HOSPISEPT M SPRÜHER
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Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - HOSPISEPT
Hygienische und chirurgische Händedesinfektion. Hautdesinfektion von unverletzter Haut vor Punktionen, Injektionen und operativen Eingriffen.
Wirkspektrum:
Bakterizid (inkl. TbB), levurozid, begrenzt viruzid (inkl. HBV/HCV/HIV), begrenzt viruzid PLUS (Rota-, Adeno- und Norovirus, siehe Abschnitt 5.1).
Hospisept ist unverdünnt auf intakter Haut folgendermaßen anzuwenden:
Erwachsene:Hände-Desinfektion
Hygienische Händedesinfektion: konz. mind. 30 s
Chirurgische Händedesinfektion: konz. mind. 1 min
Die Hände müssen während der gesamten Applikationszeit durch das Präparat feucht gehalten werden, danach an der Luft trocknen lassen.
Haut-Desinfektion
Anwendung an talgdrüsenarmer Haut:
-
Vor Punktionen und Injektionen: mind. 15 s
-
Vor Punktionen von Gelenken, Körperhöhlen,
Hohlorganen sowie vor operativen Eingriffen: mind. 1 min Anwendung an talgdrüsenreicher Haut:
-
Vor allen Eingriffen: mind. 1 min
Die Haut muss während der ganzen Einwirkzeit feucht gehalten werden. Kinder und Jugendliche
Zur Anwendung von Hospisept an Kindern liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Vor der Anwendung einen Arzt oder Apotheker um Rat fragen. Bei Säuglingen und Kleinkindern nur unter ärztlicher Kontrolle anwenden.
Hospisept ist augen- und schleimhautreizend. Es sollte nicht in der Nähe der Augen, auf verletzter Haut oder auf Schleimhäuten angewendet werden. Bei unbeabsichtigtem Kontakt mit Augen oder Schleimhäuten wird empfohlen, sofort mit viel Wasser zu spülen (im Falle der Augen auch unter Augenlidern). Bei anhaltender Reizung muss ein Arzt aufgesucht werden.
Hospisept ist nur äußerlich anzuwenden. Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ärztlicher Rat einzuholen.
Für den Fall, dass bei häufiger Anwendung von Hospisept trockene Hände und Hautirritationen auftreten, sollte die Hautpflege intensiviert werden.
Vor Anwendung elektrischer Geräte müssen Hände und Patientenhaut trocken sein. Vorsicht ist geboten bei der Anwendung von Hospisept bei alkoholempfindlichen Oberflächen.
Vorsicht ist geboten, wenn größere Mengen Hospisept verschüttet werden, da Hospisept entzündlich ist (Brand- und Explosionsgefahr!). In diesem Fall sind sofort folgende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen: Aufnehmen der Flüssigkeit, Verdünnen mit viel Wasser, Lüften des Raumes sowie das Beseitigen von Zündquellen.
Hospisept ist zur topischen Anwendung bestimmt und aufgrund der geringen Resorption der Wirkstoffe Propan-1-ol und Ethanol ist eine systemische Exposition zu vernachlässigen.
Hospisept kann während der Schwangerschaft angewendet werden.
Stillzeit
Es sind keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kind zu erwarten, da die systemische Exposition der stillenden Frau gegenüber den Wirkstoffen Propan-1-ol und Ethanol vernachlässigbar ist.
Hospisept kann während der Stillzeit angewendet werden, allerdings ist ein direkter Kontakt des Neugeborenen/Kindes mit dem Arzneimittel zu vermeiden.
Fertilität
Aufgrund der geringen Resorption der Wirkstoffe Propan-1-ol und Ethanol ist ein Effekt auf die Fertilität zu vernachlässigen.
Hospisept hat bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben:
Sehr häufig (≥ 1/10) Häufig (≥ 1/100, < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100) Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Welche Nebenwirkungen sind bei Hospisept möglich?Sehr selten (< 1/10.000): Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe
Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000): Es kann zu für alkoholische Hände- und Hautdesinfektionsmitteln typischen Nebenwirkungen wie Hautirritationen (Rötung, Brennen, Austrocknen der Haut) kommen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen:
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.
Falls das Präparat in Kontakt mit Schleimhäuten (z.B. Augen, Rachen, Magen etc.) oder offenen Wunden gekommen ist, sofort gründlich mit Wasser spülen und einen Arzt konsultieren. Falls Hospisept eingenommen worden ist: Zur Verdünnung des Präparates sofort reichlich Wasser trinken und einen Arzt aufsuchen!
Pharmakologische Eigenschaften - HOSPISEPT
Hospisept ist nur zur topischen Anwendung vorgesehen und hat in dieser Anwendung keine systemische oder pharmakologische Wirkung.
Propan-1-ol und Ethanol sind wirksam gegen gram-negative und gram-positive Bakterien, einschließlich Mykobakterien, Hefen und Viren. Ethanol ist auch wirksam gegen antibiotikaresistente Bakterienstämme (z.B. MRSA).
Propan-1-ol und Ethanol wirken durch Einweißkoagulation und -denaturierung. Dadurch werden Enzyme inaktiviert und die Permeabilität der Zytoplasmamembran modifiziert.
Für Hospisept liegen keine spezifischen klinischen Daten an Atopikern vor.
Informationen zur Anwendung von Hospisept gemäß belegter Wirksamkeit - Das Präparat wird nur unverdünnt angewendet:
| Nachgewiesene Wirksamkeit | Praktische Anwendung/ Einwirkzeit (mind.) | ||
| hygienische Händedesinfektion (EN 1500) | | konz. | 30 s |
| chirurgische Händedesinfektion (EN 12791) | | konz. | 1 min |
| Hautdesinfektion (an talgdrüsenarmer Haut) (gemäß VAH-Methoden) | | konz. | 15 s |
| vor Punktionen und Injektionen | | konz. | 15 s |
| vor Punktionen von Gelenken, Körperhöhlen, Hohlorganen und operativen Eingriffen | | konz. | 1 min |
| Hautdesinfektion (an talgdrüsenreicher Haut) vor allen Eingriffen (gemäß VAH-Methoden) | | konz. | 1 min |
| bakterizid (EN 13727) inkl. TbB (EN 14348) | konz. 30 s | ||
| levurozid (EN 13624) | konz. 30 s | ||
| begrenzt viruzid* (inkl. HIV, HBV, HCV) (DVV/RKI) | konz. 30 s | ||
| begrenzt viruzid PLUS* Rotavirus (DVV/RKI)Adeno- und Norovirus (EN 14476) | konz. 30 s | ||
*gem. DVV/RKI-Stellungnahme BG-Blatt 3/2017
Pharmazeutische Angaben - HOSPISEPT
Im ungeöffneten Behältnis: 3 Jahre.
Bei Einsatz des Präparates in Wandspendersystemen 6 Monate, jedoch nicht über das Verfalldatum hinaus. Stets Kennzeichnung des Behältnisses beachten!
Arzneimittel nicht über 25 °C und für Kinder unzugänglich aufbewahren! Nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr verwenden! Auch nach Anbruch des Behältnisses bis zum Verfalldatum. Brennbarer Inhalt. Flammpunkt nach DIN 51755: 26 °C. Produkt von offenem Feuer fernhalten.
Ein etwaiges Umfüllen darf nur unter aseptischen Bedingungen ("Sterilbank") erfolgen.
HDPE-Behältnisse
Packungsgrößen: 125 ml, 250 ml, 500 ml, 1000 ml, 5 Liter