirkungen bei Brustkrebs fur Docetaxel 100 mg/m2 in Kombination mit Trastuzumab

    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

    Sehr haufig: Die hamatologische Toxizitat war erhoht bei Patientinnen, die Trastuzumab und Docetaxel erhielten, im Vergleich zu Patientinnen, die nur Docetaxel erhielten (32 % Grad-3/4-Neutropenie gegenuber 22 % nach NCI-CTC-Kriterien). Bitte beachten Sie, dass dieser Wert wahrscheinlich zu niedrig geschatzt ist, da Docetaxel allein bei einer Dosis von 100 mg/m2 bei 97 % der Patientinnen zu einer Neutropenie fuhrt, bei 76 % der Patientinnen zu einer Neutropenie Grad 4, basierend auf dem Tiefstwert der Leukozytenzahl. Die Haufigkeit von febriler Neutropenie/neutropenischer Sepsis war ebenfalls erhoht bei Patientinnen, die mit Trastuzumab plus Docetaxel behandelt wurden (23 % gegenuber 17 % bei Patientinnen, die mit Docetaxel allein behandelt wurden).

    Herzerkrankungen

    Symptomatische Herzinsuffizienz wurde von 2,2 % der Patientinnen berichtet, die Docetaxel zusammen mit Trastuzumab erhielten, gegenuber 0 % der Patientinnen, die Docetaxel allein erhielten. In dem Docetaxel-plus-Trastuzumab-Arm hatten 64 % der Patientinnen zuvor ein Anthracyclin als adjuvante Therapie erhalten gegenuber 55 % im Docetaxel-(Mono-)Arm.

    Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei Brustkrebs fur Docetaxel 75 mg/m2 in Kombination mit Capecitabin

    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen
    Infektionen und parasitare Erkrankungen Mundcandidiasis (G3/4:< 1 %)
    Erkrankungen des Blutes und desLymphsystems Neutropenie (G3/4: 63 %);Anamie (G3/4: 10 %) Thrombozytopenie (G3/4:3 %)
    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen
    Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen Anorexie (G3/4: 1 %); Appetitverlust Dehydrierung (G3/4: 2 %)
    Erkrankungen des Nervensystems Dysgeusie (G3/4: < 1 %); Parasthesie (G3/4: < 1 %) Schwindel; Kopfschmerzen (G3/4:< 1 %);Periphere Neuropathie
    Augenerkrankungen erhohte Tranensekretion
    Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Pharyngo-Laryngeale Schmerzen (G3/4: 2 %) Dyspnoe (G3/4: 1 %); Husten (G3/4: < 1 %); Epistaxis (G3/4: < 1 %)
    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Stomatitis (G3/4: 18 %); Diarrho (G3/4: 14 %);-Obelkeit (G3/4: 6 %); Erbrechen (G3/4: 4 %); Obstipation (G3/4: 1 %);Bauchschmerzen (G3/4: 2 %); Dyspepsie Oberbauchbeschwerden; Mundtrockenheit
    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Hand-FuB-Syndrom (G3/4: 24 %);Alopezie (G3/4: 6 %); Nagelveranderungen (G3/4: 2 %) Dermatitis;erythematose Rotung (G3/4:< 1 %);Nagelverfarbung; Onycholysis (G3/4: 1 %)
    Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Myalgie (G3/4: 2 %); Arthralgie (G3/4: 1 %) Schmerzen in den Extremitaten (G3/4:< 1 %);Ruckenschmerzen (G3/4: 1 %)
    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Asthenie (G3/4: 3 %); Pyrexie (G3/4: 1 %);Abgeschlagenheit/Schwache (G3/4: 5 %);periphere Odeme (G3/4: 1 %) Lethargie; Schmerzen
    Untersuchungen Gewichtsverlust;G3/4 Bilirubin-Anstieg (9 %)

    Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom fur Docetaxel 75 mg/m2 in Kombination mit Prednison oder Prednisolon

    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen
    Infektionen und parasitareErkrankungen Infektion (G3/4: 3,3 %)
    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Neutropenie (G3/4: 32 %); Anamie (G3/4: 4,9 %) Thrombozytopenie (G3/4: 0,6 %);Febrile Neutropenie
    Erkrankungen des Immunsystems Hypersensitivitat (G3/4: 0,6 %)
    Stoffwechsel- undErnahrungsstorungen Anorexie (G3/4: 0,6 %)
    Erkrankungen des Nervensystems Periphere sensorische Neuropathie (G3/4: 1,2 %);Dysgeusie (G3/4: 0 %) Periphere motorische Neuropathie (G3/4: 0 %)
    Augenerkrankungen erhohte Tranensekretion(G3/4: 0,6 %)
    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen
    Herzerkrankungen Abnahme der linksventrikularen Funktion(G3/4: 0,3 %)
    Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Epistaxis (G3/4: 0 %); Dyspnoe (G3/4: 0,6 %);Husten (G3/4: 0 %)
    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts -Obelkeit (G3/4: 2,4 %); Diarrho (G3/4: 1,2 %); Stomatitis/Pharyngitis (G3/4:0,9 %);Erbrechen (G3/4: 1,2 %)
    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Alopezie;Nagelveranderungen (keine schweren) Hautschuppung/Rash (G3/4: 0,3 %)
    Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen Arthralgie (G3/4: 0,3 %);Myalgie (G3/4: 0,3 %)
    Allgemeine Erkrankungen undBeschwerden am Verabreichungsort Mudigkeit (G3/4: 3,9 %); Flussigkeitsretention (schwer:0,6 %)

    Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen beim lokal fortgeschrittenen hormonsensitiven Hochrisiko-Prostatakarzinom oder metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom fur Docetaxel 75 mg/m2 in Kombination mit Prednison oder Prednisolon und einer Androgendeprivationstherapie (STAMPEDE-Studie)

    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen
    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Neutropenie (G3-4: 12 %); Anamie;Febrile Neutropenie (G3-4: 15 %)
    Erkrankungen des Immunsystems Hypersensitivitat (G3-4: 1 %)
    Endokrine Erkrankungen Diabetes (G3-4: 1 %)
    Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen Anorexie
    Psychiatrische Erkrankungen Schlaflosigkeit (G3: 1 %)
    Erkrankungen des Nervensystems Periphere sensorische Neuropathie(≥ G3: 2 %)a;Kopfschmerzen Schwindelgefuhl
    Augenerkrankungen Verschwommenes Sehen
    Herzerkrankungen Hypotonie (G3: 0 %)
    Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Dyspnoe (G3: 1 %); Husten (G3: 0 %);Infektion der oberen Atemwege(G3: 1 %) Pharyngitis (G3: 0 %)
    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Diarrho (G3: 3 %); Stomatitis (G3: 0 %); Obstipation (G3: 0 %);-Obelkeit (G3: 1 %); Dyspepsie; Abdominalschmerz (G3: 0 %);Flatulenz Erbrechen (G3: 1 %)
    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Alopezie (G3: 3 %)a; Nagelveranderungen (G3: 1 %) Ausschlag
    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen
    Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen Myalgie
    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Lethargie (G3-4: 2 %); Grippeartige Symptome (G3: 0 %); Asthenie (G3: 0 %); Flussigkeitsretention Fieber (G3: 1 %); Orale Candidose;Hypokalzamie (G3: 0 %); Hypophosphatamie (G3-4:1 %);Hypokaliamie (G3: 0 %)

    a: Aus der Studie GETUG AFU15

    Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen fur die adjuvante Therapie mit Docetaxel 75 mg/m2 in Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid bei Patientinnen mit nodal positivem (TAХ 316) und nodal negativem (GEICAM 9805) Brustkrebs – gepoolte Daten

    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen Gelegentliche NeЬenwirkungen
    Infektionen und parasitare Erkrankungen Infektion (G3/4: 2,4 %);NeutropenischeInfektion (G3/4: 2,6 %)
    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Anamie (G3/4: 3 %);Neutropenie (G3/4: 59,2 %);Thrombozytopenie (G3/4: 1,6 %);Febrile Neutropenie (G3/4: NA)
    Erkrankungen des Immunsystems -Oberempfindlichkeit (G3/4: 0,6 %)
    Stoffwechsel- undErnahrungsstorungen Anorexie (G3/4:1,5 %)
    Erkrankungen des Nervensystems Dysgeusie (G3/4: 0,6 %);Periphere sensorische Neuropathie (G3/4:< 0,1 %) Periphere motorische Neuropathie (G3/4: 0 %) Synkope (G3/4: 0 %);Neurotoxizitat (G3/4: 0 %);Somnolenz (G3/4: 0 %)
    Augenerkrankungen Konjunktivitis(G3/4: < 0,1 %) erhohte Tranensekretion(G3/4: < 0,1 %)
    Herzerkrankungen Arrhythmie(G3/4: 0,2 %)
    GefaBerkrankungen Hitzewallung (G3/4:0,5 %) Hypotonie (G3/4: 0 %);Phlebitis (G3/4: 0 %) Lymphodem(G3/4: 0 %)
    Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums undMediastinums Husten (G3/4: 0 %)
    MedDRAOrganklassensystem Sehr haufigeNeЬenwirkungen HaufigeNeЬenwirkungen GelegentlicheNeЬenwirkungen
    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts -Obelkeit (G3/4:5,0 %);Stomatitis (G3/4: 6,0 %);Erbrechen (G3/4: 4,2 %);Diarrho (G3/4: 3,4 %); Obstipation (G3/4:0,5 %) Abdominalschmerzen (G3/4: 0,4 %)
    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Alopezie (anhaltend:< 3 %);Hautveranderung (G3/4: 0,6 %);Nagelveranderungen (G3/4: 0,4 %)
    Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Myalgie (G3/4: 0,7 %);Arthralgie (G3/4: 0,2 %)
    Erkrankungen derGeschlechtsorgane und der Brustdruse Amenorrho (G3/4: NA)
    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Asthenie (G3/4: 10,0 %);Fieber (G3/4: NA); periphere Odeme(G3/4: 0,2 %)
    Untersuchungen Gewichtszunahme (G3/4: 0 %);Gewichtsabnahme (G3/4: 0,2 %)

    Beschreibung bestimmter Nebenwirkungen fur die adjuvante Therapie von Docetaxel 75 mg/m2 in Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid bei Patientinnen mit nodal positivem (TAХ 316) und nodal negativem (GEICAM 9805) Brustkrebs

    Erkrankungen des Nervensystems

    In der Studie TAХ 316 trat bei 84 Patientinnen (11,3 %) im TAC-Arm und bei 15 Patientinnen (2 %) im FAC-Arm eine periphere sensorische Neuropathie wahrend der Behandlungsperiode auf, die in die Nachbeobachtungszeit andauerte. Am Ende der Nachbeobachtungszeit (mediane Nachbeobachtungszeit von 8 Jahren) wurde eine anhaltende periphere sensorische Neuropathie bei 10 Patientinnen (1,3 %) im TAC-Arm und bei 2 Patientinnen (0,3 %) im FAC-Arm festgestellt.

    In der Studie GEICAM 9805 trat bei 10 Patientinnen (1,9 %) im TAC-Arm und bei 4 Patientinnen

    (0,8 %) im FAC-Arm eine periphere sensorische Neuropathie wahrend der Behandlungsperiode auf, die in die Nachbeobachtungszeit andauerte. Am Ende der Nachbeobachtungszeit (mediane Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren und 5 Monaten) wurde eine anhaltende periphere sensorische Neuropathie bei 3 Patientinnen (0,6 %) im TAC-Arm und bei 1 Patientin (0,2 %) im FAC-Arm festgestellt.

    Herzerkrankungen

    In der Studie TAХ 316 wurde bei 26 Patientinnen (3,5 %) in der TAC-Gruppe und bei 17 Patientinnen (2,3 %) in der FAC-Gruppe eine stauungsbedingte Herzinsuffizienz festgestellt. Mit Ausnahme einer Patientin wurde bei allen Patientinnen in jeder Gruppe nach mehr als 30 Tagen Behandlungszeit eine

    stauungsbedingte Herzinsuffizienz (congestive heart failure, CHF) diagnostiziert. 2 Patientinnen im TAC-Behandlungsarm und 4 Patientinnen im FAC-Behandlungsarm starben aufgrund von Herzversagen.

    In der Studie GEICAM 9805 entwickelten 3 Patientinnen (0,6 %) im TAC-Arm und 3 Patientinnen (0,6 %) im FAC-Arm eine stauungsbedingte Herzinsuffizienz wahrend der Nachbeobachtungszeit. Am Ende der Nachbeobachtungszeit (tatsachliche mediane Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren und

    5 Monaten) hatte keine der Patientinnen im TAC-Arm eine CHF, eine Patientin im TAC-Arm verstarb an einer dilatativen Kardiomyopathie. Im FAC-Arm wurde am Ende der Nachbeobachtungszeit bei

    1 Patientin (0,2 %) eine anhaltende CHF festgestellt.

    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

    In der Studie TAХ 316 dauerte in der Nachbeobachtungszeit nach dem Ende der Chemotherapie eine Alopezie bei 687 von 744 TAC-Patientinnen (92,3 %) und bei 645 von 736 FAC-Patientinnen (87,6 %) an.

    Am Ende der Nachbeobachtungszeit (tatsachliche mediane Nachbeobachtungszeit von 8 Jahren) bestand eine anhaltende Alopezie bei 29 der TAC-Patientinnen (3,9 %) und 16 der FAC-Patientinnen (2,2 %).

    In der Studie GEICAM 9805 trat bei 49 Patientinnen (9,2 %) im TAC-Arm und bei 35 Patientinnen (6,7 %) im FAC-Arm eine Alopezie wahrend der Behandlungsperiode auf, die in die Nachbeobachtungszeit andauerte. Eine Alopezie im Zusammenhang mit der Studienmedikation begann oder verschlechterte sich wahrend der Nachbeobachtungszeit bei 42 Patientinnen (7,9 %) im TAC-Arm und bei 30 Patientinnen (5,8 %) im FAC-Arm. Am Ende der Nachbeobachtungszeit (mediane

    Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren und 5 Monaten) wurde eine anhaltende Alopezie bei 3 Patientinnen (0,6 %) im TAC-Arm und bei 1 Patientin (0,2 %) im FAC-Arm festgestellt.

    Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrйse

    In der Studie TAХ 316 wurde eine Amenorrho, die wahrend der Behandlungsperiode auftrat und in die Nachbeobachtungszeit, nach Beendigung der Chemotherapie, andauerte, bei 202 von 744 Patientinnen (27,2 %) im TAC-Arm und bei 125 von 736 Patientinnen (17,0 %) im FAC-Arm berichtet. Am Ende der Nachbeobachtungszeit (mediane Nachbeobachtungszeit von 8 Jahren) wurde eine anhaltende Amenorrho bei 121 von 744 TAC-Patientinnen (16,3 %) und bei 86 von 736 FAC-Patientinnen (11,7 %) festgestellt. In der Studie GEICAM 9805 wurde eine Amenorrho, die wahrend der Behandlungsperiode auftrat und in die Nachbeobachtungszeit andauerte, bei 18 Patientinnen (3,4 %) im TAC-Arm und bei 5 Patientinnen (1,0 %) im FAC-Arm beobachtet. Am Ende der Nachbeobachtungszeit (mediane Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren und 5 Monaten) wurde eine anhaltende Amenorrho bei 7 Patientinnen (1,3 %) im TAC-Arm und bei 4 Patientinnen (0,8 %) im FAC-Arm festgestellt.

    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

    In der Studie TAХ 316 traten bei 119 von 744 TAC-Patientinnen (16,0 %) und bei 23 von 736 FAC-Patientinnen (3,1 %) periphere Odeme wahrend der Behandlungsperiode auf, die in die Nachbeobachtungszeit, nach Beendigung der Chemotherapie, andauerten. Am Ende der Nachbeobachtungszeit (tatsachliche mediane Nachbeobachtungszeit von 8 Jahren) wurden anhaltende periphere Odeme bei 19 TAC-Patientinnen (2,6 %) und bei 4 FAC-Patientinnen (0,5 %) festgestellt. In der Studie TAХ 316 wurden bei 11 von 744 TAC-Patientinnen (1,5 %) und bei 1 von 736 FAC-Patientinnen (0,1 %) Lymphodeme, die wahrend der Behandlungsperiode auftraten und in die Nachbeobachtungszeit, nach Beendigung der Chemotherapie, andauerten, berichtet. Am Ende der Nachbeobachtungszeit (tatsachliche mediane Nachbeobachtungszeit von 8 Jahren) wurden anhaltende Lymphodeme bei 6 TAC-Patientinnen (0,8 %) und bei 1 FAC-Patientin (0,1 %) festgestellt.

    In der Studie TAХ 316 wurde bei 236 von 744 TAC-Patientinnen (31,7 %) und bei 180 von 736 FAC-Patientinnen (24,5 %) Asthenie, die wahrend der Behandlungsperiode auftrat und in die Nachbeobachtungszeit, nach Beendigung der Chemotherapie, andauerte, berichtet. Am Ende der Nachbeobachtungszeit (tatsachliche mediane Nachbeobachtungszeit von 8 Jahren) wurde anhaltende Asthenie bei 29 TAC-Patientinnen (3,9 %) und bei 16 FAC-Patientinnen (2,2 %) festgestellt.

    In der Studie GEICAM 9805 traten bei 4 Patientinnen (0,8 %) im TAC-Arm und 2 Patientinnen (0,4 %) im FAC-Arm periphere Odeme wahrend der Behandlungsperiode auf, die in die Nachbeobachtungszeit andauerten. Am Ende der Nachbeobachtungszeit (mediane Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren und

    5 Monaten) wurden anhaltende periphere Odeme bei keiner Patientin (0 %) im TAC-Arm und bei

    1 Patientin (0,2 %) im FAC-Arm festgestellt. Lymphodeme, die wahrend der Behandlungsperiode auftraten und in die Nachbeobachtungszeit andauerten, wurden bei 5 Patientinnen (0,9 %) im TAC-Arm und bei 2 Patientinnen (0,4 %) im FAC-Arm beobachtet. Am Ende der Nachbeobachtungszeit wurden anhaltende Lymphodeme bei 4 Patientinnen (0,8 %) im TAC-Arm und bei 1 Patientin (0,2 %) im FAC-Arm festgestellt.

    Asthenie, die wahrend der Behandlungsperiode auftrat und in die Nachbeobachtungszeit andauerte, wurde bei 12 Patientinnen (2,3 %) im TAC-Arm und bei 4 Patientinnen (0,8 %) im FAC-Arm beobachtet. Am Ende der Nachbeobachtungszeit wurde anhaltende Asthenie bei 2 Patientinnen (0,4 %) im TAC-Arm und bei 2 Patientinnen (0,4 %) im FAC-Arm festgestellt.

    Akute Leukamie/Мyelodysplastisches Syndrom

    Nach zehnjahriger Nachbeobachtungszeit der Studie TAХ 316 wurde uber 3 Falle von akuter Leukamie von den 744 Patientinnen (0,4 %) der TAC-Gruppe und uber 1 Fall von den 736 Patientinnen (0,1 %) der FAC-Gruppe berichtet. 1 Patientin (0,1 %) der TAC-Gruppe und 1 Patientin (0,1 %) der FAC-Gruppe verstarben an akuter myeloischer Leukamie (AML) wahrend der Nachbeobachtungszeit (mediane Nachbeobachtungszeit von 8 Jahren). Falle von myelodysplastischem Syndrom wurden bei 2 der

    744 Patientinnen (0,3 %) der TAC-Gruppe und bei 1 der 736 Patientinnen (0,1 %) der FAC-Gruppe berichtet.

    Nach zehnjahriger Nachbeobachtungszeit der Studie GEICAM 9805 trat eine akute Leukamie bei 1 von 532 Patientinnen (0,2 %) im TAC-Arm auf. Es wurden keine Falle bei Patientinnen im FAC-Arm berichtet. In beiden Behandlungsgruppen wurde keine Patientin mit myelodysplastischem Syndrom diagnostiziert.

    Neutropenische Komplikationen

    Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass die Inzidenz fur das Auftreten von Neutropenien Grad 4, febrilen Neutropenien und neutropenischen Infektionen bei Patientinnen vermindert wurde, die eine primare

    G-CSF-Prophylaxe erhielten, nachdem diese im TAC-Behandlungsarm der GEICAM-Studie vorgeschrieben wurde.

    Neutropenische Komplikationen bei Patientinnen, die TAC mit oder ohne primare G-CSF-Prophylaxe erhalten haben (GEICAM 9805)

    Ohne primare G-CSF-Prophylaxe (n = 111) n (%) Mit primarer G-CSF-Prophylaxe (n = 421) n (%)
    Neutropenie (Grad 4) 104 (93,7) 135 (32,1)
    Febrile Neutropenie 28 (25,2) 23 (5,5)
    Neutropenische Infektion 14 (12,6) 21 (5,0)
    Neutropenische Infektion (Grad 3–4) 2 (1,8) 5 (1,2)

    Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei Adenokarzinomen des Magens fur Docetaxel 75 mg/m2 in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil

    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen
    Infektionen und parasitareErkrankungen Neutropenische Infektion;Infektion (G3/4: 11,7 %)
    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Anamie (G3/4: 20,9 %); Neutropenie (G3/4: 83,2 %); Thrombozytopenie (G3/4:8,8 %);Febrile Neutropenie
    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen
    Erkrankungen des Immunsystems Hypersensitivitat (G3/4: 1,7 %)
    Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen Anorexie (G3/4: 11,7 %)
    Erkrankungen des Nervensystems Periphere sensorische Neuropathie (G3/4: 8,7 %) Schwindel (G3/4: 2,3 %); Periphere motorischeNeuropathie (G3/4:1,3 %)
    Augenerkrankungen erhohte Tranensekretion (G3/4: 0 %)
    Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths verandertes Horvermogen (G3/4: 0 %)
    Herzerkrankungen Arrhythmie (G3/4: 1,0 %)
    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Diarrho (G3/4: 19,7 %);-Obelkeit (G3/4: 16 %); Stomatitis (G3/4: 23,7 %); Erbrechen (G3/4: 14,3 %) Obstipation (G3/4: 1,0 %);Gastrointestinalschmerzen (G3/4: 1,0 %);Osophagitis/Dysphagie/Odynophagie (G3/4: 0,7 %)
    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Alopezie (G3/4: 4,0 %) Rash/Juckreiz (G3/4: 0,7 %);Nagelveranderungen (G3/4: 0,7 %);Hautschuppung (G3/4: 0 %)
    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Lethargie (G3/4: 19,0 %); Fieber (G3/4: 2,3 %);Flussigkeitsretention (schwer/lebensbedrohlich:1 %)

    Beschreibung bestimmter Nebenwirkungen bei Adenokarzinomen des Magens fur Docetaxel 75 mg/m2 in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil

    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

    Ungeachtet der Gabe von G-CSF traten febrile Neutropenie und neutropenische Infektion bei 17,2 % bzw. 13,5 % der Patienten auf. Als Sekundarprophylaxe wurde G-CSF bei 19,3 % der Patienten (10,7 % der Zyklen) gegeben. Febrile Neutropenie bzw. neutropenische Infektion traten bei prophylaktischer Gabe von G-CSF bei 12,1 % bzw. 3,4 % der Patienten auf, ohne prophylaktische Gabe von G-CSF bei 15,6 % bzw. 12,9 % der Patienten (siehe Abschnitt 4.2).

    Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei Kopf-Hals-Karzinomen fur Docetaxel 75 mg/m2 in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil

    • Induktionschemotherapie, gefolgt von Strahlentherapie (TAХ 323)

      MedDRAOrganklassensystem Sehr haufigeNeЬenwirkungen HaufigeNeЬenwirkungen GelegentlicheNeЬenwirkungen
      Infektionen und parasitare Erkrankungen Infektion (G3/4: 6,3 %);Neutropenische Infektion
      MedDRAOrganklassensystem Sehr haufigeNeЬenwirkungen HaufigeNeЬenwirkungen GelegentlicheNeЬenwirkungen
      Gutartige, bosartige und unspezifische Neubildungen (einschlieBlich Zystenund Polypen) Tumorschmerzen (G3/4: 0,6 %)
      Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Neutropenie (G3/4: 76,3 %);Anamie (G3/4: 9,2 %);Thrombozytopenie (G3/4: 5,2 %) Febrile Neutropenie
      Erkrankungen desImmunsystems Hypersensitivitat (keineschwere)
      Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen Anorexie (G3/4: 0,6 %)
      Erkrankungen des Nervensystems Dysgeusie/Parosmie; Periphere sensorische Neuropathie (G3/4:0,6 %) Schwindel
      Augenerkrankungen erhohte Tranensekretion;Konjunktivitis
      Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths beeintrachtigtes Horvermogen
      Herzerkrankungen Myokardischamie (G3/4: 1,7 %) Arrhythmie (G3/4: 0,6 %)
      GefaBerkrankungen venose Erkrankung(G3/4: 0,6 %)
      Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts -Obelkeit (G3/4: 0,6 %); Stomatitis (G3/4:4,0 %);Diarrho (G3/4: 2,9 %); Erbrechen (G3/4:0,6 %) Obstipation; Osophagitis /Dysphagie / Odynophagie (G3/4: 0,6 %);Abdominalschmerzen; Dyspepsie; GastrointestinaleHamorrhagie (G3/4: 0,6 %)
      Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Alopezie (G3/4: 10,9 %) Rash/Juckreiz; trockene Haut; Hautschuppung (G3/4:0,6 %)
      Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- undKnochenerkrankungen Myalgie (G3/4: 0,6 %)
      Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Lethargie (G3/4: 3,4 %);Pyrexie (G3/4: 0,6 %); Flussigkeitsretention;Odem
      Untersuchungen Gewichtszunahme
    • Induktionschemotherapie, gefolgt von Chemoradiotherapie (TAХ 324)

    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen Gelegentliche NeЬenwirkungen
    Infektionen und parasitare Erkrankungen Infektion (G3/4: 3,6 %) Neutropenische Infektion
    Gutartige, bosartige und unspezifische Neubildungen (einschlieBlich Zystenund Polypen) Tumorschmerzen (G3/4: 1,2 %)
    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Neutropenie (G3/4: 83,5 %);Anamie (G3/4: 12,4 %);Thrombozytopenie (G3/4: 4,0 %);Febrile Neutropenie
    Erkrankungen des Immunsystems Hypersensitivitat
    Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen Anorexie (G3/4: 12,0 %)
    Erkrankungen des Nervensystems Dysgeusie / Parosmie (G3/4: 0,4 %);Periphere sensorischeNeuropathie (G3/4: 1,2 %) Schwindel (G3/4: 2,0 %);Periphere motorischeNeuropathie (G3/4: 0,4 %)
    Augenerkrankungen erhohteTranensekretion Konjunktivitis
    Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths beeintrachtigtesHorvermogen (G3/4: 1,2 %)
    Herzerkrankungen Arrhythmie (G3/4:2,0 %) Myokardischamie
    GefaBerkrankungen venose Erkrankung
    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts -Obelkeit (G3/4: 13,9 %);Stomatitis (G3/4: 20,7 %);Erbrechen (G3/4: 8,4 %);Diarrho (G3/4: 6,8 %); Osophagitis /Dysphagie / Odynophagie (G3/4: 12,0 %);Obstipation (G3/4: 0,4 %) Dyspepsie (G3/4: 0,8 %);Gastrointestinal-schmerzen (G3/4: 1,2 %);Gastrointestinale Hamorrhagie (G3/4: 0,4 %)
    Erkrankungen der Hautund des Unterhautzellgewebes Alopezie (G3/4:4,0 %);Rash/Juckreiz trockene Haut;Hautabschuppung
    Skelettmuskulatur-,Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Myalgie (G3/4: 0,4 %)
    MedDRA Organklassensystem Sehr haufige NeЬenwirkungen Haufige NeЬenwirkungen Gelegentliche NeЬenwirkungen
    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Lethargie (G3/4: 4,0 %);Pyrexie (G3/4: 3,6 %);Flussigkeitsretention (G3/4: 1,2 %);Odem (G3/4: 1,2 %)
    Untersuchungen Gewichtsabnahme Gewichtszunahme

    Post-Marketing Experience

    Gutartige, bдsartige und unspezifische Neubildungen (einschliejJlich Zysten und Polypen)

    Sekundare Primartumore (Haufigkeit nicht bekannt), einschlieBlich Non-Hodgkin-Lymphom, wurden in Zusammenhang mit Docetaxel berichtet, wenn Docetaxel in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Krebs angewendet wurde, die dafur bekannt sind, mit sekundaren Primartumoren in Zusammenhang zu stehen. Akute myeloische Leukamie und myelodysplastisches Syndrom (Haufigkeit: gelegentlich) wurden in klinischen Studien, die das Behandlungsschema TAC zur Behandlung von Brustkrebs untersuchten, berichtet.

    Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

    Knochenmarkdepression und andere hamatologische Nebenwirkungen wurden berichtet. Disseminierte intravasale Koagulation (DIC), oft in Verbindung mit Sepsis oder multiplem Organversagen, wurde berichtet.

    Erkrankungen des lmmunsystems

    Einige Falle von anaphylaktischem Schock, manchmal todlich, wurden berichtet.

    Es wurden -Oberempfindlichkeitsreaktionen (Haufigkeit nicht bekannt) unter Docetaxel berichtet bei Patienten, die unter einer vorangegangenen Therapie mit Paclitaxel -Oberempfindlichkeitsreaktionen entwickelt hatten.

    Erkrankungen des Nervensystems

    Unter der Docetaxel-Gabe wurden in seltenen Fallen Krampfe oder vorubergehende Bewusstlosigkeit beobachtet. Diese Reaktionen treten manchmal wahrend der Infusion des Arzneimittels auf.

    Augenerkrankungen

    In sehr seltenen Fallen wurde von vorubergehenden Sehstorungen (Lichtblitze, Skotome) berichtet, die typischerweise wahrend der Infusion des Arzneimittels und in Verbindung mit

    -Oberempfindlichkeitsreaktionen auftraten. Sie waren nach Abbruch der Infusion reversibel. Selten wurde uber Tranenfluss mit oder ohne Konjunktivitis und uber Tranenkanalverschluss mit ubermaBigem Augentranen berichtet. Falle von zystoiden Maculaodemen (CMO) sind bei Patienten berichtet worden, die mit Docetaxel behandelt wurden.

    Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

    Seltene Falle von Ototoxizitat, Horstorungen und/oder Verlust des Gehors wurden berichtet.

    Herzerkrankungen

    In seltenen Fallen wurde uber Myokardinfarkte berichtet.

    Ventrikulare Arrhythmie einschlieBlich ventrikularer Tachykardie (Haufigkeit nicht bekannt), manchmal todlich verlaufend, wurde bei Patienten berichtet, die mit Docetaxel in Kombinationstherapie, einschlieBlich Doxorubicin, 5-Fluorouracil und/oder Cyclophosphamid, behandelt wurden.

    GefajJerkrankungen

    -Ober das Auftreten venoser Thromboembolien wurde selten berichtet.

    Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Мediastinums

    Ein akutes Atemnotsyndrom und Falle interstitieller Pneumonie/Pneumonitis, interstitieller Lungenerkrankung, Lungenfibrose und respiratorischer Insuffizienz bis hin zum Lungenversagen, manchmal todlich verlaufend, wurden selten beobachtet.

    Seltene Falle von Strahlenpneumonitis wurden berichtet bei Patienten, die gleichzeitig eine Radiotherapie erhielten.

    Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

    Seltene Falle von Enterokolitis, einschlieBlich Kolitis, ischamischer Kolitis und neutropenieinduzierter Enterokolitis, wurden berichtet, die potenziell todlich verlaufen konnen (Haufigkeit nicht bekannt).

    In seltenen Fallen wurde uber Dehydratation als Folge gastrointestinaler Storungen, einschlieBlich Enterokolitis und gastrointestinaler Perforation, berichtet. Selten kam es zu mechanischem und paralytischem Ileus.

    Leber- und Gallenerkrankungen

    In sehr seltenen Fallen wurde von einer Hepatitis berichtet, manchmal mit todlichem Ausgang, insbesondere bei Patienten mit vorbestehenden Lebererkrankungen.

    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

    Es wurde uber Falle von kutanem Lupus erythematodes, bullosen Hautausschlagen wie Erythema multiforme und schweren Nebenwirkungen der Haut wie Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN) und akutes generalisierendes pustuloses Exanthem (AGEP) unter Docetaxel berichtet. Fur Docetaxel wurde von sklerodermieahnlichen Veranderungen bei normalerweise zuvor aufgetretenen peripheren Lymphodemen berichtet. Es wurden Falle von anhaltender Alopezie (Haufigkeit nicht bekannt) berichtet.

    Nieren- und Harnwegserkrankungen

    Es wurden Falle von Niereninsuffizienz und -versagen berichtet. In ungefahr 20 % dieser Falle gab es keine Risikofaktoren fur ein akutes Nierenversagen, wie z. B. begleitend verabreichte, nierenschadigende Arzneimittel und Magen-Darm-Erkrankungen.

    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

    -Ober strahleninduzierte Reaktionen (sog. Radiation-Recall-Phanomen) wurde selten berichtet. Recall-Reaktion an der Injektionsstelle (Wiederauftreten von Hautreaktionen an einer fruheren

    Extravasationsstelle nach der Anwendung von Docetaxel an einer anderen Stelle) wurde an der fruheren Extravasationsstelle beobachtet (Haufigkeit nicht bekannt).

    Die Flussigkeitsretentionen waren nicht von akuter Oligurie oder niederem Blutdruck begleitet. Von Dehydratation und Lungenodemen wurde nur selten berichtet.

    Stoffwechsel- und Ernahrungsstдrungen

    Es wurden Falle von Storungen des Elektrolytgleichgewichts berichtet. Falle von Hyponatriamie sind berichtet worden, meistens verbunden mit Dehydratation, Erbrechen und Pneumonie. Hypokaliamie, Hypomagnesiamie und Hypokalzamie sind ublicherweise in Verbindung mit gastrointestinalen Erkrankungen und insbesondere mit Diarrho beobachtet worden. Ein Tumorlyse-Syndrom, potenziell todlich, wurde berichtet (Haufigkeit nicht bekannt).

    Skelettmuskulaturerkrankungen

    Myositis wurde unter Docetaxel berichtet (Haufigkeit nicht bekannt).

    Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

    Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche -Oberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels.

    Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Es wurde uber wenige Falle einer -Oberdosierung berichtet. Es steht kein spezifisches Antidot fur Docetaxel zur Verfugung. Im Falle einer -Oberdosierung ist die Einweisung des Patienten in eine entsprechende Einrichtung sowie die engmaschige Kontrolle der vitalen Funktionen angezeigt. Bei

-Oberdosierung kann eine Verschlimmerung der Nebenwirkungen erwartet werden. Die primar zu erwartenden Komplikationen einer -Oberdosierung sind Knochenmarksuppression, periphere Neurotoxizitat und Mukositis. Patienten sollten nach einer festgestellten -Oberdosierung so schnell wie moglich G-CSF in therapeutischer Dosierung erhalten. Je nach Bedarf sollten weitere geeignete MaBnahmen ergriffen werden.

Pharmakologische Eigenschaften - Docetaxel 20 mg/ml

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Taxane, ATC-Code: L01CD02. Wirkmechanismus

Docetaxel ist eine antineoplastisch wirksame Substanz, deren Wirkung auf einer gesteigerten Polymerisation von Tubulin zu stabilen Mikrotubuli beruht. Gleichzeitig wird die Depolymerisation gehemmt, was zu einer deutlichen Abnahme an freiem Tubulin fuhrt. Die Anlagerung von Docetaxel an die Mikrotubuli andert nichts an der Zahl ihrer Protofilamente.

ln vitro-Untersuchungen zeigen, dass Docetaxel das mikrotubulare Netzwerk der Zellen zerstort, welches fur lebenswichtige Zellfunktionen der Mitose- und Interphasen essenziell ist.

Pharmakodynamische Wirkungen

Docetaxel ist in vitro zytotoxisch gegenuber verschiedenen tierischen und menschlichen Tumorzelllinien und in klonogenen Assays gegen frisch biopsierte menschliche Tumorzellen. Docetaxel erreicht hohe intrazellulare Konzentrationen und eine lange intrazellulare Verweildauer. Zusatzlich war Docetaxel bei einigen, aber nicht allen Zelllinien aktiv, die vermehrt p-Glykoprotein bilden, das auf dem „Multidrug Resistance Gene“ codiert ist. ln vivo wirkt Docetaxel unabhangig vom Applikationszeitplan und zeigt ein breites Aktivitatsspektrum gegenuber fortgeschrittenen Maustumoren und menschlichen Хenografttumoren.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Brustkrebs

Docetaxel in Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid: adjuvante Therapie

Patientinnen mit operablem, nodal positivem Brustkrebs (TAХ 316)

Die Daten einer multizentrischen, offenen, randomisierten Studie stutzen die Anwendung von Docetaxel fur die adjuvante Behandlung von Patientinnen mit operablem, nodal positivem Brustkrebs und

KPS ≥ 80 % zwischen 18 und 70 Jahren.

Nach Stratifikation nach der Zahl der befallenen Lymphknoten (1–3, 4+) wurden 1491 Patientinnen randomisiert und erhielten entweder 1 Stunde nach Gabe von Doxorubicin 50 mg/m2 und Cyclophosphamid 500 mg/m2 Docetaxel 75 mg/m2 (TAC-Arm) oder Doxorubicin 50 mg/m2, gefolgt von Fluorouracil 500 mg/m2 und Cyclophosphamid 500 mg/m2 (FAC-Arm). Beide Therapieregime wurden alle 3 Wochen einmal uber 6 Zyklen gegeben.

Docetaxel wurde als 1-stundige Infusion gegeben, alle anderen Arzneimittel wurden als intravenoser Bolus am ersten Tag gegeben. G-CSF wurde als Sekundarprophylaxe Patientinnen verabreicht, bei denen eine komplizierte Neutropenie auftrat (febrile Neutropenie, verlangerte Neutropenie oder Infektion).

Patientinnen im TAC-Arm erhielten eine antibiotische Prophylaxe mit Ciprofloxacin 500 mg oral zweimal taglich uber 10 Tage, beginnend am Tag 5 jedes Zyklus, oder eine vergleichbare Therapie. In beiden Armen erhielten Patientinnen mit positivem Estrogen- und/oder Progesteron-Rezeptor-Status nach dem letzten Zyklus der Chemotherapie taglich 20 mg Tamoxifen uber 5 Jahre. Erganzend wurde in den teilnehmenden Einrichtungen eine Bestrahlungstherapie gemaB aktuell gultigen Richtlinien geplant und bei 69 % der Patientinnen angewendet, die TAC erhielten, und bei 72 % der Patientinnen, die FAC erhielten.

Es wurden zwei Interimsanalysen und eine abschlieBende Analyse durchgefuhrt. Die erste Interimsanalyse wurde fur den Zeitpunkt von 3 Jahren, nachdem die Halfte der Patientinnen in die Studie eingeschlossen war, geplant. Die zweite Interimsanalyse wurde durchgefuhrt, nachdem 400 DFS-Ereignisse berichtet worden waren, welche zu einer medianen Nachbeobachtungsdauer von 55 Monaten fuhrten. Die endgultige Analyse wurde durchgefuhrt, als alle Patientinnen ihre 10-Jahres-Nachbeobachtungsuntersuchung erreichten (es sei denn, sie hatten ein DFS-Ereignis oder fielen vorher aus der Nachbeobachtung heraus). Krankheitsfreies -Oberleben (DFS) war der primare Wirksamkeitsendpunkt und die Gesamtuberlebensrate (OS) war der sekundare Wirksamkeitsendpunkt.

Die endgultige Analyse wurde mit einer aktuellen medianen Nachbeobachtungszeit von 96 Monaten durchgefuhrt. Fur den TAC-Arm wurde im Vergleich zu dem FAC-Arm ein signifikant langeres krankheitsfreies -Oberleben gezeigt.

Die Wahrscheinlichkeit eines Ruckfalls innerhalb von 10 Jahren war bei mit TAC behandelten Patientinnen geringer als bei den mit FAC behandelten Patientinnen (39 % gegenuber 45 %), was eine absolute Risikoreduzierung von 6 % (p = 0,0043) bedeutete. Auch die Gesamtuberlebenszeit nach

10 Jahren war im TAC-Arm signifikant langer als im FAC-Arm (76 % gegenuber 69 %), was eine absolute Reduzierung des Todesfallrisikos von 7 % (p = 0,002) bedeutete. Da der beobachtete Nutzen bei Patientinnen mit mehr als 4 positiven Lymphknoten beim krankheitsfreien -Oberleben und beim Gesamtuberleben statistisch nicht signifikant war, konnte ein positives Nutzen-Risiko-Verhaltnis fur TAC-Patientinnen mit mehr als 4 positiven Lymphknoten mit der endgultigen Analyse nicht vollstandig belegt werden.

Zusammenfassend zeigen die Studienergebnisse ein positives Nutzen-Risiko-Verhaltnis fur TAC verglichen mit FAC.

Die mit TAC behandelte Patientinnengruppe wurde gemaB prospektiv definierten Hauptprognosefaktoren analysiert:

Krankheitsfreies UЬerleЬen GesamtiiЬerleЬenszeit
Patientinnengruppe Zahl der Patientin-nen Hazard Ratio* 95 % CI p = Hazard Ratio* 95 % CI p =
Zahl der positiven Lymphknoten
Gesamt 745 0,80 0,68–0,93 0,0043 0,74 0,61–0,90 0,0020
1–3 467 0,72 0,58–0,91 0,0047 0,62 0,46–0,82 0,0008
4+ 278 0,87 0,70–1,09 0,2290 0,87 0,67–1,12 0,2746

* Eine Hazard Ratio von weniger als 1 zeigt an, dass TAC im Verhaltnis zu FAC mit einer langeren krankheitsfreien -Oberlebenszeit und Gesamtuberlebenszeit einhergeht.

Patientinnen mit operablem, nodal negativem Brustkrebs, die fur eine Chemotherapie infrage kommen (GEICAM 9805)

Die Daten einer multizentrischen, offenen, randomisierten Studie stutzen die Anwendung von Docetaxel fur die adjuvante Behandlung von Patientinnen mit operablem, nodal negativem Brustkrebs, die fur eine Chemotherapie infrage kommen. 1060 Patientinnen wurden randomisiert und erhielten entweder

1 Stunde nach Gabe von Doxorubicin 50 mg/m2 und Cyclophosphamid 500 mg/m2 Docetaxel 75 mg/m2 (539 Patienten im TAC-Arm) oder Doxorubicin 50 mg/m2, gefolgt von Fluorouracil 500 mg/m2 und Cyclophosphamid 500 mg/m2 (521 Patienten im FAC-Arm), als adjuvante Therapie fur Patientinnen mit operablem, nodal negativem Brustkrebs mit hohem Rezidivrisiko gemaB den St.-Gallen-Kriterien von 1998 (TumorgroBe > 2 cm und/oder negativer Estrogen- und Progesteron-Rezeptor-Status und/oder hohe histologische Differenzierung/hoher Kerngrad [Grad 2 bis 3] und/oder Alter < 35 Jahre). Beide Therapieregime wurden alle 3 Wochen einmal uber 6 Zyklen gegeben. Docetaxel wurde als 1-stundige Infusion gegeben, alle anderen Arzneimittel wurden intravenos am ersten Tag alle drei Wochen gegeben. Eine primare Prophylaxe mit G-CSF wurde im TAC-Arm vorgeschrieben, nachdem 230 Patientinnen randomisiert worden waren. Die Inzidenz fur das Auftreten von Neutropenien, febrilen Neutropenien und neutropenischen Infektionen Grad 4 wurde bei Patientinnen, die eine primare G-CSF-Prophylaxe erhalten hatten, vermindert (siehe Abschnitt 4.8). In beiden Armen erhielten Patientinnen mit positivem Estrogen- und/oder Progesteron-Rezeptor-Status nach dem letzten Zyklus der Chemotherapie einmal taglich 20 mg Tamoxifen uber 5 Jahre. Erganzend wurde in den teilnehmenden Einrichtungen eine Bestrahlungstherapie gemaB aktuell gultigen Richtlinien verabreicht und bei 57,3 % der Patientinnen angewendet, die TAC erhielten, und bei 51,2 % der Patientinnen, die FAC erhielten.

Eine primare Analyse und eine aktualisierte Analyse wurden durchgefuhrt. Die primare Analyse wurde durchgefuhrt, als alle Patientinnen eine Nachbeobachtungszeit von mehr als 5 Jahren (mediane Nachbeobachtungszeit von 77 Monaten) absolviert hatten. Die aktualisierte Analyse wurde durchgefuhrt, als alle Patientinnen die 10-Jahres-Visite der Nachbeobachtungszeit (mediane Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren und 5 Monaten) absolviert hatten (es sei denn, sie hatten ein DFS-Ereignis oder sind vorher aus der Nachbeobachtungszeit ausgeschieden). Das krankheitsfreie -Oberleben (disease free survival, DFS) war der primare Wirksamkeitsendpunkt und das Gesamtuberleben (overall survival, OS) war der sekundare Wirksamkeitsendpunkt.

Wahrend der medianen Nachbeobachtungszeit von 77 Monaten wurde fur den TAC-Arm im Vergleich zu dem FAC-Arm ein signifikant langeres krankheitsfreies -Oberleben gezeigt. Die Wahrscheinlichkeit eines Ruckfalls war bei mit TAC behandelten Patientinnen um 32 % geringer als bei den mit FAC behandelten Patientinnen (Hazard Ratio = 0,68; 95 % CI [0,49–0,93]; p = 0,01). Wahrend der medianen Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren und 5 Monaten war die Wahrscheinlichkeit eines Ruckfalls bei mit TAC behandelten Patientinnen um 16,5 % geringer als bei den mit FAC behandelten Patientinnen (Hazard Ratio = 0,84; 95 % CI [0,65–1,08]; p = 0,1646). DFS-Daten waren statistisch nicht signifikant, aber mit einem positiven Trend zugunsten von TAC verbunden.

Wahrend der medianen Nachbeobachtungszeit von 77 Monaten war die Gesamtuberlebenszeit im TAC-Arm signifikant langer als im FAC-Arm, was eine Reduzierung des Todesfallrisikos der mit TAC behandelten Patientinnen von 24 % bedeutete (Hazard Ratio = 0,76; 95 % CI [0,46–1,26]; p = 0,29).

Allerdings gab es keine signifikanten Unterschiede bei der Verteilung der Gesamtuberlebenszeit zwischen den beiden Gruppen.

Wahrend der medianen Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren und 5 Monaten war bei mit TAC behandelten Patientinnen das Todesfallrisiko um 9 % im Vergleich zu den mit FAC behandelten Patientinnen reduziert (Hazard Ratio = 0,91; 95 % CI [0,63–1,32]). Die -Oberlebensrate war 93,7 % im TAC-Arm und 91,4 % im FAC-Arm zum Zeitpunkt der 8-Jahres-Nachbeobachtung und lag bei 91,3 % im TAC-Arm und bei 89 % im FAC-Arm zum Zeitpunkt der 10-Jahres-Nachbeobachtung.

Das positive Nutzen-Risiko-Verhaltnis fur TAC im Vergleich zu FAC blieb unverandert.

Die mit TAC behandelte Patientinnengruppe wurde gemaB prospektiv definierten Hauptprognosefaktoren in der Primaranalyse (wahrend der medianen Nachbeobachtungszeit von 77 Monaten) analysiert (siehe nachfolgende Tabelle):

Analyse der Untergruppe Adjuvante Therapie von Patientinnen mit nodal negativem Brustkrebs (Intent-to-Treat-Analyse)

Patientinnengruppe Anzahl derPatientinnen in der TAC-Gruppe Krankheitsfreies UЬerleЬen
Hazard Ratio* 95 % CI
Gesamt 539 0,68 0,49–0,93
Altersklasse 1
< 50 Jahre 260 0,67 0,43–1,05
≥ 50 Jahre 279 0,67 0,43–1,05
Altersklasse 2
< 35 Jahre 42 0,31 0,11–0,89
≥ 35 Jahre 497 0,73 0,52–1,01
Hormonrezeptor-Status
Negativ 195 0,7 0,45–1,1
Positiv 344 0,62 0,4–0,97
Tumorgro8e
≤ 2 cm 285 0,69 0,43–1,1
> 2 cm 254 0,68 0,45–1,04
Histologischer Grad
Grad 1 (einschlieBlichGrad nicht bestimmt) 64 0,79 0,24–2,6
Grad 2 216 0,77 0,46–1,3
Grad 3 259 0,59 0,39–0,9
Menopausaler Status
Pramenopausal 285 0,64 0,40–1
Postmenopausal 254 0,72 0,47–1,12

*Eine Hazard Ratio (TAC/FAC) kleiner als 1 gibt an, dass TAC mit einer langeren krankheitsfreien

-Oberlebenszeit assoziiert ist als FAC.

Exploratorische Subgruppen-Analysen des krankheitsfreien -Oberlebens bei Patientinnen, die den St.-Gallen-Kriterien zur Chemotherapie von 2009 entsprechen (ITT-Gruppe), wurden durchgefuhrt und nachfolgend prasentiert:

TAC FAC Hazard Ratio (TAC/FAC)
SuЬgruppe (n = 539) (n = 521) (95 % CI) p-Wert
Erfullen die relativeIndikation fur eine Chemotherapiea
Nein 18/214 (8,4 %) 26/227 (11,5 %) 0,796 (0,434–1,459) 0,4593
Ja 48/325 (14,8 %) 69/294 (23,5 %) 0,606 (0,42–0,877) 0,0072

TAC = Docetaxel, Doxorubicin und Cyclophosphamid. FAC = 5-Fluorouracil, Doxorubicin und Cyclophosphamid. CI = Konfidenzintervall.

ER = Estrogen-Rezeptor. PR = Progesteron-Rezeptor.

aER/PR negativ oder Grad 3 oder TumorgroBe > 5 cm.

Fur die geschatzte Hazard Ratio wurde ein proportionales Cox-Hazard-Modell mit den Behandlungsgruppen als Faktor genutzt.

Docetaxel als Мonotherapie

Es wurden zwei randomisierte Phase-III-Vergleichsstudien mit Docetaxel bei der empfohlenen Dosierung von 100 mg/m2 alle 3 Wochen durchgefuhrt. Insgesamt umfassten diese Studien 326 Brustkrebspatientinnen, bei denen eine Therapie mit Alkylanzien versagte, und

392 Brustkrebspatientinnen, bei denen eine Therapie mit Anthracyclinen versagte.

Bei Patientinnen, bei denen eine Therapie mit Alkylanzien versagte, wurde Docetaxel mit Doxorubicin (75 mg/m2 alle 3 Wochen) verglichen. Docetaxel erhohte die Responserate (52 % gegenuber 37 %,

p = 0,01) und verkurzte die Zeit bis zum Einsetzen der Wirkung (12 Wochen gegenuber 23 Wochen,

p = 0,007) ohne Beeinflussung der Gesamtuberlebenszeit (Docetaxel 15 Monate gegenuber Doxorubicin 14 Monate, p = 0,38) oder der Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung (Docetaxel 27 Wochen gegenuber Doxorubicin 23 Wochen, p = 0,54). Drei Patientinnen (2 %), die mit Docetaxel behandelt wurden, unterbrachen die Behandlung aufgrund von Flussigkeitsretentionen, wohingegen

15 Patientinnen (9 %), die mit Doxorubicin behandelt wurden, die Behandlung wegen Kardiotoxizitat unterbrachen (3 Falle von Herzinsuffizienz mit todlichem Ausgang).

Bei Patientinnen, bei denen eine Therapie mit Anthracyclinen versagte, wurde Docetaxel mit einer Kombination von Mitomycin C und Vinblastin (12 mg/m2 alle 6 Wochen und 6 mg/m2 alle 3 Wochen) verglichen. Docetaxel erhohte die Responserate (33 % gegenuber 12 %, p < 0,0001), verlangerte die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung (19 Wochen gegenuber 11 Wochen, p = 0,0004) und verlangerte die Gesamtuberlebenszeit (11 Monate gegenuber 9 Monaten, p = 0,01).

Das Sicherheitsprofil von Docetaxel entsprach wahrend dieser beiden Phase-III-Studien dem Sicherheitsprofil, das in Phase-II-Studien (siehe Abschnitt 4.8) beobachtet wurde.

Eine offene, multizentrische Phase-III-Studie wurde durchgefuhrt, um Docetaxel als Monotherapie mit Paclitaxel zur Behandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs zu vergleichen, die in einer vorherigen Therapie ein Anthracyclin erhalten hatten. Insgesamt wurden 449 Patientinnen randomisiert, die entweder eine Monotherapie mit Docetaxel 100 mg/m2 als einstundige Infusion erhielten oder Paclitaxel 175 mg/m2 als 3-stundige Infusion. Beide Regime wurden alle 3 Wochen wiederholt.

Docetaxel verlangerte die mediane Zeit bis zur Progression (24,6 Wochen gegenuber 15,6 Wochen;

p < 0,01) und die mediane -Oberlebenszeit (15,3 Monate gegenuber 12,7 Monaten; p = 0,03), ohne den primaren Endpunkt, die Gesamtansprechrate (32 % gegenuber 25 %, p = 0,10), zu beeinflussen. Mit Docetaxel in der Monotherapie wurden mehr Grad-3/4-Nebenwirkungen beobachtet (55,4 %) als bei Paclitaxel (23,0 %).

Docetaxel in Kombination mit Doxorubicin

Eine groBe randomisierte Phase-III-Studie mit 429 vorher unbehandelten Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs wurde mit Doxorubicin (50 mg/m2) in Kombination mit Docetaxel (75 mg/m2) (AT-Arm) gegen Doxorubicin (60 mg/m2) in Kombination mit Cyclophosphamid

(600 mg/m2) (AC-Arm) durchgefuhrt. Beide Dosierungsschemata wurden alle drei Wochen, jeweils am

1. Tag, verabreicht.

  • Die Zeit bis zur Progression (TTP) war im AT-Arm signifikant langer als im AC-Arm, p = 0,0138. Die mediane TTP betrug 37,3 Wochen (95 % CI: 33,4–42,1) im AT-Arm und 31,9 Wochen (95 % Cl: 27,4–36,0) im AC-Arm.

  • Die Gesamt-Responserate (ORR) war gegenuber dem AC-Arm im AT-Arm signifikant erhoht,

    p = 0,009. Die ORR betrug 59,3 % (95 % CI: 52,8–65,9) im AT-Arm und 46,5 % (95 % CI: 39,8–

    53,2) im AC-Arm.

    In dieser Studie wurde im AT-Arm ein haufigeres Auftreten von schwerer Neutropenie (90 % gegenuber 68,6 %), Neutropenie mit Fieber (33,3 % gegenuber 10 %), Infektionen (8 % gegenuber 2,4 %), Diarrho (7,5 % gegenuber 1,4 %), Asthenie (8,5 % gegenuber 2,4 %) und Schmerzen (2,8 % gegenuber 0 %) als im AC-Arm beobachtet. Andererseits wurde im AC-Arm haufiger eine schwere Anamie (15,8 % gegenuber 8,5 %) als im AT-Arm beobachtet. Daruber hinaus zeigte sich im AC-Arm haufiger eine

    schwere Kardiotoxizitat wie Herzinsuffizienz (3,8 % gegenuber 2,8 %), Reduzierung der absoluten linksventrikularen Auswurfrate (LVEF) um mehr als 20 % (13,1 % gegenuber 6,1 %) bzw. um mehr als 30 % (6,2 % gegenuber 1,1 %). Der Tod trat bei 1 Patientin im AT-Arm (Herzinsuffizienz) und bei 4 Patientinnen im AC-Arm ein (einmal aufgrund eines septischen Schocks und dreimal wegen Herzinsuffizienz).

    In beiden Behandlungsarmen war die Lebensqualitat, kontrolliert anhand des EORTC-Fragebogens, vergleichbar und veranderte sich wahrend der Behandlung und der Nachbeobachtung nicht.

    Docetaxel in Kombination mit Trastuzumab

    Docetaxel in Kombination mit Trastuzumab wurde zur Behandlung von Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom eingesetzt, deren Tumore HER2 uberexprimierten und die vorher noch keine Chemotherapie fur ihre metastasierte Erkrankung erhalten hatten.

    186 Patientinnen wurden randomisiert und erhielten entweder Docetaxel (100 mg/m2) in Kombination mit Trastuzumab oder als Monotherapie; 60 % der Patientinnen hatten zuvor bereits eine Anthracyclin-basierte adjuvante Chemotherapie erhalten. Docetaxel plus Trastuzumab war wirksam bei Patientinnen unabhangig davon, ob sie vorher Anthracycline adjuvant erhalten hatten.

    Die Immunohistochemie war die haufigste Testmethode zur Ermittlung einer HER2--Oberexpression (IHC) in dieser pivotalen Studie. Eine kleine Anzahl der Patientinnen wurde mittels Fluoreszenz-in situ-Hybridisierung (FISH) getestet. In dieser Studie hatten 87 % der teilnehmenden Patientinnen eine Erkrankung, die IHC 3+ war, und 95 % der teilnehmenden Patientinnen hatten eine Erkrankung mit IHC 3+ und/oder FISH-positiv. Die Daten zur Wirksamkeit sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

    Parameter Docetaxel plus Trastuzumab1 n = 92 Docetaxel1 n = 94
    Ansprechrate 61 % 34 %
    (95 % CI) (50–71) (25–45)
    Mediane Ansprechzeit (Monate) 11,4 5,1
    (95 % CI) (9,2–15,0) (4,4–6,2)
    Mediane TTP (Monate) 10,6 5,7
    (95 % CI) (7,6–12,9) (5,0–6,5)
    Mediane -Oberlebenszeit 30,52 22,12
    (Monate) (26,8–n.b.) (17,6–28,9)
    (95 % CI)

    TTP = time to progression (Zeitspanne bis zur Progression); „n.b.“ bedeutet, dass der Wert nicht

    bestimmt werden konnte oder noch nicht erreicht war.

    1 Gesamtpopulation (intent-to-treat).

    2 Geschatzte mediane -Oberlebenszeit.

    Docetaxel in Kombination mit Capecitabin

    Die Daten einer multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Phase-III-Studie stutzen den Einsatz von Docetaxel in Kombination mit Capecitabin bei der Behandlung von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom nach Versagen einer zytotoxischen Chemotherapie, die ein Anthracyclin beinhaltete. In dieser Studie wurden 255 Patientinnen randomisiert einer Behandlung mit Docetaxel (75 mg/m2 als einstundige intravenose Infusion alle 3 Wochen) plus Capecitabin (1250 mg/m2 zweimal taglich uber 2 Wochen, gefolgt von einer einwochigen Therapiepause) zugeteilt. 256 Patientinnen wurden randomisiert einer Behandlung mit Docetaxel allein (100 mg/m2 als einstundige intravenose Infusion alle 3 Wochen) zugeteilt. Die -Oberlebensrate war im Studienarm mit der Docetaxel-Capecitabin-Kombination hoher (p = 0,0126). Die mediane

    -Oberlebensdauer betrug 442 Tage (Docetaxel + Capecitabin) gegenuber 352 Tagen (Docetaxel allein). Die objektive Gesamtansprechrate in der gesamten randomisierten Population (Bewertung des Untersuchungsleiters) betrug 41,6 % (Docetaxel + Capecitabin) gegenuber 29,7 % (Docetaxel allein); p = 0,0058. Die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung war im Studienarm mit der Docetaxel-

    Capecitabin-Kombination langer (p < 0,0001). Der mediane Zeitraum bis zum Fortschreiten der Erkrankung betrug 186 Tage (Docetaxel + Capecitabin) gegenuber 128 Tagen (Docetaxel allein).

    Nicht kleinzelliger Lungenkrebs

    Patienten mit vorheriger Chemotherapie mit oder ohne Strahlentherapie

    In einer Phase-III-Studie an vorbehandelten Patienten waren die Zeit bis zur Progression (12,3 Wochen gegenuber 7 Wochen) und die Gesamtuberlebensrate fur Docetaxel in einer Dosierung von 75 mg/m2 im Vergleich zur supportiven Behandlung signifikant verlangert. Auch die 1-Jahres--Oberlebensrate war fur Docetaxel (40 %) im Vergleich zur supportiven Behandlung (16 %) verlangert. Der Bedarf an morphinhaltigen Schmerzmitteln (p < 0,01), nicht morphinhaltigen Schmerzmitteln (p < 0,01), anderen krankheitsbedingten Arzneimitteln (p = 0,06) und Strahlentherapie (p < 0,01) war bei Patienten mit Docetaxel-Therapie in einer Dosierung von 75 mg/m2 im Vergleich zur supportiven Behandlung geringer.

    In der Gruppe der auswertbaren Patienten betrug die Responserate 6,8 %, und der mediane Zeitraum bis zum Fortschreiten der Erkrankung war 26,1 Wochen.

    Docetaxel in Kombination mit platinhaltigen Agenzien bei nicht chemotherapeutisch vorbehandelten Patienten

    In einer Phase-III-Studie wurden 1218 Patienten mit nicht resezierbarem NSCLC im Stadium IIIB oder IV und einem Karnofsky-Index von 70 % oder groBer, die vorher keine Chemotherapie erhalten hatten, randomisiert; sie erhielten entweder alle drei Wochen 75 mg/m2 Docetaxel (T) als einstundige

    Infusion, gefolgt von 75 mg/m2 Cisplatin (Cis) uber 30–60 Minuten (TCis), alle drei Wochen 75 mg/m2 Docetaxel als einstundige Infusion in Kombination mit Carboplatin (Cb) (AUC 6 mg/ml • min) uber 30–60 Minuten oder am Tag 1, 8, 15, 22 eines 4-wochentlichen Zyklus 25 mg/m2 Vinorelbin (V) uber 6–10 Minuten, gefolgt von 100 mg/m2 Cisplatin am Tag 1 (VCis).

    In der folgenden Tabelle sind die -Oberlebensrate, der mediane Zeitraum bis zum Fortschreiten der Erkrankung und die Responserate fur zwei Studienarme aufgezeigt:

    TCis n = 408 VCis n = 404 Statistische Auswertung
    Gesamtuberlebensrate (primarer Endpunkt): Mediane -Oberlebensdauer (Monate)1-Jahres--Oberlebensrate (%) 2-Jahres--Oberlebensrate (%) 11,34621 10,14114 Hazard Ratio: 1,122[97,2 % CI: 0,937; 1,342]*Differenz: 5,4 %[95 % CI: -1,1; 12,0]Differenz: 6,2 %[95 % CI: 0,2; 12,3]
    Mediane Zeit bis zur Progression (Wochen): 22,0 23,0 Hazard Ratio: 1,032[95 % CI: 0,876; 1,216]
    Gesamtansprechrate (%): 31,6 24,5 Differenz: 7,1 %[95 % CI: 0,7; 13,5]

    * Korrigiert fur multiple Vergleiche und adjustiert fur die Stratifikationsfaktoren (Erkrankungsstatus, Behandlungsland), basierend auf der auswertbaren Patientenpopulation.

    Sekundare Endpunkte schlossen Schmerzanderung, Bewertung der Lebensqualitat mit EuroQoL-5D, Skalierung der Bronchialkarzinom-assoziierten Symptome und Änderung des „Karnofsky Performance Status“ ein. Die Ergebnisse dieser Endpunkte stützten die Resultate der primaren Endpunkte.

    Fur die Docetaxel-Carboplatin-Kombination konnte im Vergleich zum Referenzarm VCis weder eine aquivalente Wirksamkeit noch eine Nichtunterlegenheit nachgewiesen werden.

    Prostatakarzinom

    Мetastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom

    Die Sicherheit und Wirksamkeit von Docetaxel in Kombination mit Prednison/Prednisolon wurden in einer randomisierten, multizentrischen Phase-III-Studie (TAХ 327) bei Patienten mit metastasierendem kastrationsresistentem Prostatakarzinom ermittelt. Insgesamt wurden 1006 Patienten mit KPS ≥ 60 randomisiert und dabei einer der folgenden Behandlungsgruppen zugeordnet:

  • Docetaxel 75 mg/m2 alle 3 Wochen uber 10 Zyklen

  • Docetaxel 30 mg/m2 wochentlich wahrend der ersten 5 Wochen von 5 Zyklen а 6 Wochen

  • Mitoxantron 12 mg/m2 alle 3 Wochen uber 10 Zyklen.

Bei allen 3 Dosierungsregimen wurden kontinuierlich 5 mg Prednison oder Prednisolon zweimal taglich als Begleitmedikation verabreicht.

Patienten, die Docetaxel alle drei Wochen erhielten, zeigten eine signifikant langere Gesamtuberlebenszeit gegenuber den Patienten, die mit Mitoxantron behandelt wurden. Der Anstieg der

-Oberlebenszeit, der im Docetaxel-Arm bei wochentlicher Gabe gesehen wurde, war nicht statistisch signifikant im Vergleich zu dem Anstieg im Mitoxantron-Kontrollarm. Endpunkte fur die klinische Wirksamkeit im Docetaxel-Arm im Vergleich zu dem Kontrollarm sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Endpunkt Docetaxel alle 3 Wochen Docetaxel wochentlich Mitoxantron alle 3 Wochen
Zahl der Patienten 335 334 337
Mediane -Oberlebensdauer (Monate) 18,9 17,4 16,5
95 % CI (17,0–21,2) (15,7–19,0) (14,4–18,6)
Hazard Ratio 0,761 0,912 --
95 % CI (0,619–0,936) (0,747–1,113) --
p-Wert†* 0,0094 0,3624 --
Zahl der Patienten 291 282 300
PSA**-Ansprechrate (%) 45,4 47,9 31,7
95 % CI (39,5–51,3) (41,9–53,9) (26,4–37,3)
p-Wert* 0,0005 < 0,0001 --
Zahl der Patienten 153 154 157
Ansprechrate Schmerzen (%) 34,6 31,2 21,7
95 % CI (27,1–42,7) (24,0–39,1) (15,5–28,9)
p-Wert* 0,0107 0,0798 --
Zahl der Patienten 141 134 137
Ansprechrate Tumor (%) 12,1 8,2 6,6
95 % CI (7,2–18,6) (4,2–14,2) (3,0–12,1)
p-Wert* 0,1112 0,5853 --

† Stratifizierter log rank test.

* Schwelle fur statistische Signifikanz = 0,0175.

** PSA: Prostataspezifisches Antigen.

Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Docetaxel bei wochentlicher Gabe ein etwas besseres Sicherheitsprofil zeigte als bei Gabe alle 3 Wochen, ist es moglich, dass bestimmte Patienten von der wochentlichen Gabe einen Nutzen haben.

Bezuglich der Lebensqualitat wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen beobachtet.

Мetastasiertes hormonsensitives Prostatakarzinom

STAMPEDE-Studie

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Docetaxel mit gleichzeitiger Anwendung des Behandlungsstandards (Androgendeprivationstherapie) bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem hormonsensitiven Hochrisiko-Prostatakarzinom oder mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom wurden in einer randomisierten, multizentrischen, multi-Arm multi-Stage (MAMS) Studie mit einem Phase-II/III-Studiendesign (STAMPEDE – MRC PR08) untersucht. Insgesamt wurden 1776 mannliche Patienten in die folgenden Behandlungsarme randomisiert:

  • Behandlungsstandard + Docetaxel 75 mg/m2 alle 3 Wochen uber 6 Zyklen

  • Behandlungsstandard allein

Zur Anwendung von Docetaxel wurden kontinuierlich 5 mg Prednison oder Prednisolon zweimal taglich als Begleitmedikation verabreicht.

Von den 1776 randomisierten Patienten hatten 1086 (61 %) eine metastasierte Erkrankung, von denen 362 Patienten auf Docetaxel in Kombination mit Behandlungsstandard randomisiert wurden und

724 Patienten den Behandlungsstandard allein erhielten.

Bei Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom war das mediane Gesamtuberleben in der Docetaxel-Gruppe signifikant langer im Vergleich zu der Gruppe, die nur den Behandlungsstandard erhielt. Durch das Hinzufugen von Docetaxel zum Behandlungsstandard verlangerte sich das mediane Gesamtuberleben um 19 Monate (HR = 0,76; 95 % KI = 0,62 – 0,92; p = 0,005).

Die Wirksamkeitsergebnisse aus dem Docetaxel-Behandlungsarm gegenuber dem Kontrollarm fur Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst:

Wirksamkeit von Docetaxel in Kombination mit Prednison oder Prednisolon und dem Behandlungsstandard bei der Behandlung von Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (STAMPEDE)

Endpunkt Docetaxel + Behandlungsstandard Behandlungsstandard allein
Anzahl der Patienten mitmetastasiertem Prostatakarzinom 3626251–73 7244340–48
Medianes Gesamtuberleben [Monate]
95 % КТ
Adjustierte Hazard Ratio 0,76
95 % KI (0,62 – 0,92)
p-Werta 0,005
-Oberleben ohne TherapieversagenbMedian [Monate] 20,4 12
95 % KI 16,8–25,2 9,6–12
Adjustierte Hazard Ratio 0,66
95 % KI (0,57–0,76)
p-Werta < 0,001

a: p-Wert berechnet aus dem Likelihood-Quotienten-Test und adjustiert fur alle Stratifikationsfaktoren (auBer Zentrum und geplante Hormontherapie) und stratifiziert nach Studienphase

b: -Oberleben ohne Therapieversagen (Failure-free survival): Zeit von der Randomisierung bis zum ersten Auftreten mindestens eines Ereignisses aus: biochemisches Versagen (definiert als ein PSA-Anstieg von 50 % uber dem 24-wochigen Nadir-Wert und uber 4 ng/ml sowie einer Bestatigung durch Retest oder Behandlung); Progression entweder lokal, in den Lymphknoten oder durch Fernmetastasen; skelettbezogenes Ereignis oder Tod durch Prostatakarzinom.

CHAARTED-Studie

Die Sicherheit und Wirksamkeit der Anwendung von Docetaxel zu Beginn einer Androgendeprivationstherapie (ADT) bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom wurden in einer randomisierten, multizentrischen Phase-III-Studie (CHAARTED) untersucht. Insgesamt wurden 790 mannliche Patienten in die beiden Behandlungsgruppen randomisiert.

  • ADT + Docetaxel 75 mg/m2 alle 3 Wochen uber 6 Zyklen mit Beginn der ADT

  • ADT allein

Das mediane Gesamtuberleben in der Docetaxel-Gruppe war signifikant langer als in der Gruppe mit ADT allein. Durch das Hinzufugen von Docetaxel zur Androgendeprivationstherapie verlangerte sich das mediane Gesamtuberleben um 13,6 Monate (HR = 0,61, 95 % KI = 0,47–0,80, p = 0,0003).

Die Wirksamkeitsergebnisse aus dem Docetaxel-Behandlungsarm gegenuber dem Kontrollarm sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst.

Wirksamkeit von Docetaxel und ADT bei der Behandlung von Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (CHAARTED)

Endpunkt Docetaxel + ADT ADT allein
Anzahl an Patienten 397 393
Medianes Gesamtuberleben [Monate] alle Patienten 57,6 44,0
95 % КТ 49,1–72,8 34,4–49,1
Adjustierte Hazard Ratio 0,61 –
95 % KI (0,47–0,80) –
p-Werta 0,0003 –
Progressionsfreies -Oberleben Median [Monate] 19,8 11,6
95 % KI 16,7–22,8 10,8–14,3
Adjustierte Hazard Ratio 0,60 –
95 % KI 0,51–0,72 –
p-Wert* < 0,0001 –
PSA-Ansprechen** nach 6 Monaten – n (%) 127 (32,0) 77 (19,6)
p-Werta* < 0,0001 –
PSA-Ansprechen** nach 12 Monaten – n (%) 110 (27,7) 66 (16,8)
p-Werta* < 0,0001 –
Zeit bis zum kastrationsresistenten
Prostatakarzinomb
Median [Monate] 20,2 11,7
95 % KI (17,2–23,6) (10,8–14,7)
Adjustierte Hazard Ratio 0,61 –
95 % KI (0,51 – 0,72) –
p-Werta* < 0,0001 –
Zeit bis zur klinischen Progressionc
Median [Monate] 33,0 19,8
95 % KI (27,3–41,2) (17,9–22,8)
Adjustierte Hazard Ratio 0,61 --
95 % KI (0,50 – 0,75) –
p-Werta* < 0,0001 –

a: Zeit bis Event-Variablen: Stratifizierter Log-Rank-Test Ansprechrate-Variablen: Exakter Fisher-Test

* p-Wert fur beschreibende Zwecke

** PSA-Ansprechen: Prostataspezifisches Antigen-Ansprechen: PSA-Wert < 0.2 ng/ml, gemessen an 2 aufeinanderfolgenden Messungen, die mind. 4 Wochen auseinander liegen.

b Zeit bis zum kastrationsresistenten Prostatakarzinom = Zeit von der Randomisierung bis zur PSA-Progression oder klinischen Progression (d. h. zunehmende symptomatische Knochenmetastasen, Progression gemaB Response Evaluation Criteria in Solid Tumours (RECIST) Kriterien oder klinische Verschlechterung aufgrund der Krebserkrankung gemaB Pruferbeurteilung), je nachdem, was zuerst auftritt.

c Zeit bis zur klinischen Progression = Zeit von der Randomisierung bis zur klinischen Progression (d.

h. zunehmende symptomatische Knochenmetastasen, Progression gemaB RECIST-Kriterien oder klinische Verschlechterung aufgrund der Krebserkrankung gemaB Pruferbeurteilung).

Adenokarzinom des Мagens

Es wurde eine multizentrische, offene, randomisierte Studie durchgefuhrt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Docetaxel bei der Behandlung von Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom des Magens einschlieBlich Adenokarzinom der gastroosophagealen -Obergangszone festzustellen, die keine vorhergehende Chemotherapie gegen ihre metastasierte Erkrankung erhalten hatten.

Insgesamt wurden 445 Patienten mit KPS > 70 entweder mit Docetaxel (T) (75 mg/m2 am Tag 1) in Kombination mit Cisplatin (C) (75 mg/m2 am Tag 1) und 5-Fluorouracil (F) (750 mg/m2 pro Tag uber

5 Tage) oder mit Cisplatin (100 mg/m2 am Tag 1) und 5-Fluorouracil (1000 mg/m2 pro Tag uber 5 Tage) behandelt. Die Dauer eines Behandlungszyklus betrug 3 Wochen fur den TCF-Arm und 4 Wochen fur den CF-Arm. Die mittlere Anzahl an Zyklen, die pro Patient verabreicht wurde, lag bei 6 (mit einer Streubreite von 1–16) fur den TCF-Arm im Vergleich zu 4 (mit einer Streubreite von 1–12) fur den CF-Arm. Primarer Endpunkt war die Zeit bis zur Progression (time to progression (TTP)). Die Risikoreduktion fur die Progression betrug 32,1 % und war verbunden mit einer signifikant langeren TTP (p = 0,0004) zugunsten des TCF-Arms. Auch das Gesamtuberleben war im TCF-Arm signifikant langer (p = 0,0201), verbunden mit einer Risikoreduktion fur die Mortalitat um 22,7 %. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit werden in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst:

Wirksamkeit von Docetaxel bei der Behandlung von Patienten mit Adenokarzinom des Magens

Endpunkt TCFn = 221 CFn = 224
Mediane TTP (Monate) (95 % CI)Hazard Ratio (95 % CI)*p-Wert 5,6(4,86–5,91) 3,7(3,45–4,47)
1,473(1,189–1,825)0,0004
Mediane -Oberlebensdauer (Monate) (95 % CI)2-Jahres-Abschatzung (%)Hazard Ratio (95 % CI)*p-Wert 9,2(8,38–10,58)18,4 8,6(7,16–9,46)8,8
1,293(1,041–1,606)0,0201
Gesamtansprechrate (CR+PR) (%) p-Wert 36,7 25,4
0,0106
Fortschreiten der Erkrankung als beste Gesamtansprechrate (%) 16,7 25,9

* Unstratifizierter log rank test.

Subgruppenanalysen uber Alter, Geschlecht und Rasse zeigten ubereinstimmend gunstigere Ergebnisse fur den TCF-Arm im Vergleich zu dem CF-Arm.

Eine aktualisierte Analyse der -Oberlebensdauer nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von

41,6 Monaten zeigte keinen statistisch signifikanten Unterschied mehr, favorisiert aber das TCF-Regime und zeigte, dass der Vorteil von TCF gegenuber CF am ausgepragtesten im Zeitraum zwischen 18 und 30 Monaten der Nachbeobachtungszeit beobachtet wird.

Insgesamt zeigten die Lebensqualitat (QoL) und der klinische Nutzen ubereinstimmend eine Verbesserung zugunsten des TCF-Arms. Patienten, die mit TCF behandelt wurden, weisen eine langere Zeit bis zu einer 5-prozentigen definitiven Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustandes nach dem QLQ-C30 Questionnaire (p = 0,0121) auf sowie eine langere Zeit bis zu einer definitiven Verschlechterung des „Karnofsky Performance Status“ (p = 0,0088) im Vergleich zu den Patienten, die mit CF behandelt wurden.

Kopf-Hals-Karzinome

  • Induktionschemotherapie, gefolgt von Strahlentherapie (TAХ 323)

    Die Sicherheit und Wirksamkeit von Docetaxel bei der Induktionstherapie von Patienten mit Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich (SCCHN) wurden in einer multizentrischen, offenen, randomisierten Phase-III-Studie (TAХ 323) ermittelt. In dieser Studie wurden 358 Patienten mit inoperablem lokal fortgeschrittenem SCCHN und einem „WHO Performance Status“ von 0 oder 1 randomisiert einem von zwei Behandlungsarmen zugeteilt. Patienten im Docetaxel-Arm erhielten

    75 mg/m2 Docetaxel (T), gefolgt von 75 mg/m2 Cisplatin (P), gefolgt von 750 mg/m2 5-Fluorouracil (F) pro Tag als kontinuierliche Infusion uber 5 Tage. Dieses Behandlungsregime wurde alle 3 Wochen uber 4 Zyklen gegeben, sofern mindestens ein geringfügiges Ansprechen (≥ 25 % Reduktion der zweidimensional gemessenen TumorgroBe) nach 2 Zyklen beobachtet wurde. Am Ende der Chemotherapie erhielten die Patienten, bei denen die Erkrankung nicht fortgeschritten war, fruhestens nach 4 Wochen und spatestens nach 7 Wochen uber 7 Wochen eine Strahlentherapie (RT) gemaB gultigen Richtlinien (TPF/RT). Patienten im Vergleichsarm erhielten 100 mg/m2 Cisplatin (P), gefolgt von 1000 mg/m2 5-Fluorouracil (F) pro Tag uber 5 Tage. Dieses Behandlungsregime wurde alle

    3 Wochen uber 4 Zyklen gegeben, sofern mindestens ein geringfügiges Ansprechen (≥ 25 % Reduktion der zweidimensional gemessenen TumorgroBe) nach 2 Zyklen beobachtet wurde. Am Ende der Chemotherapie erhielten die Patienten, bei denen die Erkrankung nicht fortgeschritten war, fruhestens nach 4 Wochen und spatestens nach 7 Wochen uber 7 Wochen eine Strahlentherapie gemaB gultigen Richtlinien (PF/RT). Die lokoregionale Strahlentherapie wurde entweder konventionell fraktioniert (1,8 Gy–2,0 Gy einmal am Tag, 5 Tage die Woche bei einer Gesamtdosis von 66 bis 70 Gy) oder mit akzelerierten/hyperfraktionierten Regimen (zweimal am Tag, mit einem Mindestabstand von 6 Stunden zwischen den Teildosen, 5 Tage die Woche) durchgefuhrt. Insgesamt wurden fur akzelerierte Regime 70 Gy und fur hyperfraktionierte Schemata 74 Gy empfohlen. Die operative Entfernung war im Anschluss an die Chemotherapie, vor oder nach der Strahlentherapie, moglich. Patienten im TPF-Arm erhielten eine antibiotische Prophylaxe mit Ciprofloxacin 500 mg oral zweimal taglich uber 10 Tage, beginnend am Tag 5 jedes Zyklus, oder eine vergleichbare Therapie. Der primare Endpunkt in dieser Studie, das progressionsfreie -Oberleben (PFS), war im TPF-Arm im Vergleich zum PF-Arm signifikant langer, p = 0,0042 (medianes progressionsfreies -Oberleben: 11,4 gegenuber 8,3 Monaten), bei einer

    insgesamt medianen Nachbeobachtungszeit von 33,7 Monaten. Auch die mediane Gesamtuberlebenszeit war signifikant langer im TPF-Arm im Vergleich zum PF-Arm (medianes Gesamtuberleben: 18,6 gegenuber 14,5 Monaten), verbunden mit einer Risikoreduktion von 28 % fur die Mortalitat, p = 0,0128. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit sind in der nachfolgenden Tabelle aufgefuhrt:

    Wirksamkeit von Docetaxel bei der Induktionstherapie von Patienten mit inoperablem lokal fortgeschrittenem SCCHN (Intent-to-Treat-Analyse)

    Endpunkt Docetaxel + Cis + 5-FUn = 177 Cis + 5-FUn = 181
    Medianes progressionsfreies -Oberleben (Monate) (95 % CI)Adjustierter Hazard Ratio (95 % CI)*p-Wert 11,4(10,1–14,0) 8,3(7,4–9,1)
    0,70(0,55–0,89)0,0042
    Mediane -Oberlebensdauer (Monate) (95 % CI)Hazard Ratio (95 % CI)**p-Wert 18,6(15,7–24,0) 14,5(11,6–18,7)
    0,72(0,56–0,93)0,0128
    Bestes Gesamtansprechen auf Chemotherapie (%) (95 % CI)***p-Wert 67,8(60,4–74,6) 53,6(46,0–61,0)
    0,006
    Bestes Gesamtansprechen auf Studienbehandlung [Chemotherapie +/- Radiotherapie] (%)(95 % CI)***p-Wert 72,3(65,1–78,8) 58,6(51,0–65,8)
    0,006
    Mediane Ansprechzeit auf Chemotherapie ± Radiotherapie (Monate)(95 % CI)Hazard Ratio (95 % CI)**p-Wert n = 12815,7(13,4–24,6) n = 10611,7(10,2–17,4)
    0,72(0,52–0,99)0,0457

    Eine Hazard Ratio von weniger als 1 favorisiert Docetaxel + Cisplatin + 5-FU.

    * Cox-Modell (Anpassung fur die Lokalisation des Primartumors, klinische T- und N-Stadien sowie WHO Performance Status).

    ** Log rank test.

    *** Chi-Quadrat-Test.

    Parameter zur Lebensqualitat

    Patienten, die mit TPF behandelt wurden, erfuhren eine signifikant geringere Verschlechterung ihres allgemeinen Gesundheitszustandes im Vergleich zu den Patienten, die mit PF behandelt wurden

    (p = 0,01; unter Benutzung der EORTC QLQ-C30-Skala).

    Parameter zum klinischen Nutzen

    Die fur Kopf-Hals-Karzinome entwickelte Skala „Performance Status Scale – Head and Neck“ (PSS-HN) zur Bestimmung der Sprachverstandlichkeit, der Fahigkeit, in der Offentlichkeit zu essen, und der Normalitat der Essgewohnheiten/Ernahrungsweise zeigte signifikant gunstigere Ergebnisse zugunsten TPF im Vergleich zu PF.

    Die mediane Zeit bis zur ersten Verschlechterung des „WHO Performance Status“ war im TPF-Arm signifikant langer im Vergleich zum PF-Arm. Der Schmerzintensitats-Score verbesserte sich wahrend der Behandlung in beiden Gruppen, was ein angemessenes Schmerzmanagement anzeigt.

  • Induktionschemotherapie, gefolgt von Chemoradiotherapie (TAХ 324)

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Docetaxel bei der Induktionstherapie von Patienten mit lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich (SCCHN) wurden in einer randomisierten, multizentrischen, offenen Phase-III-Studie (TAХ 324) ermittelt. In dieser Studie wurden 501 Patienten mit lokal fortgeschrittenem SCCHN und einem „WHO Performance Status“ von 0 oder 1 randomisiert einem von zwei Behandlungsarmen zugeteilt. Die Studienpopulation umfasste Patienten mit nicht resezierbarer Erkrankung, Patienten mit geringer Wahrscheinlichkeit einer chirurgischen Heilung

und Patienten, die einen Organerhalt anstrebten. Die Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit betraf ausschlieBlich die Endpunkte fur das -Oberleben, der Erfolg des Organerhaltes wurde nicht explizit erfasst.

Patienten im Docetaxel-Arm erhielten 75 mg/m2 Docetaxel (T) als intravenose Infusion am Tag 1, gefolgt von 100 mg/m2 Cisplatin (P), das als 30-minutige bis 3-stundige intravenose Infusion verabreicht wurde, gefolgt von einer kontinuierlichen intravenosen Infusion von 1000 mg/m2 5-Fluorouracil (F) von Tag 1 bis Tag 4. Die Behandlungszyklen wurden alle 3 Wochen uber 3 Zyklen wiederholt. Alle Patienten, die kein Fortschreiten der Erkrankung aufwiesen, sollten eine Chemoradiotherapie (CRT) gemaB Protokoll (TPF/CRT) erhalten. Patienten im Vergleichsarm erhielten 100 mg/m2 Cisplatin (P) als 30-minutige bis 3-stundige intravenose Infusion am Tag 1, gefolgt von einer kontinuierlichen intravenosen Infusion von 1000 mg/m2 5-Fluorouracil (F) pro Tag von Tag 1 bis Tag 5. Die Behandlungszyklen wurden alle 3 Wochen uber 3 Zyklen wiederholt. Alle Patienten, die kein Fortschreiten der Erkrankung aufwiesen, sollten eine CRT gemaB Protokoll (PF/CRT) erhalten.

Patienten in beiden Behandlungsarmen sollten nach der Induktionschemotherapie, fruhestens nach 3 Wochen und nicht spater als 8 Wochen nach dem Start des letzten Zyklus (Tag 22 bis Tag 56 des letzten Zyklus), eine CRT fur 7 Wochen erhalten. Wahrend der Strahlentherapie wurde wochentlich Carboplatin (AUC 1,5) als einstundige intravenose Infusion bei maximal 7 Dosen gegeben. Die

Bestrahlung wurde mittels einer Megavoltanlage mit einer einmal taglichen Fraktionierung (2 Gy pro Tag, 5 Tage pro Woche uber 7 Wochen, bei einer Gesamtdosis von 70–72 Gy) durchgefuhrt.

Operationen am Primartumor und/oder am Hals konnten jederzeit im Anschluss an die CRT in Betracht gezogen werden. Alle Patienten im Docetaxel-haltigen Studienarm erhielten prophylaktisch Antibiotika. Der primare Endpunkt fur die klinische Wirksamkeit in dieser Studie, das Gesamtuberleben (OS), war fur das Docetaxel-haltige Regime signifikant langer (log rank test, p = 0,0058) als fur PF (medianes OS: 70,6 gegenuber 30,1 Monaten), verbunden mit einer Risikoreduktion fur die Mortalitat um 30 % verglichen zu PF (Hazard Ratio [HR] = 0,70, 95 % Konfidenzintervall [CI] = 0,54–0,90) mit einer insgesamt medianen Nachbeobachtungszeit von 41,9 Monaten. Der sekundare Endpunkt, PFS, zeigte eine Risikoreduktion fur die Progression oder den Todesfall um 29 % und ein um 22 Monate verlangertes medianes PFS (35,5 Monate fur TPF und 13,1 fur PF). Dieses Ergebnis war ebenfalls statistisch signifikant mit einem HR von 0,71; 95 % CI 0,56–0,90; log rank test p = 0,004. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit sind in der nachfolgenden Tabelle aufgefuhrt:

Wirksamkeit von Docetaxel bei der Induktionstherapie von Patienten mit lokal fortgeschrittenem SCCHN (Intent-to-Treat-Analyse)

Endpunkt Docetaxel + Cis + 5-FU n = 255 Cis + 5-FU n = 246
Medianes Gesamtuberleben (Monate) 70,6 30,1
(95 % CI) (49,0–NA) (20,9–51,5)
Hazard Ratio 0,70
(95 % CI) (0,54–0,90)
*p-Wert 0,0058
Medianes PFS (Monate) 35,5 13,1
(95 % CI) (19,3–NA) (10,6 – 20,2)
Hazard Ratio 0,71
(95 % CI) (0,56–0,90)
**p-Wert 0,004
Bestes Gesamtansprechen (CR + PR)
auf Chemotherapie (%) 71,8 64,2
(95 % CI) (65,8–77,2) (57,9–70,2)
***p-Wert 0,070
Bestes Gesamtansprechen (CR + PR) auf
Studienbehandlung [Chemotherapie
+/- Chemoradiotherapie] (%) 76,5 71,5
(95 % CI) (70,8–81,5) (65,5–77,1)

0,209

***p-Wert

Eine Hazard Ratio von weniger als 1 favorisiert Docetaxel + Cisplatin + Fluorouracil.

* Nicht adjustierter log rank test.

** Nicht adjustierter log rank test, nicht adjustiert fur multiple Vergleiche.

*** Chi-Quadrat-Test, nicht adjustiert fur multiple Vergleiche. NA = nicht zutreffend

Kinder und Jugendliche

Die Europaische Arzneimittel-Agentur hat fur Docetaxel eine Freistellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen padiatrischen Altersklassen in Brustkrebs, nicht kleinzelligem Lungenkarzinom, Prostatakarzinom, Magenkarzinom, Kopf-Hals-Karzinome, ausgenommen Typ II und III des wenig differenzierten Nasopharyngealkarzinoms, gewahrt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

Pharmakokinetik

Resorption

Die Pharmakokinetik von Docetaxel wurde bei Krebspatienten nach Gabe von 20–115 mg/m2 in Phase-I-Studien ermittelt. Das kinetische Profil von Docetaxel ist dosisunabhangig. Die Pharmakokinetik folgt einem Dreikompartimentmodell mit Halbwertszeiten fur α-, β- und γ(-terminale)-Phasen von entsprechend 4 min, 36 min bzw. zwischen 11,1 Stunden und 17,5 Stunden bei einer Probennahme von bis zu 24 Stunden. Eine zusatzliche Studie zur Beurteilung der Pharmakokinetik von Docetaxel in ahnlichen Dosen (75 – 100 mg/m2) bei Patienten, jedoch uber ein langeres Zeitintervall (uber 22 Tage), ergab eine langere mittlere terminale Eliminationshalbwertszeit zwischen 91 und 120 Stunden.

Die spate Phase ist teilweise auf einen relativ langsamen Efflux von Docetaxel aus dem peripheren Kompartiment zuruckzufuhren.

Verteilung

Bei einer Gabe von 100 mg/m2 als einstundige i.v. Infusion betragt der Cmax-Wert 3,7 µg/ml und die AUC 4,6 µg/ml/h. Der anfanglich starke Abfall resultiert aus der Verteilung in periphere Bereiche, und die spate Phase kommt teilweise durch den relativ langsamen Ruckfluss aus den peripheren Bereichen zustande. Die Gesamtkorperclearance betragt 21 l/h/m2 und das Verteilungsvolumen im Steady State 113 l. Die interindividuellen Schwankungen der Gesamtkorperclearance betragen ca. 50 %. Docetaxel ist zu mehr als 95 % an Plasmaproteine gebunden.

Elimination

Bei drei Krebspatienten wurde eine Studie mit 14C-markiertem Docetaxel durchgefuhrt. Docetaxel wurde nach Cytochrom-P450-vermittelter oxidativer Metabolisierung der Tertiarbutylester-Gruppe innerhalb von sieben Tagen sowohl im Urin als auch in Faeces ausgeschieden, wobei 6 % der verabreichten Radioaktivitat im Urin und 75 % in Faeces festgestellt wurden. 80 % der in Faeces gefundenen Radioaktivitat tritt in den ersten 48 Stunden in Form eines inaktiven Haupt- und dreier inaktiver Nebenmetaboliten und nur einer kleinen Menge unveranderter Substanz auf.

Besondere Patientengruppen

Alter und Geschlecht

Eine Auswertung der pharmakokinetischen Daten von 577 Patienten zeigte kaum Unterschiede zu den aus Phase-I-Studien bekannten Ergebnissen. Die Pharmakokinetik von Docetaxel wird vom Alter oder Geschlecht der Patienten nicht beeinflusst.

Patienten mit verminderter Leberfunktion

Bei einer geringen Anzahl Patienten (n = 23) mit Laborwerten, die eine leichte bis moderate Leberfunktionsstorung vermuten lassen (ALT, AST ≥ 1,5-Fache der oberen Normalwerte, alkalische Phosphatase ≥ 2,5-Fache der oberen Normalwerte), ist die Clearance um ca. 27 % erniedrigt (siehe Abschnitt 4.2).

Flйssigkeitsretention

Bei Patienten mit leichter oder moderater Flussigkeitsretention ist die Clearance von Docetaxel unverandert. Fur Patienten mit starken Flussigkeitseinlagerungen liegen keine Daten vor.

Kombinationstherapie

Doxorubicin

In der Kombination beeinflusste Docetaxel die Clearance von Doxorubicin und den Plasmaspiegel von Doxorubicinol (einem Metaboliten von Doxorubicin) nicht. Die Pharmakokinetik von Docetaxel, Doxorubicin und Cyclophosphamid wurde nicht beeinflusst durch deren gleichzeitige Gabe.

Capecitabin

Phase-I-Studien, die die Auswirkungen von Capecitabin auf die Pharmakokinetik von Docetaxel und umgekehrt untersuchten, zeigten keinen Effekt von Capecitabin auf die Pharmakokinetik von Docetaxel (Cmax und AUC) und keinen Effekt von Docetaxel auf die Pharmakokinetik des Hauptmetaboliten von Capecitabin 5’-DFUR.

Cisplatin

Die Clearance von Docetaxel in der Kombinationstherapie mit Cisplatin war ahnlich der nach Monotherapie. Das pharmakokinetische Profil von kurz nach einer Docetaxel-Infusion gegebenem Cisplatin ist ahnlich dem von Cisplatin allein.

Cisplatin und 5-Fluorouracil

Die kombinierte Anwendung von Docetaxel, Cisplatin und 5-Fluorouracil bei 12 Patienten mit soliden Tumoren hatte keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik der jeweiligen einzelnen Arzneimittel.

Prednison und Dexamethason

Der Einfluss von Prednison auf die Pharmakokinetik von Docetaxel mit Standard-Dexamethason Pramedikation wurde bei 42 Patienten untersucht.

Prednison

Es wurde kein Einfluss von Prednison auf die Pharmakokinetik von Docetaxel beobachtet.

Pharmazeutische Angaben - Docetaxel 20 mg/ml

Liste der sonstigen Bestandteile

Polysorbat 80 Ethanol Citronensaure

  • InkompatiЬilitaten

    Das Arzneimittel darf, auBer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgefuhrten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

  • Dauer der HaltЬarkeit

    Ungeoffnete Durchstechflasche

    AbfullgroBe 20 mg/1 ml: 18 Monate

    AbfullgroBe 80 mg/4 ml: 2 Jahre

    AbfullgroBe 160 mg/8 ml: 2 Jahre

    Nach dem Offnen der Durchstechflasche

    Jede Durchstechflasche ist zur Einmalentnahme bestimmt. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden. Fur den Fall, dass es nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender fur die Dauer und Bedingungen der Aufbewahrung vor der Anwendung verantwortlich, die normalerweise 24 Stunden bei 2 bis 8 °C nicht uberschreiten sollten.

    Die chemische und physikalische In-use-Stabilitat konnte fur 4 Wochen bei 2 bis 8 °C gezeigt werden. Nach dem Hinzufugen in den Infusionsbeutel

    Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden. Fur den Fall, dass es nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender fur die Dauer und Bedingungen der Aufbewahrung vor der Anwendung verantwortlich, die normalerweise 24 Stunden bei 2 bis 8 °C nicht uberschreiten sollten, es sei denn das Arzneimittel wurde unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen verdunnt. Die chemische und physikalische In-use-Stabilitat konnte in Polyolefin-Beuteln fur 72 Stunden bei 2 bis 8 °C und fur 8 Stunden bei 25 °C gezeigt werden.

    Die Docetaxel-Infusionslosung ist ubersattigt und kann daher nach einiger Zeit auskristallisieren. Wenn Kristalle sichtbar werden, darf die Losung nicht mehr verwendet werden und ist zu verwerfen.

  • Besondere Vorsichtsma8nahmen fiir die AufЬewahrung

    Nicht uber 25 °C lagern.

    In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schutzen. Nicht einfrieren.

    Lagerungsbedingungen des verdunnten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

  • Art und Inhalt des Behältnisses

    Durchstechflasche aus Klarglas (Typ I) mit Chlorbutyl-Gummistopfen, Aluminiumsiegel und einem

    Flip-off-Verschluss aus Kunststoff, die 1 ml Konzentrat enthalt.

    Durchstechflasche aus Klarglas (Typ I) mit Chlorbutyl-Gummistopfen, Aluminiumsiegel und einem

    Flip-off-Verschluss aus Kunststoff, die 4 ml Konzentrat enthalt.

    Durchstechflasche aus Klarglas (Typ I) mit Chlorbutyl-Gummistopfen, Aluminiumsiegel und einem

    Flip-off-Verschluss aus Kunststoff, die 8 ml Konzentrat enthalt. Jede Faltschachtel enthalt eine Durchstechflasche.

    Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.

  • Besondere Vorsichtsma8nahmen fiir die Beseitigung und sonstige Hinweise zur HandhaЬung

    Bei der Zubereitung der Docetaxel-Losungen sollten die beim Umgang mit Zytostatika erforderlichen VorsichtsmaBnahmen getroffen werden. Das Tragen von Schutzhandschuhen wird empfohlen.

    Bei Kontaminationen der Haut mit Docetaxel-Konzentrat oder der Infusionslosung muss umgehend mit Seife und Wasser grundlich gereinigt werden. Bei Kontamination der Schleimhaut mit Docetaxel-Konzentrat oder der Infusionslosung muss sofort mit viel Wasser gespult werden.

    Zubereitung zur intravenosen Anwendung

    Zubereitung der lnfusionslдsung

    Andere Arzneimittel, die Docetaxel enthalten und aus 2 Durchstechflaschen Ьestehen (Konzentrat und Losungsmittel), diirfen NICHT zusammen mit diesem Arzneimittel verwendet werden:

    • Docetaxel AqVida 20 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslosung, welches nur 1 Durchstechflasche mit 1 ml (20 mg/1 ml) enthalt.

    • Docetaxel AqVida 20 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslosung, welches nur 1 Durchstechflasche mit 4 ml (80 mg/4 ml) enthalt.

    • Docetaxel AqVida 20 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslosung, welches nur 1 Durchstechflasche mit 8 ml (160 mg/8 ml) enthalt.

    Docetaxel AqVida 20 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslosung erfordert KEINE vorherige Verdiinnung mit einem Losungsmittel und kann unmittelЬar zur Infusionslosung hinzugefiigt werden.

    Jede Durchstechflasche ist zur Einmalentnahme bestimmt und sollte sofort verwendet werden.

    Falls die Durchstechflaschen im Kuhlschrank aufbewahrt wurden, sollte die erforderliche Anzahl der Packungen Docetaxel-Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslosung vor der Anwendung fur

    5 Minuten bei 20–25 °C stehen gelassen werden.

    Um die erforderliche Dosis fur den Patienten zu erhalten, konnen mehrere Durchstechflaschen Docetaxel-Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslosung notig sein. Die erforderliche Menge von Docetaxel-Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslosung ist aseptisch mit einer graduierten Spritze mit einer 21-G-Kanule zu entnehmen.

    Jeder ml des Arzneimittels enthalt 20 mg Docetaxel.

    Das erforderliche Volumen von Docetaxel-Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslosung muss einem 250-ml-Infusionsbeutel oder einer Infusionsflasche mit einer einzigen Injektion („one shot“) zugegeben werden, welche(r) eine 5-prozentige Glucoselosung oder eine isotonische Natriumchloridlosung zur Infusion enthalt.

    Falls eine groBere Dosis als 190 mg Docetaxel benotigt wird, ist ein groBeres Volumen an Infusionsmedium zu verwenden, so dass eine Konzentration von 0,74 mg/ml Docetaxel nicht uberschritten wird.

    Mischen Sie den Inhalt des Infusionsbeutels bzw. der Infusionsflasche per Hand durch Hin-und-her-Kippen.

    Die Infusionslosung in dem Infusionsbeutel sollte innerhalb von 8 Stunden bei 25 °C, einschlieBlich der einstundigen Infusion beim Patienten, verwendet werden.

    Auch wenn die Kontaktzeit sehr kurz ist, wird aus Sicherheitsgrunden nur die Verwendung von PVC-freien Schlauchen und Infusionssets empfohlen.

    Wie bei allen parenteral zu verabreichenden Arzneimitteln sollte die Docetaxel-Infusionslosung vor Gebrauch visuell uberpruft werden. Losungen, die einen Niederschlag enthalten, sollten verworfen werden.

    Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

  • Weblinks

    Packungen und Preis

    Docetaxel AqVida 20mg/ml 1 DSF 4ml N1
    Preis
    416,67 €
    Zuzahlung
    10,00 €

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.
    Docetaxel AqVida 20mg/ml 1 DSF 4ml
    Preis
    -
    Zuzahlung
    -

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.

    Quellen

    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
    Rote Liste

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