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Präparate

Nilox midi Nitroxolin 150 mg Weichkapseln

Wechselwirkungen-Liste
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Nilox midi Nitroxolin 150 mg Weichkapseln

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Weichkapsel

Hersteller

CNP Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.6.2016
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Fachinfo - Nilox 150 mg

Anwendungsgebiete

Akute und chronische Infektionen der

ableitenden Harnwege

(z.B. Cystitis, Urethritis, Ureteritis) mit Nitroxolin-empfindlichen Bakterien und Sprosspilzen. Rezi-divprophylaxe.

Dosierung

Akute Harnwegsinfekte: Soweit nicht anders verordnet, nehmen Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene 3 x täglich eine Kapsel Nilox® midi ein.

Bei chronischen Harnwegsinfekten und zur Rezidivprophylaxe empfiehlt sich die tägliche Einnahme von 1-

2 Kapseln Nilox® midi.

Nilox® midi Kapseln sollten über den Tag verteilt mit einem Glas Wasser möglichst vor den Hauptmahlzeiten einge-nommen werden. Bei besonderer Magen-empfindlichkeit kann die Einnahme auch 1-2

Stunden nach einer Mahlzeit erfolgen.

Zur Rezidivprophylaxe empfiehlt sich die Einnahme abends vor der Nachtruhe.

Gegenanzeigen

Nilox® midi darf nicht eingenommen werden

  • bei Überempfindlichkeit gegenüber Nitroxolin, Sojaöl, Ponceau 4R (E124) oder einem der sonstigen Bestandteile von Nilox® midi.

  • bei schweren Nieren-und Leberfunktionsstö-rungen.

    Zur Anwendung in

    Schwangerschaft und Stillzeit, siehe Ab-schnitt 4.6.

Warnhinweise

Bei längerfristiger Anwendung sollten die Leberwerte regelmäßig kontrolliert werden.

Sojaöl und Ponceau 4R (E124) können sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

Sonstige Hinweise: Nitroxolin ist von gelber Farbe. Da der Wirkstoff über den Urin ausgeschieden wird, führt dies zu einer unbedenklichen Gelbfär-bung des Harns. Verfär-bungen der Unterwäsche werden bei normalem Waschvorgang wieder entfernt. Wäsche aus Synthetikfasern sollte während einer Behandlung mit Nilox® midi vor-sorglich nicht getragen werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Aufgrund theoretischer Überlegungen kann bei gleichzeitiger Einnahme hochdosierter Mineral-

stoffpräparate mit

Nilox® midi ein hemmender Einfluss auf die Wirksamkeit von Nitroxolin nicht ausgeschlossen werden.

  • Fertilität,

  • Schwangerschaft

    Schwangerschaft

    Es liegen keine klinischen Daten zu einer Anwendung von Nitroxolin in der Schwangerschaft vor. Tierexperimentelle Studien zur

    Reproduktionstoxizität von Nitroxolin wurden nicht durchgeführt (siehe 5.3). Aufgrund der vorliegenden Daten zur Toxikologie kann jedoch ein neurotoxi-sches Risiko für den Fe-tus/ Embryo nicht generell ausgeschlossen werden (siehe 5.3).

    Daher darf Nilox® midi in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn aufgrund der individuellen Resistenzsituation (Antibiogramm) eine zwingende Indikation vorliegt.

    Stillzeit

    Da keine Daten zum Übertritt in die Muttermilch vorliegen, soll Nilox® midi während der Stillzeit nicht angewendet werden. Beim gestillten Säugling ist die Möglichkeit einer Beeinflussung der physiologischen Darmflora mit Durchfall oder Sprosspilzbe-siedlung zu beachten. An die Möglichkeit einer Sensibilisierung sollte gedacht werden.

    Fahrtüchtigkeit

    Nach bisherigen Erfahrungen hat

    Nitroxolin im

    Allgemeinen keinen Einfluss auf die Kon-zentrations- und Reaktionsfähigkeit. Sehr selten können allerdings Nebenwirkungen wie Schwindel und Gang-unsicherheit auftreten (siehe 4.8), die zu Risiken bei der Ausübung der genannten Tätig-keiten führen können.

    Nebenwirkungen

    Häufig (≥ 1 % - < 10 %) können gastrointestinale Beschwerden (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Di-arrhoe) auftreten. Diese Erscheinungen gehen meist während der Behandlung zurück und erfordern im Allgemeinen keinen Therapieabbruch. Gelegentlich (≥ 0,1 % - < 1 %) treten allergische Hauterscheinungen (Rötung, Jucken) auf, die entweder passager sind oder sich nach Absetzen des Präparates zurückbilden.

    Selten (≥ 0,01 % - < 0,1 %) wurden unter der Therapie allergische Blutbildveränderungen (Thrombozytopenie) beo-bachtet.

    Sehr selten (< 0,01 %) können neurologische

    Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Kopfschmerz, Schwindel und

    Gangunsicherheit auftreten.

    Hinweis:

    Der Wirkstoff Nitroxolin hat eine intensiv gelbe Farbe. Selten (≥ 0,01 % -

    < 0,1 %) kann es zu ei-ner geringfügigen Ausscheidung der Wirksubstanz mit dem Schweiß kommen. Dies kann zu einer unbedenklichen und vorü-bergehenden Gelbfärbung von Haut, Haaren und Nägeln führen. Sehr selten (< 0,01 %) ist auch eine vorübergehende Gelbfärbung der Skleren möglich.

    Sojaöl und Ponceau 4R (E124) können sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

    Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

    Die Meldung des

    Verdachts auf

    Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

    ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

    Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden

    Verdachtsfall einer

    Nebenwirkung dem

    Bundesinstitut für

    Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

    Überdosierung

    Trotz der vielfältigen Anwendung von Nitroxolin ist erst ein Fall einer akuten (in suizidaler Absicht herbeigeführten) Überdosierung mit 5.000 mg Nitroxolin bekannt geworden. Zum Zeitpunkt ihrer stationären Auf-nahme war die Patientin

    müde, jedoch bewusst-seinsklar und voll orientiert. Es wurden keine weiteren Intoxi-kationssymptome festgestellt. Ohne dass weitere Maßnahmen er-griffen wurden, erholte sich die Patientin.

    Pharmakologische Eigenschaften - Nilox 150 mg

    Pharmakodynamik

    ATC-Code: J01XX07

    Pharmakotherapeutische Gruppe: Harnwegstherapeutikum

    Nitroxolin ist ein Antibiotikum mit

    antibakteriellen und antimykotischen Eigenschaften.

    Nitroxolin ist ein Chelatbildner für zweiwertige Kationen. In therapeutisch erreichbaren Konzentra-tionen wirkt die Substanz vorwiegend bakteriostatisch gegenüber den meisten gramnegativen und

    grampositiven bakte-riellen Erregern von Harnwegsinfektionen. Auf Grund des

    Wirkmechanismus (Komple-xierung von zweiwertigen Kationen) ist

    Resistenzbildung in Form von Einschrittmutationen unwahrscheinlich.

    Das Wirkspektrum umfasst ferner mykotische

    Erreger, so z.B. humanpathogene Arten der Gattung Candida. Dabei beruht der

    Wirkmechanismus auf einer selektiven Hemmung bestimmter Enzyme, insbesondere der RNA-Polymerase.

    Subinhibitorische Konzentrationen (kleiner MHK/32) inhibieren bereits die bakterielle Adhäsion. Da dies der zentrale und initiie-rende Schritt einer Harnwegsinfektion ist, eignet sich Nitroxolin zur Infektions- und Rezidivprophylaxe.

    Als Grenzwerte für die minimalen Hemmkonzentrationen (MHK) gelten: empfindlich: ≤ 8 mg/l resistent: ≥ 16 mg/l

    In der folgenden Tabelle sind klinisch relevante Erreger auf Grund von in vitro Daten als empfind-

    lich oder resistent eingestuft.

    Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf der Zeit variieren. Deshalb sind – insbe-sondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen - lokale Informationen über die

    Resistenzsituation erforderlich.

    Die Angaben machen nur eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit, ob Mikroorganismen gegen-über Nitroxolin empfindlich sind oder nicht.

    I. Üblicherweise empfindliche Spezies:
    Staphylococcus aureus
    Staphylococcus epidermidis
    ß-hämolytische Streptokokken
    Citrobacter spp.
    Enterobacter spp.
    Escherichia coli
    Klebsiella oxytoca
    Morganella morganii
    Proteus mirabilis
    Proteus vulgaris
    Providencia spp.
    Mycoplasma hominis
    Ureaplasma urealyticum
    Candida albicans
    Candida (Torulopsis) glabrata
    Candida guillermondii
    Candida kefir
    Candida krusei
    Candida parapsilosis
    Candida pseudotropicalis
    Candida tropicalis
    II. Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können:
    Enterococcus spp.
    Koagulase-negative Staphylokokken
    Acinetobacter spp.
    Klebsiella pneumoniae
    Serratia spp.
    III. Von Natur aus resistente Spezies:
    Burkholderia cepacia1)
    Pseudomonas spp.
    Stenotrophomonas maltophilia1)

    1) früher Pseudomonas

    Pharmakokinetik

    Oral appliziertes Nitroxolin wird rasch und nahezu vollständig im Darm resorbiert. 15 –

    30 Minuten nach einer oralen Gabe von 200 mg Nitroxolin ist der Wirk-stoff im Blut nachweisbar. Maximale Plasmaspiegel werden

    nach 1 – 1,5 Stunden erreicht.

    Wirksame Serum- oder Gewebespiegel werden nicht nachgewiesen, mit Ausnahme der Prostata, in der nach höherer Dosierung therapeutisch wirksame Nitroxolin-Spiegel gefunden wurden. Die Plasmaeiweißbindung beträgt ca. 10 %.

    Die Elimination erfolgt größtenteils renal, überwiegend in Form von glucuronierten und sulfatierten Konjugaten. Die mittlere

    Halbwertszeit im Urin beträgt ca. 2 Stunden. Bei mäßig einge-schränkter Nierenfunktion (Krea-tinin im Serum bei

    2 mg/100 ml) erfolgt die Ausscheidung zeitlich verzögert, klinisch wirksame Urinspiegel werden jedoch erreicht. Bei stärkerer

    Niereninsuffizienz (Kreatinin im Serum

    > 2 mg/100 ml) ist die Elimination von

    Nitroxolin und damit die klinische Wirksamkeit nicht mehr

    gewährleistet.

    Unter extremen Bedingungen (z.B. Sauna) kann Nitroxolin in geringen Mengen auch über den Schweiß ausgeschieden werden.

    Im Urin werden nach 1 –

    2 Stunden

    bakteriologisch aktive Konzentrationen erreicht.

    Bioverfügbarkeit

    Eine im Jahr 1975 durchgeführte Bioverfügbarkeitsuntersuchung an 6 Probanden ergab für freies Nitroxolin folgende mittlere Urinspiegelverläufe nach Gabe von 150 mg Nitroxolin (Konzentrations-Zeit-Diagramm):

    Pharmazeutische Angaben - Nilox 150 mg

    Liste der sonstigen Bestandteile

    Gelbes Wachs, hydriertes Sojaöl (Ph. Eur.), partiell hydriertes Sojaöl (DAB), entölte Phospholipide aus Sojabohnen, mittelket-tige Triglyceride, 3-Ethoxy-4-hydroxybenzaldehyd, 1-

    (4-Methoxyphenyl)etha-non, Gelatine, Glycerol, gereinigtes Wasser,

    Titandioxid (E 171), Ponceau 4R (E 124).

    Inkompatibilitäten

    bisher keine bekannt

    Dauer der Haltbarkeit

    Nilox® midi Kapseln sind

    2 Jahre haltbar.

    Nach Ablauf des Verfalldatums soll das Arzneimittel nicht mehr angewandt werden.

  • Besondere

    Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

    Nicht über 25 °C lagern.

  • Art und Inhalt des Behältnisses

    PVC/Aluminium-Blisterpackungen in Faltschachteln

    Packungsgrößen:

    10 Weichkapseln

    20 Weichkapseln

    50 Weichkapseln

    100 Weichkapseln

    Es werden möglicherweise nicht alle

    Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

  • Besondere Vorsichtsmaß-nahmen für die Beseitigung

  • Keine besonderen Anfor-derungen

    Weblinks

    Packungen und Preis

    Nilox midi Nitroxolin 150 mg, 20 Weichkapseln
    Preis
    33,68 €
    Zuzahlung
    5,00 €

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.
    Nilox midi Nitroxolin 150 mg, 50 Weichkapseln N2
    Preis
    61,64 €
    Zuzahlung
    6,16 €

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.
    Nilox midi Nitroxolin 150 mg, 10 Weichkapseln
    Preis
    -
    Zuzahlung
    -

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.

    Quellen

    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
    Rote Liste

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