MG 10% Inresa Injektionslösung
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - MG 10%
Behandlung von Tetanien. Tetanien können auch Zeichen eines Calciummangels sein. Deshalb muss vor der Therapie der Magnesiummangel durch Elektrolytstatus festgestellt werden. Eine Therapie mit Magne-sium Inresa 0,4 mmol/ml ist nur angezeigt, wenn der Serum-Magnesiumspiegel unter den Normalwerten (0,73 - 1,03 mmol/l) liegt und der Serum-Calciumspiegel normal (2,25 - 2,6 mmol/l) ist.
Die Dosierung richtet sich nach dem Schweregrad des Magnesiumdefizits. Allgemein gilt folgende Dosierungsrichtlinie:
Die Injektion einer 10 ml Ampulle sollte in 1 - bis 2 - tägigem Abstand wiederholt werden. Serumspiegel ab 2,5 mmol/l verursachen schwere Nebenwirkungen.
Deshalb muss dieser vor und während der Therapie mit Magnesiumsulfat-Heptahydrat kontrolliert werden.
Soweit nicht anders verordnet, gilt zur Behandlung von Tetanie folgende Dosierung:
10 bis 20 ml Injektionslösung (= 1 bis 2 Ampullen a 10 ml) mit 1000 – 2000 mg Magnesiumsulfat-Heptahydrat i.v. applizieren.
Injektionslösung zur i.v. bzw. i.m. Applikation
1 Ampulle mit 10 ml Injektionslösung langsam am liegenden Patienten i.v. applizieren (die ersten 3 ml in 3 Minuten).
Es empfiehlt sich, die Patienten nach der Injektion noch 10 – 20 Minuten ruhen zu lassen.
Myasthenia gravis. AV-Block I.-III. Grades (Störungen der Reizleitung am Herzen) oder sonstige kardiale Überleitungsstörungen, schwere Niereninsuffizienz, Anurie, Exsikkose, Magnesium-Calcium-Ammoniumphosphatsteine.
Magnesium Inresa 0,4 mmol/ml soll nicht gleichzeitig mit Barbituraten, Narkotika oder Hypnotika wegen des Risikos einer Atemdepression angewendet werden.
Die Injektionslösung sollte nicht mit calcium- oder phosphathaltigen Lösungen gemischt werden (Ge-fahr der Ausfällung und Wechselwirkungsbeeinflussung).
Bei hochdosierter Magnesiumsulfattherapie muss geprüft werden:
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Die Patellarsehnenreflexe müssen erhalten sein.
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Die Atemfrequenz darf 16 Atemzüge pro Minute nicht unterschreiten.
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Die Urinausscheidung soll mindestens 25 ml pro Stunde betragen. Ist sie geringer, besteht die Gefahr der Hypermagnesiämie.
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Als Antidot müssen Ampullen Calciumgluconat 10 % bereitgehalten werden.
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Sollte bei lebensbedrohlichen Zuständen das Antidot nicht ausreichend sein, sind intensivmedi-zinische Maßnahmen zu ergreifen.
Bei gleichzeitiger i.v.-Anwendung von Calciumsalzen ist die Wirkung von Magnesium vermindert (Antagonisierung). Muskelrelaxanzien vom Curaretyp verstärken die Wirkung von Magnesium an der motorischen Endplatte.
Die gleichzeitige Anwendung von Aminoglykosid-Antibiotika sollte vermieden werden.
Die Richtlinien in der Schwangerschaft und Stillzeit sind durch den Arzt festzulegen.
Wird Magnesium kurz vor der Geburt verabreicht, sollte das Neugeborene während der ersten 24 –
48 Lebensstunden auf Anzeichen von Toxizität (neurologische Depression mit Atemdepression, Mus-kelschwäche, Verlust von Reflexen) überwacht werden.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig (> 1/10)
Häufig (> 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (> 1/1 000 bis < 1/100) Selten (> 1/10 000 bis < 1/1 000) Sehr selten (< 1/10 000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Bei intravenöser Applikation von Magnesium tritt allgemein ein Wärmegefühl und Flush auf. Eine zu schnelle Injizierung kann vorübergehend Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Kribbeln, Schwitzen, vereinzelt starkes Schwindelgefühl, Agitiertheit, Erregung oder Tremor und intensiveres Wärmegefühl hervorrufen.
Bei hoher Dosierung von Magnesium kann es zu Bradykardie, Überleitungsstörungen und peripherer Gefäßerweiterung mit Blutdrucksenkung kommen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
BfArM, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.
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Symptome der Intoxikation
Bei einer intakten Nierenfunktion und angegebener Dosierung sind keine Magnesiumintoxikationen zu erwarten. Nur bei schwerer Niereninsuffizienz mit Anurie kann es sowohl bei der oralen als auch pa-renteralen Therapie zur Kumulation von Magnesium und zu Intoxikationserscheinungen kommen (s.
Tabelle).
Mg-Plasma-Konzentration in mmol/l Mögliche Symptome, mögliche unerwünschte Wirkungen > 1,5 mmol/l Blutdruckabfall, Brechreiz, Erbrechen > 2,5 - 5,0 mmol/l Verlängerung der QT-Intervalle, der QRS-Dauer,Anstieg der T-Welle > 3,5 - 5 mmol/l Erlöschen des Patellarsehnenreflexes, Bewusst-seinsstörungen > 5,0 - 7,5 mmol/l Atemdepression ab 10,0 mmol/l Herzstillstand -
Therapie von Intoxikationen
Als sofortige Maßnahme (Antidot) dient eine intravenöse Calcium-Injektion.
Pharmakologische Eigenschaften - MG 10%
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mineralstoffe, ATC-Code: A12CC02
Ein Abfall der Magnesiumkonzentration im Plasma ist von einer gesteigerten Erregbarkeit des Zent-ralnervensystems bis zu Krämpfen und Desorientiertheit bzw. psychotischen Syndromen gefolgt. Eine Tendenz zur vorzeitigen Wehentätigkeit und Gestosen wird durch Magnesiummangel gefördert.
Hohe Magnesium-Konzentrationen verursachen eine schlaffe Lähmung der Skelettmuskulatur. Diese wird auf eine Minderung der Acetylcholinabgabe an den neuromuskulären Endplatten zurückgeführt. Am Herzen gleicht die Wirkung von Magnesiumionen der von Kaliumionen. Hohe Konzentrationen (20 – 30 mmol/l Plasma) verlängern die Überleitungszeit; höhere Konzentrationen führen zu einem Herzstillstand in der Diastole. Eine hypomagnesiämische Tetanie kann durch Magnesium-Ionen, nicht aber durch Calcium-Ionen behoben werden.
Magnesium spielt bei einer großen Zahl biochemischer Reaktionen eine Rolle; mit am wichtigsten ist eine Beteiligung als Co-Faktor bei allen Enzymen, die mit den nukleotid-abhängigen Transphosphory-lierungs-Reaktionen in Verbindung gebracht werden können.
Resorption
Magnesium wird zu etwa 30 – 40 % in dem distalen Dünndarmabschnitt resorbiert. Die Normalwerte der Magnesium-Serumkonzentration liegen im Bereich von 0,75 - 1,1 mmol/l.
Verteilung in Organen und Geweben
Der Körperbestand des erwachsenen Menschen an Magnesium beträgt rund 100 mg. Die Hälfte davon befindet sich im Knochen. Rund 45 % befinden sich intrazellulär und 5 % in der extrazellulären Flüs-
sigkeit. Die intrazelluläre Konzentration variiert zwischen 10 und 60 mmol/l, die im Plasma zwischen 3 und 4,4 mmol/l. Davon sind 2/3 als Mg2+ Ionen gelöst, und 1/3 ist an Proteine gebunden.
Elimination
Die renale Magnesiumausscheidung passt sich schnell dem Magnesiumangebot an. Im Normalfall werden ca. 1,5 mg/kg/Tag mit dem Urin ausgeschieden. Nach einer parenteralen Applikation kann man von einer Halbwertszeit von knapp 4 Stunden ausgehen.
Pharmazeutische Angaben - MG 10%
Die Injektionslösung sollte nicht mit calcium- oder phosphathaltigen oder mit alkoholischen Lösungen gemischt werden (Gefahr der Ausfällung).
Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 3 Jahre.
Die Injektionslösung ist nach Öffnen der Ampulle sofort zu verbrauchen.
Das Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet werden. Nur zur einmaligen Anwendung! Restmenge nach Anbruch des Arzneimittels verwerfen.
5 Ampullen mit je 10 ml Injektionslösung 10 Ampullen mit je 10 ml Injektionslösung
50 Ampullen (10 x 5) mit je 10 ml Injektionslösung (Klinikpackung)
100 Ampullen (10 x 10) mit je 10 ml Injektionslösung (Klinikpackung)