Schneller nach Medikamenten suchen. Checker für Wechselwirkungen probieren.
Schneller nach Medikamenten suchen. Checker für Wechselwirkungen probieren.
Präparate
Wechselwirkungen-Liste
1
1
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Flutamid AL 250

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Ja

Darreichungsform

Tbl.

Hersteller

ALIUD PHARMA® GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.7.2020
Drugs app phone

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

Mit der Handykamera scannen.
4.9

Über 36k bewertungen

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

4,9 Sterne, über 20k Bewertungen

Fachinfo - Flutamid 250

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom, bei denen eine Suppression der Testosteronwirkungen indiziert ist:

  • Initialtherapie in Kombination mit einem LH-RH-Analogon oder in Verbindung mit Orchiektomie (komplette Androgenblockade) sowie bei Patienten, die bereits mit einem LH-RH-Analogon behandelt werden bzw. bei denen bereits eine chirurgische Ablatio testis erfolgt ist.

  • Zur Behandlung von Patienten, die auf andere endokrine Therapieformen nicht ansprachen oder für die eine andere endokrine Therapie nicht verträglich, aber notwendigerweise indiziert ist.

Dosierung

Empfohlene Dosierung:

3-mal täglich 250 mg Flutamid, (entspr. 750 mg Flutamid pro Tag) oral einnehmen.

Hinweise zur Kombinationstherapie:

Im Rahmen der Initialtherapie mit einem LH-RH-Analogon lassen sich Auftreten und Intensität eines Tumor-Flare-Phänomens durch eine einleitende Behandlung mit Flutamid AL 250 reduzieren.

Deshalb wird empfohlen, mit der Einnahme von 3-mal täglich 250 mg Flutamid (entspr. 750 mg Flutamid pro Tag), mindestens 3 Tage vor der erstmaligen Verabreichung des LH-RH-Analogons zu beginnen.

Kinder

Für Flutamid AL 250 gibt es keine Indikation für die Anwendung bei Kindern.

Art der Anwendung

Die Tabletten werden vorzugsweise nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit unzerkaut eingenommen.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Warnhinweise

Flutamid ist nur zur Anwendung bei männlichen Patienten angezeigt. Während der Behandlung sollten kontrazeptive Maßnahmen ergriffen werden.

Flutamid kann zu erhöhten Testosteron- und Estradiolplasmaspiegeln und damit zu einer Flüssigkeitsretention führen. In schweren Fällen kann dies zu einem erhöhten Risiko für Angina pectoris und Herzinsuffizienz führen. Deshalb sollte Flutamid bei Vorliegen einer kardiovaskulären Erkrankung mit Vorsicht eingesetzt werden. Flutamid kann Ödeme oder Knöchelschwellungen bei Patienten verstärken, die zu diesen Störungen neigen.

Ein Anstieg der Estradiolspiegel kann Thromboembolien begünstigen.

Eine Androgendeprivationstherapie kann das QT-Intervall verlängern. Bei Patienten mit einer Vorgeschichte von oder Risikofaktoren für Torsade de pointes und bei Patienten mit Begleitmedikationen, die das QT-Intervall verlängern können (siehe Abschnitt 4.5), sollte der Arzt das Nutzen/Risiko-Verhältnis inklusive des Potenzials für Torsade de pointes sorgfältig abwägen, bevor mit der Therapie von Flutamid AL 250 begonnen wird.

Im Falle einer Langzeittherapie bei Männern ohne medikamentöse oder chirurgische Kastration ist in regelmäßigen Abständen die Spermienzahl zu bestimmen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Leberschäden - In Fällen einer eingeschränkten Leberfunktion sollte eine längere Therapie mit Flutamid nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und

Risiko durchgeführt werden. Vor Beginn der Behandlung sollten Leberfunktionstests durchgeführt werden. Die Behandlung mit Flutamid sollte nicht begonnen werden, wenn die Serum-Transaminasenwerte des Patienten das 2- bis 3-fache der Normalwerte überschreiten.

Da unter der Anwendung von Flutamid anomale Transaminasenwerte, cholestatischer Ikterus, Lebernekrose und hepatische Enzephalopathie berichtet wurden, sollten regelmäßige Leberfunktionstests in Erwägung gezogen werden. Die Lebererkrankungen waren nach Absetzen der Therapie im Allgemeinen reversibel; jedoch liegen Berichte über Todesfälle nach schweren Leberschäden in Zusammenhang mit der Anwendung von Flutamid vor.

Bei jedem Patienten ist während der ersten 4 Monate eine Kontrolle der Leberfunktion in monatlichen Abständen, danach in regelmäßigen Intervallen, bzw. wenn erste Symptome/Anzeichen von Leberdysfunktion (z.B. Juckreiz, dunkler Urin, andauernde Anorexie, Gelbsucht, Schmerzen im rechten Oberbauch oder unspezifische "grippeartige Symptome") auftreten, erforderlich. Wenn labordiagnostische Befunde des Patienten Hinweise auf Leberschäden oder klinische Gelbsucht ergeben, die ihre Ursache nicht in bioptisch gesicherten Lebermetastasen haben, oder wenn bei klinisch unauffälligen Patienten die Serum-Transaminasenwerte über das 2- bis 3-Fache der Normalwerte ansteigen sollte die Therapie mit Flutamid AL 250 abgesetzt werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Flutamid sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden.

Sonstige Bestandteile

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Flutamid AL 250 nicht einnehmen.

Flutamid AL 250 enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
0
1
1
0
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Es traten keine Wechselwirkungen zwischen Flutamid und Leuprolid auf, jedoch müssen bei einer Kombinationstherapie von Flutamid AL 250 zusammen mit einem LH-RH Analogon die möglichen Nebenwirkungen jedes Arzneimittels berücksichtigt werden.

Da eine Androgendeprivationstherapie das QT-Intervall verlängern kann, ist die gleichzeitige Anwendung von Flutamid AL 250 mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, oder Arzneimitteln, die Torsade

de pointes hervorrufen können wie Antiarrhythmika der Klasse IA (z.B. Chinidin, Disopyramid) oder Klasse III (z.B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), Methadon, Moxifloxacin, Neuroleptika usw. sorgfältig abzuwägen (siehe Abschnitt 4.4).

Bei Patienten, die nach Beginn einer Therapie mit Flutamid eine orale Antikoagulanzientherapie erhielten, wurde eine Verlängerung der Prothrombinzeit beobachtet. Deshalb empfiehlt sich eine engmaschige Kontrolle der Prothrombinzeit, gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung des Antikoagulans erforderlich, wenn Flutamid AL 250 gleichzeitig mit oralen Antikoagulanzien angewendet wird.

Es wurden Fälle von erhöhten Theophyllin-Plasmakonzentrationen berichtet. Theophyllin wird primär durch das Enzym CYP1A2 verstoffwechselt, welches hauptsächlich verantwortlich ist für die Umwandlung von Flutamid in den aktiven Metaboliten 2-Hydroxyflutamid.

Die gleichzeitige Anwendung anderer potenziell hepatotoxischer Arzneimittel sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.

Wegen der bekannten potenziellen Hepato- und Nephrotoxizität des Arzneimittels sollte übermäßiger Alkoholkonsum vermieden werden.

Schwangerschaft

Flutamid ist nur für den Gebrauch bei männlichen Patienten vorgesehen. Während der Behandlung sollten kontrazeptive Maßnahmen ergriffen werden.

Flutamid kann zu fetalen Schädigungen führen, wenn es bei schwangeren Frauen angewendet wird. In Tierstudien war die Reproduktionstoxizität von Flutamid mit der antiandrogenen Wirkung dieses Wirkstoffs verbunden. Bei Ratten, die während der Tragezeit mit Flutamid in Dosen von 30, 100 oder 200 mg/kg/Tag (etwa das 3-, 9- bzw. 19-Fache der Dosis beim Menschen) behandelt wurden, war die 24-Stunden-Überlebensrate der Nachkommen reduziert. Bei den beiden höheren Dosierungen wurde bei Rattenfeten eine geringfügige Zunahme leichter Veränderungen bei der Entwicklung der Sternebrae und Vertebrae festgestellt. Bei den beiden höheren Dosierungen trat auch eine Feminisierung der männlichen Tiere auf. Bei Kaninchen, die die höchste Dosis (15 mg/kg/Tag, entsprechend dem 1,4-Fachen der Dosis beim Menschen) erhielten, war die Überlebensrate der Nachkommen reduziert.

Bei schwangeren oder stillenden Frauen wurden keine Studien durchgeführt., Es muss bedacht werden, dass Flutamid AL 250 bei Anwendung bei Schwangeren möglicherweise das ungeborene Kind schädigen oder bei stillenden Frauen möglicherweise in die Muttermilch übertreten könnte.

Fahrtüchtigkeit

Mit Flutamid wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Jedoch wurden mögliche Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel und Verwirrtheit berichtet, die die Fähigkeit zum Autofahren und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen können.

Nebenwirkungen

Monotherapie

Die am häufigsten mit Flutamid beobachteten Nebenwirkungen sind Gynäkomastie und/oder Brustschmerzen, manchmal mit Galaktorrhö einhergehend. Diese Nebenwirkungen verschwinden gewöhnlich, wenn die Behandlung abgesetzt oder die Dosis reduziert wird.

Mit Flutamid treten selten kardiovaskuläre Störungen auf, im Vergleich zu Diethylstilbestrol mit signifikant geringerer Wahrscheinlichkeit.

Kombinationstherapie

Die am häufigsten bei der Kombinationstherapie von Flutamid mit einem LH-RH-Analogon beobachteten Nebenwirkungen waren Hitzewallungen, verminderte Libido, Impotenz, Diarrhö, Übelkeit und Erbrechen. Mit Ausnahme von Diarrhö sind dies - mit vergleichbarer Häufigkeit - bekannte Nebenwirkungen der Monotherapie mit einem LH-RH-Analogon.

Die unter einer Monotherapie mit Flutamid sehr häufig auftretende Gynäkomastie war bei der Kombinationstherapie deutlich reduziert. In klinischen Studien zeigte sich kein signifikanter Unterschied bei der

Gynäkomastie-Häufigkeit zwischen der Placebo/LH-RH-Analogon-Behandlung und Flutamid/LH-RH-Analogon-Behandlung.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1.000 bis < 1/100), selten (≥1/10.000 bis <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

System-Organ-Klasse Monotherapie Kombinationstherapie mit LH-RH-Analogon
Untersuchungen
Häufig: Vorübergehende abnorme Leberfunktion.
Selten: Erhöhte Blut-Harnstoffwerte, erhöhte Serum-Kreatininwerte.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten: Lymphödeme. Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie.
Sehr selten: Hämolytische Anämie, megalozytäre Anämie, Methämoglobinämie, Sulfhämoglobinämie.
Erkrankungen des Nervensystems
Selten: Schwindel, Kopfschmerzen. Benommenheit, Konfusion, Nervosität.
Augenerkrankungen
Selten: Verschwommenes Sehen.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Sehr selten: Lungensymptome (wie z.B. Dyspnö, interstitielle Lungenerkrankung).
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig: Diarrhö, Übelkeit, Erbrechen.
Häufig: Diarrhö, Übelkeit, Erbrechen.
Selten: Unspezifische gastrointestinale Störungen, Sodbrennen,Obstipation. Unspezifische gastrointestinale Störungen.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Selten: Urogenitaltrakt-Symptome.
Sehr selten: Bernsteinfarbene oder grünlich-gelbe Verfärbung des Urins.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Selten: Pruritus, Ekchymosen. Ausschlag.
Sehr selten: Photosensitivitätsreaktionen. Photosensitivitätsreaktionen, Erythem, Ulzera, Blasenbildung, epidermale Nekrolyse.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten: Neuromuskuläre Symptome.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig: Gesteigerter Appetit.
Selten: Anorexie. Anorexie.
Sehr selten: Hyperglykämie, Verschlimmerung einesDiabetes mellitus.
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Selten: Herpes zoster.
Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
Sehr selten: Neoplasien der männlichen Brust*.
Herzerkrankungen
Nicht bekannt QT-Verlängerung (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5). QT-Verlängerung (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).
Gefäßerkrankungen
Sehr häufig Hitzewallungen.
Selten: Hitzewallungen. Hypertonie.
Nicht bekannt: Thromboembolien.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Müdigkeit.
Selten: Ödeme, Schwäche,Unwohlsein, Durst, Schmerzen im Brustkorb. Ödeme, Irritation der Injektionsstelle.
Erkrankungen des Immunsystems
Selten: Lupusähnliches Syndrom.
Leber- und Gallenerkrankungen
Häufig: Hepatitis.
Gelegentlich: Hepatitis.
Selten: Leberfunktionsstörung, Ikterus.
Sehr selten: Cholestatischer Ikterus, hepatische Enzephalopathie, Leberzellnekrose,Leberschädigung mit letalem Ausgang.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Sehr häufig: Gynäkomastie und/oder Brustschmerzen, Galaktorrhö. Verminderte Libido, Impotenz.
Gelegentlich: Gynäkomastie.
Selten: Verminderte Libido, reduzierte Spermienzahl.
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig: Schlaflosigkeit.
Selten: Angst, Depression. Depression, Angst.

*Es wurden wenige Fälle von malignen Tumoren (Neoplasien) der männlichen Brust unter der Behandlung mit Flutamid-Tabletten berichtet. Bei einem der Fälle, einem Patienten mit benigner Prostatahyperplasie, verschlimmerte sich ein Brustknoten, der bereits 3-4 Monate vor Beginn der Flutamid-Monotherapie festgestellt worden war. Nach operativer Entfernung wurde dieser als geringgradig differenziertes, duktales Karzinom diagnostiziert. Bei dem anderen Fall handelte es sich um einen Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom, bei dem neben einer Gynäkomastie 2 bzw. 6 Monate nach Beginn einer Flutamid-Monotherapie ein Knoten beobachtet wurde. 9 Monate nach Therapiebeginn wurde der Knoten entfernt und als mäßig differenzierter, invasiver, duktaler Tumor im Stadium T4N0M0, G3 diagnostiziert.

Kleinknotige Veränderungen des Brustdrüsenkörpers können gelegentlich auftreten.

Initial ist unter einer Monotherapie mit Flutamid ein Anstieg von Serumtestosteron möglich; außerdem kann es zu Flush sowie zu einer Änderung des Behaarungstypus kommen.

Nach der Markteinführung von Flutamid wurden Fälle von akuter Niereninsuffizienz, interstitieller Nephritis und Myokardischämie berichtet, deren Häufigkeit nicht bekannt ist.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

Überdosierung

In Tierstudien mit Flutamid allein waren die Zeichen einer Überdosierung Hypoaktivität, Piloerektion, langsame Atmung, Ataxie und/oder Lakrimation, Anorexie, Sedierung, Emesis und Methämoglobinämie. Da Flutamid eine Anilidverbindung ist, besteht theoretisch die Möglichkeit, dass es eine Methämoglobinämie hervorruft. Daher könnte ein Patient mit akuter Vergiftung zyanotisch sein.

Klinische Studien mit Flutamid-Tabletten in Dosierungen bis zu 1500 mg pro Tag wurden bis zu 36 Wochen durchgeführt, ohne dass über schwerwiegende Nebenwirkungen berichtet wurde. Als Nebenwirkungen wurden Gynäkomastien, Empfindlichkeit der Brust und in einigen Fällen SGOT-Erhöhungen berichtet.

Die Einzeldosis von Flutamid, welche gewöhnlich mit Zeichen einer Überdosierung einhergeht oder als lebensbedrohlich zu betrachten ist, wurde bisher nicht ermittelt. Da Flutamid in hohem Maße an Proteine gebunden wird, ist eine Dialyse zur Behandlung einer Überdosierung möglicherweise nicht von Nutzen. Wie bei der Behandlung jeder Überdosierung eines Arzneimittels sollte daran gedacht werden, dass möglicherweise mehrere Arzneimittel eingenommen wurden. Allgemeine supportive Maßnahmen mit häufiger Kontrolle der Vitalzeichen sowie eine sorgfältige Überwachung des Patienten sind indiziert. Eine Magenspülung sollte in Betracht gezogen werden.

Pharmakologische Eigenschaften - Flutamid 250

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe:Antineoplastische und immunmodulierende Mittel - Endokrine Therapie - Hormonantagonisten und verwandte Mittel - Antiandrogene

ATC-Code: L02BB01

Flutamid ist ein Anilidderivat, ein nichtsteroidales Antiandrogen. Bei tierexperimentellen Untersuchungen zeigte Flutamid starke antiandrogene Wirkungen. Grundlage dieser antiandrogenen Wirkung ist eine Inhibition der Androgenaufnahme und/oder der nukleären Bindung in den Zielorganen. Wenn Flutamid in Kombination mit einer operativen oder medikamentösen Kastration verabreicht wird, erreicht man eine Suppression der testikulären und adrenalen Androgenaktivität.

Pharmakokinetik

Flutamid wird nach peroraler Aufnahme gut resorbiert. Entsprechende Untersuchungen mit radioaktiv markiertem Flutamid zeigten, dass der Wirkstoff rasch und ausgiebig in seine Metaboliten umgewandelt wird, die bis zu 8 Stunden nach der Verabreichung im Plasma nachweisbar sind. Innerhalb der ersten 2 Tage werden etwa 46% der verabreichten Dosis über den Urin und 2% über den Stuhl ausgeschieden. Der radioaktive Marker wird durch

Metabolisierung entfernt, so dass es aufgrund einer Retention des Markers in Form tritiierten Wassers anscheinend zu einer Verlangsamung der Ausscheidung kommt. Demnach sind die Vorgänge der Ausscheidung und Metabolisierung innerhalb von 2 Tagen im Wesentlichen abgeschlossen.

Pharmazeutische Angaben - Flutamid 250

Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Maisstärke, Natriumdodecylsulfat, Hochdisperses Siliciumdioxid

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Die Blisterpackung im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/Aluminium-Blisterpackungen OP mit 21 Tabletten

OP mit 84 Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen

Weblinks

Packungen und Preis

Flutamid AL 250 21 Tbl. N1
Preis
15,95 €
Zuzahlung
0,01 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Flutamid AL 250 84 Tbl. N3
Preis
29,76 €
Zuzahlung
0,01 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

Ähnliche

Drugs app phone

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

Mit der Handykamera scannen.
4.9

Über 36k bewertungen

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

4.9

Über 36k bewertungen

Installieren

Mehr als nur Arzneimittelinformationen mit Mediately PRO

Lösen Sie Wechselwirkungen, sehen Sie sich Nutzungsbeschränkungen an und finden Sie alle anderen Antworten mit Ihrer KI-Assistentin Elly.

Preveri, kaj ponuja PRO
Wir verwenden Cookies Cookies helfen uns, unsere Website bestmöglich zu nutzen. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen über die Verwendung von Cookies finden Sie in unserer Cookie-Richtlinie.