Nimotop, 30 mg Eurim Filmtabletten
Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
Art, Dauer und Ergebnis des Einsatzes von Antidementiva sind zu dokumentieren.
Verordnungseinschränkung verschreibungspflichtiger Arzneimittel nach dieser Richtlinie. [4]
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Nimotop, 30 mg
Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen im Alter mit deutlichen Beschwerden wie Gedächtnis-, An-triebs- und Konzentrationsstörungen sowie Stimmungslabilität.
Bevor die Behandlung mit Nimotop begonnen wird, sollte geklärt werden, ob die Krankheitserscheinungen nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen.
Die Filmtabletten Nimotop werden im Allgemeinen unabhängig von den Mahlzeiten gleichmäßig über den Tag verteilt un-zerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen.
Nach einer mehrmonatigen Anwendung ist zu überprüfen, ob die medikamentöse Behandlung mit Nimotop auch weiter an-gezeigt ist.
-
Symptome der Intoxikation
Als Folge einer akuten Überdosierung muss mit Flush, Kopfschmerzen, stärkerer Blutdrucksenkung, Tachykardie oder Bradykardie, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und ZNS-Symptomen gerechnet werden.
- Therapie von Intoxikationen
Bei akuter Überdosierung soll die Behandlung mit Nimotop sofort unterbrochen werden. Als sofortige Therapiemaßnahme ist eine Magenspülung mit Kohlezusatz in Betracht zu ziehen. Bei starkem Blutdruckabfall sollte Dopamin oder Noradre-nalin intravenös verabreicht werden. Da kein spezifisches Antidot bekannt ist, sollte sich im weiteren die Therapie anderer Begleitwirkungen nach den im Vordergrund stehenden Symptomen richten.
| Spezies | Geschlecht | Applikationsweg | LD50 (mg/kg) | Vertrauensbereich für p ≤ 0,05 | |
| Maus | m | per os | 3562 | (2746 – 4417) | |
| Maus | m | intravenös | 33 | ( 28 – 38) | |
| Ratte | m | per os | 6599 | (5118 – | 10033) |
| Ratte Kaninchen Kaninchen HundHund | m w wm und wm und w | intravenös per os intravenös per osintravenös | 16ca. 5000ca. 2,5zwischen 1000 und 2000ca. 4,5 | ( 14 – | 18) |
Mittlere Plasmakonzentrationsverläufe von Nimodipin nach oraler Gabe von 30 mg als Tablette und nach intravenöser In-fusion von 0,015 mg/kg für eine Stunde (n=24, ältere Probanden).
Nimotop
Nimotop darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Nimodipin oder einen der sonstigen Be-standteile. Eine vorhergehende langfristige Anwendung von Antiepileptika vom enzyminduzierenden Typ (Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin) führt zu einer Verringerung der Bioverfügbarkeit von oral verabreichtem Nimodipin. Deshalb wird die gleichzeitige Verabreichung von Nimotop in solchen Fällen nicht empfohlen (siehe Wechselwirkungen).
Bei schwerer Einschränkung der Leberfunktion (z. B. Leberzirrhose) soll Nimotop nicht gegeben werden.
Bei sehr alten multimorbiden Patienten und bei Patienten mit schweren Einschränkungen der Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate < 20 ml/min) sowie mit schwerer Beeinträchtigung der Herz-Kreislauf-Funktionen sollten die Behandlungs-notwendigkeit mit Nimotop sorgfältig abgewogen und Kontrolluntersuchungen regelmäßig durchgeführt werden.
Vorsicht ist geboten bei ausgeprägter Hypotonie (systolischer Blutdruck unterhalb 90 mmHg).
Nimotop wird während der Schwangerschaft und Stillzeit entsprechend den Anwendungsgebieten nicht angewendet.
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Bei Patienten, die blutdrucksenkende Mittel erhalten, kann Nimotop die blutdrucksenkende Wirkung der Begleitmedikati-on verstärken.
Neuroleptika und Antidepressiva
Die gleichzeitige Verabreichung von Nimodipin und dem Antidepressivum Fluoxetin führt zu bis zu ca. 50 % höheren Plasmakonzentrationen an Nimodipin. Der Fluoxetin-Plasmaspiegel wird deutlich erniedrigt, während der aktive Metabolit Norfluoxetin davon nicht betroffen ist.
Die gleichzeitige Verabreichung von Nimodipin und Nortriptylin führt zu einer leichten Erhöhung des Nimodipin-Plasmaspiegels bei unveränderten Nortriptylin-Plasmakonzentrationen.
Bei der gleichzeitigen Gabe von Nimopidin und Haloperidol bei Patienten mit individueller langfristiger Haloperidol-Behandlung traten keine Anzeichen von Wechselwirkungen auf.
Cimetidin und Antiepileptika
Die gleichzeitige Verabreichung von Nimotop mit Cimetidin oder Valproinsäure kann zu einer Erhöhung der Plasmakon-zentration von Nimodipin führen.
Eine vorhergehende langfristige Anwendung von Antiepileptika vom enzyminduzierenden Typ (Phenobarbital, Phenytoin oder Carbamazepin) führt zu einer Verringerung der Bioverfügbarkeit von oral verabreichtem Nimodipin. Deshalb wird die gleichzeitige Verabreichung von Nimotop in solchen Fällen nicht empfohlen.
Zidovudin
In experimentellen Untersuchungen führte die gleichzeitige intravenöse Gabe von Zidovudin und Nimodipin zu erhöhten Zidovudin-Plasmaspiegeln.
Grapefruitsaft
Der gleichzeitige Genuss von Grapefruitsaft wird nicht empfohlen, da erhöhte Blutspiegel von Nimodipin auftreten kön-nen.
Rifampicin
Von anderen Arzneistoffen aus der Gruppe der Dihydropyridine (Nifedipin, Nisoldipin) wurde berichtet, dass die gleich-zeitige Verabreichung von Rifampicin zu verminderten Plasmaspiegeln der oral verabreichten Dihydropyridine durch Er-niedrigung der Bioverfügbarkeit führen kann.
Keine.
Keine bekannt.
Die empfohlene Tagesdosis beträgt 3 x 1 Filmtablette Nimotop (3 x 30 mg Nimodipin).
Bei schweren Nierenfunktionsstörungen können Wirkungen und Nebenwirkungen, z. B. Blutdrucksenkung, stärker ausge-prägt sein; in solchen Fällen sollte die Dosis in Abhängigkeit von Ergebnissen aus Blutdruckkontrollen und EKG ggf. re-duziert werden.
Nimotop
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Folgende Nebenwirkungen können auftreten:
Wärme- oder Hitzegefühl, Flush, Blutdrucksenkung (insbesondere bei erhöhter Ausgangslage), Tachykardie, Schwindelge-fühl, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Schwächegefühl, periphere Ödeme. Bei einigen Patienten können Symptome einer übermäßigen Aktivierung des ZNS auftreten wie Schlaflosigkeit, gesteigerte motorische Unruhe, Erregung, Aggressivität und Schwitzen. Daneben treten vereinzelt Hyperkinesien und depressive Verstimmungen auf. Wei-terhin wurde in einzelnen Fällen über Thrombopenie berichtet.
Nimotop
Hinweis:Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt werden. Auf unerwartete und plötzliche Ereignisse kann dann nicht mehr schnell und gezielt genug reagiert werden. Dem Patienten ist anzuraten, in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge zu führen, außerdem sollten keine elektrischen Werkzeuge und Maschinen bedient wer-den oder ohne sicheren Halt gearbeitet werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol.