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Präparate
Wechselwirkungen-Liste
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Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Je nach Verpackung. Weitere Informationen siehe Verpackungsangaben.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Dexa-Allvoran 4 mg Injektionslösung

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Injektionslsg.

Hersteller

TAD Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.1.2022
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Fachinfo - Dexa-Allvoran 4 mg

Anwendungsgebiete

Neurologie

Hirnödem (nur bei computertomographisch nachgewiesener Hirndrucksymptomatik), ausgelöst durch Hirntumor, neurochirurgische Eingriffe, Hirnabszess, bakterielle Meningitis.

Notfallbehandlung

Posttraumatischer Schock/Prophylaxe der posttraumatischen Schocklunge.

Anaphylaktischer Schock (nach primärer Epinephrin-Injektion).

Erkrankungen der Lunge und der Atem-wege

Schwerer akuter Asthmaanfall. Interstitielle Aspirationspneumonie.

Behandlung der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) bei Erwachsenen und jugendlichen Patienten (im Alter von 12 Jahren und älter mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg), die eine ergänzende Sauerstofftherapie benötigen.

Dermatologie

Parenterale Anfangsbehandlung ausgedehn-ter akuter schwerer Hautkrankheiten wie Erythrodermie, Pemphigus vulgaris, akute Ekzeme.

Autoimmunerkrankungen/Rheumatologie Parenterale Anfangsbehandlung von Auto-immunerkrankungen wie systemischer Lupus erythematodes, insbesondere viszerale Formen.

Aktive Phasen von Systemvaskulitiden wie Panarteriitis nodosa (bei gleichzeitig bestehender pos. Hepatitis B Serologie sollte die Behandlungsdauer auf zwei Wochen begrenzt werden).

Aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform z. B. schnell destruierend verlaufende Formen und/oder extraartikulären Manifestationen.

Juvenile idiopathische Arthritis mit schwerer systemischer Verlaufsform (Still Syndrom) oder mit lokal nicht beeinflussbarer Iridozyklitis.

Rheumatisches Fieber mit Karditis.

Infektiologie

Schwere Infektionskrankheiten mit toxischen Zuständen (z. B. Tuberkulose, Typhus; nur neben entsprechender antiinfektiöser Therapie).

Onkologie

Palliativtherapie maligner Tumoren. Prophylaxe und Therapie von postoperati-vem und/oder Zytostatika-induziertem Erbrechen im Rahmen antiemetischer Schemata.

Ophthalmologie

Subkonjunktivale Anwendung bei nicht-infektiöser Keratokonjunktivitis, Skleritis (mit Ausnahme der nekrotisierenden Skleritis), Uveitis anterior und intermedia.

Dosierung

Dexa-Allvoran steht in Ampullen zu 4 mg zur Verfügung. Bei höheren Dosierungen sollten höher konzentrierte Zubereitungen verwendet werden.

Dosierung

Die Höhe der Dosierung ist abhängig von der Art und Schwere der Erkrankung und vom individuellen Ansprechen des Patienten auf die Therapie. Im Allgemeinen werden relativ hohe Initialdosen angewendet, die bei akuten schweren Verlaufsformen deutlich höher sein müssen als bei chronischen Erkrankungen.

Soweit nicht anders verordnet, gelten fol-gende Dosierungsempfehlungen:

Neurologie

Bei Hirnödem in Abhängigkeit von Ursache und Schweregrad initial 8-10 mg (bis 80 mg) i.v., anschließend 16-24 mg (bis 48 mg)/Tag verteilt auf 3-4 (6) Einzeldosen i.v. oder oral über 4-8 Tage.

Eine längerfristige, niedriger dosierte Gabe von Dexamethason kann während der Bestrahlung sowie bei der konservativen Therapie inoperabler Hirntumoren erforder-lich sein.

Hirnödem infolge bakterieller Hirnhautent-zündung:

0,15 mg/kg alle 6 Stunden über 4 Tage.

Kinder: 0,4 mg/kg alle 12 Stunden über 2 Tage.

Notfallbehandlung

Posttraumatischer Schock/Prophylaxe der posttraumatischen Schocklunge: Initial 40-100 mg (Kinder 40 mg) i.v., Wiederholung der Dosis nach 12 Stunden oder 6-stündlich 16-40 mg über 2-3 Tage.

Anaphylaktischer Schock: 40-100 mg i.v., bei Bedarf wiederholte Injektion.

Erkrankungen der Lunge und der Atem-wege

Schwerer akuter Asthmaanfall, Erwachsene:

8-20 mg i.v. oder oral, weiterhin 8 mg alle 4 Stunden.

Kinder:

0,15-0,3 mg/kg i.v. oder oral bzw. 1,2 mg/kg als Bolus, dann 0,3 mg/kg alle 4-6 Stunden.

Interstitielle Aspirationspneumonie: Initial 40-100 mg (Kinder 40 mg) i.v., Wiederho-lung der Dosis nach 12 Stunden oder 6-stündlich 16-40 mg über 2-3 Tage.

Zur Behandlung von Covid-19: Erwachsene:

6 mg i.v. oder oral, einmal täglich für bis zu 10 Tage.

Pädiatrische Patienten (Jugendliche im Alter von 12 Jahren und älter):

6 mg i.v. oder oral einmal täglich für bis zu 10 Tage.

Die Dauer der Behandlung sollte sich nach dem klinischen Ansprechen und den indivi-duellen Bedürfnissen des Patienten richten.

Dermatologie

Akute Hautkrankheiten: je nach Art und Ausmaß der Erkrankung Tagesdosen von 8-

40 mg i.v. Anschließend orale Weiterbe-handlung in absteigender Dosierung.

Autoimmunerkrankungen/Rheumatologie Aktive Phasen von rheumatischen Systemerkrankungen:

Systemischer Lupus erythematodes 6-15 mg/Tag.

Aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform z. B. schnell destruierend verlaufende Formen 12-15 mg und/oder extraartikulären Manifestationen 6-12 mg.

Juvenile idiopathische Arthritis mit schwerer systemischer Verlaufsform (Still Syndrom) oder mit lokal nicht

Fachinformation

Dexa-Allvoran 4 mg

beeinflussbarer Iridozyklitis 12-15 mg.

Rheumatisches Fieber mit Karditis 12-15 mg.

Infektiologie

Schwere Infektionskrankheiten, toxische Zustände (z. B. Tuberkulose, Typhus; nur neben entsprechender antiinfektiöser Therapie) 4-20 mg/Tag i.v. oder oral.

Onkologie

Palliativtherapie maligner Tumoren: Initial 8-16 mg/Tag, bei länger dauernder Therapie 4-12 mg/Tag.

Prophylaxe und Therapie von Zytostatika-induziertem Erbrechen im Rahmen antiemetischer Schemata.

Ophthalmologie

Die Dosierung ist individuell festzulegen, sie richtet sich nach der Schwere der Symptomatik. Bei der subkonjunktivalen Anwendung genügen 2 mg Dexamethasondihydrogenphosphat.

Art der Anwendung

Die Tagesdosis sollte möglichst als Einzel-dosis morgens (zwischen 6.00 und 8.00 Uhr) verabreicht werden (zirkadiane Therapie). Bei Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung eine Hochdosistherapie benötigen, ist jedoch häufig eine mehrmalige tägliche Gabe erforderlich um einen maximalen Effekt zu erzielen.Die Möglichkeit zur alternierenden Behandlung in Abhängigkeit vom Krankheitsbild und Ansprechen auf die Therapie ist zu prüfen.

Je nach Grunderkrankung, klinischer Symptomatik und Ansprechen auf die Therapie kann die Dosis unterschiedlich schnell reduziert und beendet oder auf eine möglichst niedrige Erhaltungsdosis eingestellt werden, ggf. unter Kontrolle des adrenalen Regelkreises. Grundsätzlich sollten Dosis und Behandlungsdauer so hoch und lang wie nötig aber so gering und kurz wie möglich gehalten werden. Der Dosisabbau sollte grundsätzlich stufenweise erfolgen.

Bei einer im Anschluss an die Initialtherapie für erforderlich gehaltene Langzeittherapie sollte auf Prednison/Prednisolon umgestellt werden, da es hierbei zu einer geringeren Nebennierenrindensuppression kommt.

Bei Hypothyreose oder bei Leberzirrhose können vergleichsweise niedrige Dosierun-gen ausreichen bzw. kann eine Dosis-reduktion erforderlich sein.

Zur Behandlung von Covid-19:

Bei älteren Patienten, Nierenfunktionsstörungen und Leberfunktionsstörungen ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich.

Hinweise zur Verwendbarkeit der Lösung Es dürfen nur klare Lösungen verwendet werden.

Der Inhalt der Injektionslösung ist nur zur einmaligen Entnahme bestimmt.

Reste der Injektionslösung sind zu vernich-ten.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

  • Die subkonjunktivale Anwendung von Dexa-Allvoran 4 mg ist kontraindiziert bei virus-, bakterien- und mykosebedingten Augenerkrankungen sowie Verletzungen und ulzerösen Prozessen der Hornhaut.

Warnhinweise

Eine Nebennierenrinden(NNR)-Insuffizienz, die durch eine Glucocorticoidtherapie bedingt ist, kann abhängig von der Dosis und Therapiedauer, noch mehrere Monate und in Einzelfällen länger als ein Jahr nach Absetzen der Therapie anhalten. Kommt es während der Behandlung mit Dexa-Allvoran 4 mg zu besonderen körperlichen Stresssituationen (Unfall, Operation, Geburt u.a.), kann eine vorübergehende Dosiserhöhung erfor-derlich werden. Wegen der möglichen Gefährdung in Stresssituationen sollte daher für den Patienten bei länger dauernder Therapie ein Corticoid-Ausweis ausgestellt werden.

Auch bei anhaltender NNR-Insuffizienz nach Therapieende kann die Gabe von Glucocorticoiden in körperlichen Stress-situationen erforderlich sein.

Eine Therapie induzierte akute NNR-Insuffizienz kann durch langsame Dosisreduktion bei vorgesehenem Absetzen minimiert werden.

Nach der Marktzulassung wurde bei Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen nach der Anwendung von Dexamethason allein oder in Kombination mit anderen chemotherapeutischen Mitteln das Tumorlyse-Syndrom (TLS) beobachtet. Patienten mit hohem TLS-Risiko, wie etwa Patienten mit einer hohen

Proliferationsrate, hoher Tumorlast und hoher Empfindlichkeit gegenüber Zytostatika, sollten engmaschig überwacht und mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen behandelt werden.

Eine Therapie mit Dexa-Allvoran 4 mg sollte nur unter strengster Indikationsstellung und ggf. zusätzlicher gezielter antiinfektiöser Therapie durchgeführt werden bei folgenden Erkrankungen:

  • akute Virusinfektionen (Herpes zoster, Herpes simplex, Varizellen, Keratitis herpetica)

  • HBsAG-positive chronisch-aktive Hepatitis

  • ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen mit Lebendimpfstoffen

  • systemische Mykosen und Parasitosen (z. B. Nematoden)

  • Poliomyelitis

  • Lymphadenitis nach BCG-Impfung

  • akute und chronische bakterielle Infektio-nen

  • bei Tuberkulose in der Anamnese (cave Reaktivierung!) Anwendung nur unter Tuberkulostatika-Schutz

    Zusätzlich sollte eine Therapie mit Dexa-Allvoran 4 mg nur unter strenger Indika-tionsstellung und ggf. zusätzlicher spezifi-scher Therapie durchgeführt werden bei:

  • Magen-Darm-Ulzera

  • schwerer Osteoporose

  • schwer einstellbarer Hypertonie

  • schwer einstellbarem Diabetes mellitus

  • psychiatrischen Erkrankungen (auch anamnestisch)

  • Eng- und Weitwinkelglaukom

  • Hornhautulcerationen und Hornhautverletzungen

    Wegen der Gefahr einer Darmperforation darf Dexa-Allvoran 4 mg nur bei zwingender Indikation und unter entsprechender Überwachung angewendet werden bei:

  • schwerer Colitis ulcerosa mit drohender Perforation

  • Divertikulitis

  • Enteroanastomosen (unmittelbar post-operativ)

Die Zeichen einer peritonealen Reizung nach gastrointestinalen Perforation können bei Patienten, die hohe Dosen von Glucocorticoiden erhalten, fehlen.

Während der Anwendung von Dexa-Allvoran 4 mg ist bei Diabetikern ein even-tuell erhöhter Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika zu berücksichtigen.

Fachinformation

Dexa-Allvoran 4 mg

Während der Behandlung mit Dexa-Allvoran 4 mg ist, insbesondere bei Anwendung hoher Dosen und bei Patienten mit schwer einstellbarer Hypertonie eine regelmäßige Blutdruckkontrolle erforderlich.

Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz sind sorgfältig zu überwachen, da die Gefahr einer Verschlechterung besteht.

Frühgeborene:

Verfügbare Daten nach einer frühen Behandlung (<96 Stunden) von Frühgeborenen mit bronchopulmonarer Dysplasie mit Initialdosen von zweimal täglich 0,25 mg/kg deuten auf unerwünschte Langzeitfolgen bei der neurologischen Entwicklung hin.

Bei Kindern sollte die Indikation aufgrund der wachstumshemmenden Wirkung von Glucocorticoiden streng gestellt und das Längenwachstum bei Glucocorticoid Lang-zeittherapie regelmäßig kontrolliert werden.

Die Behandlung mit Dexa-Allvoran 4 mg kann die Symptomatik einer bestehenden oder sich entwickelnden Infektion verschleiern und somit die Diagnostik erschweren.

Eine langdauernde Anwendung auch gerin-ger Mengen von Dexamethason führt zu einem erhöhten Infektionsrisiko auch durch solche Mikroorganismen, die ansonsten selten Infektionen verursachen (sog. oppor-tunistische Infektionen).

Impfungen mit Totimpfstoffen sind grund-sätzlich möglich. Es ist jedoch zu beachten, dass die Immunreaktion und damit der Impferfolg bei höheren Dosierungen der Corticoide beeinträchtigt werden kann.

Bei einer langdauernden Therapie mit Glucocorticoiden sind regelmäßige ärztliche Kontrollen (einschließlich augenärztlicher Kontrollen in dreimonatigen Abständen) angezeigt.

Bei hohen Dosen ist auf eine ausreichende Kaliumzufuhr und auf Natrium-Restriktion zu achten und der Serum-Kalium-Spiegel zu überwachen.

Abhängig von Dauer und Dosierung der Behandlung muss mit einem negativen Ein-fluss auf den Calciumstoffwechsel gerechnet werden, so dass eine Osteoporose-Prophylaxe zu empfehlen ist. Dies gilt vor allem bei gleichzeitig bestehenden Risikofaktoren wie familiärer Veranlagung, höherem Lebensalter, nach

der Menopause, ungenügender Eiweiß- und Calciumzufuhr, starkem Rauchen, übermäßigem Alkoholgenuss, sowie Mangel an körperlicher Aktivität. Die Vor-beugung besteht in ausreichender Calcium-und Vitamin D Zufuhr und körperlicher Aktivität. Bei bereits bestehender Osteo-porose sollte zusätzlich eine medikamentöse Therapie erwogen werden.

Bei Beendigung oder gegebenenfalls Abbruch der Langzeitgabe von Glucocorticoiden ist an folgende Risiken zu denken: Exacerbation bzw. Rezidiv der Grundkrankheit, akute NNR-Insuffizienz, Cortison-Entzugssyndrom.

Spezielle Viruserkrankungen (Windpocken, Masern) können bei Patienten, die mit Glucocorticoiden behandelt werden, beson-ders schwer verlaufen.

Insbesondere gefährdet sind immunsuppri-mierte Kinder und Personen ohne bisherige Windpocken- oder Maserninfektion. Wenn diese Personen während einer Behandlung mit Dexa-Allvoran 4 mg Kontakt zu masern- oder windpockenerkrankten Personen haben, sollte gegebenenfalls eine vorbeugende Behandlung eingeleitet werden.

Hypertrophe Kardiomyopathie Hypertrophe Kardiomyopathie wurde nach systemischer Anwendung von Kortikosteroiden, einschließlich Dexamethason, bei Frühgeborenen berichtet. In den meisten berichteten Fällen war diese nach Absetzen der Behandlung reversibel. Bei Frühgeborenen, die mit systemisch verabreichtem Dexamethason behandelt werden, sollte eine diagnostische Beurteilung und Überwachung der Herzfunktion und -struktur erfolgen (Abschnitt 4.8).

Phäochromozytom-Krise

Nach der Anwendung von Kortikosteroiden wurde vom Auftreten einer Phäochromozytom-Krise berichtet, die tödlich verlaufen kann. Bei Patienten mit einem vermuteten oder diagnostizierten Phäochromozytom sollten Kortikosteroide nur nach einer angemessenen Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Sehstörung

Bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten. Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur

Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden.

Cushing-Syndrom und/oder eine Nebennierensuppression können in Verbindung mit der systemischen Absorption von ophtalmischem Dexamethason nach einer intensiven oder langfristigen Behandlung von prädisponierten Patienten, einschließlich Kindern und Patienten, die mit CYP3A4-Inhibitoren (einschließlich Ritonavir und Cobicistat) behandelt wurden, auftreten. In diesen Fällen sollte die Behandlung schrittweise beendet werden.

Die Anwendung von Dexa-Allvoran 4 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Die Anwendung von Dexa-Allvoran 4 mg als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.

Dexa-Allvoran 4 mg enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Für die Behandlung von Covid-19: Systemische Kortikosteroide sollten bei Patienten nicht abgesetzt werden, die bereits aus anderen Gründen mit systemischen (oralen) Kortikosteroiden behandelt werden (z.B. Patienten mit chronisch obstruktiver Lungener-krankung), aber keinen zusätzlichen Sau-erstoff benötigen.

Wechselwirkungen

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Östrogene (z. B. Ovulationshemmer): Die Corticoidwirkung kann verstärkt werden.

Antacida: Bei gleichzeitiger Gabe von Alu-minium- oder Magnesiumhydroxid kann es bei Patienten mit chronischen Lebererkran-kungen zu einer Reduktion der Bioverfüg-barkeit von Dexamethason kommen.

Arzneimittel, die CYP3A4 induzieren wie Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin, Bar-biturate und Primidon: Die Corticoidwirkung kann vermindert werden.

Arzneimittel, die CYP3A4 inhibieren wie Ketoconazol und Itraconazol: Die Corti-coidwirkung kann verstärkt werden.

CYP3A4-Inhibitoren (einschließlich

Fachinformation

Dexa-Allvoran 4 mg

Ritonavir und Cobicistat können die Dexamethason-Clearance verringern, was zu verstärkter Wirkung und Nebennierensuppression/Cushing-Syndrom führen kann. Die Kombination sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko systemischer Nebenwirkungen der Corticosteroide; in diesem Fall sollten die Patienten im Hinblick auf systemische Corticosteroidnebenwirkungen überwacht werden.

Ephedrin: der Metabolismus von Glucocorticoiden kann beschleunigt und hierdurch deren Wirksamkeit vermindert werden.

ACE-Hemmstoffe: Erhöhtes Risiko des Auftretens von Blutbildveränderungen.

Herzglykoside: Die Glykosidwirkung kann durch Kaliummangel verstärkt werden.

Saluretika/Laxantien: Die Kaliumausschei-dung kann verstärkt werden.

Antidiabetika: Die blutzuckersenkende Wirkung kann vermindert werden.

Cumarin-Derivate: Die Antikoagulanzien-wirkung kann abgeschwächt werden.

Nichtsteroidale Antiphlogistika/Antirheumatika, Salicylate und Indometacin: Die Gefahr von Magen-Darm-Blutungen wird erhöht.

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien: Die Muskelrelaxation kann länger anhalten (s.a. Abschnitt 4.8)

Atropin, andere Anticholinergika: Zusätzli-che Augen-Innendrucksteigerungen bei gleichzeitiger Anwendung mit Dexa-Allvoran 4 mg sind möglich.

Praziquantel: Durch Corticosteroide ist ein Abfall der Praziquantel-Konzentration im Blut möglich.

Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin: Es besteht ein erhöhtes Risiko des Auftretens von Myopathien, Kardiomyopathien.

Somatropin: Die Wirkung von Somatropin kann vermindert werden.

Protirelin: Der TSH-Anstieg bei Gabe von Protirelin kann reduziert sein.

Ciclosporin: Die Blutspiegel von Ciclosporin werden erhöht: Es besteht eine erhöhte Gefahr zerebraler Krampfanfälle.

Einfluss auf Untersuchungsmethoden: Hautreaktionen auf Allergietests können unterdrückt werden.

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft, besonders in den ersten drei Monaten, soll die Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen.

Bei einer Langzeitbehandlung mit Glucocorticoiden während der Schwanger-schaft sind Wachstumsstörungen des Feten nicht auszuschließen. Die Gabe von Glucocorticoiden kann bei schwangeren Tieren Fehlbildungen bei der fetalen Entwicklung verursachen, einschließlich Gaumenspalte, intrauteriner Wachstumsretardierung und Auswirkungen auf Hirnwachstum und -entwicklung. Es gibt keinen Hinweis, dass Glucocorticoide zu einer erhöhten Inzidenz an congenitalen Fehlbildungen beim Menschen, wie Lippen-/Gaumenspalte, führen. (Siehe Abschnitt 5.3)

Werden Glucocorticoide am Ende der Schwangerschaft gegeben, besteht für den Fetus die Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde, die eine ausschleichende Substitutionsbehandlung des Neugeborenen erforderlich machen kann.

Studien haben ein erhöhtes Risiko für eine neonatale Hypoglykämie in Folge einer pränatalen Kurzzeitanwendung von Kortikosteroiden, einschließlich Dexamethason, bei Frauen mit einem Risiko für eine spätere Frühgeburt gezeigt.

Glucocorticoide gehen in die Muttermilch über. Eine Schädigung des Säuglings ist bisher nicht bekannt geworden. Trotzdem sollte die Indikation in der Stillzeit streng gestellt werden. Sind aus Krankheitsgründen höhere Dosen erforderlich, sollte abgestillt werden.

Fahrtüchtigkeit

Bisher liegen keine Hinweise vor, dass Dexa-Allvoran 4 mg die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zur Bedienung von Maschinen beeinträchtigt, gleiches gilt auch für Arbeiten ohne sicheren Halt.

Nebenwirkungen

In Abhängigkeit von Therapiedauer und Dosis können folgende Nebenwirkungen auftreten:

Endokrine Störungen:

Cushing-Syndrom, Nebennierensuppression (siehe Abschnitt 4.4), verminderte Glucosetoleranz,

Diabetes mellitus, Wachstumshemmung bei Kindern, Störungen der Sexualhormon-sekretion (unregelmäßige Menstruation, Impotenz).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen: Gewichtszunahme, Hypercholesterinämie und Hypertriglyceridämie, Natriumretention mit Ödembildung, vermehrte Kaliumausscheidung (cave: Rhythmusstörungen).

Erkrankungen der Haut und des Unterhaut-zellgewebes:

Striae rubrae, Atrophie, Teleangiektasien, erhöhte Kapillarfragilität, Petechien, Ekchymosen, Hypertrichose, Steroidakne, verzögerte Wundheilung, rosazea-artige (periorale) Dermatitis, Änderungen der Hautpigmentierung, Überempfindlichkeits-reaktionen, z. B. Arzneimittelexanthem.

Skelettmuskulatur und Bindegewebserkran-kungen:

Muskelatrophie und -schwäche, Osteoporose (dosisabhängig, auch bei nur kurzer Anwendung möglich) aseptische Knochennekrosen (Kopf des Oberarm- und Oberschenkelknochens), Sehnenruptur.

Psychiatrische Erkrankungen: Depressionen, Gereiztheit, Euphorie, Antriebs- und Appetitsteigerung, Psychosen, Schlafstörungen.

Erkrankungen des Nervensystems: Pseudotumor cerebri (insb. bei Kindern), Manifestation einer latenten Epilepsie, Erhöhung der Anfallsbereitschaft bei manifester Epilepsie.

Herzerkrankungen:

Hypertrophe Kardiomyopathie bei Frühgeborenen (siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes: Magen-Darm-Ulcera, gastrointestinale Blu-tungen, Pankreatitis, Schluckauf.

Gefäßerkrankungen:

Blutdruckerhöhung, Erhöhung des Arterio-sklerose- und Thromboserisikos, Vaskulitis (auch als Entzugssyndrom nach Langzeittherapie).

Erkrankungen des Blutes und Lymphsys-tems:

Mäßige Leukozytose, Lymphopenie, Eosinopenie, Polyglobulie.

Erkrankungen des Immunsystems: Schwächung der Immunabwehr, Maskierung von Infektionen, Exazerbation latenter Infektionen, allergische

Fachinformation

Dexa-Allvoran 4 mg

Reaktionen.

Augenerkrankungen:

Katarakt, insbesondere mit hinterer sub-capsulärer Trübung, Glaukom, Verschlechterung der Symptome bei Hornhautulcus, Begünstigung viraler, fungaler und bakterieller Entzündungen am Auge, Chorioretinopathie. Nicht bekannt: Verschwommenes Sehen (siehe auch Abschnitt 4.4).

Hinweis:

Bei zu rascher Dosisreduktion nach langdauernder Behandlung kann es zu Beschwerden wie Muskel- und Gelenkschmerzen kommen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Akute Intoxikationen mit Dexamethason sind nicht bekannt. Bei chronischer Überdosierungen ist mit verstärkten Nebenwirkungen (s. Abschnitt 4.8) insbesondere auf Endokrinium, Stoffwechsel und Elektrolythaushalt zu rechnen.

Pharmakologische Eigenschaften - Dexa-Allvoran 4 mg

Pharmakodynamik

Glucocorticoid, ATC-Code: H02AB02

Dexamethason ist ein monofluoriertes Glucocorticoid mit ausgeprägten antiallergischen, antiphlogistischen und membranstabilisierenden Eigenschaften sowie Wirkungen auf den Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fett-Stoffwechsel.

Dexamethason besitzt eine etwa 7,5mal stärkere glucocorticoide Wirkung als Prednisolon und Prednison, im Vergleich zu Hydrocortison ist es 30mal stärker

wirksam, mineralcorticoide Wirkungen fehlen.

Glucocorticoide wie Dexamethason entfalten ihre biologische Wirkung durch Aktivierung der Transkription von Corticoid sensitiven Genen. Die entzündungshemmenden, immunsuppressiven und antiproliferativen Effekte werden u.a. durch verringerte Bil-dung, Freisetzung und Aktivität von Entzündungsmediatoren und durch Inhibierung der spezifischen Funktionen und der Migration von Entzündungszellen hervorgerufen. Zusätzlich wird die Wirkung sensibilisierter T-Lymphozyten und Makrophagen auf Targetzellen durch Corticosteroide möglicherweise verhindert.

Bei einer notwendigen Corticoid-Langzeit-medikation muss die mögliche Induktion einer transienten NNR-Insuffizienz berück-sichtigt werden. Die Supprimierbarkeit der Hypothalamus-Hypophysen-NNR-Achse hängt u.a. auch von individuellen Faktoren ab.

Die Cushing-Schwellendosis wird mit 1,5 mg/Tag angegeben.

Die RECOVERY-Studie (Randomised Evaluation of COVid-19 thERapY,)1 ist eine Prüfer-initiierte, individuell randomisierte, kontrollierte, offene, adaptive Plattformstudie zur Bewertung der Auswirkungen potentieller Behandlungen bei Patienten, die mit COVID-19 hospitalisiert wurden.

Die Studie wurde an 176

Krankenhausorganisationen im Vereinigten Königreich durchgeführt.

6425 Patienten erhielten nach dem Zufallsprinzip entweder Dexamethason (2104 Patienten) oder eine Standardtherapie (4321 Patienten). 89% der Patienten hatten eine laborbestätigte SARS-CoV-2-Infektion.

Zum Zeitpunkt der Randomisierung erhielten 16% der Patienten eine invasive mechanische Beatmung oder extrakorporale Membranoxygenierung, 60% erhielten nur Sauerstoff (mit oder ohne nicht-invasive Beatmung) und 24% erhielten weder das eine noch das andere.

Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 66,1 +/-15,7 Jahre. 36% der Patienten waren weiblich. 24% der Patienten hatten eine Vorgeschichte mit Diabetes, 27% mit

Herzkrankheiten und 21% mit chronischen Lungenkrankheiten.

Primärer Endpunkt

Die Mortalität nach 28 Tagen war mit 482 Todesfällen bei 2104 Patienten (22,9%) in der Dexamethason-Gruppe signifikant niedriger als in der Gruppe mit der Standardtherapie (1110 Todesfälle bei 4321

Patienten (25,7%)) (Ratenverhältnis, 0,83;

95% Konfidenzintervall [CI], 0,75 bis 0,93; P<0,001).

In der Dexamethason-Gruppe war die Inzidenz der Todesfälle niedriger als in der Gruppe mit der Standardtherapie bei Patienten, die invasive mechanische Beatmung erhalten (29,3% vs. 41,4%;

Ratenverhältnis 0,64; 95% CI, 0,51 bis 0,81) sowie bei Personen, die zusätzlichen Sauerstoff ohne invasive mechanische Beatmung erhielten (23,3% vs. 26,2%;

Ratenverhältnis 0,82; 95% CI 0,72 bis

0,94).

Es gab keinen eindeutigen Effekt von Dexamethason bei Patienten, die zum Zeitpunkt der Randomisierung keine Atmungsunterstützung erhielten (17,8% vs. 14,0%; Ratenverhältnis 1,19; 95% CI 0,91

bis 1,55).

Sekundäre Endpunkte

Die Patienten in der Dexamethason-Gruppe hatten eine kürzere Krankenhausaufenthaltsdauer als die in der Gruppe mit der Standardtherapie (Median, 12 Tage vs. 13 Tage) und eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Lebendentlassung innerhalb von 28 Tagen (Ratenverhältnis, 1,10; 95% CI, 1,03 bis 1,17).

In Übereinstimmung mit dem primären Endpunkt zeigte sich der größte Effekt hinsichtlich der Entlassung innerhalb von 28 Tagen bei Patienten, die zum Zeitpunkt der Randomisierung invasive mechanische Beatmung erhielten (Ratenverhältnis 1,48; 95% CI 1,16, 1,90), gefolgt von Patienten, die nur Sauerstoff erhielten (Ratenverhältnis, 1,15 ;95% CI 1,06-1,24) und keiner positiven Wirkung bei Patienten, die keinen Sauerstoff erhielten (Ratenverhältnis, 0,96 ; 95% CI 0,85-1,08).

1 www.recoverytrial.net

Dexamethason Standardtherapie Raten-/Risiko-Verhältnis (RR)Ergebnis (N = 2104) (N = 4321) (95% KI)*
Anzahl/Gesamtanzahl der Patienten (%)
Primärergebnis
28-Tages-Mortalität 482/2104 (22,9) 1110/4321 (25,7) 0,83 (0,75-0,93)
Sekundärergebnisse
Entlassung aus dem Krankenhaus innerhalb von 28Tagen 1413/2104 (67,2) 2745/4321 (63,5) 1,10 (1,03-1,17)
Invasive mechanischeBeatmung oder Tod† 456/1780 (25,6) 994/3638 (27,3) 0,92 (0,84-1,01)
Invasive mechanischeBeatmung 102/1780 (5,7) 285/3638 (7,8) 0,77 (0,62-0,95)
Tod 387/1780 (21,7) 827/3638 (22,7) 0,93 (0,84-1,03)
* RR wurden altersadjustiert im Hinblick auf die Ergebnisse der 28-Tages-Mortalität und der Krankenhausentlassung. RR wurden alters-adjustiert im Hinblick auf das Ergebnis des Erhalts einer invasiven mechanischen Beatmung oder des Todes und ihrer Unterkomponenten.† Patienten, die bei Randomisierung bereits eine invasive mechanische Beatmung erhielten, wurden aus dieser Kategorie ausgeschlossen.SicherheitEs traten vier schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SAEs) im Zusammenhang mit der Studienbehandlung auf: zwei SAEs von Hyperglykämie, ein SAE einer steroidinduzierten Psychose und ein SAE einer Blutung im oberen Gastrointestinaltrakt. Alle Ereignisse wurden aufgeklärt.Untergruppen-AnalysenAuswirkungen der Gabe von DEXAMETHASON auf die 28-Tage-Mortalität, nach Alter und respiratorischer Unterstützung bei Randomisierung2
Dexamethason Standardtherapie RR (95% Kl)
Kein Sauerstoff (x12= 0,70; p=0,40)
<70≥70 <80≥80Zwischensumme 10/197 (5,1%)25/114 (21,9%)54/190 (28,4%)89/501 (17,8%) 18/462 (3,9%)35/224 (15,6%)92/348 (26,4%)145/1034 (14,0%) 1,31 (0,60-2,83)1,46 (0,88-2,45)1,06 (0,76-1,49)1,19 (0,91-1,55)
Nur Sauerstoff (x12= 2,54; p=0,11)
<70≥70 <80≥80Zwischensumme 53/675 (7,9%)104/306 (34,0%)141/298 (47,3%)298/1279 (23,3%) 193/1473 (13,1%)178/531 (33,5%)311/600 (51,8%)682/2604 (26,2%) 0,58 (0,43-0,78)0,98 (0,77-1,25)0,85 (0,70-1,04)0,82 (0,72-0,94)
Mechanische Beatmung (x12= 0,28; p=0,60)
<70≥70 <80≥80Zwischensumme 66/269 (24,5%)26/49 (53,1%)3/6 (50,0%)95/324 (29,3%) 217/569 (38,1%)58/104 (55,8%)8/10 (80,0%)283/683 (41,4%) 0,61 (0,46-0,81)0,85 (0,53-1,34)0,39 (0,10-1,47)0,64 (0,51-0,81)
Alle Teilnehmer 482/2104 (22,9%) 1110/4321 (25,7%) 0,83 (0,75-0,93)p <0,001
Dexamethason besser Standardtherapie besser
Fachinformation

Dexa-Allvoran 4 mg

Auswirkungen der Gabe von DEXAMETHASON auf die 28-Tage-Mortalität, durch Atemunterstützung erhalten bei Randomisierung und Anamnese chronische Krankheiten2
Dexamethason Standardtherapie RR (95% Kl)
Kein Sauerstoff (x12= 0,08; p=0,78)
Vorerkrankung Keine Vorerkrankung Zwischensumme 65/313 (20,8%)24/188 (12,8%)89/501 (17,8%) 100/598 (16,7%)45/436 (10,3%)145/1034 (14,0%) 1,22 (0,89–1,66)1,12 (0,68–1,83)1,19 (0,91-1,55)
Nur Sauerstoff (x12= 2,05; p=0,15)
Vorerkrankung Keine Vorerkrankung Zwischensumme 221/702 (31,5%)77/577 (13,3%)298/1279 (23,3%) 481/1473 (32,7%)201/1131 (17,8%)682/2604 (26,2%) 0,88 (0,75–1,03)0,70 (0,54–0,91)0,82 (0,72-0,94)
Mechanical ventilation (x12= 1,52; p=0,22)
Vorerkrankung Keine Vorerkrankung Zwischensumme 51/159 (32,1 %)44/165 (26,7 %)95/324 (29,3 %) 150/346 (43,4%)133/337 (39,5%)283/683 (41,4%) 0,75 (0,54–1,02)0,56 (0,40–0,78)0,64 (0,51-0,81)
Alle Teilnehmer 482/2104 (22,9%) 1110/4321 (25,7%) 0,83 (0,75-0,93)p <0,001
Dexamethason besser Standardtherapie besser
2 (source: Horby P. et al., 2020; https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.06.22.20137273v1; doi: https://doi.org/10.1101/2020.06.22.20137273)5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften Die (Serum)-Eliminationshalbwertzeit von Applikation beträgt die LD50 bei der Maus Dexamethason wird dosisabhängig an Dexamethason beträgt beim Erwachsenen mehr als 700 mg/kg Körpergewicht und beiPlasma-Albumine gebunden. Bei sehr im Mittel ca. 250 Min. (+ 80 Min.). Die der Ratte etwa 120 mg/kg Körpergewicht hohen Dosen zirkuliert der größte Anteil Ausscheidung erfolgt zum größten Teil innerhalb der ersten 7 Tage.frei im Blut. Bei Hypoalbuminämien steigt renal in Form des freien Dexamethason- Über einen Zeitraum von 21 Tagen beob-der Anteil des ungebundenen (wirksamen) Alkohols. Zum Teil erfolgt achtet, verschieben sich diese Werte inMetabolisierung, die Metaboliten werden niedrigere Bereiche, was als Folge schwerer Corticoids. Nach intravenöser Applikation als Glukuronate bzw. Sulfate ebenfalls Infektionskrankheiten, verursacht durch die von radioaktiv markiertem Dexamethason hauptsächlich durch die Nieren hormonbedingte Immunsuppression, wurden beim Menschen nach vier Stunden ausgeschieden. Störungen der Nierenfunk- gedeutet wird.maximale Dexamethason-Liquorspiegel tion beeinflussen die Elimination vongemessen, die etwa 1/6 der gleichzeitigen Dexamethason nicht wesentlich. Dagegen Chronische ToxizitätPlasmakonzentration betrugen. ist die Eliminationshalbwertzeit bei Zur chronischen Toxizität bei Mensch undschweren Lebererkrankungen verlängert. Tier liegen keine Erkenntnisse vor.Mit der biologischen Halbwertszeit von Corticoid bedingte über 36 Stunden gehört Dexamethason zu 5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit Vergiftungserscheinungen sind nicht den sehr lang wirksamen Glucocorticoiden. Akute Toxizität bekannt. Bei einer längerfristigen Therapie Aufgrund der langen Wirkungsdauer kann Die LD50 für Dexamethason beträgt nach mit Dosen im Bereich bzw. oberhalb der Dexamethason damit bei einer täglichen einmaliger oraler Applikation innerhalb der Cushing-Schwelle (1,5 mg/Tag) muss mit kontinuierlichen Gabe zu Kumulation und ersten 7 Tage bei der Maus 16 g/kg Körper- ausgeprägten Nebenwirkungen gerechnet Überdosierung führen. gewicht und bei der Ratte über 3 g/kg Kör- werden (s. Abschnitt 4.8).pergewicht. Nach einmaliger subkutaner
Fachinformation

Dexa-Allvoran 4 mg

Fachinformation

Dexa-Allvoran 4 mg

Mutagenes und tumorerzeugendes Potenzial

Vorliegende Untersuchungsbefunde für Glucocorticoide ergeben keine Hinweise auf klinisch relevante genotoxische Eigenschaften.

Reproduktionstoxizität

Gaumenspalten wurden in Tierstudien bei Ratten, Mäusen, Hamstern, Kaninchen, Hunden und Primaten - nicht bei Pferden und Schafen - beobachtet. In einigen Fällen waren diese Abweichungen mit Defekten des zentralen Nervensystems oder des Herzens kombiniert. Bei Primaten wurden nach Gabe Effekte im Gehirn festgestellt. Zudem kann das intrauterine Wachstum verzögert sein. Alle diese Effekte wurden bei hohen Dosen beobachtet.

Pharmakokinetik

Pharmazeutische Angaben - Dexa-Allvoran 4 mg

Liste der sonstigen Bestandteile

Glycerol, Natriumedetat (Ph.Eur.), Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat (Ph.Eur.), Wasser für Injektionszwecke

Inkompatibilitäten

Bisher sind keine bekannt.

Dauer der Haltbarkeit

Nach Anbruch sofort verwenden

Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 5 Jahre. Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr angewendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern.

Art und Inhalt des Behältnisses

Braunglasampullen mit 1, 3, 5 und 10 Ampullen.

AP mit 25, 30 und 150 Ampullen.

Weblinks

Packungen und Preis

Dexa-Allvoran 4 mg Injektionslösung 5 Amp. 1ml
Preis
14,93 €
Zuzahlung
5,00 €

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Dexa-Allvoran 4 mg Injektionslösung 10 Amp. 1ml N3
Preis
17,70 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

AOK Baden-Württemberg | AOK Bayern | AOK Bremen/Bremerhaven | AOK Hessen | AOK Niedersachsen | AOK NordOst (100395611, 100395622) | AOK NordOst (109519005, 109719018) | AOK NordWest | AOK PL…
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Dexa-Allvoran 4 mg Injektionslösung 30 Amp. 1ml
Preis
36,68 €
Zuzahlung
-

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Dexa-Allvoran 4 mg Injektionslösung 150 Amp.1ml
Preis
93,46 €
Zuzahlung
-

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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