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Präparate

Kaliumcitrat Desma 1,56 g / 2,5 g Brausetabletten

Wechselwirkungen-Liste
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Apothekenpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Kaliumcitrat Desma 1,56 g / 2,5 g Brausetabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Brausetbl.

Hersteller

Desma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.12.2019
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Fachinfo - Kaliumcitrat 1,56 g / 2,5 g

Anwendungsgebiete

Kaliumcitrat Desma wird angewendet bei Erwachsenen. Zur Kaliumsubstitution bei

  • ausgeprägter Hypokaliämie (< 3,2 mmol/l), insbesondere bei gleichzeitig bestehender metabolischer Azidose.

  • hypokaliämischen neuromuskulären Störungen oder Herzrhythmusstörungen.

  • Hypokaliämie bei gleichzeitiger Digitalistherapie.

Dosierung

Dosierung:

Die Dosierung richtet sich nach dem zu ersetzenden Defizit, wobei im Allgemeinen 40 bis 80 mmol Kalium pro Tag ausreichen. Es sollten nicht mehr als 160 mmol pro Tag gegeben werden. Die Einzeldosis sollte nicht mehr als 40 mmol Kalium – entsprechend 1 Kaliumcitrat Desma betragen. Die Tagesdosis sollte 4 Brausetabletten, entsprechend 160 mmol Kalium/Tag, nicht überschreiten. Eine Tagesdosis von 2 oder mehr Brausetabletten ist über den Tag verteilt einzunehmen. Soweit die Ursache eines Kaliumdefizits nicht zu beheben ist, ist eine fortlaufende Substitution empfehlenswert. In anderen Fällen von Kaliummangel reichen oft Tage bis Wochen für den Ausgleich des Kaliumdefizits aus.

Kinder und Jugendliche

Für Kaliumcitrat Desma gibt es keine Indikation für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen.

Art der Anwendung:

Zum Einnehmen (nach Auflösen).

1 Brausetablette in einem Glas Wasser (200 ml) auflösen und nach Bedarf mit Zucker oder Fruchtsaft nachsüßen. Über 10-15 Minuten schluckweise trinken. Die Einnahme zu den Mahlzeiten verbessert die gastrointestinale Verträglichkeit.

Kaliumcitrat Desma 1,56 g / 2,5 g Brausetabletten

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Kaliumcitrat Desma darf nicht angewendet werden bei Krankheiten, die häufig mit einer Hyperkaliämie verbunden sind:

  • Dehydratation

  • eingeschränkte exkretorische Nierenfunktion

  • Morbus Addison

  • Adynamia episodica hereditaria.

Warnhinweise

Kaliumcitrat Desma darf nicht angewendet werden bei: hereditärer Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel.

Der häufige und dauernde Gebrauch von Kaliumcitrat Desma kann schädlich für die Zähne sein (Karies).

1 Brausetablette enthält 1,42 g Sucrose (Saccharose) und Glucose, entsprechend ca. 0,12 Broteinheiten (BE). Dies ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen.

Vor der Anwendung sind Elektrolyt- und Säure-Basen-Status, der Herzrhythmus und besonders bei älteren Patienten die Nierenfunktion zu kontrollieren. Diese Parameter sind während der Therapie zunächst in kürzeren, später in längeren Intervallen zu überwachen.

Kaliumcitrat Desma sollte nur mit Vorsicht angewendet werden bei Sichelzellanämie sowie bei gleichzeitiger Therapie mit kaliumsparenden Diuretika, Aldosteronantagonisten, ACE-Hemmern, Anticholinergika oder potentiell nephrotoxischen Medikamenten (nichtsteroidalen Antiphlogistika u.a.). Durch Interaktion mit diesen Arzneimitteln, durch plötzlich auftretende Azidose, akute Einschränkung der Nierenfunktion oder andere Zustände kann es zu einer Hyperkaliämie kommen. Kaliumsalze können in höheren lokalen Konzentrationen Reizungen und Schädigungen des Gewebes hervorrufen. Hohe lokale Wirkstoffkonzentrationen im Magen bzw. Dünndarm werden jedoch durch den Einnahmemodus (schluckweises Trinken einer wässrigen Lösung) vermieden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Eine Erhöhung der extrazellulären Kaliumkonzentration vermindert die Wirkung von Herzglykosiden, eine Erniedrigung verstärkt die arrhythmogene Wirkung von Herzglykosiden. Aldosteronantagonisten, kaliumsparende Diuretika, ACE-Hemmer, nichtsteroidale Antiphlogistika und periphere Analgetika vermindern die renale Kaliumausscheidung.

Schwangerschaft

Schwangerschaft und Stillzeit

Da sowohl hohe als auch niedrige Kalium-Serumspiegel die maternale und fetale Herzfunktion beeinträchtigen, sind die maternalen Serumspiegel genau zu überwachen. Solange der maternale Serumspiegel im physiologischen Bereich gehalten wird, sind keine schädlichen Auswirkungen für den Embryo bzw. Fetus bzw. das gestillte Kind zu erwarten. Hinweise auf schädliche Wirkungen während der Schwangerschaft und in der Stillzeit sind nicht bekannt.

Fahrtüchtigkeit

Kaliumcitrat Desma hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Nebenwirkungen

Bei der Darstellung der Nebenwirkungen wurden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100 ) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000 )

Sehr selten (< 1/10.000 )

Kaliumcitrat Desma 1,56 g / 2,5 g Brausetabletten

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Herzerkrankungen

Sehr selten: Überhöhte Zufuhrraten von Kalium können zu Herzrhythmusstörungen führen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich: Sodbrennen, Leibschmerzen, Durchfall, Aufstoßen, Übelkeit/ Erbrechen, Blähungen

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Selten: Hyperkaliämie

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Allergische Reaktionen, wie z.B.: Ekzem, Juckreiz, Hautausschlag, Gesichtsschwellung. In diesem Fall ist das Präparat abzusetzen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Bei Überdosierung kann es zu Hyperkaliämie kommen, insbesondere bei gleichzeitiger Azidose oder Niereninsuffizienz. Symptome der Hyperkaliämie sind vor allem kardiovaskuläre Störungen. Es kann zu Bradykardie, AV-Blockierung und u.U. zu Kammerflimmern und diastolischem Herzstillstand kommen: Im EKG kommt es zu hohen, spitzen, symmetrischen T-Wellen und bei sehr hohen Kalium-Werten zur Verbreiterung des QRS-Komplexes. Die Folgen für den Kreislauf sind Hypotonie und Zentralisation. Die neuromuskulären Symptome umfassen Parästhesien, aufsteigende Paralyse und Verwirrtheitszustände. Plasmakaliumkonzentrationen ab 6,5 mmol/l sind bedrohlich, über 8 mmol/l oft tödlich.

Die Behandlung der Hyperkaliämie verfolgt je nach Schweregrad der Intoxikation verschiedene Ziele:

  1. Sofortige „Entgiftung“ des Kaliums durch Verabreichung eines Antidots, z.B. 10–20 ml einer 10%-igen Calciumgluconat-Lösung intravenös.

  2. Senkung des Serumkaliumspiegels durch Kaliumverschiebung vom Extrazellulär- in den Intrazellulärraum, z.B. durch Infusion von Glucose mit Insulin.

  3. Kaliumelimination, z.B. über den Magen-Darm-Trakt, durch orale Zufuhr bzw. Einläufe mit Ionenaustauschern (z.B. Resonium A). Unter Umständen ist eine rasche Hämodialyse lebensrettend. Überdosierung bzw. renale Ausscheidungsstörungen (Niereninsuffizienz) können eine Hyperkaliämie verursachen.

Pharmakologische Eigenschaften - Kaliumcitrat 1,56 g / 2,5 g

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Mineralstoff-/Kaliumpräparat. ATC-Code: A12BA

Der menschliche Körper enthält etwa 50 mmol/kg Kalium, davon befinden sich ca. 98% intrazellulär. Die intrazelluläre Kaliumkonzentration beträgt ca. 140–150 mmol/l. Der Normalwert der Kaliumkonzentration im Plasma beträgt 3,5–5 mmol/l. Der tägliche Bedarf liegt bei 1 bis 1,5

Kaliumcitrat Desma 1,56 g / 2,5 g Brausetabletten

mmol/kg KG (39–59 mg/kg KG) und wird mit der Nahrung üblicherweise ausreichend gedeckt. Die Kaliumausscheidung erfolgt zu 90% mit dem Urin und zu etwa 10% über den Gastrointestinaltrakt. Zu einem Kaliummangel kann es durch gesteigerte renale Ausscheidung, extrarenale Verluste (z.B. Diarrhoe, Erbrechen) oder unzureichende Zufuhr kommen.

Da der Citratanteil schnell zu Kohlenstoffdioxid metabolisiert wird, bewirkt Kaliumcitrat eine Alkalisierung des Harns. Parallel zu dieser Alkalisierung erhöht sich die Citratsekretion der Nierentubuli und somit die Harncitratausscheidung. Die Kristallisation von Calciumoxalat wird vermindert, da das freie Calcium von Citrat gebunden wird. Die Bildung von Calciumphosphat wird im alkalischen Urin vermindert, weil Citrat im Urin die Kristallisation direkt hemmt. Deshalb wird Kaliumcitrat zur Metaphylaxe bei Nierensteinleiden, auch bei Harnsäuresteinen, eingesetzt.

Pharmakokinetik

Resorption

Kaliumcitrat wird nach oraler Gabe rasch im oberen Verdauungstrakt resorbiert.

Verteilung

Die Verteilung einer zugeführten Kaliummenge unterliegt der Wirkung zahlreicher extrarenaler Mechanismen und kann u.U. nicht vorausgesehen werden.

Nach Einnahme von 1 Kaliumcitrat Desma Brausetablette (= 40 mmol Kalium) wird der Plasmakaliumspiegel nach 30 Minuten um ca. 0,5–1 mmol/l erhöht gefunden.

Bioverfügbarkeit

In Kaliumcitrat Desma liegt Kaliumcitrat in sofort und vollständig verfügbarer Form vor.

Elimination

Bei ausgeglichener Kaliumbilanz werden etwa 90% des oral zugeführten Kaliums innerhalb von 8 Stunden und mehr als 98% innerhalb von 24 Stunden über den Urin ausgeschieden.

Pharmazeutische Angaben - Kaliumcitrat 1,56 g / 2,5 g

Liste der sonstigen Bestandteile

Glucose-Sirup, Macrogol 6000, Saccharin, Sucrose, Zitronenaroma.

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Das Behältnis fest verschlossen halten. Nach jeder Tablettenentnahme Röhre sofort verschließen, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Art und Inhalt des Behältnisses

Kaliumcitrat Desma 1,56 g / 2,5 g Brausetabletten

Kaliumcitrat Desma ist eine weiße, runde Tablette mit rauer Oberfläche und facetten Prägung auf der Ober und Unterseite. Verpackt sind 15 Tabletten in einer länglichen Kunststoffdose aus Polypropylen mit weißem Stopfen aus Polyethylen, bestehend aus Verschlusskörper, Spiralabstandshalter und Trockenzelle.

Originalpackung mit

15 (1x15) Brausetabletten

30 (2x15) Brausetabletten

90 (6x15) Brausetabletten

Klinikpackung mit 15 und 150 (10x15) Brausetabletten Unverkäufliches Muster mit 15 (1x15) Brausetabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Weblinks

Packungen und Preis

Kaliumcitrat Desma 1,56g/2,5g 15 Brausetbl.
Preis
10,02 €
Zuzahlung
6,31 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Kaliumcitrat Desma 1,56g/2,5g 2x 15 Brausetbl.
Preis
19,02 €
Zuzahlung
7,50 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Kaliumcitrat Desma 1,56g/2,5g 6x 15 Brausetbl.
Preis
52,88 €
Zuzahlung
12,29 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Kaliumcitrat Desma 1,56g/2,5g 10x 15 Brausetbl.
Preis
-
Zuzahlung
-

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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