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Präparate

MONOPROST 50 Mikrogramm/ml Augentropfen, Lösung

Wechselwirkungen-Liste
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

MONOPROST 50 Mikrogramm/ml Augentropfen, Lösung

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Augentropfen, Lösung

Hersteller

Thea Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.4.2025
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Fachinfo - MONOPROST 50 Mikrogramm/ml

Anwendungsgebiete

Zur Senkung des erhöhten Augeninnendrucks bei erwachsenen Patienten mit Offenwinkelglaukom und okulärer Hypertension.

Dosierung

Dosierung

Empfohlene Dosierung bei Erwachsenen (einschließlich älterer Patienten):

Die empfohlene Therapie ist ein Tropfen einmal täglich in das/die betroffene/n Auge/n. Eine optimale Wirkung wird erreicht, wenn MONOPROST am Abend angewendet wird.

MONOPROST sollte nur einmal täglich angewendet werden, da eine häufigere Anwendung die augendrucksenkende Wirkung vermindert.

Falls eine Dosis vergessen wurde, sollte die Behandlung mit der nächsten Dosis normal weitergeführt werden.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von MONOPROST wurde bei Kindern unter 18 Jahren bislang nicht nachgewiesen. Es liegen keine Daten mit MONOPROST vor.

Art der Anwendung

Anwendung am Auge.

Um eine eventuelle systemische Resorption zu minimieren, wird, wie bei anderen Augentropfen auch, empfohlen, den Tränensack unter dem inneren Augenwinkel für eine Minute zu komprimieren (punktueller Verschluss). Dies sollte unmittelbar nach jeder Instillation eines Tropfens erfolgen.

Kontaktlinsen sollten vor dem Eintropfen der Augentropfen herausgenommen werden und können nach 15 Minuten wieder eingesetzt werden.

Bei einer Therapie mit verschiedenen topischen Ophthalmika sollten diese jeweils im Abstand von mindestens 5 Minuten angewendet werden.

Die Patienten sollten angewiesen werden, den Kontakt der Flaschenspitze mit dem Auge oder den das Auge umgebenden Bereich zu vermeiden.

Dieses Arzneimittel ist eine sterile Lösung, die kein Konservierungsmittel enthält.

Die Patienten sollten darüber informiert werden, dass Augenlösungen bei unsachgemäßer Anwendung mit Bakterien kontaminiert werden können, die Augeninfektionen auslösen können. Schwere Schäden am Auge bis hin zum Verlust der Sehkraft können die Folge der Verwendung kontaminierter Lösungen sein.

Die Patienten sollten wie folgt instruiert werden:

Vor dem ersten Gebrauch:

  • Überprüfen Sie bitte, dass die manipulationssichere Kappe intakt ist. Dann schrauben Sie die manipulationssichere Kappe fest auf, um die Flasche zu öffnen.

  • Waschen Sie Ihre Hände gründlich und entfernen Sie die Kappe von der Flaschenspitze. Drücken Sie mehrmals nach unten mit der Flasche auf den Kopf, um den Pumpmechanismus zu aktivieren, bis der erste Tropfen erscheint. Dieser Vorgang gilt nur für die erste Anwendung und wird bei den nächsten Anwendungen nicht notwendig sein.

  1. Vor jedem Gebrauch waschen Sie Ihre Hände gründlich und entfernen Sie die Kappe von der Flaschenspitze. Vermeiden Sie jeglichen Kontakt der Flaschenspitze mit den Fingern.

  2. Platzieren Sie den Daumen auf dem Vorsprung am oberen Teil der Flasche und den Zeigefinger an der Unterseite der Flasche. Dann legen Sie auch Ihre Mittelfinger auf den zweiten Vorsprung am Boden der Flasche. Halten Sie die Flasche auf dem Kopf.

  3. Bei der Anwendung neigen Sie Ihren Kopf leicht nach hinten und halten die Pipette senkrecht über das Auge. Mit dem Zeigefinger der anderen Hand ziehen Sie das untere Augenlid leicht nach unten. Der dabei erzeugte Raum wird unterer Bindehautsack genannt.

    Vermeiden Sie den Kontakt der Flaschenspitze mit Finger oder Auge.

    Um einen Tropfen in den unteren Bindehautsack des betroffenen Auges (bzw. der betroffenen Augen) zu bringen, drücken Sie kurz und fest auf die Flasche. Durch die automatische Dosierung wird mit jedem Drücken genau ein Tropfen freigegeben.

    Wenn der Tropfen nicht abfällt, schütteln Sie die Flasche sanft, um den verbleibenden Tropfen von der Spitze zu entfernen. In diesem Fall wiederholen Sie Schritt 3.

  4. Durch nasolacrimale Okklusion oder Schließen der Augenlider für eine Minute, wird die systemische Absorption reduziert. Dies kann zu einer Abnahme der systemischen Nebenwirkungen und Erhöhung der lokalen Aktivität führen.

  5. Schließen Sie die Spitze der Flasche unmittelbar nach Gebrauch mithilfe der Kappe.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen im Abschnitt 6.1 aufgeführten Bestandteile.

Warnhinweise

Latanoprost kann durch Vergrößerung des braunen Pigmentanteils der Iris die Augenfarbe langsam verändern. Die Patienten sollten vor Behandlungsbeginn über mögliche dauerhafte Veränderungen ihrer Augenfarbe informiert werden. Eine unilaterale Behandlung kann eine bleibende Heterochromie zur Folge haben.

Die Veränderung der Augenfarbe wurde vorwiegend bei Patienten mit gemischtfarbiger Iris, d. h. blau-braun, grau-braun, gelb-braun oder grün-braun, beobachtet. In Studien zu Latanoprost setzte die Veränderung im Allgemeinen innerhalb der ersten acht Behandlungsmonate ein, selten wurde sie im zweiten oder dritten Jahr beobachtet und nicht mehr nach dem vierten Behandlungsjahr. Die Progressionsrate einer Irispigmentierung verringert sich im Lauf der Zeit und ist bis zum fünften Jahr stabil. Die Auswirkungen einer erhöhten Pigmentierung über mehr als fünf Jahre wurden nicht ausgewertet. In einer offenen Unbedenklichkeitsstudie zu Latanoprost über fünf Jahre entwickelten 33 % der Patienten eine Irispigmentierung (siehe Abschnitt 4.8). Die Veränderung der Irisfarbe ist in den meisten Fällen geringfügig und wird klinisch oft nicht wahrgenommen. Die Inzidenz bei Patienten mit gemischtfarbiger Iris lag zwischen 7 und 85 %, wobei die höchste Inzidenz bei gelb-brauner Iris beobachtet wurde. Bei Patienten mit homogen blauen Augen wurde keine Veränderung, bei Patienten mit homogen grauen, grünen oder braunen Augen wurde eine verstärkte Irispigmentierung nur selten beobachtet.

Die Veränderung der Augenfarbe wird durch einen erhöhten Melaningehalt in den stromalen Melanozyten der Iris verursacht – die Anzahl der Melanozyten selbst nimmt nicht zu. Die braune Pigmentierung breitet sich typischerweise konzentrisch um die Pupille gegen die Peripherie der betroffenen Augen aus, es können aber auch die ganze Iris oder Teile davon bräunlicher werden. Nach Absetzen der Behandlung wurde keine weitere Zunahme der braunen Iris-Pigmentierung beobachtet. Bisher war sie in klinischen Studien weder von anderen Symptomen noch von pathologischen Veränderungen begleitet.

Muttermale oder Sommersprossen der Iris wurden durch die Behandlung nicht verändert. In klinischen Studien wurde bisher keine Pigmentansammlung im Trabekelwerk oder an anderer Stelle in der Vorderkammer des Auges beobachtet.

Die fünfjährige klinische Erfahrung zeigte bisher keine negativen klinischen Folgen der Irispigmentierung, und die Behandlung mit Latanoprost kann auch bei Auftreten einer Irispigmentierung fortgesetzt werden.

Die Patienten sollten jedoch regelmäßig untersucht werden und wenn die klinische Situation es rechtfertigt, kann die Behandlung mit Latanoprost abgebrochen werden.

Beim chronischen Winkelblockglaukom, bei pseudophaken Patienten mit Offenwinkelglaukom und beim Pigmentglaukom sind die Erfahrungen mit Latanoprost begrenzt. Beim entzündlich bedingten Glaukom, beim Neovaskularisationsglaukom, bei entzündlichen Prozessen am Auge oder beim angeborenen Glaukom liegen keine Erfahrungen vor. Latanoprost hat keine oder nur geringe Wirkung auf die Pupille.

Erfahrungen über den Einsatz von Latanoprost beim akuten Winkelblockglaukom fehlen. Latanoprost sollte daher in diesen Situationen bis zum Vorliegen weiterer Untersuchungsergebnisse nur mit Vorsicht angewendet werden.

Zum perioperativen Einsatz von Latanoprost in der Kataraktchirurgie liegen nur begrenzte Erfahrungen vor. Latanoprost ist bei diesen Patienten mit Vorsicht anzuwenden.

Bei Patienten mit einer Vorgeschichte einer Herpes-Keratitis sollte Latanoprost mit Vorsicht eingesetzt werden und sollte in Fällen einer aktiven Herpes Simplex Keratitis und bei Patienten mit einer rezidivierenden Herpes-Keratitis, insbesondere in Verbindung mit Prostaglandinanaloga, vermieden werden.

Über Makulaödeme wurde berichtet (siehe Abschnitt 4.8), vorwiegend bei aphaken Patienten, pseudophaken Patienten mit gerissener Hinterkapsel oder Vorderkammerlinse oder bei Patienten mit bekannten Risikofaktoren für das Auftreten eines zystoiden Makulaödems (z. B. diabetische Retinopathie und Netzhautvenenthrombosen). Bei aphaken Patienten, pseudophaken Patienten mit gerissener Hinterkapsel oder Vorderkammerlinse oder bei Patienten mit bekannten Risikofaktoren für das Auftreten eines zystoiden Makulaödems sollte Latanoprost mit Vorsicht angewendet werden.

Bei Patienten mit bekannten Risikofaktoren für das Auftreten einer Iritis/Uveitis ist Latanoprost mit Vorsicht anzuwenden.

Erfahrungen bei Patienten mit Asthma liegen begrenzt vor, jedoch wurde nach Markteinführung in einigen Fällen über Verstärkung von bestehendem Asthma und/oder Atemnot berichtet. Daher müssen Asthma-Patienten mit Vorsicht behandelt werden, bis weitere Erfahrungen vorliegen (siehe auch Abschnitt 4.8).

Eine periorbitale Entfärbung der Haut wurde, vorwiegend bei Patienten japanischer Herkunft, beobachtet. Die bislang vorliegenden Erkenntnisse zeigen, dass die periorbitale Entfärbung der Haut nicht dauerhaft ist und in einigen Fällen auch unter Fortführung der Behandlung mit Latanoprost reversibel war.

Durch Latanoprost können sich allmählich die Wimpern und Flaumhaare am behandelten Auge und in dessen Umgebung verändern. Es kann zu Veränderungen wie längere, dickere oder mehr Wimpern oder Haare sowie deren erhöhter Pigmentierung kommen und das Wachstum der Wimpern kann fehlgerichtet sein. Derartige Veränderungen an den Wimpern sind nach Absetzen der Behandlung reversibel.

MONOPROST enthält Macrogolglycerolhydroxystearat (Hydriertes Rizinusöl-Polyoxyl) das Hautreaktionen auslösen kann. Es liegen keine Langzeituntersuchungen über die Unbedenklichkeit dieses Hilfsstoffs vor.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Abschließende Erfahrungen zu Wechselwirkungen mit anderen Mitteln liegen nicht vor.

Es gibt Berichte über paradoxe Erhöhungen des Augeninnendrucks nach der gleichzeitigen Gabe von zwei Prostaglandinanaloga am Auge. Daher wird die Anwendung von zwei oder mehreren Prostaglandinen, Prostaglandinanaloga oder Prostaglandinderivaten nicht empfohlen.

Schwangerschaft

Fertilität

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf eine Wirkung von Latanoprost auf die männliche oder weibliche Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

Schwangerschaft

Die Sicherheit der Anwendung dieses Arzneimittels in der Schwangerschaft ist nicht belegt. Möglicherweise besitzt es risikoreiche pharmakologische Wirkungen auf den Verlauf der Schwangerschaft, das Ungeborene oder das Neugeborene. MONOPROST sollte deshalb in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Stillzeit

Latanoprost und dessen Metaboliten können in die Muttermilch übergehen. Deswegen sollte MONOPROST bei stillenden Frauen nicht angewendet werden oder es sollte abgestillt werden.

Fahrtüchtigkeit

Zur Wirkung dieses Arzneimittels auf die Fahrtüchtigkeit wurden keine Studien durchgeführt. Wie bei anderen Augenpräparaten kann die Instillation von Augentropfen zu einer vorübergehenden Trübung der Sicht führen. Bis sich dies wieder normalisiert hat, sollten Patienten nicht Auto fahren und keine Maschine bedienen.

Nebenwirkungen

  1. Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

    Die meisten Nebenwirkungen wurden im Bereich des Sehapparates beobachtet. In einer offenen Verträglichkeitsstudie zu Latanoprost über fünf Jahre entwickelten 33 % der Patienten eine Irispigmentierung (siehe Abschnitt 4.4). Weitere Nebenwirkungen am Auge sind im Allgemeinen von vorübergehender Dauer und treten unmittelbar bei der Anwendung auf.

  2. Auflistung der Nebenwirkungen

    Die Nebenwirkungen und ihre Häufigkeiten hier im Folgenden aufgeführt, sind die für das Referenzprodukt (Referenzarzneimittel) beschriebenen. Die Nebenwirkungen werden durch folgende Häufigkeiten eingestuft: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10),

    gelegentlich (≥1/1.000, <1/100), selten (≥1/10.000, <1/1.000), sehr selten (<1/10.000)

    und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

    Systemorganklasse Sehr häufig≥1/10 Häufig≥1/100, <1/10 Gelegentlich≥1/1.000,<1/100 Selten≥1/10.0000,<1/1.000 Sehr selten<1/10.000
    Infektionen und parasitäre Erkrankungen Herpes-Keratitis*§
    Erkrankungen des Nervensystems Kopf-schmerzen*; Benommen-heit*
    Augenerkrankungen Hyperpigmenti erung der Iris, leichte bis mittel-schwere Bindehaut-hyperämie; Augenreizung (Brennen, Jucken, Stechen und Fremdkörper-gefühl); Veränderunge n der Wimpern und Flaumhaare des Augenlids (länger, dicker, erhöhte Pigmentie-rung undhöhere Anzahl von Wimpern) meist symptomfreie, punktförmige Keratitis, Blepharitis, Schmerz-gefühl im Auge, Photo-phobie, Konjunktivitis* Augenlidödem, trockenes Auge, Keratitis*, verschwomme nes Sehen, Makulaödem einschließlich zystoides Makulaödem*, Uveitis* Iritis*, Hornhaut-ödem*, Hornhaut-erosion, peri-orbitales Ödem, Trichiasis*, Distichiasis, Iriszyste*§, lokal begrenzte Hautreaktion en auf dem Augenlid, Dunkel-färbung der Lidhaut Periorbitale Veränderungen sowie Verän-derungen des Augenlids, die zu einer Vertiefung des Oberlidsulkus führten
    Herzerkrankungen Angina pectoris, Palpitationen* Instabile Angina pectoris
    Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Asthma* Atemnot* Verstärkung von be-stehendem Asthma
    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Übelkeit* Erbrechen*
    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Ausschlag Juckreiz
    Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Myalgie*; Arthralgie*
    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden amVerabreichungsort Brust-schmerzen*

    * UAW nach dem Inverkehrbringen

    § Berechnung der UAW-Frequenz gemäß „Dreierregel“

  3. Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen Nicht zutreffend.

  4. Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Daten für MONOPROST für diese Patientengruppe vor.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Bei Überdosierung von MONOPROST sind, abgesehen von Augenreizungen und Bindehauthyperämien, keine Nebenwirkungen am Auge bekannt.

Sollte MONOPROST versehentlich eingenommen werden, können folgende Informationen von Nutzen sein: Eine Flasche für eine 1-monatige Behandlungsdauer enthält 125 Mikrogramm Latanoprost und eine Flasche für eine 3-monatige Behandlungsdauer enthält 300 Mikrogramm Latanoprost.

Mehr als 90 % werden während der ersten Leberpassage metabolisiert. Eine intravenöse Infusion von 3 Mikrogramm/kg verursachte bei gesunden Probanden durchschnittliche Plasmakonzentrationen, die 200-mal höher waren als während einer klinischen Behandlung und verursachte keine Symptome. Jedoch verursachte eine Dosis von 5,5 bis 10 Mikrogramm/kg Übelkeit, abdominale Schmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Hitzegefühl und Schwitzen. Affen wurde Latanoprost intravenös in Dosen bis zu

500 Mikrogramm/kg infundiert, ohne dass deutliche Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System beobachtet werden konnten.

Die intravenöse Anwendung von Latanoprost wurde bei Affen von einer vorübergehenden Verengung der Bronchien begleitet. Dagegen verursachte das 7-Fache der empfohlenen Dosis von MONOPROST oberflächlich an den Augen angewendet keine Bronchokonstriktion bei Patienten mit Bronchialasthma.

Eine Überdosierung von MONOPROST sollte symptomatisch behandelt werden.

Pharmakologische Eigenschaften - MONOPROST 50 Mikrogramm/ml

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: GLAUKOMMITTEL UND MIOTIKA; Prostaglandinanaloge,

ATC-Code: S 01E E01

Wirkmechanismus:

Der Wirkstoff Latanoprost, ein Prostaglandin-F2α-Analogon, ist ein selektiver prostanoider FP-Rezeptor-Agonist, der den Augeninnendruck durch Steigerung des Kammerwasserabflusses senkt.

Studien bei Tieren und Menschen zeigten, dass der Hauptwirkmechanismus ein gesteigerter uveo-skleraler Abfluss ist, zusätzlich wurde beim Menschen auch eine gewisse Steigerung des Kammerwasserabflusses durch einen verminderten Abflusswiderstand beschrieben.

MONOPROST ist eine Augentropfen-Lösung, die frei von Konservierungsmitteln ist, die in einer Mehrdosenflasche mit Pumpe angeboten wird.

Pharmakodynamische Wirkung:

Die Senkung des Augeninnendrucks beginnt beim Menschen etwa 3 bis 4 Stunden nach der Anwendung und erreicht die maximale Wirkung nach 8 bis 12 Stunden. Die Druckminderung wird für mindestens 24 Stunden aufrechterhalten.

Zentrale klinische Studien haben die Wirksamkeit von Latanoprost als Monopräparat gezeigt. Zusätzlich wurden klinische Studien zur Kombinationstherapie durchgeführt. Diese beinhalten Studien, die zeigen, dass Latanoprost in Kombination mit beta-adrenergen Antagonisten (Timolol) wirksam ist.

Kurzzeitstudien (1 bis 2 Wochen) deuten darauf hin, dass Latanoprost in Kombination mit adrenergen Agonisten (Dipivalyl-Epinephrin) oder oralen Carboanhydrasehemmern (Acetazolamid) additiv und mit cholinergen Agonisten (Pilocarpin) zumindest teilweise additiv wirkt.

Klinische Studien haben gezeigt, dass Latanoprost die Kammerwasserproduktion nicht signifikant beeinflusst. Für Latanoprost konnte kein Einfluss auf die Blut-Kammerwasser-Schranke festgestellt werden.

In Studien mit Affen hatte Latanoprost in klinischen Dosierungen keinen oder nur einen vernachlässigbaren Effekt auf die intraokulare Blutzirkulation. Jedoch kann bei oberflächlicher Anwendung eine leichte bis mäßig ausgeprägte Hyperämie der Bindehaut oder Episklera des Auges auftreten.

Mittels Fluoreszeinangiographie konnte gezeigt werden, dass eine chronische Behandlung mit Latanoprost an Affenaugen, bei denen eine extrakapsuläre Linsenextraktion vorgenommen worden war, keinen Einfluss auf die Blutgefäße der Retina hatte.

Während einer Kurzzeitbehandlung verursachte Latanoprost beim Menschen keinen Fluoreszeinaustritt in den Hinterabschnitt von pseudophaken Augen.

In klinischen Dosierungen wurden keine signifikanten Wirkungen von Latanoprost auf das kardiovaskuläre oder respiratorische System beobachtet.

Klinische Unbedenklichkeit und Wirksamkeit

In einer dreimonatigen, randomisierten, für den Ermittler verblindeten Studie, wurde MONOPROST ohne Konservierungsstoff mit dem 0,005%igen Latanoprost Referenzprodukt mit Konservierungsstoff an 404 okulär hypertensiven oder glaukomatösen Patienten untersucht. Der primäre Endpunkt der Studie war die Änderung des Augeninnendrucks zwischen dem Behandlungsbeginn und Tag 84.

Am Tag 84 war die Verminderung des Augeninnendrucks durch MONOPROST -8,6 mmHg z.B. -36%. Dies entspricht dem des 0,005%igen Latanoprost Referenzprodukt mit Konservierungsstoff.

Betroffenes Auge (mITT -Gruppe) MONOPROST Referenzprodukt
Ausgangswerte (D0) n Mittelwert± SD 18924,1 ± 1,8 16424,0 ± 1,7
D84 n Mittelwert± SD 18515,4 ± 2,3 16215,0 ± 2,0
Änderung des Mittelwerts (D0 - D84) n Mittelwert± SD[95% CI] 185-8,6 ± 2,6[-9,0 ; -8,3] 162-9,0 ± 2,4[-9,4 ; -8,7]
Statistische Analyse E (SE) [95%CI] 0,417 ± 0,215[-0,006; 0,840]

Diese dreimonatige Studie zeigte die folgenden Nebenwirkungen von MONOPROST und des Referenzproduktes beziehungsweise Latanoprost: Reizung/Brennen/Stechen nicht durch die Instillation ausgelöst (am Tag 84 6,8 % für MONOPROST und 12,9 % für das Referenzprodukt Latanoprost) und Bindehauthyperämie (am Tag 84 21,4 % für MONOPROST und 29,1 % für das Referenzprodukt Latanoprost). Hinsichtlich systemischer Nebenwirkungen wurden keine wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Behandlungsgruppen beobachtet.

Pharmakokinetik

Latanoprost (MG 432,58) ist ein Isopropylester-Prodrug, das pharmakologisch inaktiv ist. Nach der Hydrolyse zur Säure wird Latanoprost biologisch aktiv.

Absorption:

Das Prodrug wird gut durch die Cornea absorbiert und wird komplett während der Hornhautpassage ins Kammerwasser hydrolysiert.

Distribution:

Studien beim Menschen weisen darauf hin, dass die maximale Konzentration im Kammerwasser etwa zwei Stunden nach der topischen Anwendung erreicht wird. Nach einer örtlichen Applikation am Affenauge wird Latanoprost primär im vorderen Augenabschnitt, in der Bindehaut und im Gewebe der Augenlider verteilt. Nur sehr kleine Mengen erreichen den hinteren Augenabschnitt.

In einer dreimonatigen, cross-over, randomisierten Pilotstudie in 30 hypertensiven oder Glaukoma-Patienten wurde das Plasmaniveau von Latanoprost gemessen und 30 Minuten nach der Instillation hatten nahezu alle Patienten Werte, die unter den LOQ (40 pg/ml) sanken.

Biotransformation und Elimination:

Die Säure von Latanoprost wird im Auge praktisch nicht metabolisiert. Der Hauptmetabolismus findet in der Leber statt. Die Halbwertszeit im Plasma beträgt beim Menschen 17 Minuten. Die Hauptmetaboliten, 1,2-Dinor- und 1,2,3,4-Tetranor-Metaboliten, weisen in Tierversuchen keine oder nur eine schwache biologische Aktivität auf und werden hauptsächlich über den Harn ausgeschieden.

Pharmazeutische Angaben - MONOPROST 50 Mikrogramm/ml

Liste der sonstigen Bestandteile

Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph. Eur.) 40 Sorbitol (Ph. Eur.)

Carbomer 974P Macrogol 4000 Natriumedetat (Ph. Eur.)

Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung) Wasser für Injektionszwecke.

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre.

Nach Anbruch: 1 Monat im Falle der 2,5 ml Flasche; 3 Monate im Falle der 6 ml Flasche.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern.

Nach Anbruch: Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Art und Inhalt des Behältnisses

2,5 ml (mindestens 70 konservierungsmittelfreie Tropfen- für eine Behandlung von 1 Monat) oder 6 ml (mindestens 190 konservierungsmittelfreie Tropfen- für eine Behandlung von 3 Monaten) Mehrdosenflasche (HDPE) einschließlich einer Pumpe mit einem ergonomischen Easygrip-Modul und einer manipulationssicheren Kappe (HDPE).

Packungsgrößen:

Karton mit einer 2,5 ml Flasche. Karton mit einer 6 ml Flasche

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Weblinks

Packungen und Preis

MONOPROST 50 Mikrogramm/ml Augentropf. 2,5ml N1
Preis
35,45 €
Zuzahlung
21,22 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
MONOPROST 50 Mikrogramm/ml Augentropf. 6ml
Preis
71,30 €
Zuzahlung
49,61 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
MONOPROST 50 Mikrogramm/ml Augentropf. 2,5ml
Preis
-
Zuzahlung
-

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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