Pramipexol TAD® 0,35 mg Tabletten
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Gluten/Laktose
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Fachinfo - Pramipexol 0,35 mg
Pramipexol TAD wird angewendet bei Er-wachsenen zur symptomatischen Behand-lung des idiopathischen Morbus Parkinson, allein (ohne Levodopa) oder in Kombination mit Levodopa, d.h. während des gesamten Krankheitsverlaufs bis hin zum fortgeschrit-tenen Stadium, in dem die Wirkung von Levodopa nachlässt oder unregelmäßig wird und Schwankungen der therapeutischen Wirkung auftreten (sog. end-of-dose- oder on-off-Phänomene).
Pramipexol TAD wird angewendet bei Er-wachsenen zur symptomatischen Behand-lung des mittelgradigen bis schweren idio-pathischen Restless-Legs-Syndroms in Do-sierungen bis zu 0,54 mg der Base (0,75 mg der Salzform) (siehe Abschnitt 4.2).
Morbus Parkinson
Die Tagesdosis wird, aufgeteilt in gleich große Dosen, 3 x täglich eingenommen.
Anfangsbehandlung:
Beginnend mit einer Initialdosis von 0,264 mg der Base (0,375 mg der Salzform) pro Tag sollte die Dosierung im Intervall von 5 - 7 Tagen schrittweise erhöht werden. Unter der Voraussetzung, dass keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auftre-ten, sollte die Dosis bis zum Erreichen eines maximalen Behandlungserfolges erhöht werden.
| Dosierungsschema für Pramipexol TAD | ||||
| Woche | Dosis (mg Base) | Tagesgesamtdosis (mg Base) | Dosis (mg Salz) | Tagesgesamtdosis (mg Salz) |
| 1 | 3 x 0,088 | 0,264 | 3 x 0,125 | 0,375 |
| 2 | 3 x 0,18 | 0,54 | 3 x 0,25 | 0,75 |
| 3 | 3 x 0,35 | 1,1 | 3 x 0,5 | 1,5 |
Ist eine weitere Dosissteigerung erforder-lich, sollte die Tagesdosis in wöchentlichen Abständen um 0,54 mg der Base (0,75 mg der Salzform) bis zu einer Höchstdosis von 3,3 mg der Base (4,5 mg der Salzform) pro Tag erhöht werden. Es sollte aber beachtet werden, dass die Inzidenz von Schläfrigkeit erhöht ist, wenn die Tagesdosis 1,1 mg der Base (1,5 mg der Salzform) überschreitet (siehe Abschnitt 4.8).
Dauerbehandlung:
Die individuelle Pramipexol-Dosis sollte
zwischen 0,264 mg der Base (0,375 mg der Salzform) und maximal 3,3 mg der Base (4,5 mg der Salzform) pro Tag liegen. In kli-nischen Hauptstudien trat während der Do-siserhöhung die Wirksamkeit bereits ab ei-ner Tagesdosis von 1,1 mg der Base (1,5 mg der Salzform) ein. Weitere Dosisanpassun-gen sollten in Abhängigkeit von dem klini-schen Erscheinungsbild und dem Auftreten von Nebenwirkungen vorgenommen wer-den. In klinischen Studien wurden annä-hernd 5 % der Patienten mit weniger als 1,1 mg der Base (1,5 mg der Salzform) pro
Tag behandelt. Bei fortgeschrittenem Mor-bus Parkinson kann eine Dosis von mehr als 1,1 mg der Base (1,5 mg der Salzform) pro Tag bei Patienten nützlich sein, bei denen eine Reduzierung der Levodopa-Dosierung angestrebt wird. Es wird empfohlen, sowohl während der Initial- als auch während der Erhaltungsdosis mit Pramipexol TAD die Levodopa-Dosis in Abhängigkeit von der Reaktion des einzelnen Patienten zu redu-zieren (siehe Abschnitt 4.5).
Abbruch der Behandlung:
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FachinformationPramipexol TAD® 0,088 mg/- 0,18 mg/- 0,35 mg/- 0,7 mg/
- 1,1 mg Tabletten
Ein plötzlicher Abbruch einer dopaminergen Behandlung kann zur Entwicklung eines malignen neuroleptischen Syndroms oder eines Dopaminagonistenentzugssyndroms führen. Die Pramipexoldosis sollte schritt-weise um 0,54 mg Pramipexolbase (0,75 mg der Salzform) pro Tag reduziert werden, bis zu einer Tagesdosis von 0,54 mg Pramipe-xolbase (0,75 mg der Salzform). Anschlie-ßend sollte die Dosis um 0,264 mg Pramipe-xolbase (0,375 mg der Salzform) pro Tag re-duziert werden (siehe Abschnitt 4.4). Ein Dopaminagonistenentzugssyndrom kann auch während der schrittweisen Reduktion auftreten. Eine vorübergehende Dosiserhö-hung kann erforderlich sein, bevor mit der schrittweisen Reduktion fortgefahren wird (siehe Abschnitt 4.4).
Beeinträchtigte Nierenfunktion:
Die Ausscheidung von Pramipexol ist von der Nierenfunktion abhängig. Für die An-fangsbehandlung wird folgendes Dosie-rungsschema empfohlen:
Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance
> 50 ml/min ist keine Reduzierung der Ta-gesdosis erforderlich.
Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 20 und 50 ml/min sollte die initiale Tagesdosis von Pramipexol TAD auf zwei getrennte Einnahmen zu je 0,088 mg der
Base (0,125 mg der Salzform) aufgeteilt werden (0,176 mg der Base/0,25 mg der Salzform pro Tag). Eine maximale Tagesdo-sis von 1,57 mg Pramipexol-Base (2,25 mg der Salzform) darf nicht überschritten wer-den.
Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance
< 20 ml/min sollte die Tagesdosis von Pra-mipexol TAD, beginnend mit 0,088 mg der Base (0,125 mg der Salzform) pro Tag, auf einmal verabreicht werden. Eine maximale Tagesdosis von 1,1 mg Pramipexol-Base (1,5 mg der Salzform) darf nicht überschrit-ten werden.
Kommt es während der Erhaltungstherapie zu einer Abnahme der Nierenfunktion, so sollte die Tagesdosis von Pramipexol TAD entsprechend dem Abfall der Kreatinin-Clearance reduziert werden, d.h. bei einer Abnahme der Kreatinin-Clearance um 30 % sollte die Pramipexol TAD-Tagesdosis ebenfalls um 30 % reduziert werden. Beträgt die Kreatinin-Clearance 20 - 50 ml/min, kann die Tagesdosis auf zwei Einnahmen verteilt werden, und bei einer Kreatinin-Clearance < 20 ml/min kann die Tagesdosis auf einmal eingenommen werden.
Beeinträchtigte Leberfunktion:
Das Vorhandensein einer Leberinsuffizienz erfordert wahrscheinlich keine Anpassung
der Dosis, da ca. 90 % des absorbierten Wirkstoffes über die Nieren ausgeschieden werden. Der mögliche Einfluss einer Lebe-rinsuffizienz auf die Pharmakokinetik von Pramipexol TAD wurde jedoch nicht unter-sucht.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Pra-mipexol TAD bei Kindern unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es gibt im Anwendungs-gebiet Morbus Parkinson keinen relevanten Nutzen von Pramipexol TAD bei Kindern und Jugendlichen.
Restless-Legs-Syndrom
Die empfohlene Initialdosis von Pramipe-xol TAD beträgt 1 x täglich 0,088 mg der Base (0,125 mg der Salzform), die 2-3 Stunden vor dem Zubettgehen eingenom-men wird. Bei Patienten, die eine zusätzli-che symptomatische Erleichterung benöti-gen, kann die Dosis alle 4-7 Tage bis zu ei-ner maximalen Tagesdosis von 0,54 mg der Base (0,75 mg der Salzform) erhöht werden (siehe nachfolgende Tabelle). Es sollte die niedrigste wirksame Dosis angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4 „Augmentation bei Restless-Legs-Syndrom“).
| Dosierungsschema für Pramipexol TAD | ||
| Titrationsstufe | 1 x tägliche Abenddosis (mg Base) | 1 x tägliche Abenddosis (mg Salz) |
| 1 | 0,088 | 0,125 |
| 2* | 0,18 | 0,25 |
| 3* | 0,35 | 0,5 |
| 4* | 0,54 | 0,75 |
* falls erforderlich
Das Ansprechen des Patienten sollte nach ei-ner Behandlungsdauer von 3 Monaten eva-luiert und die Notwendigkeit einer Fortset-zung der Behandlung überdacht werden. Wird die Behandlung länger als einige Tage unterbrochen, so sollte entsprechend dem oben angeführten Dosierungsschema eine neuerliche Therapie-Einleitung mittels Do-sistitration durchgeführt werden.
Abbruch der Behandlung
Da die Tagesdosis für die Behandlung des Restless-Legs-Syndroms 0,54 mg der Base (0,75 mg der Salzform) nicht überschreitet, kann Pramipexol TAD ohne schrittweise Reduktion der Dosis abgesetzt werden. In einer Plazebo-kontrollierten Studie über 26 Wochen wurde nach abrupter Beendigung der Behandlung bei 10 % der Patienten (14 von 135) ein Rebound der RLS-Symptome
(Verschlechterung des Schweregrades der Symptome im Vergleich zu Studienbeginn) beobachtet. Dieser Effekt trat über alle Do-sisstufen hinweg ähnlich ausgeprägt auf.
Beeinträchtigte Nierenfunktion
Die Ausscheidung von Pramipexol ist von der Nierenfunktion abhängig. Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance > 20 ml/min ist keine Reduzierung der Tagesdosis erfor-derlich.
Die Anwendung von Pramipexol TAD bei Hämodialyse-Patienten oder Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Nierenfunk-tion wurde nicht untersucht.
Beeinträchtigte Leberfunktion
Das Vorhandensein einer Leberinsuffizienz erfordert keine Anpassung der Dosis, da ca.
90 % des absorbierten Wirkstoffes über die Nieren ausgeschieden werden.
Kinder und Jugendliche
Pramipexol TAD wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern und Jugendli-chen unter 18 Jahren aufgrund des Fehlens von Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit.
Art der AnwendungDie Tabletten sollen zu oder unabhängig von den Mahlzeiten mit Wasser eingenommen werden.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
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FachinformationPramipexol TAD® 0,088 mg/- 0,18 mg/- 0,35 mg/- 0,7 mg/
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1,1 mg Tabletten
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FachinformationPramipexol TAD® 0,088 mg/- 0,18 mg/- 0,35 mg/- 0,7 mg/
1,1 mg Tabletten
im Menschen nur geringfügig metabolisiert. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimit-teln, die die Plasmaproteinbindung oder die Biotransformation beeinflussen, sind daher unwahrscheinlich. Da Anticholinergika hauptsächlich metabolisch ausgeschieden werden, ist die Möglichkeit einer Wechsel-wirkung begrenzt, obwohl eine Wechselwir-kung mit Anticholinergika nicht untersucht wurde. Es gibt keine pharmakokinetischen Wechselwirkungen mit Selegilin und Levo-dopa.
Inhibitoren bzw. Kompetitoren der aktiven renalen Ausscheidung
Cimetidin reduziert die renale Clearance von Pramipexol um annähernd 34 %, wahr-scheinlich durch Hemmung des kationi-schen sekretorischen Transportsystems der renalen Tubuli. Deshalb können Arzneimit-tel, die die aktive renale Tubulussekretion hemmen oder auf diesem Wege ausgeschie-den werden - wie z.B. Cimetidin, Amanta-din, Mexiletin, Zidovudin, Cisplatin, Chinin und Procainamid, die mit Pramipexol inter-agieren - zu einer reduzierten Clearance von Pramipexol führen. Eine Reduzierung der Pramipexoldosis sollte in Betracht gezogen werden, wenn diese Arzneimittel zusammen mit Pramipexol TAD verabreicht werden.
Kombination mit Levodopa
Bei kombinierter Gabe von Pramipexol TAD und Levodopa wird empfohlen, wäh-rend einer Dosiserhöhung von Pramipexol TAD die Levodopa-Dosis zu verringern und die Dosierung anderer Antiparkinson-The-rapeutika konstant zu halten.
Wegen möglicher additiver Effekte wird zu erhöhter Vorsicht geraten, wenn Patienten andere sedierende Arzneimittel oder Alko-hol in Kombination mit Pramipexol einneh-men (siehe Abschnitte 4.4, 4.7 und 4.8).
Antipsychotische Arzneimittel
Die gleichzeitige Gabe von antipsychoti-schen Arzneimitteln und Pramipexol sollte vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4),
z.B. wenn antagonistische Effekte erwartet werden können.
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Schwangerschaft
Die Auswirkung auf Schwangerschaft und
Stillzeit wurde beim Menschen nicht unter-sucht. Bei Ratten und Kaninchen erwies sich Pramipexol als nicht teratogen, war aber in maternal-toxischen Dosen bei der Ratte für den Embryo toxisch (siehe Abschnitt 5.3). Pramipexol TAD sollte während der Schwangerschaft nicht verwendet werden, es sei denn, die Therapie ist unbedingt erfor-derlich, d.h. der mögliche Nutzen rechtfer-tigt das potenzielle Risiko für den Fetus.
Stillzeit
Da Pramipexol beim Menschen die Prolak-tin-Sekretion inhibiert, ist eine Hemmung der Laktation zu erwarten. Der Übertritt von Pramipexol in die Muttermilch wurde an Frauen nicht untersucht. Bei Ratten war die Konzentration des radioaktiv markierten Wirkstoffes in der Milch höher als im Plasma.
Da keine Daten von klinischen Studien am Menschen vorliegen, sollte Pramipexol TAD während der Stillzeit nicht eingenom-men werden. Ist eine Anwendung unver-meidbar, sollte abgestillt werden.
Fertilität
Es wurden keine Untersuchungen hinsicht-lich der Wirkung auf die menschliche Ferti-lität durchgeführt. In tierexperimentellen Studien beeinflusste Pramipexol den weibli-chen Zyklus und verringerte die weibliche Fertilität - wie von einem Dopaminagonis-ten zu erwarten ist. Allerdings zeigten diese Untersuchungen keinen Hinweis auf eine di-rekte oder indirekte schädliche Wirkung hinsichtlich männlicher Fertilität.
Pramipexol TAD kann einen großen Ein-fluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fä-higkeit zum Bedienen von Maschinen ha-ben.
Halluzinationen oder Müdigkeit können auf-treten.
Patienten, die mit Pramipexol TAD behan-delt werden und über Somnolenz und/oder plötzliches Einschlafen berichten, müssen angewiesen werden, kein Kraftfahrzeug zu führen oder andere Tätigkeiten auszuüben,
bei denen eine Beeinträchtigung der Auf-merksamkeit sie selbst oder andere dem Ri-siko schwerwiegender Verletzungen oder des Todes aussetzt (z.B. Bedienen von Ma-schinen), bis diese wiederkehrenden Ein-schlafereignisse und Schläfrigkeit nicht mehr auftreten (siehe auch Abschnitte 4.4, 4.5 und 4.8).
Basierend auf der Analyse von gepoolten, Plazebo-kontrollierten Studien mit insge-samt 1 923 Patienten unter Pramipexol TAD und 1 354 Patienten unter Plazebo, wurden Nebenwirkungen in beiden Gruppen häufig berichtet. 63 % der Patienten unter Pramipe-xol TAD und 52 % der Patienten unter Pla-zebo berichteten wenigstens eine Nebenwir-kung.
Die Mehrheit der Nebenwirkungen begin-nen üblicherweise bald nach Therapiebeginn und die meisten neigen dazu, sich bei fortge-setzter Therapie zurückzubilden.
Innerhalb der Systemorganklassen wurden die Nebenwirkungen entsprechend ihrer Häufigkeit (erwartete Zahl der Patienten, bei denen die Reaktion eintritt) in folgenden Ka-tegorien aufgelistet:
Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000) Sehr selten (< 1/10 000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Die häufigsten Nebenwirkungen bei Patien-ten mit Morbus Parkinson
Die am häufigsten (≥ 5 %) berichteten Ne-benwirkungen bei Patienten mit Morbus Parkinson unter Pramipexol verglichen mit Plazebo waren Übelkeit, Dyskinesien, Hy-potonie, Schwindel, Somnolenz, Schlaflo-sigkeit, Obstipation, Halluzinationen, Kopf-schmerzen und Müdigkeit. Die Inzidenz für Somnolenz ist bei Tagesdosen über 1,5 mg Pramipexol als Salz erhöht (siehe Abschnitt 4.2). Häufige Nebenwirkungen bei Kombi-nation mit Levodopa waren Dyskinesien. Hypotonie kann zu Behandlungsbeginn auf-treten, besonders dann, wenn die Dosistitra-tion von Pramipexol TAD zu schnell erfolgt.
Tabelle 1: Morbus Parkinson
| Systemor-ganklasse | Sehr häufig (≥ 1/10) | Häufig(≥ 1/100 bis < 1/10) | Gelegentlich(≥1/1 000 bis< 1/100) | Selten(≥ 1/10 000,< 1/1 000) | Nicht bekannt |
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FachinformationPramipexol TAD® 0,088 mg/- 0,18 mg/- 0,35 mg/- 0,7 mg/
1,1 mg Tabletten
| Infektionen und | Lungenentzündung | ||||||
| parasitäre Erkran- | |||||||
| kungen | |||||||
| Endokrine Er- | inadäquate | ||||||
| krankungen | ADH-Sekretion1 | ||||||
| Psychiatrische Er- | Schlaflosigkeit | zwanghaftes Einkaufen | Manie | ||||
| krankungen | Halluzinationen | pathologisches Spielen | |||||
| abnorme Träume | (Spielsucht) | ||||||
| Verwirrtheits-zu- | Ruhelosigkeit | ||||||
| stand | Hypersexualität | ||||||
| Verhaltensauffällig- | Wahnvorstellungen | ||||||
| keiten im Sinne von | Störungen der Libido | ||||||
| Impulskontroll-stö- | Wahn | ||||||
| rungen und zwang- | Delir | ||||||
| haftem Verhalten | Essattacken1 | ||||||
| Hyperphagie1 | |||||||
| Erkrankungen des | Somno- | Kopfschmerzen | plötzliches Einschlafen | ||||
| Nervensystems | lenz | Amnesie | |||||
| Schwin- | Hyperkinesie | ||||||
| del | Synkope | ||||||
| Dyskine- | |||||||
| sien | |||||||
| Augmen- | |||||||
| tation bei | |||||||
| Restless- | |||||||
| Legs- | |||||||
| Syndrom | |||||||
| Augenerkran- | Sehstörungen ein- | ||||||
| kungen | schließlich Doppelt- | ||||||
| sehen | |||||||
| verschwommenes | |||||||
| Sehen | |||||||
| verminderte Seh- | |||||||
| schärfe | |||||||
| Herzerkrankun- | Herzversagen1 | ||||||
| gen | |||||||
| Gefäßerkrankun- | Hypotonie | ||||||
| gen | |||||||
| Erkrankungen der | Dyspnoe | ||||||
| Atemwege, des | Schluckauf | ||||||
| Brustraums und | |||||||
| Mediastinums | |||||||
| Erkrankungen des | Übelkeit | Obstipation | |||||
| Gastrointestinal- | Erbrechen | ||||||
| trakts | |||||||
| Erkrankungen der | Überempfindlichkeitsre- | ||||||
| Haut und des Un- | aktionen | ||||||
| terhautgewebes | Pruritus | ||||||
| Hautausschlag | |||||||
| Erkrankungen der | spontane Pe- | ||||||
| Geschlechtsor- | niserektion | ||||||
| gane und der | |||||||
| Brustdrüse | |||||||
| Allgemeine Er- | Müdigkeit | Dopaminagonisten- | |||||
| krankungen und | periphere Ödeme | entzugssyndrom ein- | |||||
| Beschwerden am | schließlich Apathie, | ||||||
| Verabreichungs- | Angst, Depression, | ||||||
| ort | Müdigkeit, Schwit- | ||||||
| zen und Schmerzen | |||||||
| Untersuchungen | Gewichtsabnahme | Gewichtszunahme | |||||
| einschließlich ver- | |||||||
| mindertem Appetit | |||||||
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1Diese Nebenwirkung wurde nach der Markteinführung beobachtet. Mit 95%iger Sicherheit ist die Häufigkeitskategorie nicht höher als gelegentlich, sondern kann niedriger sein. Eine präzise Häufigkeitsschätzung ist nicht möglich, da diese Nebenwirkung nicht in einer Datenbank für klinische Studien bei 2.762 Patienten mit Morbus Parkinson, die mit Pramipexol behandelt wurden, auftrat.
Die häufigsten Nebenwirkungen bei Patienten mit Restless-Legs-Syndrom
Die am häufigsten (≥ 5 %) berichteten Nebenwirkungen bei Patienten Restless-Legs-Syndrom unter Pramipexol-Behandlung verglichen mit Plazebo waren Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit. Übelkeit und Müdigkeit wurden bei weiblichen Patienten häu-figer (20,8 % bzw. 10,5 %) berichtet verglichen mit männlichen Patienten (6,7 % bzw. 7,3 %).
Tabelle 2: Restless-Legs-Syndrom
| Systemor-ganklasse | Sehr häu-fig(≥ 1/10) | Häufig(≥ 1/100 bis< 1/10) | Gelegentlich(≥ 1/1 000 bis< 1/100) | Selten(≥ 1/10 000,< 1/1 000) | Nicht bekannt |
| Infektionen und parasitäre Erkran-kungen | Lungenentzündung1 | ||||
| Endokrine Erkran-kungen | inadäquate ADH-Sekretion1 | ||||
| Psychiatrische Er-krankungen | Schlaflosigkeit abnorme Träume | Ruhelosigkeit Verwirrtheitszustand Halluzinationen Störungen der Libido Wahnvorstellungen1 Hyperphagie1Wahn1 Manie1 Delir1Verhaltensauffälligkeiten im Sinne von Impulskon-trollstörungen und zwang-haftem Verhalten1 (wie zwanghaftes Einkaufen, pa-thologisches Spielen, Hy-persexualität, Essattacken) | |||
| Erkrankungen des Nervensystems | Kopfschmer-zen Schwindel Somnolenz | plötzliches Einschlafen SynkopeDyskinesien Amnesie1 Hyperkinesie1 | |||
| Augenerkrankun-gen | Sehstörungen einschließlich verminderte Sehschärfe Doppeltsehen verschwommenes Sehen | ||||
| Herzerkrankungen | Herzversagen1 | ||||
| Gefäßerkrankun-gen | Hypotonie | ||||
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums undMediastinums | Dyspnoe Schluckauf | ||||
| Erkrankungen des Gastrointestinal-trakts | Übelkeit | Obstipation Erbrechen | |||
| Erkrankungen der Haut und des Un-terhautgewebes | Überempfindlichkeitsreakti-onenPruritus Hautausschlag | ||||
| Erkrankungen der Geschlechtsor-gane und der Brustdrüse | spontane Peniserek-tion |
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| Allgemeine Er-krankungen und Beschwerden am Verabreichungs-ort | Müdigkeit | periphere Ödeme | Dopaminagonistenent-zugssyndrom ein-schließlich Apathie, Angst, Depression,Müdigkeit, Schwitzen und Schmerzen | ||||
| Untersuchungen | Gewichtsabnahme ein-schließlich vermindertem Appetit Gewichtszunahme | ||||||
| 1Diese Nebenwirkung wurde nach der Markteinführung beobachtet. Mit 95%iger Sicherheit ist die Häufigkeitskategorie nicht höher als gelegentlich, sondern kann niedriger sein. Eine präzise Häufigkeitsschätzung ist nicht möglich, da diese Nebenwirkung nicht in einer Datenbank für klinische Studien bei 1 395 Patienten mit Restless-Legs-Syndrom, die mit Pramipexol behandelt wurden, auftrat.Beschreibung ausgewählter Nebenwirkun- Pharmakotherapeutische Gruppe: Antipar-gen Herzversagen kinsonmittel, Dopaminagonist, ATC-Code: In klinischen Studien und Erfahrungen nach N04BC05Somnolenz der Markteinführung wurde HerzversagenPramipexol wurde häufig mit Somnolenz bei Patienten mit Pramipexol berichtet. In Wirkmechanismusund gelegentlich mit exzessiver Tagesmü- einer pharmakoepidemiologischen Studie Pramipexol ist ein Dopaminagonist, der mit digkeit und plötzlichem Einschlafen in Ver- war die Anwendung von Pramipexol im hoher Selektivität und Spezifität an Dopa-bindung gebracht. Siehe auch Abschnitt 4.4. Vergleich zur Nicht-Einnahme von Pra- minrezeptoren der D2-Subfamilie, hier be-mipexol mit einem erhöhten Risiko für vorzugt an die D3 -Rezeptoren, bindet. Pra-Störungen der Libido Herzversagen assoziiert (beobachtetes Risi- mipexol besitzt eine volle intrinsische Wirk-Die Anwendung von Pramipexol kann gele- koverhältnis 1,86; 95 % -Konfidenzinter- samkeit.gentlich mit Störungen der Libido (Zu- vall: 1,21 bis 2,85).nahme oder Abnahme) verbunden sein. Pramipexol verringert die motorischen Stö-Meldung des Verdachts auf Nebenwirkun- rungen des Parkinsonismus durch Stimulie-Impulskontrollstörungen gen rung der Dopaminrezeptoren im Corpus stri-Pathologisches Spielen (Spielsucht), gestei- Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir- atum. Tierversuche zeigten, dass Pramipe-gerte Libido, Hypersexualität, zwanghaftes kungen nach der Zulassung ist von großer xol die Synthese, Freigabe und den Turno-Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuier- ver des Dopamins hemmt.und zwanghaftes Essen können bei Patien- liche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Ver-ten auftreten, die mit Dopaminagonisten, hältnisses des Arzneimittels. Angehörige Der Wirkmechanismus von Pramipexol bei einschließlich Pramipexol TAD, behandelt von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, der Behandlung des Restless-Legs-Syn-werden (siehe Abschnitt 4.4). jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung droms ist unbekannt. Es liegen neurophar-dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und makologische Hinweise auf eine primäreIn einer retrospektiven Querschnitts- und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Einbeziehung des dopaminergen Systems Fallkontrollstudie mit 3 090 Patienten mit Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 vor.Morbus Parkinson wurden während der letz- Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.ten 6 Monate bei 13,6 % aller Patienten un- Pharmakodynamische Wirkungenter Behandlung mit dopaminergen und 4.9 Überdosierung Untersuchungen an Probanden zeigten einenicht-dopaminergen Substanzen Anzeichen Klinische Erfahrungen mit massiver Über- dosisabhängige Verringerung der Prolaktin-einer Impulskontrollstörung festgestellt. Be- dosierung liegen nicht vor. Zu erwarten sind konzentration. In einer klinischen Studie anobachtet wurden krankhaftes Spielen (Spiel- Nebenwirkungen, die mit dem pharmakody- Probanden, in der Pramipexol Retardtablet-sucht), zwanghaftes Einkaufen, Essattacken namischen Profil von Dopaminagonisten zu- ten schneller als empfohlen (alle 3 Tage) bisund zwanghaftes sexuelles Verhalten (Hy- sammenhängen, wie Übelkeit, Erbrechen, auf 3,15 mg Pramipexol-Base (4,5 mg derpersexualität). Mögliche unabhängige Risi- Hyperkinesie, Halluzinationen, Agitation Salzform) pro Tag auftitriert wurden, wurdekofaktoren für Impulskontrollstörungen um- und Hypotonie. Ein Antidot zur Behandlung ein Anstieg des Blutdrucks und der Herzfre-fassten die Behandlung mit dopaminergen einer Überdosierung von Dopaminagonisten quenz beobachtet. Dieser Effekt wurde inSubstanzen - insbesondere in höheren Do- ist nicht bekannt. Treten Symptome einer Studien an Patienten nicht beobachtet.sierungen, niedrigeres Lebensalter zentralnervösen Stimulation auf, so kann die(≤ 65 Jahre), Unverheiratetsein und eine Verabreichung eines Neuroleptikums ange- Klinische Wirksamkeit und Sicherheit bei selbst-berichtete Familienanamnese bezüg- zeigt sein. Zur Behandlung der Überdosie- Morbus Parkinsonlich pathologischen Glückspielverhaltens. rung können unterstützende Maßnahmen, Pramipexol lindert die Anzeichen undzusammen mit Magenspülung, intravenöser Symptome des idiopathischen Morbus Par-Dopaminagonistenentzugssyndrom Flüssigkeitsgabe, der Verabreichung von kinson. Plazebo-kontrollierte klinische Stu-Bei der schrittweisen Reduzierung oder Aktivkohle und EKG-Überwachung, erfor- dien umfassten ca. 1 800 Patienten (Stadiumbeim Absetzen von Dopaminagonisten wie derlich sein. I -V nach Hoehn und Yahr), die mit Pra-Pramipexol können nicht-motorische Ne- mipexol behandelt wurden. Von diesen wa-benwirkungen auftreten. Zu den Sympto- 5. PHARMAKOLOGISCHE EIGEN- ren ca. 1 000 im fortgeschrittenen Erkran-men gehören Apathie, Angst, Depression, SCHAFTEN kungsstadium, erhielten eine begleitendeMüdigkeit, Schwitzen und Schmerzen 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften(siehe Abschnitt 4.4). | |||||||
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| Levodopa-Therapie und litten an motori-schen Störungen.In den kontrollierten klinischen Studien blieb die Wirksamkeit im Frühstadium und im fortgeschrittenen Stadium des Morbus Parkinson von Pramipexol ca. 6 Monate er-halten. In offenen Langzeitstudien, die mehr als 3 Jahre andauerten, gab es keine Anzei-chen einer abnehmenden Wirksamkeit.In einer kontrollierten, doppelblinden klini-schen Studie über 2 Jahre zeigte eine Erstbe-handlung mit Pramipexol verglichen mit ei-ner Erstbehandlung mit Levodopa eine sig-nifikante Verzögerung des Einsetzens sowie eine Reduzierung der Häufigkeit von moto-rischen Komplikationen. Diese Verzöge-rung der motorischen Komplikationen unter Pramipexol ist abzuwägen gegen eine stär-kere Verbesserung der motorischen Funk-tion unter Levodopa (bezogen auf die mitt-lere Änderung auf der UPDRS-Skala). Die Gesamthäufigkeit von Halluzinationen und Somnolenz war während der Einstellungs-phase mit Pramipexol allgemein höher, wäh-rend der Dauerbehandlung gab es jedoch keinen signifikanten Unterschied. Diese Punkte sollten zu Beginn einer Pramipexol-Behandlung bei Patienten mit Morbus Par-kinson in Betracht gezogen werden.Klinische Wirksamkeit und Sicherheit beim Restless-Legs-SyndromDie Wirksamkeit von Pramipexol wurde in vier Plazebo-kontrollierten klinischen Stu-dien bei ca. 1 000 Patienten mit mäßigem bis sehr schwerem idiopathischen Restless-Legs-Syndrom untersucht.Die mittlere Veränderung des Ausgangswer-tes der Restless-Legs-Syndrom Rating Scale (IRLS) sowie das Clinical Global Impres-sion-Improvement (CGI-I) waren primäre Wirksamkeitskriterien. Für beide primären Endpunkte wurden statistisch signifikante Unterschiede für die Pramipexol-Gruppen mit den Dosierungen 0,25 mg, 0,5 mg und 0,75 mg Pramipexol als Salz verglichen mit Plazebo beobachtet. Nach einer Behandlung von 12 Wochen kam es zu einer Verbesse-rung des Ausgangswertes des IRLS-Scores von 23,5 auf 14,1 Punkte für Plazebo und 23,4 auf 9,4 Punkte für Pramipexol (Do-sisgruppen kombiniert). Die angepasste mittlere Differenz betrug -4,3 Punkte (95 %-Konfidenzintervall: -6,4 bis -2,1 Punkte, p-Wert < 0,0001). Die CGI-I-Response-Raten (verbessert, sehr stark verbessert) betrugen 51,2 % bzw. 72,0 % für Plazebo bzw. Pra-mipexol (20 % Differenz; 95 %-Konfiden-zintervall: 8,1 % bis 31,8 %, p < 0,0005). Die Wirksamkeit wurde mit 0,088 mg der | Base (0,125 mg der Salzform) pro Tag nach der ersten Behandlungswoche beobachtet.In einer Plazebo-kontrollierten, 3-wöchigen polysomnographischen Studie reduzierte Pramipexol TAD die Anzahl der periodi-schen Beinbewegungen während der Zeit im Bett signifikant.Die längerfristige Wirksamkeit wurde in ei-ner Plazebo-kontrollierten klinischen Studie untersucht. Nach einer 26-wöchigen Be-handlung fand sich eine korrigierte mittlere Reduktion des IRLS-Totalscores um 13,7 Punkte in der Pramipexol-Gruppe bzw. 11,1 Punkte in der Plazebo-Gruppe, mit einem statistisch signifikanten (p = 0,008) mittle-ren Behandlungsunterschied von -2,6. Die CGI-I-Responderraten (deutlich gebessert, sehr deutlich gebessert) waren 50,3 % (80/159) für Plazebo beziehungsweise 68,5% für Pramipexol (111/162), (p = 0,001). Dies entspricht einer NNT (number needed to treat) von 6 Patienten (95 %-Konfidenzin-tervall: 3,5 bis 13,4).Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Pramipexol eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatri-schen Altersklassen bei Restless-Legs-Syn-drom gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. In-formationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).5.2 Pharmakokinetische EigenschaftenResorptionNach oraler Applikation wird Pramipexol rasch und vollständig resorbiert. Die abso-lute Bioverfügbarkeit ist > 90 %. Maximale Plasmakonzentrationen treten nach 1 - 3 Stunden auf. Bei gleichzeitiger Nahrungs-aufnahme verringert sich zwar die Resorpti-onsrate, die Gesamtresorption bleibt jedoch gleich. Pramipexol verfügt über eine lineare Kinetik. Die Plasmaspiegel weisen nur ge-ringe interindividuelle Schwankungen auf.VerteilungBeim Menschen ist die Proteinbindung von Pramipexol sehr gering (< 20 %). Das Ver-teilungsvolumen ist groß (400 l). Bei Ratten wurde eine hohe Wirkstoffkonzentration im Gehirn festgestellt (ca. das 8fache der Plas-makonzentration).BiotransformationPramipexol wird beim Menschen nur in ge-ringem Maße metabolisiert.EliminationDie renale Exkretion von unverändertem | Pramipexol stellt den wesentlichsten Elimi-nationsweg dar. Etwa 90 % des 14C-markierten Arzneimittels werden über die Nieren ausgeschieden, weniger als 2 % fin-den sich in den Fäzes. Die Gesamt-Clearance von Pramipexol liegt bei etwa 500 ml/min und die renale Clearance beträgt ca. 400 ml/min. Die Eliminationshalbwertszeit (t1/2 ) variiert zwischen 8 Stunden bei jünge-ren Patienten und 12 Stunden bei älteren Menschen.5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe zeigten, dass Pramipexol hauptsächlich auf das ZNS und die weiblichen Fortpflan-zungsorgane eine funktionale Wirkung aus-übte, die wahrscheinlich aus einem über-schießenden pharmakodynamischen Effekt des Arzneimittels resultierte.Eine Abnahme des diastolischen und systo-lischen Blutdrucks und der Herzfrequenz wurden beim Minischwein beobachtet. Eine Tendenz zur Blutdruck senkenden Wirkung wurde beim Affen festgestellt.Die potenziellen Wirkungen von Pramipe-xol auf die Fortpflanzungsfähigkeit wurden an Ratten und Kaninchen untersucht. Bei Ratten und Kaninchen erwies sich Pramipe-xol als nicht teratogen, war aber in maternal-toxischen Dosen bei der Ratte für den Emb-ryo toxisch. Wegen der Auswahl der Tierart und den limitierten untersuchten Parametern konnten Nebenwirkungen von Pramipexol auf Schwangerschaft und männliche Frucht-barkeit nicht ausreichend geklärt werden.Eine Verzögerung der sexuellen Entwick-lung (z.B. Vorhautablösung, vaginale Durchgängigkeit) wurde bei Ratten beo-bachtet. Die Bedeutung dieser Befunde für den Menschen ist nicht bekannt.Pramipexol zeigte keine Genotoxizität. In einer Karzinogenitätsstudie entwickelten männliche Ratten Hyperplasien und Ade-nome der Leydig-Zellen, was mit dem prolaktinhemmenden Effekt von Pramipe-xol erklärt werden kann. Der Befund ist für den Menschen nicht klinisch relevant. Die-selbe Studie zeigte auch, dass Pramipexol bei einer Dosierung von 2 mg/kg (der Salz-form) und höher mit einer Retinadegenera-tion bei Albinoratten assoziiert war. Letzte-res wurde bei pigmentierten Ratten nicht be-obachtet, auch nicht in einer 2 Jahre dauern-den Karzinogenitätsstudie bei Albinomäu-sen oder anderen untersuchten Spezies.PHARMAZEUTISCHE ANGABENListe der sonstigen BestandteileMannitol (Ph. Eur.) |
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FachinformationMaisstärke
Pramipexol TAD® 0,088 mg/- 0,18 mg/- 0,35 mg/- 0,7 mg/
- 1,1 mg Tabletten
Vorverkleisterte Stärke (Mais) Povidon (K25)
Hochdisperses Siliciumdioxid Magnesiumstearat (Ph. Eur.)
Pharmazeutische Angaben - Pramipexol 0,35 mg
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Blisterpackung (Al/Al-Folie): 20, 30, 60, 90,
100 oder 200 Tabletten.