L-Thyroxin Aristo® 25 Mikrogramm Tabletten
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - L-Thyroxin 25 Mikrogramm
L-Thyroxin Aristo 25–200 Mikrogramm Tabletten
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Hypothyreose
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Prophylaxe einer Rezidivstruma nach operativer Entfernung einer euthyreoten Struma,
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gutartige, euthyreote Struma
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Suppressions- und Substitutionstherapie bei Schilddrüsenmalignom, insbesondere nach Thyreoidektomie
L-Thyroxin Aristo 25–100 Mikrogramm Tabletten
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Begleittherapie bei der Behandlung einer Hyperthyreose mit Thyreostatika nach Erreichen der euthyreoten Funktionslage
L-Thyroxin Aristo 100/150/200 Mikrogramm Tabletten
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Schilddrüsensuppressionstest
Schilddrüsenhormontherapie/-substitution
Dosierung
Die Dosierungsinformation dienen als Richtlinie. Die individuelle Tagesdosis sollte durch labordiagnostische und klinische Untersuchungen ermittelt werden. Falls eine Restfunktion der Schilddrüse vorhanden ist, kann eine niedrigere Substitutionsdosis ausreichen.
Bei älteren Patienten, bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit und Patienten mit schwerer oder lang bestehender Hypothyreose ist zu Beginn der Behandlung mit Schilddrüsenhormonen besondere Vorsicht geboten, das heißt, es ist eine niedrige Initialdosis (z. B. 12,5 Mikrogramm/Tag) zu wählen, die dann unter häufigen Schilddrüsenhormonkontrollen langsam und in größeren Zeitabständen (z. B. schrittweise Steigerung um 12,5 Mikrogramm/Tag in 14-tägigen Abständen) gesteigert wird.
Erfahrungsgemäß ist auch bei Patienten mit niedrigem Körpergewicht und bei Patienten mit großer Struma eine geringere Dosis ausreichend.
Da die T4 - oder fT4-Werte bei einigen Patienten erhöht sein können, ist zur Überwachung des Behandlungsschemas die Bestimmung der Serum-TSH-Konzentration besser geeignet.
Kinder und Jugendliche
Bei Kindern mit erworbener Hypothyreose wird eine Anfangsdosis von 12,5–50 Mikrogramm pro Tag empfohlen. Die Dosis sollte anhand der klinischen Befunde und der Schilddrüsenhormon- und TSH-Werte schrittweise alle 2 bis 4 Wochen erhöht werden, bis die zur kompletten Substitution erforderliche Dosis erreicht ist.
Die Erhaltungsdosis beträgt im Allgemeinen 100 bis 150 Mikrogramm pro m² Körperoberfläche pro Tag.
Angeborene Hypothyreose bei Neugeborenen und Säuglingen
Bei Neugeborenen und Säuglingen mit angeborener Hypothyreose, die eine rasche Substitution erfordert, wird für die ersten 3 Monate eine Anfangsdosis von 10 bis 15 Mikrogramm pro kg Körpergewicht pro Tag empfohlen. Anschließend sollte die Dosis individuell anhand der klinischen Befunde und der Schilddrüsenhormon- und TSH-Werte angepasst werden.
| Indikation | Empfohlene Dosis(Mikrogramm von Levothyroxin-Natrium/Tag) |
| Hypothyreose bei Erwachsenen(Steigerung in Abständen von 2 bis 4 Wochen um jeweils 25–50 Mikrogramm) | 25–50100–200 |
| Hypothyreose bei Kindern | 12,5–50100–150/m² Körperoberfläche |
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Initialdosis
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Erhaltungsdosis
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Initialdosis
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Erhaltungsdosis
| (Steigerung in Abständen von 2 bis 4 Wochen) | ||
| Hypothyreose bei Neugeborenen und Säuglingen | 10–15 Mikrogramm/kg Individuelle Anpassung anhand der klinischen Befunde und derSchilddrüsenhormon- und TSH-Werte | |
| Prophylaxe einer Rezidivstruma | 75–200 | |
| Gutartige, euthyreote Struma | 75–200 | |
| Suppression- und Substitutionstherapie bei Schilddrüsenmalignom | 150–300 | |
| Begleittherapie bei der Behandlung einerHyperthyreose mit Thyreostatika | 50–100 | |
| Schilddrüsen-suppressions-szintigraphie | Levothyroxin 100 Mikrogramm Tabletten | 200 Mikrogramm (entspricht2 Tabletten)/Tag (14 Tage lang, bis zur Durchführung der Szintigraphie) |
| Levothyroxin 150 Mikrogramm Tabletten | 150 Mikrogramm (entspricht1 Tablette)/Tag (14 Tage lang, bis zur Durchführung der Szintigraphie) | |
| Levothyroxin 200 Mikrogramm Tabletten | 200 Mikrogramm (entspricht1 Tablette)/Tag (14 Tage lang, bis zur Durchführung der Szintigraphie) | |
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Initialdosis für die ersten 3 Monate
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Erhaltungsdosis
Art der Anwendung
Die Tabletten sollten als einmalige Tagesdosis morgens auf nüchternen Magen, mindestens
30 Minuten vor der ersten Tagesmahlzeit, vorzugsweise mit etwas Flüssigkeit (zum Beispiel mit einem halben Glas Wasser) eingenommen werden.
Säuglinge erhalten die gesamte Tagesdosis mindestens eine halbe Stunde vor ihrer ersten Tagesmahlzeit, vorzugsweise mit etwas Wasser, um das Schlucken zu erleichtern. Falls erforderlich, kann die Tablette geteilt werden.
Es wird nicht empfohlen, die Tabletten zu zerkleinern und in Wasser oder anderen Flüssigkeiten aufzulösen, da dies zu Ungenauigkeiten in der Dosierung führen könnte.
Hinweis zur Teilbarkeit
Legen Sie die Tablette mit der Bruchrille nach oben auf eine feste ebene Unterlage. Um die Tablette zu teilen, drücken Sie mit dem Daumen direkt in die Mitte der Tablette.
Dauer der Anwendung
In den meisten Fällen erfolgt bei Hypothyreose und Thyreoidektomie aufgrund eines Schilddrüsenmalignoms eine lebenslange Behandlung, bei euthyreoter Struma und Prophylaxe einer Rezidivstruma erfolgt eine Behandlung über mehrere Monate oder Jahre oder sogar lebenslang, als Begleittherapie bei der Behandlung von Hyperthyreose ist die Dauer der Behandlung mit dem Thyreostatikum maßgeblich.
Zur Behandlung einer euthyreoten Struma ist eine Behandlungsdauer von 6 Monaten bis zu 2 Jahren erforderlich. Führt die Behandlung mit Levothyroxin innerhalb dieses Zeitraums nicht zu dem gewünschten Ergebnis, sollten andere therapeutische Optionen in Betracht gezogen werden.
Für die Durchführung eines Schilddrüsensuppressionstests werden 14 Tage lang täglich 150 oder 200 Mikrogramm Levothyroxin eingenommen.
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Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile,
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unbehandelte Hyperthyreose,
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unbehandelte subklinische (unterdrückter Serum-TSH-Spiegel bei normalen T3- und T4-Werten) oder offene Thyreotoxikose,
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unbehandelte Nebenniereninsuffizienz,
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unbehandelte Hypophyseninsuffizienz,
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eine Behandlung mit L-Thyroxin Aristo darf nicht bei akutem Myokardinfarkt, akuter Myokarditis und akuter Pankarditis eingeleitet werden,
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eine Kombinationstherapie einer Hyperthyreose mit Levothyroxin und Thyreostatika während der Schwangerschaft ist nicht angezeigt (siehe Abschnitt 4.6),
Schilddrüsenhormone dürfen nicht zur Gewichtsreduktion gegeben werden. Bei euthyreoten Patienten führt eine Behandlung mit Levothyroxin nicht zu einer Gewichtsreduktion. Höhere Dosen können schwerwiegende oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursachen (z. B. Symptome einer Hyperthyreose, siehe Abschnitt 4.9), insbesondere in Kombination mit bestimmten Mitteln zur Gewichtsreduktion, vor allem mit Sympathomimetika (siehe Abschnitt 4.5).
In Kombination mit bestimmten Mitteln zur Gewichtsabnahme, wie Orlistat, ist die Hypothyreose möglicherweise nicht ausreichend eingestellt (siehe Abschnitt 4.5). Dies könnte an der verminderten Resorption von Jodsalz und/oder Levothyroxin liegen. Um dies zu vermeiden, sollten Levothyroxin und Gewichtsreduktionsmittel wie Orlistat in einem Abstand von mindestens 4 Stunden verabreicht werden. Eine regelmäßige Überwachung der Schilddrüsenfunktion ist erforderlich.
Wenn eine Umstellung auf ein anderes Levothyroxin-haltiges Präparat notwendig ist, ist während der Übergangszeit eine engmaschige Überwachung, einschließlich klinischer und labordiagnostischer Parameter, erforderlich, da ein potenzielles Risiko einer Schilddrüsenstörung besteht. Bei einigen Patienten kann eine Dosisanpassung erforderlich sein.
Unter folgenden Umständen ist Vorsicht angebracht, um das Schilddrüsengleichgewicht aufrechtzuerhalten, nämlich:
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Frauen, die schwanger sind eine Schwangerschaft planen (siehe Abschnitt 4.6),
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Hypothyreose, angeboren oder in der Kindheit erworben,
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Suppressionstherapie bei Patienten mit früherem Schilddrüsenkrebs, insbesondere bei gebrechlichen oder älteren Menschen,
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Patienten mit zentraler Hypothyreose,
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Patienten mit kardialen Symptomen,
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Patienten mit Diabetes mellitus oder insipidus sowie Patienten unter Antikoagulanzientherapie (siehe Abschnitt 4.5),
Vor Beginn einer Schilddrüsenhormontherapie müssen folgende Erkrankungen oder Zustände ausgeschlossen bzw. behandelt werden:
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koronare Herzkrankheit,
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Angina pectoris,
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Arteriosklerose,
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Hypertonie,
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Hypophysen- und/oder Nebennierenrindeninsuffizienz,
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Schilddrüsenautonomie,
Vor der Durchführung von Schilddrüsensuppressionstests müssen diese Erkrankungen oder Zustände ebenfalls ausgeschlossen oder behandelt werden, mit Ausnahme der Schilddrüsenautonomie, die der Grund für die Durchführung des Suppressionstests sein kann.
Bei einer Nebennierenrindenfunktionsstörung sollte diese vor Beginn der Therapie mit Levothyroxin durch eine angemessene Substitutionstherapie behandelt werden, um einer akuten Nebenniereninsuffizienz vorzubeugen (siehe Abschnitt 4.3).
Die Behandlung von Patienten mit einer Nebennierenrindeninsuffizienz mit Levothyroxin kann Reaktionen wie Schwindel, Schwäche, Krankheitsgefühl, Gewichtsverlust, Hypotonie und eine Nebennierenkrise auslösen. Es ist in diesen Fällen ratsam, vor Verabreichung von Levothyroxin eine Corticosteroidtherapie einzuleiten.
Eine Schilddrüsensubstitutionstherapie kann dazu führen, dass höhere Dosierungen von Insulin oder anderen Diabetes-Therapien erforderlich sind (siehe Abschnitt 4.5). Auf Patienten mit Diabetes mellitus und Diabetes insipidus ist besonders zu achten.
Bei Verdacht auf Schilddrüsenautonomie werden ein TRH-Test oder ein Suppressionsszintigramm empfohlen.
Selbst eine relativ leichte arzneimittelinduzierte Schilddrüsenüberfunktion muss bei koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Tachyarrhythmien, chronischer Hypothyreose oder bei Patienten mit zurückliegendem Myokardinfarkt strikt vermieden werden. Die Anfangsdosis und jede Dosissteigerung sollten mit Vorsicht gewählt werden, da eine zu hohe Anfangsdosis oder eine zu rasche Dosissteigerung Symptome von Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen, Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz oder plötzlichem Blutdruckanstieg hervorrufen oder verstärken können. Bei diesen Patienten müssen häufigere Kontrollen der Schilddrüsenhormonparameter durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.2).
Bei Personen mit Verdacht auf oder mit einem hohen Risiko für eine kardiovaskuläre Erkrankung ist es wichtig, vor Beginn einer Levothyroxinbehandlung ein EKG durchzuführen, um Abweichungen zu erkennen, die auf eine Ischämie hindeuten. In diesen Fällen sollte die Therapie mit Levothyroxin in niedriger Dosis eingeleitet werden, gefolgt von vorsichtigen Dosissteigerungen, um eine Verschlechterung der Ischämie oder die Auslösung eines Infarkts zu vermeiden.
Eine Langzeittherapie mit Levothyroxin wurde mit einer gesteigerten Knochenresorption in Verbindung gebracht, wobei die Knochenmineraldichte abnimmt. Während einer Levothyroxintherapie bei postmenopausaler Frauen, die ein erhöhtes Risiko für Osteoporose haben, sollte die Schilddrüsenfunktion häufiger überprüft werden, um supraphysiologische Konzentrationen von Levothyroxin im Blut zu vermeiden, und die Levothyroxindosis sollte auf eine möglichst niedrige Konzentration titriert werden.
Vorsicht ist geboten, wenn Levothyroxin an Patienten mit bekannter Vorgeschichte von Epilepsie gegeben wird. Anfälle in Verbindung mit der Einleitung einer Levothyroxintherapie oder bei einer zu schnellen Erhöhung der Levothyroxindosis wurde selten berichtet und können mit der Wirkung von Schilddrüsenhormonen auf die Krampfschwelle zusammenhängen.
Bei Einleitung einer Levothyroxintherapie bei Patienten mit einem Risiko für psychotische Störungen wird empfohlen, mit einer niedrigen Levothyroxindosis zu starten und die Dosis zu Beginn der Therapie langsam zu erhöhen. Die Überwachung der Patienten wird empfohlen. Treten Anzeichen einer psychotischen Störung auf, ist die Anpassung der Levothyroxindosis in Betracht zu ziehen.
Die hämodynamischen Parameter sind zu überwachen, wenn eine Behandlung mit Levothyroxin bei Frühgeborenen mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht begonnen wird, da es aufgrund der nicht ausgereiften Nebennierenfunktion zu einem Kreislaufkollaps kommen kann.
Eltern von Kindern, die ein Schilddrüsenmittel erhalten, sollten darauf hingewiesen werden, dass während der ersten Therapiemonate partieller Haarausfall auftreten kann. Diese Wirkung ist jedoch meist vorübergehend und in der Regel wächst das Haar wieder nach.
Patienten mit Myxödem weisen eine verstärkte Empfindlichkeit für Schilddrüsenhormone auf; bei diesen Patienten sollte die Anfangsdosis niedrig sein und eine langsame Aufdosierung erfolgen.
Bei Patienten mit Malabsorptionssyndrom ist die Levothyroxinresorption vermindert. Es ist ratsam, die Malabsorptionsstörung zu behandeln, um eine wirksame Levothyroxinbehandlung mit einer regelmäßigen Levothyroxindosis sicherzustellen.
L-Thyroxin Aristo enthält Natrium
L-Thyroxin Aristo enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h., es ist nahezu
„natriumfrei“.
Wechselwirkungen, die die Levothyroxinresorption verringern
Ionenaustauscherharze
Colestyramin, Calcium-, Aluminium-, Magnesium-, Eisenergänzungsmittel, Polystyrolsulfonate, Sucralfat, Lanthan, Gallensäurekomplexbildner (z. B. Colestipol), Anionen-
/Kationenaustauscherharze (z. B. Kayexelat, Sevelamer), Cimetidin und Protonenpumpen-Inhibitoren verringern die Resorption von Levothyroxin. Die Einnahme von Levothyroxin und den oben genannten Arzneimitteln ist so weit wie möglich, d. h. mindestens 4–5 Stunden voneinander zu trennen, um Wechselwirkungen im Magen oder Dünndarm zu vermeiden.
Sojaprodukte und ballaststoffreiche Kost
Sojaprodukte und ballaststoffreiche Ernährung können die intestinale Resorption von Levothyroxin reduzieren. Bei Kindern wurde von einem Anstieg der Serum-TSH-Werte berichtet, wenn die Ernährung Sojaprodukte erhielt und eine angeborenen Hypothyreose mit Levothyroxin behandelt wurde. Es können ungewöhnlich hohe Dosen Levothyroxin erforderlich sein, um normale Serumspiegel für T4 und TSH zu erreichen. Während und nach Beendigung einer sojahaltigen Ernährung ist eine engmaschige Überwachung der Serumwerte für T4 und TSH erforderlich; eventuell muss die Levothyroxindosis angepasst werden.
Antiadiposita (einschließlich Orlistat)
Antiadiposita wie Orlistat können die Resorption von Levothyroxin und/oder Jodsalzen verringern, was zu Hypothyreose führen kann. Um dies zu vermeiden, sollten Levothyroxin und Mittel zur Gewichtsreduktion wie Orlistat im Abstand von mindestens 4 Stunden eingenommen werden. Eine regelmäßige Überwachung der Schilddrüsenfunktion ist erforderlich.
Wechselwirkungen, die Levothyroxin beeinflussen
Propylthiouracil, Glucocorticoide, Propranolol, Lithium, Iodid, orale Kontrastmittel und Betarezeptorenblocker
Diese Substanzen hemmen die Umwandlung von T4 zu T3 und verringern damit auch die therapeutische Wirkung.
Amiodaron und iodhaltige Kontrastmittel
Bedingt durch ihren hohen Iodgehalt können sowohl eine Hyperthyreose als auch eine Hypothyreose ausgelöst werden. Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit Struma nodosa und möglicherweise nicht erkannter Autonomie geboten. Infolge dieser Wirkung von Amiodaron auf die Schilddrüsenfunktion ist eventuell eine Anpassung der Dosierung von Levothyroxin erforderlich.
Entzündungshemmende Arzneimittel, Furosemid, Clofibrat
Levothyroxin kann von Salicylaten, Phenylbutazon, hohe Dosen (250 mg) Furosemid, Clofibrat und andere Substanzen aus der Plasmaeiweißbindung verdrängt werden. Dies führt zu einer Erhöhung der Konzentrationen von freiem Thyroxin (fT4) im Plasma.
Antikonvulsiva
Antikonvulsiva wie Carbamazepin und Phenytoin verstärken die Metabolisierung von Schilddrüsenhormonen und können sie aus der Plasmaeiweißbindung verdrängen. Das An- oder
Absetzen einer Therapie mit Antikonvulsiva kann den Bedarf an verabreichtem Levothyroxin verändern.
Östrogenbasierte Kontrazeptiva, Arzneimittel zur postmenopausalen Hormonsubstitution
Der Bedarf an Levothyroxin kann während der Einnahme von östrogenbasierten Kontrazeptiva oder während einer postmenopausalen Hormonersatztherapie steigen.
Androgen
Androgene können die Serumkonzentration von Thyroxin-bindenden Globulinen verringern.
Statine
Berichte zufolge können einige HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren (Statine), wie Simvastatin und Lovastatin, den Bedarf an Schilddrüsenhormon bei Patienten unter Levothyroxintherapie erhöhen. Es ist nicht bekannt, ob dies bei allen Statinen der Fall ist. Eine engmaschige Überwachung der Schilddrüsenfunktion und angemessene Anpassungen der Levothyroxindosis können notwendig werden, wenn Levothyroxin und Statine gleichzeitig verschrieben werden.
Sertralin, Chloroquin/Proguanil
Diese Substanzen vermindern die Wirksamkeit von Levothyroxin und erhöhen den Serum-TSH-Spiegel.
Tyrosinkinase-Inhibitoren
Die Behandlung mit Tyrosinkinase-Inhibitoren (z. B. Imatinib und Sunitinib) war mit einem erhöhten Bedarf an verabreichten Thyroxin bei hypothyreoten Patienten assoziiert.
Enzyminduzierende Arzneimittel
Barbiturate, Rifampicin, Primidon und andere Arzneimittel mit leberenzyminduzierenden Eigenschaften können die hepatische Clearance von Levothyroxin verstärken.
Protease-Inhibitoren
Es wurden Fälle nach Markteinführung berichtet, die auf eine potenzielle Wechselwirkung zwischen Ritovanir-haltigen Arzneimittel und Levothyroxin hindeuten. Bei Patienten, die mit Levothyroxin behandelt werden, sollte zumindest im ersten Monat nach Beginn und/oder Ende einer Ritonavir-Behandlung das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH) kontrolliert werden.
Methadon, 5-Fluorouracil
Diese Substanzen können die Serumkonzentration von Thyroxin-bindendem Globulin erhöhen und damit die benötigte Dosierung von Levothyroxin erhöhen.
Wechselwirkungen, die andere Arzneimittel beeinflussen
Antidiabetika
Levothyroxin kann die antihyperglykämische Wirkung von Antidiabetika senken. Der Blutzuckerspiegel muss daher bei Patienten mit Diabetes regelmäßig überprüft werden, insbesondere zu Beginn einer Schilddrüsenhormontherapie. Die antihyperglykämische Dosierung sollte nach Bedarf angepasst werden. Eine Senkung der Levothyroxindosis kann zu Hypoglykämie führen, wenn die Dosis des Insulins oder des oralen Antidiabetikums unverändert bleibt.
Cumarinderivate
Levothyroxin kann die Wirkung von Cumarinderivaten aufgrund der Verdrängung aus der Plasmaeiweißbindung potenzieren. Bei einer Begleitbehandlung ist daher eine regelmäßige Überwachung der Blutgerinnung erforderlich und die Dosierung der Gerinnungshemmer muss nach Bedarf angepasst werden (Dosisreduzierung).
Digitalispräparate
Wenn die Levothyroxintherapie bei Patienten begonnen wird, die mit Digitalis-Präparaten behandelt werden, ist eventuell eine Anpassung der Digitalisdosis erforderlich. Bei Hyperthyreose-Patienten
muss die Digoxindosierung möglicherweise allmählich während der Behandlung erhöht werden, weil die Patienten anfangs relativ empfindlich auf Digoxin reagieren.
Trizyklische Antidepressiva
Das Ansprechen auf trizyklische Antidepressiva (z. B. Amitriptylin, Imipramin, Dosulepin) kann beschleunigt sein, da Levothyroxin die Rezeptorempfindlichkeit gegen Katecholamine erhöht; die gleichzeitige Anwendung kann Herzrhythmusstörungen auslösen.
Sympathomimetika
Die Wirkungen von Sympathomimetika (z. B. Adrenalin oder Phenylephrin) werden verstärkt.
Phenytoin
Die Phenytoinkonzentrationen können durch Levothyroxin erhöht werden.
Wechselwirkungen mit Laboruntersuchungen
Eine Reihe von Arzneimitteln kann Schilddrüsenfunktionstests beeinflussen. Dessen sollte man sich bei der Kontrolle eines Patienten unter Levothyroxintherapie bewusst sein.
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Entzündungshemmern wie Phenylbutazon oder Acetylsalicylsäure mit Levothyroxin wurden falsch-niedrige Plasmakonzentrationen beobachtet. Die Verabreichung von Acetylsalicylsäure zusammen mit Levothyroxin führt zu einem anfänglichen vorübergehenden Anstieg von freiem T4 im Serum. Eine fortgesetzte Verabreichung resultiert in normalen Konzentrationen von freiem T4 und TSH, so dass die Patienten klinisch euthyreot werden.
Schwangerschaft
Eine Behandlung mit Levothyroxin ist insbesondere während der Schwangerschaft konsequent durchzuführen. Während einer Schwangerschaft kann der Levothyroxin-Bedarf aufgrund von erhöhten Östrogenspiegeln steigen.
Da erhöhte Serum-TSH-Werte schon in der 4. Schwangerschaftswoche auftreten können, sollten schwangere Frauen, die Levothyroxin einnehmen, ihre TSH-Werte zur Bestätigung, dass die mütterlichen Serum-TSH-Werte innerhalb des trimesterspezifischen Schwangerschaftsreferenzbereichs liegen, während jedes Trimesters bestimmen lassen. Ein erhöhter Serum-TSH-Spiegel sollte durch eine Erhöhung der Levothyroxindosis korrigiert werden. Da postpartale TSH-Werte denen vor der Empfängnis ähnlich sind, sollte die Levothyroxindosis sofort nach der Geburt auf die Dosis vor der Schwangerschaft umgestellt werden. Ein Serum-TSH-Spiegel sollte 6–8 Wochen nach der Geburt bestimmt werden.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass es keine Hinweise auf eine arzneimittelinduzierte Teratogenität und/oder Fetotoxizität beim Menschen im Bereich der empfohlenen therapeutischen Dosis gibt. Eine Hypo- oder Hyperaktivität der Schilddrüse der Mutter können die Entwicklung des Fetus beeinträchtigen. Exzessiv hohe Levothyroxindosen während der Schwangerschaft können sich negativ auf die fetale und postnatale Entwicklung auswirken.
Während der Schwangerschaft ist die Kombinationstherapie einer Hyperthyreose mit Levothyroxin und Thyreostatika nicht indiziert (siehe Abschnitt 4.3). Eine derartige Kombination würde höhere Dosen der Thyreostatika erfordern, von denen bekannt ist, dass sie die Plazentaschranke passieren und beim Fetus eine Hypothyreose induzieren.
Während der Schwangerschaft darf kein Suppressionstests durchgeführt werden.
Stillzeit
Eine Behandlung mit Levothyroxin ist insbesondere während der Stillzeit konsequent durchzuführen. Levothyroxin wird während der Stillzeit in die Muttermilch sezerniert, aber die mit der empfohlenen therapeutischen Dosis erreichten Konzentrationen reichen nicht aus, um die Entwicklung einer Hyperthyreose oder Suppression der TSH-Sekretion beim Säugling hervorzurufen. Dies kann jedoch durch ein neonatales Hypothyreose-Screening verhindert werden.
Während der Stillzeit darf kein Suppressionstests durchgeführt werden.
Es liegen keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor. Da Levothyroxin mit dem natürlich vorkommenden Schilddrüsenhormon identisch ist, wirkt sich Levothyroxin wahrscheinlich nicht auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen aus.
Nebenwirkungen sind im Allgemeinen Zeichen einer zu hohen Dosierung und klingen üblicherweise nach Reduktion der Dosis oder Unterbrechung der Behandlung für einige Tage wieder ab.
Die im Folgenden aufgeführten Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien und/oder bei Anwendung nach Markteinführung beobachtet, basieren auf klinischen Studiendaten und wurden nach MedDRA-Systemorganklasse klassifiziert.
Bei den Häufigkeitsangaben werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)
| Systemorganklasse | Nebenwirkungen |
| Erkrankungen des Immunsystems | Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Hautausschlag, Pruritus und Ödem:Im Falle einer Überempfindlichkeit gegenüber Levothyroxin oder einen der sonstigen Bestandteile können allergische Reaktionen der Haut (Erythem) und der Atemwege (Dyspnoe)auftreten. |
| Endokrine Erkrankungen | Thyreotoxische Krise1, Hyperthyreose (siehe Abschnitt 4.9) |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | Appetitsteigerung |
| Psychiatrische Erkrankungen | Ruhelosigkeit, motorische Unruhe, Schlaflosigkeit |
| Erkrankungen des Nervensystems | Tremor, Kopfschmerzen, Konvulsion |
| Herzerkrankungen | Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen, Palpitationen, Tachykardie, Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt |
| Gefäßerkrankungen | Hypertonie, Flushing |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | Dyspnoe |
| Erkrankungen desGastrointestinaltrakts | Diarrhö, Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes | Hyperhidrosis, Angioödem, Ausschlag, Urtikaria, Pruritus |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen | Arthralgie, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Osteoporose bei suppressiven Levothyroxindosen (insbesondere bei Frauen nach der Menopause, hauptsächlich bei Langzeitbehandlung) |
| Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse | Unregelmäßige Menstruation |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Pyrexie, Krankheitsgefühl, Ödem |
| Untersuchungen | Gewichtsabnahme |
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) Die Häufigkeit der folgenden Nebenwirkungen ist nicht bekannt:
1Bei einigen Patienten kann es zu einer schweren Reaktion auf hohe Konzentrationen des Schilddrüsenhormons kommen. Dies wird als „thyreotoxische Krise“ bezeichnet, die sich
folgendermaßen äußern kann: Hyperpyrexie, Tachykardie, Arrhythmie, Hypertonie, Herzinsuffizienz, Gelbsucht, Verwirrtheit, Krampfanfall und Koma.
Kinder und Jugendliche
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Nebenwirkungen |
| Erkrankungen des Nervensystems | selten | benigne intrakranielle Hypertension |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes | nicht bekannt | vorübergehender Haarausfall |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen | nicht bekannt | vorzeitiger Epiphysenverschluss bei Kindern |
| Kongenitale, familiäre undgenetische Erkrankungen | nicht bekannt | Kraniostenose bei Säuglingen |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden amVerabreichungsort | nicht bekannt | Temperaturintoleranz |
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Symptome
Eine Hyperthyreose kann durch ein Behandlungsungleichgewicht oder eine Levothyroxin-Überdosierung entstehen. Ein erhöhter T3-Wert ist ein zuverlässigeres Anzeichen einer Überdosierung als erhöhte T4-oder fT4-Werte.
Mögliche Zeichen einer Überdosierung umfassen (neben der Verstärkung von Nebenwirkungen): Agitation, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Fieber, Schmerzen im Brustraum (Angina pectoris), Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag, Tachypnoe, Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen, Unruhe, Hyperaktivität, Flushing, Schwitzen, Mydriasis, Diarrhö, Tremor, Schlaflosigkeit, Hyperpyrexie, Affektlabilität, Erschöpfung, Angst und Nervosität. Bei prädisponierten Patienten wurde über Einzelfälle von epileptischen Krämpfen berichtet, wenn die individuelle Dosistoleranzgrenze überschritten wurde.
Bei Intoxikationsfällen (Suizidversuchen) bei Menschen wurden Dosierungen von bis zu 10 mg Levothyroxin ohne Komplikationen vertragen. Schwerwiegende Komplikationen, z. B. eine Bedrohung für die Vitalfunktionen (Atmung und Kreislauf), sind nicht zu erwarten, es sei denn, es liegt eine koronare Herzkrankheit vor. Trotzdem wurden gelegentlich Fälle von thyreotoxischen Krisen nach massiver oder chronischer Intoxikation beobachtet, die zu epileptischen Krampfanfällen, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz und Koma führten. Einzelfälle plötzlichen Herztods wurden bei Patienten mit jahrelangem Levothyroxinmissbrauch berichtet.
Das Auftreten einer klinischen Hyperthyreose kann bis zu 6 Tage verzögert sein. Behandlung
Die Behandlung erfolgt meist symptomatisch und unterstützend.
Das Ziel der Therapie ist die Wiederherstellung des klinischen und biochemischen euthyreoten Zustands durch Weglassen oder Verringern der Levothyroxin-Dosis sowie durch weitere Maßnahmen, die je nach klinischem Status erforderlich sind.
Im Fall einer akuten Überdosierung kann die Resorption im Magen-Darm-Trakt durch Gabe medizinischer Kohle verringert werden. Bei starken betasympathomimetischen Wirkungen wie Tachykardie, Angstzuständen, Agitation und Hyperkinesie können die Symptome mit
Betarezeptorenblockern (Propanolol), Diazepam und/oder Chlorpromazin gelindert werden. Thyreostatika sind nicht indiziert, weil die Schilddrüse bereits völlig ruhiggestellt ist.
Bei extrem hohen Dosen (Suizidversuch) kann eine Plasmapherese hilfreich sein.
Eine Levothyroxin-Überdosierung erfordert einen langen Beobachtungszeitraum. Aufgrund der allmählichen Umwandlung von Levothyroxin in Liothyronin können Symptome mit bis zu 6 Tagen Verzögerung eintreten
Pharmakologische Eigenschaften - L-Thyroxin 25 Mikrogramm
Pharmakotherapeutische Gruppe: Schilddrüsenbehandlung, Schilddrüsenhormone, ATC-Code: H03AA01
Wirkmechanismus
Die Wirkung von synthetischem Levothyroxin ist mit der des natürlich vorkommenden Schilddrüsenhormons identisch, das vorwiegend von der Schilddrüse gebildet wird. Der Körper kann nicht zwischen endogen produziertem und exogenem Levothyroxin unterscheiden.
Pharmakodynamische Wirkungen
Nach partieller Umwandlung zu Liothyronin (T3), besonders in Leber und Niere, und Übertritt in die Körperzellen werden, vermittelt durch Aktivierung der T3-Rezeptoren, die charakteristischen Wirkungen des Schilddrüsenhormons auf Entwicklung, Wachstum und Stoffwechsel beobachtet. Die Schilddrüsenhormonsubstitution führt zur Normalisierung der Stoffwechselprozesse. So wird z. B. ein durch Hypothyreose bedingter Cholesterinanstieg durch die Gabe von Levothyroxin signifikant reduziert.
Resorption
Weitgehend in Abhängigkeit von der Art der galenischen Formulierung bis zu 80 % des oral verabreichten Levothyroxin resorbiert, wenn es auf nüchternen Magen eingenommen wird, hauptsächlich vom oberen Dünndarm. Die Resorption ist signifikant reduziert, wenn das Arzneimittel mit Nahrungsmitteln verabreicht wird. Maximale Plasmaspiegel werden etwa 2 bis 3 Stunden nach der Einnahme erreicht. Zu Beginn der oralen Therapie tritt die Wirkung nach 3 bis 5 Tagen ein.
Verteilung
Die Berechnung des Verteilungsvolumen ergibt etwa 10-12 l. Levothyroxin ist zu ca. 99,97 % an spezifische Transportproteine gebunden. Da diese Protein-Hormon-Bindung nicht kovalent ist, findet ein ständiger und sehr schneller Austausch zwischen freiem und gebundenem Hormon statt.
Biotransformation
Die metabolische Clearance für Levothyroxin liegt bei ca. 1,2 l Plasma/Tag. Es wird hauptsächlich in Leber, Niere, Gehirn und Muskel abgebaut.
Elimination
Die Halbwertszeit von Levothyroxin beträgt ca. 7 Tage; ist aber kürzer bei Hyperthyreose (3 bis
4 Tage) und länger bei Hypothyreose (ca. 9 bis 10 Tage). Ungefähr 20 bis 40 % des Levothyroxins wird mit dem Stuhl ausgeschieden und etwa 30 bis 55 % einer Levothyroxindosis mit dem Urin.
Levothyroxin passiert die Plazenta nur in geringen Mengen. Während einer normaldosierten Therapie werden nur kleine Mengen Levothyroxin in die Muttermilch abgegeben.
Aufgrund seiner hohen Proteinbindung kann Levothyroxin weder durch Hämodialyse noch durch Hämoperfusion aus dem Körper entfernt werden.
Spezielle Patientengruppen
Nierenfunktionsstörungen
Nierenerkrankungen scheinen keine signifikante Auswirkung auf die Disposition von Levothyroxin zu haben.
Leberfunktionsstörungen
Aufgrund einer Leberfunktionsstörung kann die Umwandlung in T3 reduziert und die Disposition von Levothyroxin verändert sein, je nach Schweregrad der verminderten Leberfunktion
Pharmazeutische Angaben - L-Thyroxin 25 Mikrogramm
Mikrokristalline Cellulose Maisstärke
Schweres Magnesiumoxid
Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.)
Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]
L-Thyroxin Aristo 25 Mikrogramm, 50 Mikrogramm, 75 Mikrogramm, 125 Mikrogramm und
150 Mikrogramm Tabletten
2 Jahre
L-Thyroxin Aristo 100 Mikrogramm und 200 Mikrogramm Tabletten 27 Monate
Die Tabletten sind in PVC/Aluminium-Blisterpackungen verpackt.
L-Thyroxin Aristo 25 Mikrogramm, 50 Mikrogramm, 100 Mikrogramm und 200 Mikrogramm
Tabletten sind in Packungsgrößen mit 15, 20, 25, 30, 50, 60, 84, 90 und 100 Tabletten erhältlich.
L-Thyroxin Aristo 75 Mikrogramm, 125 Mikrogramm, und 150 Mikrogramm Tabletten sind in Packungsgrößen mit 20, 25, 30, 50, 60, 90 und 100 Tabletten erhältlich
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.