TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - TestoGalen 250 mg/ml
Testosteronersatztherapie bei männlichem Hypogonadismus, wenn der Testosteronmangel klinisch und labormedizinisch bestätigt wurde
Dosierung
Eine 1 ml Ampulle TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung (entsprechend 250 mg
Testosteronenantat) wird alle 2 bis 3 Wochen injiziert.
Für die Erhaltungstherapie: TestoGalen Depot 250 mg Injektionslösung wird, je nach individuellem Bedarf des Patienten, alle 3 bis 6 Wochen intramuskulär injiziert.
Beginn der Behandlung
Vor Beginn und während der Einleitung der Therapie sind die Testosteron-Serumspiegel zu bestimmen.
Erhaltungstherapie und individualisierte Therapie
Während der Erhaltungstherapie ist eine sorgfältige Überwachung des Serumtestosteronspiegels erforderlich. Es ist ratsam, den Serumtestosteronspiegel regelmäßig zu bestimmen. Die Messungen sollten am Ende eines Injektionsintervalls, unter Berücksichtigung der klinischen Symptome, durchgeführt werden. Diese Serumspiegel sollten im unteren Drittel des Normalbereichs liegen.
Serumspiegel unterhalb des Normbereichs weisen auf die Notwendigkeit eines kürzeren Injektionsintervalls hin. Bei hohen Serumspiegeln kann eine Verlängerung des Injektionsintervalls in Betracht gezogen werden.
Besondere Gruppen
Kinder und Jugendliche
TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung ist für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht indiziert (siehe Abschnitt 4.4).
Die Sicherheit und Wirksamkeit wurde bei Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend untersucht.
Ältere Patienten
Begrenzte Daten deuten darauf hin, dass eine Dosisanpassung bei älteren Patienten nicht notwendig ist (siehe Abschnitt 4.4).
Patienten mit Leberfunktionsstörung
Es wurden keine formalen Studien bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion durchgeführt. Die Anwendung von TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung ist kontraindiziert bei Männern mit früheren oder bestehenden Lebertumoren (siehe Abschnitt 4.3).
Patienten mit Nierenfunktionsstörung
Es wurden keine formalen Studien bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion durchgeführt. Art der Anwendung
Zur intramuskulären Injektion.
Die Injektion muss sehr langsam (über zwei Minuten) erfolgen (siehe Abschnitt 4.4 und 4.8). TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung ist nur zur intramuskulären Injektion bestimmt. Es ist darauf zu achten, dass TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung unter Einhaltung der für intramuskuläre Injektionen üblichen Vorsichtsmaßnahmen tief in den Gesäßmuskel injiziert wird. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass intravasale Injektionen vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4. unter „Anwendung“).
Die intramuskuläre Injektion muss unmittelbar nach dem Öffnen der Ampulle erfolgen. Hinweise zum sicheren Öffnen der Ampulle sind in Abschnitt 6.6 zu finden.
Die Anwendung von TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung ist kontraindiziert bei Männern mit:
-
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
-
androgenabhängigem Karzinom der Prostata oder der männlichen Brustdrüse
-
Hyperkalzämie
-
früheren oder bestehenden Lebertumoren
-
Prostataadenom
Die Anwendung von TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung bei Frauen ist kontraindiziert.
TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung darf nur angewendet werden, wenn Hypogonadismus (hyper- oder hypogonadotroper) nachgewiesen wurde und wenn anderer Ursachen, die der Symptomatik zugrunde liegen können, vor Beginn der Therapie ausgeschlossen wurden. Der Testosteronmangel muss eindeutig durch klinische Symptome (Rückbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale, Veränderung der Körperzusammensetzung, Asthenie, Abnahme der Libido, erektile Dysfunktion usw.) nachgewiesen und durch zwei voneinander unabhängige Bestimmungen des Testosterons im Blut bestätigt werden.
Bei Kindern kann Testosteron, zusätzlich zur Virilisierung, das Wachstum und die Knochenreifung beschleunigen und so einen vorzeitigen Verschluss der Epiphysenfuge verursachen, was eine Verminderung der endgültigen Körpergröße zur Folge hat. Daher wird die Anwendung von TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen.
Ältere Patienten
Es liegen nur wenige Erfahrungen zur Sicherheit und Wirksamkeit bei der Anwendung von TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung bei Patienten über 65 Jahren vor. Gegenwärtig gibt es keinen Konsens über altersspezifische Testosteron-Referenzwerte. Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass die Testosteron-Serumspiegel physiologisch mit zunehmendem Alter absinken.
Medizinische Untersuchungen und Laboruntersuchungen
Medizinische Untersuchungen
Vor Beginn der Therapie mit Testosteron müssen sich alle Patienten einer gründlichen ärztlichen Untersuchung unterziehen, um das Risiko eines vorbestehenden Prostatakarzinoms auszuschließen. Bei mit Testosteron behandelten Patienten müssen sorgfältige und regelmäßige Kontrolluntersuchungen der Prostata und der Brust mit den gegenwärtig etablierten Methoden (digitale rektale Untersuchung und Überprüfung des PSA-Serumspiegels) mindestens einmal jährlich durchgeführt werden, bei älteren Patienten und bei Risikopatienten (mit bestimmten klinisch oder familiär bedingten Risikofaktoren) zweimal pro Jahr. Lokale Richtlinien zur Sicherheitsüberwachung unter Testosteronersatztherapie sollten berücksichtigt werden.
Laboruntersuchungen
Die Testosteron-Serumspiegel sind vor Beginn und während der Therapie regelmäßig zu bestimmen. Der Arzt sollte die Dosis auf den einzelnen Patienten individuell anpassen, um die Aufrechterhaltung eugonadaler Testosteron-Serumspiegel sicherzustellen.
Bei Patienten unter Androgen-Erhaltungstherapie sollen auch die folgenden Laborparameter regelmäßig überprüft werden: Hämoglobin, Hämatokrit, Leberfunktionstests und Lipidprofil (siehe Abschnitt 4.8).
Aufgrund der Variabilität von Laborwerten sollten alle Testosteronmessungen im selben Labor durchgeführt werden.
Tumoren
Androgene können die Entwicklung eines subklinischen Prostatakrebses und einer benignen Prostatahyperplasie beschleunigen, insbesondere bei Anwendung hoher Dosen. Bislang gibt es keine Beweise dafür, dass sie das Risiko von Prostatakrebs oder benigner Prostatahyperplasie erhöhen. Ebenso gibt es keine Beweise dafür, dass sie subklinischen Prostatakrebs in klinisch nachweisbaren Prostatakrebs umwandeln können, obwohl dies derzeit nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Daher ist es zwingend erforderlich, Prostatakrebs auszuschließen, bevor mit der Behandlung mit Testosteronpräparaten begonnen wird.
TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung sollte bei Krebspatienten, bei denen, z. B. aufgrund von Knochenmetastasen, ein Risiko für eine Hyperkalzämie (und eine damit verbundene Hyperkalzurie) besteht, mit Vorsicht angewendet werden. Es wird empfohlen, bei diesen Patienten regelmäßig den Kalziumspiegel im Serum zu kontrollieren.
Es wurden Fälle von benignen und malignen Lebertumoren bei Anwendern von hormonalen Substanzen, z.B. androgenen Verbindungen, beobachtet. Wenn bei Männern, die TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung anwenden, schwere Oberbauchbeschwerden, Lebervergrößerung oder Anzeichen einer intraabdominalen Blutung auftreten, sollte ein
Lebertumor in die differenzialdiagnostischen Überlegungen einbezogen und das Arzneimittel gegebenenfalls abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.3).
Herz-, Leber- oder Niereninsuffizienz
Bei Patienten, die an einer schweren Herz-, Leber- oder Niereninsuffizienz oder einer ischämischen Herzerkrankung leiden, kann die Therapie mit Testosteron ernsthafte Komplikationen verursachen, die durch Ödeme mit oder ohne kongestiver Herzinsuffizienz charakterisiert sind. In diesem Fall muss die Therapie sofort abgebrochen werden (siehe Abschnitt 4.3).
Leber- oder Niereninsuffizienz
Studien zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Arzneimittels bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion wurden nicht durchgeführt. Daher darf eine Testosteron-Therapie bei diesen Patienten nur mit Vorsicht erfolgen.
Herzinsuffizienz
Vorsicht ist geboten bei Patienten, die zu Ödemen neigen, z. B. im Falle einer schweren kardialen, hepatischen oder renalen Suffizienz oder einer ischämischen Herzerkrankung da die Behandlung mit Androgenen die Natrium- und Wasserretention verstärken kann. Im Falle schwerer Komplikationen, die durch Ödeme mit oder ohne kongestive Herzinsuffizienz charakterisiert sind, muss die Behandlung sofort abgebrochen werden (siehe Abschnitt 4.8).
Testosteron kann einen Anstieg des Blutdrucks bewirken. TestoGalen
Depot 250 mg/ml Injektionslösung sollte daher bei Männern mit arterieller Hypertonie mit Vorsicht angewandt werden.
Blutgerinnungsstörungen
Grundsätzlich müssen die für Patienten mit erworbenen oder angeborenen Blutungsstörungen geltenden Einschränkungen bei der Anwendung intramuskulärer Injektionen beachtet werden.
Es wurde berichtet, dass Testosteron und seine Derivate die Wirkung von Kumarin abgeleiteter oraler Antikoagulantien steigern (siehe Abschnitt 4.5).
Bei der Anwendung von Testosteron bei Patienten mit Thrombophilie oder Risikofaktoren für venöse Thromboembolien (VTE) ist Vorsicht geboten, da bei dieser Patientengruppe in Studien und Berichten nach der Markteinführung Fälle von Thrombosen (z.B. tiefe Venenthrombose, pulmonale Embolie, okulare Thrombose) unter Therapie mit Testosteron berichtet wurden. Bei thrombophilen Patienten wurden auch VTE-Fälle unter einer Antikoagulationsbehandlung berichtet, weshalb die Fortsetzung der Testosteronbehandlung nach dem ersten thrombotischen Ereignis sorgfältig abgewogen werden sollte. Im Falle einer Fortsetzung der Behandlung sollten weitere Maßnahmen ergriffen werden, um das individuelle VTE-Risiko zu minimieren.
Andere Erkrankungen
TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung sollte bei Patienten mit Epilepsie oder Migräne nur mit Vorsicht angewandt werden, da sich diese Erkrankungen verschlimmern können.
Bei Patienten, die mit Androgenen behandelt werden und nach einer Substitutionstherapie normale Testosteronplasmakonzentrationen erreichen, kann es zu einer verbesserten Insulinempfindlichkeit kommen. Daher kann es erforderlich sein, die Dosierung von Antidiabetika zu reduzieren.
Bestimmte klinische Symptome, wie Reizbarkeit, Nervosität, Gewichtszunahme, langanhaltende oder häufige Erektionen, können auf eine übermäßige Androgenexposition hinweisen und erfordern eine Dosisanpassung
Wenn in Einzelfällen häufige oder anhaltende Erektionen auftreten, sollte die Dosis reduziert oder die Behandlung abgebrochen werden, um Verletzungen des Penis zu vermeiden
Eine vorbestehende Schlafapnoe kann sich verstärken.
Die Anwendung von TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Androgene, wie in TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung enthalten, sind nicht dazu geeignet, bei gesunden Personen die Muskelentwicklung zu fördern oder die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern.
Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen (siehe Abschnitt 4.8).
TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung sollte auf Dauer abgesetzt werden, wenn die Symptome einer übermäßigen Androgenexposition persistieren oder während der Therapie in dem empfohlenen Dosierungsregime wieder auftreten.
TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung darf nicht bei Frauen angewendet werden, da je nach individueller Empfindlichkeit gegenüber androgenen Impulsen bei Frauen Anzeichen einer Virilisierung auftreten können, wie z. B. Akne, Hirsutismus, Veränderungen der Stimme.
Medikamentenmissbrauch und Abhängigkeit
Testosteron wurde missbräuchlich eingesetzt – typischerweise in höheren Dosen als die für die zugelassene(n) Indikation(en) empfohlenen Dosen und in Kombination mit anderen anabolen androgenen Steroiden. Der Missbrauch von Testosteron und anderen anabolen androgenen Steroiden kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen, darunter kardiovaskuläre (mit in einigen Fällen tödlichen Folgen), hepatische und/oder psychiatrische Ereignisse.
Ein Testosteronmissbrauch kann zu Abhängigkeits- und Entzugssymptomen führen, wenn die Dosis erheblich reduziert oder die Anwendung abrupt eingestellt wird. Der Missbrauch von
Testosteron und anderen anabolen androgenen Steroiden birgt ernsthafte Gesundheitsrisiken und von einem Missbrauch ist abzuraten.
Bei Kindern kann Testosteron, neben der Maskulinisierung, auch das Wachstum und die Knochenreifung beschleunigen und so einen vorzeitigen Verschluss der Epiphysenfuge verursachen, was eine Verminderung der endgültigen Körpergröße zur Folge hat.
Anwendung
Wie alle öligen Lösungen muss TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung exakt intramuskulär und sehr langsam (über zwei Minuten) injiziert werden. Eine pulmonale Mikroembolie mit öligen Lösungen kann zu Anzeichen und Symptomen wie Husten, Dyspnoe und Schmerzen in der Brust führen. Es können auch weitere Anzeichen und Symptome auftreten, einschließlich vasovagalen Reaktionen wie Unwohlsein, Hyperhidrosis, Schwindel, Parästhesie oder Synkope. Diese Reaktionen können während oder unmittelbar nach der Injektion auftreten und sind reversibel. Der Patient muss deshalb während und unmittelbar nach jeder Injektion beobachtet werden, damit mögliche Anzeichen und Symptome einer öligen pulmonalen Mikroembolie rechtzeitig erkannt werden können. Die Behandlung erfolgt gewöhnlich mit unterstützenden Maßnahmen, z.B. durch zusätzliche Sauerstoffgabe.
Es wurden Verdachtsfälle von anaphylaktischen Reaktionen nach der Injektion von TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung berichtet.
Information zu sonstigen Bestandteilen:
Dieses Arzneimittel enthält 342 mg Benzylbenzoat in jeder 1 ml Ampulle.
Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen
Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen haben einen Einfluss auf die Testosteronproduktion.
Orale Antikoagulanzien
Der Gerinnungsstatus sollte bei Patienten, die TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung zusammen mit oralen Antikoagulanzien erhalten, besonders engmaschig überwacht werden, da diese Kombination durch einen direkten Effekt auf die Koagulation und/oder das fibrinolytische System zu einem erhöhten Blutungsrisiko führen kann.
Eine häufigere Überprüfung von Prothrombinzeit und häufigere INR-Bestimmungen werden empfohlen.
Eine Anpassung der Dosierung des Vitamin-K-Antagonisten während und nach Beendigung der Androgenbehandlung kann erforderlich sein.
Antidiabetika
Die blutzuckersenkende Wirkung von Antidiabetika kann verstärkt werden und daher eine Reduktion der für die Therapie erforderlichen Dosen der Antidiabetika notwendig sein.
Die gleichzeitige Anwendung einer Testosteronersatztherapie mit Natrium-Glucose-Cotransporter-2(SGLT-2)-Hemmern wurde mit einem erhöhten Risiko für Erythrozytose in
Verbindung gebracht. Da beide Substanzen unabhängig voneinander den Hämatokritwert erhöhen können, ist eine kumulative Wirkung möglich (siehe auch Abschnitt 4.4). Bei Patienten, die beide Behandlungen erhalten, wird eine Überwachung des Hämatokrit- und Hämoglobinwerts empfohlen.
Andere Wechselwirkungen
Die gleichzeitige Gabe von Testosteron mit ACTH oder Kortikosteroiden kann die Ödembildung fördern. Daher sind diese Wirkstoffe, insbesondere bei Patienten mit Herz- oder Lebererkrankungen oder bei Patienten, die zu Ödemen neigen, mit Vorsicht anzuwenden.
Beeinflussung von Laboruntersuchungen: Androgene können die Spiegel des thyroxinbindenden Globulins herabsetzen und somit zu verringerten Gesamt-T4-Serumspiegeln und einer erhöhten T3- und T4-Harzaufnahme führen. Die Spiegel der freien Schilddrüsenhormone bleiben jedoch unverändert. Es gibt keine klinischen Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Schilddrüsenfunktion.
Schwangerschaft
TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung ist nur zur Anwendung bei Männern bestimmt. TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung ist bei schwangeren Frauen kontraindiziert (siehe Abschnitt 5.3).
Stillzeit
TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung ist nur zur Anwendung bei Männern bestimmt. TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung ist bei Frauen in der Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt 5.3).
Fertilität
Die Testosteronersatztherapie kann die Spermatogenese reversibel unterdrücken (siehe Abschnitte 4.8 und 5.3).
TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen während der Behandlung mit Testosteronenantat sind Schmerzen an der Injektionsstelle, Rötung an der Injektionsstelle, Husten und/oder Dyspnoe während oder unmittelbar nach der Injektion.
Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Androgenen auftreten können, siehe auch Abschnitt 4.4.
In der nachstehenden Tabelle sind die Nebenwirkungen (ADR) nach Systemorganklasse gemäß MedDRA aufgeführt (MedDRA SOCs). Die Häufigkeiten basieren auf klinischen Studiendaten und sind definiert als Sehr Häufig (≥1/10), Häufig (≥1/100, <1/10), Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100), Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000) und Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabellarische Übersicht der Nebenwirkungen
| Systemorganklasse | Nebenwirkung | Häufigkeit |
| Gutartige, bösartige und nicht spezifizierte Neubildungen (einschl.Zysten und Polypen) | Benigne und maligne Lebertumoren | Nicht bekannt |
| Erkrankungen des Blutes und Lymphsystems | Polyzythämie | Nicht bekannt |
| Anstieg des Hämatokrit, Anstieg der Erythrozyten,Anstieg des Hämoglobin | Häufig | |
| Erkrankungen des Immunsystems | Überempfindlichkeitsreaktionen | Nicht bekannt |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | Gewichtszunahme | Häufig |
| Hyperkalzämie Wasserretention | Nicht bekannt | |
| Psychiatrische Erkrankungen | Depressionen Angst | Nicht bekannt |
| Störungen des Nervensystems | Kopfschmerzen Parästhesie | Nicht bekannt |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums undMediastinums | Pulmonale Ölmikroembolie | selten |
| Herzerkrankungen | Kreislaufstörungen | Nicht bekannt |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Verdauungsstörungenintraabdominelle Blutung Übelkeit | Nicht bekannt |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | abnorme Leberfunktionstests Gelbsucht Lebervergrößerung | Nicht bekannt |
| Erkrankungen der Haut und desUnterhautgewebes | Akne, Alopezie, Rötung, Urtikaria, Juckreiz, männlicherHaarausfall | Nicht bekannt |
| Skelettmuskulatur-,Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Vorzeitiger Verschluss derEpiphysenfuge* Beschleunigte Knochenreifung | Nicht bekannt |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Reaktionen an der Injektionsstelle** AsthenieÖdeme | Nicht bekannt |
| Untersuchungen | Anstieg des prostataspezifischen Antigens | Nicht bekannt |
| Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse | Erhöhte Libido Verminderte Libido Gynäkomastie Prostataerkrankungen Vermehrte Erektionen Veränderung der SpermatogeneseVorzeitige Pubertät* | Nicht bekannt |
*bei vorpubertären Jungen
**Schmerzen an der Injektionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle, Verhärtungen an der Injektionsstelle, Schwellungen an der Injektionsstelle, Entzündung an der Injektionsstelle
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Injektionen von öligen Lösungen wie z.B. TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung werden mit folgenden systemischen Reaktionen in Verbindung gebracht: Husten, Dyspnoe und Schmerzen in der Brust. Es können auch weitere Anzeichen und Symptome auftreten, einschließlich vasovagalen Reaktionen wie Unwohlsein, Hyperhidrosis, Schwindel, Parästhesie oder Synkope.
Eine pulmonale Mikroembolie durch ölige Lösungen kann in seltenen Fällen zu Anzeichen und Symptomen wie Husten, Dyspnoe, Unwohlsein, Hyperhidrose, Schmerzen im Brustkorb, Schwindelgefühl, Parästhesien oder Synkopen führen. Diese Reaktionen können während oder unmittelbar nach den Injektionen auftreten und sind reversibel.
Eine hochdosierte oder langfristige Anwendung von Testosteron erhöht die Neigung zu Wassereinlagerungen und Ödemen.
Eine langfristige und hochdosierte Anwendung von Testosteronenantat hemmt die Spermatogenese.
Wenn in Einzelfällen häufige oder anhaltende Erektionen auftreten, sollte die Dosis reduziert oder die Behandlung abgebrochen werden, um Verletzungen des Penis zu vermeiden
Die Anwendung von TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung kann häufig mit einem Risiko für erhöhte Hämatokritwerte, Anzahl der roten Blutkörperchen und Hämoglobinwerte einhergehen. Diese Häufigkeit wurde mit der Anwendung von Testosteron-haltigen Arzneimitteln in Verbindung gebracht.
Unter der Behandlung mit Testosteron-haltigen Präparaten wurde über feindselige und aggressive Reaktionen sowie eine Zunahme der Körperbehaarung berichtet.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Nach einer Überdosierung sind keine besonderen therapeutischen Maßnahmen außer der Beendigung der Therapie mit dem Arzneimittel oder einer Dosisreduktion erforderlich.
Daten zur akuten Toxizität zeigen, dass TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung nach einmaliger Einnahme als nicht toxisch eingestuft werden kann. Selbst bei versehentlicher Verabreichung eines Vielfachen der für die Therapie erforderlichen Dosis ist kein akutes Toxizitätsrisiko zu erwarten.
Pharmakologische Eigenschaften - TestoGalen 250 mg/ml
Pharmakotherapeutische Gruppe: Androgene, 3-Oxoandrosten-4-Derivate ATC Code: G03BA03
TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung ist ein Ester des natürlichen männlichen Sexualhormons Testosteron und weist alle pharmakologischen Wirkungen des natürlichen Hormons auf. Der Unterschied besteht darin, dass es eine Depotwirkung hat, da
TestoGalen Depot 250 mg/ml Injektionslösung im Körper nur langsam zu Testosteron abgebaut wird.
Wirkmechanismus
Das Arzneimittel ist ein synthetisches Androgen und ein anaboles Steroid und damit ein Agonist des Androgenrezeptors (AR), dem biologischen Ziel von Androgenen wie Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT).
Es hat starke androgene und moderate anabole Wirkungen, wodurch es zur Maskulinisierung nützlich und für die Androgenersatztherapie geeignet ist.
Testosteronenantat ist ein Testosteronester und ein lang anhaltendes Prodrug von Testosteron im Körper. Aus diesem Grund wird es als natürliche und bioidentische Form von Testosteron angesehen.
Pharmakodynamische Wirkungen
In Abhängigkeit vom Zielorgan zeigt Testosteron hauptsächlich ein androgenes (z. B. Prostata, Samenbläschen, Epididymis) oder proteinanaboles (Muskel, Knochen, Hämatopoese, Niere, Leber) Wirkungsspektrum.
Testosteron ist für die Ausbildung der männlichen Geschlechtsmerkmale während der fetalen, frühkindlichen und pubertären Entwicklung verantwortlich und erhält danach den maskulinen Phänotyp und die androgenabhängigen Funktionen (z. B. Spermatogenese, akzessorische Geschlechtsdrüsen) aufrecht. Es erfüllt auch Funktionen z. B. in Haut, Muskeln, Skelett, Niere, Leber, Knochenmark und ZNS.
Bei hypogonadalen Personen führt Testosteron zu einem Stillstand des Knochenwachstums durch Verschluss der Wachstumsfugen, dem im Allgemeinen ein Wachstumsschub vorausgeht, sowie zur Entwicklung der äußeren und inneren Genitalien, zu verstärktem Haarwuchs, Veränderung der Stimme, Auftreten von Libido, einer allgemeinen anabolen Wirkung, zur Entwicklung der Skelettmuskulatur, verringerter Ausscheidung von Stickstoff, Natrium, Kalium, Chlor, Phosphor und Wasser über den Urin.
N.B.: Testosteron hat keine Auswirkung auf die Hodenentwicklung: Es verringert die Hypophysensekretion von Gonadotropinen.
Absorption
Nach der intramuskulären Injektion von 200 mg Testosteronenantat wurden bei hypogonadalen Probanden die höchsten Serumspiegel (1233 ± 484 ng/ml) innerhalb von 24 Stunden nach der Anwendung erreicht. Die Konzentrationen lagen etwa 9 Tage lang über den normalen physiologischen Werten.
Verteilung
Im Serum von Männern sind etwa 98 % des zirkulierenden Testosterons an sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG) und Albumin gebunden. Nur der ungebundene Anteil des Testosterons gilt als biologisch wirksam.
Biotransformation
Testosteronenantat wird nach Spaltung des Esters als Testosteron auf dem gleichen Weg wie endogen gebildetes Testosteron metabolisiert und ausgeschieden.
Elimination
Etwa 90 % einer intramuskulären Testosterondosis werden als Glukuron- und Schwefelsäurekonjugate von Testosteron und seinen Metaboliten im Urin ausgeschieden; etwa 6 % werden mit den Fäzes ausgeschieden, meist in unkonjugierter Form. Nach der intramuskulären Injektion von 200 mg Testosteronenantat betrug die scheinbare Halbwertszeit bei hypogonadalen Probanden 4,2 Tage.
Pharmazeutische Angaben - TestoGalen 250 mg/ml
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.