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Präparate
Wechselwirkungen-Liste
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Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Fosrenol 750 mg Abacus Kautabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Kautbl.

Hersteller

Abacus Medicine A/S

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.3.2019
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Fachinfo - Fosrenol 750 mg

Anwendungsgebiete

Hepaxane wird angewendet bei Erwachsenen zur:

  • Prophylaxe venöser thromboembolischer Erkrankungen bei chirurgischen Patienten mit mäßigem und hohem Risiko, insbesondere bei Patienten, die sich einer orthopädischen, allgemeinchirurgischen oder Tumoroperation unterziehen.

  • Prophylaxe einer venösen thromboembolischen Erkrankung bei Patienten mit einer akuten Erkrankung (wie z.B. akutes Herzversagen, Ateminsuffizienz, schwere Infektionen sowie rheumatische Erkrankungen) und eingeschränkter Mobilität mit erhöhtem Risiko für eine venöse Thromboembolie.

  • Therapie tiefer Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) mit Ausnahme einer LE, die voraussichtlich einer Thrombolysetherapie oder Operation bedarf.

  • Vorbeugung von Blutgerinnseln im extrakorporalen Kreislauf während der Hämodialyse.

  • Akutes Koronarsyndrom:

    • Therapie der instabilen Angina pectoris und des Nicht-ST-HebungsMyokardinfarktes (NSTEMI) in Kombination mit oraler Gabe von Acetylsalicylsäure.

    • Therapie des akuten ST-Hebungs-Myokardinfarktes (STEMI) einschließlich bei Patienten, die medikamentös oder zunächst medikamentös mit nachfolgender perkutaner Koronarintervention (PCI) versorgt werden.

Dosierung

Dosierung

Prophylaxe venöser thromboembolischer Erkrankungen bei chirurgischen Patienten mit mäßigem und hohem Risiko

  • Durch ein validiertes Risikostratifizierungsmodell kann ein individuelles Thromboembolierisiko abgeschätzt werden.

    Bei Patienten mit mäßigem Risiko für Thromboembolien beträgt die empfohlene Dosis einmal täglich 2.000 IE (20 mg) Enoxaparin-Natrium mittels subkutaner (s.c.) Injektion. Eine präoperative Gabe der ersten Injektion (zwei Stunden vor der Operation) von

    2.000 IE (20 mg) Enoxaparin-Natrium hat sich als wirksam und sicher bei Operationen mit mäßigem Risiko erwiesen.

    Die Behandlung mit Enoxaparin-Natrium bei Patienten mit mäßigem Risiko sollte für einen Mindestzeitraum von 7 bis 10 Tagen beibehalten werden, unabhängig vom Regenerationsstatus (z. B. Mobilität). Die Prophylaxe sollte so lange fortgesetzt werden, bis der Patient keine signifikant eingeschränkte Mobilität mehr aufweist.

  • Bei Patienten mit hohem Risiko für Thromboembolien beträgt die empfohlene Dosis einmal täglich 4.000 IE (40 mg) Enoxaparin-Natrium mittels s.c. Injektion, unter Bevorzugung eines Therapiebeginns 12 Stunden vor der Operation. Wenn der Beginn der präoperativen Prophylaxe mit Enoxaparin-Natrium früher als 12 Stunden vor der Operation erforderlich ist (z. B. ein Patient mit hohem Risiko, der auf einen aufgeschobenen orthopädischen Eingriff wartet), sollte die letzte Injektion nicht später als 12 Stunden vor der Operation verabreicht werden und erst 12 Stunden nach der Operation wieder aufgenommen werden.

    ̵ Bei Patienten, die sich einem größeren orthopädischen Eingriff unterziehen, wird eine verlängerte Thromboseprophylaxe von bis zu 5 Wochen empfohlen.

    ̵ Bei Patienten mit einem hohen venösen Thromboembolierisiko, die sich einer Tumoroperation im abdominalen oder Beckenbereich unterziehen, wird eine verlängerte Thromboseprophylaxe von bis zu 4 Wochen empfohlen.

    Prophylaxe venöser Thromboembolien bei Patienten (mit reduzierter Mobilität)

    Die empfohlene Dosis Enoxaparin-Natrium beträgt einmal täglich 4.000 IE (40 mg) mittels s.c. Injektion. Die Behandlung mit Enoxaparin-Natrium wird für mindestens 6 bis 14 Tage, unabhängig vom Regenerationsstatus (z. B. Mobilität), verschrieben. Der Nutzen für eine Therapiedauer von über 14 Tagen ist nicht nachgewiesen.

    Therapie tiefer Venenthrombosen und Lungenembolien

    Enoxaparin-Natrium kann s.c. in einer Dosis von entweder einmal täglich 150 IE/kg (1,5 mg/kg) oder zweimal täglich 100 IE/kg (1 mg/kg) verabreicht werden.

    Die Wahl der Dosierung sollte anhand einer individuellen Bewertung des Patienten erfolgen, einschließlich dessen Risiko für eine Thromboembolie und für Blutungen. Eine Dosis von 150 IE/kg (1,5 mg/kg) einmal täglich sollte bei Patienten ohne Komplikationen mit einem geringen Risiko für eine erneute venöse Thromboembolie (VTE) angewendet werden. Eine Dosis von 100 IE/kg (1 mg/kg) zweimal täglich sollte bei allen anderen Patienten, wie Patienten mit Adipositas, symptomatischer LE, Tumorerkrankung, rezidivierender VTE oder proximaler (Vena-iliaca-)Thrombose angewendet werden.

    Enoxaparin-Natrium wird über einen Zeitraum von durchschnittlich 10 Tagen verschrieben. Gegebenenfalls sollte eine Therapie mit oralen Antikoagulanzien eingeleitet werden (siehe

    „Wechsel zwischen Enoxaparin-Natrium und oralen Antikoagulanzien“ am Ende von Abschnitt 4.2).

    Prävention extrakorporaler Thromben während der Hämodialyse

    Die empfohlene Dosis beträgt 100 IE/kg (1 mg/kg) Enoxaparin-Natrium.

    Bei Hämodialysepatienten mit einem hohen Blutungsrisiko sollte die Dosis auf 50 IE/kg (0,5 mg/kg) bei doppeltem Gefäßzugang oder auf 75 IE/kg (0,75 mg/kg) bei einfachem Gefäßzugang gesenkt werden.

    Bei der Dialyse sollte Enoxaparin-Natrium zu Beginn der Sitzung über den arteriellen Schenkel des Dialysekreislaufs zugeführt werden. Die Wirkung dieser Dosis ist für gewöhnlich für eine vierstündige Sitzung ausreichend; sollten sich jedoch Fibrinablagerungen bilden, wie z. B. bei einer länger als gewöhnlich dauernden Sitzung, kann eine weitere Dosis von 50 bis 100 IE/kg (0,5 bis 1 mg/kg) gegeben werden.

    Es liegen keine Daten für Patienten vor, die Enoxaparin-Natrium zur Thromboseprophylaxe oder Behandlung anwenden und zusätzlich zur Hämodialysesitzung erhalten.

    Akutes Koronarsyndrom: Therapie der instabilen Angina pectoris, des NSTEMI und des akuten STEMI

  • Die empfohlene Dosis zur Behandlung einer instabilen Angina pectoris und eines NSTEMI beträgt 100 IE/kg (1 mg/kg) Enoxaparin-Natrium mittels s.c. Injektion alle 12 Stunden in Kombination mit einer antithrombozytären Therapie. Die Behandlung sollte mindestens 2 Tage erfolgen und bis zur klinischen Stabilisierung fortgesetzt werden. Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 2 bis 8 Tage.Acetylsalicylsäure wird, sofern keine Kontraindikationen vorliegen, in einer Aufsättigungsdosis von initial 150 bis 300 mg oral (Patienten, die vorher nicht Acetylsalicylsäure eingenommen haben) und in einer Erhaltungsdosis von 75 bis 325 mg täglich über einen längeren Zeitraum für alle Patienten empfohlen, unabhängig von der Behandlungsstrategie.

  • Die empfohlene Dosis zur Behandlung eines akuten STEMI ist eine intravenöse (i.v.) Einzelinjektion von 3.000 IE (30 mg) als Bolus und einer zusätzlichen s.c. Gabe von

    100 IE/kg (1 mg/kg) zu Beginn, gefolgt von einer s.c. Gabe von 100 IE/kg (1 mg/kg) alle 12 Stunden (jeweils maximal 10.000 IE (100 mg) für die ersten beiden s.c. Dosen). Eine angemessene antithrombozytäre Therapie, wie mit Acetylsalicylsäure (75 mg bis 325 mg einmal täglich oral), sollte gleichzeitig erfolgen sofern keine Kontraindikationen vorliegen. Es wird empfohlen, die Behandlung mit Enoxaparin-Natrium über 8 Tage oder bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus fortzuführen, je nachdem welcher Zeitpunkt früher liegt. Bei Gabe zusammen mit einem Thrombolytikum (fibrinspezifisch oder nicht fibrinspezifisch) sollte Enoxaparin-Natrium zwischen 15 Minuten vor und 30 Minuten nach Beginn der fibrinolytischen Therapie gegeben werden. • Für Dosierungsempfehlungen bei Patienten ≥ 75 Jahren siehe unter „Ältere Patienten“.

  • Für Patienten mit perkutaner Koronarintervention (PCI) gilt: Wenn die letzte s.c. Gabe von Enoxaparin-Natrium weniger als 8 Stunden vor der Ballondilatation gegeben wurde, ist keine weitere Dosis erforderlich. Wenn die letzte s.c. Gabe mehr als 8 Stunden vor der Ballondilatation gegeben wurde, sollte ein i.v. Bolus von 30 IE/kg (0,3 mg/kg) Enoxaparin-Natrium verabreicht werden.

    Kinder und Jugendliche

    Die Sicherheit und Wirksamkeit von Enoxaparin-Natrium bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen.

    Ältere Patienten

    Bei allen Anwendungsgebieten außer bei der Behandlung des STEMI ist bei älteren Patienten keine Dosisreduktion erforderlich, es sei denn, es liegt eine eingeschränkte Nierenfunktion vor (siehe unten „Eingeschränkte Nierenfunktion“ und Abschnitt 4.4).

    Für die Behandlung des akuten STEMI bei älteren Patienten ≥ 75 Jahren darf kein anfänglicher

    i.v. Bolus gegeben werden. Die Behandlung wird mit 75 IE/kg (0,75 mg/kg) s.c. alle 12 Stunden begonnen (jeweils maximal 7.500 IE (75 mg) für die ersten beiden s.c. Dosen, gefolgt von 75 IE/kg (0,75 mg/kg) s.c. für alle weiteren Dosen). Für die Dosierung bei älteren Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion siehe unten „Eingeschränkte Nierenfunktion“ und Abschnitt 4.4.

    Eingeschränkte Leberfunktion

    Es liegen begrenzte Erfahrungen bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vor (siehe Abschnitte 5.1 und 5.2). Die Behandlung sollte bei diesen Patienten mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

    Eingeschränkte Nierenfunktion (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2)

  • Stark eingeschränkte Nierenfunktion:

    Aufgrund fehlender Daten wird Enoxaparin-Natrium bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 15 ml/min) nicht empfohlen außer zur Prävention einer Thrombusbildung im extrakorporalen Kreislauf während der Hämodialyse.

    Dosierungstabelle für Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 15−30 ml/min):

    Indikation Dosisregime
    Prophylaxe venöser thromboembolischerErkrankungen 2.000 IE (20 mg) s.c. einmal täglich
    Therapie von TVT und LE 100 IE/kg (1 mg/kg) Körpergewicht s.c. einmal täglich
    Therapie bei instabiler Angina undNSTEMI 100 IE/kg (1 mg/kg) Körpergewicht s.c. einmal täglich
    Therapie des akuten STEMI (Patienten unter 75 Jahren)Therapie des akuten STEMI (Patienten ab 75 Jahren) 1 × 3.000 IE (30 mg) i.v. Bolus plus 100 IE/kg (1 mg/kg) Körpergewicht s.c. und dann 100 IE/kg (1 mg/kg) Körpergewicht s.c. alle 24 StundenKein initialer i.v. Bolus, 100 IE/kg (1 mg/kg) Körpergewicht s.c.und dann 100 IE/kg (1 mg/kg) Körpergewicht s.c. alle 24Stunden

    Die empfohlenen Dosisanpassungen gelten nicht für das Anwendungsgebiet Hämodialyse.

  • Mäßig und leicht eingeschränkte Nierenfunktion:

    Auch wenn bei Patienten mit mäßig (Kreatinin-Clearance 30–50 ml/min) oder leicht (KreatininClearance 50–80 ml/min) eingeschränkter Nierenfunktion keine Dosisanpassung empfohlen wird, wird zu einer sorgfältigen klinischen Überwachung geraten.

    Art der Anwendung

    Hepaxane darf nicht intramuskulär appliziert werden.

    Zur Prophylaxe venöser Thromboembolien nach Operationen, zur Behandlung von TVT und Lungenembolien, zur Behandlung der instabilen Angina pectoris und des NSTEMI sollte Enoxaparin-Natrium als s.c. Injektion verabreicht werden.

    • Die Therapie des akuten STEMI wird mit einer einzelnen i.v. Bolusinjektion begonnen, auf die unmittelbar eine s.c. Injektion folgt.

    • Zur Prävention eines Blutgerinnsels im extrakorporalen Kreislauf während der Hämodialyse wird Enoxaparin-Natrium über den arteriellen Schenkel des Dialysekreislaufs injiziert.

      Die Fertigspritze zur Einmalgabe kann sofort angewendet werden.

    • Technik der s.c. Injektion

    Die Injektion sollte vorzugsweise am liegenden Patienten vorgenommen werden. EnoxaparinNatrium wird mittels tiefer s.c. Injektion verabreicht.

    Bei Anwendung der Fertigspritze darf die Luftblase vor der Injektion nicht aus der Spritze entfernt werden, um einen Verlust an Arzneistoff zu vermeiden. Wenn die zu injizierende Dosis an das Körpergewicht des Patienten angepasst werden muss, ist eine graduierte Fertigspritze zu verwenden, um das benötigte Volumen nach Verwerfen des Überschusses vor der Injektion zu erhalten. Bitte beachten Sie, dass es in einigen Fällen nicht möglich ist, eine exakte Dosierung aufgrund der vorgegebenen Graduierung der Spritze zu erreichen. In diesen Fällen soll das Volumen auf die nächstliegende Graduierung aufgerundet werden.

    Die Verabreichung sollte zwischen der linken und rechten anterolateralen oder posterolateralen Bauchwand alternieren. Die Nadel sollte in ihrer ganzen Länge senkrecht in eine Hautfalte, die zwischen Daumen und Zeigefinger festgehalten wird, eingeführt werden. Die Hautfalte darf erst nach dem Ende der Injektion losgelassen werden. Die Injektionsstelle darf nach Anwendung nicht massiert werden.

    Hinweis: Am Ende der Injektion wird bei Fertigspritzen, die mit Nadelsicherungssystem ausgestattet sind, das Sicherheitssystem am Ende der Injektion ausgelöst (siehe Hinweise in Abschnitt 6.6).

    Im Fall einer Selbstverabreichung sollte der Patient darauf hingewiesen werden, den Anweisungen der in der der Packung beiliegenden Gebrauchsinformation zu folgen.

    • i.v. (Bolus-)Injektion (nur bei akutem STEMI):

      Die Therapie des akuten STEMI wird mit einer einzelnen i.v. Bolusinjektion begonnen, auf die unmittelbar eine s.c. Injektion folgt. Für eine i.v. Injektion kann entweder eine MehrfachdosisDurchstechflasche oder eine Fertigspritze verwendet werden. Enoxaparin-Natrium sollte über einen i.v. Zugang appliziert werden. Es sollte nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt oder gleichzeitig appliziert werden. Um das mögliche Vermischen von Enoxaparin-Natrium mit anderen Arzneimitteln zu vermeiden, sollte der gewählte i.v. Zugang vor und nach der i.v. Bolusgabe von Enoxaparin-Natrium mit ausreichend Natriumchlorid- oder Dextroselösung gespült werden, um ihn zu reinigen. Enoxaparin-Natrium kann unbedenklich mit isotoner Natriumchloridlösung oder 5 % Dextrose in Wasser gegeben werden.

    • Initialer Bolus 3.000 IE (30 mg)

      Bei Verwendung einer graduierten Enoxaparin-Natrium-Fertigspritze für den initialen Bolus von 3.000 IE (30 mg) ist das überschüssige Volumen zu verwerfen, um in der Spritze nur eine Dosis von 3.000 IE (30 mg) zu behalten. Die Dosis mit 3.000 IE (30 mg) kann danach direkt in den i.v. Zugang injiziert werden.

    • Zusätzlicher Bolus bei PCI, wenn die letzte s.c. Injektion mehr als 8 Stunden vor der Ballondilatation verabreicht wurde

    Bei Patienten, die mit einer perkutanen Koronarintervention (PCI) behandelt werden, ist ein zusätzlicher i.v. Bolus von 30 IE/kg (0,3 mg/kg) zu verabreichen, wenn die letzte s.c. Gabe mehr als 8 Stunden vor der Ballondilatation erfolgt ist.

    Zur Gewährleistung der Exaktheit des geringen Injektionsvolumens wird empfohlen, den Wirkstoff auf 300 IE/ml (3 mg/ml) zu verdünnen.

    Um eine Lösung mit 300 IE/ml (3 mg/ml) mithilfe einer Fertigspritze mit 6.000 IE (60 mg) Enoxaparin-Natrium zu erhalten, wird empfohlen, einen 50-ml-Infusionsbeutel (z. B. mit entweder isotoner Kochsalzlösung oder 5 % Dextrose in Wasser für Injektionszwecke) folgendermaßen zu verwenden:

    30 ml Flüssigkeit sind aus dem Infusionsbeutel mit einer Spritze zu entnehmen und zu verwerfen. Den gesamten Inhalt der 6.000 IE (60 mg) Enoxaparin-Natrium-Fertigspritze in die

    im Beutel verbleibenden 20 ml injizieren. Der Beutelinhalt ist vorsichtig zu vermischen. Nun ist das benötigte Volumen der verdünnten Lösung mit einer Spritze zur Verabreichung in den i.v. Zugang zu entnehmen.

    Nach erfolgter Verdünnung kann das zu injizierende Volumen anhand der Formel (Volumen der verdünnten Lösung [ml] = Patientengewicht [kg] x 0,1) oder unter Nutzung der unten stehenden Tabelle berechnet werden. Es wird empfohlen, die verdünnte Lösung unmittelbar vor der Anwendung herzustellen.

    In den i.v. Zugang zu injizierendes Volumen nach erfolgter Verdünnung auf eine Konzentration von 300 IE (3 mg)/ml.

    Gewicht Erforderliche Dosis 30IE/kg (0,3 mg/kg) Zu injizierendes Volumen bei Verdünnung auf eine finale Konzentration von300 IE (3 mg)/ml
    [kg] [IE] [mg] [ml]
    45 1350 13,5 4,5
    50 1500 15 5
    55 1650 16,5 5,5
    60 1800 18 6
    65 1950 19,5 6,5
    70 2100 21 7
    75 2250 22,5 7,5
    80 2400 24 8
    85 2550 25,5 8,5
    90 2700 27 9
    95 2850 28,5 9,5
    100 3000 30 10
    105 3150 31,5 10,5
    110 3300 33 11
    115 3450 34,5 11,5
    120 3600 36 12
    125 3750 37,5 12,5
    130 3900 39 13
    135 4050 40,5 13,5
    140 4200 42 14
    145 4350 43,5 14,5
    150 4500 45 15
    • Injektion in den arteriellen Schenkel des Dialysekreislaufs

      Zur Vorbeugung von Blutgerinnseln im extrakorporalen Kreislauf während der Hämodialyse wird Enoxaparin-Natrium über den arteriellen Schenkel eines Dialysekreislaufs appliziert.

      Wechsel zwischen Enoxaparin-Natrium und oralen Antikoagulanzien

    • Wechsel zwischen Enoxaparin-Natrium und Vitamin-K-Antagonisten (VKA) Die klinische Überwachung und Bestimmung von Laborwerten (Prothrombinzeit, ausgedrückt als International Normalized Ratio [INR]) muss intensiviert werden, um die Wirkung der VKA zu überwachen.

      Da es eine Zeitverzögerung bis zum maximalen Effekt des VKA gibt, sollte die EnoxaparinNatrium-Therapie in einer konstanten Dosis so lange wie nötig fortgesetzt werden, bis derINR bei zwei aufeinander folgenden Bestimmungen im für das Indikationsgebiet gewünschten therapeutischen Bereich liegt.

      Für Patienten, die derzeit einen VKA erhalten, sollte der VKA abgesetzt werden und die erste Dosis von Enoxaparin-Natrium gegeben werden, wenn der INR unter den therapeutischen Bereich gefallen ist.

    • Wechsel zwischen Enoxaparin-Natrium und direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) Bei Patienten, die mit Enoxaparin-Natrium eingestellt sind, wird Enoxaparin-Natrium abgesetzt und das DOAK seiner Produktinformation entsprechend 0 bis 2 Stunden vor der nächsten theoretischen Enoxaparin-Natrium-Gabe eingenommen.

    Bei Patienten, die derzeit ein DOAK erhalten, sollte die erste Dosis Enoxaparin-Natrium zum Zeitpunkt der nächsten theoretischen DOAK-Gabe erfolgen.

    Anwendung bei Spinal-/Periduralanästhesie oder Lumbalpunktion

    Sollte der Arzt im Rahmen einer Peridural- oder Spinalanästhesie/-analgesie oder Lumbalpunktion eine Antikoagulation verabreichen, empfiehlt sich aufgrund des Risikos von Spinalhämatomen eine sorgfältige neurologische Überwachung (siehe Abschnitt 4.4).

    - Dosierung zur Prophylaxe

    Zwischen der letzten Injektion von Enoxaparin-Natrium in prophylaktischen Dosen und der Nadel- oder Katheterplatzierung ist ein punktionsfreies Intervall von mindestens 12 Stunden einzuhalten.

    Bei kontinuierlichen Verfahren sollte ein vergleichbares Zeitintervall von mindestens 12 Stunden vor dem Entfernen des Katheters eingehalten werden.

    Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von 15−30 ml/min ist eine Verdoppelung des Zeitintervalls bis zur Punktion/zum Kathetersetzen oder -entfernen auf mindestens 24 Stunden in Erwägung zu ziehen.

    Die Initiierung von Enoxaparin-Natrium 2.000 IE (20 mg) 2 Stunden präoperativ ist nicht vereinbar mit einer neuroaxialer Anästhesie.

    - Dosierung zur Behandlung

    Zwischen der letzten Injektion von Enoxaparin-Natrium in therapeutischen Dosen und der Nadel- oder Katheterplatzierung ist ein punktionsfreies Intervall von mindestens 24 Stunden einzuhalten (siehe auch Abschnitt 4.3).

    Bei kontinuierlichen Verfahren soll ein ähnliches Zeitintervall von 24 Stunden vor dem Entfernen des Katheters eingehalten werden.

    Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von 15−30 ml/min ist eine Verdopplung des Zeitintervalls bis zur Punktion/zum Kathetersetzen oder -entfernen auf mindestens 48 Stunden in Erwägung zu ziehen.

    Patienten, die das zweimal tägliche Dosierungsschema erhalten (d. h. 75 IE/kg (0,75 mg/kg) zweimal täglich oder 100 IE/kg (1 mg/kg) zweimal täglich), sollten die zweite Enoxaparin-Natrium-Dosis weglassen, um ein ausreichendes Zeitintervall vor dem Setzen oder Entfernen des Katheters zu ermöglichen.

    Eine Anti-Xa-Aktivität ist zu den vorgenannten Zeitpunkten noch feststellbar und diese Intervalle garantieren nicht, dass ein rückenmarknahes Hämatom vermieden wird.

    Entsprechend ist in Erwägung zu ziehen, für mindestens 4 Stunden nach der Spinal-/ Periduralpunktion bzw. Katheterentfernung kein Enoxaparin-Natrium zu geben. Das Zeitintervall muss auf Basis einer Nutzen-Risiko-Abwägung, sowohl des Risikos einer Thrombose als auch des Risikos für Blutungen, vor dem Hintergrund des Verfahrens und den Risikofaktoren des Patienten festgelegt werden.

Gegenanzeigen

Enoxaparin-Natrium darf nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Enoxaparin-Natrium, Heparin oder Heparinderivate einschließlich anderer niedermolekularer Heparine (NMH), oder einen der in Abschnitt

    6.1 genannten sonstigen Bestandteile,

  • Vorgeschichte einer allergisch bedingtenheparininduzierten Thrombozytopenie (HIT) , die entweder innerhalb der letzten 100 Tage aufgetreten ist oder beim Nachweis zirkulierender Antikörper (siehe auch Abschnitt 4.4),

  • akuter, klinisch relevanter Blutung und Zuständen mit hohem Blutungsrisiko, einschließlich kürzlich aufgetretenem hämorrhagischem Schlaganfall, Magen- oder Darmulzera, maligner Neoplasie mit hohem Blutungsrisiko, kürzlich zurückliegenden Operationen an Gehirn, Wirbelsäule oder Auge, bekannten oder vermuteten Ösophagusvarizen, arteriovenösen Fehlbildungen, Gefäßaneurysmen oder hochgradigen intraspinalen oder intrazerebralen vaskulären Anomalien,

  • Peridural-/Spinalanästhesien oder lokal-regionalen Anästhesien, wenn EnoxaparinNatrium in den letzten 24 Stunden in therapeutischen Dosen angewendet wurde (siehe Abschnitt 4.4).

Warnhinweise

  • Allgemeiner Hinweis

    Enoxaparin-Natrium kann nicht austauschbar (Einheit für Einheit) mit anderen NMH verwendet werden. Diese Arzneimittel unterscheiden sich bezüglich des Herstellungsprozesses, des Molekulargewichts, der spezifischen Anti-Xa- und Anti-IIa-Aktivität, der Einheiten, der Dosierung und der klinischen Wirksamkeit und Sicherheit. Dies führt zu Unterschieden in ihrer Pharmakokinetik und damit verbundenen biologischen Aktivität (z. B. anti-Thrombin-Aktivität, Interaktionen der Blutplättchen). Besondere Aufmerksamkeit und die Einhaltung der für jedes Arzneimittel spezifischen Gebrauchsanweisungen sind daher erforderlich.

  • Vorgeschichte einer HIT (> 100 Tage zurückliegend)

    Die Anwendung von Enoxaparin-Natrium bei Patienten, bei denen in der Vergangenheit eine immunvermittelte HIT innerhalb der letzten 100 Tage aufgetreten ist oder bei denen zirkulierende Antikörper nachgewiesen wurden, ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

    Zirkulierende Antikörper können über mehrere Jahre bestehen bleiben.

    Bei Patienten, die in der Vorgeschichte eine heparininduzierte Thrombozytopenie (> 100 Tage) ohne zirkulierende Antikörper aufweisen, ist Enoxaparin-Natrium mit äußerster Vorsicht anzuwenden. Eine Entscheidung hinsichtlich der Anwendung von Enoxaparin-Natrium darf in diesen Fällen nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung und Berücksichtigung alternativer, heparinunabhängiger Therapieoptionen (z. B. Danaparoid-Natrium oder Lepirudin) getroffen werden.

  • Überwachung der Thrombozytenzahl

    Das Risiko einer antikörpervermittelten HIT besteht auch bei der Anwendung von niedermolekularen Heparinen. Sollte eine Thrombozytopenie auftreten, ist dies üblicherweise zwischen dem 5. und 21. Tag der Enoxaparin-Natrium-Behandlung der Fall.

    Das Risiko einer HIT ist bei postoperativen Patienten und vor allem nach Herzoperationen und bei Tumorpatienten erhöht.

    Daher wird empfohlen, vor Beginn der Therapie mit Enoxaparin-Natrium und anschließend im Verlauf der Therapie regelmäßig die Thrombozytenzahl zu bestimmen.

    Beim Auftreten von klinischen Symptomen, die eine HIT vermuten lassen (jeder neue Vorfall einer arteriellen und/oder venösen Thromboembolie, jede schmerzhafte Hautläsion an der Injektionsstelle, jede allergische oder anaphylaktoide Reaktion während der Behandlung), sollte die Thrombozytenzahl überprüft werden. Patienten müssen über diese Symptome aufgeklärt werden und müssen bei deren Auftreten umgehend ihren Arzt konsultieren.

    Wird in der Praxis eine signifikante Abnahme der Thrombozytenzahl (30 bis 50 % des Ausgangswerts) festgestellt, muss die Behandlung mit Enoxaparin-Natrium sofort abgesetzt und der Patient auf eine heparinunabhängige alternative Antikoagulationstherapie umgestellt werden.

  • Blutungen

    Wie bei anderen Antikoagulanzien kann eine Blutung überall auftreten. Wenn es zu einer Blutung kommt, sollte deren Ursprung lokalisiert und eine geeignete Therapie eingeleitet werden.

    Enoxaparin-Natrium ist, wie auch alle anderen Antikoagulanzien, mit Vorsicht anzuwenden bei Zuständen mit erhöhtem Blutungsrisiko wie: - Störungen der Hämostase,

    • peptische Ulzera in der Vorgeschichte,

    • kürzlich aufgetretener ischämischer Schlaganfall,

    • schwere arterielle Hypertonie,

    • kürzlich aufgetretene diabetische Retinopathie,

    • neurochirurgische oder ophthalmologische Eingriffe,

    • gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln mit Wirkung auf die Hämostase (siehe Abschnitt 4.5).

  • Laboruntersuchungen

    In prophylaktischen Dosen gegen venöse Thromboembolien hat Enoxaparin-Natrium keinen signifikanten Einfluss auf die Blutungszeit und allgemeine Gerinnungsparameter, die Thrombozytenaggregation oder die Bindung von Fibrinogen an Thrombozyten.

    Bei der Anwendung von Enoxaparin-Natrium in höheren Dosen kann es zu einer Verlängerung der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (aPTT) und der aktivierten Gerinnungszeit (ACT) kommen. Es besteht keine lineare Korrelation zwischen einer verlängerten aPTT und ACT und einer zunehmenden antithrombotischen Aktivität von Enoxaparin-Natrium. Daher sind Verlängerungen der aPTT und ACT ungeeignet und unzuverlässig in der Überwachung der Enoxaparin-Natrium-Aktivität.

  • Peridural-/Spinalanästhesie bzw. Lumbalpunktion

    Peridural-/Spinalanästhesien oder Lumbalpunktionen dürfen innerhalb von 24 Stunden nach der Gabe von Enoxaparin-Natrium in therapeutischen Dosen nicht durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.3).

    Es wurden Fälle von Spinalhämatomen im Rahmen einer gleichzeitigen Anwendung von Enoxaparin-Natrium bei Patienten, die eine Peridural-/Spinalanästhesie oder Lumbalpunktion erhielten, berichtet mit der Folge einer langfristigen oder dauerhaften Paralyse. Solche Komplikationen sind bei der Anwendung von Enoxaparin-Natrium in Dosen von 4.000 IE (40 mg) pro Tag oder weniger selten. Das Risiko für ein solches Ereignis ist erhöht, wenn nach einem operativen Eingriff ein epiduraler Dauerkatheter gesetzt oder gleichzeitig andere

    Arzneimittel mit Einfluss auf die Hämostase wie nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) angewendet werden, bei traumatischen oder wiederholten periduralen oder spinalen Punktionen sowie bei Patienten mit Wirbelsäulendeformation oder Operationen an der Wirbelsäule in der Vorgeschichte.

    Zur Verminderung eines potentiellen Blutungsrisikos bei der gleichzeitigen Anwendung von Enoxaparin-Natrium und einer periduralen/spinalen Anästhesie oder Analgesie oder Lumbalpunktion ist das pharmakokinetische Profil des Arzneimittels zu berücksichtigen (siehe Abschnitt 5.2). Das Setzen oder Entfernen eines periduralen Katheters oder der Punktionsnadel bei einer Lumbalpunktion wird am besten zu einem Zeitpunkt durchgeführt, an dem die antithrombotische Wirkung von Enoxaparin-Natrium niedrig ist, jedoch ist das genaue Zeitintervall bis zum Erreichen einer ausreichend niedrigen gerinnungshemmenden Wirkung bei den einzelnen Patienten nicht bekannt.

    Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von 15−30 ml/min sind zusätzliche Überlegungen notwendig, da die Elimination von Enoxaparin-Natrium verlängert ist (siehe Abschnitt 4.2).

    Wenn der Arzt entscheidet, in Verbindung mit einer Peridural-/Spinalanästhesie, -analgesie oder einer Lumbalpunktion ein Antikoagulans zu verabreichen, muss der Patient regelmäßig überwacht werden um jegliche Anzeichen und Symptome neurologischer Beeinträchtigungen wie Rückenschmerzen, sensorische oder motorische Störungen (Gefühllosigkeit oder Schwäche in den unteren Extremitäten), Darm- und/oder Blasenfunktionsstörung zu erkennen. Patienten sind anzuweisen, unverzüglich das medizinische Fachpersonal oder den Arzt zu informieren, wenn sie eines der oben angeführten Anzeichen oder Symptome bemerken. Bei Verdacht auf Anzeichen oder Symptome eines Spinalhämatoms sind unverzüglich diagnostische und therapeutische Maßnahmen einzuleiten, einschließlich der Erwägung einer spinalen Dekompression, auch wenn diese Behandlung neurologischen Folgeschäden nicht immer vorbeugen bzw. entgegenwirken kann.

  • Hautnekrosen und kutane Vaskulitis

    Hautnekrosen und kutane Vaskulitis wurden im Zusammenhang mit NMH berichtet und sollten zum unverzüglichen Absetzen der Behandlung führen.

  • Perkutane Koronarintervention

    Zur Minimierung des Blutungsrisikos nach einer vaskulären Instrumentierung zur Behandlung einer instabilen Angina pectoris, eines NSTEMI und eines akuten STEMI sind die empfohlenen Intervalle zwischen den Enoxaparin-Natrium-Dosen genau einzuhalten. Es ist wichtig, nach der PCI eine Hämostase an der Punktionsstelle zu erreichen. Wenn ein Gefäßverschlusssystem verwendet wird, kann die Gefäßschleuse sofort entfernt werden. Wird eine manuelle Kompressionsmethode angewendet, sollte die Gefäßschleuse 6 Stunden nach der letzten i.v./s.c. Injektion von Enoxaparin-Natrium entfernt werden. Bei Fortsetzung der Behandlung mit Enoxaparin-Natrium sollte die nächste geplante Dosis frühestens 6 bis 8 Stunden nach Entfernen der Gefäßschleuse verabreicht werden. Die Stelle des Eingriffs soll danach auf Anzeichen einer Blutung oder eines Hämatoms beobachtet werden.

  • Akute infektiöse Endokarditis

    Die Anwendung von Heparin wird bei Patienten mit akuter infektiöser Endokarditis aufgrund des Risikos einer Hirnblutung üblicherweise nicht empfohlen. Sollte eine Anwendung trotzdem als absolut notwendig erachtet werden, darf eine Entscheidung erst nach einer sorgfältigen individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung getroffen werden.

  • Mechanische Herzklappenprothese

    Es liegen keine ausreichenden Studien zur Thromboseprophylaxe mit Enoxaparin-Natrium bei Patienten mit mechanischen Herzklappen vor. Einzelfälle von Thrombosen an der

    Klappenprothese wurden bei Patienten mit mechanischen Herzklappen berichtet, die eine Thromboseprophylaxe mit Enoxaparin-Natrium erhielten. Störfaktoren, darunter Grunderkrankungen und unzureichende klinische Daten, begrenzen die Bewertung dieser Fälle. Einige dieser Fälle waren schwangere Frauen, bei denen die Thrombose zum mütterlichen und fetalen Tod führte.

  • Schwangere mit mechanischen Herzklappenprothesen

    Die Anwendung von Enoxaparin-Natrium zur Thromboseprophylaxe bei Schwangeren mit mechanischen Herzklappen wurde nicht ausreichend untersucht. In einer klinischen Studie mit Schwangeren mit mechanischen Herzklappenprothesen und unter Behandlung mit EnoxaparinNatrium (100 IE/kg (1 mg/kg) zweimal täglich) zur Reduktion des Thromboembolierisikos entwickelten 2 von 8 Frauen ein Blutgerinnsel, welches die Herzklappe blockierte und schließlich zum Tod der Mutter sowie des Feten führte. Weiterhin wurde nach der

    Markteinführung vereinzelt über Herzklappenthrombosen bei Schwangeren mit mechanischen künstlichen Herzklappen während der Anwendung von Enoxaparin-Natrium als Thromboseprophylaxe berichtet. Schwangere mit mechanischen künstlichen Herzklappen haben möglicherweise ein höheres Risiko für Thromboembolien.

  • Ältere Patienten

    Im prophylaktischen Dosisbereich wird bei älteren Patienten keine erhöhte Blutungsneigung beobachtet. Bei älteren Patienten (insbesondere Patienten ab 80 Jahren) kann im therapeutischen Dosisbereich das Risiko für Blutungskomplikationen erhöht sein. Es wird eine sorgfältige klinische Überwachung und eine Dosisreduktion für Patienten ab 75 Jahren, die wegen eines STEMI behandelt werden, empfohlen (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

  • Eingeschränkte Nierenfunktion

    Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die Exposition gegenüber EnoxaparinNatrium erhöht, was mit einem erhöhten Blutungsrisiko verbunden ist.

    Bei diesen Patienten wird eine sorgfältige klinische Überwachung empfohlen und eine laborchemische Überwachung durch Messung der Anti-Xa-Aktivität sollte in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

    Aufgrund fehlender Daten in dieser Gruppe wird Enoxaparin-Natrium bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 15 ml/min) nicht empfohlen, außer zur Prävention einer Thrombusbildung im extrakorporalen Kreislauf während der Hämodialyse. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 15−30 ml/min) wird aufgrund der signifikant erhöhten Konzentration von Enoxaparin-Natrium im Serum empfohlen, im therapeutischen und prophylaktischen Dosisbereich die Dosis anzupassen (siehe Abschnitt

    4.2). Es wird keine Dosisanpassung bei Patienten mit mäßig (Kreatinin-Clearance

    30−50 ml/min) oder leicht (Kreatinin-Clearance 50−80 ml/min) eingeschränkter Nierenfunktion empfohlen.

  • Eingeschränkte Leberfunktion

    Enoxaparin-Natrium sollte bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen wegen eines erhöhten Blutungsrisikos mit Vorsicht angewendet werden. Eine Dosisanpassung, die auf der Überwachung der Anti-Xa-Werte beruht, ist bei Patienten mit Leberzirrhose unzuverlässig und wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).

  • Patienten mit geringem Körpergewicht

    Ein Anstieg der Konzentration von Enoxaparin-Natrium wurde nach der Anwendung prophylaktischer (nicht an das Gewicht adjustierter) Dosen bei weiblichen (< 45 kg) und männlichen (< 57 kg) Patienten mit geringem Körpergewicht beobachtet, was zu einem

    erhöhten Blutungsrisiko führen kann. Deshalb wird eine sorgfältige klinische Überwachung dieser Patienten empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).

  • Adipöse Patienten

    Adipöse Patienten haben ein erhöhtes Risiko für eine Thromboembolie. Die Sicherheit und Wirksamkeit prophylaktischer Dosen bei adipösen Patienten (BMI > 30 kg/m2) ist nicht vollständig bestimmt worden und es besteht kein Konsens hinsichtlich einer Dosisanpassung. Diese Patienten sollten sorgfältig auf Anzeichen und Symptome einer Thromboembolie überwacht werden.

  • Hyperkaliämie

    Heparine können die Aldosteronsekretion der Nebenniere unterdrücken und so zu einer Hyperkaliämie führen (siehe Abschnitt 4.8), insbesondere bei Patienten mit Diabetes mellitus, chronischer Niereninsuffizienz, vorbestehender metabolischer Azidose oder solchen unter Behandlung mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen den Kaliumspiegel erhöhen (siehe Abschnitt 4.5). Die Kaliumspiegel im Plasma sollten regelmäßig überprüft werden, besonders bei gefährdeten Patienten.

  • Rückverfolgbarkeit

    NMH sind biologische Arzneimittel. Um die Rückverfolgbarkeit von NMH zu verbessern, wird empfohlen, dass Ärzte den Handelsnamen und die Chargennummer des verabreichten Arzneimittels in die Patientenakte aufnehmen.

  • Natriumgehalt

    Dieses Arzneimittel enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
1
5
2
1
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Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen:

  • Arzneimittel mit Wirkung auf die Hämostase (siehe Abschnitt 4.4)

    Es wird empfohlen, einige Arzneimittel, die die Hämostase beeinflussen, vor der Therapie mit Enoxaparin-Natrium abzusetzen, sofern ihre Anwendung nicht zwingend erforderlich ist. Wenn eine gleichzeitige Behandlung erforderlich ist, sollte die Anwendung von Enoxaparin-Natrium gegebenenfalls unter sorgfältiger klinischer und labordiagnostischer Überwachung erfolgen. Zu diesen Arzneimitteln zählen:

    • systemische Salicylate, Acetylsalicylsäure in entzündungshemmenden Dosen und NSAR einschließlich Ketorolac,

    • andere Thrombolytika (z. B. Alteplase, Reteplase, Streptokinase, Tenecteplase, Urokinase) und Antikoagulanzien (siehe Abschnitt 4.2).

      Gleichzeitige Anwendung mit Vorsicht:

      Folgende Arzneimittel können mit Vorsicht gleichzeitig mit Enoxaparin-Natrium angewendet werden:

  • Weitere Arzneimittel mit Wirkung auf die Hämostase, beispielsweise:

    • Thrombozytenaggregationshemmer einschließlich Acetylsalicylsäure in aggregationshemmender Dosis (kardioprotektiv), Clopidogrel, Ticlopidin und Glykoprotein-IIb/IIIa-Antagonisten (indiziert beim akuten Koronarsyndrom) wegen des Blutungsrisikos,

    • Dextran 40,

    • systemische Glukokortikoide.

  • Arzneimittel, die den Kaliumspiegel erhöhen:

    Arzneimittel, die den Kaliumspiegel erhöhen, und Enoxaparin-Natrium können unter sorgfältiger klinischer und labordiagnostischer Überwachung gleichzeitig angewendet werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Beim Menschen gibt es keinen Anhalt dafür, dass Enoxaparin im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimenon die Plazentaschranke passiert. Zum ersten Trimenon liegen keine Daten vor.

Tierexperimentelle Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf Fetotoxizität oder Teratogenität (siehe Abschnitt 5.3). Daten aus tierexperimentellen Untersuchungen zeigten, dass Enoxaparin nur in geringem Umfang die mütterliche Plazenta passiert.

Enoxaparin-Natrium sollte während der Schwangerschaft nur verwendet werden, wenn der Arzt eine klare Notwendigkeit festgestellt hat.

Schwangere Frauen, die Enoxaparin-Natrium erhalten, sollten sorgfältig auf Anzeichen von Blutungen oder übermäßiger Antikoagulation untersucht werden und vor dem hämorrhagischen Risiko gewarnt werden. Insgesamt deuten die Daten nicht auf ein erhöhtes Risiko für Blutungen, Thrombozytopenie oder Osteoporose im Vergleich zu dem Risiko von Nichtschwangeren hin, anders als es bei Schwangeren mit künstlichen Herzklappen beobachtet wurde (siehe Abschnitt 4.4).

Wenn eine Periduralanästhesie geplant ist, wird empfohlen, die Enoxaparin-NatriumBehandlung vorher abzusetzen (siehe Abschnitt 4.4).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Enoxaparin-Natrium unverändert in die Muttermilch übergeht. Bei laktierenden Ratten treten Enoxaparin-Natrium oder dessen Metaboliten nur in sehr geringem Umfang in die Milch über. Eine orale Resorption von Enoxaparin-Natrium ist unwahrscheinlich. Hepaxane kann während der Stillzeit angewendet werden.

Fertilität

Es liegen keine klinischen Daten hinsichtlich der Fertilität bei Anwendung von EnoxaparinNatrium vor. In tierexperimentellen Untersuchungen konnte diesbezüglich keine Auswirkung festgestellt werden (siehe Abschnitt 5.3).

Fahrtüchtigkeit

Enoxaparin-Natrium hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Enoxaparin-Natrium wurde an mehr als 15.000 Patienten untersucht, die Enoxaparin-Natrium in klinischen Studien mit einem Referenzprodukt erhielten. Diese Studien umfassten 1.776 Patienten mit einem Risiko für eine thromboembolische Komplikation, die Enoxaparin nach einer orthopädischen oder Bauchoperation zur Prävention tiefer Beinvenenthrombosen erhielten,

1.169 Patienten, die aufgrund einer akuten Erkrankung eine erheblich eingeschränkte Mobilität aufwiesen und Enoxaparin zur Prävention tiefer Beinvenenthrombosen erhielten, 559 Patienten, denen Enoxaparin zur Behandlung einer TVT mit oder ohne Lungenembolien verabreicht wurde, 1.578 Patienten, die Enoxaparin zur Behandlung einer instabilen Angina pectoris oder

eines nicht transmuralen Myokardinfarktes erhielten, und 10.176 Patienten, die Enoxaparin zur Behandlung eines akuten STEMI erhielten.

Die Dosierungsschemata von Enoxaparin-Natrium, die während dieser klinischen Studien verabreicht wurden, variierten je nach Indikation. Die Enoxaparin-Natrium-Dosis betrug 4.000 IE (40 mg) s.c. einmal täglich für die Prävention tiefer Beinvenenthrombosen nach Operationen oder bei internistischen Patienten mit akuter Erkrankung und erheblich eingeschränkter Mobilität. Bei der Behandlung einer TVT mit oder ohne Lungenembolie wurden Patienten unter Enoxaparin-Natrium-Behandlung entweder 100 IE/kg (1 mg/kg) s.c. alle 12 Stunden oder 150 IE/kg (1,5 mg/kg) s.c. einmal täglich verabreicht. In klinischen Studien zur Behandlung einer instabilen Angina pectoris oder eines nicht transmuralen Myokardinfarktes wurde als Dosierung die Gabe von 100 IE/kg (1 mg/kg) s.c. alle 12 Stunden und in der klinischen Studie zur Behandlung des akuten STEMI die Gabe von 3.000 IE (30 mg) i.v. als Bolus gefolgt von 100 IE/kg (1 mg/kg) s.c. alle 12 Stunden gewählt.

Die in klinischen Studien am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Blutungen, Thrombozytopenie und Thrombozytose (siehe Abschnitt 4.4 und „Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen“ unten).

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Weitere in klinischen Studien beobachteten und nach der Markteinführung (* bedeutet Nebenwirkungen aus Post-Marketing-Erfahrungen) berichteten Nebenwirkungen sind nachstehend aufgeführt.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Organklasse werden die Nebenwirkungen nach absteigendem Schweregrad aufgeführt.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

  • Häufig: Blutung, Blutungsanämie*, Thrombozytopenie, Thrombozytose

  • Selten: Eosinophilie*

  • Selten: Fälle von immunologisch bedingter allergischer Thrombozytopenie mit Thrombose; manchmal ging die Thrombose mit den Komplikationen Organinfarkt oder Ischämie der Gliedmaßen einher (siehe Abschnitt 4.4).

    Erkrankungen des Immunsystems

  • Häufig: allergische Reaktion

  • Selten: anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen, einschließlich Schock*

    Erkrankungen des Nervensystems

  • Häufig: Kopfschmerzen*

    Gefäßerkrankungen

  • Selten: Spinalhämatom* (oder rückenmarksnahe Hämatome). Diese Reaktionen führten zu neurologischen Schäden verschiedenen Umfangs, einschließlich langfristiger oder dauerhafter Paralyse (siehe Abschnitt 4.4).

    Leber- und Gallenerkrankungen

  • Sehr häufig: Leberenzyme erhöht (meistens: Transaminasen > 3-facher oberer Normgrenzwert)

  • Gelegentlich: hepatozelluläre Leberschädigung*

  • Selten: cholestatischer Leberschaden*

    Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

  • Häufig: Urtikaria, Pruritus, Erythem

  • Gelegentlich: bullöse Dermatitis

  • Selten: Alopezie*

  • Selten: kutane Vaskulitis*, Hautnekrose*, meist im Bereich der Injektionsstelle (diesen Phänomenen gingen in der Regel eine infiltrierte und schmerzhafte Purpura bzw. erythematöse Plaques voraus).

  • Knötchen an der Injektionsstelle* (entzündliche noduläre Veränderungen, die keine zystischen Einschlüsse von Enoxaparin darstellten). Diese verschwinden nach einigen Tagen und sollten keinen Grund für einen Behandlungsabbruch darstellen.

    Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

  • Selten: Osteoporose* nach Langzeittherapie (länger als 3 Monate)

    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

  • Häufig: Hämatom an der Injektionsstelle, Schmerzen an der Injektionsstelle, andere Reaktionen an der Injektionsstelle (wie Ödeme, Blutungen, Überempfindlichkeit, Entzündungen, Schwellungen, Schmerzen)

  • Gelegentlich: lokale Reizung, Hautnekrose an der Injektionsstelle

    Untersuchungen

  • Selten: Hyperkaliämie* (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Blutungen

Dazu gehörten schwere Blutungen, die bei maximal 4,2 % der Patienten (chirurgische Patienten) berichtet wurden. Einige dieser Fälle verliefen tödlich. Bei chirurgischen Patienten wurden Blutungskomplikationen als schwer definiert, wenn (1) die Blutung ein klinisch bedeutsames Ereignis verursachte oder (2) die Blutung von einem Abfall der Hämoglobinwerte um ≥ 2 g/dl oder einer Transfusion von mindestens 2 Einheiten eines Blutprodukts begleitet wurde. Eine retroperitoneale oder intrakranielle Blutung wurde immer als schwer eingestuft.

Wie bei anderen Antikoagulanzien kann eine Blutung beim Vorhandensein entsprechender Risikofaktoren auftreten: z. B. Organläsionen mit Blutungsneigung, invasive Verfahren oder gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die die Hämostase beeinflussen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Systemorgan klasse Prophylaxe bei chirurgischen Patienten Prophylaxe bei internistischen Patienten Behandlung von Patienten mit TVT+/– LE Behandlung von Patienten mit instabiler Angina pectoris und nichttransmuralem MI Behandlung von Patienten mit akutem STEMI
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr häufig: Blutung* Selten: retroperitoneale Blutung Häufig: Blutung* Sehr häufig: Blutung* Gelegentlich: intrakranielle Blutung, retroperitoneale Blutung Häufig: Blutung* Selten: retroperitoneale Blutung Häufig: Blutung* Gelegentlich: intrakranielle Blutung, retroperitoneale Blutung

*: wie Hämatom, Ekchymose außerhalb der Injektionsstelle, Wundhämatom, Hämaturie, Epistaxis und gastrointestinale Blutung.

Thrombozytopenie und Thrombozytose

Systemorgan klasse Prophylaxe bei chirurgischen Patienten Prophylaxe bei internistischen Patienten Behandlung von Patienten mit TVT+/– LE Behandlung von Patienten mit instabiler Angina pectoris und nicht transmuralem MI Behandlung von Patienten mit akutem STEMI
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr häufig: Thrombozytose* Häufig: Thrombozytope nie Gelegentlich: Thrombozytopeni e Sehr häufig: Thrombozytose * Häufig: Thrombozytopenie Gelegentlich:Thrombozytopenie Häufig: Thrombozytose *, Thrombozytopenie Sehr selten: imunallergische Thrombozytopenie

*: Thrombozytenanstieg > 400 G/l

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Enoxaparin-Natrium bei der Anwendung bei Kindern ist nicht erwiesen (siehe Abschnitt 4.2).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-GeorgKiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Anzeichen und Symptome

Bei einer versehentlichen Überdosierung von Enoxaparin-Natrium nach i.v., extrakorporaler oder s.c. Verabreichung können hämorrhagische Komplikationen auftreten. Bei oraler Anwendung selbst hoher Dosen ist eine Resorption von Enoxaparin-Natrium unwahrscheinlich.

Therapiemaßnahmen

Die gerinnungshemmenden Wirkungen können durch langsame i.v. Injektion von Protamin weitgehend neutralisiert werden. Die Protamindosis hängt von der verabreichten EnoxaparinNatrium-Dosis ab: 1 mg Protamin neutralisiert die gerinnungshemmende Aktivität von 100 IE (1 mg) Enoxaparin-Natrium, wenn Enoxaparin-Natrium in den vorangegangenen 8 Stunden verabreicht wurde. Eine Infusion von 0,5 mg Protamin pro 100 IE (1 mg) Enoxaparin-Natrium kann angewendet werden, wenn Enoxaparin-Natrium mehr als 8 Stunden vor der Gabe von Protamin verabreicht wurde oder wenn eine zweite Gabe von Protamin als erforderlich erachtet wird. Liegt die Injektion von Enoxaparin-Natrium mehr als 12 Stunden zurück, ist eine Protamingabe möglicherweise nicht mehr erforderlich. Allerdings kann auch mit hohen Dosen von Protamin die Anti-Xa-Aktivität von Enoxaparin-Natrium nie vollständig neutralisiert werden (maximal etwa 60 %) (siehe Fachinformation der jeweiligen Protaminsalze).

Pharmakologische Eigenschaften - Fosrenol 750 mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antithrombotisches Mittel, Heparingruppe. ATC-Code: B01AB05.

Pharmakodynamische Wirkungen

Enoxaparin-Natrium ist ein NMH mit einem mittleren Molekulargewicht von circa 4.500 Dalton, bei dem die antithrombotischen und antikoagulativen Wirkungen von Standardheparin separiert wurden. Als Wirkstoff wird das Natriumsalz eingesetzt.

In vitro gereinigt weist Enoxaparin-Natrium eine hohe Anti-Xa-Aktivität (ca. 100 IE/mg) und eine niedrige Anti-IIa- oder Anti-Thrombin-Aktivität (ca. 28 IE/mg) auf, die im Verhältnis von 3,6 zueinander stehen. Die gerinnungshemmenden Wirkungen werden über Antithrombin III (AT-III) vermittelt, was zur antithrombotischen Wirkung beim Menschen führt.

Über die Anti-Xa/IIa-Wirkung hinaus wurden weitere antithrombotische und entzündungshemmende Eigenschaften von Enoxaparin bei gesunden Probanden und Patienten sowie in nicht klinischen Modellen identifiziert.

Diese umfassen die AT-III-abhängige Hemmung anderer Gerinnungsfaktoren, wie des Faktors VIIa, die Induktion der Freisetzung des endogenen Tissue Factor Pathway Inhibitors (TFPI) und eine verminderte Freisetzung des von-Willebrand-Faktors (vWF) aus dem Gefäßendothel in den Blutkreislauf. Diese Faktoren tragen bekanntermaßen zur antithrombotischen Gesamtwirkung von Enoxaparin-Natrium bei.

In prophylaktischen Dosen werden keine signifikanten Änderungen der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (aPTT) beobachtet. Die Applikation von therapeutischen Dosen führte zur Verlängerung der Kontrollwerte der aPTT um das 1,5- bis 2,2-Fache bei maximaler Aktivität.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Prävention venöser thromboembolischer Erkrankungen bei einem chirurgischen Eingriff

  • Verlängerte VTE-Prophylaxe nach erfolgtem orthopädischen Eingriff

    In einer doppelblinden Studie zur verlängerten Prophylaxe bei Patienten mit einer Operation zum Hüftgelenksersatz erhielten 179 Patienten ohne eine venöse thromboembolische Erkrankung initial während des Klinikaufenthalts s.c. 4.000 IE (40 mg) Enoxaparin-Natrium und dann nach der Entlassung randomisiert 3 Wochen lang entweder einmal täglich s.c.

    4.000 IE (40 mg) Enoxaparin-Natrium (n = 90) oder Placebo (n = 89). Die Inzidenz einer TVT war während der verlängerten Prophylaxe signifikant niedriger für Enoxaparin-Natrium im Vergleich zu Placebo, es wurden keine Lungenembolien berichtet. Es traten keine schweren Blutungen auf.

    Die Wirksamkeitsdaten sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

    Enoxaparin-Natrium4.000 IE (40 mg)einmal täglich s.c. n (%) Placebo einmal täglichs.c.n (%)
    Alle behandelten Patienten mitverlängerter Prophylaxe 90 (100) 89 (100)
    Gesamtzahl VTE 6 (6,6) 18 (20,2)
    TVT insgesamt (%) 6 (6,6)* 18 (20,2)
    Proximale TVT (%) 5 (5,6)# 7 (8,8)
    *p-Wert vs. Placebo = 0,008#p-Wert vs. Placebo = 0,537

    In einer zweiten doppelblinden Studie erhielten 262 Patienten ohne VTE mit einer Operation zum Hüftgelenksersatz initial während des Klinikaufenthalts s.c. 4.000 IE (40 mg)

    EnoxaparinNatrium und dann nach der Entlassung randomisiert 3 Wochen lang entweder einmal täglich s.c. 4.000 IE (40 mg) Enoxaparin-Natrium (n = 131) oder Placebo (n = 131). Wie in der ersten

    Studie war die Inzidenz von VTE während der verlängerten Prophylaxe signifikant niedriger für Enoxaparin-Natrium im Vergleich zu Placebo, sowohl in Bezug auf die Gesamt-VTE (Enoxaparin-Natrium 21 [16 %] gegenüber Placebo 45 [34,4 %]; p = 0,001) und die proximalen

    TVT (Enoxaparin-Natrium 8 [6,1 %] gegenüber Placebo 28 [21,4 %]; p < 0,001). Es wurde kein Unterschied hinsichtlich schwerer Blutungen zwischen der Enoxaparin-Natrium- und der Placebo-Gruppe festgestellt.

  • Verlängerte TVT-Prophylaxe nach Tumoroperation

In einer doppelblinden, multizentrischen Studie wurden ein vierwöchiges und ein einwöchiges Dosierungsschema für die Enoxaparin-Natrium-Prophylaxe bezüglich der Sicherheit und Wirksamkeit bei 332 Patienten, die sich elektiven Eingriffen bei Tumoren im Becken- und Bauchbereich unterzogen, verglichen. Die Patienten erhielten Enoxaparin-Natrium (4.000 IE (40 mg) s.c.) täglich über einen Zeitraum von 6 bis 10 Tagen und anschließend randomisiert für weitere 21 Tage entweder Enoxaparin-Natrium oder Placebo. Eine bilaterale Phlebographie erfolgte zwischen dem 25. und 31. Tag oder früher, wenn Symptome einer venösen Thromboembolie auftraten. Die Patienten wurden 3 Monate lang nachbeobachtet. Eine vierwöchige Enoxaparin-Natrium-Prophylaxe nach einem chirurgischen Eingriff bei einem Tumor im Bauch- und Beckenbereich reduzierte signifikant die Inzidenz von phlebographisch nachgewiesenen Thrombosen im Vergleich zur einwöchigen Enoxaparin-Natrium-Prophylaxe. Der Anteil der venösen Thromboembolie am Ende der doppelblinden Phase betrug 12,0 %

(n = 20) in der Placebo-Gruppe und 4,8 % (n = 8) in der Enoxaparin-Natrium-Gruppe; p = 0,02. Diese Differenz persistierte über die 3 Monate (13,8 % vs. 5,5 % [n = 23 vs. 9], p = 0,01). Es traten keine Unterschiede bezüglich der Blutungsrate oder der Rate anderer Komplikationen während der doppelblinden und der Nachbeobachtungsphase auf.

Prophylaxe venöser thromboembolischer Erkrankungen bei internistischen Patienten mit einer akuten Erkrankung und voraussichtlich eingeschränkter Mobilität

In einer doppelblinden, multizentrischen Studie mit Parallelgruppen wurden einmal täglich

2.000 IE (20 mg) oder 4.000 IE (40 mg) Enoxaparin-Natrium s.c. mit einem Placebo zur TVTProphylaxe bei Patienten mit erheblich eingeschränkter Mobilität während einer akuten Erkrankung (definiert als Laufdistanz < 10 Meter für ≤ 3 Tage) verglichen. In diese Studie eingeschlossen wurden Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse III oder IV), akuter Ateminsuffizienz oder komplizierter chronischer Ateminsuffizienz und akuter Infektion oder akutem Rheumaanfall bei Vorliegen von mindestens einem VTE-Risikofaktor (Alter ≥ 75 Jahre, Tumorerkrankung, vorherige VTE, Adipositas, Varizen, Hormontherapie, chronische Herz- oder Ateminsuffizienz).

Insgesamt wurden 1.102 Patienten in die Studie aufgenommen, davon wurden 1.073 Patienten behandelt. Die Therapiedauer betrug 6 bis 14 Tage (mediane Behandlungsdauer 7 Tage). Als einmal tägliche s.c. Dosis von 4.000 IE (40 mg) reduzierte Enoxaparin-Natrium signifikant die Inzidenz von VTE im Vergleich zu Placebo. Die Wirksamkeitsdaten sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

Enoxaparin-Natrium 2,000 IE (20 mg)einmal täglich s.c.n (%) Enoxaparin-Natrium 4,000 IE (40 mg)einmal täglich s.c.n (%) Placebo n (%)
Alle während einer akuten Erkrankung behandelten internistischen Patienten 287 (100) 291(100) 288 (100)
Gesamtzahl VTE 43 (15,0) 16 (5,5)* 43 (14,9)
TVT insgesamt (%) 43 (15,0) 16 (5,5) 40 (13,9)
Proximale TVT (%) 13 (4,5) 5 (1,7) 14 (4,9)
VTE = venöse Thromboembolien, einschließlich TVT, LE und vermutlich thromboembolisch bedingte Todesfälle*p-Wert vs. Placebo = 0,0002

Nach etwa 3 Monaten nach Aufnahme in die Studie blieb die Häufigkeit von VTE in der Enoxaparin-Natrium-4.000-IE-Gruppe (40 mg) gegenüber der Placebo-Gruppe signifikant niedriger. Die Häufigkeit aller Blutungen bzw. schwerer Blutungen betrug 8,6 % bzw. 1,1 % in der Placebo-Gruppe, 11,7 % bzw. 0,3 % in der mit Enoxaparin-Natrium 2.000 IE (20 mg) behandelten Gruppe und 12,6 % bzw. 1,7 % in der mit Enoxaparin-Natrium 4.000 IE (40 mg) behandelten Gruppe.

Therapie tiefer Venenthrombosen mit oder ohne Lungenembolie

In einer multizentrischen Studie mit Parallelgruppen erhielten 900 Patienten mit akuter TVT in den unteren Extremitäten mit oder ohne Lungenembolie bei stationärer Behandlung randomisiert entweder (1) 150 IE/kg (1,5 mg/kg) Enoxaparin-Natrium einmal täglich s.c., (2)

100 IE/kg (1 mg/kg) Enoxaparin-Natrium alle 12 Stunden s.c. oder (3) einen i.v. Bolus (5.000 IE) Heparin mit anschließender Dauerinfusion (um eine aPTT von 55 bis 85 Sekunden zu erreichen). Insgesamt 900 Patienten wurden in der Studie randomisiert und alle Patienten wurden behandelt. Zusätzlich erhielten alle Patienten Warfarin-Natrium (anhand der Prothrombinzeit angepasste Dosis, um eine INR von 2,0 bis 3,0 zu erreichen), begonnen innerhalb von 72 Stunden nach Initiation der Enoxaparin-Natrium- oder der Standardheparintherapie und für 90 Tage fortgesetzt. Die Enoxaparin-Natrium- oder Standardheparintherapie wurden über mindestens 5 Tage und bis zum Erreichen der ZielwertINR für Warfarin-Natrium verabreicht. Beide Dosierungsschemata von Enoxaparin-Natrium waren bezüglich der Risikoreduktion von wiederkehrenden venösen Thromboembolien (TVT und/oder PE) äquivalent zur Standardheparintherapie. Die Wirksamkeitsdaten sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

Enoxaparin-Natrium 150 IE/kg (1,5 mg/kg) einmal täglich s.c.n (%) Enoxaparin-Natrium 100 IE/kg (1 mg/kg) zweimal täglich s.c.n (%) Heparin aPTT-gesteuerte i.v. Therapie n (%)
Alle wegen einer TVT+/– LE behandelten Patienten 298 (100) 312 (100) 290 (100)
Gesamtzahl VTE (%) 13 (4,4)* 9 (2,9)* 12 (4,1)
11 (3,7) 7 (2,2) 8 (2,8)
9 (3,0) 6 (1,9) 7 (2,4)
2 (0,7) 2 (0,6) 4 (1,4)
VTE = venöse Thromboembolien (TVT und/oder LE)*Die 95%-Konfidenzintervalle für die Therapieunterschiede bezüglich aller VTE waren: - Enoxaparin-Natrium einmal täglich vs. Heparin (–3,0 bis 3,5) -Enoxaparin-Natrium alle 12 h vs. Heparin (–4,2 bis 1,7).
  • Nur TVT (%)

  • Proximale TVT (%)

  • LE (%)

Schwere Blutungen traten mit einer Häufigkeit von 1,7 % in der Enoxaparin-Natrium-Gruppe mit 150 IE/kg (1,5 mg/kg) einmal täglich, 1,3 % in der Enoxaparin-Natrium-Gruppe mit 100 IE/kg (1 mg/kg) zweimal täglich bzw. 2,1 % in der Heparin-Gruppe auf.

Therapie der instabilen Angina pectoris und des Nicht-ST-Hebungs-Myokardinfarktes In einer großen, multizentrischen Studie erhielten 3.171 Patienten in der akuten Phase einer instabilen Angina pectoris oder eines Nicht-ST-Hebungs-Myokardinfarkts zusammen mit 100 bis 325 mg Acetylsalicylsäure (ASS) pro Tag randomisiert entweder Enoxaparin-Natrium 100 IE/kg (1 mg/kg) s.c. alle 12 Stunden oder unfraktioniertes Standardheparin i.v. in einer aPTT-angepassten Dosis. Die Patienten mussten über mindestens 2 bis maximal 8 Tage stationär behandelt werden, bis zur klinischen Stabilisierung, Revaskularisation oder Entlassung. Die Patienten mussten bis zu 30 Tage nachverfolgt werden. Im Vergleich zu Heparin führte Enoxaparin-Natrium zu einem signifikant verminderten Auftreten des kombinierten Endpunkts für Angina pectoris, Myokardinfarkt und Tod mit einer Reduktion von 19,8 % auf 16,6 % (relative Risikoreduktion 16,2 %) am 14. Behandlungstag. Diese Risikoreduktion wurde bis zum 30. Behandlungstag aufrechterhalten (von 23,3 % auf 19,8 %; relative Risikoreduktion 15

%).

Signifikante Unterschiede bezüglich schwerer Blutungen traten nicht auf, allerdings waren Blutungen an der s.c. Injektionsstelle häufiger.

Therapie des akuten ST-Hebungs-Myokardinfarktes

In einer großen, multizentrischen Studie erhielten 20.479 Patienten mit akutem STEMI, die für eine fibrinolytische Therapie geeignet waren, randomisiert entweder Enoxaparin-Natrium als einmaligen i.v. Bolus mit 3.000 IE (30 mg) und zusätzlich unmittelbar danach 100 IE/kg (1 mg/kg) s.c., gefolgt von 100 IE/kg (1 mg/kg) s.c. alle 12 Stunden oder i.v. unfraktioniertes Heparin in einer an die individuelle aPTT adjustierten Dosis über 48 Stunden. Alle Patienten erhielten außerdem mindestens 30 Tage lang Acetylsalicylsäure. Das Dosierungsschema für Enoxaparin wurde bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion und bei älteren Patienten ≥ 75 Jahren adjustiert. Die s.c. Enoxaparin-Injektionen wurden bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus oder über höchstens 8 Tage gegeben (je nachdem, was zuerst eintraf).

Bei 4.716 Patienten wurde eine perkutane Koronarintervention (PCI) durchgeführt, bei der die verblindete Studienmedikation als antithrombotische Therapie eingesetzt wurde. Daher wurde bei Patienten unter Enoxaparin die perkutane Koronarintervention ohne Absetzen von Enoxaparin (keine Änderung der Medikation) gemäß dem durch vorangegangene Studien belegten Dosierungsschema durchgeführt, d. h. ohne zusätzliche Enoxaparin-Gabe, wenn die letzte s.c. Injektion weniger als 8 Stunden vor der Ballondehnung gegeben wurde, bzw. mit einem i.v. Bolus von 30 IE/kg (0,3 mg/kg) Enoxaparin-Natrium, wenn die letzte s.c. Injektion mehr als 8 Stunden vor der Ballondehnung verabreicht wurde.

Enoxaparin-Natrium reduzierte im Vergleich zu unfraktioniertem Heparin signifikant die Inzidenz des primären kombinierten Endpunkts aus Tod jeglicher Ursache oder erneutem Myokardinfarkt in den ersten 30 Tagen nach Randomisierung (9,9 % in der Enoxaparin-Gruppe und 12,0 % in der Gruppe unter unfraktioniertem Heparin), mit einer relativen Risikoreduktion um 17 % (p < 0,001).

Die Vorteile der Therapie mit Enoxaparin, die sich in mehreren Wirksamkeitsparametern äußerten, zeigten sich nach 48 Stunden, zu einer Zeit in der das relative Risiko, einen erneuten Myokardinfarkt zu erleiden, im Vergleich zur Behandlung mit unfraktioniertem Heparin um 35

% reduziert (p < 0,001) war.

Der positive Effekt von Enoxaparin-Natrium auf den primären Endpunkt zeigte sich konstant in allen wichtigen Untergruppen, einschließlich nach Alter, Geschlecht, Lokalisation des Myokardinfarktes, Diabetes, Myokardinfarkt in der Anamnese, Art des verwendeten Fibrinolytikums und Zeit bis zum Beginn der Therapie mit der Studienmedikation.

Es gab einen signifikanten Behandlungsvorteil zugunsten von Enoxaparin-Natrium im Vergleich zu unfraktioniertem Heparin bei Patienten, die sich innerhalb von 30 Tagen nach

Randomisierung einer perkutanen Koronarintervention unterzogen (relative Risikoreduktion um 23 %) oder medikamentös behandelt wurden (relative Risikoreduktion um 15 %; Interaktionstest: p = 0,27).

Die Häufigkeit des kombinierten Endpunkts aus Tod, erneutem Myokardinfarkt oder intrakranieller Blutung nach 30 Tagen (als Maß für den klinischen Gesamtvorteil) war in der Enoxaparin-Gruppe (10,1 %) signifikant (p < 0,0001) niedriger als in der Heparin-Gruppe (12,2

%), was eine Reduktion des relativen Risikos um 17 % zugunsten der Behandlung mit Enoxaparin-Natrium darstellt.

Die Häufigkeit schwerer Blutungen nach 30 Tagen war signifikant höher (p < 0,0001) in der Enoxaparin-Gruppe (2,1 %) gegenüber der Heparin-Gruppe (1,4 %). Es gab eine höhere Inzidenz von gastrointestinalen Blutungen in der Enoxaparin-Natrium-Gruppe (0,5 %) gegenüber der Heparin-Gruppe (0,1 %), während die Inzidenz der intrakraniellen Blutungen in beiden Gruppen ähnlich war (0,8 % Enoxaparin-Natrium-Gruppe versus 0,7 % mit Heparin).

Der günstige Effekt von Enoxaparin-Natrium auf den primären Endpunkt, der während der ersten 30 Tage beobachtet wurde, blieb auch in der 12-monatigen Nachbeobachtungsperiode erhalten.

Eingeschränkte Leberfunktion

Nach den vorhandenen Literaturdaten scheint die Verwendung von Enoxaparin-Natrium

4.000 IE (40 mg) zur Verhinderung einer Pfortaderthrombose bei zirrhotischen Patienten (Child-Pugh-Klasse B-C) sicher und wirksam zu sein. Es ist zu beachten, dass die Literaturstudien möglicherweise Limitationen aufweisen. Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen ist Vorsicht geboten, da diese Patienten eine erhöhte Blutungsbereitschaft aufweisen (siehe Abschnitt 4.4) und bei Patienten mit Zirrhose (ChildPugh-Klasse A, B und C) keine Dosisfindungsstudien durchgeführt wurden.

Hepaxane ist ein biologisch/biotechnologisch hergestelltes Arzneimittel, das im Wesentlichen einem bereits zugelassenen Arzneimittel gleicht. Ausführliche Informationen sind auf den Internetseiten {Name des Mitgliedstaates/Agentur} verfügbar.

Pharmakokinetik

Allgemeine Merkmale

Die pharmakokinetischen Parameter von Enoxaparin-Natrium wurden vor allem anhand des zeitlichen Verlaufs der Anti-Xa-Aktivität und auch der Anti-IIa-Aktivität im Plasma ermittelt, in den empfohlenen Dosierungsbereichen nach einmaliger und wiederholter s.c. und nach einmaliger i.v. Injektion. Die Quantifizierung der pharmakokinetischen Anti-Xa- und Anti-IIaAktivität wurde anhand der validierten amidolytischen Methode durchgeführt.

Resorption

Die absolute Bioverfügbarkeit von Enoxaparin nach s.c. Injektion beträgt auf Basis der AntiXa-Aktivität nahezu 100 %.

Verschiedene Dosierungen und Zubereitungen und Dosierungsschemata können angewendet werden.

Die mittlere maximale Anti-Xa-Aktivität im Plasma wird 3 bis 5 Stunden nach s.c. Injektion beobachtet und erreicht Anti-Xa-Aktivitäten von ungefähr 0,2, 0,4, 1,0 bzw. 1,3 Anti-Xa-IE/ml

nach einer einzelnen s.c. Gabe von 2.000 IE, 4.000 IE, 100 IE/kg bzw. 150 IE/kg (20 mg, 40

mg, 1 mg/kg und 1,5 mg/kg).

Ein i.v. Bolus von 3.000 IE (30 mg), unmittelbar gefolgt von 100 IE/kg (1 mg/kg) s.c. alle 12 Stunden, führt zu einem initialen Maximalwert des Anti-Xa-Spiegels von 1,16 IE/ml (n = 16)

und einer durchschnittlichen Exposition entsprechend 88 % des Spiegels im Steady State. Der Steady State wird am zweiten Tag der Behandlung erreicht.

Nach wiederholter s.c. Verabreichung von 4.000 IE (40 mg) einmal täglich bzw. 150 IE/kg (1,5 mg/kg) einmal täglich wird der Steady State bei Probanden an Tag 2 erreicht, wobei das durchschnittliche Expositionsverhältnis etwa 15 % höher als nach einer Einzelgabe ist. Nach wiederholter s.c. Verabreichung von 100 IE/kg (1 mg/kg) zweimal täglich wird der Steady State zwischen dem 3. und 4. Tag erreicht, wobei die durchschnittliche Exposition etwa 65 % höher als nach einer Einzelgabe ist. Die mittleren Spitzen- bzw. Talspiegel der Anti-Xa-Aktivität betragen circa 1,2 IE/ml bzw. 0,52 IE/ml.

Das Injektionsvolumen sowie die Lösungskonzentration haben im Bereich von 100 bis 200 mg/ml bei gesunden Probanden keine Auswirkungen auf die Pharmakokinetik.

Die Pharmakokinetik von Enoxaparin-Natrium verhält sich im empfohlenen Dosisbereich offenbar linear. Die intra- und interindividuelle Variabilität ist gering. Nach wiederholter s.c. Verabreichung erfolgt keine Akkumulation.

Die Anti-IIa-Aktivität im Plasma ist nach s.c. Anwendung circa 10-mal geringer als die AntiXa-Aktivität. Die mittlere maximale Anti-IIa-Aktivität wird etwa 3 bis 4 Stunden nach s.c. Injektion beobachtet und erreicht nach wiederholter Gabe von 100 IE/kg (1 mg/kg) zweimal täglich bzw. 150 IE/kg (1,5 mg/kg) einmal täglich Werte von 0,13 IE/ml bzw. 0,19 IE/ml.

Verteilung

Das Verteilungsvolumen der Anti-Xa-Aktivität von Enoxaparin-Natrium beträgt circa 4,3 Liter und ähnelt damit dem Blutvolumen.

Biotransformation

Enoxaparin-Natrium wird überwiegend in der Leber mittels Desulfatierung und/oder Depolymerisierung zu Molekülen mit geringerem Molekulargewicht und deutlich verringerter biologischer Aktivität metabolisiert.

Elimination

Enoxaparin-Natrium ist ein Wirkstoff mit langsamer Clearance, die mittlere Plasma-Clearance der Anti-Xa-Aktivität beträgt nach einer 6-stündigen i.v. Infusion von 150 IE/kg (1,5 mg/kg) 0,74 l/h.

Die Elimination verläuft offenbar monophasisch, die Halbwertszeit beträgt nach einmaliger s.c. Verabreichung etwa 5 Stunden und nach wiederholter Verabreichung bis zu etwa 7 Stunden.

Die renale Clearance aktiver Fragmente repräsentiert circa 10 % der verabreichten Dosis und die renale Gesamt-Clearance aktiver und nicht aktiver Fragmente liegt bei 40 % der Dosis.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Auf Grundlage der Ergebnisse populationspharmakokinetischer Analysen zeigt das Profil der Enoxaparin-Natrium-Kinetik bei älteren Patienten keine Unterschiede zu jüngeren Patienten, sofern die Nierenfunktion normal ist. Da jedoch die Nierenfunktion im Alter abnimmt, kann bei älteren Patienten die Elimination von Enoxaparin-Natrium verringert sein (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Eingeschränkte Leberfunktion

In einer Studie mit Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose, die mit Enoxaparin-Natrium

4.000 IE (40 mg) einmal täglich behandelt wurden, wurde eine Abnahme der maximalen Anti-

Xa-Aktivität in Zusammenhang mit der zunehmenden Schwere einer Leberfunktionsstörung (gemessen nach den Child-Pugh-Kategorien) gebracht. Dieser Abfall wurde primär dem verminderten AT-III-Level infolge der reduzierten AT-III-Synthese bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion zugeschrieben.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Im Steady State wurde eine lineare Korrelation zwischen der Plasma-Clearance der Anti-Xa-Aktivität und der Kreatinin-Clearance beobachtet, was auf eine verringerte Clearance von Enoxaparin-Natrium bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion hinweist. Die Anti-Xa-Exposition, gemessen als AUC, ist im Steady State nach wiederholter s.c. Gabe von 4.000 IE (40 mg) einmal täglich bei leicht (Kreatinin-Clearance 50−80 ml/min) bzw. mäßig (KreatininClearance 30−50 ml/min) eingeschränkter Nierenfunktion leicht erhöht. Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) ist die AUC im Steady State nach wiederholter s.c. Gabe von 4.000 IE (40 mg) einmal täglich um durchschnittlich 65 % signifikant erhöht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Hämodialyse

Die Pharmakokinetik von Enoxaparin-Natrium war der der Kontrollgruppe insgesamt vergleichbar; nach einer einmaligen Dosis von 25, 50 oder 100 IE/kg (0,25, 0,50 oder 1,0 mg/kg) i.v. war allerdings die AUC zweifach höher als in der Kontrollgruppe.

Körpergewicht

Nach wiederholter s.c. Gabe von 150 IE/kg (1,5 mg/kg) einmal täglich ist die mittlere AUC der Anti-Xa-Aktivität im Steady State bei adipösen Probanden (BMI 30–48 kg/m2) geringfügig größer als bei nicht adipösen Kontrollpersonen, während die maximale Anti-Xa-Aktivität im Plasma nicht erhöht ist. Die gewichtsadjustierte Clearance nach s.c. Gabe ist bei adipösen Patienten erniedrigt.

Bei Gabe einer nicht an das Körpergewicht angepassten Dosis war die Anti-Xa-Exposition nach einmaliger s.c. Dosis von 4.000 IE (40 mg) bei Frauen mit niedrigem Körpergewicht (< 45 kg) um 52 % und bei Männern mit niedrigem Körpergewicht (< 57 kg) um 27 % größer als bei normalgewichtigen Kontrollpersonen (siehe Abschnitt 4.4).

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Verabreichung wurden keine pharmakokinetischen Wechselwirkungen zwischen Enoxaparin-Natrium und Thrombolytika beobachtet.

Pharmazeutische Angaben - Fosrenol 750 mg

Liste der sonstigen Bestandteile

Wasser für Injektionszwecke

Inkompatibilitäten

Subkutane Injektion

Nicht mit anderen Arzneimitteln mischen.

Intravenöse (Bolus-)Injektion (nur bei akutem STEMI):

Enoxaparin-Natrium kann unbedenklich zusammen mit isotonischer Natriumchloridlösung oder 5% Dextrose in Wasser verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.2).

Dauer der Haltbarkeit

36 Monate.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht einfrieren.

Arzneimittel zum Einmalgebrauch. Nicht verwendetes Arzneimittel ist zu verwerfen.

Art und Inhalt des Behältnisses

Injektionslösung in einer 0,5-ml- oder 1-ml-Fertigspritze aus Typ-I-Glas mit adaptierter Nadel und Nadelkappe (synthetisches Polyisoprengummi). Der Kolben ist mit einem Stempel mit Elastomerstopper (Chlorobutylgummi) verschlossen. Die Injektionslösung ist in 2 verschiedenen Ausführungen verfügbar:

  1. Die Spritze ist mit einem System, das die Nadel nach Injektion abschirmt, ausgestattet

    Hepaxane 2.000 IE (20 mg)/0,2 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

    Packungen mit 2, 6,oder 10 Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10) und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

    Hepaxane 4.000 IE (40 mg)/0,4 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

    Packungen mit 2, 6oder 10 Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10) und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

    Hepaxane 6.000 IE (60 mg)/0,6 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

    Packungen mit 2, 6oder 10 graduierten Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10)

    und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

    Hepaxane 8.000 IE (80 mg)/0,8 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

    Packungen mit 2, 6oder 10 graduierten Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10)

    und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

    Hepaxane 10.000 IE (100 mg)/1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

    Packungen mit 2, 6oder 10 graduierten Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10)

    und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

    Hepaxane 12.000 IE (120 mg)/0,8 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

    Packungen mit 2, 6,oder 10 graduierten Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10)

    und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

    Hepaxane 15.000 IE (150 mg)/1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

    Packungen mit 2, 6,oder 10 graduierten Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10)

    und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

  2. Die Spritze ist nicht mit einem System, das die Nadel nach Injektion abschirmt, ausgestattet

Hepaxane 2.000 IE (20 mg)/0,2 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

Packungen mit 2, 6,oder 10 Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10) und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

Hepaxane 4.000 IE (40 mg)/0,4 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

Packungen mit 2, 6oder 10 Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10) und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

Hepaxane 6.000 IE (60 mg)/0,6 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

Packungen mit 2, 6oder 10 graduierten Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10)

und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

Hepaxane 8.000 IE (80 mg)/0,8 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

Packungen mit 2, 6oder 10 graduierten Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10)

und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

Hepaxane 10.000 IE (100 mg)/1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

Packungen mit 2, 6oder 10 graduierten Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10)

und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

Hepaxane 12.000 IE (120 mg)/0,8 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

Packungen mit 2, 6,oder 10 graduierten Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10)

und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

Hepaxane 15.000 IE (150 mg)/1 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze:

Packungen mit 2, 6,oder 10 graduierten Fertigspritzen, Bündelpackung: 30 (3 Packungen à 10)

und 50 (5 Packungen à 10) Fertigspritzen

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handhabung

Die Fertigspritzen sind gebrauchsfertig zubereitet (siehe Abschnitt 4.2).

Zur intravenösen Infusion kann das Arzneimittel in isotoner Kochsalzlösung (0,9 %) oder 5 % Dextrose in Wasser verdünnt werden.

Die Lösung muss vor der Anwendung inspiziert werden. Sie darf nicht verwendet werden, wenn Veränderungen sichtbar sind.

Hepaxane Fertigspritzen sind nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt; nicht verwendete Arzneimittelreste sind zu verwerfen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

HINWEISE ZUR HANDHABUNG: FERTIGSPRITZE

Die Selbstinjektion von Hepaxane

Wenn Sie sich Hepaxane selbst spritzen können, wird Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal Ihnen zeigen, wie Sie dabei vorgehen sollen. Versuchen Sie nicht, sich selbst eine Injektion zu geben, wenn Sie noch nicht darin geschult wurden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie vorgehen sollen, sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.

Vor der Selbstinjektion von Hepaxane

  • Überprüfen Sie das Verfalldatum auf dem Arzneimittel. Nicht verwenden, wenn das Verfalldatum überschritten ist.

  • Kontrollieren Sie, dass die Spritze nicht beschädigt ist und das Arzneimittel darin als klare Lösung erscheint. Ist dies nicht der Fall, verwenden Sie eine andere Spritze.

  • Sie dürfen das Arzneimittel nicht verwenden, wenn es verändert aussieht.

  • Vergewissern Sie sich über die zu injizierende Menge.

  • Kontrollieren Sie, ob die letzte Injektion an Ihrem Bauch eine Rötung, Veränderung der Hautfarbe, Schwellung, nässende oder noch immer schmerzende Injektionsstelle hinterlassen hat. Ist dies der Fall, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.

  • Bestimmen Sie die Stelle, an der Sie das Arzneimittel injizieren wollen. Wechseln Sie die Injektionsstelle bei jeder Injektion zwischen der linken und der rechten Bauchseite. Hepaxane sollte nicht zu nahe am Bauchnabel oder an vorhandenem Narbengewebe (mindestens 5 cm davon entfernt) direkt unter die Bauchhaut injiziert werden.

Die Fertigspritze ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt und mit einem Schutzsystem ausgerüstet, das die Nadel nach der Injektion abschirmt.

Anleitung zur Selbstinjektion von Hepaxane:

Legen Sie sich für die Injektion bitte hin. Hepaxane wird tief subkutan (unter die Haut) injiziert. Bei der Anwendung sollte stets zwischen dem linken vorderen, rechten vorderen, linken hinteren und rechten hinteren Bereich der Bauchwand abgewechselt werden. Führen Sie die Nadel in Ihrer ganzen Länge in eine Hautfalte ein, die Sie während des gesamten Injektionsvorgangs zwischen Daumen und Zeigefinger halten. Um blaue Flecken zu vermeiden, sollten Sie die Injektionsstelle nach der Injektion nicht reiben.

Hepaxane Fertigspritzen und graduierte Fertigspritzen sind nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt und mit einem Schutzystem ausgerüstet, das die Nadel nach der Injektion abschirmt. Die Schutzhülle hat Arretierungen zur Ver- und Entriegelung des Sicherheitssystems.

Ziehen Sie die Blisterpackung in Pfeilrichtung auf und entnehmen Sie die Fertigspritze. Ziehen Sie dabei nicht am Spritzenkolben, denn dadurch könnte die Spritze beschädigt werden.

HINWEISE ZUR HANDHABUNG: SICHERHEITSMECHANISMUS

Diese Blisterpackung enthält eine Hepaxane Fertigspritze mit einem Sicherheitssystem, durch das die Nadel nach der Injektion abgeschirmt wird.

Installation des Sicherheitssystems an der Hepaxane Fertigspritze nach der Injektion

Halten Sie den Spritzenkörper mit einer Hand fest. Fassen Sie mit der anderen

Hand den „Kragen“ unten an der Spritze und ziehen Sie daran, bis Sie ein

Klicken wahrnehmen. Die gebrauchte Nadel ist jetzt vollständig abgeschirmt.

Weblinks

Packungen und Preis

Fosrenol 750mg Abacus 90 Kautbl. N2
Preis
326,12 €
Zuzahlung
10,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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