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Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Recigar 1,5 mg Filmtabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Filmtbl.

Hersteller

Adamed Pharma S.A.

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

4.3.2024
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Fachinfo - Recigar 1,5 mg

Anwendungsgebiete

Raucherentwöhnung und Verminderung des Verlangens nach Nikotin bei erwachsenen Rauchern, die mit dem Rauchen aufhören wollen.

Das Ziel der Behandlung mit Recigar ist die dauerhafte Beendigung der Anwendung nikotinhaltiger Produkte.

Dosierung

Recigar sollte nach dem folgenden Schema eingenommen werden:

Behandlungstage Empfohlene Dosis Maximale Tagesdosis
Vom 1. bis 3. Tag 1,5 mg (1 Tablette) alle 2 Stunden 9 mg (6 Tabletten)
Vom 4. bis 12. Tag 1,5 mg (1 Tablette) alle 2 1/2 Stunden 7,5 mg (5 Tabletten)
Vom 13. bis 16. Tag 1,5 mg (1 Tablette) alle 3 Stunden 6 mg (4 Tabletten)
Vom 17. bis 20. Tag 1,5 mg (1 Tablette) alle 5 Stunden 4,5 mg (3 Tabletten)
Vom 21. bis 25. Tag 1,5 – 3 mg (1 – 2 Tabletten) pro Tag bis zu 3 mg (2 Tabletten)

Die Behandlungsdauer beträgt 25 Tage.

Das Rauchen sollte spätestens am 5. Tag der Behandlung eingestellt werden. Während der Behandlung darf nicht weitergeraucht werden, da sonst verstärkt Nebenwirkungen auftreten

können (siehe Abschnitt 4.4). Bei einem Therapieversagen sollte die Behandlung abgebrochen werden. Sie kann nach 2 bis 3 Monaten wiederaufgenommen werden.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Recigar bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen.

Die Anwendung von Recigar bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

Art der Anwendung Recigar ist zum Einnehmen.

Die Tabletten sollten mit ausreichend Wasser eingenommen werden.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile,

Instabile Angina pectoris,

Kürzlich durchgemachter Myokardinfarkt, Klinisch relevante Arrhythmien,

Kürzlich aufgetretener Schlaganfall, Schwangerschaft und Stillzeit.

Warnhinweise

Recigar darf nur von Personen angewendet werden, die ernsthaft entschlossen sind sich das Rauchen abzugewöhnen. Die Patienten müssen wissen, dass verstärkte Nebenwirkungen von

Nikotin auftreten können, wenn während der Anwendung des Arzneimittels weiter geraucht wird oder nikotinhaltige Produkte angewendet werden.

Recigar muss mit besonderer Vorsicht angewendet werden bei koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Hypertonie, Phäochromozytom, Arteriosklerose und anderen peripheren Gefäßerkrankungen, Magen-/Duodenalulzera, gastroösophagealem Reflux, Hyperthyreose, Diabetes mellitus und Schizophrenie, beeinträchtiger Nieren- und Leberfunktion.

Beendigung des Rauchens

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe im Tabakrauch induzieren den Abbau von

Wirkstoffen, die über CYP 1A2 (und möglicherweise durch CYP 1A1) metabolisiert werden.

Wenn ein Raucher mit dem Rauchen aufhört, kann dies zu einer langsameren Metabolisierung und in der Folge zu höheren Blutspiegeln dieser Wirkstoffe führen. Dies ist möglicherweise klinisch

relevant für Arzneimittel mit einer geringen therapeutischen Breite (z. B. Theophyllin, Tacrin, Clozapin und Ropinirol).

Auch die Plasmaspiegel anderer Arzneimittel, die teilweise über CYP 1A2 metabolisiert werden (z. B. Imipramin, Olanzapin, Clomipramin und Fluvoxamin), können bei einem Rauchstopp ansteigen. Dies wurde jedoch nicht durch Daten belegt, und die mögliche klinische Bedeutung eines solchen Effekts ist nicht bekannt. Begrenzte vorliegende Daten deuten darauf hin, dass auch die Metabolisierung von Flecainid und Pentazocin durch Rauchen induziert werden kann.

Eine depressive Stimmungslage, selten verbunden mit Suizidgedanken und Suizidversuch, kann ein Symptom des Nikotinentzugs sein. Die behandelnden Ärzte sollten sich dessen bewusst sein, dass Patienten, die – mit oder ohne unterstützende Behandlung – das Rauchen aufgeben,

schwerwiegende neuropsychiatrische Symptome entwickeln können.

Psychiatrische Vorerkrankungen

Eine Raucherentwöhnung – mit oder ohne Arzneimitteltherapie – wurde mit der Exazerbation einer vorbestehenden psychiatrischen Erkrankung (z. B. Depression) in Verbindung gebracht.

Bei Patienten mit psychiatrischen Vorerkrankungen Vorsicht ist geboten, und die Patienten sollten entsprechend beraten werden.

Ältere Patienten

Aufgrund begrenzter klinischer Erfahrung wird die Anwendung von Recigar bei älteren Patienten über 65 Jahre nicht empfohlen.

Eingeschränkte Nierenfunktion, eingeschränkte Leberfunktion

Es gibt keine klinischen Erfahrungen mit Recigar bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion. Daher wird die Anwendung dieses Arzneimittels in dieser Patientengruppe nicht empfohlen.

Frauen im gebährfähigen Alter

Frauen im gebährfähigen Alter müssen während der Behandlungmit Recigar eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden (siehe Abschnitte 4.5 und 4.6).

Aspartam (E951)

Recigar enthält Aspartam als Quelle für Phenylalanin und kann schädlich sein für Patienten mit Phenylketonurie.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Recigar sollte nicht zusammen mit Tuberkulostatika angewendet werden. Sonstige klinische Daten zu relevanten Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln liegen nicht vor.

Die Patienten müssen wissen, dass verstärkte Nebenwirkungen von Nikotin auftreten können, wenn während der Anwendung des Arzneimittels weiter geraucht wird oder nikotinhaltige Produkte angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).

Hormonelle Kontrazeptiva

Es ist nicht bekannt, ob Recigar die Wirksamkeit systemischer hormoneller Kontrazeptiva beeinträchtigt. Frauen, die systemische hormonelle Kontrazeptiva anwenden, sollten daher zusätzlich eine Barrieremethode verwenden.

Schwangerschaft

Frauen im gebährfähigen Alter

Frauen im gebährfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Recigar eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5). Frauen, die systemische hormonelle Kontrazeptiva anwenden, sollten zusätzlich eine Barrieremethode verwenden.

Schwangerschaft

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Cytisiniclin bei Schwangeren vor.

Es liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vor (siehe Abschnitt 5.3).

Die Anwendung von Cytisiniclin ist während der Schwangerschaft kontraindiziert, da es die Placenta passieren kann (siehe Abschnitt 4.3).

Stillzeit

Physiko-chemische Daten weisen darauf hin, dass Cytisiniclin in die Milch ausgeschieden wird. Daher ist Recigar während der Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Fertilität

Es gibt keine Daten zu den Auswirkungen von Recigar auf die Fertilität.

Fahrtüchtigkeit

Recigar hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Nebenwirkungen

Der Anteil der Patienten, die die Behandlung wegen Nebenwirkungen abbrachen, lag bei 6–15,5 % und war in kontrollierten Studien dem Anteil der Patienten vergleichbar, der die Therapie in der Placebo-Gruppe abbrach. In der Regel wurden leichte bis mittelschwere Nebenwirkungen

beobachtet. Diese betrafen am häufigsten den Gastrointestinaltrakt. Die meisten Nebenwirkungen traten zu Beginn der Therapie auf und klangen im weiteren Verlauf der Behandlung wieder ab.

Diese Symptome sind möglicherweise auch auf die Raucherentwöhnung zurückzuführen und nicht auf die Anwendung des Arzneimittels.

Im Folgenden sind alle Nebenwirkungen nach Systemorganklasse und der Häufigkeit, in der sie in klinischen Studien auftraten, aufgelistet. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥

1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000), sehr selten (<1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Sehr häufig: Veränderungen (meistens Zunahme) des Appetits, Gewichtszunahme

Erkrankungen des Nervensystems:

Sehr häufig: Schwindel, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Angstzustände, Schlafstörungen (Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Lethargie, ungewöhnliche Träume, Albträume), Kopfschmerzen Häufig: Konzentrationsstörungen

Gelegentlich: Gefühl eines schweren Kopfes, verminderter Geschlechtstrieb

Augenerkrankungen:

Gelegentlich: verstärkte Tränensekretion

Herzerkrankungen:

Sehr häufig: Tachykardie

Häufig: verlangsamte Herzfrequenz

Gefäßerkrankungen:

Sehr häufig: Hypertonie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:

Gelegentlich: Dyspnoe, vermehrte Bildung von Sputum

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Sehr häufig: Mundtrockenheit, Diarrhö, Übelkeit, Veränderung des Geschmacksempfindens, Sodbrennen, Obstipation, Erbrechen, abdominelle Schmerzen (insbesondere im Oberbauch) Häufig: geblähtes Abdomen, Zungenbrennen

Gelegentlich: übermäßige Speichelbildung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes:

Sehr häufig: Hautausschlag

Gelegentlich: Schwitzen, verminderte Hautelastizität

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Sehr häufig: Myalgien

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Sehr häufig: Fatigue Häufig: Unwohlsein

Gelegentlich: Müdigkeit

Untersuchungen:

Gelegentlich: Anstieg der Transaminasenspiegel im Serum

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Bei einer Überdosierung von Recigar können die Symptome einer Nikotinintoxikation auftreten. Überdosierungssymptome sind Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen, beschleunigte Herzfrequenz, Blutdruckschwankungen, Atemstörungen, Sehstörungen, klonische Anfälle. In allen Fällen einer Überdosierung sind die üblichen Maßnahmen wie bei akuten Vergiftungen zu ergreifen; es sollte eine Magenspülung durchgeführt werden und die Diurese sollte mit Infusionen und Diuretika

kontrolliert werden. Antiepileptika mit Wirkung auf das kardiovaskuläre System und stimulierender Wirkung auf die Atmung können bei Bedarf angewendet werden. Atmung, Blutdruck und Herzfrequenz sollten überwacht werden.

Pharmakologische Eigenschaften - Recigar 1,5 mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Mittel für das Nervensystem; Mittel zur Behandlung der Nikotinabhängigkeit

ATC-Code: N07BA04

Die Anwendung von Recigar ermöglicht eine schrittweise Reduktion der Nikotinabhängigkeit durch Linderung der Entzugserscheinungen.

Der Wirkstoff von Recigar ist das pflanzliche Alkaloid Cytisiniclin, das unter anderem in Samen des Goldregens (Laburnum) enthalten ist und eine ähnliche chemische Struktur hat wie Nikotin. Seine Wirkung wird über die nikotinergen Acetylcholinrezeptoren vermittelt. Die Wirkung von Cytisiniclin ist der von Nikotin vergleichbar, aber im Allgemeinen schwächer. Cytisiniclin

konkurriert mit Nikotin um dieselben Rezeptoren und verdrängt Nikotin allmählich aufgrund seiner stärkeren Bindungsaffinität. Es hat eine geringere Stimulationswirkung auf Nikotinrezeptoren,

insbesondere vom Typ α4β2 (an denen es als partieller Agonist wirkt), und tritt in einem geringeren Ausmaß als Nikotin in das zentrale Nervensystem über.

Man nimmt an, dass Cytisiniclin im Zentralnervensystem die Mechanismen der

Nikotinabhängigkeit und die Freisetzung von Neurotransmittern beeinflusst. Es verhindert die

vollständige nikotinabhängige Aktivierung des mesolimbischen Dopaminsystems und bewirkt eine mäßiggradige Steigerung der Dopaminspiegel im Gehirn, wodurch die zentralnervösen Symptome des Nikotinentzugs gelindert werden. Im peripheren Nervensystem stimuliert Cytisiniclin die autonomen Ganglien des Nervensystems und wirkt auf diese ein, bewirkt eine reflektorische

Atemstimulation und Ausschüttung von Katecholaminen aus dem Nebennierenmark, steigert den Blutdruck und verhindert die peripheren Symptome des Nikotinentzugs.

Pharmakokinetik

Resorption

Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Cytisiniclin wurden nach Gabe einer oralen Einzeldosis von 1,5 mg Cytisiniclin bei 36 gesunden Probanden bestimmt. Nach oraler Anwendung wurde Cytisiniclin rasch aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Die durchschnittliche maximale Plasmakonzentration von 15,55 ng/ml wurde nach einer mittleren Zeitdauer von 0,92 Stunden erreicht.

Biotransformation

Cytisiniclin wurde nur in geringem Umfang metabolisiert.

Elimination

64 % der Dosis wurden innerhalb von 24 Stunden unverändert im Urin ausgeschieden. Die mittlere Plasmahalbwertszeit betrug etwa 4 Stunden. Die mittlere Verweildauer (MRT) lag bei etwa 6 Stunden.

Daten von Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen liegen nicht vor und der Einfluss der Nahrungsaufnahme auf die Cytisiniclin-Exposition ist nicht bekannt.

Pharmazeutische Angaben - Recigar 1,5 mg

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Mannitol (Ph.Eur.) (E 421) Maisstärke

Magnesium-aluminosilicat(MgAl2Si1.7O7.4)-hydrat Hypromellose

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) Hochdisperses Siliciumdioxid

Filmüberzug:

Hypromellose Titandioxid (E171) Mikrokristalline Cellulose Talkum

Glycerol (E422)

Indigocarmin-Aluminiumsalz (E132) Chinolingelb-Aluminiumsalz (E104) Menthol-Aroma

Aspartam (E951)

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/PVD//Aluminium-Blisterpackungen in Umkartons mit 100 Filmtabletten.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Weblinks

Packungen und Preis

Recigar 1,5 mg 100 Filmtabletten
Preis
178,99 €
Zuzahlung
-

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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