Clabin plus, Lösung zur Anwendung auf der Haut
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Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Clabin
Soweit nicht anders verordnet, 2- bis 4-mal täglich auf die zu behandelnden Hautstellen auftragen, möglichst ohne die umliegende gesunde Haut zu benet-zen, und trocknen lassen.
Vor dem erneuten Auftragen sollte der vorhandene Film durch Abziehen oder Ab-rubbeln entfernt werden. Bei regelmäßiger Anwendung lässt sich die erweichte Hornschicht nach einigen Tagen mühelos entfernen, ggf. nach einem heißen Sei-fenbad. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis die Warze abgetragen ist oder abfällt.
Anwendungsdauer: ca. 4 – 6 Wochen.
Die maximale tägliche Dosis für Erwachsene von 2g darf nicht länger als 1 Wo-che angewendet werden. Für Kinder darf die Tagesdosis von 0,2g nicht über-schritten werden.
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Überempfindlichkeit gegen Salicylsäure, Salicylate, Milchsäure oder ande-re Bestandteile von Clabin plus
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Anwendung bei Säuglingen
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Anwendung bei Patienten mit Niereninsuffizienz
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regelmäßige Behandlung großer Hautflächen bei Patientinnen, die stillen.
Nicht mit Augen und Schleimhäuten in Berührung bringen. Nicht im Gesicht oder Genitalbereich anwenden.
Im Zweifelsfall ist der Arzt aufzusuchen.
Warzen sind übertragbar! Um eine Infektionsausbreitung zu verhindern, sollte das eigene Handtuch nie zur Mitbenutzung an Andere weitergegeben werden. Bei Vorhandensein von Fußwarzen nicht barfuß gehen.
Vorsicht, leicht entflammbar.
Salicylsäure kann die Permeation lokal applizierter Arzneimittel verstärken. Die resorbierte Salicylsäure verzögert den Abbau von Methotrexat und verstärkt die Wirkung von Sulfonylharnstoffen.
Clabin plus darf in der Schwangerschaft nur kleinflächig (Fläche kleiner als 5cm2) angewendet werden (s. auch 5.3).
Clabin plus darf nicht an der stillenden Brust angewendet werden. Die zufällige Aufnahme von Clabin plus durch den Säugling durch Kontakt mit der behandelten Körperstelle muss vermieden werden. Sollte der Arzt eine regelmäßige Behand-lung großer Hautflächen mit Clabin plus für notwendig halten, so ist frühzeitig ab-zustillen, da Risiken wegen mangelnder Entgiftung bei Neugeborenen nicht aus-zuschließen sind.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:
Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)
Sehr selten (<1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht ab-schätzbar)
Gelegentlich leichtes und bei häufigerem Auftragen auch stärkeres Brennen be-sonders auf der die Warze umgebenden gesunden Haut. Im Fall übermäßiger Reizung sollte die Behandlung zwischenzeitlich unterbrochen und nach Abklingen der Reaktion wieder aufgenommen werden.
Ferner sind in sehr seltenen Fällen beschrieben worden: allergische Kontaktder-matitis, Teleangiektasien, braune Flecken, Photosensibilisierung, Dermatitis, Ver-dünnung der Epidermis, Pigmentierung, Depigmentierung.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte anzuzeigen.
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de
Pharmakologische Eigenschaften - Clabin
Salicylsäure besitzt einen keratoplastischen Effekt, der in einer Lockerung des Zusammenhaltes der Hornschichtzellen und einer Ablösung von Korneozyten be-steht. Dieser Effekt kommt vermutlich durch die direkte Einwirkung der Salicyl-säure auf die Interzellularsubstanz zustande.
Die Zellproliferation wird durch Salicylsäure nicht beeinflusst. Salicylsäure wird aufgrund ihrer keratoplastischen Eigenschaften zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt, die mit einem verstärkten Zusammenhalt der Hornschichtzellen und damit einer Hyperkeratose einhergehen.
Die Substanz ist antimikrobiell wirksam. Das breite Angriffsspektrum erstreckt sich auf humanpathogene und saprophytäre Bakterien in gleicher Weise wie auf Dermatophyten und Hefepilze. Die minimalen Hemmkonzentrationen liegen bei max. 0,5%. Salicylsäure besitzt einen entzündungshemmenden Effekt, der mit Hilfe des Vasokonstriktionstests, des UV-Erythemtests, des Epidermishyperpla-siehemmtests und durch Tests zur Erfassung der antiexsudativen Wirkung nach-gewiesen werden kann.
Neben einer allgemein entzündungshemmenden Wirkung scheint Salicylsäure über eine prostaglandinsynthesehemmende Wirkung zu verfügen.
Milchsäure wirkt in höheren Konzentrationen ätzend. Als Bestandteil der ,,Natural Moisturizing Factors‘‘ stellt sie eine stark hygroskopische Substanz dar, die den Wassergehalt des Stratum corneum und seine Dehnbarkeit erhöht.
Es findet eine relativ starke Adsorption der Milchsäure am Stratum corneum statt. Milchsäure ist ebenso wie verschiedene andere Alpha-Hydroxysäuren keratoplas-tisch wirksam.
Salicylsäure wird von der Haut leicht und schnell resorbiert. Die Penetration nimmt bei erhöhtem Hydratationsgrad der Haut zu. Niedrige und hohe pH-Werte begünstigen die Absorption der Salicylsäure, bei mittlerem pH (5 – 7) ist sie ge-ringer. Nach der perkutanen Resorption verteilt sich die Salicylsäure auf den Ext-razellularraum.
Die Halbwertszeit der Salicylsäure im Blut liegt zwischen 2,5 und 4 Stunden. Sie wird stark vom pH-Wert beeinflusst. Ca. 50 – 80% des im Blut vorhandenen Sa-licylates ist an Albumin gebunden.
Hauptmetaboliten sind Salicylursäure und Glucuronide. Möglicherweise ist auch die Haut an der Glucuronidbildung beteiligt. Die Ausscheidung der Salicylursäure und ihrer Metaboliten erfolgt vorwiegend renal.
Pharmazeutische Angaben - Clabin
Elastisches Collodium (enthält: Kolophonium, Rizinusöl, Pyroxylin, Ethanol, Ether).
3 Jahre.
Haltbarkeit nach Anbruch: 4 Monate.
Besondere Lager- und Aufbewahrungshinweise
Nicht über 25°C lagern. Vorsicht, leicht entflammbar! Von offenem Feuer fernhal-ten.