PURETHAL® Gräser
- Weißes Straußgraspollen-Allergen,
- Gewöhnliches Ruchgraspollen-Allergen,
- Wiesenknäuelgraspollen-Allergen,
- Weidelgraspollen-Allergen,
- Wiesenhaferpollen-Allergen,
- Rotschwingelpollen-Allergen,
- Wiesenrispengraspollen-Allergen,
- Wolliges Honiggraspollen-Allergen,
- Wiesenlieschgraspollen-Allergen,
- Roggenpollen-Allergen
- 2
Verschreibungsinformationen
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Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - PURETHAL®
Zur spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) allergischer Erkrankungen vom Soforttyp (IgE-vermittelt), wie Heuschnupfen (allergische Rhinitis), allergische Bindehautentzündung (Konjunktivitis) und allergisches Asthma bronchiale, ausgelöst durch eine Sensibilisierung gegenüber allergenen Substanzen aus den Pollen der enthaltenen Gräser- und Getreidesorten.
Die Diagnosestellung erfordert eine sorgfältige allergologische Anamnese und Bestätigung der allergenspezifischen Sensibilisierung des Patienten.
Hyposensibilisierungsimpfstoffe zur Injektion dürfen nur durch allergologisch weitergebildete bzw. allergologisch erfahrene Ärzte verschrieben und angewendet werden (Siehe Abschnitt 4.4).
Eine Notfallausrüstung muss jederzeit griffbereit sein (siehe Abschnitt 4.8).
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Dosierung
Die Behandlung kann sowohl präsaisonal als auch perennial durchgeführt werden.
Im Allgemeinen wird die Therapie mit einer Dosis von 0,05 ml eingeleitet (erste Injektion) und schrittweise in wöchentlichen Intervallen bis zu einer Höchstdosis von 0,5 ml gesteigert. Nach Erreichen der Höchstdosis ist die Grundbehandlung abgeschlossen. Die weitere Behandlung ist abhängig von der Durchführung als Kurzzeit-, präsaisonale oder perenniale Immuntherapie (siehe Dosierungsvorschlag).
Eine Kurzzeittherapie kann mit 6 Injektionen in wöchentlichen Intervallen in einem Gesamtzeitraum von 5 Wochen zu Ende geführt werden.
Alternativ kann die Behandlung bei Erwachsenen auch mit einem verkürzten Grundbehandlungsschema (Rush-Aufdosierung) begonnen werden. Dieses beinhaltet 3 Injektionen in wöchentlichen Intervallen (0,1 ml / 0,3 ml / 0,5 ml) bis zum Erreichen der Höchstdosis. Danach ist die Grundbehandlung abgeschlossen.
Bei präsaisonaler und perennialer Fortsetzungsbehandlung wird empfohlen, das Injektionsintervall nach der Grundbehandlung auf 14 Tage auszudehnen. Bei guter Verträglichkeit kann nach der dritten Injektion in 14-tägigem Turnus auf Injektionsintervalle von 4 Wochen (+/- 2 Wochen) übergegangen werden. Eine Dosisreduktion bei Übergang auf eine neue Flasche oder während des Pollenfluges ist nicht erforderlich.
Diese Dosierungsanleitung ist als Richtschnur für die Behandlung anzusehen. Der behandelnde Arzt kann, abweichend davon, auch andere Dosierungen empfehlen. Maßgebend ist immer die individuelle Verträglichkeit des Patienten.
Jede Dosissteigerung muss sich nach der Verträglichkeit gegenüber der vorangegangenen Dosierung richten. Deshalb ist der Patient vor jeder Injektion nach der Verträglichkeit der vorherigen Injektion zu befragen.
Bestehen hinsichtlich der Verträglichkeit keine Bedenken, und sind seit der letzten Injektion keine Nebenreaktionen bzw. verstärkte allergische Symptome aufgetreten, kann in den meisten Fällen schemagerecht gesteigert werden (siehe Dosierungsvorschlag).
Kinder und JugendlicheKinder unter 5 Jahren werden normalerweise nicht als geeignete Kandidaten für eine spezifische Immuntherapie angesehen, da Akzeptanz- und Kooperationsprobleme in dieser Altersgruppe wahrscheinlicher sind als bei Erwachsenen. Bei Kindern ab 5 Jahren liegen nur wenige klinische Daten über die Effektivität vor, Sicherheitsdaten deuten jedoch auf kein erhöhtes Risiko im Vergleich zu Erwachsenen hin.
Für Kinder ab 5 Jahren und Jugendliche wird dieselbe Dosierung wie für Erwachsene empfohlen.
Dosisreduktion bei IntervallüberschreitungWährend der Grundbehandlung mit wöchentlichen Injektionsintervallen
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darf bei einer Intervallüberschreitung von 2 Wochen (3 Wochen seit der letzten Injektion) die Dosis nicht gesteigert werden. Die Dosis der letzten Injektion ist zu wiederholen.
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Bei einer Intervallüberschreitung von 3 Wochen (4 Wochen seit der letzten Injektion) ist eine Stufe im Schema zurückzugehen.
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Bei einer Überschreitung von 4 Wochen (5 Wochen seit der letzten Injektion) muss die Dosis um 3 Stufen reduziert werden.
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Ab Überschreitungen von mehr als 4 Wochen (mehr als 5 Wochen seit der letzten Injektion) sollte mit der Therapie aus Sicherheitsgründen von vorn begonnen werden.
Während der Fortsetzungsbehandlung mit 4-wöchigen Injektionsintervallen
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kann bei Intervallschreitungen von bis zu 3 Wochen (7 Wochen seit der letzten Injektion) mit der zuletzt verabreichten Dosis weiterbehandelt werden.
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Bei einer Überschreitung von 4 Wochen (8 Wochen seit der letzten Injektion) wird um eine Stufe reduziert.
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Bei Überschreitungen von 5 bzw. 6 Wochen (9 bzw. 10 Wochen seit der letzten Injektion) ist um 2 bzw. 3 Stufen zu reduzieren.
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Bei Überschreitungen von mehr als 6 Wochen (mehr als 10 Wochen seit der letzten Injektion) sollte die Therapie sicherheitshalber von vorn beginnen.
Das Auftreten lokaler oder systemischer Reaktionen im Zusammenhang mit der Injektion von PURETHAL Pollenpräparaten macht eine Anpassung der Dosierung erforderlich (siehe auch Abschnitt 4.8
„Nebenwirkungen“).
Leichte LokalreaktionMaximale Schwellung an der Injektionsstelle bis 5 cm ØMaximale Schwellung an der Injektionsstelle >5 bis 12 cm Ø Behandlung kann schemagerecht fortgesetzt werden.Dosis der letzten Injektion wiederholen, nicht steigern. Gesteigerte LokalreaktionMaximale Schwellung an der Injektionsstelle >12 cm Ø 1 - 3 Stufen im Dosierungsschema zurückgehen. Milde bis gesteigerte Allgemeinreaktion 1 - 3 Stufen im Dosierungsschema zurückgehen. Schwere Allgemeinreaktionen oder anaphylaktischer Schock erfordern eine Überprüfung der Therapieindikation.
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Art der Anwendung
Vor jeder Injektion muss die Flasche kräftig geschüttelt werden. Für die Injektionen werden geeignete Einmalspritzen verwendet. Die Injektion ist streng subkutan zu verabreichen. Injektionsorte sind alternierend die Streckseiten der Oberarme handbreit oberhalb des Ellenbogens bis zur Oberarmmitte.
Eine intravasale Injektion ist durch Aspirationskontrolle unbedingt auszuschließen!
Vor Verabreichung der Injektion:
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Befragen des Patienten nach Reaktionen auf die vorausgegangene Injektion, Ausschluss akuter Erkrankungen.
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Dosis überprüfen, ggf. Dosisanpassung vornehmen.
Nach Verabreichung der Injektion:
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Der Patient ist darüber zu informieren, dass er sich bei später auftretenden Anzeichen einer Nebenreaktion sofort mit dem behandelnden Arzt in Verbindung setzt.
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Der Patient muss nach der zuletzt verabreichten Injektion 30 Minuten unter ärztlicher Aufsicht bleiben.
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Dauer der Anwendung
Zur Sicherung eines langfristigen Therapieerfolges wird empfohlen, die Behandlung (subkutane Injektionen) über einen Zeitraum von 3 - 5 aufeinanderfolgenden Jahren durchzuführen.
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Akute Entzündungsprozesse / fieberhafte Infektionskrankheiten am Reaktionsorgan.
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Sekundärveränderungen am Reaktionsorgan (Emphysem, Bronchiektasen u.a.).
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Autoimmunerkrankungen (z.B. der Niere, der Schilddrüse, des Nervensystems und rheumatische Erkrankungen).
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Immundefekte.
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Anwendung von Immunsuppressiva (siehe Abschnitt 4.5).
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Schweres, unkontrollierbares Asthma bronchiale, insbesondere bei einem persistierenden FEV1 unter 70% des Sollwertes.
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Herz- und Kreislauferkrankungen mit erhöhtem Risiko bei der Anwendung von Adrenalin.
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Behandlung mit Betablockern (auch Betablocker enthaltene Augentropfen, siehe Abschnitt 4.5).
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Maligne Tumorerkrankungen mit aktuellem Krankheitswert.
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Einleitung der spezifischen Immuntherapie während der Schwangerschaft (siehe Abschnitt 4.6).
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Überempfindlichkeit gegen einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Relative Gegenanzeigen:
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Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).
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Zu Schutzimpfungen sollte nach Möglichkeit ein zeitlicher Abstand eingehalten werden (siehe Abschnitt 4.5).
Bei Patienten, die am Tag der schemagerechten Injektion nicht beschwerdefrei sind, ist die Injektion unter Beachtung des Punktes 4.2 „Dosisreduktion bei Intervallüberschreitungen“ zu verschieben.
Von einer Einleitung der Behandlung während der Pollenflugzeit ist abzuraten.
Für Patienten mit sehr schwerer Symptomatik ist eine ganzjährige Behandlung mit Pollenextrakten nicht zu empfehlen.
Werden zwei Präparate zur spezifischen Immuntherapie verabreicht, müssen die Hinweise in Abschnitt 4.5 beachtet werden.
Der Patient muss nach der zuletzt verabreichten Injektion 30 Minuten unter ärztlicher Aufsicht bleiben.
Der Patient ist prinzipiell darauf hinzuweisen, dass er sich vor und nach jeder Injektion keiner schweren körperlichen Belastung (z.B. Sport, schwere körperliche Arbeit, auch Sauna) unterziehen sollte.
Das Arzneimittel enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Injektion.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
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Eine Immuntherapie sollte nicht parallel zu einer immunsuppressiven Behandlung durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.3).
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Eine Immuntherapie sollte grundsätzlich auch nicht parallel zu einer Behandlung mit Betablockern (inklusive Betablocker enthaltender Augentropfen) durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.3).
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Schutzimpfungen sollten frühestens 1 Woche nach der letzten Injektion durchgeführt werden (Ausnahme: vitale Indikation). Die nächste Injektion sollte erst nach vollständigem Abklingen der Impfreaktion, frühestens jedoch 2 Wochen nach der Impfung erfolgen. Die Immuntherapie ist dann - je nach Dauer der Unterbrechung - mit reduzierter Dosis fortzusetzen oder von vorn zu beginnen (siehe unter Punkt 4.2.1
„Dosisreduktion bei Intervallüberschreitung“).
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Eine Dosisreduktion oder das Absetzen symptomatischer Antiallergika kann die Toleranzgrenze des Patienten beeinflussen, so dass die bis dahin mit PURETHAL Pollenpräparaten erreichte Dosis gegebenenfalls verringert werden muss, um allergische Nebenwirkungen zu vermeiden.
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Die Durchführung einer weiteren Hyposensibilisierungsbehandlung kann die Toleranzgrenze verändern. Werden zwei Präparate zur spezifischen Immuntherapie unter Wechsel des Armes von Injektion zu Injektion an einem Tag verabreicht, sollte der Abstand zwischen beiden Injektionen mindestens eine Viertelstunde betragen. Zur besseren Vermeidung von Kumulationseffekten empfiehlt es sich, die Injektionen im Abstand von 2 bis 3 Tagen zu verabreichen.
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Zusätzliche Allergenexposition wie z.B. Pollenbelastung, Nahrungsmittel, Haustierkontakte etc. kann bei entsprechender Sensibilisierung die Toleranzgrenze herabsetzen.
Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen für eine allgemeine Empfehlung zur Anwendung von PURETHAL Pollenpräparaten in der Schwangerschaft und Stillzeit vor.
Während der Schwangerschaft ist von der Einleitung einer Behandlung mit PURETHAL Pollenpräparaten abzusehen, da systemische allergische Reaktionen für den Fetus schädlich sein können. Eine bereits begonnene Behandlung kann nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt bei guter Verträglichkeit und nach individueller Nutzen-/Risikoabwägung fortgeführt werden.
Es liegen keine ausreichenden Daten über den Einfluß von PURETHAL Pollenpräparaten auf die Fertilität vor.
In seltenen Fällen kann nach der Injektion leichte Müdigkeit auftreten. PURETHAL Pollenpräparate haben nur einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Auch bei korrekter Anwendung sind Nebenwirkungen nicht völlig auszuschließen.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils-
Nach der Injektion von PURETHAL Pollenpräparaten können gesteigerte Lokalreaktionen an der Injektionsstelle auftreten. Die am häufigsten gemeldeten Nebenreaktionen nach der Injektion von PURETHAL Gräser oder PURETHAL Gräser+Getreide sind Schwellung, Erythem, Urtikaria und Pruritus an der Injektionsstelle.
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Weiterhin kann es zu einem Wiederauftreten der patientenspezifischen allergischen Symptome als milde Allgemeinreaktion wie Rhinitis, Konjunktivitis, Niesen, Kehlkopfirritation, Husten oder leichten asthmatischen Beschwerden kommen.
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Unter einer gesteigerten Allgemeinreaktion versteht man z.B. das Auftreten von Atemnot, generalisierter Urtikaria oder generalisiertem Pruritus. In seltenen Fällen kann auch ein anaphylaktischer Schock auftreten. Diese Reaktion wird beschrieben im Unterabschnitt “Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen”. Eine entsprechend ausgestattete Schockapotheke muss griffbereit sein.
Weitere spontan gemeldete Nebenwirkungen, deren Häufigkeit aus den vorliegenden Daten nicht ermittelt werden kann: Angioödem, Fieber, meist vorübergehende Granulome an der Injektionsstelle, Übelkeit, Aufmerksamkeitsstörungen und Asthenie.
Nebenreaktionen treten in der Regel innerhalb von 30 Minuten nach der Injektion auf. Aber auch Stunden nach der Injektion können Nebenreaktionen auftreten.
Bei Anwendung des Rush-Aufdosierungsschemas kann es zu vermehrten Nebenwirkungen kommen. Diese sind überwiegend milder Ausprägung.
Tabellarische Zusammenfassung der NebenwirkungenIn diesem Abschnitt werden die Nebenwirkungen zusammengefaßt, die nach der Injektion von PURETHAL Gräser beobachtet wurden. Die angegebenen Nebenwirkungshäufigkeiten in Tabelle 1 beruhen auf Daten aus einer klinischen Studie, bei der 146 Patienten mit PURETHAL Gräser behandelt wurden.
Die Nebenwirkungen in der Tabelle wurden entsprechend der MedDRA-Klassifikation zusammengestellt. Häufigkeiten: Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1.000, <1/100), selten (≥1/10.000,
<1/1.000).
Tabelle 1: Nebenwirkungen bei PURETHAL Gräser| Systemorganklasse | Häufigkeit | Nebenwirkung |
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen | gelegentlich | Grippe, Otitis externa, Sinobronchitis, Sinusitis, Staphylokokkenpharyngitis |
| Erkrankungen des Immunsystems | häufig | Überempfindlichkeit |
| Erkrankungen des Nervensystems | häufig | Kopfschmerz |
| gelegentlich | Schwindelgefühl, Parästhesie | |
| Augenerkrankungen | gelegentlich | Schwellung des Auges |
| Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths | gelegentlich | Vertigo |
| Herzerkrankungen | gelegentlich | Tachykardie |
| Gefässerkrankungen | gelegentlich | Kreislaufkollaps, Hitzegefühl, Hämatom |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | häufig | Allergische Rhinitis, Asthma, Husten, Nasopharyngitis, Schmerzen im Oropharynx |
| gelegentlich | Bronchitis, Halstrockenheit, Dyspnoe, Epistaxis | |
| Erkrankungen des Gastrointestinal-trakts | häufig | Diarrhoe |
| gelegentlich | Abdominalschmerzen, Gastritis | |
| Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes | sehr häufig | Erythem, Urtikaria |
| häufig | Ekzem, Pruritus | |
| gelegentlich | Akne, Ausschlag, Hautreizung | |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen | gelegentlich | Muskuloskelettale Beschwerden |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | häufig | Schwellung |
| gelegentlich | Ermüdung, Verhärtung an der Injektionstelle, lokale Reaktion, lokale Schwellung |
Beim Auftreten von Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, soll der Patient diese umgehend dem Arzt oder Apotheker mitteilen.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenNach der Injektion von PURETHAL Pollenpräparaten kann in seltenen Fällen ein anaphylaktischer Schock auftreten. Typische Alarmsymptome sind Brennen, Jucken und Hitzegefühl auf und unter der Zunge, im Rachen und an den Handinnenflächen und Fußsohlen. Unmittelbar danach Schock mit graublasser Zyanose, Hypotension, Tachykardie, Bronchialobstruktion, Bewusstlosigkeit.
Kinder und JugendlicheEs wurden keine klinisch relevanten Unterschiede in den Sicherheitsprofilen von Erwachsenen und Kindern in der Sicherheitsdatenbank beobachtet. Die Häufigkeit, Art und Schwere von Nebenwirkungen bei Kindern entsprechen denen bei Erwachsenen.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, Paul-Ehrlich-Institut, Paul-Ehrlich-Str. 51-59, 63225 Langen, Tel:
+49 6103 77 0, Fax: +49 6103 77 1234, Website: www.pei.de, anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - PURETHAL®
Folgende immunologische Veränderungen werden im Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus diskutiert:
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Umorientierung der T-Zell-Antwort mit bevorzugter Bildung von allergenspezifischen Th0- oder Th1-Lymphozyten unter verminderter IgE-Produktion
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Abnahme der Reaktionsbereitschaft mediatorfreisetzender Zellen.
In einer Studie zur Rush-Aufdosierung mit PURETHAL Gräser wurde nur die Sicherheit, nicht aber die Wirksamkeit des verkürzten Aufdosierungsschemas bei Erwachsenen untersucht. Alle Studien zur Wirksamkeit von PURETHAL Pollenpräparaten wurden mit dem konventionellen Aufdosierungsschema durchgeführt.
Pharmazeutische Angaben - PURETHAL®
Natriumchlorid Phenol
Aluminiumhydroxid, hydratisiert Wasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden. Sonstige Wechselwirkungen siehe Abschnitt 4.5 „Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen“.
| PURETHAL | Haltbarkeit |
| Gräser | 3 Jahre |
| Gräser + Getreide | 3 Jahre |
Nach Anbruch der Flasche ist das Präparat 6 Monate verwendbar, höchstens jedoch bis zu dem angegebenen Verfallsdatum.
Im Kühlschrank aufbewahren (+2°C bis +8°C). Nicht einfrieren!
Lösungen, die einmal eingefroren waren, dürfen nicht mehr angewandt werden.
Ein Behandlungssatz zur Grundbehandlung und/oder Fortsetzungsbehandlung besteht aus einer Durchstechflasche zu 3 ml oder aus zwei Durchstechflaschen zu je 3 ml.