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Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Apothekenpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Vitamin E Hevert 200 IE, Weichkapseln

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Weichkapsel

Hersteller

Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.1.2025
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Fachinfo - Vitamin 200 IE

Anwendungsgebiete

Therapie eines Vitamin E-Mangels.

Vitamin E Hevert 200 IE ist nicht geeignet zur Therapie von Vitamin E-Mangelzu-ständen, die mit einer gestörten intestina-len Resorption einhergehen. In diesen Fällen stehen parenterale Zubereitungen zur Verfügung.

Dosierung

Erwachsene nehmen täglich 1 bis 2 Weichkapseln Vitamin E Hevert 200 IE (entsprechend 200 bis 400 mg alpha-Tocopherolacetat).

Für Kinder stehen Präparate mit einem niedrigeren Wirkstoffgehalt zur Verfü-gung.

Art und Dauer der Anwendung

Die Weichkapseln werden morgens und/oder abends zu den Mahlzeiten un-zerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenom-men.

Die Dauer der Anwendung ist abhängig vom Verlauf der Grunderkrankung.

Gegenanzeigen

Vitamin E Hevert 200 IE darf nicht einge-nommen werden bei Überempfindlichkeit gegenüber Soja, Erdnuss oder einem der sonstigen Bestandteile.

Warnhinweise

Keine bekannt.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Die Wirkung von Vitamin E Hevert 200 IE kann bei gleichzeitiger Gabe von Eisen-präparaten vermindert werden.

Bei durch Malabsorption bedingtem, kom-binierten Vitamin E- und Vitamin K-Man-gel sowie bei Gabe von Vitamin K-Anta-gonisten (z. B. orale Antikoagulatien) ist die Blutgerinnung sorgfältig zu überwa-chen, da es in Einzelfällen zu einem star-ken Abfall von Vitamin K kam.

Schwangerschaft

Die empfohlene tägliche Aufnahme von Vitamin E beträgt 15 mg.

alpha-Tocopherolacetat passiert die Pla-zenta und geht in die Muttermilch über.

Bisherige Erfahrungen am Menschen ha-ben keine nachteiligen Effekte für den Fe-tus durch höhere Dosen von Vitamin E er-kennen lassen.

Mögliche Störungen der Fruchtbarkeit nach Vitamin E-Gaben, die oberhalb der täglichen empfohlenen Dosis liegen, sind nicht ausreichend untersucht worden.

Fahrtüchtigkeit

Keine bekannt.

Nebenwirkungen

Sehr selten treten bei hohen Dosen in ei-nem Bereich von 1200 mg alpha-Toco-pherolacetat (entsprechend 800 mg RRR-alpha-Tocopherol-Äquivalente) Ma-gen- und Darmbeschwerden auf (1 Weichkapsel Vitamin E Hevert 200 IE ent-hält 200 mg alpha-Tocopherolacetat).

Bei längerer Einnahme von Dosen über 600 mg alpha-Tocopherolacetat (entspre-chend 400 mg RRR-alpha-Tocopherol-Äquivalente) kann es zu einer Senkung des Schilddrüsenhormonspiegels im Se-rum kommen (1 Weichkapsel Vitamin E Hevert 200 IE enthält 200 mg alpha-Toco-pherolacetat).

Sojaöl kann sehr selten allergische Reak-tionen hervorrufen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwir-kungen

Die Meldung des Verdachts auf Neben-wirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Über-wachung des Nutzen-Risiko-Verhältnis-ses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Hypervitaminosen sind auch nach jahre-langer Verabreichung hoher Dosen nicht bekannt geworden.

Pharmakologische Eigenschaften - Vitamin 200 IE

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Vitaminpräparat

ATC-Code: A11HA03

Vitamin E ist der Name für alle Tocol- und Tocotrienolderivate, die qualitativ die bio-logische Aktivität von alpha-Tocopherol zeigen. Tocopherol beschreibt alle Mono-

, Di- und Trimethyltocole. Therapeutisch verwendet werden die alpha-Tocopherole und deren Ester, wozu alpha-Tocophero-lacetat gehört.

Biologische Aktivität

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sowie das US National Research Council (NRC) verwenden zur Standardi-sierung der Tocopherole den Begriff

„RRR-alpha-Tocopherol-Äquivalent“. Für die Praxis gilt folgender Umrechnungsfak-tor (dabei entspricht 1 mg RRR-alpha-Tocopherol 2,32 µmol):

1 mg alpha-Tocopherolacetat = 0,67 mg RRR-alpha-Tocopherol-Äquivalent = 1 I.E.

Vitamin E ist das wesentliche radikalket-tenunterbrechende Antioxidans in biologi-schen Membranen, es wirkt als phenoli-sches Antioxidans und muss aus seiner Radikalform (Chromanoxyl) regeneriert werden, dabei gibt es eine Wechselwir-kung mit Vitamin C und Glutathion.

Vitamin E beeinflusst die Fluidität biologi-scher Membranen sowie die Aktivität ver-schiedener Enzyme. Es hemmt die Thromboxan-, Leukotrien- und Prostacyc-linbiosynthese.

Vorkommen und Bedarfsdeckung

Die reichsten Vitamin E-Quellen sind Ge-treidekeime und die meisten pflanzlichen Öle. Weitere Quellen sind Blattgemüse, tierische Organe sowie Milch und Butter.

Die Einschätzung der Versorgung mit Vi-tamin E ist unter anderem wegen der star-ken Variabilität des Vitamin E-Gehaltes bei einem bestimmten Nahrungsmittel, durch bis zu fünffache jahreszeitliche Schwankungen in der Milch sowie durch Verluste durch Lagerung und den Koch-prozess schwierig.

Entsprechend der Empfehlung der Deut-schen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt für den gesunden Erwachsenen die wünschenswerte täglich Zufuhrmenge an Vitamin E bei 12 mg RRR-alpha-Tocopherol-Äquivalenten. In der Schwan-gerschaft und in der Stillzeit besteht ein Mehrbedarf von 2 bis 5 mg pro Tag. Fer-ner steigt der Bedarf an RRR-alpha-Tocopherol-Äquivalenten mit der aufge-nommenen Menge hochungesättigter

Fettsäuren. Ein Mehrbedarf besteht zu-dem bei lang andauernder Anwendung bestimmter radikalbildender Arzneimittel (z. B. Chemotherapeutika) und bei spezi-ellen Erkrankungen (z. B. A-beta-Lipopro-teinämie).

Mangelerscheinungen

Ein isolierter Vitamin-E-Mangel beim Menschen ist selten, während für eine Reihe von Tierspezies definierte Zeichen des Vitamin-E-Mangels ausreichend be-schrieben sind. Der Normalwert im Blut liegt bei Erwachsenen etwa bei 9,5 mg/l, entsprechend 22 µmol/l. Ein Mangelzu-stand kann auf Defekten in der Resorp-tion, des Metabolismus oder in erhöhtem Verbrauch des Vitamins durch oxidative Belastung resultieren. Eine Mangelsitua-tion tritt primär nicht als Konsequenz von nahrungsbedingter Mangelversorgung auf, da eine ausgewogene Mischkost kei-nen Vitamin E-Mangel verursacht.

Eine Mangelversorgung beim Menschen kann z. B. bei folgenden Erkrankungen auftreten: nach Gastrektomie, Sprue, Enterokolitis, chronischer Pankreatitis, zystischer Fibrose, Cholestase, Kurz-darmsyndrom, A-beta-Lipoproteinämie, nach längerer parenteraler Ernährung.

Ein Vitamin E-Mangel äußert sich speziell bei Frühgeborenen in radikalinduzierter Zell- und Gewebeschädigung, wie z. B. im respiratorischen Distress-Syndrom, in retrolentaler Fibroplasie und hämolyti-scher Anämie. Bei manifestem Vitamin E-Mangel stehen neuromuskuläre Ausfaller-scheinungen im Vordergrund, insbeson-dere eine spinocerebelläre Degeneration.

Orale Vitamin E-Präparate sind nicht ge-eignet zur Therapie von Vitamin E-Man-gelzuständen, die mit einer gestörten in-testinalen Resorption einhergehen. Eine fehlende intestinale Resorption findet sich

z. B. bei Cholestase, A-beta-Lipopro-teinämie und Frühgeborenen. In diesen Fällen stehen parenterale Zubereitungen zur Verfügung.

Pharmakokinetik

Die Resorption von Vitamin E erfolgt pas-siv; sie beträgt im physiologischen Be-reich 25 bis 60% und nimmt im höheren Dosisbereich ab. Eine 10fache Erhöhung der Einnahme von Tocopherol führt zu ei-ner Verdoppelung der Plasmakonzentra-tion. Der Prozess ist abhängig vom Fett-gehalt der Nahrung sowie von der Anwe-senheit von Gallensäuren und Pankreas-saft.

Die Ester des Tocopherols müssen vor der Aufnahme über die Mukosa zunächst hydrolysiert werden. RRR-alpha-Tocopherol wird aus den Acetylestern schneller freigesetzt als SRR-alpha-Tocopherol. Vitamin E erscheint zunächst in Chylomikronen und ist dann haupt-sächlich assoziiert mit den beta-Lipopro-teinen des Plasmas.

70 - 80 % von intravenös appliziertem ra-dioaktiven Vitamin E wird innerhalb einer

Woche über die Leber ausgeschieden, der Rest erscheint im Urin als Glukuro-nide der Tocopheronsäure und ihres gamma-Lactons. Andere Metabolite chi-noider Strukturen sowie Dimere und Tri-mere wurden in Geweben gefunden.

Es gibt kein Speicherorgan für Vitamin E, jedoch findet man die größten Reserven im Fettgewebe, in der Leber und im Mus-kel. Der Plasmaspiegel steigt bei intensi-ver Muskeltätigkeit an.

Die biologische Halbwertszeit, gemessen für RRR-alpha-Tocopherol bei Ratten, beträgt in Leber und Lunge 7 bis 10 Tage, im Nervengewebe etwa das 10fache.

Pharmazeutische Angaben - Vitamin 200 IE

Liste der sonstigen Bestandteile

Gelatine vom Rind, Glycerol, raffiniertes Sojaöl, Sorbitol, gereinigtes Wasser

Inkompatibilitäten

Keine bekannt.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr angewendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Keine besonderen Lagerungshinweise.

Art und Inhalt des Behältnisses

N 2

N 3

Originalpackungen zu 50 Weichkapseln

100 Weichkapseln

300 Weichkapseln

Es werden möglicherweise nicht alle Pa-ckungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Weblinks

Packungen und Preis

Vitamin E Hevert 200 IE 100 Weichkaps. N3
Preis
34,99 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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