NIMODIPIN ALTAN 200 Mikrogramm/ml Infusionslösung, 50 ml
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - NIMODIPIN 200 Mikrogramm/ml
Zur Vorbeugung ischamischer neurologischer Defizite infolge zerebraler Vasospasmen nach aneurysmatisch bedingter Subarachnoidalblutung.
Dosierung
Intravenose Infusion.
Die Behandlung beginnt mit einer kontinuierlichen intravenosen Infusion von 1 mg Nimodipin/Std. (= 5 ml NIMODIPIN ETHYPHARM/Std.), entsprechend ca. 15 Mikrogramm/kg Korpergewicht/Std., ftir die Dauer von 2 Stunden. Bei guter Vertraglichkeit, und wenn keine starkere Blutdrucksenkung auftritt, sollte die Dosis nach 2 Stunden auf 2 mg Nimodipin/Std. (= 10 ml NIMODIPIN ETHYPHARM/Std.), entsprechend ca. 30 µg/kg Korpergewicht/Std. erhoht werden. Bei Patienten mit einem
Korpergewicht unter 70 kg oder instabilem Blutdruck sollte mit einer Dosis von 0,5 mg Nimodipin/Std (= 2,5 ml NIMODIPIN ETHYPHARM/Std.) oder, falls notig, weniger begonnen werden.
Besondere Patientengruppen
-
Leberfunktionsstдrung:
Vorsicht ist geboten bei der Anwendung bei Patienten mit leichter bis mittlerer Leberfunktionsstorung (siehe Abschnitte und 4.4).
-
Schwere Nierenfunktionsstдrung (Kreatinin-Clearance <20 ml/min.): Vorsicht ist geboten bei der Anwendung bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstorung (siehe Abschnitt 4.4).
-
Traumatische Subarachnoidalblutung:
Die Anwendung wird nicht empfohlen, da ein positives Nutzen-Risiko-Verhaltnis nicht erwiesen ist (siehe Abschnitt 4.4).
-
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Nimodipin bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen.
Art der Anwendung
Dieses Arzneimittel wird als intravenose Dauerinfusion mit einer Infusionspumpe tiber einen zentralen Katheter verabreicht. Die Leitungen werden tiber einen Dreiwegehahn miteinander verbunden. Es sollte zusammen mit einer der folgenden Losungen angewendet werden:
Glucose-Losung 50 mg/ml (5%), Natriumchlorid-Losung 9 mg/ml (0,9%), Ringer-Laktat-Losung, Ringer-Laktat-Losung mit Magnesium oder Dextran 40-Losungen, HAES Poly(O-2-hydroxy-ethyl)starke 6% in einem Verhaltnis von 1:4 (Nimodipin : Сo-Infusionslosung). Mannitol, Human-Albumin oder Blut sind als gleichzeitige Infusion ebenfalls geeignet.
NIMODIPIN ETHYPHARM darf keinen Infusionsbeuteln oder -flaschen zugegeben und darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden (siehe Abschnitt 6.2). Die Losung muss mit einer Spritze aus der Durchstechflasche entnommen werden. Anschlief3end wird die nadellose Spritze in eine Spritzeninfusionspumpe gegeben und mit Hilfe eines Polyethylenschlauchs mit dem Dreiwegehahn verbunden. Es darf kein Standard-PVС-Schlauch verwendet werden (siehe Abschnitt 6.2). Den Dreiwegehahn, den Сo-Infusionsschlauch und den Zentralkatheter miteinander verbinden.
Nimotidin kann wahrend einer Narkose, chirurgischen Eingriffen und Angiographie verabreicht werden.
Bei Patienten, bei denen die Anwendung eines zusatzlichen Fltissigkeitsvolumens nicht empfohlen oder kontraindiziert ist, kann die Infusionslosung ohne zusatzliche Gabe einer Сo-Infusionslosung tiber einen zentralen Katheter angewendet werden.
Dauer der Anwendung
Die intravenose Behandlung einer aneurysmatischen Subarchanoidalblutung sollte so bald wie moglich und nicht spater als 4 Tage nach der Blutung beginnen und sollte wahrend des Zeitraums der grof3ten Gefahr der Entwicklung von Vasospasmen, d. h. ftir 5 bis 14 Tage nach der Subarachniodalblutung, fortgesetzt werden.
Wenn wahrend der Anwendung von Nimodipin die Blutungsquelle chirurgisch versorgt wird, sollte die intravenose Behandlung mit Nimodipin postoperativ ftir mindestens 5 Tage fortgesetzt werden.
Nach Abschluss der Infusionsbehandlung wird ftir etwa 7 weitere Tage die orale Anwendung von 6 x taglich 60 mg Nimodipin im Abstand von 4 Stunden empfohlen.
-Oberempfindlichkeit gegen Nimodipin oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Vorsicht ist bei Patienten mit niedrigem Blutdruck (systolischer Blutdruck unter 100 mmHg) geboten.
Obwohl die Anwendung von Nimodipin nicht mit einer Zunahme des intrakranialen Druckes verbunden ist, wird bei Wasseranteil im Hirngewebe (generalisiertes Hirnodem) oder wenn der intrakraniale Druck ernsthaft erhoht ist, eine engmaschige -Oberwachung empfohlen.
Nimodipin sollte nicht bei Patienten mit traumatischen Subarachnoidalblutungen angewendet werden, da ein positives Nutzen-Risiko-Verhaltnis nicht erwiesen ist und die spezifischen Patientengruppen, die von der Anwendung von Nimodipin profitieren konnten, ftir diese Indikation nicht identifiziert werden konnen.
Eine Leberfunktionsstorung kann die Bioverftigbarkeit von Nimodipin aufgrund einer verminderten metabolischen Сlearance erhohen. Daher konnen Wirkungen und Nebenwirkungen (z.B. Blutdrucksenkung) starker ausgepragt sein. In solchen Fallen sollte die Dosis in Abhangigkeit vom Blutdruck in geeigneter Weise angepasst und notfalls ein Abbruch der Behandlung erwogen werden (siehe Abschnitte 4.2).
Bei gleichzeitiger Anwendung von Nimodipin-Infusionslosung mit potenziell nephrotoxischen Arzneimitteln (z.B. Aminoglycoside, Сephalosporine, Furosemid) sowie bei Patienten mit bereits eingeschrankter Nierenfunktion kann sich die Nierenfunktion verschlechtern. Eine sorgfaltige -Oberwachung der Nierenfunktion ist in solchen Fallen angezeigt. Bei Verschlechterung der Nierenfunktion sollte ein Abbruch der Behandlung erwogen werden (siehe Abschnitt 4.5).
Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsbeeintrachtigung (glomerulare Filtrationsrate
< 20 ml/min) sollte die Notwendigkeit einer Behandlung sorgfaltig geprtift und die Nierenfunktion in regelmaf3igen Abstanden tiberwacht werden (siehe Abschnitt 4.2).
Bei Patienten mit instabiler Angina pectoris oder innerhalb der ersten vier Wochen nach einem akuten Herzinfarkt sollten Arzte das potentielle Risiko (z.B. einer reduzierten Durchblutung der Koronararterien und myokardialen Ischamie) gegen den Nutzen (z.B. Verbesserung der Hirndurchblutung) abwagen.
Eine klinische und elektrokardiographische -Oberwachung sollte durchgeftihrt werden, wenn das Arzneimittel bei Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz oder intrakardialen Reizleitungsproblemen verordnet wird.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:
Dieses Arzneimittel enthalt 200 mg Alkohol (Ethanol) pro ml, entsprechend 24% V/V.
Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die z. B. Propylenglykol oder Ethanol enthalten, konnte zu einer Akkumulation von Ethanol ftihren und Nebenwirkungen induzieren, insbesondere bei jungen Kindern mit geringer oder unreifer Stoffwechselkapazitat (siehe Abschnitt 4.5).
Da dieses Arzneimittel langsam tiber eine Dauerinfusion gegeben wird, konnen die Wirkungen von Ethanol weniger stark ausgepragt sein.Dieses Arzneimittel kann Personen schaden, die alkoholabhangig sind oder an einem gestorten Alkoholstoffwechsel leiden.
Der Alkoholgehalt ist schwangeren und stillenden Frauen, Kindern und Risikogruppen wie Patienten mit Lebererkrankungen oder Epilepsie zu berticksichtigen.
Die Alkoholmenge in diesem Arzneimittel kann die Wirkungen anderer Arzneimittel verandern (siehe Abschnitt 4.5).
Die Alkoholmenge in diesem Arzneimittel kann die Verkehrsttichtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigen.
Dieses Arzneimittel enthalt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d.h. es ist nahezu "natriumfrei".
Arzneimittel, die Nimodipin beeinflussen
Die gleichzeitige Anwendung des H2-Agonisten Сimetidin oder des Antikonvulsivums Natriumvalproat erhoht die maximale Plasmakonzentration und die Bioverftigbarkeit von Nimodipin.
Die gleichzeitige Anwendung von Nimodipin und Fluoxetin ftihrte zu etwa 50 % hoheren Plasmakonzentrationen an Nimodipin. Der Fluoxetin-Plasmaspiegel war deutlich erniedrigt, wahrend der aktive Metabolit Norfluoxetin nicht betroffen war.
Die gleichzeitige Anwendung von Nimodipin und Nortriptylin ftihrte zu einer leichten Abnahme der Nimodipin-Exposition bei unveranderten Nortriptylin-Plasmakonzentrationen.
Wirkungen von Nimodipin auf andere Arzneimittel
Nimodipin kann die blutdrucksenkende Wirkung gleichzeitig angewendeter Antihypertensiva verstärken, wie z. B.: Diuretika, β-Rezeptorenblocker, AСE-Inhibitoren, A1-Rezeptorantagonisten, anderen Calciumantagonisten, α-Rezeptorenblockern, PDE-5-Inhibitoren, Alpha-Methyldopa.
Erweist sich eine Kombination mit einem dieser Arzneimittel als unvermeidbar, ist eine besonders sorgfaltige -Oberwachung des Patienten erforderlich.
Bei gleichzeitiger intravenoser Gabe von Nimodipin mit einem β-Rezeptorenblocker besteht die Moglichkeit einer zusatzlichen Blutdrucksenkung und gegenseitiger
Verstarkung der negativ inotropen Wirkung bis hin zur dekompensierten Herzinsuffizienz.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit potentiell nephrotoxischen Arzneimitteln (z.B. Aminoglykoside, Сephalosporine, Furosemid) sowie bei Patienten mit bereits eingeschrankter Nierenfunktion kann sich die Nierenfunktion verschlechtern. Eine sorgfaltige -Oberwachung der Nierenfunktion ist in solchen Fallen angezeigt. Bei Verschlechterung der Nierenfunktion sollte ein Abbruch der Behandlung erwogen werden (siehe Abschnitt 4.4).
In einer experimentellen Untersuchung an Affen ftihrte die gleichzeitige Anwendung des HIV-Arzneimittels Zidovudin i.v. und von Nimodipin als Bolusgabe i.v. zu signifikant erhohten Zidovudin-Plasmaspiegeln (AUС), wahrend das Verteilungsvolumen und die Сlearance signifikant verringert wurden.
Da NIMODIPIN ETHYPHARM 24% (V/V) Alkohol (200 mg/ml) enthalt, sind Wechselwirkungen mit Arzneimitteln zu beachten, die mit Alkohol nicht kompatibel sind (siehe Abschnitt 4.4).
Schwangerschaft
Erfahrungen aus geeigneten und kontrollierten klinischen Studien mit Schwangeren liegen nicht vor. Wenn Nimodipin wahrend der Schwangerschaft angewendet werden soll, mtissen daher Nutzen und mogliche Risiken entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes gegeneinander abgewogen werden.
Stillzeit
Nimodipin und seine Metaboliten treten in der Muttermilch in Konzentrationen von vergleichbarer Grof3enordnung wie im Plasma der Mutter auf. Stillende Frauen sollten daher wahrend der Behandlung mit diesem Arzneimittel nicht stillen.
Fertilitat
Bei der In-vitro-Fertilisation wurden Сalciumantagonisten in einzelnen Fallen mit reversiblen biochemischen Veranderungen der Spermienkopfe in Verbindung gebracht, was zu einer eingeschrankten Funktion der Spermien ftihren konnte. Es ist nicht bekannt, inwieweit dieser Befund bei einer kurzzeitigen Behandlung von Bedeutung ist.
Das Auftreten der Nebenwirkung Schwindel kann die Verkehrsttichtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigen. Bei Anwendung von Nimodipin-Infusionslosung ist diese Wirkung in der Regel nicht von Bedeutung.
Die Nebenwirkungen basieren auf klinischen Studien mit Nimodipin in der Indikation Subarachnoidalblutung aneurysmalen Ursprungs und sind nach СIOMS-III-
Haufigkeitskategorien geordnet (placebokontrollierte Studien: Nimodipin N = 703; Placebo N = 692; unkontrollierte Studien: Nimodipin N = 2496; Status: 31. August 2005):
| Systemorganklasse (MedDRA) | Gelegentlich (> 1/1000 Ьis<1/100) | Selten(> 1/10000 Ьis <1/1000) | Nicht Ьekannt (Нaufigkeit aufGrundlage der verfilgЬaren Daten nicht aЬschatzЬar) |
| Erkrankungen des Blutes und desLymphsystems | Thrombozytopeni e | ||
| Erkrankungendes Immunsystems | AllergischeReaktion Hautausschlag | ||
| Erkrankungen des Nervensystems | Kopfschmerz | ||
| Herzerkrankungen | Tachykardie | Bradykardie | |
| Erkrankungen der Atemwege, desBrustraums und Mediastinums | Hypoxie | ||
| Gefaf3erkrankunge n | Hypotonie Vasodilation | ||
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | -Obelkeit | Ileus | |
| Leber- undGallenerkrankung en | VortibergehenderAnstieg der Leberenzymwerte | ||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Reaktionen an der Injektions- und InfusionsstelleThrombophlebitis an der Infusionsstelle |
Meldung des Verdachts auf NeЬenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grof3er Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche -Oberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels.
Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut ftir Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Symptome der -Oberdosierung
Zu erwartende Symptome einer akuten -Oberdosierung sind starke Blutdrucksenkung, Tachykardie oder Bradykardie und nach oraler Anwendung Magen-Darm-Beschwerden und -Obelkeit.
Therapie der -Oberdosierung
Im Falle einer akuten -Oberdosierung muss die Behandlung mit Nimodipin sofort abgebrochen werden. Bei starkem Blutdruckabfall konnen Dopamin oder Noradrenalin intravenos angewendet werden. Notfallmaf3nahmen sollten sich nach den Symptomen richten.
Bei oraler Einnahme ist als sofortige Therapiemaf3nahme eine Magensptilung mit medizinischer Kohle in Betracht zu ziehen. Da kein spezifisches Antidot bekannt ist, sollte sich die weitere Behandlung nach den im Vordergrund stehenden Symptomen richten.
PНARMAKOLOGISCНE EIGENSCНAFTEN
Pharmakologische Eigenschaften - NIMODIPIN 200 Mikrogramm/ml
Pharmakotherapeutische Gruppe: Selektive Сalciumkanalblocker; Dihydropyridin-Derivate, ATС-Сode: С08СA06
Nimodipin hat eine pradilektive zerebrale anti-vasokonstriktive und anti-ischamische Wirkung. Vasokonstriktionen, die in vitro durch verschiedene vasoaktive Substanzen (z.B. Serotonin, Prostaglandine und Histamin), durch Blut oder Blutabbauprodukte hervorgerufen werden, konnen durch Nimodipin verhindert oder beseitigt werden.
Nimodipin hat auch neuropharmakologische und psychopharmakologische Eigenschaften.
Untersuchungen an Patienten mit akuten zerebralen Durchblutungsstorungen haben gezeigt, dass Nimodipin die zerebralen Blutgefaf3e erweitert. Die Durchblutungssteigerung ist in der Regel in vorgeschadigten oder unterversorgten Hirnregionen grof3er als in gesunden Regionen.
Nimodipin vermindert signifikant die ischamische neurologische Schadigung bei Patienten mit Vasospasmn als Folge einer Subarachnoidalblutung, verbessert die klinischen Symptome und senkt die Mortalitat.
Resorption
Aufgrund der hohen Metabolisierungsrate bei der ersten Leberpassage („first-pass“ ca. 85 – 95%) betragt die absolute Bioverftigbarkeit 5–15%.
Bei kontinuierlichen Infusionen von 0,03 mg/kg/Std. werden im stationaren Zustand durchschnittliche Plasmakonzentrationen von 17,6 - 26,6 ng/ml erreicht. Nach
intravenosen Bolusinjektionen nehmen die Plasmakonzentrationen von Nimodipin biphasisch mit Halbwertszeiten von 5 - 10 Minuten und ungefahr 60 Minuten ab.
Verteilung
Es wurde zugrunde gelegt, dass bei i.v. Anwendung das Verteilungsvolumen (VSS, Bikompartmentalmodell) 0,9 - 1,6 l/kg Korpergewicht betragt. Die gesamte (systemische) Сlearance betragt 0,6 - 1,9 l/Std./kg.
Nimodipin ist zu 97 - 99% an Plasmaproteine gebunden. In Tierversuchen passierte die Radioaktivitat von [14С]-Nimodipin die Plazentaschranke. Es ist anzunehmen, dass beim Menschen eine ahnliche Verteilung auftritt, obwohl experimentelle Beweise in dieser Hinsicht fehlen. Bei Ratten konnte gezeigt werden, dass Nimodipin und/oder seine Metaboliten in der Muttermilch in einer viel hoheren Konzentration als im Plasma der Mutter vorkommen. Die ursprtinglich in der Humanmilch bestimmten Arzneimittelkonzentrationen waren quantitativ den entsprechenden mtitterlichen Plasmakonzentrationen ahnlich
Nach oraler und I.v.-Anwendung kann Nimodipin im Liquor (СSF) in Konzentrationen von etwa 0,5% der gemessenen Plasmakonzentrationen nachgewiesen werden. Dies entspricht in etwa der Konzentration der freien Fraktion im Plasma.
Biotransformation
Nimodipin wird metabolisch tiber das Сytochrom P450 3A4-System eliminiert, hauptsachlich durch Dehydrierung des Dihydropyridinrings und oxidative O-Demethylierung. Die oxidative Esterspaltung, die Hydroxylierung der 2- und 6-Methylgruppen und die Glucuronidierung als Konjugationsreaktion sind weitere wichtige Stoffwechselschritte. Die drei im Plasma vorkommenden Primarmetabolite zeigen keine oder nur eine therapeutisch vernachlassigbare Restaktivitat.
Wirkungen auf Leberenzyme durch Induktion oder Hemmung sind nicht bekannt. Beim Menschen werden die Metaboliten zu etwa 50% renal und zu 30% in der Galle ausgeschieden.
Elimination
Die Halbwertszeit ftir Nimodipin liegt zwischen 1,1 und 1,7 Stunden. Die terminale Halbwertszeit von 5 - 10 Stunden ist ftir die Festlegung des empfohlenen Dosierungsintervalls ftir das Arzneimittel nicht relevant.
Linearitat/Nicht-Linearitat
Die Eliminationskinetik ist linear.
Pharmazeutische Angaben - NIMODIPIN 200 Mikrogramm/ml
Ethanol 96%
Macrogol 400 Сitronensaure Natriumcitrat (Ph.Eur.)
Wasser ftir Injektionszwecke
InkompatiЬilitaten
Nimodipin wird von Polyvinvlchlorid (PVС) adsorbiert, sodass nur Infusionsschlauche aus Polyethylen (PE) verwendet werden konnen.
NIMODIPIN ETHYPHARM darf keinen Infusionsbeuteln oder -flaschen zugegeben und nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Da NIMODIPIN ETHYPHARM 24% (V/V) Alkohol (200 mg/ml) enthalt, sind Wechselwirkungen mit Arzneimitteln zu beachten, die mit Alkohol nicht kompatibel sind
Siehe auch Abschnitt 6.6.
Dauer der НaltЬarkeit
2 Jahre.
Besondere Vorsichtsma8nahmen filr die AufЬewahrung
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schtitzen.
50 ml Durchstechflaschen aus Braunglas (Typ II) mit Fluorpolymer-laminiertem Сhlorbutylgummi-Stopfen und Abziehdeckel.
Packungen mit 1 Durchstechflasche zu 50 ml und Packungen mit 20 Durchstechflaschen zu je 50 ml
Es werden moglicherweise nicht alle Packungsgrof3en in den Verkehr gebracht.
Besondere Vorsichtsma8nahmen filr die Beseitigung und sonstige Нinweise zur НandhaЬung
Der Wirkstoff Nimodipin ist geringftigig lichtempfindlich, so dass die Anwendung unter direkter Sonneneinstrahlung vermieden werden sollte. Wenn eine direkte Sonneneinstrahlung wahrend der Infusion nicht vermieden werden kann, sollten Verbindungsschlauche und Spritzen aus rotem, gelbem, braunem oder schwarzem Glas verwendet werden oder die Infusionspumpe und die Schlauche sollten durch undurchsichtige Umhtillungen geschtitzt werden. Bis zu 10 Stunden sind jedoch keine besonderen Schutzmaf3nahmen erforderlich, wenn dieses Arzneimittel bei diffusem Tageslicht oder ktinstlicher Beleuchtung angewendet wird.
Parenterale Arzneimittel mtissen vor der Anwendung einer Sichtprtifung auf Partikel oder Farbveranderungen unterzogen werden.
Restlosung darf zu keinem weiteren Zeitpunkt verwendet werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
INНABER DER ZULASSUNG
Altan Pharmaceuticals, S.A.
С/ С6lquide N° 6, Portal 2, 13 Planta, Oficina F. Edificio Prisma Las Rozas, 28230 Madrid, Spanien
Mitvertrieb ETHYPHARM GmbH
Mittelstraf3e 5/5a 12529 Schonefeld Deutschland