Sandimmun 100 mg kohlpharma Weichkapseln
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Sandimmun 100 mg
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Prophylaxe der Transplantat-Abstoßung nach allogenen Transplantationen von Niere, Leber, Herz, Herz-Lunge, Lunge und Pankreas sowie Behandlung der Transplantat- Abstoßung bei Patienten, die zuvor andere Immunsuppressiva erhalten haben.
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Prophylaxe der Transplantat-Abstoßung nach Knochenmark-Transplantationen; Prophylaxe und Therapie der Graft-versus- Host-Krankheit.
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Schwere endogene Uveitis
- manifeste, nichtinfektiöse Uveitis intermedia oder posterior mit Erblindungsgefahr, soweit
die übliche Therapie nicht anspricht oder un-vertretbare Nebenwirkungen auftreten.
- Behcet-Uveitis mit rezidivierend-entzündlicher Mitbeteiligung der Retina.
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Schwerste therapieresistente Formen der Pso-riasis, insbesondere vom Plaque-Typ, die mit ei-ner konventionellen systemischen Therapie nicht ausreichend behandelbar sind.
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Steroidabhängiges und steroidresistentes ne-phrotisches Syndrom infolge glomerulärer Krankheiten wie glomerulärer Minimalverände-rungen, fokaler segmentaler Glomerulosklerose oder membranöser Glomerulonephritis bei Er-wachsenen und Kindern, bei denen Glukokor-tikoide oder Alkylanzien entweder nicht ausrei-chend wirksam oder aufgrund ihrer Risiken nicht vertretbar sind.
Sandimmun kann zur Erzielung von Remissio-nen und zur Aufrechterhaltung dieses Zustan-des verabreicht werden. Es kann auch zur Auf-rechterhaltung von steroidinduzierten Remissi-onen verwendet werden und dadurch das Ab-setzen der Kortikosteroide ermöglichen.
Sandimmun Lösung
Die verordnete Dosis wird in einem Glas (kein Kunststoffbecher!) mit vorzugsweise kaltem Kakao, gegebenenfalls auch Milch, Fruchtsaft oder Cola verrührt. Grapefruitsaft ist jedoch zu vermeiden.
Das Getränk darf nicht stehen bleiben, sondern ist sofort zu trinken. Danach wird das Glas mit dem gleichen Getränk ausgespült und ausgetrunken, um sicherzustellen, dass die gesamte Dosis einge-nommen wird. Das einmal zum Verdünnen ge-wählte Getränk sollte möglichst beibehalten wer-den. Zur Entnahme der Sandimmun Lösung aus der Flasche beachten Sie bitte die Anleitung in dem der Packung beiliegenden Heftchen.
Sandimmun 25 m*g, Kapseln Sandimmun 100 mg*, Kapseln
Die Kapseln sind mit Flüssigkeit unzerkaut zu schlucken. Grapefruitsaft ist jedoch zu vermeiden. Sie sollen der Durchdrückpackung erst unmittelbar vor dem Einnehmen entnommen werden.
Sandimmun Lösung Sandimmun 25 mg*, Kapseln Sandimmun 100 mg*, Kapseln Transplantations-Indikationen:
Eine bestimmte Begrenzung der Anwendungsdau-er ist nicht vorgesehen.
Schwere endogene Uveitis
Die Behandlungsdauer liegt zwischen 3 und 16 Monaten.
Schwerste Formen der Psoriasis:
Die Anwendungsdauer von Sandimmun beträgt üb-licherweise 12 Wochen. Erfahrungen, insbesondere anhand von Dosisfindungsstudien an ca. 100 Pati-enten, liegen für maximal 1 Jahr vor; über eine noch längere Anwendung liegen bisher noch keine ausreichenden Erfahrungen vor. Eine Beendigung der Therapie empfiehlt sich, wenn sich ein Blut-hochdruck, der während der Therapie mit Sand-immun entstanden ist, nicht angemessen behan-deln lässt.
Nephrotisches Syndrom:
Wenn nach dreimonatiger Behandlung eine Wir-kung auf die Symptomatik des nephrotischen Syn-
droms ausbleibt, ist die Therapie mit Sandimmun zu beenden.
Notfallmaßnahmen, Symptome und Gegen-mittel
Symptome der Intoxikation
Gegenanzeigen bei allen Darreichungsformen und allen Anwendungsgebieten
Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Ciclos-porin und/oder gegen einen der Hilfsstoffe darf Sandimmun nicht angewendet werden. Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Hyperurikämie; siehe speziellen Hinweis im Abschnitt ,,Schwerste For-men der Psoriasis‘‘.
Ciclosporin wirkt am Versuchstier nicht teratogen. Obwohl die Erfahrungen über die Sicherheit der Anwendung bei schwangeren Frauen begrenzt sind, gibt es keine Hinweise auf Teratogenität bei der Anwendung am Menschen. Erste Erfahrungen bei Transplantations- Patientinnen weisen jedoch darauf hin, dass Ciclosporin wie andere Immun-suppressiva die Wahrscheinlichkeit für schwan-gerschaftsspezifische Komplikationen wie Präe-klampsie und eine verfrühte Geburt bei verringer-tem Geburtsgewicht erhöht. Sandimmun sollte während der Schwangerschaft nur eingesetzt werden, wenn der positive Nutzen die möglichen Risiken überwiegt. Schwangere Frauen, die mit Sandimmun behandelt werden, sollten sorgfältig beobachtet werden.
Ciclosporin und Alkohol als weiterer Bestandteil (siehe Abschnitt 3. ,,Zusammensetzung‘‘) gehen in die Muttermilch über. Daher sollten während einer Behandlung mit Sandimmun Mütter ihre Kinder nicht stillen.
Auch über die Anwendung bei älteren Menschen liegen nur beschränkte Erfahrungen vor. Es sind aber keine besonderen Probleme nach Anwen-dung von Sandimmun in der empfohlenen Dosie-rung bekannt geworden.
Gegenanzeigen bei anderen Anwendungsgebieten als Transplantationen
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Nierenfunktionsstörungen (Ausnahmen s. Ab-schnitt ,,Nephrotisches Syndrom‘‘)
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Unkontrollierter Bluthochdruck. Wenn sich ein Bluthochdruck, der während der Behandlung mit
Sandimmun entstanden ist, nicht angemessen behandeln lässt, empfiehlt sich eine Dosisreduk-tion oder die Beendigung der Therapie.
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Unkontrollierte Infektionskrankheiten (s. auch Hinweise im Abschnitt 6. ,,Nebenwirkungen‘‘).
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Anamnestisch bekannte oder diagnostizierte ma-ligne Tumoren jeglicher Art (s. auch Hinweise im Abschnitt ,,Schwerste Formen der Psoriasis‘‘ so-wie im Abschnitt 6. ,,Nebenwirkungen‘‘).
Wie bei anderen immunsuppressiven Therapien besteht auch unter Sandimmun ein erhöhtes Risi-ko, lymphoproliferative Störungen und maligne Tumoren, insbesondere der Haut, zu entwickeln. Zur Früherkennung sollten Patienten, die über lan-ge Zeit mit Sandimmun behandelt werden, sorgfäl-tig überwacht werden. Sofern irgendwelche präkanzerösen oder kanzerösen Veränderungen entdeckt werden, ist die Behandlung abzubrechen.
Weitere indikationsbezogene Gegenanzeigen
Da keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vorliegen, ist Sandimmun in der Indikation Psoriasis (s. u.) nicht bei Kindern anzuwenden.
Schwerste Formen der Psoriasis
Sandimmun ist nicht anzuwenden bei Psoriasis-Patienten mit schwerwiegenden Lebererkrankun-gen, erhöhten Harnsäure- oder Kalium-Blutspiegeln sowie bei Psoriasis- Formen, die möglicherweise durch Arzneimittel hervorgerufen oder verschlim-mert werden.
Eine gleichzeitige Anwendung von Sandimmun mit PUVA, selektiver ultravioletter Phototherapie, Re-tinoiden oder immunsupprimierender Therapie darf nicht erfolgen.
Sandimmun sollte nicht vor Ablauf von 4 Wochen nach Beendigung einer Etretinat- Therapie An-wendung finden. Bei Patienten, die eine langjährige PUVA-Therapie erhielten (erhöhtes Hautkrebsrisi-ko), darf Sandimmun nur nach eingehender Nut-zen-Risiko- Abwägung angewendet werden.
Übermäßige Sonnenbestrahlung sollte vermieden werden.
Bei Psoriasis-Patienten unter 18 Jahren, bei Alko-holkranken, bei erythrodermischer oder pustulöser Psoriasis und bei Patienten mit vorangegangener langjähriger Methotrexat- Therapie ist Sandimmun nicht anzuwenden, da hierbei keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vorliegen.
Hinweis:
Bei Hautveränderungen, die nicht absolut typisch für eine Psoriasis sind, bei denen jedoch der Ver-dacht auf Hautkrebs, Mycosis fungoides oder auf eine kutane Präkanzerose (z. B. Morbus Bowen) besteht, ist eine Gewebsprobe zu untersuchen (Biopsie), bevor mit Sandimmun behandelt wird. Patienten mit bösartigen Hautveränderungen oder entsprechenden Vorstadien dürfen erst nach an-gemessener Behandlung dieser Krankheitszeichen und sofern keine andere Möglichkeit einer erfolg-versprechenden Therapie besteht, mit Sandimmun behandelt werden.
Nephrotisches Syndrom
Da Patienten mit bereits primär eingeschränkter Nierenfunktion durch Sandimmun eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion erfahren
können, müssen diese Patienten sehr sorgfältig überwacht werden.
Die Grenze für Kreatinin-Ausgangswerte, bis zu denen eine vorsichtige Behandlung mit Dosen von maximal 2,5 mg pro kg Körpergewicht pro Tag durchgeführt werden kann, kann mit 200 µmol/l bei Erwachsenen und 140 µmol/l bei Kindern ange-setzt werden. Patienten mit nephrotischem Syn-drom sollten Sandimmun nicht erhalten, wenn ein unkontrollierter Bluthochdruck vorliegt. Ein erhöhtes Risiko in Bezug auf eine Verschlechterung der Nierenfunktion besteht bei der Behandlung von äl-teren Patienten.
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Ciclosporin wird in der Regel mit anderen Immun-suppressiva kombiniert. Es sollte jedoch nicht zu-sammen mit anderen Calcineurin-Inhibitoren wie Tacrolimus gegeben werden.
Es muss bei einer Kombination mit anderen Im-munsuppressiva berücksichtigt werden, dass übermäßige Immunsuppression die Infektionsanfäl-ligkeit erhöhen und möglicherweise die Bildung von malignen Lymphomen (vorwiegend
Non-Hodgkin-Lymphome und Retikulumzellsarkom) verursachen kann. Bei Psoriasis-Patienten, die nach einer konventionellen Therapie mit Sandim-mun behandelt wurden, ist über die Entstehung bösartiger Tumoren, insbesondere der Haut, be-richtet worden.
Bei Kombination mit den Kortikosteroiden Methyl-prednisolon, Prednison und Prednisolon wurde außer einer gegenseitigen Beeinflussung des Me-tabolismus (s. nachfolgende Absätze) eine erhöhte Neigung zu zerebralen Krampfanfällen festgestellt. Dies gilt insbesondere für hohe Kortikosteroid- Do-sen.
Bei der gleichzeitigen Anwendung von Sandimmun und anderen Verbindungen mit bekannter nephro-toxischer Wirkung (z. B. Aminoglykoside wie bei-spielsweise Gentamycin und Tobramycin, Ampho-tericin B, Ciprofloxacin, Melphalan, Trimethoprim und Sulfamethoxazol, Vancomycin, nichtsteroidalen Antiphlogistika wie Diclofenac, Naproxen und Su-lindac) ist Vorsicht geboten.
Die Nierenfunktion (insbesondere der Serum- Krea-tinin-Spiegel) sollte häufig überwacht werden.
Wenn eine signifikante Einschränkung der Nieren-funktion beobachtet wird, sollte die Dosis des Be-gleitmedikamentes verringert oder eine alternative Behandlung erwogen werden.
In Einzelfällen wurde bei organtransplantierten Pa-tienten bei gleichzeitiger Anwendung von fibrathal-tigen Arzneimitteln (z. B. Bezafibrat, Fenofibrat) über eine erhebliche, wenn auch reversible Ein-schränkung der Nierenfunktion (mit entsprechen-dem Anstieg des Serum-Kreatinins) berichtet. Da-her ist bei diesen Patienten die Nierenfunktion sorgfältig zu überwachen. Bei einer signifikanten Einschränkung der Nierenfunktion ist das Begleit-medikament ggf. abzusetzen.
Gleichzeitige Anwendung von Diclofenac und Sandimmun führt zu einer signifikanten Erhöhung der Bioverfügbarkeit von Diclofenac, mit der mögli-chen Folge einer reversiblen Niereninsuffizienz. Dieser Anstieg der Bioverfügbarkeit von Diclofenac beruht höchstwahrscheinlich auf einer Reduzierung seines hohen First-pass-Effektes. Die Diclofenac-Dosis sollte entsprechend reduziert werden.
Orlistat hemmt die Fettresorption aus der Nahrung und kann daher die Bioverfügbarkeit von Ciclospo-rin verändern. Nach gegenwärtiger Erfahrung sind nur oral einzunehmende, Ciclosporin-haltige Pro-dukte betroffen. Bei einer signifikanten Änderung der Ciclosporin- Talspiegel oder -Bioverfügbarkeit ist Orlistat gegebenenfalls abzusetzen.
Verschiedene Substanzen erhöhen oder senken die Vollblutkonzentrationen von Ciclosporin entwe-der durch kompetitive Hemmung oder durch Induk-tion der Leberenzyme, die am Abbau und an der Ausscheidung von Ciclosporin beteiligt sind, ins-besondere Cytochrom P-450.
Zu den Stoffen, die die Vollblutkonzentration von Ciclosporin erhöhen, gehören Ketoconazol und — weniger ausgeprägt — auch Fluconazol und Itra-conazol, einige Makrolid- Antibiotika wie z. B. Erythromycin, Clarithromycin, Josamycin, Posino-mycin und Pristinamycin, Doxycyclin, orale Kontra-zeptiva, Propafenon, Methylprednisolon (hohe Do-sen), Metoclopramid, Danazol, Allopurinol, Amio-daron, Cholsäure und -derivate, Protease- Inhibito-ren (wie z. B. Saquinavir) sowie Kalzi-
um-Antagonisten (z. B. Diltiazem, Nicardipin, Verapamil, Mibefradil).
Da Nifedipin Gingivahyperplasie verursachen kann, sollte seine Anwendung bei Patienten unterbleiben, die unter Sandimmun Zahnfleischwucherungen entwickeln.
Zu den Stoffen, die die Vollblutkonzentration von Ciclosporin senken, gehören Barbiturate, Carbamazepin, Phenytoin, Metamizol, Rifampicin, Nafcillin, Octreotid, Probucol, Ticlopidin, Troglitazon und intravenös (nicht jedoch oral) verabreichtes
Sulfadimidin und Trimethoprim sowie Johannis-kraut-haltige Präparate.
Wenn auf eine kombinierte Therapie mit Stoffen, die die Bioverfügbarkeit von Sandimmun erhöhen oder erniedrigen, nicht verzichtet werden kann, ist eine sorgfältige Überwachung des Ciclospo-
rin-Blutspiegels und entsprechende Anpassung der Sandimmun- Dosierung angezeigt, besonders zu Beginn und Ende der Begleitmedikation.
Sandimmun kann die Clearance von Digoxin, Col-chicin, Prednisolon und einigen
HMG-CoA-Reduktasehemmern (z. B. Lovastatin) vermindern. Dadurch können deren Plasmaspiegel steigen und ihre Toxizität/ Nebenwirkungen ver-stärkt werden. Bei gleichzeitiger Anwendung von Ciclosporin und HMG-CoA-Reduktasehemmern (so genannten Statinen) wurden Myopathien beobach-tet (z. B. Muskelschmerzen, Muskelschwäche, My-ositis und Rhabdomyolyse). Der Nutzen einer gleichzeitigen Behandlung sollte daher sorgfältig gegen das Risiko abgewogen werden (siehe Ab-schnitt 8. ,,Warnhinweise‘‘).
Während der Behandlung mit Sandimmun sollten kaliumreiche Ernährung sowie die Gabe kaliumhal-tiger Arzneimittel, von ACE-Hemmern, von Angio-tensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder kaliumspa-render Diuretika vermieden werden.
Wegen des disulfiramähnlichen Effektes (z. B. Antabus), der nach Verabreichung von
N-Methyl-thiotetrazol-Cephalosporinen beobachtet wurde, ist bei gleichzeitiger Gabe von Sandimmun (alkoholhaltiges Arzneimittel) Vorsicht geboten.
Durch Sandimmun kann die Wirksamkeit von Imp-fungen beeinträchtigt werden; Lebendimpfstoffe sollten nicht gegeben werden.
Fettreiche Mahlzeiten können die Bioverfügbarkeit von Ciclosporin erhöhen.
Auch Grapefruitsaft kann durch Wechselwirkung mit dem Cytochrom-P-450-System die Blutspiegel von Ciclosporin erhöhen. Das Ausmaß der Blut-spiegelveränderungen ist jedoch interindividuell sehr variabel und nicht vorhersehbar. Daher ist Grapefruitsaft in Zusammenhang mit der Einnahme von Sandimmun zu vermeiden.
Warnhinweise
Sandimmun Lösung enthält 12,65 Vol.-% Alkohol. Bei Beachtung der Dosierungsanleitung werden bei jeder Einnahme (11,25 ml) bis zu 1,125 g Alkohol zugeführt.
Sandimmun 25 mg und Sandimmun 100 mg ent-halten jeweils 12,8 Vol.-% Alkohol. Bei Beachtung der Dosierungsanleitung werden bei jeder Ein-nahme bis zu 1,0 g Alkohol (40 Kapseln à 25 mg oder 10 Kapseln à 100 mg) zugeführt.
Ein gesundheitliches Risiko besteht u. a. bei Le-berkranken, Alkoholkranken, Epileptikern, Hirnge-schädigten, Schwangeren und Kindern. Die Wir-kung anderer Arzneimittel kann beeinträchtigt oder verstärkt werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Ciclosporin und Statinen sollen die Patienten engmaschig über-wacht werden (u. a. durch Bestimmung der Se-rum-Kreatinin-Phosphokinasewerte), um frühzeitig
das Auftreten von Myopathien erkennen zu können, gefolgt von einer Dosisreduktion oder ggf. einem Absetzen dieser Arzneimittel (siehe auch Abschnitt 7. ,,Wechselwirkungen mit anderen Mitteln‘‘).
Wichtigste Inkompatibilitäten
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Die Nebenwirkungen der Sandimmun-Therapie sind im Allgemeinen dosisabhängig und sprechen auf eine Dosisreduktion an. In den verschiedenen Indikationen ist das Gesamtbild der Nebenwirkun-gen im Wesentlichen dasselbe; es gibt jedoch Un-terschiede in der Häufigkeit und dem Schweregrad. Da bei Transplantations-Patienten höhere Initial-dosen und eine Dauertherapie erforderlich sind, treten Nebenwirkungen dort üblicherweise häufiger und stärker ausgeprägt auf als bei Patienten, die wegen anderer Indikationen behandelt werden.
Eine wichtige Sicherheitsmaßnahme zur Thera-pieüberwachung bei Transplantations- Patienten sowie bei Patienten mit Uveitis und nephrotischem Syndrom stellt die Bestimmung der Ciclospo-
rin-Konzentration im Vollblut dar, gemessen mit spezifischem monoklonalen Antikörper (siehe Ab-schnitt 10. ,,Dosierungsanleitung Organtransplanta-tionen‘‘).
Niere
Als häufigste und möglicherweise schwerwie-gendste Komplikation kann es in den ersten Wo-chen einer Sandimmun-Therapie zu erhöhten Se-rumspiegeln von Kreatinin und Harnstoff kommen. Diese Befunde beruhen auf funktionellen Verände-rungen der Niere, sind dosisabhängig und reversi-bel und sprechen üblicherweise auf eine Dosisre-duktion an. Eine sorgfältige Überwachung der Nie-renfunktion ist wegen der Gefahr einer Niereninsuf-fizienz erforderlich.
Unter Langzeittherapie kann sich bei einigen Pati-enten eine Nierenschädigung mit Strukturverände-rungen (z. B. eine interstitielle Fibrose) entwickeln, welche bei Patienten mit einer Nierentransplantati-on von Veränderungen infolge chronischer Absto-ßung zu unterscheiden ist.
Bei einigen Patienten mit nephrotischem Syndrom kann es schwierig sein, eine durch Ciclosporin ausgelöste Nierenfunktionsstörung zu entdecken, wenn sie nämlich durch eine gleichzeitig eintreten-de Besserung des vorliegenden Krankheitsbildes maskiert wird. Dies erklärt, weshalb in seltenen Fällen Ciclosporin-assoziierte Strukturveränderun-gen in den Nieren ohne Anstieg der Serum- Krea-tinin-Spiegel beobachtet wurden. Es empfiehlt sich daher, eine Nierenbiopsie durchzuführen, wenn zur Behandlung des nephrotischen Syndroms die Therapie mit Sandimmun über einen längeren Zeitraum fortgesetzt werden soll (z. B. länger als 1 Jahr).
Herz-Kreislauf-System
Häufig: Arterielle Hypertonie.
Der Blutdruck sollte deswegen unter der Therapie mit Sandimmun regelmäßig gemessen werden. Zur
Senkung des Bluthochdrucks sind angemessene Maßnahmen einzuleiten.
Selten: Ischämische Herzkrankheit
Nervensystem und Sinnesorgane
Häufig: Tremor, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Paräs-thesien, insbesondere ein Brennen in Händen und Füßen (im Allgemeinen in der ersten Behand-lungswoche).
Gelegentlich: Konvulsionen
Selten: Motorische Polyneuropathie, Enzephalopa-thie, die sich in unterschiedlicher Ausprägung äu-ßern kann: Verwirrtheitszustände, Bewusstseins-störungen, manchmal bis zum Koma, Seh- und Hörstörungen, Bewegungsstörungen, kortikale Blindheit, Taubheit, Paresen (Hemiplegie, Tetrap-legie), Ataxie, Agitation, Schlafstörungen.
In Einzelfällen: Papillenödem mit möglicher Ver-schlechterung des Sehvermögens, auch als Folge eines Pseudotumor cerebri (benigne intrakranielle Hypertension, BIH). Falls Anzeichen für eine intra-kranielle Druckerhöhung auftreten, sollte eine ent-sprechende Untersuchung des Patienten durchge-führt werden. Wird eine BIH bestätigt, sollte wegen des Risikos einer bleibenden Beeinträchtigung des Sehvermögens die Dosis reduziert oder — falls möglich — Sandimmun abgesetzt werden.
Leber und Gastrointestinaltrakt
Häufig: Gingivitis hypertrophicans, gastrointestinale Beschwerden, z. B. Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erb-rechen, Durchfall, Gastritis oder Gastroenteritis.
Gelegentlich: Magenulcera Selten: Pankreatitis
In Einzelfällen: Kolitis
Sandimmun kann zum Anstieg von Bilirubin und Leberenzymen im Serum führen; diese Verände-rungen scheinen dosisabhängig und reversibel zu sein. Gegebenenfalls ist die Dosierung zu reduzie-ren. Eine sorgfältige Überwachung der Leberfunk-tion ist wegen der Gefahr einer Leberinsuffizienz erforderlich.
Stoffwechsel/Veränderungen von Laborwerten (s. a. unter ,,Niere‘‘ und ,,Leber‘‘)
Häufig: Leichte, umkehrbare Erhöhung der Blut-fettwerte, speziell in Kombination mit Kortikosteroi-den.
Es empfiehlt sich deshalb, vor Beginn der Behand-lung und nach dem 1. Behandlungsmonat die Blut-fettwerte zu bestimmen. Bei Auftreten von erhöhten Blutfettwerten sollte eine Verminderung der Sand-immun-Dosis und/oder eine Einschränkung der Fettzufuhr mit der Nahrung in Erwägung gezogen werden.
Gelegentlich: Gewichtszunahme, Hyperglykämie, Hyperurikämie, Gicht, Hyperkaliämie oder Ver-schlechterung einer bereits bestehenden Hyperka-liämie, Hypomagnesiämie.
Die Bestimmung des Kalium-Blutspiegels wird ins-besondere bei Patienten mit ausgeprägten Nieren-funktionsstörungen empfohlen.
Hypomagnesiämien können gleichfalls Ausdruck (tubulärer) Nierenfunktionsstörungen sein. Die Be-stimmung des Magnesium-Blutspiegels wird ins-besondere in der perioperativen Phase und beim Vorliegen neurologischer Symptome empfohlen. Ggf. sollte eine Magnesium-Substitution erwogen werden.
Haut
Häufig: Hypertrichose
Gelegentlich: Akne, Hautausschlag oder allergische Hauterscheinungen.
Selten: Hautrötung, Juckreiz.
Muskulatur
Selten: Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen, Mus-kelschwäche (Myopathie).
Blutbildendes System Gelegentlich: Anämie Selten: Leukopenie
In Einzelfällen: Thrombozytopenie in Kombination mit mikroangiopathischer hämolytischer Anämie mit Nierenversagen (hämolytisch- urämisches Syn-drom).
Immunsystem
Wie bei anderen immunsuppressiven Therapien besteht auch unter Sandimmun ein erhöhtes Risi-ko, lymphoproliferative Störungen und maligne Tumoren, insbesondere der Haut, zu entwickeln. Die Häufigkeit scheint eher von Ausmaß und Dauer der Immunsuppression abzuhängen als von der Anwendung bestimmter immunsuppressiver Sub-stanzen. Daher sollten Patienten, die über längere Zeit mit Sandimmun behandelt werden, sorgfältig überwacht werden. Insbesondere ist die langfristige Behandlung mit einer Kombination aus verschie-denen hoch dosierten Immunsuppressiva mit Vor-sicht durchzuführen, da es hier zu schwerwiegen-den lymphoproliferativen Störungen und soliden Tumoren kommen kann mit unter Umständen töd-lichem Ausgang.
Bei einigen mit Ciclosporin behandelten Pso-riasis-Patienten traten benigne lymphoproliferative
Störungen sowie B- und T-Zell- Lymphome auf, die bei sofortigem Absetzen des Mittels verschwanden. Wie bei anderen immunsuppressiven Therapien kann bei der Behandlung mit Sandimmun das Ri-siko für verschiedene bakterielle, parasitäre, virale sowie Pilzinfektionen, oft mit opportunistischen Er-regern, erhöht sein. Da solche Infektionen unter Umständen einen tödlichen Ausgang haben kön-nen, sollten ausreichende Vorsichtsmaßnahmen und therapeutische Vorkehrungen getroffen wer-den. Insbesondere gilt dies für Patienten, die über längere Zeit mit einer Kombination aus verschie-denen hoch dosierten Immunsuppressiva behan-delt werden.
Sonstiges
Gelegentlich: Ödeme, reversible Dysmenorrhö, Amenorrhö.
Selten: Hyperthermie, Gynäkomastie, Hitzewallun-gen.
en liegen wenig Erfahrungen vor. Nach oral eingenommenen Dosen von bis zu 10 g (ca. 150 mg/kg Körpergewicht) wurden Erbrechen, Somnolenz, Kopfschmerzen, Tachykardie und, bei einigen Patienten, eine mittelschwere, reversible Niereninsuffizienz beobachtet. Es wurde jedoch über schwere Vergiftungssymptome nach verse-hentlicher parenteraler Überdosierung bei Frühge-borenen berichtet.
Therapie von Intoxikationen
Im Falle einer Überdosierung sind eine symptoma-tische Behandlung und allgemein unterstützende Maßnahmen angezeigt. Innerhalb der ersten Stunden nach Einnahme kann forciertes Erbrechen sowie eine Magenspülung von Nutzen sein. Es ist zu erwarten, dass etwaige Anzeichen von Nephro-toxizität nach Absetzen des Arzneimittels abklin-gen. Ciclosporin ist nicht in nennenswertem Aus-maß dialysierbar oder durch Aktivkohle- Hämoper-fusion zu eliminieren.
Pharmazeutische Angaben - Sandimmun 100 mg
sind bisher nicht bekannt.
Dosierung mit Einzel- und Tagesgaben
Die Einstellung von Patienten auf Sandimmun soll-te nur von Ärzten, die mit der immunsuppressiven Therapie bzw. der Behandlung von Transplantati-ons-Patienten vertraut sind, vorgenommen werden. Zur Durchführung einer Therapie mit Sandimmun muss die erforderliche Überwachung der Patienten einschließlich der vollständigen körperlichen Un-tersuchung, der Blutdruckmessung und der Labor-werte (siehe Abschnitt 6. ,,Nebenwirkungen‘‘) ge-währleistet sein. Der für die Nachsorge des Patien-ten verantwortliche Arzt sollte umfassend informiert sein.
Sandimmun 25 mg*, Kapseln, dienen vorwiegend zur Feineinstellung der Dosis, die aufgrund des Körpergewichtes des Patienten erforderlich ist. Sobald eine höhere Tagesdosis benötigt wird, emp-fiehlt sich der Übergang auf Sandimmun 100 mg*, Kapseln. Zusätzlich steht zur oralen Therapie Sandimmun Lösung zur Verfügung.
Es gelten folgende Dosierungsrichtlinien:
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Organtransplantationen
Die Initialdosis von 10 – 14 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht wird als Einzeldosis 4 – 12 Stunden vor der Transplantation gegeben. Die Initialdosis sollte für 1 – 2 Wochen postoperativ beibehalten werden. Danach wird unter Blutspiegelkontrolle (vgl. Abschnitt 6. ,,Nebenwirkungen‘‘) die Dosierung schrittweise vermindert, bis eine Erhaltungsdosis von 2 – 6 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht täg-lich erreicht ist.
Der Minimalblutspiegel vor der nächsten Anwen-dung (,,trough blood level‘‘) liegt zwischen 100 und 400 ng Ciclosporin/ml (gemessen mit spezifischem monoklonalen Antikörper).
Bei Nierentransplantations-Patienten hat sich ge-zeigt, dass Dosen am unteren Ende des genannten Bereichs, d. h. unter 3 – 4 mg/kg Körpergewicht pro Tag, und entsprechend niedrige Blutspiegel unter 100 ng/ml, zu einem erhöhten Risiko von Absto-ßungsreaktionen führen.
Einige Patienten kommen schon einen Monat nach der Transplantation mit weniger als 5 mg Ciclospo-rin pro kg Körpergewicht am Tage aus, wenn gleichzeitig Kortikosteroide gegeben werden.
Die Tagesdosis wird entweder auf einmal gegeben oder vorzugsweise auf 2 Einzelgaben verteilt.
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Knochenmark-Transplantationen
Zur Einleitung der Behandlung wird die erste Dosis von 12,5 – 15 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht am Tage vor der Transplantation verabreicht. Die gleiche Tagesdosis wird postoperativ etwa 5 Tage lang gegeben. Danach wird die Behandlung mit 12,5 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht täglich mindestens 3 – 6 Monate, vorzugsweise 6 Monate lang, fortgesetzt, bevor die Dosis schrittweise redu-ziert und schließlich Sandimmun abgesetzt werden kann. Dieser Vorgang kann bis zu einem Jahr dau-ern.
Eine nach dem Absetzen von Sandimmun etwa auftretende Graft-versus-Host-Krankheit (GVHK) kann erneut mit Sandimmun behandelt werden, eine milde chronische GVHK mit niedrigen Dosen. Die Tagesdosis wird entweder auf einmal gegeben oder vorzugsweise auf 2 Einzelgaben verteilt.
– Behandlung einer bestehenden Graft-versus-Host-Krankheit
Falls die Behandlung von Anfang an mit Sand-immun durchgeführt wird, beträgt die Tagesdosis 12,5 – 15 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht.
Die Anfangsdosierung sollte 50 Tage lang fort-geführt und dann in wöchentlichen Abständen um je 5 % reduziert werden, bis eine Tagesdosis von 2 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht er-reicht ist. Dann kann das Arzneimittel abgesetzt werden.
Zu a) und b)
Wird bei vorübergehenden gastrointestinalen Be-schwerden, in deren Verlauf die Resorption von oral appliziertem Sandimmun beeinträchtigt ist, er-satzweise auf die intravenöse Infusion von Sand-immun Infusionslösungskonzentrat zurückgegriffen, ist ein Drittel der zuvor eingenommenen oralen Ci-closporin- Tagesdosis in einmaliger Gabe intrave-nös zu verabreichen.
Bei Kleinkindern liegen bisher wenig Erfahrungen mit Sandimmun vor. Kinder ab einem Jahr haben Sandimmun in der üblichen Dosierung erhalten, ohne dass besondere Probleme aufgetreten wären. In verschiedenen Studien haben Kinder höhere Dosen pro kg Körpergewicht benötigt und vertragen als Erwachsene. Aufgrund der höheren Ciclosporin-Clearance bei Kindern werden unter Umständen höhere Sandimmun-Dosen benötigt, um vergleich-bare Blutspiegel wie bei Erwachsenen zu erzielen. Einige Krankheitsbilder (z. B. Lebertransplantation mit Roux-Y-Schlinge, zystische Fibrose,
Short-bowel-Syndrom) gehen zusätzlich mit einer Malabsorption von Sandimmun einher.
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Schwere endogene Uveitis
Nur Ärzte mit Erfahrung in immunsuppressiver Therapie sollten Sandimmun unter ophthalmologi-scher Kontrolle und unter ständiger Kontrolle des Ciclosporin-Blutspiegels einsetzen.
Da Sandimmun die Nierenfunktion beeinträchtigen kann, sollten nur Patienten mit intakter Nierenfunk-tion damit behandelt werden. Die Nierenfunktion ist häufig zu kontrollieren. Der Se-
rum-Kreatinin-Spiegel sollte nach wiederholter Messung nicht mehr als 30 % über den Aus-gangswert ansteigen, auch wenn er sich noch im Normbereich befindet. Anderenfalls muss die Dosis von Sandimmun um 25 – 50 % gesenkt werden. Wenn der Serum-Kreatinin-Spiegel um mehr als 50
% ansteigt, muss die Dosis um mindestens 50 % reduziert werden.
Bis ausreichende Erfahrungen vorliegen, werden zu Beginn 5 – 10 mg Ciclosporin pro kg Körperge-wicht als Einzeldosis oder verteilt auf mehrere Ga-ben täglich eingenommen, bis eine Remission der manifesten Uveitis und Besserung der Sehkraft eintritt.
Zur Einleitung einer raschen Remission oder im akuten Schub kann zusätzlich eine systemische Kortikosteroid-Behandlung mit 0,2 – 0,6 mg Pred-nison pro kg Körpergewicht täglich oder äquivalen-te Dosen anderer Kortikosteroide erwogen werden, wenn Sandimmun allein nicht ausreicht. Zur Erhal-tungstherapie sollte die Dosis langsam auf die niedrigste noch wirksame Dosis gesenkt werden. Bei Kleinkindern liegen keine und bei Kindern über 5 Jahren nur vereinzelte Erfahrungen vor.
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Schwerste Formen der Psoriasis
Da Sandimmun die Nierenfunktion beeinträchtigen kann, ist vor Behandlungsbeginn mit mindestens 2 Messungen der Ausgangswert des Se-
rum-Kreatinin-Spiegels zu bestimmen. Anschlie-ßend sind die Serum- Kreatinin-Spiegel in den ers-ten 3 Behandlungsmonaten in zweiwöchentlichen Intervallen zu kontrollieren. Bei stabilen Serum-Kreatinin-Spiegeln und einer Dosierung von 2,5 mg
Ciclosporin pro kg Körpergewicht täglich sind die Werte danach in zweimonatlichen Abständen, bei höheren Dosen in monatlichen Abständen zu kon-trollieren.
Die Dosis muss um 25 – 50 % gesenkt werden, wenn der Serum-Kreatinin-Spiegel mehr als 30 % über den Ausgangswert ansteigt, auch wenn er sich noch im Normbereich befindet. Wenn der Se-rum-Kreatinin- Spiegel um mehr als 50 % ansteigt, muss die Dosis um mindestens 50 % reduziert werden. Wenn die Dosissenkung innerhalb eines Monats keine Wirkung zeigt, ist die Behandlung mit Sandimmun zu beenden.
Vor Behandlungsbeginn und in den ersten 3 Be-handlungsmonaten sind die Harnsäurespiegel zu kontrollieren.
Leberenzym- und Bilirubin-Werte dürfen nur maxi-mal doppelt so hoch wie die Norm sein.
Zur Einleitung einer raschen Rückbildung werden 2,5 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht täglich, aufgeteilt auf 2 Einzeldosen, verabreicht. Tritt nach 1 Monat keine Besserung des Hautbefundes ein, kann die Tagesdosis in Schritten zu 1 mg/kg Kör-pergewicht bis auf maximal 5 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht täglich angehoben werden. Zur Weiterbehandlung sollte der Patient auf die nied-rigste noch wirksame Dosis eingestellt werden. Die Dosierung von Sandimmun darf 5 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht täglich nicht überschreiten. Bei Patienten, bei denen nach 6 Wochen mit 5 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht täglich keine ausreichende Besserung des Krankheitsbildes er-zielt werden kann oder bei denen die wirksame Do-sis nicht mit den oben genannten Hinweisen ver-einbar ist, ist die Behandlung zu beenden.
Anfangsdosen von 5 mg Ciclosporin pro kg Kör-pergewicht täglich, verteilt auf 2 Einzeldosen, sind bei Patienten gerechtfertigt, deren Zustand eine besonders rasche Besserung erfordert.
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Nephrotisches Syndrom
Die Dosis ist unter Berücksichtigung der Wirksam-keit (Proteinurie) und der Therapiesicherheit (hauptsächlich Serum-Kreatinin- Spiegel) individuell einzustellen. Sie sollte aber 5 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht täglich bei Erwachsenen und 6 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht täglich bei Kin-dern nicht überschreiten.
Zur Einleitung einer raschen Rückbildung des ne-phrotischen Syndroms werden 5 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht täglich für Erwachsene und 6 mg Ciclosporin pro kg Körpergewicht täglich für Kinder, aufgeteilt auf 2 Einzeldosen, verabreicht, sofern die Nierenfunktion normal ist. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion in noch zuläs-sigem Ausmaß (Achtung: Serum-Kreatinin- Spiegel über 200 µmol/l bei Erwachsenen und 140 µmol/l bei Kindern sind Kontraindikationen) sollte die an-fängliche Dosis 2,5 mg Ciclosporin pro kg Körper-gewicht täglich nicht überschreiten. Die Patienten müssen sehr sorgfältig überwacht werden.
Zur Weiterbehandlung sollte die Dosis langsam auf die niedrigste noch wirksame Dosis gesenkt wer-den.
Die erwünschten Vollblutkonzentrationen von Cic-losporin liegen zwischen 60 und 160 ng/ml (ge-messen mit spezifischem monoklonalen Antikör-per). Die Einhaltung dieses Bereiches sollte an-fangs möglichst täglich, später alle 2 Wochen, kon-trolliert werden.
Da Sandimmun die Nierenfunktion beeinträchtigen kann, sind in den ersten 3 Behandlungsmonaten die Serum-Kreatinin- Spiegel regelmäßig zu kon-
trollieren (bei normaler Nierenfunktion alle 2 Wo-chen, bei eingeschränkter Nierenfunktion einmal wöchentlich).
Bei stabilen Kreatinin-Spiegeln sind die Werte da-nach in zweimonatigen Abständen zu überprüfen. Die Dosis muss um 25 – 50 % gesenkt werden, wenn der Serum-Kreatinin- Spiegel mehr als 30 % über den Ausgangswert ansteigt, auch wenn er sich noch im Normbereich befindet. Wenn der Se-rum- Kreatinin-Spiegel um mehr als 50 % ansteigt, muss die Dosis um mindestens 50 % reduziert werden. Wenn die Dosissenkung innerhalb eines Monats keine Wirkung zeigt, ist die Behandlung mit Sandimmun zu beenden.
Bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörun-gen ist die anfängliche Sandimmun- Dosis um 25 – 50 % zu senken.
Die Kombination von Sandimmun mit niedrigeren Dosen oraler Kortikosteroide ist empfehlenswert, wenn die Wirkung von Sandimmun allein nicht ausreicht, insbesondere bei Patienten mit einem steroidresistenten nephrotischen Syndrom.
Die Dauer der Haltbarkeit beträgt bei – Sandimmun Lösung: 3 Jahre
Nach dem Öffnen der Flasche darf der Inhalt nach Ablauf von 2 Monaten nicht mehr angewendet werden.
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Sandimmun 25 mg*, Kapseln: 3 1/2 Jahre
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Sandimmun 100 mg*, Kapseln: 3 1/2 Jahre
Besondere Lager- und Aufbewahrungshin-weise
Sandimmun Lösung soll nicht im Kühlschrank, sondern bei Raumtemperatur nicht über 30 °C aufbewahrt werden. Ein leichter Niederschlag, der während der Lagerung auftreten kann, beeinträch-tigt die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Präparates nicht.
Sandimmun 25 mg und 100 mg, Kapseln, sollen nicht über 30 °C aufbewahrt werden.