Engerix-B Kinder, kohlpharma Injektionssuspension in einer Fertigspritze
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Engerix-B
Engerix-B Kinder ist indiziert zur aktiven Im-munisierung von nicht-immunen Personen gegen Hepatitis B, verursacht durch Hepati-tis-B-Viren (HBV) aller bekannten Subtypen. Die zu impfenden Personengruppen sind den offiziellen Impfempfehlungen zu ent-nehmen.
Es kann erwartet werden, dass eine Hepati-tis-D-Erkrankung ebenfalls durch Immunisie-rung mit Engerix-B Kinder vermieden wird, da Hepatitis D (verursacht durch das Del-ta-Agens) ohne Hepatitis-B-Infektion nicht vorkommt.
Dosierung
Dosierungsanleitung
Engerix-B Kinder (10 μg HBs-Ag/0,5 ml) ist für Neugeborene, Kinder und Jugendli-che bis zum vollendeten 16. Lebensjahr be-stimmt.
Engerix-B Erwachsene (20 μg HBs-Ag/1 ml) ist für Erwachsene und Jugendliche ab dem vollendeten 16. Lebensjahr bestimmt.
Wenn das Risiko für eine Hepatitis-B-In-fektion während der Immunisierung ge-ring ist und die Einhaltung der komplet-ten Impfserie sichergestellt ist, kann bei Kindern und Jugendlichen vom vollende-ten 11. bis zum vollendeten 16. Lebens-jahr auch Engerix-B Erwachsene (20 μg HBs-Ag/1 ml) mit einem 2-Dosen-Impf-schema verwendet werden (siehe Ab-schnitt 5.1 und Fachinformation von Engerix-B Erwachsene).
Grundimmunisierungsschemata
– Neugeborene, Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr:
Für die Grundimmunisierung werden zwei verschiedene Impfschemata empfohlen:
-
Das Impfschema mit Impfungen im Monat 0, 1, 6 führt zu hohen Antikörperkonzent-rationen und zu einem in der Regel opti-malen Schutz im Monat 7.
-
Das beschleunigte Impfschema mit Imp-fungen nach 0, 1 und 2 Monaten ermög-licht einen schnelleren Aufbau des Impf-schutzes und lässt eine bessere Einhal-tung des Impfplans erwarten. Da die An-tikörperkonzentration nach der dritten Dosis niedriger als nach dem 0-1-6-Mo-nats-Impfschema ist, sollte eine vierte Dosis nach 12 Monaten gegeben werden, um einen Langzeitschutz zu induzieren. Bei Säuglingen ermöglicht dieses Impf-schema die gleichzeitige Verabreichung von Hepatitis-B-Impfstoff mit anderen Impfungen im Kindesalter.
-
Patienten mit Niereninsuffizienz ein-schließlich Hämodialyse-Patienten:
Patienten mit Niereninsuffizienz einschließ-lich Hämodialyse-Patienten zeigen eine ver-minderte Immunantwort auf Hepatitis-B-Impf-stoffe. Es kann entweder das 0-1-6-Mo-nats-Impfschema oder das beschleunigte Impfschema (0, 1, 2, 12 Monate) mit Engerix-B Kinder (10 μg HBs-Ag/ 0,5 ml) an-gewendet werden. Erfahrungen bei Erwach-senen zeigen, dass die Impfung mit einer höheren Antigenmenge die Immunantwort verbessert. Eine Antikörpertestung nach der Impfung wird empfohlen. Um eine schüt-zende Anti-HBs-Antikörperkonzentration von mindestens 10 I.E./l sicher zu stellen, können zusätzliche Impfstoffdosen erforderlich sein.
-
Bekannte oder vermutete HBV-Exposition:
Im Falle einer HBV-Exposition (z. B. nach Verletzung mit einer kontaminierten Nadel) kann die erste Dosis Engerix-B Kinder gleichzeitig mit Hepatitis-B-Immunglobulin (HBIg) verabreicht werden. Die Injektionen müssen an verschiedenen Gliedmaßen vor-genommen werden (siehe Abschnitt 4.5). Es wird empfohlen, das beschleunigte Impf-schema (0, 1, 2, 12 Monate) anzuwenden.
-
Neugeborene von HBsAg-positiven Müttern:
-
Die Immunisierung dieser Neugeborenen mit Engerix-B Kinder (10 μg HBs-Ag/ 0,5 ml) sollte unmittelbar nach der Geburt be-ginnen. Zwei Impfschemata können dabei zur Anwendung kommen. Es kann entweder das 0-1-2-12-Monats- oder das 0-1-6-Mo-nats-Impfschema verwendet werden, wobei das erste der beiden eine raschere Immun-antwort bewirkt. Soweit verfügbar, emp-fiehlt sich die gleichzeitige, kontralaterale
Verabreichung von Hepatitis-B-Immunglo-bulin (HBIg), da dies die Schutzwirkung ver-stärken kann.
Die vorher genannten Impfschemata können im Hinblick auf die Impftermine den nationa-len Impfempfehlungen angepasst werden, um gegebenenfalls die gleichzeitige Verab-reichung mit anderen empfohlenen Schut-zimpfungen im Kindesalter zu ermöglichen.
Auffrischimpfung
Nach aktueller Datenlage ist eine Auffrisch-impfung bei immunkompetenten Personen, die auf eine vollständige Grundimmunisie-rung geantwortet haben, nicht notwendig. Jedoch sollte bei immunsupprimierten Per-sonen (z. B. Patienten mit chronischer Nie-reninsuffizienz, Hämodialyse-Patienten, HIV-positive Patienten) eine Auffrischimp-fung verabreicht werden, um eine schüt-zende Anti-HBs-Antikörperkonzentration von mindestens 10 I.E./l aufrecht zu erhal-ten. Bei diesen Personen wird ein serologi-scher Test alle 6 bis 12 Monate empfohlen.
Nationale Empfehlungen zur Auffrischimp-fung sollten beachtet werden.
Austauschbarkeit von Hepatitis-B-Impfstoffen
Siehe unter Abschnitt 4.5. Art der Anwendung
Engerix-B Kinder ist intramuskulär zu injizie-ren, bei Kindern vorzugsweise in den M. del-toideus, bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern bevorzugt in den anterolatera-len Bereich des Oberschenkels.
Bei Personen mit Thrombozytopenie oder einer Blutgerinnungsstörung darf der Impfstoff ausnahmsweise subkutan verabreicht werden.
Engerix-B Kinder darf nicht angewendet werden bei Personen mit Überempfindlich-keit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Be-standteile oder bei Personen mit Überemp-findlichkeitsreaktionen nach einer früheren Verabreichung von Engerix-B Kinder.
Wie bei anderen Impfstoffen sollte die Imp-fung mit Engerix-B Kinder bei Personen, die an einer akuten, schweren, mit Fieber ein-hergehenden Erkrankung leiden, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Ein banaler Infekt stellt jedoch keine Kontraindi-kation für eine Impfung dar.
Besonders bei Jugendlichen kann es als psychogene Reaktion auf die Nadelinjek-tion nach oder sogar vor einer Impfung zu einer Synkope (Ohnmacht) kommen. Diese kann während der Erholungsphase von ver-schiedenen neurologischen Symptomen wie vorübergehende Sehstörung, Parästhe-
Engerix® B Kinder Stand: 09.2020
sie und tonisch-klonische Bewegungen der Gliedmaßen begleitet sein. Es ist wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um Verletzungen durch die Ohnmacht zu verhindern.
Bedingt durch die lange Inkubationszeit der Hepatitis B ist es möglich, dass eine uner-kannte Infektion bereits zum Zeitpunkt der Impfung vorliegt. In solchen Fällen ist es möglich, dass eine Impfung eine Hepatitis B nicht verhindern kann.
Die Impfung mit Engerix-B Kinder schützt nicht vor Infektionserkrankungen der Leber, die durch andere Erreger wie z. B. Hepati-tis-A-, Hepatitis-C- oder Hepatitis-E-Viren ver-ursacht werden.
Wie bei jedem Impfstoff wird möglicher-weise nicht bei allen Geimpften eine schüt-zende Immunantwort erzielt.
Es wurde eine Reihe von Faktoren beobach-tet, die die Wahrscheinlichkeit einer Immun-antwort auf Hepatitis-B-Impfstoffe verringern. Zu diesen Faktoren gehören: männliches Geschlecht, Übergewicht, Rauchen, der Ver-abreichungsweg des Impfstoffes und einige vorbestehende chronische Erkrankungen. Bei Personen, bei denen das Risiko besteht, dass nach einer vollständigen Impfserie mit Engerix-B Kinder keine Seroprotektion er-reicht wird, sollte eine serologische Überprü-fung der Antikörperkonzentration in Betracht gezogen werden. Bei Personen, die keine oder eine nicht ausreichende Immunantwort nach der vollständigen Impfserie zeigen, sollte die Verabreichung zusätzlicher Impfdo-sen in Erwägung gezogen werden.
Patienten mit einer chronischen Lebererkran-kung oder HIV-Infektion sowie Hepatitis-C-Vi-rusträger sollten nicht von einer Impfung gegen Hepatitis B ausgeschlossen werden. Eine Empfehlung zur Impfung sollte deshalb erwogen werden, weil die Hepatitis B gerade bei diesen Patienten einen schweren Verlauf nehmen kann. Der Arzt sollte daher über eine Hepatitis-B-Impfung individuell entscheiden. Bei HIV-infizierten Patienten sowie bei Pati-enten mit Niereninsuffizienz einschließlich Hämodialyse-Patienten und bei Personen mit Störungen des Immunsystems wird nach der Grundimmunisierung unter Umständen keine ausreichende Anti-HBs-Antikörperkonzentra-tion erreicht, so dass in diesen Fällen die Ver-abreichung weiterer Impfdosen erforderlich sein kann.
Engerix-B Kinder sollte nicht in die Gesäß-muskulatur (Glutealregion) oder intradermal verabreicht werden, da dies zu einer schwä-cheren Immunantwort führen kann.
Engerix-B Kinder darf unter keinen Umstän-den intravasal verabreicht werden.
Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen soll-ten für den seltenen Fall einer anaphylak-tischen Reaktion nach Verabreichung des
Impfstoffes stets entsprechende medizi-nische Behandlungs- und Überwachungs-möglichkeiten sofort verfügbar sein.
Das potentielle Risiko von Apnoen und die Notwendigkeit einer Überwachung der At-mung über 48 – 72 Stunden sollte im Rah-men der Grundimmunisierung von sehr unreifen Frühgeborenen (geboren vor der vollendeten 28. Schwangerschaftswoche) in Betracht gezogen werden. Dies gilt ins-besondere für diejenigen, die in der Vorge-schichte Zeichen einer unreifen Atmung ge-zeigt haben. Da der Nutzen der Impfung für diese Kinder hoch ist, sollte sie ihnen weder vorenthalten noch verschoben werden.
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Be-zeichnung des Arzneimittels und die Char-genbezeichnung des angewendeten Arznei-mittels eindeutig dokumentiert werden.
Die gleichzeitige Verabreichung von Engerix-B Kinder und einer Standarddosis von Hepatitis-B-Immunglobulin (HBIg) führt nicht zu einer niedrigeren Anti-HBs-Antikör-perkonzentration, vorausgesetzt, die Injek-tionen werden in verschiedene Gliedmaßen verabreicht.
Engerix-B Kinder kann gleichzeitig mit Ha-emophilus-influenzae-Typ-b-, BCG-, Hepa-titis-A-, Polio-, Masern-, Mumps-, Röteln-, Diphtherie-, Tetanus- und/oder Pertus-sis-Impfstoffen verabreicht werden.
Engerix-B Kinder kann gleichzeitig mit einem humanen Papillomvirus- (HPV-)Impf-stoff verabreicht werden.
Bei der gleichzeitigen Verabreichung von Engerix-B und Cervarix (HPV-Impfstoff) zeigte sich keine klinisch relevante Beeinträchti-gung der Antikörperantwort auf die HPV-Anti-gene. Die geometrischen Mittelwerte der An-ti-HBs-Antikörperkonzentrationen waren bei der gleichzeitigen Verabreichung niedriger; die klinische Bedeutung dieser Beobachtung ist nicht bekannt, da die Seroprotektionsra-ten unverändert blieben. Der Anteil der Per-sonen mit einer Anti-HBs-Antikörperkonzent-ration von ≥ 10 mI.E./ml betrug 97,9 % bei der gleichzeitigen Verabreichung von Cerva-rix und Engerix-B und 100 % bei der alleini-gen Verabreichung von Engerix-B.
Die gleichzeitige Verabreichung von unter-schiedlichen Impfstoffen sollte stets in ver-schiedene Gliedmaßen erfolgen.
Engerix-B Kinder kann zur Beendigung einer Grundimmunisierung verwendet wer-den, die mit aus Blutplasma gewonnenen bzw. anderen gentechnisch hergestellten Hepatitis-B-Impfstoffen begonnen wurde.
Wird eine Auffrischimpfung gewünscht, kann Engerix-B Kinder auch Personen ver-abreicht werden, die vorher eine Grundim-munisierung mit aus Plasma gewonnenen oder mit anderen, gentechnisch hergestell-ten Hepatitis-B-Impfstoffen erhalten haben.
Schwangerschaft
Die Wirkung des HBs-Antigens auf die Em-bryonal- und Fötalentwicklung des Men-schen wurde nicht untersucht.
Wie bei allen inaktivierten Virusimpfstoffen ist jedoch keine Schädigung des Embryo/ Föten zu erwarten. Engerix-B Kinder sollte während der Schwangerschaft nur dann verabreicht werden, wenn die Impfung ein-deutig erforderlich ist und wenn die Vorteile der Impfung die möglichen Risiken für den Embryo/Föten überwiegen.
Stillzeit
Die Wirkung von Engerix-B Kinder auf ge-stillte Säuglinge nach Impfung der Mütter wurde nicht in klinischen Studien unter-sucht. Es ist nicht bekannt, ob Engerix-B Kin-der in die Muttermilch übergeht.
Das Stillen stellt keine Kontraindikation für die Impfung dar.
Fertilität
Engerix-B Kinder wurde nicht in Fertilitäts-studien untersucht.
Engerix-B Kinder hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Ver-kehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Be-dienen von Maschinen.
Das folgende Nebenwirkungsprofil basiert auf Daten von 5329 Probanden aus 23 Studien.
Die jetzige Formulierung von Engerix-B Kin-der enthält kein Thiomersal (eine organi-sche Quecksilberverbindung). Die folgen-den Nebenwirkungen wurden nach Anwen-dung sowohl von Thiomersal-haltigen For-mulierungen als auch der Thiomersal-freien Formulierung berichtet.
In einer klinischen Studie, die mit der jetzi-gen Formulierung (Thiomersal-freie Formu-lierung) durchgeführt wurde, war die Häu-figkeit von Schmerzen, Rötung, Schwellung, Schläfrigkeit, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit und Fieber vergleichbar mit der Häufigkeit, die in klinischen Studien mit den früheren, Thiomersal-haltigen Impfstoffformulierun-gen beobachtet wurde.
Engerix® B Kinder Stand: 09.2020
Tabellarische Auflistung der Nebenwir-kungenHäufigkeiten pro Dosis werden wie folgt an-gegeben:
Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100, < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 b, < 1/100) Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000)
Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Siehe Tabelle auf Seite 4
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir-kungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuier-liche Überwachung des Nutzen-Risiko-Ver-hältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizi-nische Arzneimittel
Paul-Ehrlich-Institut Paul-Ehrlich-Str. 51-59
63225 Langen
Tel: +49 6103 77 0
Fax: +49 6103 77 1234
Website: www.pei.de anzuzeigen.
Während der Anwendung nach der Markt-einführung wurden Fälle von Überdosierung
tige Gabe von Hepatitis-B-Immunglobulin (HBIg) bei der Geburt erfolgte, konnten einen Monat nach der letzten Impfstoffdo-sis Schutzraten (Serum Anti-HBs-IgG ≥ 10 mI.E./ml) von 95 % erreicht werden. Diese Schutzrate konnte auf 98 % gesteigert wer-den, wenn bei der Geburt gleichzeitig mit der Impfung ein HBIg verabreicht wurde.
Neugeborene, deren Mütter Hepati-tis-B-Virusträger waren (HBsAg-positiv mit oder ohne HBeAg), und denen bei der Geburt kein HBIg verabreicht wurde, erhielten 20 Jahre nach der Grundimmu-nisierung (3-Dosen- oder 4-Dosen-Impf-schema) eine zusätzliche Engerix-B-Do-sis. Die Seroprotektionsrate vor und nach der zusätzlichen Dosis wurde untersucht:
Siehe Tabelle 1 unten
Außerdem wurde die anamnestische Im-munantwort bezogen auf den Serostatus vor der zusätzlichen Dosis untersucht:
| Seroprotektionsrate | N | n | % | 95 % KI | |
| UG | OG | ||||
| zum Zeitpunkt der Verabreichung der zusätzlichen Dosis | 72 | 39 | 54,2 | 42,0 | 66,0 |
| einen Monat nach der zusätzlichen Dosis | 75 | 74 | 98,7 | 92,8 | 100 |
Tabelle 1
N = Anzahl der Personen mit verfügbaren Ergebnissen
Siehe Tabelle 2 unten
Stratifizierung anhand des letzten verfügba-ren Zeitpunktes vor der zusätzlichen Dosis – Personen < 10 mI.E./ml = Personen mit
einer Antikörperkonzentration < 10 mI.E./ ml vor der zusätzlichen Dosis
-
Personen ≥ 10 mI.E./ml = Personen mit einer Antikörperkonzentration ≥ 10 mI.E./ ml vor der zusätzlichen Dosis
Eine anamnestische Immunantwort ist defi-niert als:
-
Anti-HBs-Antikörperkonzentration ≥ 10 mI.E./ml bei Personen, die vor der zusätzlichen Dosis seronegativ waren,
oder
-
ein Anstieg der Anti-HBs-Antikörperkon-zentration um mindestens das 4-fache bei Personen, die vor der zusätzlichen Dosis seropositiv waren.
-
Gesunde Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr:
Tabelle 3 unten fasst die Seroprotektions-
berichtet. Die unerwünschten Ereignisse, die nach einer Überdosierung berichtet wur-den, waren vergleichbar mit denen, die nach Verabreichung der vorgeschriebenen Impf-stoff-Dosis berichtet wurden.
Pharmakologische Eigenschaften - Engerix-B
Pharmakotherapeutische Gruppe: Hepati-tis-B-Impfstoffe, ATC-Code: J07BC01
Wirkmechanismus
Engerix-B Kinder induziert die Bildung spezi-fischer humoraler Antikörper gegen HBsAg (Anti-HBs-Antikörper). Eine Anti-HBs-Anti-körperkonzentration von mindestens 10 I.E./l korreliert mit einem Schutz gegen eine Hepatitis-B-Infektion.
Pharmakodynamische Wirkungen
-
Risikogruppen:
In Feldstudien wurde bei Neugeborenen, Kindern und Erwachsenen mit erhöhtem In-fektionsrisiko eine Schutzwirkung von 95 % bis 100 % festgestellt.
Bei gesunden Neugeborenen in Gebie-ten mit hohem Infektionsrisiko, die wegen der HBeAg-Positivität ihrer Mutter nach dem 0-1-2-12-Monats- oder dem 0-1-6-Mo-nats-Impfschema gegen Hepatitis B geimpft wurden und bei denen keine gleichzei-
n = Anzahl der Personen mit Konzentrationen größer oder gleich 10 mI.E./ml
% = Prozentsatz der Personen mit Konzentrationen größer oder gleich 10 mI.E./ml 95 % KI = 95 %-Konfidenzintervall; UG = untere Grenze, OG = obere Grenze
Tabelle 2
Anamnestische Immunantwort 95 % KI Status vor der zusätzlichen Dosis N n % UG OG Personen < 10 mI.E./ml 33 31 93,9 79,8 99,3 Personen ≥ 10 mI.E./ml 39 39 100 91,0 100 Gesamt 72 70 97,2 90,3 99,7 N = Anzahl der Personen mit verfügbaren Ergebnissen vor und nach der Impfung n = Anzahl der „Responder“
% = Prozentsatz der „Responder“
Personenkreis Impfschema Seroprotektionsrate Gesunde Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr 0, 1, 6 Monate0, 1, 2 und 12 Monate Monat 7: ≥ 96 %Monat 1: 15 %Monat 3: 89 %Monat 13: 95,8 % 95 % KI = 95 %-Konfidenzintervall; UG = untere Grenze, OG = obere Grenze Tabelle 3
Die in der Tabelle stehenden Daten wurden mit Thiomersal-haltigen Impfstoffen generiert. Zwei weitere klinische Studien, die mit der jetzigen, Thiomersal-freien Formulierung von Engerix-B bei ge-sunden Säuglingen und Erwachsenen durchgeführt wurden, zeigten ähnliche Seroprotektionsraten verglichen mit den früheren, Thiomersal-haltigen Formulierungen von Engerix-B.
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Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkungen Klinische Studien Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Selten Lymphadenopathie Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Häufig Appetitlosigkeit Psychiatrische Erkrankungen Sehr häufig Reizbarkeit Erkrankungen des Nervensystems Sehr häufig Kopfschmerzen Häufig Schläfrigkeit Gelegentlich Schwindel Selten Parästhesie Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Häufig Gastrointestinale Beschwerden (wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauch-schmerzen) Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Selten Urtikaria, Pruritus, Hautausschlag Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Gelegentlich Myalgie Selten Arthralgie Allgemeine Erkrankungen und Be-schwerden am Verabreichungsort Sehr häufig Schmerzen und Rötung an der Injekti-onsstelle, Müdigkeit Häufig Fieber (≥ 37,5°C), Unwohlsein, Schwellung an der Injektionsstelle, Reaktion an der Injektionsstelle (wie Verhärtung) Gelegentlich Grippeähnliche Beschwerden Anwendungserfahrung nach der Markteinführung Infektionen und parasitäre Erkrankungen Nicht bekannt Meningitis Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Nicht bekannt Thrombozytopenie Erkrankungen des Immunsystems Nicht bekannt Anaphylaxie, allergische Reaktionen einschließlich anaphylaktoider Reakti-onen und Reaktionen ähnlich der Se-rumkrankheit Erkrankungen des Nervensystems Nicht bekannt Enzephalitis, Enzephalopathie, Krampf-anfälle, Lähmung, Neuritis (einschließ-lich Guillain-Barré-Syndrom, Optikus-neuritis und Multiple Sklerose), Neuro-pathie, Hypästhesie Gefäßerkrankungen Nicht bekannt Vaskulitis, Hypotonie Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums Nicht bekannt Apnoe bei sehr unreifen Frühgebo-renen (geboren vor der vollendeten 28. Schwangerschaftswoche) (sieheAbschnitt 4.4) Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Nicht bekannt Erythema exsudativum multiforme, Angioödem, Lichen ruber planus Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Nicht bekannt Arthritis, Muskelschwäche der Anteil an Personen mit Anti-HBs-Anti-körperkonzentrationen von ≥ 10 I.E./l) über 66 Monate nach der ersten Impfstoffdosis im Rahmen der Grundimmunisierung un-tersucht und sind in der Tabelle dargestellt (ATP-Kohorte für Wirksamkeit):
Siehe Tabelle 4 auf Seite 5
In beiden Impfstoff-Gruppen erhielten alle Kinder (N = 74) 72 bis 78 Monate nach der Grundimmunisierung eine zusätzliche Dosis. Alle Kinder hatten 1 Monat nach der zusätzlichen Dosis eine anamnesti-sche Immunantwort aufgebaut mit einem Anstieg der geometrischen mittleren Kon-zentration um ein 108-faches bei den mit dem 2-Dosen-Impfschema grundimmuni-sierten Kindern bzw. um ein 95-faches bei den mit dem 3-Dosen-Impfschema grun-dimmunisierten Kindern. Alle Kinder zeig-ten eine Seroprotektion. Diese Daten las-sen vermuten, dass bei allen Kindern, die nach der Grundimmunisierung eine Im-munantwort aufgebaut hatten, ein Immun-gedächtnis besteht, selbst bei denen, die in Monat 66 keine Seroprotektion mehr aufwiesen.
-
Zusätzliche Impfung von gesunden Kin-dern in einem Gebiet mit niedriger Präva-lenz (Deutschland)
Seroprotektionsraten vor und nach einer zusätzlichen Dosis wurden bei Kindern im Alter von 12 und 13 Jahren, die in den ersten beiden Lebensjahren mit 3 Dosen Engerix-B geimpft wurden, untersucht:
Siehe Tabelle 5 auf Seite 5
Die anamnestische Immunantwort bezo-gen auf den Serostatus vor der zusätzlichen Dosis wurde bei Kindern im Alter von 12 und 13 Jahren, die in den ersten beiden Le-bensjahren mit 3 Dosen Engerix-B geimpft wurden, untersucht:
Siehe Tabelle 6 auf Seite 5
Stratifizierung anhand des letzten verfügba-ren Zeitpunktes vor der Auffrischimpfung
-
Kinder < 10 mI.E./ml = Kinder mit einer Antikörperkonzentration < 10 mI.E./ml vor der zusätzlichen Dosis
-
Kinder ≥ 10 mI.E./ml = Kinder mit einer Antikörperkonzentration ≥ 10 mI.E./ml vor der zusätzlichen Dosis
Eine anamnestische Immunantwort ist defi-niert als:
-
Anti-HBs-Antikörperkonzentration ≥ 10 mI.E./ml bei Kindern, die vor der zusätzli-
raten (d. h. den Anteil an Personen mit An-ti-HBs-Antikörperkonzentrationen von ≥ 10 I.E./l) zusammen, die in klinischen Studien mit den verschiedenen im Abschnitt Dosierung erwähnten Impfschemata erhalten wurden:
Siehe Tabelle 3 auf Seite 3 unten
-
Gesunde Kinder und Jugendliche vom
vollendeten 11. bis zum vollendeten 16. Lebensjahr:
In einer Studie, in der zwei verschiedene Impfstoffstärken und Impfschemata, die bei Kindern und Jugendlichen vom vollendeten
11. bis zum vollendeten 16. Lebensjahr zu-gelassen sind, verglichen wurden, wurden die folgenden Seroprotektionsraten (d. h.
chen Dosis seronegativ waren, oder
– ein Anstieg der Anti-HBs-Antikörperkon-zentration um mindestens das 4-Fache bei Kindern, die vor der zusätzlichen Dosis seropositiv waren.
Abnahme der Häufigkeit des hepatozellulären Karzinoms bei Kindern
Zwischen einer Hepatitis-B-Infektion und
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Tabelle 4
Impfschema Monate nach der ersten Impfstoffdosis: 2 6 7 30 42 54 66 Seroprotektionsrate Engerix-B Kinder(10 μg HBs-Ag/0,5 ml) (0, 1, 6 Monate) 55,8 % 87,6 % 98,2 %* 96,9 % 92,5 % 94,7 % 91,4 % Engerix-B Erwachsene (20 μg HBs-Ag/1 ml) (0, 6 Monate) 11,3 % 26,4 % 96,7 %* 87,1 % 83,7 % 84,4 % 79,5 % * 97,3 % der Kinder vom vollendeten 11. bis zum vollendeten 16. Lebensjahr, die Engerix-B Kinder (10 μg HBs-Ag/0,5 ml) (Impfschema: 0, 1, 6 Monate) erhalten haben, und 88,8 % der Kinder, die Engerix-B Erwachsene (20 μg HBs-Ag/1 ml) (Impfschema: 0, 6 Monate) erhalten haben, hatten 7 Monate nach der ersten Impfung eine Anti-HBs-Antikörperkonzentration von ≥ 100 mI.E./ml. Die geometrischen mittleren Konzentrationen betrugen 7238 mI.E./ml bzw. 2739 mI.E./ml.
Tabelle 5
Seroprotektionsrate N n % 95 % KI UG OG zum Zeitpunkt der Verabreichung der zusätzlichen Dosis 279 181 64,9 59,0 70,5 einen Monat nach der zusätzlichen Dosis 276 271 98,2 95,8 99,4 N = Anzahl der Kinder mit verfügbaren Ergebnissen
n = Anzahl der Kinder mit Konzentrationen größer oder gleich 10 mI.E./ml
% = Prozentsatz der Kinder mit Konzentrationen größer oder gleich 10 mI.E./ml 95 % KI = 95 %-Konfidenzintervall; UG = untere Grenze, OG = obere Grenze
Tabelle 6
Anamnestische Immunantwort 95 % KI Status vor der zusätzlichen Dosis N n % UG OG Kinder < 10 mI.E./ml 96 92 95,8 89,7 98,9 Kinder ≥ 10 mI.E./ml 175 175 100 97,9 100 Gesamt 271 267 98,5 96,3 99,6 N = Anzahl der Kinder mit verfügbaren Ergebnissen vor und nach der Impfung n = Anzahl „Responder“
% = Prozentsatz der „Responder“
95 % KI = 95%-Konfidenzintervall; UG = untere Grenze, OG = obere Grenze
den Inhalt vor Licht zu schützen.
Nicht einfrieren. Gefrorener Impfstoff ist zu verwerfen.
Stabilitätsdaten zeigen, dass Engerix-B Kin-der bei Temperaturen bis 37 °C für 3 Ta-ge bzw. bei Temperaturen bis 25 °C für 7 Tage stabil ist. Diese Daten sind nur dazu be-stimmt, dem Arzt eine Anleitung bei vo-rü-bergehenden Temperaturabweichungen zu geben.
-
Pharmazeutische Angaben - Engerix-B
Natriumchlorid Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat Natriumdihydrogenphosphat
Wasser für Injektionszwecke Adsorbens siehe Abschnitt 2.
Da keine Kompatibilitätsstudien durchge-führt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Im Kühlschrank lagern (2 °C bis 8 °C).
In der Originalverpackung aufbewahren, um
-
DATUM DER ERTEILUNG DER ZULAS-SUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULAS-SUNG
0,5 ml Suspension in einer Fertigspritze (Glas Typ I) mit Kolbendichtungsstopfen (Butylgummi).
Packungsgrößen zu 1, 10, 25 oder 50 mit oder ohne Nadeln/Kanülen.
Es werden möglicherweise nicht alle Pa-ckungsgrößen in den Verkehr gebracht.
und sonstige Hinweise für die Handhabung
Bei Lagerung kann sich eine feine, weiße Ablagerung mit einem klaren, farblosen Überstand bilden. Der aufgeschüttelte Impf-stoff ist leicht milchig-weiß.
Der Impfstoff ist vor der Verabreichung per Augenschein auf Fremdpartikel und/oder physikalische Veränderungen zu untersu-chen. Falls solche Abweichungen beobach-tet werden, darf der Impfstoff nicht verab-reicht werden.
Der gesamte Inhalt der Fertigspritze sollte nach dem Öffnen der Fertigspritze sofort verabreicht werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfall-material ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.