Magnaspart® 10 Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
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Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Magnaspart® 10 Pulver
Nachgewiesener Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit ist (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe).
Die Dosierung richtet sich nach dem Grad des Magnesiummangels. Als mittlere Tagesdosis werden 4,5 mg = 0,185 mmol Magnesium/kg Körpergewicht empfohlen.
Folgende Dosierungen können demnach als Anhalt dienen:
Magnaspart® 10:
| Beutel pro Tag | entspricht | |
| Erwachsene und Jugendliche | 1-2 | 10-20 mmol Magnesium |
| Kinder von 10 bis 14 Jahren | 1 | 10 mmol Magnesium |
Magnaspart® 20:
| Beutel pro Tag | entspricht | |
| Erwachsene und Jugendliche | 1 | 20 mmol Magnesium |
Bei schweren Magnesium-Mangelzuständen:
Bei schweren akuten und chronischen Magnesium-Mangelzuständen kann die Tagesdosis, falls keine Kontraindikationen vorliegen, auf 10 mg = 0,412 mmol Magnesium/kg Körpergewicht erhöht werden.
Um die Resorptionsquote zu erhöhen, sollte Magnaspart® 10/20 vorzugsweise vor den Mahlzeiten, in einem Glas Wasser aufgelöst, eingenommen werden.
Die Dauer der Einnahme richtet sich nach der Höhe des Serum-Magnesiumspiegels und beträgt im Allgemeinen 4 Wochen.
Auch eine Langzeittherapie kann angezeigt sein und ist bei normaler Nierenfunktion unbedenklich, da überschüssiges Magnesium über die Niere ausgeschieden wird.
Magnaspart® 10/20 darf nicht angewendet werden bei:
-
Überempfindlichkeit gegenüber Magnesiumbis(hydrogenaspartat)-Dihydrat oder einem der sonstigen Bestandteile
-
Ausscheidungsstörungen (Niereninsuffizienz, Anurie) und krankheitsbedingten, hochgradigen Flüssigkeitsverlusten (Exsikkose), Calcium-Magnesium-Ammonium-Phosphatsteinen und bei AV-Block. (Es sollte geprüft werden, ob sich je nach Lage des Elektrolythaushaltes eine Gegen-anzeige ergibt.)
Ein Beutel Magnaspart® 10 enthält 19 mmol (435 mg) Natrium. Ein Beutel Magnaspart® 20 enthält 38 mmol (870 mg) Natrium. Dies ist zu berücksichtigen bei Personen unter Natrium-kontrollierter (natriumarmer) Diät.
Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz sollten Magnaspart® 10/20 nicht einnehmen.
1 Beutel Magnaspart® 10/20 enthält 2,6 / 5,2 g Sorbitol. Bei Beachtung der Dosierungsanleitung werden bei jeder Anwendung bis zu 2,6 / 5,2 g Sorbitol zugeführt (entsprechend 0,22 / 0,43 BE). Sorbitol kann eine leicht laxierende Wirkung haben.
Magnesiumbis(hydrogenaspartat)-Dihydrat sollte zeitlich 3 bis 4 Stunden versetzt zu Eisen, Tetra-cyclinen und Natriumfluorid eingenommen werden, um eine durch Komplexbildung verminderte Resorption dieser Substanzen zu vermeiden.
Gegen die Anwendung von Magnaspart® in Schwangerschaft und Stillzeit bestehen keine Bedenken.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:
Sehr häufig (≥ 10 %) Häufig (≥ 1 % - < 10 %)
Gelegentlich (≥ 0,1 % - < 1 %) Selten (≥ 0,01 % - < 0,1 %) Sehr selten (< 0,01 %)
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.
Vereinzelt kann es bei der oralen Anwendung von Magnesiumbis(hydrogenaspartat)-Dihydrat zu Durchfällen kommen, die sich durch Reduzierung der Dosis beheben lassen.
Bei hochdosierter, länger andauernder Anwendung von Magnaspart® 10/20 kann es zu Müdigkeitserscheinungen kommen. Sie können darauf hinweisen, dass bereits ein überhöhter Serum-Magnesiumspiegel erreicht ist. In diesem Fall ist die Dosis zu reduzieren bzw. die Medikation vorübergehend abzusetzen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Zusätzlich zu den unter Punkt 4.8 erwähnten Diarrhöen sind bei normaler Nierenfunktion nach Überdosierungen bei oraler Gabe keine Intoxikationserscheinungen möglich.
Nur bei schwerer Niereninsuffizienz (Serumkreatinin > 3,5 mg/100 ml) oder Anurie kann es zu Akkumulationen von Magnesium und zu Intoxikationserscheinungen kommen.
Bei Magnesium-Intoxikationen sind zentralnervöse und kardiale Symptome (Beeinflussung der atrioventrikulären Überleitung und der ventrikulären Erregungsausbreitung) sowie eine Curare-ähnliche Wirkung auf die neuromuskuläre Überleitung zu beobachten.
Als spezifisches Antidot gegen Magnesium-Intoxikationen wird Calcium i.v. (100 - 200 mg Calcium2+ über 5-10 Minuten) gegeben. Darüber hinaus können Hämodialyse, Peritonealdialyse und Beatmung erforderlich werden.
Pharmakologische Eigenschaften - Magnaspart® 10 Pulver
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mineralstoffe
ATC-Code: A12CC05
Unter den intrazellulären Kationen steht Magnesium nach Kalium an zweiter Stelle. Magnesium ist ein Cofaktor zahlreicher Enzymsysteme.
Von besonderer Bedeutung ist der Einfluss des Magnesiums auf die Muskelkontraktion.
Magnesium wird im Duodenum und vorderen Jejunum rasch resorbiert. Die Resorptionsquoten liegen zwischen 30 und 40 %, bei Vorliegen eines Magnesiummangels steigt die Resorption bis zu
70 %. Sie ist zusätzlich noch von verschiedenen anderen Faktoren wie Schädigungen der Darmoberfläche, Darmmotilität, Passagezeit, physiologischer Darmflora abhängig. Der maximale Serumspiegel wird nach 2-3 Stunden erreicht.
Die Gesamtmenge an Magnesium eines Erwachsenen mit ca. 70 kg Körpergewicht beträgt ca. 1.000 mmol.
50 % dieser Menge befinden sich in den Knochen, 45 % im Intra- und 5 % im Extrazellularraum.
Die Konzentration im Plasma beträgt 0,7-1,1 mmol/l; 1/3 der Plasmamenge ist an Plasmaproteine gebunden, 2/3 liegen als freie Magnesiumionen vor. Nur diese sind physiologisch wirksam.
Magnesium wird fast ausschließlich über die Niere ausgeschieden, die biliäre Exkretion ist gering. Die renale Rückresorptionsrate liegt normalerweise zwischen 95 und 100 %, wodurch eine Steuerung des Magnesiumhaushaltes im Organismus möglich wird. Erhöhte Magnesiumaus-scheidung findet man unter osmotischer Diurese (schlecht eingestellter Diabetes, Mannit, Harnstoff) oder verschiedenen Medikamenten (Schleifendiuretika, längere Mineralkortikoidtherapie, Wachstums- und Schilddrüsenhormone)
Pharmazeutische Angaben - Magnaspart® 10 Pulver
Citronensäure, Natriumhydrogencarbonat, Saccharin-Natrium, Sorbitol (Ph. Eur.), Aromastoffe
Magnaspart® 10:
Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen 20 Beutel zu 9 g
50 Beutel zu 9 g
100 Beutel zu 9 g
Magnaspart® 20:
Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen 20 Beutel zu 18 g
50 Beutel zu 18 g
100 Beutel zu 18 g