Präparate

Myopridin® Injektionslösung

Verschreibungsinformationen
Arzneimittel ist nicht auf der Liste.
Rezeptpflichtig
Keine Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Myopridin® Injektionslösung
Gluten: Nein
Laktose: Nein
Injektionslsg.
Strathmann GmbH & Co. KG
SmPC
lock
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Anwendungsgebiete


Bei zentralen und peripheren Muskelspasmen, Lumbalgie, Torticollis, allgemeinen Muskelschmerzen bei Erwachsenen.

Dosierung


Im Allgemeinen beträgt die empfohlene durchschnittliche Dosierung zur Akutbehandlung 1- bis 3-mal täglich 1 Ampulle als i.m. Injektion.
Physiotherapie
Zur Erleichterung von physiotherapeutischen Maßnahmen und zur Verbesserung ihrer Ergebnisse werden 1 bis 2 Ampullen eine halbe bis eine ganze Stunde vor der Behandlung intramuskulär verabreicht.
Kinder und Jugendliche
Es liegen keine Daten vor.

Gegenanzeigen


• Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Pridinolmesilat oder einem der sonstigen Bestandteile
• Glaukom
• Prostatahypertrophie
• Syndrome mit Harnverhalt
• Obstruktionen im Bereich des Magen-Darm-Kanals
• Herzrhythmusstörungen

Das Arzneimittel ist im ersten Trimenon der Schwangerschaft kontraindiziert.

Warnhinweise


Myopridin hat nie zu Gewöhnungs- oder Abhängigkeitsphänomenen geführt. Bei Patienten mit schwerer Nieren- und/ oder Leberinsuffizienz ist das Arzneimittel mit Vorsicht zu verabreichen, da mit einem höheren und/oder länger anhaltenden Blutspiegel gerechnet werden muss.
Für einige Patienten (Verdacht auf Kreislaufschwäche, angioneurotische Labilität) kann es sinnvoll sein, den Patienten nach der i.m. Injektion eine gewisse Zeit (10 Minuten) in der horizontalen Lage zu halten. Besondere Vorsicht ist am ersten Behandlungstag geboten.
Kinder und Jugendliche
Es liegen keine Daten vor.
Hinweis zu Natrium
Myopridin Injektionslösung enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Wechselwirkungen


Myopridin verstärkt die Wirkung von Anticholinergika wie z. B. Atropin (siehe auch Abschnitt 4.8 Nebenwirkungen).
Myopridin Injektionslösung darf nicht mit anderen Arzneimitteln in einer Spritze gemischt verabreicht werden.

Schwangerschaft


Fertilität
Es liegen keine Daten zum Einfluss von Pridinol auf die Fertilität des Menschen vor.
Schwangerschaft
Das Arzneimittel ist im ersten Trimenon der Schwangerschaft kontraindiziert.
Während des weiteren Schwangerschaftszeitraums darf das Arzneimittel nur nach sorgfältigem ärztlichen Ermessen, unter unmittelbarer ärztlicher Kontrolle und nur sofern es unbedingt erforderlich ist, angewendet werden.
Stillzeit
Es liegen keine Daten zum Übergang von Pridinol in die Muttermilch bei Menschen vor. Eine Anwendung während der Stillzeit sollte vermieden werden.

Fahrtüchtigkeit


Aufgrund von möglichen anticholinergen Wirkungen auf das Sehvermögen (siehe Nebenwirkungen) wird zu vermehrter Vorsicht beim Führen von Kraftfahrzeugen beziehungsweise beim Bedienen von Maschinen geraten.

Nebenwirkungen


Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:
Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)
Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)
Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Die Einschätzung der Häufigkeit von Nebenwirkungen erfolgte anhand einer prospektiven unkontrollierten klinischen Studie mit 1.369 Patienten. Bei Fallmeldungen aus dem Spontanmeldesystem kann die Häufigkeit mangels eines realen Bezugswerts nicht bestimmt werden. Sie werden deshalb in der Kategorie „nicht bekannt“ erfasst.
Siehe unten stehende Tabelle.

Organsystem KlasseGelegentlichSeltenNicht bekannt
HerzerkrankungenTachykardie Herzrhythmusstörung,
Bradykardie
KreislauferkrankungenKreislaufreaktion, Hypotonie  
Augenerkrankungen Akkomodationsstörung,
Sehstörung
Glaukomauslösung bei Eng-
winkelglaukom
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsÜbelkeit, Bauchschmerzen,
Mundtrockenheit
Durchfall, Erbrechen 
Allgemeine ErkrankungenMüdigkeit, Asthenie Wärmestau
Erkrankungen des Immunsystems Überempfindlichkeitsreaktion
(wie Juckreiz, Hautrötung,
Schwellung oder Luftnot)
 
Skelettmuskel-, Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
  Muskelschwäche
Erkrankungen des NervensystemsSchwindel, Kopfschmerzen,
Sprachstörung
Aufmerksamkeits-, Koordina-
tions-, Geschmacksstörung
Tremor der Hände, Parästhesie
Psychiatrische ErkrankungenUnruheAngstgefühl, DepressionHalluzinationen
Erkrankungen der Nieren und
der Harnwege
  Miktionsstörung, akuter Harn-
verhalt bei BPH

Myopridin wird gewöhnlich gut vertragen. Bei den angegebenen Dosierungen treten Nebenwirkungen selten bis gelegentlich auf und verschwinden im Allgemeinen nach einer Reduktion der Dosierung beziehungsweise nach dem Absetzen des Arzneimittels.
Bei gleichzeitiger Anwendung anderer anticholinerger Arzneimittel können die folgenden Nebenwirkungen auftreten: Mundtrockenheit, Durst, vorübergehende Sehstörungen, (Mydriasis, Akkomodationsschwierigkeiten, Lichtempfindlichkeit, leichter Anstieg des Augeninnendrucks), Rötung und Trockenheit der Haut, Bradykardie, gefolgt von Tachykardie, Miktionsstörungen, Obstipation und sehr selten Erbrechen, Schwindel und Gangunsicherheit.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung


Im Falle einer Überdosierung oder versehentlichen Vergiftung treten die für Anticholinergika typischen Symptome auf.
Wenn die Schwere der Symptome es erfordert, verabreichen Sie intravenös langsam Physostigmin-Salicylat.

Pharmakologische Eigenschaften
Pharmakodynamik


Pharmakotherapeutische Gruppe:
Muskelrelaxantien, zentral wirkende Mittel
ATC-Code: M03BX03
Der Wirkstoff von Myopridin ist Pridinolmesilat, ein Piperidin-Polyalkoholderivat mit der chemischen Formel: 1,1-Diphenyl-1-ol-3piperidin-propan-methanolsulfonat.
Seine pharmakologische Wirkung entfaltet sich über einen atropinähnlichen Mechanismus an sowohl der glatten als auch der quergestreiften Muskulatur. Diese Wirkung wird zur Behandlung von Verspannungszuständen der Skelettmuskulatur sowohl zentralen als auch peripheren Ursprungs ausgenutzt.
Myopridin löst Muskelverspannungen umso leichter, je frühzeitiger mit der myotonolytischen Behandlung begonnen wird. Bei länger bestehenden Muskelspasmen, bei denen es zusätzlich zu anatomischen Veränderungen der Muskelfasern, der Bänder und der Gelenkkapseln gekommen ist, kann Myopridin nur eine Teilwirkung erzielen.

Pharmakokinetik


Der Wirkstoff wird innerhalb von 24 Stunden teils unverändert, teils als Glucuronat und als Sulfokonjugat, über die Nieren ausgeschieden.

Packungen
Myopridin® Injektionslösung 5 Amp. N1
Preis
32,14 €
Zuzahlung
5,00 €
Verpackung ist nicht auf der Liste.
11661130
Myopridin® Injektionslösung 10 Amp. N2
Preis
52,40 €
Zuzahlung
5,24 €
Verpackung ist nicht auf der Liste.
11661147
Myopridin® Injektionslösung 50 Amp.
Preis
206,26 €
Zuzahlung
10,00 €
Verpackung ist nicht auf der Liste.
11661176
Myopridin® Injektionslösung 100 Amp.
Preis
379,85 €
Zuzahlung
10,00 €
Verpackung ist nicht auf der Liste.
11661182
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