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Präparate
Wechselwirkungen-Liste
14
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Diarönt® mono Tabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Ja

Darreichungsform

Tbl.

Hersteller

CNP Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.6.2015
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Fachinfo - Diarönt®

Anwendungsgebiete

Reduktion der Gram-negativen aeroben Flora des Gastrointesti-naltraktes als

Dosierung

Erwac h-sene 3-4xtgl. 1 Tablett e entsprechend 285-380 mgColistinsulfatoder 6.000.000-8.000.000 I.E.Colistin-Basetäglich
Für Säuglinge und Kleinkinder stehen flüssige Darreichungsfor-men zur Verfügung.Für Erwachsene mit Schluckstörungen und/oder einer Magensonde stehen flüssige Darrei-chungsformen zur Verfügung.Art der Anwendung Diarönt® mono Tabletten werden mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen. Die Tagesdosis sollte auf 3-4 Einzeldosen verteilt eingenommen werden.Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art und Verlauf der zu Grunde liegenden Erkrankung.Diarönt® mono darf nicht angewendet werdenBei oraler Anwendung können Schleimhautschäden verschiedenster Genese im Bereich desGastrointestinaltraktes zu verstärkter Resorption von Colistin führen, wodurch Nebenwirkungen verursacht werden können (s.a. Abschnitt: 4.9Überdosierung).

Gegenanzeigen

  • bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Colistin, andere Polymyxine oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile,

  • bei Patienten mit geschädigter Darmmukosa (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn),

  • bei Früh- und Neugeborenen.

Warnhinweise

Diarönt® mono ist nicht geeignet zur Prophylaxe oder Therapie gastro-intestinaler Infektionen.

Effektes nicht mit Erythromycin kombiniert werden.

Wechselwirkungen

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Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Aufgrund der geringen Resorption von Colistin nach oraler Anwendung sind Wechselwirkungen nicht zu erwarten.

Bei unerwünschter, verstärkter Resorption mit relevanten Colistin-konzentrationen im Blut (z.B. bei geschädigter Darmschleimhaut) kann es zu einer verstärkten Wirkung anderer nephrotoxischer Arzneimittel (z.B. Aminoglykoside) und neuromuskulär-blockierender

Arzneimittel (z.B. d-

Tubocurarin und Succinylcholin) kommen.

Colistin sollte wegen eines antagonistischen

Diarönt® mono TablettenColistinsulfat 95 mg1 Tablette enthält 95 mg Colistin-sulfat, entsprechend2.000.000 I.E. Colistin-Base.Vollständige Auflistung der sonstigenBestandteile siehe Ab-schnitt 6.1.TablettenProphylaxe endogenerInfektionen bei abwehrgeschwächten Patienten im Rahmen der selektiven Darmde-kontamination.Die offiziellen Richtlinien für den Gebrauch vonantimikrobiellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung von Diarönt® mono zu berücksichtigen.DosierungFür die orale Anwendung zur Darmdekontamination werden folgende Tagesdosen, die auf 3-4 Einzeldosen verteilt werden, empfohlen:
Schul 3-4x entsprechend
kinde tgl. ½ 142,5-190 mg
r (6-
Tablett Colistinsulfat
11Jahre
e oder 3.000.000-4.000.000 I.E.
)
Colistin-Base
täglich
Jugen 3-4x entsprechend
d- tgl. ½- 142,5-380 mg
llich
1 Colistinsulfat
e (ab
Tablett oder 3.000.000-
12Jahre
e 8.000.000 I.E.Colistin-Base
)
täglich

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Es liegen keine dokumentierten Erfahrungen mit einer Anwendung von Diarönt® mono an Schwangeren vor. Colistin passiert die Plazenta.

Tierexperimentelle Stu-dien mit Colistin zeigten eine Re-

produktionstoxizität (siehe 5.3). Aufgrund der geringen Resorption bei bestimmungsgemäßer oraler Anwendung kann Diarönt® mono während der

Schwangerschaft bei entsprechender Indikation angewendet werden.

Stillzeit

Colistin geht in die Muttermilch über. Aufgrund der geringen Re-sorption bei

bestimmungsgemäßer oraler Anwendung kann Diarönt® mono während der Stillzeit bei

entsprechender Indikation angewendet werden.

Beim gestillten Säugling ist die Möglichkeit einer Beeinflussung der physiologischen Darmflora mit Durchfall oder Sprosspilzbesiedlung zu beachten. An die Mög-lichkeit einer Sensibilisierung sollte gedacht werden.

  • Auswirkungen auf die Ver-kehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

    Nicht zutreffend.

    Es handelt sich in der Regel um eine Anwendung bei Intensivpatienten. Bei bestimmungsgemäßer oraler Applikation sind keine neurologischen Effekte bekannt.

  • Fahrtüchtigkeit

    Wir konnten dieses Fachinformationen-Kapitel nicht konvertieren. Bitte prüfen Sie das PDF-Dokument.

    Nebenwirkungen

    Häufig (≥ 1% - < 10%) treten gastrointestinale Störungen in Form von

    Übelkeit, Erbrechen und dünnen Stühlen auf.

    Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

    Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinu-ierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arz-neimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

    Nebenwirkung dem

    Bundesinstitut für

    Arzneimittel und

    Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www. bfarm. de anzuzeigen.

    Überdosierung

    Die Resorption toxischer Mengen bei

    bestimmungsgemäßem Ge-brauch oraler

    Darreichungsformen ist unwahrscheinlich. Eine Ausnahme bilden Früh- und Neugeborene, bei denen Diarönt® mono nicht angewendet wird.

    Beim Menschen stehen beim Erreichen toxischer Serumkonzentrationen von Colistin z.B. bei pa-renteraler Applikation der injizierbaren Darreichungsform oder bei oraler Applikation bei Schleimhautschäden im Bereich des Gastro-intestinaltraktes infolge von z.B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa neuro- und nephrotoxische Reaktionen im

    Vordergrund.

    Die Neurotoxizität äußert sich in Schwindel, Parästhesien, Dop-pelbildern infolge Augenmuskellähmungen, Ptosis, allgemeiner Schwäche, Sprachstörungen, Areflexie, Sehstörungen, Dysphagie, Krämpfen und Koma. Eine neuromuskuläre Blockade kann infolge

    Atemlähmung zum Tode führen.

    Die Nephrotoxizität äußert sich in Epithelzellschädigungen der Nierentubuli und Tubulusnekrosen.

    Beim Auftreten toxischer Symptome ist der Versuch einer Peritonealdialyse (oder Hämodialyse) gerechtfertigt. Eine neuromuskuläre Blockade lässt sich durch Gabe von Calciumgluconat oder

    Neostigmin nicht aufheben.

    Pharmakologische Eigenschaften - Diarönt®

    Pharmakodynamik

    Pharmakotherapeutische Gruppe: Polypeptid-Antibiotikum

    ATC-Code: A07AA10

    Colistin (Polymyxin E) gehört zur Gruppe der Polymyxine. Chemisch handelt es sich um basi-sche zyklische Polypeptide.

    Colistin wirkt potentiell bakterizid auf gramnegative Bakterien durch Strukturveränderung und Funktionsstörung der äußeren Membran sowie der Zytoplasmamembran. In der Regel sind empfindlich:

    E. coli, Enterobacter-und Klebsiella-Arten, Salmonellen, Shigellen, Pseudomonas aeruginosa und Haemophilus influen-zae. Primär resistente Stämme kommen bei Pseudomonas aeruginosa,

    E. coli, Klebsiellen und Enterobacter vor.

    Resistent sind alle Proteus-Arten, Pseudomonas cepacia, Pseudomonas maltophilia, Neisserien, die meisten Serratia- und Bacte-roides-fragilis-Stämme sowie alle grampositiven Bakterien. Eine sekundäre Resistenzentwicklung wird selten beobachtet. Zwischen Colistin und Polymyxin B besteht eine

    Tabletten

    komplette Parallelresistenz.

    Bei dem nachfolgend aufgeführten Wirkungsspektrum von Co-listin handelt es sich überwiegend um in vitro Daten. Eine Aussage über die klinische Wirksamkeit des Wirkstoffes ist damit nicht notwendigerweise verbunden.

    Empfindliche Erreger MHK[µg/ ml]
    Escherichia coli 0,1 - 3
    Salmonella spp. 0,3 - 2
    Shigella spp. 0,2 - 2
    Klebsiellapneumoniae 0,4 - 6
    Haemophilusinfluenzae 0,5 - 5
    Pseudomonasaeruginosa 0,1 - 5
    Enterobacteraerogenes 0,3 - 20
    Pasteurella 0,2 - 20

    Pharmakokinetik

    Colistin wurde 1950 aus Kulturfiltraten des Bacillus colistinus iso-liert und ist identisch mit Polymyxin E. Es steht für die orale Anwendung als Colistinsulfat zur Verfügung und für die parenterale Anwendung als Colistinsulfomethat-Natrium. Colistinsulfo-methat-Natrium zeigt in vitro - entsprechend seinem Gehalt an Base - nur etwa 20-50% der Wirksamkeit von Colistinsulfat.

    Bei oraler Gabe wird Colistin kaum resorbiert. Nur bei Früh- und Neugeborenen kann es zu einer stärkeren Resorption kommen,

    verbunden mit

    systemischer Biover-fügbarkeit und entspre-chenden Nebenwirkungen.

    Nach intravenöser Gabe von Colistinsulfomethat-Natrium in einer Dosis, die 100 mg Colistin bzw.

    144 mg Colistinsulfat entspricht, liegen die maximalen Serumspiegel bei 4 mg/l, nach

    intramuskulärer Gabe einer Dosis, die 75 mg Colistin bzw. 108 mg

    Colistinsulfat entspricht, bei 2,6 mg/l. Die Serumhalbwertszeit beträgt 2,7 bis 3

    Stunden. Bei älteren Patienten können mit gleichen Dosen 2-3mal höhere Serumkonzentratio-nen als bei jungen Patienten erreicht werden. Kinder zeigen ei-nen rascheren Abfall der Serumkonzentrationen als Erwachsene.

    Nach i.v.-Gabe von Colistinsulfomethat-Natrium liegen die Se-rumspitzenkonzentrationen etwa doppelt so hoch wie nach gleichdosiger i.m.-Gabe.

    Colistin weist nur ein sehr begrenztes Diffussionsvermögen in Gewebe und Körperflüssig-keiten auf. Nach parenteraler Anwendung wird Colistin durch Hydrolyse aus

    Colistinsulfomethat-Na-trium freigesetzt. Es wird in verschiedenen Geweben längere Zeit an Zellmembranen gebunden (Leber, Niere, Gehirn, Muskulatur, Herz, Lungen). Die Diffusion in den Liquor

    cerebrospinalis sowie in Pleura-, Peritoneal- und

    Gelenkflüssigkeit ist gering.

    Etwa 1 % bis 10 % der systemisch verabreichten Dosis werden über die Gallenflüssigkeit mit den Faeces ausgeschieden, etwa 60 % über die Niere. Nach oraler Gabe von Colistinsulfat ist die fäkale Ausscheidung nicht exakt bestimmbar, 1-10% der Dosis konnten in biologisch aktiver Form nachgewiesen werden.

    Die Ausscheidung über die Nieren nach parenteraler Applikation erfolgt rasch. Bei

    Nierenfunktionsstörungen und Ausscheidungsstö-rungen sonstiger Art - vor allem bei älteren Patienten - ist die Ausscheidung abhängig von der Nierenfunktion. Infolge Kumulation können toxische Serumkon-

    zentrationen mit schwersten nephro- und neurotoxischen Reaktionen eintreten. Dies gilt je-doch bei

    bestimmungsgemäßem Ge-brauch nicht für die orale Anwendung von Colistinsulfat.

    Pharmazeutische Angaben - Diarönt®

    Liste der sonstigen Bestandteile

    Lactose-Monohydrat, hydriertes Rizinusöl,

    Magnesiumstearat

    (Ph. Eur.), Maisstärke, mikrokristalline Cellulose

    Inkompatibilitäten

    Nicht zutreffend.

    Dauer der Haltbarkeit

    Diarönt® mono Tabletten sind 3 Jahre haltbar. Nach Ablauf des Verfalldatums soll das Arzneimittel nicht mehr angewendet werden.

  • Besondere

    Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

    Keine besonderen Anforderungen.

  • Art und Inhalt des Behältnisses

    Packungen zu

    10 Tabletten

    20 Tabletten

  • Besondere

    Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

    Keine besonderen Anforderungen.

  • Weblinks

    Packungen und Preis

    Diarönt® mono 10 Tbl.
    Preis
    30,33 €
    Zuzahlung
    5,00 €

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.
    Diarönt® mono 20 Tbl.
    Preis
    46,49 €
    Zuzahlung
    5,00 €

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.

    Quellen

    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
    Rote Liste

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