Präparate

Ligosan Slow Release 14 % (w/w) Doxycyclin, Gel zur periodontalen Anwendung

Verschreibungsinformationen
Arzneimittel ist nicht auf der Liste.
Rezeptpflichtig
Keine Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Ligosan Slow Release 14 % (w/w) Doxycyclin, Gel zur periodontalen Anwendung
Gluten: Nein
Laktose: Nein
Gel zur Anw. am Zahnfleisch
Kulzer GmbH
SmPC
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Anwendungsgebiete


Zur Behandlung der chronischen und aggressiven Parodontitis bei Erwachsenen mit einer Taschentiefe von ≥ 5 mm als Unterstützung der konventionellen nicht-chirurgischen Parodontitis– Therapie.

Dosierung


1 g Ligosan Slow Release enthält 14 % (w/w) Doxycyclin. Die Dosierung von Ligosan Slow Release ist von der Größe, Form und Tiefe der Zahnfleischtaschen abhängig. Detaillierte Informationen zur Anwendung von Ligosan Slow Release sind unter 6.6 „Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise für die Handhabung“ wiedergegeben. Wird bei Recall-Untersuchungen ein Rezidiv festgestellt, kann die Behandlung erforderlichenfalls wiederholt werden.

Gegenanzeigen


Ligosan Slow Release ist kontraindiziert:
• Bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Doxycyclin, andere Tetracyclin-Antibiotika oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
• Bei Patienten, die systemische Antibiotika vor oder während der Parodontaltherapie erhalten
• Während der Odontogenese (während der Frühkindheit und während der Kindheit bis zum Alter von 12 Jahren).
• Während der Schwangerschaft.
• Bei Patienten mit erhöhtem Risiko einer akuten Porphyrie.
• Bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion.

Warnhinweise


Die Behandlung mit Tetracyclin-Antibiotika ist bekanntermaßen möglicherweise mit erhöhter Lichtempfindlichkeit verbunden und kann nach Lichtexposition der Patienten zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen. Die Behandlung sollte daher in jedem Falle abgebrochen werden, sofern sichtbare Hautreaktionen wie beispielsweise Hautrötungen auftreten.

Vorsichtsmaßnahmen
Tetracyclin-Antibiotika wie Doxycyclin sollten mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen und bei Patienten, die mit hepatotoxischen Arzneimitteln behandelt werden.
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen ist eine Kumulation der Tetracyclin-Antibiotika möglich, die zu einer Hepatotoxizität führen kann. Das Auftreten derartiger Effekte nach einer Behandlung mit Ligosan Slow Release ist jedoch unwahrscheinlich, da die nach Behandlung mit Ligosan Slow Release ermittelten Doxycyclin-Plasmakonzentrationen außerordentlich gering waren.
Bei Patienten, in deren Anamnese eine Candida-Infektion aufgetreten ist, kann die Behandlung mit Doxycyclin zu einem erhöhten Risiko für orale Candida-Infektionen führen.
Wie bei anderen Antibiotika, kann die Anwendung von Ligosan Slow Release zu einer verstärkten Resistenz von Mikroorganismen (inklusive Pilze) gegenüber Tetracyclinen führen.
Tetracyclin-Antibiotika können zu einer reduzierten Aktivität des Plasmaprothrombins führen. Daher kann bei gleichzeitig mit Antikoagulantien behandelten Patienten eine Dosisreduktion des Antikoagulans erforderlich sein. Obwohl dieser Effekt bei der Anwendung von Ligosan Slow Release aufgrund der nur geringen Doxycyclin-Plasmakonzentrationen für unwahrscheinlich gehalten wird, sollten diese Patienten mit besonderer Vorsicht behandelt werden.

Wechselwirkungen


Da bakteriostatische Wirkstoffe mit dem bakteriziden Effekt von Betalactam-Antibiotika interagieren können, wird die gleichzeitige Anwendung von Doxycyclin bei mit Betalactam-Antibiotika behandelten Patienten nicht empfohlen.
Die gleichzeitige Anwendung von Tetracyclinen und einer Methoxyfluran-Narkose kann zu Nierenversagen mit fatalem Ausgang führen.
Doxycyclin kann die toxischen Effekte von Ciclosporin A verstärken.
Die systemische Doxycyclin-Belastung ist nach einer Behandlung mit Ligosan Slow Release sehr gering. Unter Berücksichtigung der geringen Doxycyclin-Plasmakonzentrationen nach Anwendung von Ligosan Slow Release ist das Auftreten der oben aufgeführten systemischen Wechselwirkungen unwahrscheinlich.

Schwangerschaft


Die Anwendung von Doxycyclin während der Schwangerschaft ist kontraindiziert.
Tierversuche haben gezeigt, dass Tetracycline die Plazentabarriere überwinden und im fetalen Gewebe nachgewiesen werden können. Dies kann zu Entwicklungsanomalien führen, die sich oft in Form einer verzögerten Knochenbildung manifestieren.
Bei während der frühen Trächtigkeit mit Tetracyclinen behandelten Tieren wurden Anzeichen einer Embryotoxizität beobachtet.
Die Anwendung von Tetracyclinen während der Zahnentwicklung kann zu bleibender Verfärbung der Zähne und zu Schmelzdefekten führen.
Da Tetracycline in die Muttermilch übergehen, wird die Anwendung bei stillenden Frauen nicht empfohlen.

Fahrtüchtigkeit


Die Anwendung von Ligosan Slow Release hat keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

Nebenwirkungen


Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10 )
Häufig (≥1/100, < 1/10 )
Gelegentlich (≥1/1.000, < 1/100)
Selten (≥1/10.000, <1/1.000)
Sehr selten (<1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Nach der Behandlung mit Ligosan Slow Release waren die Häufigkeit und die Ausprägung von Nebenwirkungen vergleichbar den Nebenwirkungen, wie sie nach der konventionellen Parodontitisbehandlung beobachtet wurden.
Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen, die aus mit Ligosan Slow Release durchgeführten klinischen Untersuchungen berichtet wurden, sind: eine Schwellung der Gingiva (Parodontalabszess) und ein „kaugummiartiger“ Geschmack bei dem Austritt von Gel aus der Zahnfleischtasche.
Da die Anwendung von Ligosan Slow Release nachweislich nur zu sehr geringen Doxycyclin-Plasmakonzentrationen führt, ist das Auftreten systemischer Nebenwirkungen sehr unwahrscheinlich.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
Überempfindlichkeitsreaktionen
Urticaria, angioneurotisches Ödem, Anaphylaxie, anaphylaktische Purpura

Innerhalb der Gruppe der Tetracyclin-Antibiotika besteht eine komplette Kreuzallergie.

Sonstige Nebenwirkungen:
Zahnentwicklung:
Bei Verabreichung von Doxycyclin an Kinder während der Zahnentwicklung ist in seltenen Fällen eine irreversible Zahnverfärbung und Zahnschmelzschädigung beobachtet worden.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzuzeigen.

Überdosierung


Eine akute Überdosierung ist nicht zu erwarten. Falls Ligosan Slow Release überdosiert wurde, sollte das Produkt aus der Zahnfleischtasche entfernt werden.

Die akute Toxizität von Doxycyclin ist selbst nach oraler Aufnahme eines vielfachen der normalerweise in der systemischen Behandlung angewendeten Dosis gering. Im Fall einer akzidentellen Überdosierung kann die gastrointestinale Resorption durch Gabe von Antazida oder Magnesium oder Calcium enthaltenden Salzen verhindert werden, was auf einer Bildung nicht resorbierbarer Chelat-Komplexe basiert. Sofern notwendig, sollten allgemeine unterstützende Maßnahmen ergriffen werden. Doxycyclin ist nicht dialysierbar.

Pharmakologische Eigenschaften
Pharmakodynamik


Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiinfektiva und Antiseptika zur oralen Lokalbehandlung, Doxycyclin

ATC-Code: A01AB22

Doxycyclin ist ein halbsynthetisches Breitspektrum-Tetracyclin-Antibiotikum. Die bakteriostatische Wirkung von Doxycyclin basiert auf der Hemmung der ribosomalen Proteinsynthese.
Klinische Studien haben gezeigt, dass eine einmalige Anwendung von Ligosan Slow Release bei Patienten mit Parodontalerkrankungen die Keimzahlen von Aggregatibacter actinomycetemcomitans, Porphyromonas gingivalis, Tannerella forsythia und Treponema denticola in der subgingivalen Plaque reduziert.

Resistenzmechanismen
Eine Resistenz gegenüber Doxycyclin kann auf folgenden Mechanismen beruhen:
- Zumeist beruht die Resistenz auf dem Vorhandensein von Effluxpumpen, die Tetracycline aktiv aus der Zelle transportieren.
- Als weiterer Mechanismus sind ribosomale Schutzproteine beschrieben, die eine Bindung von Doxycyclin an das Ribosom verhindern.
- Ein selten vorkommeder Mechanismus ist die enzymatische Inaktivierung von Doxycyclin.
Es besteht eine weitgehende Kreuzresistenz von Doxycyclin mit anderen Tetracyclinen. Tetracyclin-intermediäre/-resistente Stämme können empfindlich gegenüber Doxycyclin sein.

Für parodontalpathogene Keime wurden in-vitro MIC90-Werte für Doxycyclin berichtet, die zwischen 1-6 μg/ml liegen. Der höchste berichtete in-vitro MIC90-Wert liegt bei 32 μg/ml. In-vivo sind die Doxycyclin-Konzentrationen zu Beginn ungefähr 60 mal höher als der höchste berichtete MIC90-Wert; 8 Tage nach der Behandlung liegen die Werte immer noch um das 4-fache über diesen Werten.




Der hauptsächliche therapeutische Effekt einer Behandlung der Parodontitis mit Doxycyclin basiert auf dem antibakteriellen Effekt. Allerdings verfügt Doxycyclin über weitere Effekte, die möglicherweise zur Verbesserung der klinischen Situation beitragen. In diesem Zusammenhang sind der Kollagenase-inhibierende Effekt, der bei Granulozyten-Kollagenasen wohl am stärksten ausgeprägt ist, die antiinflammatorische Wirkung und die Inhibierung der Knochenresorption von Bedeutung. Diese Effekte haben vermutlich einen günstigen Einfluss auf den Verlauf der Parodontalerkrankung.

Pharmakokinetik


Die Doxycyclin-Konzentrationen in der Sulkusflüssigkeit, im Speichel und im Serum wurden nach der Anwendung von Ligosan Slow Release an 20 Patienten untersucht.
Die Ergebnisse dieser Untersuchungen können wie folgt zusammengefasst werden: Innerhalb der ersten 5 Stunden nach der Anwendung sind die Konzentrationen von Doxycyclin in der Sulkusflüssigkeit (Maximalwert nach 15 Minuten: 19,97 ± 5,58 mg/ml) und im Speichel (Maximum nach 15 Minuten: 17,8 ± 2,84 mg/ml) gleich. Die Konzentration von Doxycyclin im Speichel ist anschließend geringer (28,90 ± 19,44 μg/ml nach 3 Tagen) verglichen mit der Konzentration in der Sulkusflüssigkeit (577,1 ± 127,34 μg/ml nach 3 Tagen).
Nach subgingivaler Anwendung von Ligosan Slow Release lagen die durchschnittlichen Doxycyclin-Konzentrationen in der Sulkusflüssigkeit oberhalb von 16 μg/ml, wobei diese Konzentration für mindestens 12 Tage aufrecht erhalten wurde.
Mit Ausnahme eines Patienten lagen die Doxycyclin-Serumwerte unterhalb der Nachweisgrenze (50 ng/ml).

Packungen
Ligosan Slow Release 1x260mg Gel z.period. Anw.
Preis
97,26 €
Zuzahlung
-
Verpackung ist nicht auf der Liste.
09688015
Ligosan Slow Release 2x260mg Gel z.period. Anw.
Preis
159,29 €
Zuzahlung
-
Verpackung ist nicht auf der Liste.
15270076
Ligosan Slow Release 4x260mg Gel z.period. Anw.
Preis
284,29 €
Zuzahlung
-
Verpackung ist nicht auf der Liste.
15270082
Ligosan Slow Release 1x260mg Gel (Muster)
Preis
-
Zuzahlung
-
Verpackung ist nicht auf der Liste.
15269995
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