Centricor® Forte Vitamin C Ampullen 200 mg/ml Injektionslösung, 5 ml
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Centricor® 200 mg/ml
-Vorbeugung und Behandlung von klinischen Vitamin-C-Mangelzuständen, die ernährungsmäßig nicht behoben oder oral substituiert werden können.
-Methämoglobinämie im Kindesalter.
Centricor Forte Vitamin C Ampullen sind zur peripher-venösen Injektion vorgesehen.
Vorbeugung und Behandlung von klinischen Vitamin-C-Mangelzuständen, die ernährungsmäßig nicht behoben oder oral substituiert werden können:
Erwachsene:
Zur Prophylaxe eines Vitamin-C-Mangels erhalten Erwachsene intravenös 100 bis 200 mg Ascorbinsäure pro Tag.
Bei einem manifesten Vitamin-C-Mangel kann die Dosierung auf bis zu 500 mg Vitamin C pro Tag erhöht werden.
Kinder und Jugendliche:
Zur Prophylaxe eines Vitamin-C-Mangels erhalten Kinder 5-10 mg/kg/Tag, bis maximal 100 mg pro Tag.
Bei Schulkindern (ab 6 Jahren) kann die Dosierung bei einem manifesten Vitamin-C-Mangel/Skorbut auf bis zu 300 mg pro Tag erhöht werden.
Hierfür stehen Injektionslösungen mit anderen Stärken zur Verfügung.
Methämoglobinämie im Kindesalter:
-
Monat – 1 Jahr: 200-1000 mg/Tag, maximal 100 mg/kg KG pro Tag
-
– 11 Jahre: 200-500 mg/Tag
12 – 18 Jahre: 500-1000 mg/Tag
Patienten mit Nieren- und /oder Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit rezidivierender Nierensteinbildung (außer Oxalat-Urolithiasis, siehe 4.3 Gegenanzeigen) sollte die tägliche Vitamin-C-Dosis von 100 bis 200 mg nicht überschritten werden. Patienten mit hochgradiger bzw. terminaler Niereninsuffizienz (Dialysepatienten) sollten nicht mehr als täglich 50 bis 100 mg erhalten.
Es liegen keine Dosierungsangaben für Patienten mit Leberfunktionsstörungen vor.
Patienten mit erythrozytärem Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel (G6PD-Mangel) Eine Überschreitung der Dosierung von 100 - 500 mg Ascorbinsäure täglich ist zu vermeiden.
Art und Dauer der AnwendungDie Gabe erfolgt langsam intravenös. Vitamin C sollte normalerweise oral verabreicht werden. Die intravenöse Anwendung sollte nur erfolgen, wenn die orale Verabreichung nicht möglich ist oder eine Malabsorption vermutet wird.
Bei intravenöser Anwendung sollte die Gabe als separate Injektion erfolgen.
Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem klinischen Bild und den labordiagnostischen Parametern.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Centricor Forte Vitamin C Ampullen sollten nicht angewendet werden bei Oxalat-Urolithiasis und Eisen-Speichererkrankungen (Thalassämie, Hämochromatose, sideroblastische Anämie).
Intravenöse Injektion hoher Dosen von Centricor Forte Vitamin C Ampullen kann durch Ausfällung von Calciumoxalatkristallen in der Niere zu akutem Nierenversagen aufgrund von Nierensteinen führen.
Dies wurde schon bei Dosen von 1,5 - 2,5 g beobachtet.
Patienten mit bereits bestehender Niereninsuffizienz sind hierfür besonders gefährdet. Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (ca. 1½ bis 2 l pro Tag) sollte geachtet werden.
Bei Patienten mit einer bestehenden Nierenfunktionsstörung sollte die Nierenfunktion während der Behandlung regelmäßig überwacht werden.
Bei Patienten mit erythrozytärem Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel wurden unter hohen Dosen von Vitamin C (4 g täglich) in Einzelfällen z.T. schwere Hämolysen beobachtet.
Besonderer Hinweis für Diabetiker
Nach parenteraler Gabe von Ascorbinsäure wird die Nachweisreaktion von Glukose im Blut gestört. (Siehe Abschnitt 4.5).
Kinder und Jugendliche
Bei Kindern sollte die vorgesehene Dosierung nicht überschritten werden, siehe Abschnitt 4.2.
Centricor Forte Vitamin C Ampullen enthalten Natrium1 ml Injektionslösung enthält 1,2 mmol (27,4 mg) Natrium.
Centricor Forte Vitamin C Ampullen enthalten 137 mg Natrium pro 5 ml (maximale Dosiereinheit), entsprechend 6,9% der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
Centricor Forte Vitamin C Ampullen können andere Arzneimittel und die Ergebnisse verschiedener Laboruntersuchungen aufgrund des hohen Redoxpotentials chemisch verändern. Die Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln oder Laboruntersuchungen muss daher bei gleichzeitiger Gabe im Einzelfall überprüft werden.
Orale Kontrazeptiva
Orale Kontrazeptiva senken den Serumspiegel von Ascorbinsäure. Bei gleichzeitiger Anwendung mit östrogenhaltigen Arzneimitteln kann Ascorbinsäure die Östrogenkonzentration erhöhen.
Fluphenazin
Die gleichzeitige Einnahme von Ascorbinsäure und Fluphenazin führt zu einer verminderten Fluphenazinplasmakonzentration und einer Verschlechterung des Therapieverlaufs.
Warfarin
Ascorbinsäure beeinflusst möglicherweise die Wirkung von Antikoagulantien. Es wurde berichtet, dass Ascorbinsäure eine antagonistische Wirkung auf Warfarin haben soll. Warfarin zeigt bei gleichzeitiger Verabreichung eine verminderte gerinnungshemmende Wirkung.
Metalle
Ascorbinsäure kann bei Eisenmangelzuständen die Absorption von Eisen erhöhen. Bei einer frühen Behandlung, wenn im Gewebe überschüssiges Eisen vorhanden ist, gibt es jedoch Hinweise darauf, dass Ascorbinsäure die Eisentoxizität, insbesondere für das Herz, verschlechtern kann. Eine Überwachung wird empfohlen. Siehe auch Abschnitt 4.3.
Ascorbinsäure interagiert mit verschiedenen Elementen wie Kupfer, Selen, Vanadium, Kadmium und Kobalt.
Acetylsalicylsäure
Die gleichzeitige Anwendung von Ascorbinsäure und Acetylsalicylsäure führt zu einer verminderten Acetylsalicylsäureausscheidung und zu einer erhöhten Ascorbinsäureausscheidung im Urin. Salicylate inhibieren die Ascorbinsäureaufnahme in die Leukozyten und Thrombozyten.
Besonderer Hinweis für Diabetiker
Nach parenteraler Gabe von Ascorbinsäure wird die Nachweisreaktion von Glucose im Blut gestört (Siehe Abschnitt 4.4).
Schwangerschaft
Verfügbare tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Falls notwendig kann eine Anwendung von Centricor Forte Vitamin C Ampullen während der Schwangerschaft in Betracht gezogen werden. Die Anwendung von mehr als 100 – 500 mg Ascorbinsäure/Tag während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.
Ascorbinsäure passiert die Plazentaschranke.
Stillzeit
Ascorbinsäure (Vitamin C) wird in die Muttermilch ausgeschieden, aber bei therapeutischen Dosen von Centricor Forte Vitamin C Ampullen sind keine Auswirkungen auf gestillte Neugeborene/Kinder zu erwarten.
Centricor Forte Vitamin C Ampullen kann, in der vorgesehenen Dosierung, während der Stillzeit angewendet werden.
Fertilität
Es liegen keine Daten über die Wirkung von Ascorbinsäure (Vitamin C) auf die menschliche Fertilität vor. Tierstudien zeigen keine schädlichen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit bei den empfohlenen Dosen.
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Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr häufig (> 1/10)
Häufig (> 1/100 - < 1/10) Gelegentlich (> 1/1.000 - < 1/100) Selten (> 1/10.000 - < 1/1.000)
Sehr selten (<1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Erkrankungen des Immunsystems:
Sehr selten:
-
Respiratorische und kutane Überempfindlichkeitsreaktionen
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
Sehr selten:
-
Kurzfristige Kreislaufstörungen (z.B. Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen)
-
Reaktionen wie Schüttelfrost und Temperaturanstieg bei akuten Infekten Nicht bekannt:
-
Kopfschmerzen*
-
Ermüdung*
-
Übelkeit*
-
Erbrechen*
-
Lokalisierter Schmerz und stechender Schmerz an der Injektionsstelle*
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
Nicht bekannt:
-
Diarrhoe
-
Abdominale Blähungen
Erkrankungen der Nieren und Harnwege:
Nicht bekannt:
-
Nephrolithiasis
* meist durch schnelle Verabreichung von Lösungen mit hoher Osmolalität verursacht, kann durch langsame Verabreichung vermieden werden
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn
Webseite: www.bfarm.de
anzuzeigen.
Berichte über Vergiftungsfälle mit Vitamin C liegen bisher nicht vor.
Bei Anwendung von hohen Dosen intravenösem Vitamin C wurden in klinischen Studien Übelkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, Schwitzen und Schwäche beobachtet.
Intravenöse Injektion hoher Dosen von Vitamin C kann durch Ablagerung von Calciumoxalatkristallen in der Niere zu akutem Nierenversagen aufgrund von Nierensteinen führen. Dies wurde schon bei Dosen von 1,5 - 2,5 g beobachtet.
Bei Patienten mit erythrozytärem Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel wurden unter hohen Dosen von Vitamin C (4 g täglich) schwere Hämolyse beobachtet.
Pharmakologische Eigenschaften - Centricor® 200 mg/ml
Pharmakotherapeutische Gruppe: Vitamine ATC-Code: A11GA01
Ascorbinsäure ist ein essentieller Wirkstoff für den Menschen. Ascorbinsäure und die sich im Organismus hieraus bildende Dehydroascorbinsäure bilden ein Redoxsystem von großer physiologischer Bedeutung.
Vitamin C wirkt aufgrund seines Redoxpotentials als Cofaktor zahlreicher Enzymsysteme (Kollagenbildung, Catecholaminsynthese, Hydroxilierung von Steroiden, Tyrosin und körperfremden Substanzen, Biosynthese von Carnitin, Regeneration von Tetrahydrofolsäure sowie Alpha-Amidierung von Peptiden, z.B. ACTH und Gastrin).
Ferner beeinträchtigt ein Mangel an Vitamin C Reaktionen der Immunabwehr, insbesondere die Chemotaxis, die Komplementaktivierung und die Interferonproduktion. Die molekularbiologischen Funktionen von Vitamin C sind noch nicht vollständig geklärt.
Ascorbinsäure verbessert durch die Reduktion von Ferri-Ionen und durch Bildung von Eisenchelaten die Resorption von Eisensalzen. Sie blockiert die durch Sauerstoffradikale ausgelösten Kettenreaktionen in wässrigen Körperkompartimenten. Die antioxidativen Funktionen stehen in enger biochemischer Wechselwirkung mit denjenigen von Vitamin E, Vitamin A und Carotinoiden. Eine Verminderung potentiell kanzerogener Stoffe im Gastrointestinaltrakt durch Ascorbinsäure ist noch nicht ausreichend belegt.
Centricor Forte Vitamin C Ampullen ist eine Injektionslösung zur intravenösen Anwendung (Injektion). Resorption:
Ascorbinsäure wird nach parenteraler Anwendung schnell und vollständig absorbiert.
Verteilung:
Der Gesamtkörpergehalt an Ascorbinsäure beträgt nach hoher Zufuhr von etwa 180 mg täglich mindestens 1,5 g. Ascorbinsäure reichert sich in Hypophyse, Nebennieren, Augenlinsen und weißen Blutkörperchen an.
Obere Grenzkonzentrationen bei gesunden Erwachsenen sind bei Männern 1,34 ± 0,21 mg und bei Frauen 1,46 ± 0,22 mg Ascorbinsäure/dl Plasma.
Biotransformation:
Bei gesunden Erwachsenen wird der maximale metabolische Turnover von 40 bis 50 mg/Tag bei Plasmakonzentrationen von 0,8 bis 1,0 mg/dl erreicht. Der tägliche Gesamt-Turnover beträgt etwa 1 mg/kg Körpergewicht.
Elimination:
Die renale Ausscheidung erfolgt durch glomeruläre Filtration und anschließende Rückabsorption im proximalen Tubulus.
Pharmazeutische Angaben - Centricor® 200 mg/ml
Ascorbinsäure hat ein starkes Redoxpotential. Die chemische Kompatibilität bei gleichzeitiger Gabe mit anderen Arzneimitteln muss deswegen im Einzelfall überprüft werden.
Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 2 Jahre.
Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr angewendet werden.
Ampullen sofort nach Anbruch verwenden, im Kühlschrank bei + 2°C bis + 8°C lagern und vor Licht geschützt aufbewahren.
Hinweis: Centricor Forte Vitamin C Injektionslösung kann im Laufe der Lagerung eine gelbe Färbung annehmen. Die pharmazeutische Qualität wird dadurch nicht beeinflusst.
Das Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Braune Glasampulle mit 5 ml Injektionslösung.
Originalpackungen mit 5 Ampullen zu 5 ml Musterpackung mit 5 Ampullen zu 5 ml Klinikpackungen mit:
50 Ampullen (10 OP mit 5 Ampullen zu je 5 ml Injektionslösung)
100 Ampullen (20 OP mit 5 Ampullen zu je 5 ml Injektionslösung)
500 Ampullen (100 OP mit 5 Ampullen zu je 5 ml Injektionslösung)
1000 Ampullen (200 OP mit 5 Ampullen zu je 5 ml Injektionslösung)
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.