Mg 5-Longoral® 1803 mg Kautabletten
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Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Mg 1803 mg
Nachgewiesener Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen) ist.
Die Dosierung von Mg 5-Longoral® sollte dem Grad des Magnesiummangels angepasst werden.
Als mittlere Tagesdosis gilt 0,2 mmol (entspr. ca. 5 mg) Magnesium je kg/KG. Diese Dosis kann bei schweren Magnesiummangelzuständen unbedenklich auf 0,4 mmol (entspr. ca. 10 mg) Magnesium je kg/KG erhöht werden.
Es gelten für Mg 5-Longoral® mit einer Einzeldosis von 5 mmol Magnesium folgende Dosierungsrichtlinien:
Erwachsene und Jugendliche 3 mal täglich 1 Kautablette (364,5 mg Magnesium), Kinder ab 6 Jahren 3 mal täglich ½ Kautablette (182,25 mg Magnesium).
Mg 5-Longoral® Kautabletten sollen zerkaut und bei Bedarf mit etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Mg 5-Longoral® soll eingenommen werden, bis der Magnesiummangel ausgeglichen ist bzw. die Magnesiumdepots im Körper aufgefüllt sind.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Bei schweren Nierenfunktionsstörungen und bei AV-Block sollte Mg 5-Longoral® nicht angewendet werden. Gegebenenfalls sollte geprüft werden, ob sich aus der Lage des Elektrolythaushaltes eine Gegenanzeige ergibt.
Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz sollten Mg 5-Longoral® nicht einnehmen.
Hinweis für Diabetiker: Mg 5-Longoral® enthält den Zuckeraustauschstoff Sorbitol (pro Kautablette 197,5 mg) entsprechend 0,016 BE.
Im Fall einer zusätzlichen Eisentherapie ist darauf zu achten, dass bei gleichzeitiger Einnahme von Magnesium die Aufnahme von Eisen gestört sein kann. Auch bei der Einnahme von Tetracyclin und Natriumfluorid ist eine Beeinträchtigung der Resorption bei gleichzeitiger Magnesiumgabe zu beachten. Es ist ausreichend, zwischen der Ein-nahme der verschiedenen Präparate ca. 3 Stunden verstreichen zu lassen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig (>1/10) Häufig (>1/100 bis <1/10)
Gelegentlich (>1/1.000 bis <1/100) Selten (>1/10.000 bis <1/1.000) Sehr selten (<1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Bei hoher Dosierung kann es zu weichen Stühlen kommen, die jedoch unbedenklich sind. Sollten Durchfälle auftreten, reduziert man die Tagesdosis oder setzt das Präparat vorübergehend ab. Bei hochdosierter und länger dauernder Einnahme von Mg 5-Longoral® kann es zu Müdigkeitserscheinungen kommen. Dieses kann ein Hinweis da-rauf sein, dass bereits ein erhöhter Serum-Magnesium-Spiegel erreicht ist.
Pharmakologische Eigenschaften - Mg 1803 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mineralstoffe ATC-Code: A12CC05
Aufgrund seiner Stellung im Periodensystem der Elemente, wo es sich bei den Erdalka-limetallen über dem Calcium befindet, ist es dem Magnesium möglich, einen Antago-nismus gegenüber dem Calcium auszuüben bei Körperfunktionen, die der Vermittlung des Calciums bedürfen. Hierzu gehört in entscheidender Weise die Umsetzung humora-ler sowie entsprechender pharmakologischer Impulse in die Kontraktionstätigkeit der glatten, der quergestreiften sowie der Herzmuskulatur. Als Folge dieser calciumantago-nistischen Wirkung dient das Magnesium der Schonung der zellulären Energiereserven.
Dieser Effekt auf den Zellstoffwechsel wird ergänzt durch eine erhebliche metabolische Bedeutung, welche dem Magnesium als Aktivator bei etwa 300 enzymatischen Reaktio-nen zukommt. Magnesium ist involviert in den Kohlenhydrat-, Lipid-, Nukleinsäure- und Proteinstoffwechsel sowie an Energie erzeugenden (Glykolyse, oxidative Phosphorylie-rung) und Energie verbrauchenden Reaktionen (aktiver Transport, Muskelkontraktion) beteiligt.
Magnesium behindert die Freisetzung von Acetylcholin und anderen Neurotransmittern und übt so lytische Wirkungen an der neuromuskulären Endplatte, im Bereich der vege-tativen Ganglien, in den terminalen parasympathischen Strukturen sowie im Zentralner-vensystem aus.
Aus diesen Mechanismen folgt allgemein eine relaxierende Wirkung auf die Skelettmus-kulatur (curareähnlich) sowie auf die glatte Muskulatur, z.B. von Gefäßen, Bronchien sowie des Magen-Darm-Traktes.
Im Bereich des Gerinnungssystems bewirkt Magnesium eine Thrombozytenaggregati-onshemmung sowie eine Intensivierung der Fibrinolyse, die rheologischen (Fließ-) Ei-genschaften des Blutes werden verbessert.
Ferner wirkt Magnesium antiphlogistisch sowohl allgemein als auch - aufgrund seiner osmotischen Effekte - lokal. Schließlich beobachtet man einen Effekt auf den Fettstoff-wechsel im Sinne einer Senkung des Cholesterinspiegels analog etwa dem Effekt, wie er durch Clofibrat zu erzielen ist.
Oral zugeführtes Magnesium wird bis zu max. 60% absorbiert. Verteilung: 50 - 60% sind im Knochen lokalisiert, nur 1% im Extrazellulärraum und der Rest im Intrazellulärraum. Die Darreichung als Aspartat begünstigt die Absorption sowie die Penetration in den Int-razellulärraum (Schlepperfunktion des Aspartats).
Die Exkretion von Magnesium in den Magen-Darm-Trakt liegt zwischen 1,3 und 3,2 mmol pro Tag, mit dem Urin werden 4,3 - 6,4 mmol pro Tag ausgeschieden. Im Be-darfsfall kann die Niere mehr als 80 mmol pro Tag ausscheiden.
Weil die Verteilung von Magnesium im Organismus vom jeweiligen Füllungszustand der
„Magnesiumspeicher“ abhängt, sind die klassischen Methoden zur Berechnung der Bioverfügbarkeit anhand von Plasmakonzentrationskurven für Magnesium nicht anzu-wenden. Zur Bestimmung der „therapeutischen Verwertbarkeit“ ist die Tatsache zu nutzen, dass nach kompletter Auffüllung der Magnesiumspeicher durch eine magnesi-umreiche Diät im steady-state die renale Exkretion der Absorption entspricht. Mit dieser Methodik von LÜCKER wurde die therapeutische Verwertbarkeit von Magnesium aus Mg 5-Longoral® Kautabletten zu 44,5 % bestimmt.
Pharmazeutische Angaben - Mg 1803 mg
Sorbitol (Ph.Eur.); Wasserfreie Citronensäure (Ph.Eur.); Natriumcyclamat; Saccharin-Natrium; Calciumalkanoat(C16 – C24); Glycerol(mono/di/tri)alkanoat (C12-C18) (15:12:73); Glycerol 85%; Hochdisperses Siliciumdioxid; Citronenaroma.
Durchdrückpackung
N 1 OP mit 20 Kautabletten
N 2 OP mit 50 Kautabletten
N 3 OP mit 100 Kautabletten
Krankenhauspackung (5 x 100 Kautabletten)