Itraconazol Heumann 100 mg Hartkapseln
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Itraconazol 100 mg
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vulvovaginale Candidose
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Pityriasis versicolor
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Dermatophytosen, durch Organismen verursacht, die für Itraconazol empfindlich sind
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orale Candidose
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mykotische Keratitis
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systemische Mykosen
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Onychomykose
Dosierung
Die Behandlungspläne bei Erwachsenen für die jeweilige Indikation sind wie folgt:
| Oberflächliche Mykosen | ||
| Anwendungsgebiete | Dosis | Behandlungsdauer |
| Vulvovaginale Candidose | 200 mg 2 × täglich oder200 mg 1 × täglich | 1 Tag oder3 Tage |
| Pityriasis versicolor | 200 mg 1 × täglich | 7 Tage |
| Dermatophytosen, durch Organismen verursacht, die für Itraconazol empfindlich sind | 100 mg 1 × täglich oder200 mg 1 × täglich | 15 Tage oder7 Tage |
| Tinea pedis, Tinea manum | 100 mg 1 × täglich oder200 mg 2 × täglich | 30 Tage oder7 Tage |
| Orale Candidose | 100 mg 1 × täglich | 15 Tage |
| Bei einigen immunsupprimierten Patienten (z. B. bei Neutropenie, AIDS oder nach Organtransplantationen) kann die Bioverfügbarkeit von Itraconazol erniedrigt sein. EineVerdoppelung der Dosis kann angezeigt sein. | ||
| Mykotische Keratitis | 200 mg 1 × täglich | 21 TageDie Behandlungsdauer sollte an das klinische Ansprechen angepasstwerden. |
| Onychomykosen, verursacht durch Dermatophyten und/oder Hefepilze | |
| Intervalltherapie | Dosierung und Behandlungsdauer |
| Eine Intervalltherapie beinhaltet das folgende Dosierungsschema: 2 × täglich 2 Hartkapseln (entspr. 400 mg Itraconazol pro Tag) für eine Woche.Intervallbehandlungen werden immer durch ein 3-wöchiges, einnahmefreies Intervall unterbrochen (siehe beigefügte Tabelle).Das klinische Ansprechen wird sichtbar, wenn der Nagel nachBeendigung der Behandlung wieder nachwächst. | |
| Onychomykosen, verursacht durch Dermatophyten und/oder Hefepilze | ||
| kontinuierliche Therapie | Dosierung | Behandlungsdauer |
| Fußnägel mit oder ohneFingernagelbeteiligung | 200 mg 1 × täglich | 3 Monate |
| Lokalisation der Onychomykose | Woche 1 | Woche 2 | Woche 3 | Woche 4 | Woche 5 | Woche 6 | Woche 7 | Woche 8 | Woche 9 |
| Fußnägel mit oder ohne Fingernagelbeteiligung | Intervall 1 | Itraconazol-freie Wochen | Intervall 2 | Itraconazol-freie Wochen | Intervall 3 | ||||
| Nur Fingernägel | Intervall 1 | Itraconazol-freie Wochen | Intervall 2 | ||||||
Itraconazol verbleibt wesentlich länger in der Haut und in den Nägeln als im Blut. Eine optimale Heilung wird daher bei Pilzerkrankungen der Haut 2 – 4 Wochen, bei Pilzerkrankungen der Nägel 6 – 9 Monate nach Absetzen der Itraconazol-Kapseln erreicht.
| Systemische Mykosen | |||
| Anwendungsgebiete | Dosis* | Durchschnittliche Behandlungsdauer | Anmerkungen |
| Aspergillose | 200 mg 1 × täglich | 2 – 5 Monate | Bei invasiver oder disseminierter Erkrankung Dosis auf 200 mg 2 ×täglich erhöhen. |
| Candidose | 100 – 200 mg1 × täglich | 3 Wochen –7 Monate | Bei invasiver oder disseminierter Erkrankung auf 2 × täglich (morgens und abends)2 Hartkapseln (entspr. 400 mg Itraconazol proTag) erhöhen. |
| Nicht-meningeale Kryptokokkose | 200 mg 1 × täglich | 2 Monate – 1 Jahr | |
| Kryptokokken-Meningitis | 200 mg 2 × täglich | 2 Monate – 1 Jahr | Erhaltungstherapie: siehe Abschnitt 4.4 |
| Histoplasmose | 200 mg 1 × täglichbis 200 mg2 × täglich | 8 Monate | |
| Lymphokutane und kutane Sporotrichose | 100 mg oder200 mg 1 × täglich (lokalisierte Läsionen)oder200 mg 2 × täglich (großflächige Läsionen) | 3 – 6 Monate | |
| Systemische Mykosen | |||
| Anwendungsgebiete | Dosis* | DurchschnittlicheBehandlungsdauer | Anmerkungen |
| Extrakutane Sporotrichose | 200 mg 2 × täglich | 12 Monate | |
| Paracoccidioidomykose | 100 mg 1 × täglich | 6 Monate | Es liegen keine Daten bezüglich der Wirksamkeit von Itraconazol-Kapseln in der angegebenen Dosierung zur Behandlung einer Paracoccidioidomykosebei AIDS-Patienten vor. |
| Chromomykose | 100 – 200 mg1 × täglich | 6 Monate | |
| Blastomykose | 100 mg 1 × täglichbis 200 mg2 × täglich | 6 Monate | |
* Die Behandlungsdauer sollte in Abhängigkeit vom klinischen Ansprechen angepasst werden.
Spezielle Patientengruppen
Kinder und Jugendliche
Die Anwendung von Itraconazol-Kapseln bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen, es sei denn, dass der potentielle Nutzen die potentiellen Risiken überwiegt (siehe Abschnitt 4.4).
Ältere Patienten
Da zur Behandlung von älteren Patienten mit Itraconazol-Kapseln nur begrenzt klinische Daten vorliegen, sollten ältere Patienten nur mit Itraconazol-Kapseln behandelt werden, wenn der potentielle Nutzen die potentiellen Risiken überwiegt. Im Allgemeinen wird empfohlen, bei der Wahl der Dosierung für einen älteren Patienten das häufigere Auftreten einer verminderten Leber-, Nieren- oder Herzfunktion, von Begleiterkrankungen oder von weiteren Arzneimitteltherapien zu berücksichtigen (siehe Abschnitt 4.4).
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Die verfügbaren Daten zur oralen Anwendung von Itraconazol bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sind unzulänglich. Bei der Anwendung dieses Arzneimittels in dieser Patientengruppe ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 5.2).
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Zur Anwendung von oralem Itraconazol bei Patienten mit Niereninsuffizienz liegen nur begrenzt Daten vor. Die Exposition gegenüber Itraconazol kann bei einigen Patienten mit Niereninsuffizienz geringer sein. Deshalb sollte dieses Arzneimittel bei dieser Patientengruppe mit Vorsicht gegeben werden. Eine Anpassung der Dosis kann in Betracht gezogen werden.
Art der Anwendung
Itraconazol Heumann Hartkapseln sind zum Einnehmen, direkt nach einer Mahlzeit, um eine maximale Resorption zu erreichen.
Die Kapseln sind im Ganzen zu schlucken.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Itraconazol-Kapseln dürfen Patienten mit Zeichen einer ventrikulären Dysfunktion wie kongestiver Herzinsuffizienz oder anamnestisch bekannter Herzinsuffizienz außer zur Behandlung lebensbedrohlicher oder anderer schwerer Infektionen nicht verordnet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Itraconazol-Kapseln dürfen während der Schwangerschaft ausschließlich bei lebensbedrohlichen Indikationen angewendet werden (siehe Abschnitt 4.6).
Bei Frauen im gebärfähigen Alter, die mit Itraconazol-Kapseln behandelt werden, sollte eine Schwangerschaft durch geeignete kontrazeptive Maßnahmen verhindert werden. Eine effektive Kontrazeption sollte bis zur ersten Menstruation nach Behandlungsende fortgesetzt werden.
Die gleichzeitige Anwendung von Itraconazol-Kapseln mit einer Reihe von CYP3A4-Substraten ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5). Die gleichzeitige Anwendung kann zu erhöhten Plasmakonzentrationen dieser Arzneistoffe führen, was eine Verlängerung der Wirkung beider Therapien sowie eine Verlängerung der Nebenwirkungen zur Folge haben kann, sodass sich eine potentiell schwerwiegende Situation ereignen kann. Zum Beispiel können erhöhte Plasmakonzentrationen einiger dieser Arzneistoffe zu einer Verlängerung des QT-Intervalls und ventrikulären Tachyarrhythmien, einschließlich des Auftretens von Torsade de pointes, einer potentiell lebensbedrohlichen Arrhythmie, führen (spezifische Beispiele sind in Abschnitt 4.5 genannt).
Diese beinhalten:
| Analgetika; Anästhetika | ||
| Ergotalkaloide(z. B. Dihydroergotamin, Ergometrin, Ergotamin,Methylergometrin) | ||
| Antibiotika zur systemischen Anwendung; Antimykobakterielle Arzneimittel; Antimykotika zur systemischen Anwendung | ||
| Isavuconazol | ||
| Anthelminthika; Antiprotozoika | ||
| Halofantrin | ||
| Antihistaminika zur systemischen Anwendung | ||
| Astemizol | Mizolastin | Terfenadin |
| Antineoplastika | ||
| Irinotecan | Venetoclax (bei Patienten mit chronisch lymphatischer Leukämie bei Behandlungsbeginn und während der Dosistitrationsphase vonVenetoclax) | |
| Antithrombotika | ||
| Dabigatran | Ticagrelor | |
| Antivirale Arzneimittel zur systemischen Anwendung | ||
| Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir (mit oder ohne Dasabuvir) | ||
| Kardiovaskuläres System (Arzneimittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System; Antihypertensiva; Beta-Blocker; Calciumkanalblocker; Herztherapeutika; Diuretika) | ||
| Aliskiren | Eplerenon | Chinidin |
| Bepridil | Finerenon | Ranolazin |
| Disopyramid | Ivabradin | Sildenafil (pulmonaleHypertonie) |
| Dofetilid | Lercanidipin | |
| Dronedaron | Nisoldipin | |
| Arzneimittel bei gastrointestinalen Störungen einschließlich Antidiarrhoika, intestinale Antiphlogistika/Antiinfektiva; Antiemetika und Arzneimittel gegen Übelkeit; Laxanzien;Arzneimittel bei funktionellen gastrointestinalen Erkrankungen | ||
| Cisaprid | Domperidon | Naloxegol |
| Immunsuppressiva | ||
| Voclosporin | ||
| Arzneimittel zur Beeinflussung des Lipidstoffwechsels | ||
| Lovastatin | Lomitapid | Simvastatin |
| Psychoanaleptika; Psycholeptika (z. B. Antipsychotika, Anxiolytika und Hypnotika) | ||
| Lurasidon | Pimozid | Sertindol |
| Midazolam (oral) | Quetiapin | Triazolam |
| Urologika | ||
| Avanafil | Darifenacin | Solifenacin (bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz oder mäßiger bis schwerer Leberinsuffizienz) |
| Dapoxetin | Fesoterodin (bei Patienten mit mäßiger oder schwerer Nieren- oderLeberinsuffizienz) | Vardenafil (bei Patienten über 75 Jahren) |
| Sonstige Arzneimittel und Substanzen | ||
| Colchicin (bei Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz) | Eliglustat (bei Patienten, die langsame CYP2D6-Metabolisierer sind, bei intermediären oder extensiven CYP2D6-Metabolisierern, die einen starken oder moderatenCYP2D6-Inhibitor anwenden) | |
Kreuzallergie
Bezüglich einer Kreuzallergie zwischen Itraconazol und anderen Azol-Antimykotika liegen keine Informationen vor. Itraconazol Heumann sollte Patienten, die auf andere Azole allergisch reagieren, nur mit Vorsicht verschrieben werden.
Kardiale Wirkungen
Eine Untersuchung an gesunden Probanden hat ergeben, dass die intravenöse Gabe von Itraconazol zu einer vorübergehenden, asymptomatischen Reduktion der linksventrikulären Auswurffraktion führte; diese Veränderungen gingen bis zur nächsten intravenösen Gabe wieder zurück. Für orale Darreichungsformen ist die klinische Bedeutung dieser Beobachtungen unbekannt.
Es wurde gezeigt, dass Itraconazol negativ inotrope Effekte hat, und Berichte über kongestive Herzinsuffizienz wurden mit der Anwendung von Itraconazol in Verbindung gebracht. Da in Spontanberichten häufiger bei einer Gesamttagesdosis von 400 mg über Herzinsuffizienz berichtet wurde als bei niedrigeren Tagesdosen, ist anzunehmen, dass das Risiko einer Herzinsuffizienz mit der Höhe der verabreichten Gesamttagesdosis von Itraconazol ansteigen könnte.
Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz, auch in der Anamnese, sollten nur dann mit Itraconazol Heumann behandelt werden, wenn der Nutzen die Risiken deutlich überwiegt. In die jeweilige Nutzen-
/Risikobewertung sollten dabei Faktoren wie Schweregrad der Indikation, Dosierungsschema (z. B. Gesamttagesdosen) und die individuellen Risikofaktoren für eine dekompensierte Herzinsuffizienz eingeschlossen werden. Zu diesen Risikofaktoren zählen Herzerkrankungen wie koronare Herzkrankheit und/oder Herzklappenerkrankung, schwere Lungenerkrankungen, wie chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Nierenversagen und andere Erkrankungen, die zu Ödemen führen können. Diese Patienten sollten über die Anzeichen und Symptome einer dekompensierten Herzinsuffizienz aufgeklärt werden. Sie sollten vorsichtig therapiert und während der Behandlung sollte auf Anzeichen und Symptome einer dekompensierten Herzinsuffizienz geachtet werden. Bei entsprechenden Anzeichen oder Symptomen sollte die Behandlung mit Itraconazol Heumann abgebrochen werden.
Calciumkanalblocker können negativ inotrope Wirkungen haben, welche die von Itraconazol verstärken können. Zusätzlich kann Itraconazol den Metabolismus von Calciumkanalblockern hemmen. Deshalb sollte die gemeinsame Anwendung von Itraconazol und Calciumkanalblockern wegen des erhöhten Risikos für kongestive Herzinsuffizienz vorsichtig erfolgen (siehe Abschnitt 4.5).
Wirkungen auf die Leber
Nach Einnahme von Itraconazol-Kapseln sind sehr selten Fälle von schwerer Hepatotoxizität einschließlich akutem Leberversagen mit letalem Ausgang aufgetreten. In den meisten Fällen von schwerer Hepatotoxizität hatten die betroffenen Patienten eine vorbestehende Lebererkrankung, wurden in systemischen Indikationen behandelt, hatten andere wesentliche Beeinträchtigungen der Gesundheit und/oder nahmen andere hepatotoxische Arzneimittel ein. Einige Patienten wiesen keine eindeutigen Risikofaktoren für eine Lebererkrankung auf. Einige dieser Fälle wurden innerhalb des ersten Behandlungsmonats, einige davon innerhalb der ersten Behandlungswoche beobachtet. Bei Patienten, die Itraconazol-Kapseln erhalten, sollte eine Überwachung der Leberfunktion in Betracht gezogen werden.
Patienten sollten angewiesen werden, ihrem Arzt unverzüglich Anzeichen und Symptome einer vermuteten Hepatitis wie Appetitlosigkeit, Nausea, Erbrechen, Erschöpfung, Bauchschmerzen oder dunkel gefärbter Urin mitzuteilen. Bei diesen Patienten sollte die Behandlung sofort gestoppt und die Leberfunktion überprüft werden.
Zur Anwendung von oralem Itraconazol bei Patienten mit Leberinsuffizienz liegen nur begrenzte Daten vor. Deshalb sollte dieses Arzneimittel bei dieser Patientengruppe mit Vorsicht gegeben werden. Es wird empfohlen, Patienten mit Leberinsuffizienz während der Einnahme von Itraconazol sorgfältig zu überwachen. Bei der Entscheidung über einen Therapiebeginn mit anderen Arzneimitteln, die über CYP3A4 metabolisiert werden, wird empfohlen, die verlängerte Eliminationshalbwertszeit von Itraconazol zu beachten, die in einer klinischen Studie mit oralen Einzeldosen von Itraconazol-Kapseln bei Patienten mit Zirrhose beobachtet wurde.
Bei Patienten mit erhöhten oder anomalen Leberenzymen, bestehender Lebererkrankung oder bei Patienten, bei denen eine hepatotoxische Lebererkrankung nach Anwendung anderer Arzneimittel aufgetreten ist, wird von einer Behandlung mit Itraconazol-Kapseln dringend abgeraten, es sei denn, es liegt eine schwerwiegende oder lebensbedrohliche Situation vor, in welcher der erwartete Nutzen das Risiko übersteigt. Bei Patienten mit vorbestehenden auffälligen Leberfunktionswerten sowie bei Patienten, bei denen mit anderen Arzneimitteln eine hepatotoxische Reaktion aufgetreten ist, wird eine Überwachung der Leberfunktion empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).
Erniedrigte Azidität des Magens
Bei erniedrigter Azidität des Magens wird die Resorption von Itraconazol aus Itraconazol Heumann 100 mg Hartkapseln beeinträchtigt. Patienten mit einer erniedrigten Azidität des Magens, die entweder durch eine Erkrankung (z. B. Patienten mit Achlorhydrie) oder durch eine Begleitmedikation (z. B. Patienten, die Arzneimittel zur Verminderung der Magensekretion einnehmen) bedingt ist, sollten Itraconazol-Kapseln mit einem säurehaltigen Getränk, wie ein nicht-diätetisches Cola-Getränk, einnehmen. Die antifungale Aktivität sollte überwacht und die Itraconazol-Dosis bei Bedarf gesteigert werden (siehe Abschnitt 4.5).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Itraconazol bei pädiatrischen Patienten unter 18 Jahren wurde nicht nachgewiesen (siehe Abschnitte 4.8 und 5.2). Die Anwendung von Itraconazol-Kapseln bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen, es sei denn, dass der potentielle Nutzen die potentiellen Risiken überwiegt.
Anwendung bei älteren Patienten
Es liegen nur begrenzt klinische Daten zur Anwendung von Itraconazol bei älteren Patienten vor. Es ist angeraten, Itraconazol-Kapseln bei diesen Patienten nur anzuwenden, wenn der potentielle Nutzen das potentielle Risiko überwiegt. Im Allgemeinen wird empfohlen, bei der Wahl der Dosierung für einen älteren Patienten das häufigere Auftreten einer verminderten Leber-, Nieren- oder Herzfunktion, von Begleiterkrankungen oder von weiteren Arzneimitteltherapien zu berücksichtigen.
Beeinträchtigung der Nierenfunktion
Zur Anwendung von oralem Itraconazol bei Patienten mit Niereninsuffizienz liegen nur begrenzt Daten vor. Die Exposition gegenüber Itraconazol kann bei einigen Patienten mit Niereninsuffizienz geringer sein. Große interindividuelle Schwankungen wurden beobachtet, wenn diese Patienten Itraconazol in Form von Kapseln einnahmen (siehe Abschnitt 5.2). Deshalb sollte dieses Arzneimittel dieser Patientengruppe mit Vorsicht gegeben werden. Eine Anpassung der Dosis kann in Betracht gezogen werden.
Hörverlust
Bei Patienten, welche eine Itraconazol-Behandlung erhielten, wurde über vorübergehenden oder dauerhaften Hörverlust berichtet. In einigen dieser Fälle wurde eine Begleittherapie mit Chinidin, welches kontraindiziert ist, durchgeführt (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5). Der Hörverlust geht für gewöhnlich vorüber, sobald die Behandlung eingestellt wird, kann aber bei einigen Patienten persistieren.
Immunsupprimierte Patienten
Bei bestimmten immunsupprimierten Patienten (z. B. bei Neutropenie, AIDS oder nach Organtransplantationen) kann die Bioverfügbarkeit nach oraler Gabe von Itraconazol Heumann herabgesetzt sein.
Patienten mit unmittelbar lebensbedrohlichen, systemischen Pilzinfektionen
Aufgrund ihrer pharmakokinetischen Eigenschaften (siehe Abschnitt 5.2) wird davon abgeraten, Itraconazol Heumann Hartkapseln zur Einleitung der Behandlung von Patienten mit einer unmittelbar lebensbedrohlichen, systemischen Pilzinfektion einzusetzen.
AIDS-Patienten
Bei AIDS-Patienten, die aufgrund einer systemischen Pilzinfektion wie Sporotrichose, Blastomykose, Histoplasmose oder Kryptokokkose (mit oder ohne Meningitis) behandelt wurden und die rezidivgefährdet sind, sollte der behandelnde Arzt prüfen, ob eine Erhaltungstherapie notwendig ist.
Neuropathie
Bei Auftreten einer Neuropathie, die auf die Behandlung mit Itraconazol Heumann zurückgeführt werden kann, sollte die Behandlung abgebrochen werden.
Zystische Fibrose
Bei Patienten mit zystischer Fibrose wurde bei einer Steady-state-Dosierung von 2,5 mg/kg zweimal täglich mit Itraconazol Lösung zum Einnehmen eine Variabilität der therapeutischen Itraconazol-Spiegel beobachtet. Steady-state-Konzentrationen von > 250 ng/ml wurden bei etwa 50 % der Probanden über 16 Jahren erreicht, jedoch bei keinem der Patienten unter 16 Jahren. Wenn ein
Patient nicht auf Itraconazol-Kapseln anspricht, sollte ein Wechsel zu einer alternativen Therapie in Betracht gezogen werden.
Kreuzresistenz
Wenn bei Systemmykosen ein Verdacht auf Fluconazol-resistente Stämme von Candida species besteht, kann nicht davon ausgegangen werden, dass diese gegen Itraconazol empfindlich sind. Daher muss vor Beginn einer Itraconazol-Therapie ein Sensitivitätstest durchgeführt werden.
Austauschbarkeit
Es wird nicht empfohlen, Itraconazol-Kapseln und Itraconazol Lösung zum Einnehmen gegeneinander auszutauschen, da bei gleicher Dosierung die Arzneimittelexposition bei Einnahme der Lösung zum Einnehmen größer ist als bei Einnahme der Kapseln.
Wechselwirkungspotential
Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Arzneimittel mit Itraconazol kann zu Änderungen der Wirksamkeit oder Sicherheit von Itraconazol und/oder dem gleichzeitig angewendeten Arzneimittel führen. Zum Beispiel kann die gemeinsame Anwendung von Itraconazol mit CYP3A4-induzierenden Wirkstoffen zu subtherapeutischen Plasmakonzentrationen von Itraconazol und damit zu Therapieversagen führen. Darüber hinaus kann die gleichzeitige Anwendung von Itraconazol mit einigen Substraten von CYP3A4 zum Anstieg der Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel sowie zu schwerwiegenden und/oder potentiell lebensbedrohlichen Nebenwirkungen führen, wie z. B. zu QT-Verlängerung und ventrikulären Tachyarrhythmien einschließlich des Auftretens von Torsade de pointes, einer potentiell tödlichen Arrhythmie. Weitere Informationen hinsichtlich schwerwiegender oder lebensbedrohlicher Nebenwirkungen, die bei erhöhter Plasmakonzentration des gleichzeitig angewendeten Arzneimittels auftreten können, sollten der Fachinformation des entsprechenden Arzneimittels entnommen werden. Arzneimittel, die kontraindiziert, nicht empfohlen oder zur Einnahme mit Itraconazol nur mit besonderer Vorsicht empfohlen sind, sind in den Abschnitten 4.3 und 4.5 aufgeführt.
Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels
Dieses Arzneimittel enthält Saccharose. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Itraconazol Heumann nicht einnehmen.
Itraconazol wird hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert. Andere Substanzen, die entweder den gleichen metabolischen Abbauweg nutzen oder die CYP3A4-Aktivität verändern, können die Pharmakokinetik von Itraconazol beeinflussen. Itraconazol ist ein starker CYP3A4-Inhibitor, ein P-Glykoprotein-Inhibitor und auch ein Breast Cancer Resistance Protein (BCRP)-Inhibitor.
Itraconazol kann die Pharmakokinetik anderer Substanzen beeinflussen, die ebenfalls diesen metabolischen Abbau- oder Protein-Transporter-Weg haben.
In der nachfolgenden Tabelle 1 sind, nach Arzneimittelklassen geordnet, Beispiele von Arzneimitteln aufgeführt, die die Plasmakonzentration von Itraconazol beeinflussen können. Beispiele für Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen von Itraconazol beeinflusst werden können, sind in der
nachfolgenden Tabelle 2 aufgeführt. Aufgrund der Anzahl an Wechselwirkungen sind die potentiellen Veränderungen hinsichtlich Sicherheit oder Wirksamkeit der interagierenden Arzneimittel dort nicht enthalten. Die Aufzählung der Beispiele interagierender Arzneimittel in den folgenden Tabellen ist nicht vollständig. Deshalb muss die Fachinformation jedes Arzneimittels, welches zusammen mit Itraconazol angewendet werden soll, auf Informationen zu Biotransformation, Wechselwirkungen, potentiellen Risiken und spezifische Maßnahmen zur gleichzeitigen Anwendung geprüft werden.
Die in diesen Tabellen beschriebenen Wechselwirkungen werden unter Berücksichtigung des Ausmaßes des Konzentrationsanstiegs und des Sicherheitsprofils des interagierenden Arzneimittels als „Kontraindiziert“, „Nicht empfohlen“ oder „Mit Vorsicht anzuwenden“ kategorisiert (für weitere Informationen siehe Abschnitte 4.3 und 4.4). Das Wechselwirkungspotential der aufgeführten Arzneimittel wurde im Rahmen von pharmakokinetischen Studien am Menschen mit Itraconazol und/oder pharmakokinetischen Studien am Menschen mit anderen starken CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol) und/oder von In-vitro-Daten beurteilt:
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„Kontraindiziert“: Das Arzneimittel darf unter keinen Umständen gleichzeitig mit Itraconazol und
bis zu zwei Wochen nach Beendigung der Behandlung mit Itraconazol angewendet werden.
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„Nicht empfohlen“: Es wird empfohlen, die Anwendung des Arzneimittels während und bis zu zwei Wochen nach Beendigung der Behandlung mit Itraconazol zu vermeiden, es sei denn, der Nutzen überwiegt die potentiell erhöhten Nebenwirkungsrisiken. Lässt sich eine gleichzeitige Anwendung nicht vermeiden, wird eine klinische Überwachung auf Anzeichen oder Symptome für verstärkte oder verlängerte Wirkungen oder Nebenwirkungen des interagierenden Arzneimittels empfohlen. Bei Bedarf muss seine Dosis reduziert oder die Behandlung unterbrochen werden. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, die Plasmakonzentrationen zu bestimmen.
-
„Mit Vorsicht anwenden“: Bei gleichzeitiger Anwendung des Arzneimittels mit Itraconazol wird eine sorgfältige Überwachung empfohlen. Bei gleichzeitiger Anwendung wird eine engmaschige Überwachung der Patienten auf Anzeichen oder Symptome für verstärkte oder verlängerte Wirkungen oder Nebenwirkungen des interagierenden Arzneimittels empfohlen. Bei Bedarf muss seine Dosis reduziert werden. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, die Plasmakonzentrationen zu bestimmen.
Die in diesen Tabellen aufgeführten Wechselwirkungen wurden in Studien beschrieben, die mit den empfohlenen Dosen von Itraconazol durchgeführt wurden. Allerdings kann das Ausmaß der Wechselwirkung von der angewendeten Itraconazol-Dosis abhängen. Bei einer höheren Dosis oder einem kürzeren Dosierungsintervall kann es zu einer stärkeren Wechselwirkung kommen. Eine Extrapolation der Beobachtungen im Hinblick auf andere Dosierungsszenarien oder andere Arzneimittel sollte mit Bedacht erfolgen.
Sobald die Behandlung beendet wird, sinkt die Plasmakonzentration von Itraconazol in Abhängigkeit von der Dosis und Dauer der Behandlung innerhalb von 7 bis 14 Tagen auf eine fast nicht nachweisbare Konzentration. Bei Patienten mit Leberzirrhose oder Personen, die CYP3A4-Inhibitoren erhalten, kann die Abnahme der Plasmakonzentration noch langsamer verlaufen. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Einleitung einer Therapie mit Arzneimitteln, deren Metabolismus von Itraconazol beeinflusst wird, wichtig (siehe Abschnitt 5.2).
Tabelle 1: Beispiele für Arzneimittel, die die Plasmakonzentration von Itraconazol beeinflussen können, geordnet nach Arzneimittelklassen
| Beispiele für Arzneimittel (orale Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb derArzneimittelklasse | Erwartete/potentielle Wirkung auf den Itraconazol-Spiegel(↑ = Zunahme; ↔ = keine Änderung;↓ = Abnahme) | Klinische Anmerkung (siehe oben für weitere Informationen sowie Abschnitte 4.3 und 4.4) |
| Antibiotika zur systemischen Anwendung; Antimykobakterielle Arzneimittel | ||
| Isoniazid | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Isoniazid die Konzentration von Itraconazolsenkt. | Nicht empfohlen |
| Rifampicin 600 mg oral einmal täglich | Itraconazol AUC ↓ | Nicht empfohlen |
| Rifabutin 300 mg oral einmal täglich | Itraconazol Cmax ↓ 71 %, AUC ↓ 74 % | Nicht empfohlen |
| Ciprofloxacin 500 mg oral zweimal täglich | Itraconazol Cmax ↑ 53 %, AUC ↑ 82 % | Mit Vorsicht anwenden |
| Erythromycin 1 g | Itraconazol Cmax ↑ 44 %, AUC ↑ 36 % | Mit Vorsicht anwenden |
| Clarithromycin 500 mg oral zweimal täglich | Itraconazol Cmax ↑ 90 %, AUC ↑ 92 % | Mit Vorsicht anwenden |
| Antiepileptika | ||
| Carbamazepin, Phenobarbital | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass diese Arzneimittel die Konzentration vonItraconazol senken. | Nicht empfohlen |
| Phenytoin 300 mg oral einmal täglich | Itraconazol Cmax ↓ 83 %, AUC ↓ 93 % Hydroxy-Itraconazol Cmax ↓ 84 %, AUC ↓ 95 % | Nicht empfohlen |
| Antineoplastika | ||
| Idelalisib | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Idelalisib die Konzentration von Itraconazolerhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Antivirale Arzneimittel zur systemischen Anwendung | ||
| Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir (mit oder ohne Dasabuvir) | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass diese Arzneimittel die Konzentration vonItraconazol erhöhen. | Kontraindiziert |
| Efavirenz 600 mg | Itraconazol Cmax ↓ 37 %, AUC ↓ 39 %Hydroxy-Itraconazol Cmax ↓ 35 %, AUC ↓ 37 % | Nicht empfohlen |
| Nevirapin 200 mg oral einmal täglich | Itraconazol Cmax ↓ 38 %, AUC ↓ 62 % | Nicht empfohlen |
| Beispiele für Arzneimittel (orale Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb derArzneimittelklasse | Erwartete/potentielle Wirkung auf den Itraconazol-Spiegel(↑ = Zunahme; ↔ = keine Änderung;↓ = Abnahme) | Klinische Anmerkung (siehe oben für weitere Informationen sowie Abschnitte 4.3 und 4.4) |
| Cobicistat,Darunavir (geboostert), Elvitegravir (geboostert mit Ritonavir),Fosamprenavir (geboostert mit Ritonavir),Ritonavir,Saquinavir (geboostert mit Ritonavir) | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass diese Arzneimittel die Konzentration von Itraconazol erhöhen. | Mit Vorsicht anwenden |
| Indinavir 800 mg oral dreimal täglich | Itraconazol-Konzentration ↑ | Mit Vorsicht anwenden |
| Calciumkanalblocker | ||
| Diltiazem | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Diltiazem die Konzentration vonItraconazol erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Arzneimittel bei funktionellen gastrointestinalen Erkrankungen | ||
| Antacida (Aluminium-, Calcium-, Magnesium- oder Natriumhydrogencarbonat),H2-Rezeptorantagonisten (z. B. Cimetidin, Ranitidin), Protonenpumpen-Inhibitoren (z. B. Lansoprazol, Omeprazol,Rabeprazol) | Itraconazol Cmax ↓, AUC ↓ | Mit Vorsicht anwenden |
| Respiratorisches System: Sonstige Arzneimittel zur Behandlung des Respirationstrakts | ||
| Lumacaftor/Ivacaftor200/250 mg oral zweimal täglich | Itraconazol-Konzentration ↓ | Nicht empfohlen |
| Sonstige | ||
| Johanniskraut(Hypericum perforatum) | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Johanniskraut die Konzentration vonItraconazol senkt. | Nicht empfohlen |
Tabelle 2: Beispiele für Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen durch Itraconazol beeinflusst werden können, geordnet nach Arzneimittelklassen
| Beispiele für Arzneimittel (orale Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb derArzneimittelklasse | Erwartete/potentielle Wirkung auf den Arzneimittelspiegel(↑ = Zunahme; ↔ = keine Änderung;↓ = Abnahme) | Klinische Anmerkung (siehe oben für weitere Informationen sowie Abschnitte 4.3 und 4.4) |
| Analgetika; Anästhetika | ||
| Ergotalkaloide (z. B. Dihydroergotamin, Ergometrin, Ergotamin, Methylergometrin) | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Kontraindiziert |
| Eletriptan, Fentanyl | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Nicht empfohlen |
| Alfentanil, Buprenorphin (i. v. und sublingual),Cannabinoide, Methadon,Sufentanil | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Oxycodon 10 mg oral | Oxycodon oral: Cmax ↑ 45 %,AUC ↑ 2,4-fach | Mit Vorsicht anwenden |
| Oxycodon 0,1 mg/kg i. v. | Oxycodon i. v.: AUC ↑ 51 % | Mit Vorsicht anwenden |
| Antibiotika zur systemischen Anwendung; Antimykobakterielle Arzneimittel; Antimykotika zursystemischen Anwendung | ||
| Isavuconazol | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration vonIsavuconazol erhöht. | Kontraindiziert |
| Bedaquilin | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Bedaquilin erhöht. | Nicht empfohlen |
| Rifabutin 300 mg oral einmal täglich | Rifabutin-Konzentration ↑ (Ausmaßunbekannt) | Nicht empfohlen |
| Clarithromycin 500 mg oral zweimal täglich | Clarithromycin-Konzentration ↑ | Mit Vorsicht anwenden |
| Delamanid | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration vonDelamanid erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Beispiele für Arzneimittel (orale Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb derArzneimittelklasse | Erwartete/potentielle Wirkung auf den Arzneimittelspiegel(↑ = Zunahme; ↔ = keine Änderung;↓ = Abnahme) | Klinische Anmerkung (siehe oben für weitere Informationen sowie Abschnitte 4.3 und 4.4) |
| Antiepileptika | ||
| Carbamazepin | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration vonCarbamazepin erhöht. | Nicht empfohlen |
| Antiphlogistika und Antirheumatika | ||
| Meloxicam 15 mg | Meloxicam Cmax ↓ 64 %, AUC ↓ 37 % | Mit Vorsicht anwenden |
| Anthelminthika; Antiprotozoika | ||
| Halofantrin | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration vonHalofantrin erhöht. | Kontraindiziert |
| Artemether/Lumefantrin, Praziquantel | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Chinin 300 mg | Chinin Cmax ↔, AUC ↑ 96 % | Mit Vorsicht anwenden |
| Antihistaminika zur systemischen Anwendung | ||
| Astemizol, Mizolastin, Terfenadin | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Kontraindiziert |
| Ebastin 20 mg | Ebastin Cmax ↑ 2,5-fach, AUC ↑ 6,2-fachCarebastin Cmax ↔, AUC ↑ 3,1-fach | Nicht empfohlen |
| Bilastin, Rupatadin | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Beispiele für Arzneimittel (orale Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb derArzneimittelklasse | Erwartete/potentielle Wirkung auf den Arzneimittelspiegel(↑ = Zunahme; ↔ = keine Änderung;↓ = Abnahme) | Klinische Anmerkung (siehe oben für weitere Informationen sowie Abschnitte 4.3 und 4.4) |
| Antineoplastika | ||
| Irinotecan | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Irinotecan und dessen aktivenMetaboliten erhöht. | Kontraindiziert |
| Venetoclax | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Venetoclax erhöht. | Kontraindiziert bei Patienten mit chronisch lymphatischer Leukämie bei Behandlungsbeginn und während der Dosistitrationsphase von Venetoclax. Ansonsten nicht empfohlen, es sei denn, der Nutzen überwiegt die Risiken.Siehe VenetoclaxFachinformation. |
| Axitinib, Bosutinib, Cabazitaxel, Cabozantinib, Ceritinib, Crizotinib, Dabrafenib, Dasatinib, Docetaxel, Everolimus, Glasdegib,Ibrutinib, Lapatinib, Nilotinib, Pazopanib, Regorafenib, Sunitinib, Temsirolimus, Trabectedin, Trastuzumab-Emtansin,Vincaalkaloide (z. B. Vinflunin,Vinorelbin) | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel mit Ausnahme von Cabazitaxel und Regorafenib erhöht. Bei der Exposition von Cabazitaxel wurde kein statistisch signifikanter Unterschied gefunden, dafür zeigten die Ergebnisse eine hohe Variabilität. Bei Regorafenib ist davon auszugehen, dass die AUC abnimmt (anhand der Schätzung für die aktivefunktionelle Gruppe). | Nicht empfohlen |
| Cobimetinib 10 mg | Cobimetinib Cmax ↑ 3,2-fach, AUC ↑ 6,7-fach | Nicht empfohlen |
| Entrectinib | Entrectinib Cmax ↑ 73 %, AUC ↑ 6,0-fach | Nicht empfohlen |
| Olaparib 100 mg | Olaparib Cmax ↑ 40 %, AUC ↑ 2,7-fach | Nicht empfohlen |
| Talazoparib | Talazoparib Cmax ↑ 40 %,AUC ↑ 56 % | Nicht empfohlen |
| Beispiele für Arzneimittel (orale Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb derArzneimittelklasse | Erwartete/potentielle Wirkung auf den Arzneimittelspiegel(↑ = Zunahme; ↔ = keine Änderung;↓ = Abnahme) | Klinische Anmerkung (siehe oben für weitere Informationen sowie Abschnitte 4.3 und 4.4) |
| Alitretinoin (oral), Bortezomib, Brentuximab Vedotin, Erlotinib, Idelalisib, Imatinib, Nintedanib, Panobinostat, Ponatinib,Ruxolitinib, Sonidegib, Tretinoin(oral) | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Busulfan 1 mg/kg alle 6 Stunden | Busulfan Cmax ↑, AUC ↑ | Mit Vorsicht anwenden |
| Gefitinib 250 mg | Gefitinib 250 mg Cmax ↑, AUC ↑ 78 % | Mit Vorsicht anwenden |
| Pemigatinib | Pemigatinib Cmax ↑ 17 %,AUC ↑ 91 % | Mit Vorsicht anwenden |
| Antithrombotika | ||
| Dabigatran, Ticagrelor | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Kontraindiziert |
| Apixaban, Edoxaban, Rivaroxaban, Vorapaxar | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Nicht empfohlen |
| Cilostazol,Cumarine (z. B. Warfarin) | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Antivirale Arzneimittel zur systemischen Anwendung | ||
| Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir (mit oder ohne Dasabuvir) | Itraconazol kann die Konzentration von Paritaprevir erhöhen. | Kontraindiziert |
| Elbasvir/Grazoprevir, Tenofoviralafenamidfumarat (TAF),Tenofovirdisoproxilfumarat(TDF) | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. | Nicht empfohlen |
| Cobicistat,Elvitegravir (geboostert mit Ritonavir), Glecaprevir/Pibrentasvir, Maraviroc, Ritonavir,Saquinavir | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Indinavir 800 mg oral dreimal täglich | Indinavir Cmax ↔, AUC ↑ | Mit Vorsicht anwenden |
| Beispiele für Arzneimittel (orale Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb derArzneimittelklasse | Erwartete/potentielle Wirkung auf den Arzneimittelspiegel(↑ = Zunahme; ↔ = keine Änderung;↓ = Abnahme) | Klinische Anmerkung (siehe oben für weitere Informationen sowie Abschnitte 4.3 und 4.4) |
| Kardiovaskuläres System (Arzneimittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System; Antihypertensiva; Beta-Blocker; Calciumkanalblocker; Herztherapeutika; Diuretika) | ||
| Bepridil, Disopyramid, Dofetilid, Dronedaron, Eplerenon, Finerenon, Ivabradin,Lercanidipin, Nisoldipin, Ranolazin,Sildenafil (pulmonale Hypertonie) | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. | Kontraindiziert |
| Aliskiren 150 mg | Aliskiren Cmax ↑ 5,8-fach, AUC ↑ 6,5-fach | Kontraindiziert |
| Chinidin 100 mg | Chinidin Cmax ↑ 59 %, AUC ↑ 2,4-fach | Kontraindiziert |
| Felodipin 5 mg | Felodipin Cmax ↑ 7,8-fach, AUC ↑ 6,3-fach | Nicht empfohlen |
| Riociguat,Tadalafil (pulmonale Hypertonie) | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Nicht empfohlen |
| Bosentan, Diltiazem, Guanfacin,Sonstige Dihydropyridine (z. B. Amlodipin, Isradipin, Nifedipin, Nimodipin),Verapamil | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Digoxin 0,5 mg | Digoxin Cmax ↑ 34 %, AUC ↑ 68 % | Mit Vorsicht anwenden |
| Nadolol 30 mg | Nadolol Cmax ↑ 4,7-fach, AUC ↑ 2,2-fach | Mit Vorsicht anwenden |
| Corticosteroide zur systemischen Anwendung; Arzneimittel gegen obstruktive Atemwegserkrankungen | ||
| Ciclesonid, Salmeterol | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Salmeterol und des aktivenMetaboliten von Ciclesonid erhöht. | Nicht empfohlen |
| Budesonid 1 mg zur Inhalation als Einzeldosis | Budesonid zur Inhalation Cmax ↑ 65 %, AUC ↑ 4,2-fach; Budesonid-Konzentration (andereFormulierungen) ↑ | Mit Vorsicht anwenden |
| Beispiele für Arzneimittel (orale Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb derArzneimittelklasse | Erwartete/potentielle Wirkung auf den Arzneimittelspiegel(↑ = Zunahme; ↔ = keine Änderung;↓ = Abnahme) | Klinische Anmerkung (siehe oben für weitere Informationen sowie Abschnitte 4.3 und 4.4) |
| Dexamethason 5 mg i. v. Dexamethason 4,5 mg oral | Dexamethason i. v.: Cmax ↔, AUC ↑ 3,3-fachDexamethason oral: Cmax ↑ 69 %,AUC ↑ 3,7-fach | Mit Vorsicht anwenden |
| Fluticason 1 mg zur Inhalation zweimal täglich | Fluticason-Konzentration (zurInhalation) ↑ | Mit Vorsicht anwenden |
| Methylprednisolon 16 mg | Methylprednisolon oral Cmax ↑ 92 %,AUC ↑ 3,9-fachMethylprednisolon i. v. AUC ↑ 2,6-fach | Mit Vorsicht anwenden |
| Fluticason nasal | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von nasal angewendetem Fluticasonerhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Antidiabetika | ||
| Repaglinid 0,25 mg | Repaglinid Cmax ↑ 47 %, AUC ↑ 41 % | Mit Vorsicht anwenden |
| Saxagliptin | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration vonSaxagliptin erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Arzneimittel bei gastrointestinalen Störungen einschließlich Antidiarrhoika, intestinale Antiphlogistika/Antiinfektiva; Antiemetika und Arzneimittel gegen Übelkeit; Laxanzien;Arzneimittel bei funktionellen gastrointestinalen Erkrankungen | ||
| Cisaprid, Naloxegol | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Kontraindiziert |
| Domperidon 20 mg | Domperidon Cmax ↑ 2,7-fach, AUC ↑ 3,2-fach | Kontraindiziert |
| Aprepitant, Loperamid, Netupitant | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Immunsuppressiva | ||
| Voclosporin | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration vonVoclosporin erhöht. | Kontraindiziert |
| Sirolimus (Rapamycin) | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration vonSirolimus erhöht. | Nicht empfohlen |
| Beispiele für Arzneimittel (orale Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb derArzneimittelklasse | Erwartete/potentielle Wirkung auf den Arzneimittelspiegel(↑ = Zunahme; ↔ = keine Änderung;↓ = Abnahme) | Klinische Anmerkung (siehe oben für weitere Informationen sowie Abschnitte 4.3 und 4.4) |
| Ciclosporin, Tacrolimus | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Tacrolimus 0,03 mg/kg i. v. als Einzeldosis | Tacrolimus-Konzentration (i. v.) ↑ | Mit Vorsicht anwenden |
| Arzneimittel zur Beeinflussung des Lipidstoffwechsels | ||
| Lomitapid | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration vonLomitapid erhöht. | Kontraindiziert |
| Lovastatin 40 mg | Lovastatin Cmax ↑ 14,5- bis > 20-fach, AUC ↑ 14,8- bis > 20-fach Lovastatinsäure Cmax ↑ 11,5- bis13-fach, AUC ↑ 15,4- bis 20-fach | Kontraindiziert |
| Simvastatin 40 mg | Simvastatinsäure Cmax ↑ 17-fach, AUC ↑ 19-fach | Kontraindiziert |
| Atorvastatin | Atorvastatinsäure: Cmax ↔ bis ↑2,5-fach, AUC ↑ 40 % bis 3-fach | Nicht empfohlen |
| Psychoanaleptika; Psycholeptika (z. B. Antipsychotika, Anxiolytika und Hypnotika) | ||
| Lurasidon, Pimozid, Quetiapin, Sertindol | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Kontraindiziert |
| Midazolam 7,5 mg oral | Midazolam oral Cmax ↑ 2,5- bis3,4-fach, AUC ↑ 6,6- bis 10,8-fach | Kontraindiziert |
| Triazolam 0,25 mg | Triazolam Cmax ↑, AUC ↑ | Kontraindiziert |
| Alprazolam 0,8 mg | Alprazolam Cmax ↔, AUC ↑ 2,8-fach | Mit Vorsicht anwenden |
| Aripiprazol 3 mg | Aripiprazol Cmax ↑ 19 %, AUC ↑ 48 % | Mit Vorsicht anwenden |
| Brotizolam 0,5 mg | Brotizolam Cmax ↔, AUC ↑ 2,6-fach | Mit Vorsicht anwenden |
| Buspiron 10 mg | Buspiron Cmax ↑ 13,4-fach, AUC ↑ 19,2-fach | Mit Vorsicht anwenden |
| Midazolam 7,5 mg i. v. | Midazolam 7,5 mg i. v.:Konzentration ↑;Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Midazolam nach oromukosalerAnwendung erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Risperidon 2 – 8 mg/Tag | Risperidon und aktiver MetabolitKonzentration ↑ | Mit Vorsicht anwenden |
| Zopiclon 7,5 mg | Zopiclon Cmax ↑ 30 %, AUC ↑ 70 % | Mit Vorsicht anwenden |
| Beispiele für Arzneimittel (orale Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb derArzneimittelklasse | Erwartete/potentielle Wirkung auf den Arzneimittelspiegel(↑ = Zunahme; ↔ = keine Änderung;↓ = Abnahme) | Klinische Anmerkung (siehe oben für weitere Informationen sowie Abschnitte 4.3 und 4.4) |
| Cariprazin, Galantamin, Haloperidol, Reboxetin, Venlafaxin | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Respiratorisches System: Sonstige Arzneimittel zur Behandlung des Respirationstrakts | ||
| Lumacaftor/Ivacaftor200/250 mg oral zweimal täglich | Ivacaftor Cmax ↑ 3,6-fach, AUC ↑ 4,3-fachLumacaftor Cmax ↔, AUC ↔ | Nicht empfohlen |
| Ivacaftor | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Ivacaftor erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Sexualhormone und Modulatoren des Genitalsystems; Sonstige Gynäkologika | ||
| Cabergolin, Dienogest, Ulipristal | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Urologika | ||
| Avanafil, Dapoxetin, Darifenacin | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Kontraindiziert |
| Fesoterodin | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration des aktiven Metaboliten 5-Hydroxymethyl-Tolterodin erhöht. | Mäßige oder schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz: Kontraindiziert.Leichte Nieren- oder Leberinsuffizienz: Eine Anwendung als Begleitmedikament sollte vermieden werden.Normale Nieren- und Leberfunktion: Mit Vorsicht anwenden (maximale Fesoterodin-Dosis von 4 mg). |
| Beispiele für Arzneimittel (orale Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb derArzneimittelklasse | Erwartete/potentielle Wirkung auf den Arzneimittelspiegel(↑ = Zunahme; ↔ = keine Änderung;↓ = Abnahme) | Klinische Anmerkung (siehe oben für weitere Informationen sowie Abschnitte 4.3 und 4.4) |
| Solifenacin | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Solifenacin erhöht. | Schwere Niereninsuffizienz: Kontraindiziert.Mäßige oder schwere Leberinsuffizienz: Kontraindiziert.Bei allen anderen Patienten mit Vorsicht anwenden (maximale Solifenacin-Dosis von 5mg). |
| Vardenafil | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Vardenafil erhöht. | Kontraindiziert bei Patienten über 75 Jahren; ansonsten nicht empfohlen. |
| Alfuzosin, Silodosin,Tadalafil (erektile Dysfunktion und benigne Prostatahyperplasie),Tamsulosin, Tolterodin | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieser Arzneimittel erhöht. | Nicht empfohlen |
| Dutasterid, Imidafenacin, Sildenafil (erektile Dysfunktion) | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration dieserArzneimittel erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Oxybutynin 5 mg | Oxybutynin Cmax ↑ 2-fach, AUC ↑ 2-fach;N-Desethyloxybutynin Cmax ↔, AUC ↔Nach transdermaler Anwendung: Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Oxybutynin nach transdermalerAnwendung erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
| Beispiele für Arzneimittel (orale Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb derArzneimittelklasse | Erwartete/potentielle Wirkung auf den Arzneimittelspiegel(↑ = Zunahme; ↔ = keine Änderung;↓ = Abnahme) | Klinische Anmerkung (siehe oben für weitere Informationen sowie Abschnitte 4.3 und 4.4) |
| Sonstige Arzneimittel und Substanzen | ||
| Colchicin | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Colchicin erhöht. | Kontraindiziert bei Patienten mit Nieren-oder Leberinsuffizienz. Für alle anderen Patienten nichtempfohlen. |
| Eliglustat | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration von Eliglustat erhöht. | Kontraindiziert bei langsamen CYP2D6-Metabolisierern.Kontraindiziert bei intermediären CYP2D6-Metabolisierern oder extensiven CYP2D6-Metabolisierern, die einen starken oder mäßigen CYP2D6-Inhibitor anwenden.Mit Vorsicht anzuwenden bei intermediären und extensiven CYP2D6-Metabolisierern.Bei extensiven CYP2D6-Metabolisierern mit leichter Leberinsuffizienz sollte eine Dosis von84 mg/Tag Eliglustaterwogen werden. |
| Cinacalcet | Obwohl nicht direkt untersucht, so ist es doch wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentration vonCinacalcet erhöht. | Mit Vorsicht anwenden |
Schwangerschaft
Itraconazol Heumann darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, mit Ausnahme von lebensbedrohlichen Fällen, in denen der mögliche Nutzen für die Mutter das mögliche Risiko für den Fetus überwiegt (siehe Abschnitt 4.3).
Tierexperimentelle Studien mit Itraconazol haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Bisher liegen nur sehr begrenzte Informationen zur Anwendung von Itraconazol während der Schwangerschaft vor. In Erfahrungen nach Markteinführung wurde über Fälle von angeborenen Missbildungen berichtet. Dazu gehörten Missbildungen des Skeletts, des Urogenitaltrakts, des kardiovaskulären Systems, des Auges, der Chromosomen sowie multiple Malformationen. Ein Kausalzusammenhang mit Itraconazol wurde bisher nicht festgestellt.
Epidemiologische Daten von exponierten Schwangeren, die Itraconazol während der ersten drei Monate der Schwangerschaft eingenommen hatten – meistens nur für eine kurzzeitige Therapiedauer gegen vulvovaginale Candidose – zeigten im Vergleich zu den Kontrollpersonen, die keinen bekannten Teratogenen ausgesetzt waren, kein erhöhtes Risiko für Missbildungen.
Frauen im gebärfähigen Alter
Frauen im gebärfähigen Alter, die Itraconazol Heumann einnehmen, sollten eine verlässliche Verhütungsmethode anwenden. Die Anwendung der jeweiligen Verhütungsmethode sollte bis zur nächsten Menstruationsblutung nach Abschluss der Behandlung mit Itraconazol Heumann fortgesetzt werden.
Stillzeit
Itraconazol wird in sehr kleinen Mengen über die Muttermilch ausgeschieden. Daher sollte der Nutzen einer Behandlung mit Itraconazol Heumann gegenüber dem Risiko des Stillens sorgfältig abgewogen werden. Im Zweifelsfall sollte nicht gestillt werden.
Fertilität
Bei Ratten hatte Itraconazol in Dosen, die Anzeichen allgemeiner Toxizität zeigten, keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Männchen oder Weibchen (siehe Abschnitt 5.3). Die Wirkung beim Menschen ist unbekannt.
Es wurden keine Studien zu Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Beim Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen müssen Nebenwirkungen wie Schwindel, Sehstörungen oder Hörverlust (siehe Abschnitt 4.8), die in einigen Fällen auftreten können, in Betracht gezogen werden.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die unter der Behandlung mit Itraconazol-Kapseln am häufigsten berichteten Nebenwirkungen, die in
klinischen Studien und/oder anhand von Spontanberichten identifiziert wurden, waren Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Übelkeit. Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen waren schwere allergische Reaktionen, Herzversagen/kongestive Herzinsuffizienz/Lungenödem, Pankreatitis, schwere Hepatotoxizität (einschließlich einiger Fälle von akutem Leberversagen mit letalem Ausgang) und
schwere Hautreaktionen. Hinsichtlich Häufigkeiten und anderer beobachteter Nebenwirkungen siehe Unterabschnitt „Tabellarische Liste der Nebenwirkungen“. Für zusätzliche Informationen zu anderen schwerwiegenden Nebenwirkungen siehe Abschnitt 4.4.
Tabellarische Liste der Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen in der folgenden Tabelle stammen aus offenen und doppelblinden klinischen Studien mit Itraconazol-Kapseln, in denen 8 499 Patienten gegen Dermato- oder Onychomykosen behandelt wurden, sowie aus Spontanberichten.
In der untenstehenden Tabelle sind alle bekannten Nebenwirkungen gemäß Systemorganklassen aufgeführt. Innerhalb jeder Systemorganklasse werden die Nebenwirkungen nach ihrer Häufigkeit untergliedert. Hierzu wurden folgende Definitionen herangezogen:
Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100); selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
| Nebenwirkungen | |
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen | |
| Gelegentlich | Sinusitis, Infektion der oberen Atemwege, Rhinitis |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | |
| Selten | Leukopenie |
| Erkrankungen des Immunsystems | |
| Gelegentlich | Hypersensitivität* |
| Selten | anaphylaktische Reaktion, angioneurotisches Ödem, Serumkrankheit |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | |
| Selten | Hypertriglyceridämie |
| Erkrankungen des Nervensystems | |
| Häufig | Kopfschmerzen |
| Selten | Hypästhesie, Parästhesie, Dysgeusie |
| Augenerkrankungen | |
| Selten | Sehstörungen (einschließlich Verschwommensehen und Diplopie) |
| Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths | |
| Selten | vorübergehender oder dauerhafter Hörverlust*, Tinnitus |
| Herzerkrankungen | |
| Selten | kongestive Herzinsuffizienz* |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums | |
| Selten | Dyspnoe |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | |
| Häufig | Bauchschmerzen, Übelkeit |
| Gelegentlich | Erbrechen, Durchfall, Dyspepsie, Verstopfung, Blähungen |
| Selten | Pankreatitis |
| Leber- und Gallenerkrankungen | |
| Gelegentlich | anomale Leberfunktion |
| Selten | schwere Hepatotoxizität (einschließlich einige Fälle von akutemLeberversagen mit letalem Ausgang)*, Hyperbilirubinämie |
| Nebenwirkungen | |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | |
| Gelegentlich | Urtikaria, Hautausschlag, Pruritus |
| Selten | toxisch epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, akute generalisierte exanthematöse Pustulose, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, leukozytoklastische Vaskulitis, Alopezie,Photosensitivität |
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | |
| Selten | Pollakisurie |
| Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse | |
| Gelegentlich | Menstruationsstörungen |
| Selten | erektile Dysfunktion |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | |
| Selten | Ödem |
| Untersuchungen | |
| Selten | erhöhte Kreatinin-Phosphokinase im Blut |
* siehe Abschnitt 4.4
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Die folgende Liste enthält weitere mit Itraconazol assoziierte Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit Itraconazol Lösung zum Einnehmen und Itraconazol Infusionslösung berichtet wurden, mit Ausnahme der Nebenwirkung „Entzündung an der Injektionsstelle“, die für die intravenöse Art der Anwendung spezifisch ist.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems: Granulozytopenie, Thrombozytopenie
Erkrankungen des Immunsystems: anaphylaktoide Reaktion
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen: Hyperglykämie, Hyperkaliämie, Hypokaliämie, Hypomagnesiämie
Psychiatrische Erkrankungen: Verwirrtheitszustand
Erkrankungen des Nervensystems: Periphere Neuropathie (siehe Abschnitt 4.4), Schwindel, Somnolenz
Herzerkrankungen: Herzversagen, linksventrikuläre Insuffizienz, Tachykardie
Gefäßerkrankungen: Hypertonie, Hypotonie
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums: Lungenödem, Dysphonie, Husten
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts: gastrointestinale Störung
Leber- und Gallenerkrankungen: Leberversagen (siehe Abschnitt 4.4), Hepatitis, Gelbsucht
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes: erythematöser Hautausschlag, Hyperhidrose Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen: Myalgie, Arthralgie Erkrankungen der Nieren und Harnwege: eingeschränkte Nierenfunktion, Harninkontinenz
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: generalisiertes Ödem, Gesichtsödem, Schmerzen im Brustkorb, Fieber, Schmerzen, Fatigue, Schüttelfrost
Untersuchungen: erhöhte Alanin-Aminotransferase, erhöhte Aspartat-Aminotransferase, erhöhte alkalische Phosphatase im Blut, erhöhte Lactat-Dehydrogenase im Blut, erhöhte Blutharnstoffwerte, erhöhte Gamma-Glutamyltransferase, erhöhte Leberenzymwerte, auffällige Harnanalyse
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit von Itraconazol-Kapseln wurde anhand von 165 pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis 17 Jahren, die an 14 klinischen Studien (4 doppelblinde, placebokontrollierte Studien, 9 offene Studien und 1 Studie mit einer offenen Phase gefolgt von einer doppelblinden Phase) teilnahmen, ausgewertet. Diese Patienten erhielten mindestens eine Dosis Itraconazol-Kapseln zur Behandlung von Pilzinfektionen und lieferten Sicherheitsdaten.
Basierend auf den gepoolten Sicherheitsdaten aus diesen klinischen Studien waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen bei pädiatrischen Patienten Kopfschmerzen (3,0 %), Erbrechen (3,0 %), Abdominalschmerz (2,4 %), Diarrhö (2,4 %), anomale Leberfunktion (1,2 %), Hypotonie (1,2 %), Übelkeit (1,2 %) und Urtikaria (1,2 %). Die Art der Nebenwirkungen ist bei pädiatrischen Patienten ähnlich wie bei Erwachsenen beobachtet worden, die Inzidenz ist bei pädiatrischen Patienten jedoch höher.
Erfahrungen nach der Markteinführung
Zusätzlich zu den in klinischen Studien berichteten und oben aufgeführten Nebenwirkungen wurden während der Zeit nach der Markteinführung auch die folgenden Nebenwirkungen berichtet. In der nachfolgenden Tabelle wird die Häufigkeit des Auftretens nach der folgenden Konvention klassifiziert: Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000,
< 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), einschließlich vereinzelter Berichte.
Nachstehend sind die Nebenwirkungen nach Häufigkeitskategorien aufgeführt, basierend auf der Rate der Spontanmeldungen.
| Nebenwirkungen | |
| Erkrankungen des Immunsystems | |
| Sehr selten | anaphylaktische Reaktion, Angioödem, Serumkrankheit |
| Endokrine Erkrankungen | |
| Sehr selten | Pseudoaldosteronismus |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | |
| Sehr selten | Hypertriglyceridämie |
| Erkrankungen des Nervensystems | |
| Sehr selten | Tremor |
| Augenerkrankungen | |
| Sehr selten | Sehstörungen (einschließlich Verschwommensehen und Diplopie) |
| Nebenwirkungen | |
| Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths | |
| Sehr selten | vorübergehender oder dauerhafter Hörverlust |
| Herzerkrankungen | |
| kongestive Herzinsuffizienz, Bradykardie | |
| Gefäßerkrankungen | |
| Hypertonie, Hypotonie | |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums | |
| Sehr selten | Dyspnoe |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | |
| Sehr selten | Pankreatitis |
| Leber- und Gallenerkrankungen | |
| Sehr selten | schwere Hepatotoxizität (einschließlich einige Fälle von akutem Leberversagen mit letalem Ausgang) |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | |
| Sehr selten | toxisch epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, akute generalisierte exanthematöse Pustulose, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, leukozytoklastische Vaskulitis, Alopezie,Photosensitivität |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | |
| Sehr selten | erhöhte Kreatinin-Phosphokinase im Blut |
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.
Symptome und Anzeichen
Im Allgemeinen stimmen die Nebenwirkungen, über die bei einer Überdosierung berichtet wurde, mit
den in dieser Itraconazol Fachinformation bereits genannten Nebenwirkungen überein (siehe Abschnitt 4.8).
Behandlung
Im Falle einer Überdosierung sollten unterstützende Maßnahmen eingesetzt werden. Itraconazol kann nicht durch Hämodialyse eliminiert werden.
Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.
Es wird geraten, die Giftzentrale für die aktuellen Empfehlungen zum Management einer Überdosierung zu kontaktieren.
Pharmakologische Eigenschaften - Itraconazol 100 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antimykotika zur systemischen Anwendung, Triazole und Tetrazol-Derivate.
ATC-Code: J02AC02
Wirkmechanismus
Itraconazol hemmt die 14α-Demethylase der Pilze, wodurch es zu einer Abnahme von Ergosterin und einer Unterbrechung der Membransynthese bei den Pilzen kommt.
Pharmakokinetische/pharmakodynamische Zusammenhänge
Die PK/PD-Beziehung von Itraconazol und der Triazole im Allgemeinen ist wenig verstanden und wird durch das begrenzte Verständnis der antimykotischen Pharmakokinetik noch verkompliziert.
Resistenzmechanismus/en
Die Resistenz von Pilzen gegen Azole wächst offensichtlich langsam und ist häufig auf mehrere genetische Mutationen zurückzuführen. Nachweislich konnten folgende Mechanismen beobachtet werden:
-
Überexpression von ERG11, jenem Gen, das für die Codierung der 14α-Demethylase (das
Zielenzym) verantwortlich ist.
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Punktmutationen in ERG11, die eine reduzierte 14α-Demethylase-Affinität für Itraconazol zur Folge haben.
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Überexpression von Arzneimitteltransportern, die einen erhöhten Abtransport von Itraconazol aus Pilzzellen zur Folge haben (d. h. Entfernung von Itraconazol von seinem Zielort).
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Kreuzresistenz. Innerhalb der Candida-Arten wurden zwischen verschiedenen Mitgliedern der Arzneimittelklasse der Azole Kreuzresistenzen beobachtet, wobei eine Resistenz gegen ein Mitglied der Klasse nicht unbedingt eine Resistenz gegen andere Azole nach sich zieht.
Grenzwerte
Grenzwerte für Itraconazol wurden vom European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) mit Grenzwerten für antimykotische Substanzen, Version 10.0, gültig ab 04.02.2020, etabliert.
| Candida- und Aspergillus-Arten | Minimale Hemmkonzentration (MHK) Grenzwert (mg/l) | |
| ≤ S (empfindlich) | > R (resistent) | |
| Candida albicans | 0,06 | 0,06 |
| Candida dubliniensis | 0,06 | 0,06 |
| Candida parapsilosis | 0,125 | 0,125 |
| Candida tropicalis | 0,125 | 0,125 |
| Aspergillus flavus1,2 | 1 | 1 |
| Aspergillus fumigatus1,2 | 1 | 1 |
| Aspergillus nidulans1,2 | 1 | 1 |
| Aspergillus terreus1,2 | 1 | 1 |
Es gibt zurzeit keine ausreichenden Belege, um klinische Grenzwerte für Candida glabrata3,
C. krusei3, C. guilliermondi3, Cryptococcus neoformans und nicht-artbezogene Grenzwerte für
Candida festzulegen.
Es gibt zurzeit keine ausreichenden Belege, um klinische Grenzwerte für Aspergillus niger4,5 und nicht-artbezogene Grenzwerte für Aspergillus spp.5 festzulegen.
1 Es wird empfohlen, die Azol-Talkonzentrationen bei Patienten, die aufgrund einer Pilzinfektion behandelt werden, zu überwachen.
2 Der Bereich der technischen Unsicherheit (Area of technical uncertainty, ATU) liegt bei 2 mg/l. Dieser wird als R mit folgendem Kommentar berichtet: „In einigen klinischen Situationen (nicht-invasive Infektionsformen) kann Itraconazol verwendet werden, sofern eine ausreichende Exposition gewährleistet ist.“
3 Die epidemiologischen Cut-off-Werte (ECOFFs) für diese Arten sind im Allgemeinen höher als für C. albicans.
4 Die epidemiologischen Cut-off-Werte (ECOFF) für diese Arten sind im Allgemeinen um eine zweifache Verdünnung höher als für A. fumigatus.
5 Die MHK-Werte für Isolate von A. niger und A. versicolor sind im Allgemeinen höher als die für A. fumigatus. Es ist nicht bekannt, ob dies zu einem schlechteren klinischen Ansprechen führt.
Mit Methoden des CLSI (Clinical and Laboratory Standards Institute, M60 Performance Standards for Antifungal Susceptibility Testing of Yeasts, 2. Edition, 2020), wurden bisher keine interpretierbaren Grenzwerte von Itraconazol für Candida-Arten und Schlauchpilze etabliert.
Die Prävalenz der erworbenen Resistenz kann örtlich und im Verlauf der Zeit für selektierte Spezies variieren. Deshalb sind – insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen – lokale Informationen über die Resistenzsituation wünschenswert. Sollte auf Grund der lokalen Prävalenz der Resistenz die Anwendung des Wirkstoffs zumindest bei einigen Infektionen bedenklich erscheinen, sollte eine Beratung durch Experten angestrebt werden.
Die In-vitro-Empfindlichkeit der Pilze gegen Itraconazol hängt von der Inokulationsmenge, der Inkubationstemperatur, der Wachstumsphase der Pilze ab sowie vom eingesetzten Kulturmedium. Aus diesen Gründen kann die minimale Hemmstoffkonzentration von Itraconazol weit divergieren. Die in der untenstehenden Tabelle aufgeführten Daten zur Empfindlichkeit basieren auf einer MHK90 < 1 mg Itraconazol/l. Es besteht keine Korrelation zwischen In-vitro-Empfindlichkeit und klinischer Wirksamkeit.
| Üblicherweise empfindliche Spezies |
| Aspergillus spp.2 |
| Blastomyces dermatitidis1 |
| Candida albicans |
| Candida parapsilosis |
| Cladosporium spp. |
| Coccidioides immitis1 |
| Cryptococcus neoformans |
| Epidermophyton floccosum |
| Fonsecaea spp.1 |
| Geotrichum spp. |
| Histoplasma spp. (einschließlich H. capsulatum) |
| Malassezia (ehem. Pityrosporum) spp. |
| Microsporum spp. |
| Paracoccidioides brasiliensis1 |
| Talaromyces (ehem. Penicillium) marneffei1 |
| Pseudallescheria boydii |
| Sporothrix schenckii |
| Trichophyton spp. |
| Trichosporon spp. |
| Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem darstellen könnten |
| Candida glabrata3 |
| Candida krusei |
| Candida tropicalis3 |
| Von Natur aus resistente Spezies |
| Absidia spp. |
| Fusarium spp. |
| Mucor spp. |
| Rhizomucor spp. |
| Rhizopus spp. |
| Scedosporium proliferans |
| Scopulariopsis spp. |
1 Diese Organismen können bei Patienten, die von einer Reise außerhalb Europas zurückgekehrt sind, vorgefunden werden.
2 Über Itraconazol-resistente Stämme von Aspergillus fumigatus wurde berichtet.
3 Natürliche intermediäre Empfindlichkeit.
Allgemeine pharmakokinetische Merkmale
Die maximalen Itraconazol-Plasmaspiegel werden innerhalb von 2 – 5 Stunden nach oraler Einnahme erreicht. In Konsequenz einer nicht-linearen Pharmakokinetik akkumuliert Itraconazol im Plasma bei Mehrfachgabe. Im Allgemeinen werden Steady-state-Konzentrationen innerhalb von rund 15 Tagen erreicht, wobei die Cmax-Werte nach 100 mg 1 ×/Tag 0,5 μg/ml, nach 200 mg 1 ×/Tag 1,1 μg/ml und nach 200 mg 2 ×/Tag 2,0 μg/ml erreichen. Die terminale Halbwertszeit von Itraconazol variiert im Allgemeinen zwischen 16 und 28 Stunden nach Einzelgabe und steigert sich auf 34 – 42 Stunden bei wiederholter Gabe.
Wird die Behandlung beendet, sinken die Plasmakonzentrationen von Itraconazol innerhalb von 7 bis 14 Tagen fast bis unter die Nachweisgrenze ab, dies in Abhängigkeit von Dosierung und Dauer der Behandlung. Die mittlere Itraconazol-Plasma-Clearance nach intravenöser Anwendung beträgt 278 ml/min. Aufgrund eines gesättigten hepatischen Metabolismus fällt die Itraconazol-Clearance bei höherer Dosierung.
Resorption
Nach oraler Einnahme wird Itraconazol schnell resorbiert. Spitzenplasmakonzentrationen des unveränderten Wirkstoffes werden innerhalb von 2 bis 5 Stunden nach Einnahme einer Kapsel erreicht. Die absolute orale Bioverfügbarkeit von Itraconazol beträgt ungefähr 55 %. Eine maximale orale Bioverfügbarkeit wird erreicht, wenn die Kapseln direkt nach einer Mahlzeit eingenommen werden.
Die Resorption von Itraconazol-Kapseln ist bei Patienten mit erniedrigter Azidität des Magens beeinträchtigt, wie z. B. bei Patienten, die Arzneimittel zur Verminderung der Magensekretion
einnehmen (wie z. B. H2-Rezeptorantagonisten, Protonenpumpeninhibitoren) oder bei Patienten mit Achlorhydrie verursacht durch bestimmte Erkrankungen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5). Die Resorption von Itraconazol kann bei Patienten durch Nüchterneinnahme gesteigert werden, wenn Itraconazol-Kapseln mit einem säurehaltigen Getränk, wie ein nicht-diätetisches Cola-Getränk, eingenommen werden. Als Itraconazol-Kapseln als 200 mg Einzelgabe nüchtern mit einer nicht-diätetischen Cola nach Ranitidin-Vorbehandlung (einem H2-Rezeptorantagonisten) eingenommen wurden, war die Itraconazol-Resorption vergleichbar mit der Resorption bei der alleinigen Einnahme von Itraconazol-Kapseln (siehe Abschnitt 4.5).
Die Itraconazol-Exposition ist bei der Kapselformulierung niedriger als bei der Lösung zum Einnehmen, wenn die gleiche Dosierung des Arzneistoffes gegeben wird (siehe Abschnitt 4.4).
Verteilung
Itraconazol wird im Plasma größtenteils an Proteine (99,8 %) gebunden, wobei Albumin die wichtigste Bindungskomponente darstellt (99,6 % für den Hydroxy-Metaboliten). Es weist zudem eine ausgeprägte Lipid-Affinität auf. Im Plasma ist Itraconazol nur zu 0,2 % als freie Substanz vorhanden. Itraconazol ist augenscheinlich in großen Mengen im Körper verteilt (> 700 l), was auf eine großräumige Verteilung in den Geweben schließen lässt: Die gefundenen Konzentrationen in Lunge, Nieren, Leber, Knochen, Magen, Milz und Muskeln waren zwei- bis dreimal höher als die entsprechenden Plasmakonzentrationen und die Aufnahme in keratinöses Gewebe, besonders in die Haut, war bis zu viermal höher. Die Konzentrationen in der Cerebrospinalflüssigkeit sind um einiges niedriger als im Plasma, aber die Wirksamkeit gegenüber Infektionen in der Cerebrospinalflüssigkeit konnte gezeigt werden.
Biotransformation
Itraconazol wird weitgehend von der Leber in eine große Vielzahl an Metaboliten metabolisiert. In-vitro-Studien haben gezeigt, dass CYP3A4 das wesentliche Enzym bei der Metabolisierung von Itraconazol ist. Der Haupt-Metabolit ist Hydroxy-Itraconazol, welcher in vitro eine vergleichbare antimykotische Aktivität wie Itraconazol besitzt. Die Talplasmakonzentrationen des Metaboliten sind ungefähr zweimal höher als die von Itraconazol.
Elimination
Itraconazol wird hauptsachlich als inaktive Metaboliten über den Urin (35 %) und mit den Fäzes (54 %) innerhalb einer Woche nach Gabe einer Dosis der oralen Itraconazol-haltigen Lösung ausgeschieden. Die renale Ausscheidung von Itraconazol und dem aktiven Metaboliten Hydroxy-Itraconazol beträgt weniger als 1 % einer intravenösen Dosis. Bezogen auf eine orale, radioaktiv markierte Dosis variiert die fäkale Ausscheidung der unveränderten Substanz zwischen 3 und 18 % der Dosis.
Da die Rückverteilung von Itraconazol aus keratinösem Gewebe vernachlässigbar zu sein scheint, geht die Elimination von Itraconazol aus diesen Geweben mit der epidermalen Regeneration einher. Im Gegensatz zum Plasma bleibt die Konzentration in der Haut für 2 bis 4 Wochen nach Beendigung einer 4-wöchigen Behandlung und im Keratin des Nagels, in dem Itraconazol frühestens 1 Woche nach Behandlungsbeginn nachgewiesen werden kann, für mindestens 6 Monate nach Ende einer 3-monatigen Behandlungszeit bestehen.
Spezielle Patientengruppen
Beeinträchtigung der Leberfunktion
Itraconazol wird überwiegend in der Leber metabolisiert. Eine pharmakokinetische Studie wurde an 6 gesunden und 12 zirrhotischen Probanden durchgeführt, in der eine 100-mg-Einzeldosis Itraconazol
in Form einer Kapsel gegeben wurde. Bei den zirrhotischen Patienten wurde im Vergleich zu den gesunden Probanden eine statistisch signifikante Reduktion der mittleren Cmax (47 %) und ein zweifacher Anstieg der Eliminationshalbwertszeit (37 ± 17 versus 16 ± 5 Stunden) von Itraconazol beobachtet. Die Gesamtexposition von Itraconazol, gemessen an der AUC, war jedoch bei zirrhotischen Patienten und gesunden Probanden gleich.
Daten zur Langzeitanwendung von Itraconazol bei zirrhotischen Patienten liegen nicht vor (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Beeinträchtigung der Nierenfunktion
Zur Anwendung von oralem Itraconazol bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion liegen nur begrenzt Daten vor. Eine pharmakokinetische Studie, in der eine 200-mg-Einzeldosis Itraconazol (4 Kapseln zu 50 mg) gegeben wurde, wurde bei drei Patientengruppen mit eingeschränkter Nierenfunktion (Urämie: n = 7; Hämodialyse: n = 7 und kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse: n = 5) durchgeführt. Bei den urämischen Patienten mit einer mittleren Kreatinin-Clearance von 13 ml/min × 1,73 m2 war die Exposition, gemessen an der AUC, im Vergleich zu Patienten mit normalen Parametern geringfügig reduziert. Diese Studie zeigte keinen signifikanten Effekt der Hämodialyse oder der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse auf die Pharmakokinetik von Itraconazol (tmax, Cmax und AUC0 – 8h). Die Plasmakonzentrations-Zeit-Kurven zeigten in allen drei Gruppen eine große interindividuelle Variabilität.
Nach einer intravenösen Einzeldosis waren die durchschnittlichen terminalen Halbwertszeiten von Itraconazol bei Patienten mit leichter (in dieser Studie definiert als CrCl 50 – 79 ml/min), mäßiger (in dieser Studie definiert als CrCl 20 – 49 ml/min) und schwerer eingeschränkter Nierenfunktion (in dieser Studie definiert als CrCl < 20 ml/min) vergleichbar mit jenen von gesunden Probanden (mittlerer Bereich von 42 – 49 Stunden versus 48 Stunden bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion bzw. gesunden Probanden). Die Gesamtexposition von Itraconazol, gemessen an der AUC war bei Patienten mit mäßiger und schwerer eingeschränkter Nierenfunktion um ungefähr 30 % bzw. 40 % vermindert verglichen mit Patienten mit normaler Nierenfunktion.
Es sind keine Daten bezüglich einer Langzeitanwendung von Itraconazol bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion verfügbar. Eine Dialyse hat keine Auswirkung auf die Halbwertszeit oder die Clearance von Itraconazol oder Hydroxy-Itraconazol (siehe Abschnitt 4.2).
Kinder und Jugendliche
Zur Anwendung von Itraconazol bei Kindern und Jugendlichen liegen nur begrenzt Daten vor. Klinische pharmakokinetische Studien mit Kindern und Jugendlichen zwischen 5 Monaten und 17 Jahren wurden mit Itraconazol-Kapseln, Lösung zum Einnehmen und intravenöser Formulierung durchgeführt. Die individuelle Dosierung der Kapsel und der Lösung zum Einnehmen variiert zwischen 1,5 und 12,5 mg/kg KG/Tag, einmal oder zweimal täglich angewendet. Die intravenöse Formulierung wurde entweder als 2,5 mg/kg KG Einzelinfusion oder als 2,5 mg/kg KG Infusion, einmal oder zweimal täglich angewendet. Bei gleicher täglicher Dosis waren bei zweimal täglicher Dosierung verglichen mit einmal täglicher Dosierung die Spitzen- und Talkonzentrationen mit denen der Erwachsenen bei einmal täglicher Dosierung vergleichbar. Es wurde keine signifikante Altersabhängigkeit für die Itraconazol AUC sowie die gesamte Körperclearance beobachtet, wohingegen schwache Assoziation zwischen Alter und Itraconazol-Verteilungsvolumen, Cmax und terminale Eliminationsrate bemerkt wurden. Die apparente Itraconazol-Clearance und das Verteilungsvolumen scheinen vom Körpergewicht abhängig zu sein.
Pharmazeutische Angaben - Itraconazol 100 mg
Kapselinhalt:
Zucker-Stärke-Pellets Poloxamer Hypromellose 6 cP
Kapselhülle:
Gelatine Indigocarmin (E 132)
Chinolingelb (E 104)
Titandioxid (E 171)
Aluminium/Aluminium-Blister
Packungen mit 4, 6, 7, 14, 15, 16, 18, 28, 30, 32 oder 60 Hartkapseln. Klinikpackungen mit 100 Hartkapseln.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.