Cyclocaps Budesonid 200 µg, Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation + Cyclohaler
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Gluten/Laktose
Laktose: Ja
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Fachinfo - Cyclocaps 200
Cyclocaps Budesonid wird angewendet zur Dauerbehandlung des persistierenden Asthma bronchiale.
Dosierung
Die Dosierung sollte sorgfältig individuell auf die geringste noch effektive Dosis zur Kon-trolle der Asthmasymptome eingestellt werden. Nach der Umstellung des Patienten von einem Inhalationssystem auf ein anderes sollte die Dosierung erneut eingestellt werden. Es wird empfohlen, nach jeder Anwendung den Mund mit reichlich Wasser auszuspülen und das Spülwasser anschließend auszuspucken, um Heiserkeit, Rachenirritationen und Candida Infektionen von Mund und Rachen zu vermeiden und mögliche systemi-sche Effekte zu vermindern. Der Kapselinhalt wird mit Hilfe eines Inhalators namens Cyclohaler® inhaliert. Cyclocaps Budesonid sollte ausschließlich in Verbindung mit dem Cyclohaler® angewendet werden und ist nur zur oralen Inhalation bestimmt.
Asthma bronchiale
Inhalierbares Budesonid kann die Dosierung von oralen Glokortikoiden zur Kontrolle von Asthma bronchiale ersetzen oder signifikant reduzieren. Die Umstellung von oralen Steroi-
den auf inhalierbares Budesonid sollte begonnen werden, wenn sich der Patient in einem relativ stabilen Zustand befindet. Über einen Zeitraum von etwa 10 Tagen wird dann eine hohe Dosis von inhalierbarem Budesonid in Kombination mit der zuvor angewendeten ora-len Steroid-Dosis verabreicht. Danach sollte die orale Steroid-Dosis allmählich reduziert werden (um z.B. monatlich 2,5 Milligramm Prednisolon oder Äquivalent) bis zur niedrigsten möglichen Dosierung. In vielen Fällen ist es möglich, die orale Steroid-Gabe völlig durch inhalierbares Budesonid zu ersetzen. Weitere Information zum Absetzen von Kortikostero-iden siehe Abschnitt 4.4
Erwachsene:
Die empfohlene Dosis beträgt 200 -1600 µg täglich, verteilt auf 2 Einzeldosen. Die An-fangsdosierung sollte der Schwere der Krankheit angepasst sein. Die Erhaltungsdosie-rung sollte auf die niedrigste Dosis, mit der eine effektive Kontrolle des Asthmas auf-rechterhalten werden kann, eingestellt werden. Falls dies weniger als 400 µg pro Tag erfordert, können diese Präparate nicht eingesetzt werden. Falls dies weniger als 800 µg pro Tag erfordert, kann die 400 µg Wirkstärke nicht eingesetzt werden.
Kinder
Kinder ab 6 Jahren:
Die empfohlene Dosis beträgt 200-400 µg täglich, verteilt auf 2 Einzeldosen. In schwe-ren Fällen von Asthma bronchiale kann eine Dosierung bis zu 800 µg pro Tag, verteilt auf Einzeldosen, notwendig sein. Die Anfangsdosierung sollte der Schwere der Krank-heit angepasst sein. Die Erhaltungsdosierung sollte auf die niedrigste Dosis, mit der ei-ne effektive Kontrolle des Asthmas aufrechterhalten werden kann, eingestellt werden. Falls dies weniger als 400 µg pro Tag erfordert, können diese Präparate nicht einge-setzt werden. Falls dies weniger als 800 µg pro Tag erfordert, kann die 400 µg Wirk-stärke nicht eingesetzt werden.
Art der Anwendung
Die Kapseln dürfen nur mittels des Cyclohalers® entsprechend der Gebrauchsanwei-sung angewendet werden. Die Kapseln müssen im Blisterstreifen aufbewahrt und soll-ten erst vor Gebrauch entnommen werden. Wichtig ist es, den Patienten zu instruieren, kräftig und tief durch das Mundstück einzuatmen, damit die optimale Dosis die Lungen erreicht.
Wegen der geringen Menge des freigesetzten Medikamentes schmeckt und fühlt der Patient nahezu nichts bei der Anwendung von Cyclocaps Budesonid.
Der Inhalator sollte nicht verwendet werden, wenn er beschädigt oder das Mundstück locker ist. Es ist wichtig, den Patienten darauf hinzuweisen, nicht auf das Mundstück zu beißen oder an dem Mundstück zu kauen.
Detaillierte Informationen finden sich in der Bedienungsanleitung zu jedem Cyclohaler®.
Nicht anzuwenden bei Kindern unter 6 Jahren
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Milchprotein oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass die Therapie mit inhalierbarem Bu-desonid rein prophylaktischer Natur ist. Die Einnahme sollte täglich erfolgen, auch wenn keine Symptome vorliegen. Budesonid ist nicht geeignet zur Behandlung des akuten Bronchospasmus oder als Primärmedikation des Status asthmaticus oder anderer aku-ter asthmatischer Episoden.
Besondere Warnhinweise:Patienten mit Lungentuberkulose sollten überwacht werden. Besondere Vorsicht und adäquate spezifische therapeutische Kontrolle vor dem Einsatz von Budesonid ist gebo-ten bei Patienten mit pulmonaler Tuberkulose. Patienten mit Mykosen oder viralen In-fektionen im Bereich der Atemwege sollten ebenfalls überwacht werden.
Vorsicht ist angezeigt bei der Behandlung von Patienten mit pulmonalen Erkrankungen wie Bronchioektasie oder Pneumokoniosie wegen möglicher Pilzinfektionen.
Akute Exazerbationen des Asthmas kann den Einsatz höhere Dosierung von Budesonid oder zusätzlich die kurzzeitige Gabe systemischer Glukokortikoide und/oder Antibiotika, falls eine Infektion vorliegt, erfordern.
Patienten sollten stets einen kurzwirksamen inhalierbaren Bronchodilatator bei sich füh-ren, um akute Asthmasymptome zu lindern.
Im Falle massiver Schleimabsonderung im Respirationstrakt wird eine Freilegung not-wendig, um die Wirksamkeit von Budesonid zu gewährleisten.
Patienten soll geraten werden, Ihren Arzt aufzusuchen, falls sich deren Asthma ver-schlechtert (gesteigerte Häufigkeit der Anwendung von kurzwirksamen Bronchodilato-ren oder anhaltende Atemprobleme). Der Patient sollte neu beurteilt und die Notwen-digkeit einer gesteigerten entzündungshemmenden Behandlung, Erhöhung der Dosie-rung oder die Gabe oraler Kortikosteroide in Betracht gezogen werden.
Wie bei anderer Inhalationstherapie auch können paradoxe Bronchospasmen einher-gehend mit einem Keuchen nach der Inhalation auftreten. Die Gabe von Budesonid soll-te abgebrochen werden; die Behandlung sollte überprüft und alternative Therapiemaß-nahmen ergriffen werden.
Systemische Nebenwirkungen können mit jedem inhalierten Kortikosteroiden auftreten, insbesondere wenn hohe Dosen über lange Zeiträume gegeben werden. Solche Reak-tionen treten deutlich seltener bei der Inhalationstherapie auf als bei oraler Glukokor-tikoidgabe. Mögliche systemische Effekte schließen die adrenale Suppression, die Ver-minderung der Knochendichte, Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendli-chen sowie Katarakt, Glaukom und seltener eine Reihe von psychologischen und Ver-haltenseffekten, einschließlich psychomotorischer Hyperaktivität, Schlafstörungen, Angstzustände, Depression und Aggression (besonders bei Kindern), ein. Deshalb ist es wichtig, dass die niedrigste Dosis, mit der eine effektive Kontrolle der Erkrankung aufrechterhalten werden kann, verabreicht wird.
Um das Risiko einer Candida-Infektion im Mund-Rachenbereich zu verringern, sollte der Patient instruiert werden, den Mund nach jeder Inhalation auszuspülen oder die Zähne zu putzen und/oder die Inhalation vor einer Mahlzeit durchzuführen. In den meisten Fäl-len ist unter diesen Bedingungen eine antimykotische Therapie erfolgreich, ohne dass die Behandlung Budesonid unterbrochen werden muss.
Sorgfalt ist angezeigt bei einer Langzeitbehandlung mit Budesonid und einem potenten CYP3A4 Inhibitor (z. B. Itraconazol, Ketoconazo, Ritonavir,Nelfinavir). Siehe auch Ab-schnitt 4.5 („Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwir-kungen“)
Bei schweren Leberfunktionsstörungen kann die Metabolisierung von Budesonid verzö-gert sein, was zu erhöhten Plasmaspiegeln führen kann. Daraus können mögliche sys-temische Effekte entstehen, deshalb sollte die Hypothalamus-Hypophysen-Aschenfunktion bei diesen Patienten in regelmäßigen Intervallen überwacht werden.
Es wird empfohlen, das Wachstum von Kindern, die eine Langzeittherapie mit inhalativ anzuwendenden Glukokortikoiden erhalten, regelmäßig zu kontrollieren. Bei Wachs-tumsverzögerungen sollte die Therapie beurteilt werden mit dem Ziel, die Dosis des in-halativ anzuwendenden Glukokortikoids auf die niedrigste Dosis zu verringern, mit der eine effektive Kontrolle des Asthmas aufrechterhalten werden kann. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Kortikosteroid-Therapie und einer möglichen Wachstumsverzögerung muss sorgfältig abgewogen werden. Zusätzlich sollte empfohlen werden, den Patienten an einen pädiatrisch tätigen Lungenfacharzt zu überweisen.
Eine begrenzte Anzahl von Daten aus Langzeitstudien weist darauf hin, dass die meis-ten Kinder und Jugendlichen unter einer Inhalationstherapie mit Budesonid letztlich ihre Erwachsengröße erreichen. Jedoch wurde eine initiale, aber vorübergehende Wachs-tumsverzögerung (etwa 1 cm) beobachtet. Diese tritt im Allgemeinen während des ers-ten Behandlungsjahres auf.
Potenzielle Wirkungen auf die Knochendichte sollten besonders bei Patienten unter ho-her Dosierung über einen längeren Zeitraum in Betracht gezogen werden, die zusätzli-che Risikofaktoren für eine Osteoporose aufweisen. Langzeitstudien mit inhalierbarem Budesonid bei Kindern mit einer durchschnittlichen Tagesdosis von 400 µg (Inhalati-onsdosis) oder bei Erwachsenen mit einer durchschnittlichen Tagesdosis von 800 µg (Inhalationsdosis) zeigten keine signifikanten Effekte auf die Knochenmineraldichte.
Bei der Behandlung mit hohen Dosen, insbesondere bei Überschreitung der empfohle-nen Dosierung, kann eine klinisch relevante Funktionsminderung der Nebennierenrinde auftreten. In solchen Fällen sollte in Stresssituationen oder vor chirurgischen Eingriffen eine zusätzliche Glukokortikoidgabe erwogen werden.
Die Nebennierenrindenfunktion sollte regelmäßig überwacht werden, weil die Dosis an systemischen Kortikosteroiden reduziert wird, wenn die Patienten von systemischen auf inhalierbare Kortikosteroide umgestellt werden, sowie bei Patienten unter hochdosierter Langzeittherapie.
Sehstörung
Bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörun-gen auftreten. Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder ande-ren Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augen-arzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corti-costeroide gemeldet wurden.
Die 200 µg Kapsel enthält 24,77 mg Lactose-Monohydrat; die 400 µg Kapsel enthält 24,54 mg Lactose-Monohydrat. Die Menge an Lactose pro Kapsle ist gering und führt normaler-weise zu keinen Problemen bei Lactose-Intoleranz. Patienten mit der seltenen hereditären Galaktose-Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten diese Arzneimittel nicht anwenden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen:Nicht Kortikoid-abhängige Patienten:
Ein therapeutischer Effekt wird üblicherweise innerhalb von 10 Tagen erreicht. Bei Pati-enten mit starker Verschleimung der Bronchien sollte eine initiale Therapie mit systemi-schen Glukokortikoiden (etwa 2 Wochen) gegeben werden.
Kortikoid-abhängige Patienten:
Während der Umstellung von oralen Kortikoiden auf Cyclocaps Budesonid sollte sich der Patient in einer relativ stabilen Phase befinden. Eine hohe Dosis Budesonid sollte in Kombination mit dem zuvor angewendeten Kortikosteroid für einen Zeitraum von 10 Tagen verabreicht werden. Danach sollte die orale Dosis allmählich reduziert werden (z. B. um 2,5 mg Prednisolon oder Äquivalent pro Monat) bis zur niedrigsten möglichen Dosis.
Während der Umstellung von oralen Kortikoiden auf Cyclocaps Budesonid tritt bei einer Reihe von Patienten ein allgemein reduzierter Steroideffekt auf. Frühere allergische Symptome, wie Rhinitis und Ekzem, können wieder auftreten. Die Patienten können zu-sätzlich unter Lethargie, Muskel- und Gelenkschmerzen und manchmal Schwindel und Erbrechen leiden. In diesen Fällen sollte zusätzlich mit geeigneten Arzneimitteln behan-delt werden, um den Patienten zu ermutigen, die Therapie mit Cyclocaps Budesonid fortzusetzen und die oralen Steroide abzusetzen, es sei denn, dies ist medizinisch nicht gerechtfertigt.
Allergien sollten mit Antihistaminika und/oder topischen Mitteln, einschließlich topischer Kortikosteroiden, behandelt werden. Eine zeitlich begrenzte Erhöhung der oralen Korti-kosteroid-Dosis kann ebenso angezeigt sein.
Eine zusätzliche systemische Kortikoid-Therapie oder Budesonid-Therapie sollte nicht abrupt beendet werden. Besondere Vorsicht ist während der ersten Monate nach Um-stellung von systemischen Kortiokosteroiden auf Budesonid geboten, um sicherzustel-len, dass die Adrenokortikalreserve des Patienten ausreicht, um speziellen Krisensitua-tionen, wie Trauma, chirurgische Eingriffe oder Infektionen, entgegenzuwirken.
Die Langzeitgabe von Budesonid zusammen mit einem Inhibitoren des Cytochrom-P450-3A4–Systems (z.B.. Itraconazol, Ketoconazol, Ritonavir, Nelfinavir) kann das Risi-ko einer Zunahme der systemischen Nebenwirkungen von Budesonid, wie Nebennie-renrindeninsuffizienz, erhöhen. Die einmal tägliche Einnahme vom 200 mg Ketoconazol erhöhte die Plasmaspiegel von gleichzeitig angewendetem Budesonid (eine Einzeldosis von 3 mg) um durchschnittlich das 6fache. Wurde Ketoconazol 12 Stunden nach der Budesonidanwendung verabreicht, betrug die Plasmakonzentration im Mittel das 3fache. Für inhalierbares Budesonid fehlen hierzu Informationen, jedoch sind erkennba-re Anstiege der Plasmaspiegel zu erwarten. Da Daten zur Dosierung fehlen, sollte eine Kombinationstherapie vermieden werden. Falls dies nicht möglich ist, sollte das Intervall zwischen der Gabe eines potenten CYP3A4 Inhibitors und Budesonid so groß wie mög-lich sein. Auch sollte eine Reduktion der Budesonid-Dosis in Betracht gezogen werden.
Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit CYP3A-Inhibitoren einschließlich Cobicistat enthal-tender Produkte ist mit einem erhöhten Risiko systemischer Nebenwirkungen zu rechnen. Die Kombination sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko systemischer Nebenwirkungen der Corticosteroide; in diesem Fall sollten die Patien-ten im Hinblick auf systemische Corticosteroid-Nebenwirkungen überwacht werden.
Da die Nebennierenfunktion unterdrückt sein kann, kann ein ACTH Stimulationstest zur Diagnose einer Hypophyseninsuffizienz zu falschen (niedrige Werte) Ergebnissen füh-ren.
Begrenzte Daten über diese Interaktion unter hoch dosiertem inhalierbarem Budesonid zeigen, dass deutlich Anstiege der Plasmaspiegel (im Mittel um das 4fache) auftreten, wenn Itraconazol, 200 mg einmal täglich, zusätzlich zu inhalierbarem Budesonid (Ein-maldosis von 1000 µg) verabreicht wird.
Erhöhte Plasmakonzentrationen sowie verstärkte Effekte der Kortikosteroide wurden bei Frauen, die zusätzlich mit Östrogenen und kontrazeptiven Steroiden behandelt wurden, beobachtet. Solche Effekte wurden nicht bei Budesonid unter gleichzeitiger Gabe nied-rig dosierter Kombinationen oraler Kontrazeptiva gesehen.
Schwangerschaft
Die meisten Ergebnisse prospektiver epidemiologischer Studien und weltweiter Vermark-tungsdaten konnten kein erhöhtes Risiko für nachteilige Effekte auf den Fötus und Säug-ling aufgrund der Anwendung von inhalierten Budesonid während der Schwangerschaft aufweisen. Es ist sowohl für den Fötus als auch für die Mutter wichtig, eine geeignete Asthma-Behandlung während der Schwangerschaft beizubehalten. Wie bei allen Arznei-mitteln, die während der Schwangerschaft verabreicht werden, sollte der Nutzen der An-wendung von Budesonid während der Schwangerschaft mit dem Risiko für den Fötus ab-gewogen werden.
Die Anwendung von Kortikosteroiden bei trächtigen Tieren zeigte abnorme Entwicklungen des Foetus. In wieweit dies für den Menschen relevat ist, ist nicht nachgewiesen. Die Anwendung während der Schwangerschaft sollte vermieden werden, es sein denn, dies wäre zwingend notwendig. Wenn die Behandlung mit Glukokortikoiden während der Schwangerschaft unvermeidbar ist, sollte inhalierbaren Glokokortokoiden wegen ihrer geringeren systemischen Effekte der Vorzug vor äquipotenter antiasthmatischer Dosierung oraler Glokokortokoiden gegeben werden. Die pränatale Aufnahme und Glokokortikoid-induziertes verzögertes Wachstum beim Menschen kann das Risiko für Hypertension und kardiovaskuläre Erkrankungen im Erwachsenenalter erhöhen.
Stillzeit
Budesonid tritt in die Muttermilch über.
Bei der Anwendung therapeutischer Dosen sind jedoch keine Effekte beim Säugling zu erwarten. Budesonid kann während der Stillzeit angewendet werden.
Eine Erhaltungstherapie mit inhalierbarem Budesonid (200 µg oder 400 µg zweimal täg-lich) bei stillenden Frauen mit Asthma bronchiale führten zu einer vernachlässigbaren sys-temischen Belastung des Säuglings mit Budesonid. In einer pharmakokinetischen Studie betrug die geschätzte tägliche Dosis des Kindes 0,3 % der täglichen mütterlichen Dosis für beide Stärken. Die mittlere Plasmakonzentration bei Kindern wird auf 1/600stel der im müt-terlichen Plasma beobachteten Konzentrationen geschätzt, vorausgesetzt wird eine völlige orale Bioverfügbarkeit beim Kind. Die Budesonidkonzentrationen in kindlichen Plasmapro-ben lagen unterhalb der Bestimmungsgrenze. Basierend auf Daten von inhalierbarem Bu-desonid und der Tatsache, dass Budesonid lineare PK Eigenschaften innerhalb der thera-peutischen Dosierungsintervallen nach inhalativen, oralen und rektalen Gaben zeigt, ist die unter therapeutischen Dosen von Budesonid zu erwartende Belastung des Säuglings ge-ring.
Budesonid hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥1/100, < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1000, < 1/10) Selten (≥ 1/10000, < 1/1000) Sehr selten (< 1/10000)
Unbekannt (kann auf Grund der vorliegenden Daten nicht abgeschätzt werden)
Gelegentlich können Anzeichen oder Symptome systemischer Glukokortikosteroid-Nebenwirkungen mit inhalierbaren Glukokortikosteroiden auftreten, die wahrscheinlich von der Dosierung, der Anwendungsdauer, der begleitenden oder früheren Kortikosteroid-Exposition und der individuellen Empfindlichkeit abhängen.
| häufig | gelegentlich | selten | sehr selten | unbekannt | |
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen | oro-pharyngealeCandidiasis (siehe Abschnitt 4.4) | ||||
| Erkrankungen des Immunsystems | Sofortige oder verzögerte Überempfindlich-keitsreaktionen,ein-schließlich Rash, Kontaktdermatitis, Urtikaria, Angioödem und anaphylaktischer Schock | ||||
| Erkrankungen des Endokriniums | Zeichen und Symptome systemischer Kortikosteroidef-fekte, einschließlich adrenale Suppression und Waschstums-verzögerung* (sieheunten) | ||||
| Psychiatrische Erkrankungen | Angstzustände, Depression | Nervosität, Ruhelosigkeit, Verhaltensauf-fälligkeiten (insbesondere bei Kindern*), psycho-motorische Hyperaktivität | Schlafstörun-gen,,Aggression | ||
| Störungen des Nervensystems | Tremor | Geschmacks-veränderung | |||
| Augenerkrankun gen | Katarakt, Verschwommenes Sehen (siehe Abschnitt 4.4) | Glaukom | |||
| Erkrankungen der Atemwege und des Mediastinums | Husten Irritationen des Mund- und Rachenraumes | Paradoxe Broncho-spasmen (s.Abschnitt 4.4), Dysponie, Heiserkeit |
| Gastrointesti-nale Störungen | Trockener Mund Übelkeit | ||||
| Erkrankungen desMuskuloskle-tal- und, Bindegewebes | Muskelkrämpfe | ||||
| Untersuchungen | Minderung der Knochendichte |
* Siehe u.a. Kinder
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenIn Placebo-kontrollierten Studien wurde ebenfalls gelegentlich über Katarakt in der Place-bo-Gruppe berichtet.
Klinische Studien mit 13119 Patienten unter inhalativer Budesonid-Behandlung und 7278 Patienten unter Palcebo wurden gepoolt. Die Häufigkeit von Angstzuständen betrug 0,67
% unter inhalierbarem Budesonid und 0,63 % unter Pacebo, die von Depressionen betrug 0,67 % unter inhalierbarem Budesonid und 1,15 % unter Placebo
Inhalativ anzuwendende Glukokortikoide können systemische Nebenwirkungen verur-sachen, insbesondere wenn hohe Dosen über lange Zeiträume gegeben werden. Die beschriebenen systemischen Effekte treten jedoch erheblich seltener unter inhalieba-rem Budesonid auf als unter oralen Kortikosteroiden.
Heiserkeit und Reizungen des Rachenraumes sind reversibel und verschwinden nach dem Absetzen der Therapie, Dosisreduktion und/oder Schonung der Stimme.
Es besteht ein zunehmendes Risiko für Lungenentzündung bei Patienten unter An-fangstherapie mit Budesonid bei einer vor kurzem diagnostizierten COPD. Eine gewich-tete Beurteilung von acht zusammengefassten klinischen Studien mit 4643 COPD Pati-enten unter Budesonid-Behandlung und 3643 randomisiert zu. Nicht-ICS Behandlungen zeigten jedoch kein erhöhtes Risiko für eine Lungenentzündung. Die Ergebnisse der ersten sieben dieser acht Studien wurden als eine Metaanalyse veröffentlicht.
Lactose enthält geringe Mengen Milchprotein und kann deshalb allergische Reaktionen hervorrufen.
KinderSystemische und inhalative Kortikosteroide, einschließlich Budesonid, können Wachs-tumsverzögerungen bei Kindern verursachen. Es wurden keine Langzeitstudien in Kindern, die mit Budesonid behandelt wurden, durchgeführt. Auf Basis verfügbarer Daten aus Kurz-zeitstudien (siehe Abschnitt 5.1) entspricht das insgesamt beobachtete Sicherheitsprofil von Budesonid bei Kindern dem Sicherheitsprofil von Erwachsenen.
Wegen des Risikos der Wachstumsverzögerung bei Kindern sollte das Wachstum wie in Abschnitt 4.4 („Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwen-dung“) beschrieben überwacht werden.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-
Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Die akute Toxizität von Budesonid ist gering. Akute Überdosierung von Budesonid, so-gar in exzessiven Dosen, lässt kein klinisches Problem erwarten.
Bei chronischer Überdosierung können systemische Glukokortikoideffekte, wie z. B. ei-ne erhöhte Infektanfälligkeit, ein Hyperkortizismus und eine Nebennierenrindeninsuffizi-enz auftreten.
Eine Nebennierenrindenatrophie kann auftreten und die Fähigkeit, sich Stresssituatio-nen anzupassen, kann verschlechtert sein. Es sind keine besonderen Notfallmaßnah-men notwendig. Die Behandlung mit Cyclocaps Budesonid sollte mit der geringsten noch effektiven Dosis zur Kontrolle der Asthmasymptome weitergeführt werden.
Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrindenfunktion erholt sich innerhalb weni-ger Tage.
Pharmakologische Eigenschaften - Cyclocaps 200
Pharmakotherapeutische Gruppe: Anti-Asthmatikum, Inhalat, Glukokortikoid ATC-Code: R03BA02
Wirkmechanismus
Budesonid ist ein topisches kortikosteroid. Nach oraler Inhalation hat es einen lokalen entzündungshemmenden Effekt auf die Bronchialschleimhaut. Der Wirkungsmechanis-mus der Glukokortikoide ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Den größten Nutzen er-zielt eine Therapie mit Budesonid Pulver zur Inhalation innerhalb 10 Tagen nach Beginn der Behandlung. Die regelmäßige Anwendung von Budesonid reduziert die chronische Entzündung der asthmatischen Lungen.
Es wurde eine offene, unkontrollierte Studie (D9422C0001) zur Untersuchung von Bude-sonid bei 108 pädiatrischen Patienten (Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 17 Jah-ren) mit leichter bis mittelschwerer Morbus Crohn-Erkrankung des Ileum und / oder des aufsteigenden Teils des Dickdarms durchgeführt. Die mediane Dauer der Behandlung von Budesonid betrug 58 Tagen (zwischen 5 Tage bis 90 Tage). Die Patienten wurden mit ora-lem Budesonid einmal täglich entsprechend ihrem Körpergewicht dosiert, Patienten mit ei-nem Gewicht von ≤25 kg erhielten 6 mg einmal täglich für 8 Wochen; Patienten mit einem Gewicht von > 25 kg erhielten 9 mg einmal täglich 8 Wochen lang. Während der 8-wöchigen Behandlung ergab sich eine Verringerung des Mittelwertes (± SD) PCDAI von 19,1 (± 10,1) auf 9,1 (± 8,5), was auf eine Verbesserung der Krankheitsaktivität hindeutet; mit einer Verbesserung der mittleren (± SD) IMPACT 3 Punktzahl von 132,1 (± 18,8) bis 140,9 (± 16,9). Unerwünschte Nebenwirkungen wurden bei einer ähnlichen Häufigkeit und Schwere beobachtet, wie sie bei Erwachsenen beobachtet wurden und traten meisten in Verbindung mit Morbus Crohn, Pubertät und möglichen GCS-bezogenen Nebenwirkungen auf.
Es wurde eine offene, nicht-vergleichende Studie (D9422C00002) entwickelt, um Bude-sonid 6 mg einmal täglich als Erhaltungstherapie bei 50 pädiatrischen Patienten (Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 17 Jahren) mit leichten bis mittelschweren Morbus Crohn-Erkrankung des Ileum und / oder des aufsteigenden Teils des Dickdarms, die in kli-nischer Remission waren (PCDAI ≤ 10) zu beurteilen. Die Behandlung bestand aus einer 12-wöchigen Phase mit einer Erhaltungstherapie von 6 mg einmal täglich, einer 2-wöchigen Phase mit Verringerung bis 3 mg einmal täglich. Die mediane Dauer der Be-handlungs von Budesonid betrug 98,5 Tage (zwischen 11 Tage bis 135 Tage). Die meis-ten Patienten blieben im klinischen Remissionsstadium, da es keine signifikanten Verände-rungen im mittleren PCDAI-Composite-Score oder IMPACT 3-Score gab. Die mittlere (SD) PCDAI betrug 4,85 (3,62) an der Basisline und 6,89 (8,08) nach 12 Wochen der Erhal-tungstherapie mit Budesonid 6 mg täglich. Zu den gleichen Zeitpunkten lag der mittlere IMPACT3-Wert bei 145,62 (12,43) bzw. 146,98 (15,48). Unerwünschte Nebenwirkungen wurden bei einer ähnlichen Häufigkeit und Schwere beobachtet, wie sie bei Erwachsenen beobachtet wurden und traten meistens in Verbindung mit Morbus Crohn, Pubertät und möglichen GCS-bezogenen Nebenwirkungen auf.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
Kinder und Jugendliche
Bei 157 Kindern (Alter 5-16 Jahre), die mit einer durchschnittlichen täglichen Dosis von 504 µg über 3-6 Jahre behandelt wurden, wurden Untersuchungen mit der Spaltlampe durchgeführt. Die Ergebnisse wurden mit 111 asthmatischen Kindern gleichen Alters ver-glichen. Inhalierbares Budesonid ging nicht einher mit einem erhöhten Auftreten eines posterior subkapsulären Katarakts.
Einfluss auf die Plasma-Kortisol-Konzentration
Studien an gesunden Freiwilligen mit Budesonid haben einen Dosis-abhängigen Effekt auf Kortisol im Plasma und Urin gezeigt. Budesonid verursacht unter der empfohlenen Dosie-rung signifikant weniger Effekte auf die Nebennierenfunktion als 10 mg Prednisolon, wie mittels ACTH-Test gezeigt wurde.
Absorption
Die in die Lungen gelangte Menge an Budesonid wird rasch und vollständig absorbiert. Nach Verabreichung wird die Peak-Konzentration innerhalb von 5-10 Minuten erreicht. Et-wa 25-30% einer Einzeldosis gelangt in die Lungen. Die absolute Bioverfügbarkeit von oral verabreichtem Budesonid beträgt ± 10 %.Das Verteilungsvolumen von Budesonid beträgt etwa 300 L. Nach Inhalation werden Peak Plasmakonzentrationen von Budesonid (4,0 nmol/L nach einer Dosis von 800 µg) innerhalb von 30 Minuten erreicht. Die maximale Plasmakonzentration und die Fläche unter dem Plasmakonzentration-Zeit Profil steigt line-ar mit der Dosis, aber geringfügig (20-30 %) höher nach wiederholten Dosierungen (3wöchige Behandlung) als nach einer Einmaldosis. Die Lungendeposition bei gesunden Personen wird mit bis zu 34 % ± 10 % der abgegebenen Dosis (arithmetisches Mittel ± SD) angegeben, 22 % verbleiben im Mundstück und der Rest (etwa 45 % der abgegebenen Dosis) wird geschluckt.
Distribution
Budesonid hat ein Verteilungsvolumen von etwa 3 L/Kg. Die Plasmaproteinbindung beträgt im Mittel 85-90 %.
Biotransformation und Elimination
Budesonid unterliegt in einem extensiven Maße (ca. 90 %) einer Biotransformation bei der ersten Leberpassage zu Metaboliten mit niedriger Glukokortikosteroidaktivität. Die Gluko-
kortikosteroidaktivität der Hauptmetaboliten, 6β-Hydroxybudesonid und 16α-Hydroxyprednisolon beträgt weniger als 1 % der Aktivität von Budesonid. Die Metabolisie-rung von Budesonid wird hauptsächlich durch CYP3A, eine Unterfamilie des Cytochrom p450, vermittelt.
Elimination
Die Metaboliten von Budesonid werden als solche oder in konjugierter Form hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden. Es wurde kein unverändertes Budesonid im Urin entdeckt. Budesonid hat eine hohe systemische Clearance (etwa 1,2 L/min) bei gesunden Erwach-senen. Die terminale Halbwertszeit von Budesonid beträgt im Mittel 2-3 Stunden nach i.v. Gabe.
Linearität
Die Kinetik von Budesonid bei klinisch relevanten Dosierungen verhält sich Dosis-proportional.
Kinder
Budesonid hat eine systemische Clearance von etwa 0,5 L/min bei 4-6 Jahre alten asthma-tischen Kindern. Kinder haben pro Kg Körpergewicht eine Clearance, die etwa 50 % höher ist als bei Erwachsenen. Nach Inhalation von Budesonid beträgt die terminale Halbwerts-zeit bei asthmatischen Kindern etwa 2,3 Stunden. Das ist in etwa gleich wie bei gesunden Erwachsenen. Bei asthmatischen Kindern, die mit Budesonid behandelt werden (Einzeldo-sis von 800 µg), wird die Plasmakonzentration Cmax (4,85 nmol/L) nach 13,8 Minuten er-reicht und nimmt danach schnell ab. AUC betrug 10,5 nmol/L. Der AUC-Wert ist generell vergleichbar mit dem bei Erwachsenen unter derselben Dosis, aber der Cmax Wert ist ten-denziell höher bei Kindern. Die Lungendeposition bei Kindern (31 % der nominalen Dosis) ist ähnlich der, die bei gesunden Erwachsenen gemessen wurde (34 % der nominalen Do-sis)
Pharmazeutische Angaben - Cyclocaps 200
Lactose-Monohydrat (enthält geringe Mengen an Milchproteinen)
Zusammensetzung der 200 Mikrogramm Kapsel: Eisenoxid, rot (E172), Titandioxid (E171), Gelatine
Zusammensetzung der 400 Mikrogramm Kapsel: Eisenoxid, schwarz (E172), Eisenoxid, rot (E172), Ponceau 4R (E124), Titandioxid (E171), Gelatine
Zusammensetzung der Drucktinte für beide Kapseln: Eisenoxid, schwarz (E172), Schel-lack, n-Butylalkohol, gereinigtes Wasser, Isopropylalkohol, Propylenglykol ,dehydratisierter Alkohol, starke Ammoniak-Lösung und Kaliumhydroxid.
PVC/PVDC/Aluminium Blisterpackungen mit 1x, 2x, 3x, 5x, 6x, 10x, 12x und 20x10 Kap-seln, mit oder ohne Inhalator (Cyclohaler)
PVC/PVDC/Aluminium Blisterpackungen mit 1x, 2x, 3x, 4x, 6x, 8x, 10x, 12x und 20x14 Kapseln, mit oder ohne Inhalator (Cyclohaler)
PP Behältnisse mit PE Verschluss mit 60 oder 120 Kapseln mit oder ohne Inhalator (Cyc-lohaler).
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.