Plissamur® 50 mg, Überzogene Tabletten
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Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Ja
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Plissamur® 50 mg
Plissamur wird angewendet zur Behandlung der chronisch venösen Insuffizienz, die gekennzeichnet ist durch geschwollene Beine, Krampfadern, Schmerzen, Schwere- und Spannungsgefühl sowie Müdigkeit in den Beinen, Juckreiz und Wadenkrämpfe.
Dosierung:
Erwachsene nehmen morgens und abends je eine überzogene Tablette unzer-kaut mit reichlich Flüssigkeit (z. B. ½ Glas Wasser) ein.
Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist aufgrund des Anwendungsgebiets nicht vorgesehen.
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Art der Anwendung:
Zum Einnehmen.
Die Einnahme erfolgt unzerkaut vor dem Essen.
Sollten leichte Magen- oder Darmbeschwerden auftreten, so empfiehlt es sich, das Arzneimittel zu den Mahlzeiten einzunehmen.
Dauer der Anwendung:
Erste Behandlungserfolge stellen sich möglicherweise erst nach einer Behand-lungsdauer von 4 Wochen ein. Eine Langzeitbehandlung ist nach Rücksprache mit dem Arzt möglich. Bei Anhalten der Beschwerden sollte Rücksprache mit einem Arzt genommen werden.
Allergische Reaktionen gegen Rosskastaniensamen-Extrakt oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparates.
Patienten mit Funktionsstörungen der Leber oder der Niere.
Die Einnahme von Plissamur ersetzt nicht sonstige vorbeugende Maßnahmen oder Behandlungsmaßnahmen wie z. B. kalte Wassergüsse oder das Tragen ärztlich verordneter Stützstrümpfe.
Treten plötzlich ungewohnt starke Beschwerden vor allem an einem Bein auf, die sich durch Schwellung, Verfärbung der Haut, Spannungs- oder Hitzegefühl sowie Schmerzen bemerkbar machen, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden, da diese Merkmale Anzeichen einer ernsten Erkrankung (Beinven-enthrombose) sein können.
Treten Herzbeschwerden wie z. B. Atemnot oder Brustschmerzen sowie Nie-renbeschwerden auf, ist ebenfalls sofort ein Arzt aufzusuchen.
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Fructose-Intoleranz, Lactase-Mangel, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Sacchara-se-Isomaltase-Mangel sollten Plissamur nicht einnehmen.
Die Wirkung gerinnungshemmender Arzneimittel kann verstärkt werden.
Untersuchungen mit Plissamur zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimittel liegen nicht vor.
Es liegen keine Daten zur Anwendung von Plissamur bei Schwangeren vor. Die Tierstudien in Bezug auf die Reproduktionstoxizitität sind nicht ausreichend (s. Abschnitt 5.3). Für Schwangere wird die Einnahme von Plissamur nicht empfoh-len. Es ist nicht bekannt, ob Bestandteile aus dem Wirkstoff oder ihre Metaboli-ten in die Muttermilch übergehen. Ein Risiko für gestillte Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden. Plissamur sollte von Stillenden nicht eingenommen werden. Es liegen keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vor.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrun-de gelegt:
| Sehr häufig | (≥ 1/10) |
| Häufig | (≥ 1/100 – < 1/10) |
| Gelegentlich | (≥ 1/1000 – < 1/100) |
| Selten | (≥ 1/10.000 – < 1/1000) |
| Sehr selten | (< 1/10.000) |
| Nicht bekannt | (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht ab-schätzbar) |
Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, Kopfschmerzen, Schwindel, Juckreiz und allergische Reaktionen können auftreten. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.
Beim Auftreten anderer als der hier aufgeführten Nebenwirkungen sollte ein Arzt oder Apotheker aufgesucht werden.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nut-zen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberu-fen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinsti-tut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - Plissamur® 50 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Pflanzliche kapillarstabilisierende Mittel ATC-Code: C05CP01
Der genaue Wirkmechanismus ist nicht bekannt, aber präklinische und klinisch-pharmakologische Studien zeigen, dass eine Wirkung auf den Venentonus und die Kapillarfiltrationsrate eine Rolle spielt.
Basierend auf einem systematischen Review („Metaanalyse“) mit 17 klinischen Studien kann gezeigt werden, dass Trockenextrakt aus Rosskastaniensamen (standardisiert auf Aescin) im Vergleich zu Placebo die Symptome der chro-nisch venösen Insuffizienz, wie z. B. Ödeme, Schmerzen und Juckreiz, signifi-kant bessert.
Pharmazeutische Angaben - Plissamur® 50 mg
Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, Cellulosepulver, sprühgetrock-neter Glucose-Sirup, Hochdisperses Siliciumdioxid, Siliciumdioxid-Hydrat, Car-boxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Stearinsäure (Ph. Eur) [pflanzlich], Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Poly(methylacrylat-co-methyl-methacrylat (1:1), Macrogol 6000, Sucrose, Talkum, Calciumcarbonat, sprühge-
trocknetes arabisches Gummi, Tragant, Poly(O-acetyl)stärke, Titandioxid E 171, Chinolingelb E 104, Indigocarmin E 132, Montanglycolwachs
Für Diabetiker ist die Einnahme einer überzogenen Tablette Plissamur mit 0,02 BE (Broteinheiten) anzurechnen.
Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 36 Monate.
Besondere Vorsichtshinweise für die Aufbewahrung
Nicht über 25°C lagern.