Meropenem Kabi 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Meropenem 500 mg
Meropenem Kabi ist angezeigt zur Behandlung der folgenden Infektionen bei Erwachsenen und Kindern älter als 3 Monate (siehe Abschnitt 4.4 und 5.1):
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Schwere Pneumonien, einschließlich krankenhaus- oder beatmungsassoziierte Pneumonien,
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Bronchopulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose,
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komplizierte Infektionen der Nieren und ableitenden Harnwege,
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komplizierte intraabdominelle Infektionen,
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Intra- und postpartale Infektionen,
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komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen,
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akute bakterielle Meningitis.
Behandlung von Patienten mit Bakteriämien, die im Zusammenhang mit einer der oben angeführten Infektionen auftreten, oder bei denen ein solcher Zusammenhang vermutet wird.
Meropenem Kabi kann zur Behandlung von neutropenischen Patienten mit Fieber, das vermutlich durch eine bakterielle Infektion ausgelöst wurde, angewendet werden.
Für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollten die offiziellen Leitlinien beachtet werden.
Dosierung
Die nachstehend aufgeführten Tabellen 1 und 2 enthalten allgemeine Empfehlungen zur Dosierung.
Bei der Bestimmung der Dosierung von Meropenem und der Dauer der Behandlung sollten die zu behandelnde Infektion, ihr Schweregrad und ihr Ansprechen auf die Therapie berücksichtigt werden.
Eine Dosierung von bis zu 2 g dreimal täglich bei Erwachsenen und Jugendlichen sowie eine Dosierung von bis zu 40 mg/kg dreimal täglich bei Kindern kann vor allem bei der Behandlung bestimmter Infektionen angebracht sein, wie z. B. bei Infektionen durch weniger empfindliche Bakterienstämme (z.B. Enterobacterales, Pseudomonas aeruginosa, Acinetobacter spp.) oder bei sehr schweren Infektionen.
Bei der Behandlung von Patienten mit einer Niereninsuffizienz sind zusätzliche Erwägungen bei der Dosierung erforderlich (siehe weiter unten).
Erwachsene und Jugendliche
Tabelle1
| Infektion | Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen |
| Schwere Pneumonien, einschließlich krankenhaus- und beatmungsassoziierte Pneumonien | 500 mg oder 1 g |
| Broncho-pulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose | 2 g |
| Komplizierte Infektionen der Nieren und ableitenden Harnwege | 500 mg oder 1 g |
| Komplizierte intraabdominelle Infektionen | 500 mg oder 1 g |
| Intra- und postpartale Infektionen | 500 mg oder 1 g |
| Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen | 500 mg oder 1 g |
| Akute bakterielle Meningitis | 2 g |
| Behandlung von Fieberepisoden bei neutropenischen Patienten | 1 g |
Meropenem wird üblicherweise als intravenöse Infusion über etwa 15 bis 30 Minuten verabreicht (siehe Abschnitt 6.2, 6.3 und 6.6).
Alternativ können Dosierungen bis zu 1 g als intravenöse Bolusinjektion über etwa 5 Minuten verabreicht werden. Es liegen nur begrenzte Daten zur Sicherheit der Anwendung einer intravenösen 2-g-Bolusinjektion bei Erwachsenen vor.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Wenn die Kreatinin-Clearance weniger als 51 ml/min beträgt, sollte die Dosis bei Erwachsenen und Jugendlichen wie unten aufgeführt angepasst werden. Es liegen begrenzte Daten vor, die eine Anwendung dieser Dosierungsanpassungen für eine Dosierungseinheit von 2 g stützen.
Tabelle 2
| Kreatinin-Clearance (ml/min) | Dosis (basierend auf einer Dosierungseinheit von 500 mg, 1 g oder 2 g, wie in Tabelle 1 angegeben) | Häufigkeit |
| 26 - 50 | 1 Dosierungseinheit | alle 12 Stunden |
| 10 - 25 | ½ Dosierungseinheit | alle 12 Stunden |
| < 10 | ½ Dosierungseinheit | alle 24 Stunden |
Meropenem wird durch Hämodialyse und Hämofiltration eliminiert. Die benötigte Dosis sollte nach Beendigung des Hämodialyse-Zyklus verabreicht werden.
Es gibt keine gesicherten Dosisempfehlungen für Patienten mit Peritonealdialyse.
Eingeschränkte Leberfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten mit normaler Nierenfunktion oder einer Kreatinin-Clearance über 50 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Kinder
Kinder unter 3 Monaten
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Meropenem bei Kindern unter 3 Monaten wurde nicht erwiesen und eine optimale Dosierung wurde nicht ermittelt. Es liegen jedoch begrenzte Daten zur Pharmakokinetik vor, die auf eine Dosierung von 20 mg/kg alle 8 Stunden als angemessene Behandlung hindeuten (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder ab 3 Monaten bis 11 Jahren und bis zu 50 kg Körpergewicht
Die empfohlenen Dosierungen sind in der folgenden Tabelle 3 zusammengestellt:
Tabelle 3
| Infektion | Dosis, alle 8 Stunden zuverabreichen |
| Schwere Pneumonien, einschließlich krankenhaus- und beatmungsassoziierte Pneumonien | 10 oder 20 mg/kg |
| Broncho-pulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose | 40 mg/kg |
| Komplizierte Infektionen der Nieren und ableitenden Harnwege | 10 oder 20 mg/kg |
| Komplizierte intraabdominelle Infektionen | 10 oder 20 mg/kg |
| Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen | 10 oder 20 mg/kg |
| Akute bakterielle Meningitis | 40 mg/kg |
| Behandlung von Fieberepisoden bei neutropenischen Patienten | 20 mg/kg |
Kinder mit einem Körpergewicht über 50 kg
Es sollte die Erwachsenendosis angewendet werden.
Für Kinder mit einer Nierenfunktionsstörung liegen keine Erfahrungen vor. Art der Anwendung
Meropenem wird üblicherweise als intravenöse Infusion über etwa 15 bis 30 Minuten verabreicht (siehe Abschnitt 6.2, 6.3 und 6.6). Alternativ können Dosierungen bis zu 20 mg/kg Meropenem als intravenöse Bolusinjektion über etwa 5 Minuten verabreicht werden. Es liegen nur begrenzte Daten zur Sicherheit der Anwendung einer intravenösen 40 mg/kg-Bolusinjektion bei Kindern vor.
Hinweise zur Rekonstitution/Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Überempfindlichkeit gegen jedes andere Carbapenem-Antibiotikum.
Schwere Überempfindlichkeit (z. B. anaphylaktische Reaktion, schwere Hautreaktion) gegen andere Betalaktam-Antibiotika (z. B. Penicillin oder Cephalosporine).
Bei der Wahl von Meropenem zur Behandlung eines individuellen Patienten muss anhand verschiedener Faktoren wie Schwere der Infektion, Prävalenz von Resistenzen gegen andere Antibiotika und Risiko der Selektion Carbapenem-resistenter Bakterien abgewogen werden, ob diese Therapie angemessen ist.
Enterobacterales, Pseudomonas aeruginosa und Acinetobacter spp - Resistenz
Resistenzen von Enterobacterales, Pseudomonas aeruginosa, Acinetobacter spp. gegenüber Penemen variieren innerhalb der Europäischen Union. Dem verschreibenden Arzt wird geraten, die örtliche Prävalenz einer Penem-Resistenz dieser Bakterien zu berücksichtigen.
Überempfindlichkeitsreaktionen
Wie bei allen Betalaktam-Antibiotika sind schwerwiegende und fallweise tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten (siehe Abschnitte 4.3 und 4.8).
Patienten mit einer Überempfindlichkeitsreaktion gegen Carbapenem, Penicillin oder andere Betalaktam-Antibiotika in der Anamnese können auch auf Meropenem überempfindlich reagieren. Vor Beginn einer Behandlung mit Meropenem sollten frühere Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Betalaktam-Antibiotika sorgfältig erfragt werden.
Bei Auftreten schwerer allergischer Reaktionen sollte das Arzneimittel abgesetzt und es sollten angemessene Maßnahmen ergriffen werden.
Im Zusammenhang mit einer Meropenem-Behandlung wurde über schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen (SCARs), einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN), Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Erythema multiforme (EM) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Wenn Anzeichen und Symptome, die diese Reaktionen vermuten lassen, auftreten, sollte Meropenem sofort abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden.
Bei anderen Beta-Laktam-Antibiotika wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet, die sich zum Kounis-Syndrom entwickelten (akuter allergischer koronarer Arterienspasmus, der zu einem Herzinfarkt führen kann, siehe Abschnitt 4.8).
Rhabdomyolyse
Rhabdomyolyse wurde bei der Anwendung von Meropenem berichtet. Wenn Anzeichen oder Symptome einer Rhabdomyolyse beobachtet werden, sollte Meropenem abgesetzt und eine geeignete Therapie eingeleitet werden (siehe Abschnitt 4.8).
Antibiotika-assoziierte Kolitis
Es wurde, wie bei fast allen Antibiotika, auch bei Meropenem über eine Antibiotika-assoziierte Kolitis und pseudomembranöse Kolitis berichtet. Sie können in ihrem Schweregrad von leicht bis lebensbedrohlich variieren.
Es ist daher wichtig, diese Diagnose bei Patienten in Betracht zu ziehen, bei denen während oder nach der Verabreichung von Meropenem eine Diarrhö auftritt (siehe Abschnitt 4.8). Eine Beendigung der Therapie mit Meropenem und die Einleitung einer spezifischen Behandlung gegen Clostridioides difficile sollten in Betracht gezogen werden. Arzneimittel, die die Peristaltik unterdrücken, dürfen nicht angewendet werden.
Krampfanfälle
Selten sind während einer Behandlung mit Carbapenemen inkl. Meropenem Krämpfe aufgetreten (siehe Abschnitt 4.8).
Arzneimittelbedingter Leberschaden (DILI)
Die Leberfunktion sollte während der Behandlung mit Meropenem wegen des Risikos eines DILI (siehe Abschnitt 4.8) engmaschig überwacht werden. Wenn ein schwerer DILI auftritt, sollte ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen werden, sofern dies klinisch angemessen erscheint. Meropenem sollte nur dann wieder angewendet werden, wenn dies für die Behandlung als unbedingt notwendig erachtet wird.
Anwendung bei Patienten mit einer Lebererkrankung: Bei Patienten mit vorbestehender Lebererkrankung sollte während der Behandlung mit Meropenem die Leberfunktion überwacht werden. Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 4.2).
Serokonversion bei direktem Antiglobulin-Test (Coombs-Test)
Ein direkter oder indirekter Coombs-Test kann während der Behandlung mit Meropenem positiv ausfallen.
Gleichzeitige Anwendung von Valproinsäure/Natriumvalproat/Valpromid
Die gleichzeitige Anwendung von Meropenem und Valproinsäure/Natriumvalproat/Valpromid wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Meropenem Kabi enthält Natrium.
Meropenem Kabi 500 mg: Dieses Arzneimittel enthält etwa 45,13 mg Natrium pro Durchstechflasche/Glasflasche entsprechend 2,3 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
Meropenem Kabi 1 g: Dieses Arzneimittel enthält etwa 90,25 mg Natrium pro Durchstechflasche/Glasflasche, entsprechend 4,5 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
Spezifische Interaktionsstudien wurden nur mit Probenecid durchgeführt.
Probenecid konkurriert mit Meropenem um die aktive tubuläre Sekretion und hemmt daher die renale Ausscheidung von Meropenem. Dies ist mit einem Anstieg der Halbwertszeit und der Plasmakonzentration von Meropenem verbunden. Bei der gleichzeitigen Verabreichung von Probenecid und Meropenem ist Vorsicht geboten.
Die mögliche Wirkung von Meropenem auf die Proteinbindung anderer Arzneimittel oder deren Metabolismus wurde nicht untersucht. Die Proteinbindung ist jedoch so gering, dass auf Basis dieses Mechanismus keine Wechselwirkungen mit anderen Substanzen zu erwarten sind.
Ein Absinken der Serumspiegel von Valproinsäure wurde beobachtet, wenn gleichzeitig Carbapeneme angewendet werden. Daraus resultiert ein 60-100 %iger Abfall des Valproinsäurespiegels innerhalb von etwa 2 Tagen. Aufgrund der Geschwindigkeit und des Ausmaßes des Abfalls wird die gleichzeitige Anwendung von Valproinsäure/Natriumvalproat/Valpromid und Meropenem als nicht kontrollierbar angesehen und sollte daher vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4).
Orale Antikoagulanzien
Die gleichzeitige Verabreichung von Antibiotika mit Warfarin kann die gerinnungshemmende Wirkung verstärken. Es gibt viele Berichte über eine Verstärkung des gerinnungshemmenden Effekts oral verabreichter Antikoagulanzien einschließlich Warfarin bei Patienten, die gleichzeitig Antibiotika erhalten haben.
Das Risiko kann mit der zugrunde liegenden Infektion, dem Alter und der generellen Verfassung des Patienten variieren. Der Einfluss des Antibiotikums auf den Anstieg der INR (international normalised ratio) ist daher schwierig zu bestimmen. Die INR sollte während und kurz nach der gleichzeitigen Verabreichung von Antibiotika mit oralen Antikoagulanzien überprüft werden.
Kinder und Jugendliche
Wechselwirkungsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
Schwangerschaft
Es liegen keine oder nur begrenzte Daten über die Verwendung von Meropenem bei schwangeren Frauen vor. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf die Reproduktionstoxizität schließen (siehe Abschnitt 5.3).
Als Vorsichtsmaßnahme ist ein Verzicht auf die Anwendung von Meropenem in der Schwangerschaft anzuraten.
Stillzeit
Es gibt Berichte über die Ausscheidung kleiner Mengen Meropenem in die menschliche Muttermilch. Meropenem sollte nicht bei stillenden Frauen angewendet werden, es sei denn der potenzielle Nutzen rechtfertigt das potenzielle Risiko für den Säugling.
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Es sollte jedoch beim Fahren und beim Bedienen von Maschinen berücksichtigt werden, dass über Kopfschmerzen, Parästhesien und Krampfanfälle bei der Anwendung von Meropenem berichtet wurde.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
In einer Auswertung von 4872 Patienten, die 5026 Behandlungen mit Meropenem erhielten, waren die am häufigsten durch Meropenem ausgelösten Nebenwirkungen Diarrhö (2,3 %), Ausschlag (1,4 %), Übelkeit/Erbrechen (1,4 %) und Entzündungen an der Injektionsstelle (1,1 %). Die am häufigsten berichteten, mit Meropenem zusammenhängenden unerwünschten Ereignisse in Bezug auf Laborparameter waren Thrombozytose (1,6 %) und ein Anstieg der Leberenzyme (1,5 – 4,3 %).
Risiko von Nebenwirkungen in tabellarischer Form
In der nachstehenden Tabelle 4 sind alle Nebenwirkungen nach Systemorganklassen und Häufigkeit geordnet aufgeführt: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100); selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Tabelle 4
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Ereignis |
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen | Gelegentlich | orale und vaginale Candidosen |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Häufig | Thrombozythämie |
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Ereignis |
| Gelegentlich | Agranulozytose, hämolytische Anämie, Thrombozytopenie, Neutropenie, Leukopenie, Eosinophilie | |
| Erkrankungen des Immunsystems | Gelegentlich | Anaphylaxie (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4), Angioödem |
| Psychiatrische Erkrankungen | Selten | Delirium |
| Erkrankungen des Nervensystems | Häufig | Kopfschmerzen |
| Gelegentlich | Parästhesien | |
| Selten | Krampfanfälle (siehe Abschnitt 4.4) | |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Häufig | Diarrhö, Bauchschmerzen, Erbrechen, Übelkeit |
| Gelegentlich | Antibiotika-assoziierte Kolitis (siehe Abschnitt 4.4) | |
| Leber- und Gallenerkrankungen | Häufig | Anstieg der Transaminasen, alkalische Phosphatase im Blut erhöht, Laktatdehydrogenase im Blut erhöht |
| Gelegentlich | Anstieg des Bilirubins im Blut | |
| Gelegentlich | Arzneimittelbedingter Leberschaden* | |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Häufig | Ausschlag, Juckreiz |
| Gelegentlich | toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme (siehe Abschnitt 4.4), Urtikaria | |
| Nicht bekannt | Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischer Beteiligung, akute generalisierte exanthematische Pustulose (siehe Abschnitt 4.4) | |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Nicht bekannt | Rhabdomyolyse |
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Gelegentlich | Kreatinin im Blut erhöht, Blut-Harnstoff erhöht |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | Gelegentlich | Hypokaliämie |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Häufig | Entzündung, Schmerzen |
| Gelegentlich | Thrombophlebitis, | |
| Schmerzen an der Injektionsstelle |
*DILI umfasst Hepatitis und Leberversagen.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Kounis-Syndrom
Ein akutes Koronarsyndrom in Verbindung mit einer allergischen Reaktion (Kounis-Syndrom) wurde bei anderen Beta-Laktam-Antibiotika berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder
Meropenem ist für die Anwendung bei Kindern älter als 3 Monate zugelassen. Basierend auf den wenigen verfügbaren Daten, gibt es keinen Hinweis auf ein erhöhtes Nebenwirkungsrisiko bei Kindern. Alle Berichte sind in Übereinstimmung mit den bei Erwachsenen beobachteten Ereignissen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.
Eine relative Überdosierung ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion möglich, wenn die Dosierung nicht, wie in Abschnitt 4.2 beschrieben, angepasst wurde. Begrenzte Erfahrungen seit Markteinführung deuten darauf hin, dass, wenn bei einer Überdosierung Nebenwirkungen auftreten, diese dem in 4.8 beschriebenen Nebenwirkungsprofil entsprechen. In der Regel sind diese Nebenwirkungen von geringer Intensität und klingen nach Absetzen oder einer Dosisreduktion wieder ab. Eine symptomatische Behandlung sollte in Betracht gezogen werden.
Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion erfolgt die renale Eliminierung schnell. Eine Hämodialyse eliminiert Meropenem und dessen Metaboliten.
Pharmakologische Eigenschaften - Meropenem 500 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antibiotika zur systemischen Anwendung, Carbapeneme ATC-Code: J01D H02
Wirkmechanismus
Meropenem wirkt bakterizid, indem es durch Bindung an Penicillin-bindende Proteine (PBPs) die Zellwandsynthese bei grampositiven und gramnegativen Bakterien hemmt.
Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik (PK/PD-Verhältnis)
Ähnlich wie bei anderen Betalaktam-Antibiotika wurde nachgewiesen, dass der Zeitraum, in dem die Plasmakonzentration von Meropenem die MHK (T>MHK) überschreitet, am besten mit der Wirksamkeit korreliert. In präklinischen Modellen zeigte Meropenem bei Plasmakonzentrationen von etwa 40 % des Dosierungsintervalls über der MHK des infizierenden Organismus Aktivität. Dieses Ergebnis wurde klinisch nicht belegt.
Resistenzmechanismus
Eine bakterielle Resistenz gegenüber Meropenem kann resultieren aus: (1) eingeschränkter Durchlässigkeit der äußeren Membran gramnegativer Bakterien (durch verminderte Produktion von Porinen), (2) reduzierter Affinität der Meropenem bindenden PBPs, (3) erhöhter Expression der Komponenten von Effluxpumpen und (4) einer Synthese von Beta-Laktamasen, die Carbapenem hydrolysieren können.
In der Europäischen Union wurden lokale Häufungen von Infektionen durch Carbapenem-resistente Bakterien beobachtet.
Es gibt keine durch den gleichen Angriffspunkt bedingte Kreuzresistenz zwischen Meropenem und Chinolonen, Aminoglykosiden, Makroliden und Tetracyclinen. Bakterien können jedoch gegen mehr als eine Klasse von Antibiotika resistent sein, wenn die Resistenz durch Undurchlässigkeit der Zellmembran und/oder Effluxpumpen zustande kommt.
Grenzwerte der Empfindlichkeitstestung
Die Interpretationskriterien für die Empfindlichkeitstestung anhand der Bestimmung der MHK (minimalen Hemmkonzentration) wurden vom European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) für Meropenem festgelegt und sind hier aufgeführt: https://www.ema.europa.eu/documents/other/minimum-inhibitory-concentration-mic-breakpoints_en.xlsx
Die Prävalenz erworbener Resistenzen kann bei einzelnen Spezies örtlich und im Verlauf der Zeit variieren. Deshalb sind – insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen – lokale Informationen über die Resistenzsituation erforderlich. Wenn die lokale Prävalenz von Resistenzen den Nutzen der Substanz bei zumindest einigen Infektionsarten infrage stellt, sollte, wenn nötig, Expertenrat eingeholt werden.
Die folgende Übersicht pathogener Keime wurde anhand klinischer Daten und Behandlungsrichtlinien erstellt.
| Im Allgemeinen empfindliche Erreger |
| Grampositive Aerobier |
| Enterococcus faecalis$ |
| Staphylococcus aureus (nur Methicillin-empfindliche Stämme)£ |
| Staphylococcus spp. (nur Methicillin-empfindliche Stämme), einschließlich Staphylococcus epidermidis |
| Streptococcus agalactiae (Gruppe B) |
| Streptococcus-milleri-Gruppe (S. anginosus, S. constellatus und S. intermedius) |
| Streptococcus pneumoniae |
| Streptococcus pyogenes (Gruppe A) |
| Gramnegative Aerobier |
| Citrobacter freundii |
| Citrobacter koseri |
| Enterobacter aerogenes |
| Enterobacter cloacae |
| Escherichia coli |
| Haemophilus influenzae |
| Klebsiella oxytoca |
| Klebsiella pneumoniae |
| Morganella morganii |
| Neisseria meningitidis |
| Proteus mirabilis |
| Proteus vulgaris |
| Serratia marcescens |
| Grampositive Anaerobier |
| Clostridium perfringens |
| Peptoniphilus asaccharolyticus |
| Peptostreptococcus-Spezies (einschließlich P. micros, P. anaerobius, P. magnus) |
| Gramnegative Anaerobier |
| Bacteroides caccae |
| Bacteroides fragilis-Gruppe |
| Prevotella bivia |
| Prevotella disiens |
| Keime, bei denen eine erworbene Resistenz problematisch sein könnte |
| Grampositive Aerobier |
| Enterococcus faecium$† |
| Gramnegative Aerobier |
| Acinetobacter-Spezies |
| Burkholderia cepaci |
| Pseudomonas aeruginosa |
| Inhärent resistente Erreger |
| Gramnegative Aerobier |
| Stenotrophomonas maltophilia |
| Legionella-Spezies |
| Andere Mikroorganismen |
| Chlamydophila pneumoniae |
| Chlamydophila psittaci |
| Coxiella burnetii |
| Mycoplasma pneumoniae |
| $ Spezies, die eine natürliche mittlere Empfindlichkeit aufweisen. |
| £ Alle Methicillin-resistenten Staphylococcii sind resistent gegenüber Meropenem. |
| † Resistenzrate ≥ 50 % in einem oder mehreren Staaten der EU. |
Malleus und Melioidose: Die Anwendung von Meropenem am Menschen basiert auf in vitro B. mallei und B. pseudomallei Empfindlichkeitsdaten und auf eingeschränkten humanen Daten. Der behandelnde Arzt sollte nationale und/oder internationale Konsensus Dokumente bei der Behandlung von Malleus und Melioidose berücksichtigen.
Bei gesunden Probanden beträgt die mittlere Halbwertszeit von Meropenem etwa 1 Stunde; das mittlere Verteilungsvolumen liegt bei etwa 0,25 l/kg (11-27 l). Die mittlere Plasma-Clearance beträgt 287 ml/min bei 250 mg und fällt bei einer Dosis von 2 g auf 205 ml/min. Intravenös über 30 Minuten verabreichte Dosierungen von 500, 1000 und 2000 mg ergeben mittlere Spitzenplasmaspiegel (Cmax) von etwa 23, 49 bzw. 115 μg/ml; die entsprechenden AUC-Werte betragen 39,3; 62,3 sowie
153 μg·h/ml. Nach einer intravenös über 5 Minuten verabreichten Dosis von 500 mg bzw. 1000 mg wurden Cmax-Werte von etwa 52 μg/ml bzw. 112 μg/ml erreicht. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion führte die Gabe wiederholter Dosen im Abstand von 8 Stunden zu keiner Akkumulation von Meropenem.
Eine Studie mit 12 an einer intraabdominellen Infektion erkrankten Patienten, die nach einer Operation alle 8 Stunden 1000 mg Meropenem erhielten, zeigte vergleichbare Cmax und Halbwertszeiten wie bei gesunden Probanden, aber ein größeres Verteilungsvolumen von 27 l.
Verteilung
Die durchschnittliche Plasmaproteinbindung von Meropenem beträgt etwa 2 % und ist unabhängig von der Konzentration. Nach einer schnellen Gabe (5 Minuten oder kürzer) verläuft die Pharmakokinetik biexponentiell; nach einer 30-minütigen Infusion ist dies jedoch weniger deutlich. Es wurde nachgewiesen, dass Meropenem gut in verschiedene Körperflüssigkeiten und Gewebe eindringt: zum Beispiel in Lunge, Bronchialsekret, Galle, Liquor cerebrospinalis, gynäkologische Gewebe, Haut, Faszie, Muskeln und peritoneale Exsudate.
Biotransformation
Meropenem wird durch Hydrolyse des Beta-Laktam-Rings verstoffwechselt, wobei ein mikrobiologisch inaktiver Metabolit gebildet wird. In-vitro zeigt Meropenem im Vergleich zu Imipenem eine geringe Empfindlichkeit gegenüber einer Hydrolyse durch humane Dehydropeptidase-I (DHP-I). Die zusätzliche Gabe eines DHP-I-Hemmers ist nicht erforderlich.
Elimination
Meropenem wird hauptsächlich in unveränderter Form über die Nieren ausgeschieden; ungefähr 70 % (50-75 %) einer Dosis werden innerhalb von 12 Stunden als unveränderte Substanz ausgeschieden.
Weitere 28 % werden als mikrobiologisch inaktiver Metabolit wiedergefunden. Nur etwa 2 % der Dosis werden über die Faeces eliminiert. Die gemessene renale Clearance und die Wirkung von Probenecid zeigen, dass Meropenem sowohl der Filtration als auch der tubulären Sekretion unterliegt.
Niereninsuffizienz
Bei renaler Insuffizienz ergaben sich höhere AUC-Werte und eine längere Halbwertszeit von Meropenem. Die AUC erhöhte sich im Vergleich zu gesunden Probanden (CrCL > 80 ml/min) 2,4-fach bei Patienten mit mäßigen Funktionsstörungen (CrCL 33-74 ml/min), 5-fach bei schweren Funktionsstörungen (CrCL 4-23 ml/min) und 10-fach bei dialysepflichtigen Patienten (CrCL <
2 ml/min). Die AUC des mikrobiologisch inaktiven Metaboliten mit offenem Beta-Laktamring war bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen ebenfalls beträchtlich erhöht. Eine Dosierungsanpassung ist bei Patienten mit mäßigen und schweren Störungen der Nierenfunktion zu empfehlen (siehe Abschnitt 4.2).
Meropenem wird durch Hämodialyse eliminiert, wobei die Clearance während der Dialyse etwa 4-mal höher ist als bei Patienten mit Anurie.
Leberinsuffizienz
Eine Studie mit Patienten, die an einer alkoholinduzierten Zirrhose litten, zeigte nach wiederholter Gabe keinen Einfluss der Lebererkrankung auf die Pharmakokinetik von Meropenem.
Erwachsene Patienten
Pharmakokinetische Studien mit Patienten haben keine signifikanten Unterschiede zur Pharmakokinetik bei gesunden Probanden mit vergleichbarer Nierenfunktion gezeigt. Ein Populationsmodell mit Daten von 79 Patienten mit einer intraabdominellen Infektion oder Lungenentzündung zeigte eine Abhängigkeit des zentralen Verteilungsvolumens vom Körpergewicht und der Clearance von der Kreatinin-Clearance und vom Alter.
Kinder
Die Pharmakokinetik bei Kleinkindern und Kindern mit Infektionen, die Dosierungen von 10, 20 und 40 mg/kg erhielten, zeigte Cmax-Werte, die in etwa denen von Erwachsenen nach Gabe von 500 mg-, 1000 mg- und 2000-mg-Dosierungen entsprachen. Vergleiche zeigten weiterhin eine konsistente Pharmakokinetik zwischen den Dosierungen sowie Halbwertszeiten, die denen bei Erwachsenen glichen, mit Ausnahme der jüngsten Kinder (< 6 Monate t1/2 1,6 Stunden). Die mittlere Meropenem-Clearance betrug 5,8 ml/min/kg (6-12 Jahre), 6,2 ml/min/kg (2-5 Jahre), 5,3 ml/min/kg (6-23 Monate)
und 4,3 ml/min/kg (2-5 Monate). Etwa 60 % der Dosis werden innerhalb von 12 Stunden unverändert als Meropenem über den Urin ausgeschieden, weitere 12 % als dessen Metabolit. Meropenem-Konzentrationen im Liquor cerebrospinalis von Kindern, die an Meningitis erkrankt sind, liegen bei etwa 20 % der entsprechenden Plasmaspiegel, wobei es eine signifikante interindividuelle Variabilität gibt.
Die Pharmakokinetik von Meropenem bei Neugeborenen, die eine antiinfektive Behandlung benötigten, zeigte bei einer mittleren Halbwertszeit von 2,9 Stunden eine größere Clearance bei Neugeborenen mit einem höheren chronologischen Alter oder Gestationsalter. Eine Monte-Carlo-Simulation, die auf einem Populations-PK-Modell beruhte, zeigte, dass ein Dosierungsschema von 20 mg/kg alle 8 Stunden bei 95 % der Frühgeborenen und 91 % der zum Termin Geborenen zu
60 % T > MHK für P. aeruginosa führte.
Ältere Patienten
Pharmakokinetische Studien bei gesunden älteren Probanden (65-80 Jahre) zeigten eine Abnahme der Meropenem-Plasma-Clearance, die mit der altersbedingten Reduktion der Kreatinin-Clearance korreliert sowie eine geringere Reduktion der nicht-renalen Clearance. Eine Dosierungsanpassung ist bei älteren Patienten nicht notwendig, außer bei Fällen mäßiger bis schwerer Störungen der Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2).
Pharmazeutische Angaben - Meropenem 500 mg
Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
20 ml Durchstechflaschen: 4 Jahre
50 ml und 100 ml Flaschen: 3 Jahre.
Nach Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung:
Anwendung als intravenöse Bolusinjektion
Eine Lösung zur Bolusinjektion wird hergestellt durch Auflösen des Produkts in Wasser für Injektionszwecke zu einer Endkonzentration von 50 mg/ml. Die chemische und physikalische Stabilität einer gebrauchsfertigen Lösung zur Bolusinjektion wurde für 3 Stunden bei bis zu 25 °C oder für 12 Stunden bei Kühlschranklagerung (2 °C – 8 °C) nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht muss das Arzneimittel sofort verwendet werden, sofern nicht durch die Methode der Öffnung/Rekonstitution/Verdünnung dem Risiko für eine mikrobielle Verunreinigung vorgebeugt ist.
Sofern das zubereitete Arzneimittel nicht sofort verwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeit und
- bedingungen in der Verantwortung des Anwenders.
Anwendung als intravenöse Infusion
Eine Infusionslösung wird hergestellt durch Auflösen des Produkts in entweder 0,9 %iger Natriumchloridlösung zur Infusion oder 5 %iger Glucoselösung zur Infusion zu einer Endkonzentration von 1 bis 20 mg/ml. Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Infusionslösung, die mit 0,9 %iger Natriumchloridlösung zur Infusion hergestellt wurde, wurde für 6 Stunden bei bis zu 25 °C und für 24 Stunden bei Kühlschranktemperatur (2 °C – 8 °C) nachgewiesen.
Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Infusionslösung, die mit 5 %iger Glucoselösung zur Infusion hergestellt wurde, wurde für 1 Stunde bei 25 °C und für 8 Stunden bei 2 – 8 °C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht muss das Arzneimittel sofort verwendet werden, sofern nicht durch die Methode der Öffnung/Rekonstitution/Verdünnung dem Risiko für eine mikrobielle Verunreinigung vorgebeugt ist. Sofern das zubereitete Arzneimittel nicht sofort verwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeit und -bedingungen in der Verantwortung des Anwenders.
Die hergestellten Lösungen nicht einfrieren.
Nicht über 30 °C lagern. Nicht einfrieren.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution/Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
Meropenem Kabi 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung
20 ml Durchstechflaschen und 100 ml Flaschen aus farblosem Glas mit Brombutyl-Gummi-Stopfen und verschlossen mit Aluminiumkappen.
Meropenem Kabi 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung
20 ml Durchstechflaschen, 50 ml und 100 ml Flaschen aus farblosem Glas mit Brombutyl-Gummi-Stopfen und verschlossen mit Aluminiumkappen.
Die Arzneimittel sind in Packungen mit 1 oder 10 Durchstechflaschen/Flaschen erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
und sonstige Hinweise zur Handhabung
Injektion
Meropenem, das für die intravenöse Bolusinjektion verwendet wird, sollte mit sterilem Wasser für Injektionszwecke hergestellt werden.
Infusion
Zur intravenösen Infusion können Durchstechflaschen/Flaschen mit Meropenem direkt mit 0,9 %iger Natriumchloridlösung oder 5 %iger Glucoselösung zur Infusion zubereitet werden.
Jede Durchstechflasche/Flasche ist zum einmaligen Gebrauch bestimmt.
Bei der Zubereitung der Lösung und bei der Anwendung sollten die gebräuchlichen aseptischen Techniken beachtet werden.
Die Lösung sollte vor Gebrauch geschüttelt werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.