Aseptoman® viral, Flüssigkeit zur Anwendung auf der Haut
Verschreibungsinformationen
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Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Aseptoman®
Hygienische Händedesinfektion.
Wirkspektrum: bakterizid, (inkl. Mykobakterien), fungizid, viruzid.
Dosierung
ASEPTOMAN VIRAL wird unverdünnt angewendet und in die trockenen Hände eingerieben.
Die Hände müssen während der gesamten Anwendungszeit durch das unverdünnte Produkt feucht gehalten werden.
Hygienische Händedesinfektion: 30 Sekunden Zur Virusinaktivierung 1 Minute
Art der Anwendung
Zur Anwendung auf intakter Haut.
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Be-standteile.
Zur Anwendung auf Schleimhäuten, im Augenbereich und offenen Wunden nicht geeignet. Bei ver-sehentlichem Kontakt mit Augen oder Schleimhäuten sofort gründlich mit viel Wasser spülen und einen Arzt konsultieren.
Nicht verschlucken oder in den Blutkreislauf gelangen lassen.
ASEPTOMAN VIRAL ist alkoholhaltig und brennbar. Vor Anwendung elektrischer Geräte die mit ASEPTOMAN VIRAL eingeriebene Haut gut trocknen lassen.
Wollwachs kann örtlich begrenzte Hautreaktionen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen. Propylenglykol kann Hautreizungen hervorrufen.
Es sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.
Bei sachgemäßem Gebrauch kann ASEPTOMAN VIRAL während Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden.
ASEPTOMAN VIRAL hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Nebenwirkungen |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Nicht bekannt (Häufigkeit aufGrundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) | Hautirritationen (z.B. Rötung und Brennen). |
Insbesondere bei häufiger Anwendung der Lösung kann es zu Hautirritationen (z.B. Austrocknung, Schuppung, Rötung, Spannung, Juckreiz) kommen. Bei hochfrequenter Anwendung kann es zu
weiter gehenden Hautreizungen mit oberflächlichen Defekten kommen. Das Ausmaß und der Schweregrad hängen direkt mit der Häufigkeit der Anwendung und der Durchführung angemessener Hautpflegemaßnahmen zusammen. Bei dem ersten Auftreten von Hautirritationen sind die Hautpfle-gemaßnahmen zu intensivieren.
Meldungen des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.
Nach bestimmungswidriger oraler Aufnahme größerer Mengen von ASEPTOMAN VIRAL (ab ca. 0,5 mLkg KG) ist mit Intoxikationserscheinungen durch die enthaltenen Alkohole zu rechnen. Bei qualitativ ähnlichen Wirkungen ist Propanol ca. 1,5 bis 2mal toxischer als Ethanol. Das klinische Bild einer kombinierten Intoxikation dürfte dem in Fachkreisen bekannten der reinen Ethanolintoxikation entsprechen. Die Notfallbehandlung hat zunächst den allgemeinen Prinzipien der Vergiftungsbehandlung (z. B. möglichst vollständige primäre Giftelimination und Verhinderung weiterer Resorption) zu folgen. Neben symptomatischen Maßnahmen ist (im Unterschied zur kombinierten Methanol/Ethanol-Intoxikation) vordringlich eine rasche Senkung des Ethanol-Blutspiegels (z. B. mittels Glucose- oder Lävulose-Infusionen, ggf. Dialyse) anzustreben, da hohe Ethanolspiegel den enzymatischen Abbau des Propanols verzögern.
Pharmakologische Eigenschaften - Aseptoman®
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiseptika und Desinfektionsmittel, andere Antiseptika und Desinfektionsmittel
ATC-Code: D08AX53
ASEPTOMAN VIRAL wirkt gemäß in-vivo Prüfungen bakterizid (inkl. Mykobakterien), fungizid und viruzid. Die folgenden Zeitangaben gelten für eine Titerreduktion um 4 log10-Stufen in In-vitro-Versuchen: BVDV 30 s, (dies lässt nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand auf eine Wirksamkeit gegen HCV, HBV, und HIV schließen) Rota 15 s, Infuenza A und B 30 s, HSV1 und HSV2 30 s, SARS 30 s, HAV 30 s, FCV (als Surrogatvirus für Noroviren) 30 s, Adeno 60 s, Polio 60 s, SV40 60 s, Vaccinia 30 s. Die Kriterien gemäß EN1500 werden erfüllt.
Pharmazeutische Angaben - Aseptoman®
Gereinigtes Wasser, Propylenglycol, Butan-1,3-diol, Glycerol, 2-Butanon, Phosphorsäure 85 %, Lanolin-poly(oxyethylen)-75.
Alkoholhaltig, entzündlich. Flammpunkt: 22 °C
Nicht in Kontakt mit offenen Flammen bringen. Auch nicht in der Nähe von Zündquellen verwenden.
Nach Verschütten des Desinfektionsmittels sind unverzüglich Maßnahmen gegen Brand und Explosion zu treffen. Geeignete Maßnahmen sind z. B. das Aufnehmen der verschütteten Flüssigkeit und Verdünnen mit Wasser, das Lüften des Raumes sowie das Beseitigen von Zündquellen.
Ein Umfüllen von ASEPTOMAN VIRAL darf nur unter aseptischen Bedingungen (Sterilbank) erfolgen.
ASEPTOMAN VIRAL ist in folgenden Behältnissen erhältlich: Polyethylen (PE) Flaschen mit Verschlüssen aus Polypropylen (PP)
Flaschen mit:
150 mL, 500 mL, 1 L und
Kanister mit 5 L Inhalt
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Eindringen größerer Mengen der Flüssigkeit in die Kanalisation verhindern. Mit flüssigkeitsbindendem Material aufnehmen. Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Kleinere Restmengen mit Wasser verdünnt in die Kanalisation geben. Größere Mengen nicht in den Ausguss oder in das WC leeren, sondern Problemstoffsammelstelle oder Sonderabfallsammler übergeben.
Sonderabfall Schlüsselnr. 070104, AVV.