Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
Letzte Aktualisierung der Fachinformation

Mediately App verwenden
Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.
Über 36k bewertungen
Fachinfo - RECESSAN®
Zur zeitweiligen, symptomatischen Behandlung von schmerzhaften entzündlichen Erkrankungen an Zahnfleisch und Mundschleimhaut.
Dosierung
3-6x täglich ein erbsengroßes Stück (ca. 0,3 g Salbe entspricht 9 mg Lauromacrogol 400 (Polidocanol)) Recessan; dies entspricht insgesamt ca. 27-54 mg Lauromacrogol 400 / Tag.
Art der Anwendung
Recessan wird leicht auf die Schmerz- oder Druckstellen aufgetragen. Recessan soll nicht eingerieben werden.
Bei Zahnprothesenträgern wird Recessan auf die gereinigte und eben noch feuchte Prothese bzw. Immediatprothese aufgebracht. Die Anwendung eines zusätzlichen Haftmittels ist nicht erforderlich und sollte unterbleiben.
Nach der Behandlung soll eine Stunde lang nicht gegessen oder getrunken werden, weil das Präparat einen haftenden Film bildet, der dann vorzeitig abgetragen würde.
Recessan soll ohne ärztlichen bzw. zahnärztlichen Rat nicht längerfristig angewendet werden. Sollten die Beschwerden länger als 1 Woche anhalten bzw. sich verschlechtern, ist ein Arzt oder Zahnarzt aufzusuchen, da eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegen kann.
Recessan darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegenüber Lauromacrogol 400 (Polidocanol) oder gegen einen anderen der Inhaltsstoffe.
Es liegen keine Erkenntnisse vor, welche die Angabe von Warnhinweisen oder Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung erforderlich machen.
Durch Anwendung von Recessan kann die Wirkung anderer Lokal-anästhetika (z. B. Infiltrations- oder Leitungsanästhesie) verstärkt werden.
Schwangerschaft
Es liegen keine hinreichenden Erfahrungen mit einer Anwendung von Recessan an schwangeren Frauen vor. Tierstudien mit Lauromacrogol 400 (Polidocanol) haben eine Reproduktionstoxizität, jedoch keine teratogenes Potential gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Recessan darf daher in der
Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
Stillzeit
Es gibt bislang keine Hinweise auf eine Gefährdung des Säuglings durch Recessan. Da jedoch kontrollierte Studien bei stillenden Frauen nicht vorhanden sind, sollte die Verabreichung an stillende Frauen nur unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko erfolgen.
Für Recessan sind keine negativen Auswirkungen auf die Verkehrs-tüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen bekannt.
Wir konnten dieses Fachinformationen-Kapitel nicht konvertieren. Bitte prüfen Sie das PDF-Dokument.
Sehr selten (< 0,01 %, einschließlich Einzelfälle):
Erkrankungen des Immunsystems
-
anaphylaktische Reaktion
-
Angioödem
-
Überempfindlichkeit
Erkrankungen des Nervensystems
-
Geschmacksstörung
-
Brennen
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
-
Parästhesie an der Applikationsstelle
-
Verfärbung an der Applikationsstelle
-
Erythem an der Applikationsstelle
-
lokale Schwellung
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - RECESSAN®
Lauromacrogol 400 (Polidocanol) hemmt alle Typen von Nervenfasern (sensorische, motorische und autonome Nervenfaser). Die Substanz hebt örtlich begrenzt sowohl die Erregbarkeit der sensiblen Endorgane (Rezeptoren) als auch das Leitungsvermögen der sensiblen Nervenfasern reversibel auf. Das Molekül setzt die Membranpermeabilität für Kationen, insbesondere Na+-Ionen und in höherer Konzentration auch K+-Ionen herab. Dies führt konzentrationsabhängig zu einer verminderten Erregbarkeit der Nervenfaser, da der zur Ausbildung des Aktionspotentials notwendige Anstieg der Na+-Permeabilität vermindert ist. Daneben wird auch noch ein rezeptorunabhängiger Wirkmechanismus angenommen. In erster Linie wird das Schmerzempfinden herabgesetzt, betroffen sind aber auch die Rezeptoren für das Kälte- bzw. Wärme- und das Berührungs-empfinden. Die Stärke und die Dauer der anästhetischen Wirkung sind individuell unterschiedlich und insbesondere von lokalen Faktoren wie beispielsweise dem pH-Wert des Gewebes abhängig.
Humanuntersuchungen zur Resorption von Lauromacrogol 400 (Polidocanol) an der Mundschleimhaut liegen nicht vor.
Untersuchungen am Tier
Die Plasmaeliminations-Halbwertszeit von Lauromacrogol 400 (Polidocanol) und seinen Metaboliten beim Hund beträgt 1,4-1,7 h. 72 h nach i.v.-Gabe waren 61 % des markierten Materials über den Urin und 37 % über die Fäzes ausgeschieden.
Bei der Ratte wurde 48 h nach der Applikation nur eine unbedeutende Restmenge Lauromacrogol 400 (Polidocanol)-Äquivalent in den Organen festgestellt. Demnach wird Lauromacrogol 400 (Polidocanol) rasch und nahezu vollständig aus dem Körper eliminiert. Auch nach wiederholter Gabe kommt es nicht zur Kumulation in den einzelnen Organen.
Untersuchungen am Mensch
In einer Studie bei 6 Patienten mit Beinvarizen wurde mit einer 3 %igen Lauromacrogol 400 (Polidocanol)-Lösung die Plasmakonzentration bestimmt. Die Plasma-Halbwertzeit von Lauromacrogol 400 (Polidocanol) betrug 0,94-1,27 h, die AUC∞ 6,19-10,90 µg x h/ml.
Pharmazeutische Angaben - RECESSAN®
5 Jahre.
Nach Anbruch sollte Recessan innerhalb von drei Monaten aufgebraucht werden.