Macrogol-neuraxpharm® Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
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Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
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Fachinfo - Macrogol-neuraxpharm®
Zur Behandlung von chronischer Obstipation.
Macrogol-neuraxpharm wird angewendet bei Erwachsenen und Kindern ab einem Alter von 12 Jahren.
Der Zeitraum für eine Behandlung mit Macrogol-neuraxpharm überschreitet normalerweise nicht 2 Wochen. Macrogol-neuraxpharm kann jedoch bei Bedarf wiederholt eingesetzt werden.
Wie bei allen Abführmitteln wird der andauernde Gebrauch nicht empfohlen. Eine langfristige Anwendung kann aber nötig sein in der Therapie von Patienten mit schwerer chronischer oder
refraktärer Obstipation. Dies ist auch der Fall bei Obstipation, die sekundär verursacht wird durch Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson oder durch die regelmäßige Einnahme obstipations-auslösender Medikamente, im Besonderen durch Opioide und Anticholinergika.
Dosierung
Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 12 Jahren und ältere Patienten: 1-3-mal täglich 1 Beutel, entsprechend den individuellen Bedürfnissen und der Schwere der Obstipation.
Bei der langfristigen Anwendung kann die Dosierung auf 1 oder 2 Beutel täglich reduziert werden.
Kinder und Jugendliche
Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen.
Patienten mit Niereninsuffizienz
Dosisänderungen sind nicht erforderlich.
Art der Anwendung
Der Inhalt eines Beutels wird in 125 ml Wasser aufgelöst und getrunken.
-
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Intestinale Obstruktion oder Perforation aufgrund von funktionellen oder strukturellen Störungen der Darmwand
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Darmverschluss (Ileus)
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Schwere entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und toxisches Megakolon)
Wie in Abschnitt 4.8. angegeben, sind leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen möglich. Wenn Patienten Symptome entwickeln, die auf eine Verschiebung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes hinweisen (z. B. Ödeme, Kurzatmigkeit, zunehmende Müdigkeit, Dehydratation, Herzversagen), sollte Macrogol-neuraxpharm sofort abgesetzt und Elektrolytmessungen durchgeführt und bei Abweichungen entsprechende Gegenmaßnahmen vorgenommen werden.
Es ist möglich, dass die Resorption anderer Arzneimittel durch eine von Macrogol-neuraxpharm verursachte Beschleunigung des gastrointestinalen Transits vorübergehend reduziert ist (s. auch Abschnitt 4.5).
Es liegen keine klinischen Studien zur Einnahme von Macrogol-neuraxpharm bei Kindern vor. Deshalb wird eine Anwendung bei Kindern nicht empfohlen.
Die Einnahme der zubereiteten Lösung von Macrogol-neuraxpharm ersetzt nicht die reguläre Flüssigkeitszufuhr. Diese muss weiterhin gewährleistet sein.
Ein Beutel Macrogol-neuraxpharm enthält 0,63 mmol (25 mg) Kalium. Dies ist zu berücksichtigen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sowie Personen unter Kalium kontrollierter Diät, die mehr als einen Beutel täglich einnehmen.
Ein Beutel Macrogol-neuraxpharm enthält 8,1 mmol (187 mg) Natrium. Dies ist zu berücksichtigen bei Personen unter Natrium kontrollierter (natriumarmer/kochsalzarmer) Diät.
Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz sollten Macrogol-neuraxpharm nicht anwenden.
Macrogol 3350 erhöht die Löslichkeit von Stoffen, die in Alkohol löslich und in Wasser relativ unlöslich sind. Es besteht theoretisch die Möglichkeit, dass die Absorption solcher Arzneistoffe während der Anwendung von Macrogol-neuraxpharm vorübergehend verringert werden kann (s. auch Abschnitt 4.4). Vereinzelt wurde bei einigen gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln,
z. B. Antiepileptika über eine verminderte Wirksamkeit berichtet.
Schwangerschaft
Es liegen begrenzte Daten zur Anwendung von Macrogol-neuraxpharm bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben eine indirekte Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Klinisch gesehen sind keine Auswirkungen während der Schwangerschaft zu erwarten, da die systemische Exposition gegenüber Macrogol 3350 vernachlässigbar ist.
Macrogol-neuraxpharm kann während der Schwangerschaft angewendet werden. Stillzeit
Es wird angenommen, dass Macrogol 3350 keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kind hat, weil die systemische Exposition der stillenden Frau gegenüber Macrogol 3350 vernachlässigbar ist.
Macrogol-neuraxpharm kann während der Stillzeit angewendet werden. Fertilität
Es liegen keine Daten zu den Auswirkungen von Macrogol 3350 auf die menschliche Fertilität
vor. Studien an männlichen und weiblichen Ratten zeigten keine Auswirkungen auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).
Macrogol-neuraxpharm hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Reaktionen im Gastrointestinaltrakt treten am häufigsten auf. Diese Reaktionen können als Folge der Ausdehnung des Darminhalts und eines Anstiegs der Motilität, verursacht durch die pharmakologischen Effekte von Macrogol 3350 auftreten. Diarrhö spricht gewöhnlich auf eine Dosisreduktion an.
Bei den Häufigkeitsangaben zu den Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)
Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
| Organklasse | Häufigkeit | Nebenwirkungen |
| Erkrankungen des Immunsystems | Nicht bekannt* | Allergische Reaktionen einschließlichanaphylaktische Reaktionen, Dyspnoe und Hautreaktionen (siehe unten) |
| Stoffwechsel- undErnährungsstörungen | Nicht bekannt* | Elektrolytverschiebungen, insbesondereHyper- und Hypokaliämie |
| Erkrankung desNervensystems | Häufig | Kopfschmerzen |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Häufig | Abdominalschmerzen, Diarrhö, Erbrechen, Übelkeit, Flatulenz |
| Gelegentlich | Dyspepsie, abdominelle Aufblähungen | |
| Nicht bekannt* | Borborygmen, Beschwerden imAnorektalbereich | |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes | Häufig | Pruritus |
| Gelegentlich | Hautausschlag | |
| Nicht bekannt* | Allergische Reaktionen einschließlichAngioödem, Urtikaria, Erythem | |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden amVerabreichungsort | Häufig | Periphere Ödeme |
* Berichte von Erfahrungen nach Markteinführung Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.
Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - Macrogol-neuraxpharm®
Pharmakotherapeutische Gruppe: Osmotisch wirkende Laxanzien. ATC-Code: A06A D65
Macrogol 3350 wirkt aufgrund seiner osmotischen Wirkung im Darm abführend. Es erhöht das Stuhlvolumen, was wiederum die Motilität des Kolons über neuromuskuläre Wege anregt. Die physiologische Folge hiervon ist ein verbesserter propulsiver Transport von aufgeweichtem
Stuhl im Kolon und die Auslösung einer Defäkation. Die in Kombination mit Macrogol 3350 verabreichten Elektrolyte werden über die intestinale Barriere (Mukosa) mit Serumelektrolyten ausgetauscht und mit dem fäkalen Wasser ausgeschieden. Hierbei kommt es zu keinem Nettogewinn oder -verlust von Natrium, Kalium und Wasser.
Klinische Studien, in denen die aufgeführten Wirkstoffe zur Behandlung von chronischer Obstipation verwendet wurden, haben gezeigt, dass die für einen normal geformten Stuhl benötigte Dosierung gewöhnlich mit der Zeit reduziert werden kann. Viele Patienten sprechen auf 1-2 Beutel pro Tag an; diese Dosierung sollte jedoch entsprechend der individuellen Bedürfnisse angepasst werden.
Pharmazeutische Angaben - Macrogol-neuraxpharm®
Hochdisperses Siliciumdioxid Saccharin-Natrium
Orangen-Aroma (enthält: Aromastoffe und Aromaextrakte, Maltodextrin, arabisches Gummi, all-rac-alpha-Tocopherol)
Zitronen-Limetten-Aroma (enthält: Aromaextrakte, Maltodextrin, Mannitol (E 421), D-Glucono-1,5-lacton, Sorbitol (E 420), arabisches Gummi, hochdisperses Siliciumdioxid)
3 Jahre
Gebrauchsfertige Lösung: Zugedeckt im Kühlschrank (2 °C bis 8 °C) 24 Stunden
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.
Der Beutel besteht aus Papier, Ethylen/Methacrylsäure-Copolymer und Aluminium.
Packungen mit 20, 30 und 50 Beuteln zu 13,8 g Pulver. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.