Doppel Spalt compact, 500 mg / 50 mg Tabletten
Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
- ausgenommen Kombinationen aus einem Analgetikum mit Naloxon;
- ausgenommen Kombinationen aus einem nichtsteroidalen Antirheumatikum (NSAR) mit einem Protonenpumpenhemmer (PPI) bei Patienten mit hohem gastroduodenalen Risiko, bei denen die Behandlung mit niedrigeren Dosen des NSAR und/oder PPI nicht ausreichend ist;
- ausgenommen Kombinationen aus einem nichtsteroidalen Antirheumatikum (NSAR) mit Lokalanästhetika zum Einbringen in eine Operationswunde
- ausgenommen Kombinationen mit Mydriatika
Bei nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist, von der genannten Ausnahme ab…
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Doppel 500 mg / 50 mg
Falls nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene:
1 Tablette (entsprechend 500 mg Acetylsali-cylsäure und 50 mg Coffein)
Die Einzeldosis kann, falls erforderlich, in Abständen von 4-8 Stunden bis zu 3 x täg-lich eingenommen werden.
Die Tabletten mit reichlich Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) einnehmen.
Nicht auf nüchternen Magen einnehmen.
Doppel Spalt compact soll längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden
Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre dürfen das Arzneimittel nicht einnehmen (siehe Abschnitt 4.3).
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Überempfindlichkeit gegenüber Acetylsali-cylsäure oder einem der sonstigen Be-standteile von Doppel Spalt compact;
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wenn in der Vergangenheit gegen Salicy-late oder andere nichtsteroidale Entzün-dungshemmer mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise allergisch reagiert wurde;
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gastrointestinale Blutungen oder Perfora-tion (Magen- oder Darmdurchbruch) in der Vorgeschichte, die durch eine vorherige Therapie mit NSAR bedingt waren;
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aktive oder in der Vorgeschichte bekannte Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre / Haemorrhagie mit mindestens zwei un-verkennbaren Episoden von erwiesener Ulzeration oder Blutungen;
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krankhaft erhöhte Blutungsneigung;
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Leber- und Nierenversagen;
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schwere Herzinsuffizienz;
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Kombination mit Methotrexat 15 mg oder mehr pro Woche;
-
Schwangerschaft im dritten Trimester.
Sowie darf nicht angewendet werden von:
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Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre.
Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei Patienten mit
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Überempfindlichkeit gegen andere Ent-zündungshemmer / Antirheumatika oder andere allergene Stoffe;
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Allergien (z. B. mit Hautreaktionen, Juck-reiz, Nesselfieber) oder Asthma, Heu-schnupfen, Nasenschleimhautschwellun-gen (Nasenpolypen), chronischen Atem-wegserkrankungen;
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eingeschränkter Leber - und Nierenfunk-tion;
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Bluthochdruck und/oder Herzinsuffizienz in der Anamnese: vor Behandlungsbeginn der Arzt bzw. der Apotheker zu befragen. Im Zusammenhang mit einer NSAR-Be-handlung wurde über Flüssigkeitseinlage-rung und Ödeme berichtet.
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Anstehenden Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. Zahnextrak-tionen): Es kann zu verstärkter Blutungs-neigung kommen
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bei Hyperthyreose (Gefahr der Coffein Ne-benwirkungen)
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bei Arrhythmien (Gefahr der Verstärkung von Tachykardien und Extrasystolen)
-
bei Angstsyndromen (Gefahr der Verstär-kung)
Gastrointestinale Wirkungen
Die gleichzeitige Gabe von Acetylsalicyl-säure und anderen NSAR einschließlich COX-2-selektiven Inhibitoren sollte vermie-den werden.
Während der Behandlung mit allen NSAR sind schwerwiegende gastrointestinale Blu-tungen, Geschwüre oder Perforationen, auch mit letalem Ausgang, zu jedem Zeit-punkt der Therapie mit oder ohne Warnsig-nale oder früheren schwerwiegenden gas-trointestinalen Nebenwirkungen, berichtet worden.
Bei älteren Menschen kommt es unter NSAR-Therapie häufiger zu unerwünschten Wirkungen, insbesondere Blutungen und Perforationen im Gastrointestinaltrakt, die lebensbedrohlich sein können.
Patienten mit einer Anamnese gastrointesti-naler Toxizität, insbesondere in höherem Al-ter, sollen jedes ungewöhnliche Symptom im Magen-Darm-Bereich (vor allem gastroin-testinale Blutungen) melden, insbesondere zu Beginn einer Therapie.
Vorsicht ist bei Patienten geboten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt wer-den, die das Risiko für Ulzera oder Blutun-gen erhöhen können, wie z. B. orale Korti-koide, Antikoagulanzien wie z. B. Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibi-toren oder Thrombozyten-Aggregations-hemmer wie z. B. Acetylsalicylsäure in ge-ringen Dosen zur Behandlung kardiovas-kulärer Erkrankungen.
Beim Auftreten von gastrointestinalen Blu-tungen oder Ulzera soll die Behandlung mit Acetylsalicylsäure abgebrochen werden.
Das Risiko einer gastrointestinalen Blutung, Ulzeration und Perforation erhöht sich mit ansteigender Dosis der NSAR, für Patienten
mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere in Verbindung mit den Komplikationen Blu-tung oder Perforation (siehe Kapitel 4.3 Ge-genanzeigen) und für ältere Patienten. Die-se Patientengruppen sollten einleitend mit der niedrigsten möglichen Dosis behandelt werden. Eine Behandlung mit NSAR in Kombination mit protektiven Arzneimitteln (z. B. Misoprostol oder Protonen-Pumpen-Hemmer) sollte in diesen Fällen in Erwä-gung gezogen werden. Dies gilt auch für Patienten, die gleichzeitig andere Arzneimit-tel einnehmen, die das Risiko gastro-intestinaler Nebenwirkungen erhöhen (siehe Kapitel 4.5 Wechselwirkungen).
Sonstige Hinweise
Bei dauerhafter Einnahme von Schmerzmit-teln können Kopfschmerzen auftreten, die zu erneuter Einnahme führen und damit wie-derum eine Fortdauer der Kopfschmerzen bewirken können.
Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nie-renversagens (Analgetika-Nephropathie) führen. Dieses Risiko ist besonders groß, wenn mehrere verschiedene Schmerzmittel kombiniert eingenommen werden.
Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei Patienten, die bereits zu geringer Harn-aussäurescheidung neigen, kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.
Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird (s. Abschnitt 4.2).
Bei Anwendung von NSAR können durch gleichzeitigen Genuss von Alkohol wirkstoff-bedingte Nebenwirkungen, insbesondere solche, die den Gastrointestinaltrakt oder das zentrale Nervensystem betreffen, verstärkt werden.
Bei hohem Fieber, Anzeichen einer Sekun-därinfektion oder Anhalten der Symptome über mehr als drei Tage, muss der Arzt konsultiert werden.
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Acetylsalicylsäure
Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöh-tem Nebenwirkungsrisiko:
-
Antikoagulantien, (z.B. Warfarin, Heparin): erhöhtes Blutungsrisiko (Kontrolle der Blutgerinnung).
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Thrombozytenaggregationshemmer (z.B. Ticlopidin, Clopidogrel), oder nicht-steroi-dale Antiphlogistika/Analgetika, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer und orale Glukokortikoide: Erhöhung des Risi-kos für gastrointestinale Ulzera und Blu-tungen.
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Digoxin.
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Antidiabetika: Der Blutzuckerspiegel kann sinken.
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Methotrexat.
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Valproinsäure. Abschwächung der Wirkung:
Doppel Spalt compact
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Diuretika (in Dosierungen ab 3g Acetyl-salicylsäure pro Tag und mehr).
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ACE -Hemmer (in Dosierungen ab 3g Ace-tylsalicylsäure pro Tag und mehr).
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Urikosurika (z. B. Probenecid, Benzbrom-aron).
Coffein
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wirkt antagonistisch gegenüber den sedativen Wirkungen von Substanzen wie Barbiturate, Anthistaminika etc.
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wirkt synergistisch gegenüber den tachy-karden Wrkungen von Sympathikomime-tika, Thyroxin etc.
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kann die analgetische Potenz von Parace-tamol und einigen nichtsteroidalen Anti-phlogistika steigern
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setzt die Ausscheidung von Theophyllin herab
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erhöht das Abhängigkeitspotenzial von Substanzen vom Typ des Ephedrin
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Orale Kontrazeptiva, Cimetidin und Disulfi-ram vermindern den Coffein-Abbau in der Leber, Barbiturate und Rauchen be-schleunigen ihn.
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Gyrasehemmer des Chinoloncarbon-säure-Typs können die Elimination von Coffein und seinem Abbauprodukt Para-xanthin verzögern.
Salicylate und Coffein sind plazentagängig und treten in die Muttermilch über.
Schwangerschaft:
Eine Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryonale/fetale Entwicklung negativ be-einflussen.
Daten aus epidemiologischen Studien wei-sen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastro-schisis nach der Anwendung eines Prosta-glandinsynthesehemmers in der Früh-schwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.
Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem prä- und post-implantärem Ver-lust und zu embryo-fetaler Letalität führt. Ferner wurden erhöhte Inzidenzen verschiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthe-sehemmer erhielten.
Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann die Anwendung von Acetylsalicylsäure ein durch eine fötale Nierenfunktionsstörung ausgelöstes Oligohydramnion verursachen. Dies kann kurz nach Beginn der Behandlung auftreten und ist in der Regel nach Absetzen der Behandlung reversibel. Zusätzlich wurden Fälle berichtet, bei denen nach der Behandlung im zweiten Schwangerschaftstrimester eine Verengung des Ductus arteriosus auftrat, wobei sich diese in den meisten Fällen nach dem Absetzen der Behandlung zurückgebildet hat.
Somit sollte Acetylsalicylsäure während des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimesters nur gegeben werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Falls Acetylsalicylsäure von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden, oder wenn es während des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimesters angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.
Nach einer mehrtägigen Einnahme von Acetylsalicylsäure ab der 20.
Schwangerschaftswoche sollte eine pränatale Überwachung hinsichtlich eines Oligohydramnions und einer Verengung des Ductus arteriosus in Betracht gezogen werden. Acetylsalicylsäure sollte abgesetzt werden, wenn ein Oligohydramnion oder eine Verengung des Ductus arteriosus festgestellt wird.
Während des dritten Schwanger-schaftstrimesters können alle Prostaglandinsynthesehemmer den Fetus folgenden Risiken aussetzen:
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kardiopulmonale Toxizität (vorzeitige Verengung/vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonale Hypertonie);
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Nierenfunktionsstörung (siehe oben);
die Mutter und das Neugeborene, am Ende der Schwangerschaft, folgenden Risiken aussetzen:
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mögliche Verlängerung der Blutungs-zeit, ein thrombozyten-aggregati-onshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann;
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Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder ver-längerten Geburtsvorganges.
Daher ist Acetylsalicylsäure während des dritten Schwangerschaftstrimesters kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Stillzeit:
Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Wirkungen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei kurz-fristiger Anwendung der empfohlenen Dosis eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderlich sein. Bei längerer Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen sollte dennoch abgestillt werden.
Jedoch kann das Befinden und das Verhal-ten des Säuglings durch mit der Muttermilch aufgenommenes Coffein beeinträchtigt wer-den.
Fertilität
Es existiert eine gewisse Evidenz dafür, dass Arzneistoffe, die die Cyclooxygenase/-Prostagladinsynthese hemmen, die weib-liche Fertilität über eine Wirkung auf die Ovulation beeinträchtigen können. Dies ist nach Absetzen der Behandlung reversibel.
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Die Aufzählung der folgenden unerwünsch-ten Wirkungen umfasst alle bekannt ge-wordenen Nebenwirkungen unter der Be-handlung mit Acetylsalicylsäure, auch sol-che unter hoch dosierter Langzeittherapie bei Rheumapatienten. Die Häufigkeitsanga-ben, die über Einzelfälle hinausgehen, beziehen sich auf die kurzzeitige Anwen-dung bis zu Tagesdosen von maximal 3 g Acetylsalicylsäure.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu-grundegelegt:
| Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10 |
| Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100 |
| Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000 |
| Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000 |
| Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000 |
| Nicht bekannt:Häufigkeit auf Grundlage der ver-fügbaren Daten nicht abschätzbar |
Häufig:
Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbren-nen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen Selten:
Magen- Darmblutungen, die sehr selten zu einer Eisenmangelanämie führen können. Magen-Darmgeschwüre, unter Umständen mit Blutung und Perforation, insbesondere bei älteren Patienten. Bei abdominalen Schmerzen, Teerstuhl oder Hämatemesis wird der Patient aufgefordert Acetyl-salicylsäure abzusetzen und sofort den Arzt zu informieren.
Sehr selten:
Erhöhungen der Leberwerte wurden beob-achtet.
Erkrankungen des Nervensystems: Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Kopf-schmerzen, Schwindel, gestörtes Hörver-mögen, Ohrensausen (Tinnitus) und mentale Verwirrung können Anzeichen einer Überdosierung sein. Herz-Kreislaufsystem:Tachykardie
Erkrankungen des Blutes:Blutungen wie z.B. Nasenbluten, Zahn-fleischbluten oder Hautblutungen mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten.
Selten bis sehr selten sind auch schwer-wiegende Blutungen wie z. B. intracerebrale Blutungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit Antikoa-
Doppel Spalt compact
gulantien berichtet worden, die in Ein-zelfällen lebensbedrohlich sein können.
Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen wie HautreaktionenSelten:
Überempfindlichkeitsreaktionen eventuell mit Blutdruckabfall, Anfälle von Atemnot, anaphylaktischem Schock, Quincke-Ödeme vor allem bei Asthmatikern.
Erkrankungen der Haut:Sehr selten:
schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung (z.B. Ery-thema exsudativum multiforme).
Mit einer Intoxikation muss bei älteren Per-sonen und vor allem bei Kleinkindern ge-rechnet werden (therapeutische Überdosie-rung oder häufige versehentliche Intoxikatio-nen können bei ihnen tödlich wirken).
Die Symptome einer Überdosierung von Doppel Spalt compact setzen sich aus den Symptomen der Intoxikationen mit den Ein-zelstoffen zusammen.
Acetylsalicylsäure: Svmptomatologie:
Mäßige Intoxikation:
Tinnitus, Hörstörungen, Kopfschmerzen und Vertigo werden in allen Fällen von Über-dosierung festgestellt und können durch Reduzierung der Dosierung rückläufig sein.
Schwere Intoxikation:
Fieber, Hyperventilation, Ketose, respirato-rische Alkalose, metabolische Azidose, Koma, kardiovaskulärer Schock, Atem-versagen, schwere Hypoglykämie.
Notfallbehandlung:
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Magenspülung und Verabreichung von Aktivkohle
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Überwachung des Säure-Basen-Haushal-tes
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forcierte alkalische Diurese (Urin-pH-Wert 7,5 - 8) bei Plasmasalicylatkonzentration >
500 mg/l (3,6 mmol/l) (Erwachsene)
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Hämodialyse bei schwerer Intoxikation;
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Überwachung der Serum-Elektrolyte, Er-satz von Flüssigkeitsverlusten
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weitere symptomatische Behandlung
Coffein:
Vergiftungssymptome können ab 1 g Coffein auftreten, wenn es in kurzer Zeit aufge-nommen wird. Es können zentralnervöse Symptome wie Krampfanfälle und Herz-Kreislauf-Reaktionen (Tachykardie, Myo-kardschäden) auftreten. Neben der Durch-führung einer Magenspülung und der Gabe von Akivkohle erfolgt die symptomatische Behandelung der Symptome.
Meldung des Verdachts auf Nebenwir-kungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwir-kungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine konti-nuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-
Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Me-dizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - Doppel 500 mg / 50 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Nerven-system, andere Analgetika und Antipyretika ATC-Code: N02BA01
Acetylsalicylsäure gehört zur Gruppe der säurebildenden nichtsteroidalen Antiphlo-gistika mit analgetischen, antipyretischen und antiphlogistischen Eigenschaften. Ihr Wirkungsmechanismus beruht auf der irre-versiblen Hemmung von Cyclo-Oxygenase-Enzymen, die an der Prostaglandinsynthese beteiligt sind
Acetylsalicylsäure in oralen Dosierungen zwischen 0,5 und 1,0 g wird angewendet zur Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen und bei erhöhter Temperatur, wie z.B. bei Erkältung oder Grippe, zur Temperatursenkung und zur Behandlung von Gelenk – und Muskelschmerzen.
Es wird ebenfalls zur Behandlung akuter und chronisch entzündlicher Erkrankungen wie z.B. rheumatoide Arthritis, Ostheoarthri-tis und Spondylitis ankylosans angewendet. Dafür werden generell hohe Dosierungen von 4 bis 8 g pro Tag auf mehrere Einzeldo-sen verteilt benutzt.
Acetylsalicylsäure hemmt außerdem die Thrombozytenaggregation, da sie die Syn-these von Thromboxan A2 in den Thrombozyten blockiert. Dafür werden bei verschiedenen kardiovaskulären Indikatio-nen Dosierungen von 75 bis 300 mg täglich eingesetzt.
Coffein ist ein Xanthinderivat, dass in thera-peutischen Dosen vorwiegend als Antago-nist an Adenosinrezeptoren wirkt. Dadurch wird die hemmende Wirkung des Adenosins auf das ZNS vermindert. Es hebt kurzfristig Ermüdungserscheinungen beim Menschen auf und steigert die analgetische Potenz der Acetylsalicylsäure.
Nach oraler Verabreichung wird Acetylsali-cylsäure schnell und vollständig aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Während und nach der Resorption wird Acetylsalicyl-säure in ihren aktiven Hauptmetaboliten Sa-licylsäure umgewandelt. Die maximalen Plasmaspiegel von Acetylsalicylsäure und Salicylsäure werden nach 10-20 Minuten beziehungsweise 0,3-2 Stunden erreicht.
Sowohl Acetylsalicylsäure als auch Salicyl-säure werden weitgehend an Plasmapro-teine gebunden und schnell in alle Teile des Körpers verteilt. Salicylsäure tritt in die Mut-termilch über und ist plazentagängig.
Salicylsäure wird vor allem durch Metaboli-sierung in der Leber eliminiert; die Metabo-liten sind Salicylursäure, Salicylphenolglucu-
ronid, Salicylacylglucuronid, Gentisinsäure und Gentisursäure.
Die Eliminationskinetik von Salicylsäure ist dosisabhängig, da der Metabolismus durch die Kapazität der Leberenzyme begrenzt wird. Die Eliminationshalbwertzeit variiert daher und liegt nach niedrigen Dosen zwi-schen 2 bis 3 Stunden, während sie nach hohen Dosen bis zu etwa 15 Stunden be-trägt. Salicylsäure und ihre Metaboliten wer-den vor allem über die Nieren ausgeschie-den.
Coffein zeigt eine Resorptionshalbwertszeit von 2-13 min und wird nach oraler Gabe rasch und nahezu vollständig resorbiert. Enteral aufgenommenes Coffein ist prak-tisch vollständig bioverfügbar. Maximale Plasmaspiegel werden innerhalb von 30-40 min erreicht. Die Plasmaproteinbindung liegt zwischen 30 und 40%. Das Verteilungsvolu-men beträgt 0,52-1,06 l/kg. Coffein verteilt sich in alle Kompartimente, passiert rasch die Blut-Hirn- und die Plazentaschranke und tritt in die Muttermilch über. Die Eliminati-onshalbwertszeit liegt zwischen 4,1 und 5,7 h, sie zeigt jedoch starke inter- und intrain-dividuelle Schwankungen. Coffein und seine Metabolite werden vorwiegend renal elimi-niert. 1-Methylharnsäure (12-38%), 1-Me-thylxanthin (8-19%) und 5-Acetylamino-6-amino-3-methyl-uracil (15%) sind die Haupt-metabolite. Weniger als 2% Coffein er-scheint unverändert im Urin. 2-5% des Cof-feins werden über die Faeces ausgeschie-den. Als Hauptmetabolit erscheint hier 1,7-Dimethylharnsäure.
Bei Neugeborenen ist die Plasmahalbwerts-zeit auf bis zu 100h verlängert.