Ceftriaxon Kalceks 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Ceftriaxon 1 g
Ceftriaxon Kalceks wird angewendet zur Behandlung der nachfolgend genannten Infektionen bei Erwachsenen und Kindern, einschlieШlich Neugeborenen (ab der Geburt):
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Bakterielle Meningitis
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Ambulant erworbene Pneumonie
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Im Krankenhaus erworbene Pneumonie
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Akute Otitis media
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Infektionen im Bauchraum
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Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschlieШlich Pyelonephritis)
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Infektionen der Knochen und Gelenke
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Komplizierte Infektionen der Haut und des Weichgewebes
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Gonorrhoe
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Syphilis
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Bakterielle Endokarditis.
Ceftriaxon Kalceks kann angewendet werden:
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zur Behandlung akuter Exazerbationen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) bei Erwachsenen;
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zur Behandlung einer disseminierten Lyme-Borreliose (Fri.h-[II] und Spatstadium [III]) bei Erwachsenen und Kindern einschlieШlich Neugeborenen ab einem Alter von 15 Tagen;
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zur praoperativen Infektionsprophylaxe bei Operationen;
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zur Behandlung neutropenischer Patienten mit Fieber bei Verdacht auf bakteriell bedingte Infektion;
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zur Behandlung von Patienten mit Bakteriamie, die in Zusammenhang mit einer der oben genannten Infektionen auftritt oder bei der dieser Verdacht besteht.
Ceftriaxon Kalceks sollte zusammen mit anderen Antibiotika angewendet werden, wann immer das mogliche Erregerspektrum nicht von seinem Anwendungsbereich abgedeckt wird (siehe Abschnitt 4.4).
Offizielle Richtlinien fi.r den sachgemaШen Gebrauch von Antibiotika sollten beri.cksichtigt werden.
Dosierung
Die Dosis hangt vom Schweregrad, der Empfindlichkeit, der Lokalisation und der Art der Infektion sowie vom Alter und der Leber- und Nierenfunktion des Patienten ab.
Die in den nachfolgenden Tabellen empfohlenen Dosen sind allgemein empfohlene Dosen in den jeweiligen Indikationen. Bei besonders schweren Fallen sollten Dosierungen im oberen Bereich des empfohlenen Dosierungsbereiches beri.cksichtigt werden.
Erwachsene und Jugendliche йЬer 12 Jahre (≥ 50 kg)
| Ceftriaxon-Dosis* | Нaufigkeit der Behandlung** | Indikationen |
| 1 - 2 g | Einmal taglich | Ambulant erworbene Pneumonie |
| Akute Exazerbationen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung | ||
| Infektionen im Bauchraum | ||
| Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschlieШlich Pyelonephritis) | ||
| 2 g | Einmal taglich | Im Krankenhaus erworbene Pneumonie |
| Komplizierte Infektionen der Haut und des Weichgewebes | ||
| Infektionen der Knochen und Gelenke | ||
| 2 - 4 g | Einmal taglich | Behandlung neutropenischer Patienten mit Fieber bei Verdacht auf eine bakteriell bedingte Infektion |
| Bakterielle Endokarditis | ||
| Bakterielle Meningitis |
* Bei dokumentierter Bakteriamie sollten Dosen im oberen Bereich des empfohlenen Dosierungsbereiches beri.cksichtigt werden.
** Bei Dosen i.ber 2 g taglich kann die Anwendung zweimal taglich (12-sti.ndig) in Erwagung gezogen werden.
Anwendungsgebiete fi.r Erwachsene und Jugendliche i.ber 12 Jahre (≥ 50 kg) mit besonderen Dosierungsempfehlungen:
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Akute Otitis media
Ceftriaxon 1-2 g intramuskular kann als Einzeldosis verabreicht werden.
Begrenzte Daten weisen darauf hin, dass Ceftriaxon bei schwerkranken Patienten oder bei Versagen der vorherigen Behandlung wirksam sein kann, wenn es fi.r 3 Tage in einer Dosis von 1-2 g pro Tag intramuskular verabreicht wird.
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Praoperative Infektionsprophylaxe bei Operationen 2 g als Einzelgabe vor der Operation.
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Gonorrhoe
500 mg als intramuskulare Einzeldosis.
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Syphilis
Die allgemein empfohlene Dosis liegt bei 500 mg bis 1 g einmal taglich, Erhohung auf 2 g einmal taglich bei Neurosyphilis fi.r 10-14 Tage. Die Dosierungsempfehlungen bei Syphilis, einschlieШlich Neurosyphilis, basieren auf begrenzten Daten. Nationale oder lokale Leitlinien sollten beachtet werden.
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Disseminierte Lyme-Borreliose (Fri.h- [II] und Spatstadium [III])
2 g einmal taglich fi.r 14-21 Tage. Die Empfehlungen zur Behandlungsdauer sind unterschiedlich und nationale oder lokale Leitlinien sollten beri.cksichtigt werden.
Kinder
NeugeЬorene, Sauglinge und Kinder im Alter von 15 Tagen Ьis 12 Jahren (< 50 kg)
Kinder mit einem Korpergewicht von 50 kg oder mehr erhalten die fi.r Erwachsene i.bliche Dosis.
Ceftriaxon-Dosis* Нaufigkeit der Behandlung** Indikationen 50-80 mg/kg Einmal taglich Infektionen im Bauchraum Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschlieШlich Pyelonephritis) Ambulant erworbene Pneumonie Im Krankenhaus erworbene Pneumonie 50-100 mg/kg(max. 4 g) Einmal taglich Komplizierte Infektionen der Haut und des Weichgewebes Infektionen der Knochen und Gelenke Behandlung neutropenischer Patienten mit Fieber bei Verdacht auf eine bakteriell bedingteInfektion 80-100 mg/kg(max. 4 g) Einmal taglich Bakterielle Meningitis 100 mg/kg(max. 4 g) Einmal taglich Bakterielle Endokarditis * Bei dokumentierter Bakteriamie sollten Dosen im oberen Bereich des empfohlenen Dosierungsbereiches beri.cksichtigt werden.
** Bei Dosen i.ber 2 g taglich kann die Anwendung zweimal taglich (12-sti.ndig) in Erwagung gezogen werden.
Anwendungsgebiete fi.r Neugeborene, Sauglinge und Kinder im Alter von 15 Tagen bis 12 Jahren (< 50 kg) mit besonderen Dosierungsempfehlungen:
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Akute Otitis media
Als Anfangsbehandlung einer akuten Otitis media kann eine Einzeldosis Ceftriaxon 50 mg/kg intramuskular verabreicht werden. Begrenzte Daten weisen darauf hin, dass
Ceftriaxon bei schwerkranken Kindern oder bei Versagen der Erstbehandlung wirksam sein kann, wenn es fi.r 3 Tage in einer Dosis von 50 mg/kg pro Tag intramuskular verabreicht wird.
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Praoperative Infektionsprophylaxe bei Operationen 50-80 mg/kg als Einzeldosis vor der Operation.
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Syphilis
Die allgemein empfohlene Dosis liegt bei 75-100 mg/kg (max. 4 g) einmal taglich fi.r 10-14 Tage. Die Dosierungsempfehlungen bei Syphilis, einschlieШlich Neurosyphilis, basieren auf sehr begrenzten Daten. Nationale oder lokale Leitlinien sollten beachtet werden.
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Disseminierte Lyme-Borreliose (Fri.h- [II] und Spatstadium [III])
50-80 mg/kg einmal taglich fi.r 14-21 Tage. Die Empfehlungen zur Behandlungsdauer sind unterschiedlich und nationale oder lokale Leitlinien sollten beri.cksichtigt werden.
NeugeЬorene 0-14 Tage
Ceftriaxon ist bei Fri.hgeborenen bis zu einem postmenstruellen Alter von 41 Wochen (Gestationsalter + chronologisches Alter) kontraindiziert.
Ceftriaxon-Dosis* Нaufigkeit der Behandlung Indikationen 20-50 mg/kg Einmal taglich Infektionen im Bauchraum Komplizierte Infektionen der Haut und des Weichgewebes Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschlieШlich Pyelonephritis) Ambulant erworbene Pneumonie Im Krankenhaus erworbene Pneumonie Infektionen der Knochen und Gelenke Behandlung neutropenischer Patienten mit Fieber bei Verdacht auf eine bakteriell bedingte Infektion 50 mg/kg Einmal taglich Bakterielle Meningitis Bakterielle Endokarditis * Bei dokumentierter Bakteriamie sollten Dosen im oberen Bereich des empfohlenen Dosierungsbereiches beri.cksichtigt werden.
Eine Maximaldosis von 50 mg/kg taglich sollte nicht i.berschritten werden.
Anwendungsgebiete fi.r Neugeborene im Alter von 0-14 Tagen mit besonderen Dosierungsempfehlungen:
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Akute Otitis media
Als Anfangsbehandlung einer akuten Otitis media kann eine Einzeldosis Ceftriaxon 50 mg/kg intramuskular verabreicht werden.
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Praoperative Infektionsprophylaxe bei Operationen 20-50 mg/kg als Einzeldosis vor der Operation.
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Syphilis
Die allgemein empfohlene Dosis liegt bei 50 mg/kg einmal taglich fi.r 10-14 Tage. Die Dosierungsempfehlungen bei Syphilis, einschlieШlich Neurosyphilis, basieren auf sehr begrenzten Daten. Nationale oder lokale Leitlinien sollten beachtet werden.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Krankheitsverlauf. Wie bei Antibiotikabehandlungen im Allgemeinen sollte die Verabreichung von Ceftriaxon noch
48-72 Stunden, nachdem der Patient kein Fieber mehr hat oder die Eradikation der Bakterien nachgewiesen ist, fortgefi.hrt werden.
.ltere Patienten
Die fi.r Erwachsene empfohlenen Dosierungen bedi.rfen im Fall von geriatrischen Patienten keiner Anpassung, wenn die Nieren- und Leberfunktionen zufriedenstellend sind.
Patienten mit LeЬerfunktionsstдrung
Die vorliegenden Daten lassen keine Notwendigkeit fi.r eine Dosisanpassung bei leichter oder mittelschwerer Leberfunktionsstorung erkennen, solange die Nierenfunktion nicht beeintrachtigt ist.
Es liegen keine Daten aus Studien bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstorung vor (siehe Abschnitt 5.2).
Patienten mit Nierenfunktionsstдrung
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstorung besteht keine Notwendigkeit, die Dosierung von Ceftriaxon herabzusetzen, solange die Leberfunktion nicht beeintrachtigt ist. Jedoch darf in Fallen von praterminaler Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) die Tagesdosis von Ceftriaxon 2 g nicht i.berschritten werden. Bei Dialysepatienten ist im Anschluss an die Dialyse keine zusatzliche Verabreichung erforderlich. Ceftriaxon wird nicht durch Peritoneal-oder Hamodialyse entfernt. Eine engmaschige klinische Oberwachung der Sicherheit und Wirksamkeit wird angeraten.
Patienten mit schwerer LeЬer- und Nierenfunktionsstдrung
Bei gleichzeitiger schwerer Nieren- und Leberinsuffizienz wird eine klinische Kontrolle der Sicherheit und Wirksamkeit empfohlen.
Art der Anwendung
Zur intravenosen oder intramuskularen Anwendung.
Ceftriaxon Kalceks 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslosung kann als intramuskulare Injektion, langsame intravenose Injektion und intravenose Infusion verwendet werden.
lntramuskulare Anwendung
Ceftriaxone Kalceks kann als tiefe intramuskulare Injektion verabreicht werden. Intramuskulare Injektionen sollten in einen groШen Muskel erfolgen und nicht mehr als 1 g sollten an einer Stelle injiziert werden. Dosen i.ber 1 g sollten auf mehr als eine Stelle verteilt injiziert werden (siehe Abschnitt 6.6). Dosen i.ber 2 g sollten intravenos angewendet werden. Die intramuskulare Anwendung sollte in Betracht gezogen werden, wenn die intravenose Anwendung nicht moglich oder fi.r den Patienten weniger geeignet ist.
Wenn Lidocain als Losungsmittel verwendet wird, darf die fertige Losung auf keinen Fall intravenos angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3). Es sind die Angaben in der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels fi.r Lidocain zu beachten.
lntravenдse Anwendung
Ceftriaxon Kalceks 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslosung kann als intravenose Infusion i.ber mindestens 30 Minuten (bevorzugter Verabreichungsweg) oder als langsame intravenose Injektion i.ber 5 Minuten verabreicht werden. Intermittierende intravenose Injektionen sollten vorzugsweise in groШere Venen i.ber 5 Minuten angewendet werden.
Bei Sauglingen und Kindern bis zu 12 Jahren sollten intravenose Dosen von 50 mg/kg und mehr als Infusion angewendet werden. Bei Neugeborenen sollten intravenose Dosen i.ber einen Zeitraum von 60 Minuten angewendet werden, um das potenzielle Risiko einer
Bilirubin-Enzephalopathie zu verringern (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
Ceftriaxon ist kontraindiziert bei Neugeborenen (≤ 28 Tage), die eine Behandlung mit intravenosen Calcium-haltigen Losungen, einschlieШlich Calcium-haltiger Dauerinfusionen z. B. im Rahmen der parenteralen Ernahrung, benotigen (oder bei denen zu erwarten ist, dass sie eine solche Behandlung benotigen werden), weil das Risiko einer Ausfallung von
Ceftriaxon-Calcium besteht (siehe Abschnitt 4.3).
Losungsmittel, die Calcium enthalten, wie Ringer- oder Hartmann-Losung, di.rfen nicht fi.r die Rekonstitution von Ceftriaxon oder fi.r die weitere Verdi.nnung einer rekonstituierten Losung fi.r die intravenose Anwendung verwendet werden, weil sich Ausfallungen bilden konnen.
Ceftriaxon-Calcium-Ausfallungen konnen sich auch bilden, wenn Ceftriaxon mit
Calcium-haltigen Losungen in derselben Infusionsleitung vermischt wird. Ceftriaxon darf daher nicht mit Calcium-haltigen Infusionslosungen gemischt oder gleichzeitig verabreicht werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 6.2).
Als praoperative Infektionsprophylaxe bei Operationen sollte Ceftriaxon 30-90 Minuten vor der Operation angewendet werden.
Die Farbe der Losung nach der Rekonstitution/Verdi.nnung ist je nach Dauer der Lagerung, Konzentration und verwendetem Losungsmittel leicht gelblich bis braunlich-gelb. Die hat jedoch keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des Arzneimittels.
Hinweise zur Rekonstitution/Verdi.nnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Oberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, ein anderes Cephalosporin oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Schwere Oberempfindlichkeit (z. B. anaphylaktische Reaktion) gegen irgendein anderes Betalaktam-Antibiotikum (Penicilline, Monobaktame oder Carbapeneme).
Ceftriaxon ist kontraindiziert bei:
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Fri.hgeborenen bis zu einem postmenstruellen Alter von 41 Wochen (Gestationsalter + chronologisches Alter)*,
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termingerecht entbundenen Neugeborenen (bis zu einem Alter von 28 Tagen):
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mit Hyperbilirubinamie, Gelbsucht oder Hypoalbuminamie oder Azidose, weil bei diesen Zustanden die Bilirubinbindung wahrscheinlich gestort ist*,
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wenn sie eine intravenose Calcium-Behandlung oder Calcium-haltige Infusionen benotigen (oder voraussichtlich benotigen werden), wegen der Gefahr der Ausfallung eines Ceftriaxon-Calcium-Salzes (siehe Abschnitte 4.4, 4.8 und 6.2).
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* ln-vitro-Studien haben gezeigt, dass Ceftriaxon Bilirubin aus seiner Serum-Albumin-Bindung verdrangen kann, was ein mogliches Risiko fi.r eine Bilirubin-Enzephalopathie bei diesen Patienten darstellt.
Vor der intramuskularen Injektion von Ceftriaxon, bei der eine Lidocain-Losung als Losungsmittel verwendet wird, mi.ssen die Gegenanzeigen fi.r Lidocain ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.4). Siehe hierzu die Informationen in der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels fi.r Lidocain, vor allem die Gegenanzeigen.
Lidocain-haltige Ceftriaxon-Losungen di.rfen auf keinen Fall intravenos angewendet werden.
Oberempfindlichkeitsreaktionen
Wie bei allen Betalaktam-Antibiotika wurden schwerwiegende und mitunter todlich verlaufende Oberempfindlichkeitsreaktionen berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Oberempfindlichkeitsreaktionen konnen auch zum Kounis-Syndrom fi.hren, einer schweren allergischen Reaktion, die einen Myokardinfarkt zur Folge haben kann (siehe Abschnitt 4.8). Bei Auftreten von schweren Oberempfindlichkeitsreaktionen muss die Behandlung mit Ceftriaxon sofort abgebrochen und geeignete NotfallmaШnahmen mi.ssen eingeleitet werden. Vor Beginn einer Behandlung ist der Patient sorgfaltig nach schweren Oberempfindlichkeitsreaktionen gegen Ceftriaxon, andere Cephalosporine oder andere Betalaktam-Antibiotika in der Krankheitsgeschichte zu befragen. Bei Patienten mit
nicht-schwerwiegenden Oberempfindlichkeitsreaktionen gegen andere Betalaktam-Antibiotika in ihrer Vorgeschichte sollte Ceftriaxon mit Vorsicht angewendet werden.
Im Zusammenhang mit einer Behandlung mit Ceftriaxon ist i.ber schwere kutane Nebenwirkungen (Stevens-Johnson-Syndrom oder Lyell-Syndrom/toxische epidermale Nekrolyse und Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)), welche lebensbedrohlich oder todlich sein konnen, berichtet worden; die Haufigkeit dieser Nebenwirkungen ist jedoch nicht bekannt (siehe Abschnitt 4.8).
Jarisch-Herxheimer-Reaktion (JHR)
Bei einigen Patienten mit Spirochateninfektionen kann kurz nach Beginn der Behandlung mit Ceftriaxon eine Jarisch-Herxheimer-Reaktion (JHR) auftreten. Die JHR hat normalerweise einen selbstlimitierenden Verlauf oder kann symptomatisch behandelt werden. Bei Auftreten einer derartigen Reaktion sollte die Antibiotika-Behandlung nicht abgebrochen werden.
Wechselwirkung mit Calcium-haltigen Produkten
Es wurden Falle von todlich verlaufenden Reaktionen mit Calcium-Ceftriaxon-Ausfallungen in den Lungen und Nieren von Fri.hgeborenen und Neugeborenen, die ji.nger als 1 Monat waren, beschrieben. In mindestens einem dieser Falle wurden Ceftriaxon und Calcium zu verschiedenen Zeiten und i.ber unterschiedliche Infusionsleitungen verabreicht. In den zur Verfi.gung stehenden wissenschaftlichen Daten gibt es keine Meldungen i.ber bestatigte Ausfallungen in den GefaШen von Patienten auШer Neugeborenen, die mit Ceftriaxon- und Calcium-haltigen Losungen oder anderen Calcium-haltigen Produkten behandelt wurden.
ln-vitro-Studien belegten, dass bei Neugeborenen das Risiko fi.r eine Ausfallung von Ceftriaxon-Calcium in Vergleich zu anderen Altersgruppen erhoht ist.
Bei Patienten aller Altersgruppen darf Ceftriaxon auf keinen Fall mit Calcium-haltigen Losungen fi.r die intravenose Anwendung gemischt oder gleichzeitig verabreicht werden, auch nicht i.ber verschiedene Infusionsleitungen oder i.ber Infusionszugange an verschiedenen Stellen des Korpers. Bei Patienten alter als 28 Tage konnen Ceftriaxon und Calcium-haltige Losungen jedoch nacheinander verabreicht werden, wenn Infusionszugange an verschiedenen Stellen des Korpers eingesetzt werden oder wenn die Infusionsleitungen zwischen den Infusionen ausgetauscht oder gri.ndlich mit physiologischer Kochsalzlosung gespi.lt werden, um Ausfallungen zu vermeiden. Bei Patienten, die Calcium-haltige Dauerinfusionen zur parenteralen Ernahrung erhalten, sollte erwogen werden, eine alternative antibiotische Behandlung ohne vergleichbares Risiko der Prazipitation einzusetzen. Wenn die Anwendung von Ceftriaxon bei Patienten mit parenteraler Ernahrung erforderlich ist, konnen die Losungen zur parenteralen Ernahrung (TPN-Losungen) gleichzeitig mit Ceftriaxon verabreicht werden, jedoch nur i.ber verschiedene intravenose Zugange an verschiedenen Stellen des Korpers.
Alternativ kann die Infusion der TPN-Losung fi.r die Dauer der Ceftriaxon-Infusion unterbrochen werden und die Infusionsleitungen zwischen den Losungen gespi.lt werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.8, 5.2 und 6.2).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ceftriaxon bei Neugeborenen, Sauglingen und Kindern wurde für die in „Dosierung“ und „Art der Anwendung“ (siehe Abschnitt 4.2) beschriebenen Dosierungen festgestellt. In Studien konnte gezeigt werden, dass Ceftriaxon wie einige andere Cephalosporine Bilirubin von Serumalbumin verdrangen kann.
Ceftriaxon ist kontraindiziert bei Fri.hgeborenen und Neugeborenen, bei denen ein Risiko fi.r eine Bilirubin-Enzephalopathie besteht (siehe Abschnitt 4.3).
Immunvermittelte hamolytische Anamie
Eine immunvermittelte hamolytische Anamie wurde bei Patienten beobachtet, die Antibiotika der Cephalosporin-Klasse einschlieШlich Ceftriaxon erhalten hatten (siehe Abschnitt 4.8).
Schwere Falle einer hamolytischen Anamie, einschlieШlich Todesfallen, wurden wahrend der Behandlung sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern berichtet.
Wenn ein Patient unter Ceftriaxon eine Anamie entwickelt, sollte die Diagnose einer mit Cephalosporinen assoziierten Anamie in Betracht gezogen und Ceftriaxon bis zur Abklarung der Ursache abgesetzt werden.
Langzeitbehandlung
Bei langerer Behandlungsdauer sollte in regelmaШigen Abstanden ein groШes Blutbild durchgefi.hrt werden.
Kolitis/vermehrtes Wachstum von nicht-empfindlichen Mikroorganismen
Bei fast allen Antibiotika, einschlieШlich Ceftriaxon, wurde i.ber Falle von
Antibiotika-assoziierter Kolitis und pseudomembranoser Kolitis berichtet, deren Schweregrad von leicht bis lebensbedrohlich reichen kann. Diese Diagnose muss daher unbedingt bei allen Patienten in Betracht gezogen werden, bei denen eine Diarrho wahrend oder im Anschluss an die Anwendung von Ceftriaxon auftritt (siehe Abschnitt 4.8). Ein Abbruch der Behandlung mit Ceftriaxon und die Einleitung einer spezifisch gegen Clostridioides difficile gerichteten Therapie mi.ssen in Betracht gezogen werden. Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, di.rfen nicht angewendet werden.
Superinfektionen mit nicht-empfindlichen Mikroorganismen konnen wie auch bei anderen Antibiotika auftreten.
Enzephalopathie
Unter Anwendung von Ceftriaxon wurden Enzephalopathien berichtet (siehe Abschnitt 4.8), insbesondere bei alteren Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (siehe Abschnitt 4.2) oder Storungen des zentralen Nervensystems. Bei Verdacht auf eine durch Ceftriaxon bedingte Enzephalopathie (z. B. vermindertes Bewusstsein, veranderte psychische Verfassung, Myoklonus, Krampfe) sollte ein Absetzen von Ceftriaxon in Erwagung gezogen werden.
Schwere Nieren- und Leberinsuffizienz
Bei schwerer Nieren- und Leberinsuffizienz wird eine engmaschige Oberwachung von Sicherheit und Wirksamkeit angeraten (siehe Abschnitt 4.2).
Beeinflussung serologischer Testmethoden
Unter Behandlung mit Ceftriaxon kann der Coombs-Test falsch-positiv ausfallen. Tests auf Galaktosamie konnen unter Ceftriaxon ebenfalls falsch-positiv ausfallen (siehe Abschnitt 4.8). Ebenso konnen nicht-enzymatische Methoden zur Harnglukosebestimmung ein falsch-positives Resultat ergeben. Deshalb ist die Harnglukose unter der Therapie mit Ceftriaxon enzymatisch zu bestimmen (siehe Abschnitt 4.8).
In Anwesenheit von Ceftriaxon kann der Blutzuckerwert bei manchen Blutzuckeri.berwachungssystemen falschlicherweise als zu niedrig eingeschatzt werden. Siehe hierzu die Gebrauchsinformation des jeweiligen Oberwachungssystems. Alternative Testmethoden sind, wenn moglich anzuwenden.
Antibakterielles Spektrum
Das Spektrum der antibakteriellen Aktivitat von Ceftriaxon ist begrenzt und ist gegebenenfalls nicht fi.r die Verwendung als Monotherapie zur Behandlung einiger Infektionsarten geeignet, es sei denn, der Erreger wurde bereits bestatigt (siehe Abschnitt 4.2). Bei polymikrobiellen Infektionen, bei denen zu den vermuteten Erregern Organismen gehoren, die gegeni.ber Ceftriaxon resistent sind, ist die Anwendung eines zusatzlichen Antibiotikums zu beri.cksichtigen.
Die Anwendung von Lidocain
Wird Lidocain-Losung als Losungsmittel verwendet, di.rfen die Ceftriaxon-Losungen nur intramuskular injiziert werden. Vor der Anwendung sind die Gegenanzeigen von Lidocain, Warnhinweise und andere relevante Informationen, wie in der Fachinformation von Lidocain aufgefi.hrt, zu beri.cksichtigen (siehe Abschnitt 4.3). Die Lidocain-haltige Losung darf auf keinen Fall intravenos verabreicht werden.
Cholelithiasis
Werden im Ultraschall Schatten beobachtet, ist an die Moglichkeit von
Ceftriaxon-Calcium-Ausfallungen zu denken. Schatten, die irrti.mlicherweise als Gallensteine gedeutet wurden, wurden bei Ultraschalluntersuchungen der Gallenblase festgestellt. Sie wurden mit groШerer Haufigkeit unter Ceftriaxon-Dosen ab 1 g pro Tag beobachtet. Bei Kindern und Jugendlichen ist besondere Vorsicht geboten. Nach Beendigung der Behandlung mit Ceftriaxon verschwinden diese Ausfallungen. Diese Befunde waren in seltenen Fallen von Symptomen begleitet. In Fallen, bei denen Symptome auftreten, wird eine konservative,
nicht-chirurgische Behandlung empfohlen, und der Arzt sollte auf der Basis einer speziellen Risikoabschatzung das Absetzen von Ceftriaxon in Erwagung ziehen (siehe Abschnitt 4.8).
Cholestase
Falle von moglicherweise cholestatisch bedingter Pankreatitis sind bei Patienten berichtet worden, die mit Ceftriaxon behandelt wurden (siehe Abschnitt 4.8). Die meisten Patienten hatten Risikofaktoren fi.r eine Cholestase und fi.r Gallen-Sludge, z. B. eine umfangreiche Vorbehandlung, eine schwere Erkrankung oder eine vollstandige parenterale Ernahrung. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass von Ceftriaxon herri.hrende Ausfallungen in der Gallenblase als Ausloser oder Cofaktoren wirken.
Nephrolithiasis
Falle von Nephrolithiasis, die nach Abbruch der Behandlung mit Ceftriaxon reversibel sind, wurden berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Bei symptomatischen Fallen sollte ein Ultraschall gemacht werden. Die Anwendung bei Patienten mit Nephrolithiasis in der Vorgeschichte oder mit Hyperkalzurie sollte vom Arzt einer speziellen Risiko-Nutzen-Abschatzung unterzogen werden.
Natrium
Dieses Arzneimittel enthalt 83 mg Natrium pro Durchstechflasche, entsprechend 4,15 % der von der WHO fi.r einen Erwachsenen empfohlenen maximalen taglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
Losungsmittel, die Calcium enthalten, wie Ringer- oder Hartmann-Losung, di.rfen nicht fi.r die Rekonstitution von Ceftriaxon oder fi.r die weitere Verdi.nnung einer rekonstituierten Losung fi.r die intravenose Anwendung verwendet werden, weil sich Prazipitate bilden konnen.
Ceftriaxon-Calcium-Ausfallungen konnen sich auch bilden, wenn Ceftriaxon mit
Calcium-haltigen Losungen in derselben Infusionsleitung vermischt wird. Ceftriaxon darf nicht gleichzeitig mit Calcium-haltigen intravenosen Infusionslosungen, einschlieШlich
Calcium-haltiger Dauerinfusionen, wie z. B. im Rahmen der parenteralen Ernahrung, i.ber ein Y-Verbindungssti.ck verabreicht werden. Jedoch konnen bei Patienten mit Ausnahme von Neugeborenen Ceftriaxon und Calcium-haltige Losungen nacheinander verabreicht werden,
wenn die Infusionsleitungen zwischen den Infusionen gri.ndlich mit einer vertraglichen Losung gespi.lt werden. ln-vitro-Studien mit Plasma von Erwachsenen und Plasma aus dem Nabelschnurblut von Neugeborenen haben ein erhohtes Risiko der Ausfallung von
Ceftriaxon-Calcium bei Neugeborenen ergeben (siehe Abschnitte 4.2, 4.3, 4.4, 4.8 und 6.2).
Die gleichzeitige Einnahme oraler Antikoagulanzien kann die anti-Vitamin-K-Wirkung und das Blutungsrisiko erhohen. Eine engmaschige Oberwachung des INR-Wertes (International Normalised Ratio) und die entsprechende Dosierungsanpassung des Vitamin-K-Antagonisten werden sowohl wahrend als auch nach der Behandlung mit Ceftriaxon empfohlen (siehe Abschnitt 4.8).
Es besteht kein eindeutiger Nachweis dafi.r, dass die Nierentoxizitat von Aminoglykosiden bei Verwendung mit Cephalosporinen erhoht wird. Die empfohlene Oberwachung der Aminoglykosid-Konzentrationen (und der Nierenfunktion) in der klinischen Praxis sollte in diesen Fallen strikt eingehalten werden.
In einer ln-vitro-Studie wurden unter der Kombination von Chloramphenicol und Ceftriaxon antagonistische Wirkungen beobachtet. Die klinische Bedeutung dieses Befundes ist nicht bekannt.
Es liegen keine Berichte i.ber Wechselwirkungen zwischen Ceftriaxon und oralen
Calcium-haltigen Produkten oder Wechselwirkungen zwischen intramuskular verabreichtem Ceftriaxon und Calcium-haltigen (intravenosen oder oralen) Produkten vor.
Unter Behandlung mit Ceftriaxon kann der Coombs-Test falsch-positiv ausfallen.
Tests auf Galaktosamie konnen unter Ceftriaxon, wie bei anderen Antibiotika, falsch-positiv ausfallen.
Ebenso konnen nicht-enzymatische Methoden zur Harnzuckerbestimmung ein falsch-positives Resultat ergeben. Deshalb ist der Harnzucker unter der Therapie mit Ceftriaxon enzymatisch zu bestimmen.
Bei gleichzeitiger Anwendung hoher Dosen von Ceftriaxon und stark wirksamen Diuretika (wie Furosemid) wurde keine Storung der Nierenfunktion beobachtet.
Die gleichzeitige Anwendung von Probenecid reduziert nicht die Elimination von Ceftriaxon.
Schwangerschaft
Ceftriaxon passiert die Plazentaschranke. Es liegen nur begrenzte Daten zur Anwendung von Ceftriaxon bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine direkten oder indirekten schadlichen Wirkungen hinsichtlich der embryonalen, fetalen, peri- oder postnatalen Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3). Ceftriaxon ist Schwangeren, besonders in den ersten drei Monaten, nur zu verordnen, wenn der therapeutische Nutzen die Risiken i.berwiegt.
Stillzeit
Ceftriaxon wird in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden. In therapeutischen Dosen sind Wirkungen von Ceftriaxon beim gestillten Saugling nicht zu erwarten, obwohl ein Risiko fi.r Diarrho und Pilzinfektionen der Schleimhaute nicht ausgeschlossen werden kann Die Moglichkeit einer Sensibilisierung ist zu beri.cksichtigen. Es muss eine Entscheidung getroffen werden, ob abgestillt oder die Ceftriaxon-Behandlung abgesetzt/unterbrochen wird, wobei der Nutzen des Stillens fi.r das Kind und der Nutzen der Behandlung fi.r die Mutter gegeneinander abgewogen werden mi.ssen.
Fertilitat
In Reproduktionsstudien wurden keine Hinweise auf unerwi.nschte Wirkungen fi.r die mannliche oder weibliche Fertilitat festgestellt.
Unter der Behandlung mit Ceftriaxon konnen unerwi.nschte Wirkungen (z. B. Benommenheit) auftreten, die einen Einfluss auf die Verkehrsti.chtigkeit und das Bedienen von Maschinen haben konnen (siehe Abschnitt 4.8). Patienten sollten beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen vorsichtig sein.
Die haufigsten gemeldeten Nebenwirkungen fi.r Ceftriaxon sind Eosinophilie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Diarrho, Hautausschlag und eine Erhohung der Leberenzyme.
Die Daten zur Nebenwirkungshaufigkeit von Ceftriaxon wurden in klinischen Studien erhoben. Den Haufigkeitsangaben in der nachstehenden Tabelle liegt folgende Klassifizierung nach
MedDRA zugrunde: häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten
(≥ 1/10 000, < 1/1 000) und nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfi.gbaren Daten nicht abschatzbar).
| Systemorgan-klasse | Нaufig | Gelegentlich | Selten | Nicht Ьekannta |
| Infektionen und parasitareErkrankungen | Mykose des Genitaltrakts | Pseudo-membranoseKolitisb | Superinfektionb | |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Eosinophilie Leukopenie Thrombozytopenie | Granulozytopenie Anamie Koagulopathie | Hamolytische Anamieb Agranulozytose |
| Erkrankungen des Immunsystems | Anaphylaktischer Schock Anaphylaktische Reaktion Anaphylaktoide ReaktionOber-empfindlichkeitb Jarisch-Herxheimer-Reaktionb | |||
| Erkrankungen des Nervensystems | Kopfschmerzen Benommenheit | Enzepahlopathie | Konvulsionen | |
| Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths | Vertigo | |||
| Herzerkrankungen | Kounis-Syndrom | |||
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | Bronchospasmus | |||
| Erkrankungen des Gastrointestinal-trakts | Diarrhob Weicher Stuhl | Obelkeit Erbrechen | Pankreatitisb Stomatitis Glossitis | |
| Leber- und Gallener-krankungen | Erhohte Leberenzymwerte | Gallen-blasenausfallungb Kernikterus HepatitiscCholestatische Hepatitisb,c | ||
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Hautausschlag | Pruritus | Urtikaria | Stevens-Johnson-Syndromb Toxische epidermale Nekrolyseb Erythema multiforme Akute generalisierte exanthematische Pustulose Arzneimittel-exanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen(DRESS)b |
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Hamaturie Glukosurie | Oligurie Renale Ausfallungen (reversibel) |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Phlebitis Schmerzen an der Injektionsstelle Fieber | Odeme Schi.ttelfrost | ||
| Untersuchungen | Kreatinin im Blut erhoht | Coombs-Test falsch positivb Galaktosamie-Test falsch positivbNicht-enzymatische Methoden zur Glukose-bestimmungfalsch positivb |
a Basierend auf Meldungen nach der Zulassung. Da diese Reaktionen spontan von einer Patientengruppe unbekannter GroШe gemeldet wurden, ist es nicht moglich, die Haufigkeit zuverlassig zu schatzen, daher wird sie als unbekannt eingeordnet.
b Siehe Abschnitt 4.4
c Oblicherweise reversibel nach Absetzen von Ceftriaxon. Beschreibung ausgewahlter Nebenwirkungen
lnfektionen und parasitare Erkrankungen
Meldungen i.ber Diarrho nach Anwendung von Ceftriaxon stehen moglicherweise im Zusammenhang mit Clostridioides difficile. Eine angemessene Fli.ssigkeits- und Elektrolytzufuhr sollte eingeleitet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Ceftriaxon-Calcium-Salz-Ausfallung
Selten wurden schwere und in einigen Fallen todliche Nebenwirkungen bei Fri.hgeborenen und termingerecht entbundenen Neugeborenen (Alter < 28 Tage) gemeldet, die intravenos mit Ceftriaxon und Calcium behandelt wurden In der Autopsie von Lunge und Nieren wurden Ausfallungen von Ceftriaxon-Calcium-Salz festgestellt. Das hohe Ausfallungsrisiko bei Neugeborenen ist durch ihr geringes Blutvolumen und die langere Halbwertszeit von Ceftriaxon im Vergleich mit Erwachsenen bedingt (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, und 5.2).
Ausfallungen im Harntrakt wurden beobachtet, und zwar meistens bei Kindern, die entweder mit hohen Tagesdosen (z. B. ≥ 80 mg/kg/Tag) oder Gesamtdosen von i.ber 10 g behandelt worden waren und noch andere Risikofaktoren aufwiesen (z. B. verminderte Fli.ssigkeitszufuhr, Bettlagerigkeit, usw.). Diese Ereignisse konnen mit oder ohne Symptome auftreten und zu einer Harnleiterobstruktion und einem postrenalen akuten Nierenversagen fi.hren, und sind nach Absetzen von Ceftriaxon reversibel (siehe Abschnitt 4.4).
Ausfallungen von Ceftriaxon-Calcium-Salz in der Gallenblase wurden vor allem bei Patienten beobachtet, die mit Dosen i.ber der empfohlenen Standarddosis behandelt wurden. Bei Kindern wurde in prospektiven Studien gezeigt, dass die Inzidenz der Ausfallungen bei intravenoser Verabreichung variabel ist – i.ber 30 % in einigen Studien. Bei langsamer Infusion
(20-30 Minuten) scheint die Inzidenz niedriger zu sein. Die Ausfallungen verlaufen meist asymptomatisch, aber in seltenen Fallen wurden sie von klinischen Symptomen begleitet, wie Schmerzen, Obelkeit und Erbrechen. In diesen Fallen wird eine symptomatische Behandlung empfohlen. Nach Absetzen von Ceftriaxon sind die Ausfallungen in der Regel reversibel (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf NeЬenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groШer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Oberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels.
Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fi.r Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Bei Oberdosierung konnen die Symptome Obelkeit, Erbrechen und Diarrho auftreten. Ceftriaxon-Konzentrationen konnen mittels Hamodialyse oder Peritonealdialyse nicht gesenkt werden. Es gibt kein spezifisches Antidot. Zur Behandlung von Patienten nach Oberdosierung werden symptomatische MaШnahmen empfohlen.
PНARMAKOLOGISCНE EIGENSCНAFTEN
Pharmakologische Eigenschaften - Ceftriaxon 1 g
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antibiotikum zur systemischen Anwendung, Cephalosporine der dritten Generation
ATC-Code: J01DD04
Wirkmechanismus
Ceftriaxon hemmt die Zellwandsynthese nach Bindung an Penicillin-bindende Proteine (PBPs). Hieraus resultiert eine Unterbrechung der Zellwand-(Peptidoglykan-) Biosynthese, die zur Lyse und damit zum Tod der Bakterienzelle fi.hrt.
Resistenz
Die bakterielle Resistenz gegen Ceftriaxon kann auf einem oder mehreren der folgenden Mechanismen beruhen:
-
Hydrolyse durch Betalaktamasen, einschlieШlich Betalaktamasen mit erweitertem Spektrum (ESBL; extended-spectrum beta-lactamases), Carbapenemasen und
AmpC-Enzymen, die bei bestimmten aeroben Gram-negativen Bakterienspezies induziert oder stabil dereprimiert werden konnen
-
verminderte Affinitat von Penicillin-bindenden Proteinen fi.r Ceftriaxon
-
Impermeabilitat der auШeren Membran in Gram-negativen Mikroorganismen
-
bakterielle Efflux-Pumpen. Grenzwerte bei Empfindlichkeitstests
Die vom Europaischen Ausschuss fi.r die Untersuchung von Antibiotikaempfindlichkeit (EUCAST) festgelegten Interpretationskriterien der minimalen Hemmkonzentration (MHK) sind auf der Webseite der Europaischen Arzneimittel-Agentur (EMA) aufgefi.hrt: https://www.ema.europa.eu/en/evaluation-medicinal-products-indicated-treatment-bacterial-infections-scientific-guideline#minimum-inhibitory-concentration-(mic)-breakpoints-section
Klinische Wirksamkeit gegen spezielle Erreger
Die Pravalenz erworbener Resistenzen kann bei einzelnen Spezies ortlich und im Verlauf der Zeit variieren. Deshalb sind lokale Informationen zur Resistenz wichtig, insbesondere bei der Behandlung schwerwiegender Infektionen. Wenn die lokale Pravalenz von Resistenzen die Anwendung von Ceftriaxon zumindest bei einigen Infektionsarten in Frage stellt, sollte, wenn notig, Expertenrat eingeholt werden.
UЬlicherweise empfindliche Spezies
Gram-positive Aerobier
Staphylococcus aureus (Methicillin-sensibel)f
Koagulase-negative Staphylokokken (Methicillin-sensibel)f
Streptococcus pyogenes (Gruppe A) Streptococcus agalactiae (Gruppe B) Streptococcus pneumoniae Streptkokken der Viridans-Gruppe
Gram-negative Aerobier Borrelia Ьurgdorferi Нaemophilus influenzae Нaemophilus parainfluenzae Мoraxella catarrhalis Neisseria gonorrhoea Neisseria meningitidis Proteus miraЬilis Providencia spp.
Treponema pallidum
Spezies, Ьei denen erworЬene Resistenzen ein ProЬlem Ьei der Anwendung darstellen konnen
Gram-positive Aerobier Staphylococcus epidermidis+ Staphylococcus haemolyticus+ Staphylococcus hominis+
Gram-negative Aerobier CitroЬacter freundii EnteroЬacter aerogenes EnteroЬacter cloacae Escherichia coli% KleЬsiella pneumoniae% KleЬsiella oxytoca% Мorganella morganii Proteus vulgaris Serratia marcescens
Anaerobier Bacteroides spp. FusoЬacterium spp.
Peptostreptococcus spp.
Clostridium perfringens
Von Natur aus resistente Mikroorganismen
Gram-positive Aerobier
Enterococcus spp.
Listeria monocytogenes
Gram-negative Aerobier AcinetoЬacter Ьaumannii Pseudomonas aeruginosa Stenotrophomonas maltophilia
Anaerobier
Clostridioides difficile
Andere
Chlamydia spp. Chlamydophila spp. Мycoplasma spp.
Legionella spp.
Ureaplasma urealyticum
f Alle Methicillin-resistenten Staphylokokken sind gegen Ceftriaxon resistent.
+ Resistenzraten > 50 % in mindestens einer Region
% ESBL-produzierende Stamme sind immer resistent
Resorption
lntramuskulare Anwendung
Nach intramuskularer Injektion sind die maximalen Ceftriaxon-Plasmakonzentrationen im Mittel etwa halb so groШ wie nach intravenoser Verabreichung einer aquivalenten Dosis. Die maximale Plasmakonzentration nach einer einmaligen intramuskularen Dosis von 1 g betragt etwa 81 mg/l und wird 2-3 Stunden nach Verabreichung erreicht.
Die Flache unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve nach intramuskularer Verabreichung ist aquivalent zu der Flache, die nach intravenoser Gabe einer aquivalenten Dosis gemessen wird.
lntravenдse Anwendung
Nach einer intravenosen Bolusgabe von 500 mg und 1 g Ceftriaxon werden maximale Ceftriaxon-Plasmakonzentrationen von im Mittel 120 bzw. 200 mg/l erreicht. Nach intravenoser Infusion von Ceftriaxon 500 mg, 1 g und 2 g liegen die Ceftriaxon-Konzentrationen im Plasma bei etwa 80, 150 und 250 mg/l.
Verteilung
Das Verteilungsvolumen von Ceftriaxon liegt zwischen 7 und 12 Litern. Konzentrationen, die weit i.ber den minimalen Hemmkonzentrationen der wichtigsten Erreger lagen, konnten im Gewebe einschlieШlich Lunge, Herz, Gallentrakt/Leber, Mandeln, Mittelohr, Nasenschleimhaut, Knochen sowie in Liquor, Pleura-, Prostata- und Synovialfli.ssigkeiten gemessen werden. Nach wiederholter Gabe wird ein Anstieg der mittleren maximalen Plasmakonzentration (Cmax) um
8-15 % beobachtet; der Steady state wird in den meisten Fallen, je nach Applikationsart, innerhalb von 48-72 Stunden erreicht.
Penetration in Ьestimmte GeweЬe
Ceftriaxon geht in die Meningen i.ber. Die Penetration ist am hochsten, wenn die Meningen entzi.ndet sind. Im Liquor von Patienten mit bakterieller Meningitis wurden mittlere maximale Ceftriaxon-Konzentrationen von bis zu 25 % der Plasmaspiegel gemessen im Vergleich zu 2 % der Plasmaspiegel bei Patienten mit nicht-entzi.ndeten Meningen. Die maximalen
Ceftriaxon-Konzentrationen werden im Liquor etwa 4-6 Stunden nach intravenoser Injektion erreicht. Ceftriaxon durchdringt die Plazentaschranke und wird in niedrigen Konzentrationen in die Muttermilch ausgeschieden (siehe Abschnitt 4.6).
ProteinЬindung
Ceftriaxon bindet sich reversibel an Albumin. Die Plasmaproteinbindung betragt ungefahr 95 % bei Plasmakonzentrationen unter 100 mg/l. Die Bindung ist sattigbar und der gebundene Anteil nimmt mit steigender Konzentration ab (bis zu 85 % bei einer Plasmakonzentration von
300 mg/l). Biotransformation
Ceftriaxon wird im Organismus selbst nicht verstoffwechselt; es wird aber von der Darmflora zu inaktiven Metaboliten umgewandelt.
Elimination
Die Plasmaclearance fi.r das Gesamt-Ceftriaxon (gebunden und ungebunden) betragt 10-22 ml/min. Die renale Clearance betragt 5-12 ml/min. Ceftriaxon wird zu 50-60 %
unverandert i.ber die Nieren (Urin), vor allem mittels glomerularer Filtration, und zu 40-50 % unverandert mit der Galle ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertszeit fi.r das
Gesamt-Ceftriaxon betragt bei Erwachsenen etwa 8 Stunden.
Patienten mit Nieren- oder LeЬerfunktionsstдrung
Bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstorung ist die Pharmakokinetik von Ceftriaxon nur sehr gering verandert, wobei die Halbwertszeit leicht erhoht ist (um weniger als das Doppelte), das gilt sogar fi.r Patienten mit schwer beeintrachtigter Nierenfunktion.
Der relativ leichte Anstieg der Halbwertszeit bei Nierenfunktionsstorung wird durch eine kompensatorische Erhohung der nicht-renalen Clearance erklart, die sich aus einer Reduzierung der Proteinbindung und einer entsprechenden Erhohung der nicht-renalen Clearance des Gesamt-Ceftriaxons ergibt.
Bei Patienten mit Leberfunktionsstorung ist die Eliminationshalbwertszeit von Ceftriaxon aufgrund einer kompensatorischen Erhohung der renalen Clearance nicht erhoht. Auch dies geht zuri.ck auf eine Erhohung des PlasmaeiweiШ-freien Ceftriaxon-Anteils, der zur beobachteten paradoxen Erhohung der Gesamtclearance der Substanz beitragt, wobei der Anstieg des Verteilungsvolumens parallel zur Gesamtclearance verlauft.
.ltere Patienten
Bei alteren Patienten i.ber 75 Jahren ist die durchschnittliche Eliminationshalbwertszeit in der Regel zwei bis drei Mal so lang wie bei jungen Erwachsenen.
Kinder und Jugendliche
Bei Neugeborenen ist die Halbwertszeit von Ceftriaxon verlangert. Von der Geburt bis zu einem Lebensalter von 14 Tagen konnen die Konzentrationen von freiem Ceftriaxon durch Faktoren, wie z. B. eine verringerte glomerulare Filtration und veranderte Proteinbindung, weiter erhoht sein. Im Kindesalter ist die Halbwertszeit ki.rzer als bei Neugeborenen oder Erwachsenen.
Plasmaclearance und Verteilungsvolumen fi.r das Gesamt-Ceftriaxon sind bei Neugeborenen, Sauglingen und Kindern hoher als bei Erwachsenen.
Linearitat/Nicht-Linearitat
Die Pharmakokinetik von Ceftriaxon ist nicht-linear und alle wichtigen pharmakokinetischen Parameter, auШer der Eliminationshalbwertszeit, sind dosisabhangig, wenn sie auf die Gesamt-Arzneimittelkonzentrationen bezogen werden, wobei der Anstieg geringer als proportional zur Dosis ist. Die Nicht-Linearitat ist eine Folge der Sattigung der Plasmaproteinbindung und wird daher fi.r das Gesamt-Ceftriaxon im Plasma, nicht aber fi.r freies (ungebundenes) Ceftriaxon beobachtet.
Pharmakokinetische/pharmakodynamische Zusammenhange
Wie fi.r andere Betalaktame wurde als pharmakokinetisch-pharmakodynamischer Index, der die beste Korrelation mit der ln-vivo-Wirksamkeit aufweist, der prozentuale Anteil des Dosierungsintervalls gezeigt, in dem die ungebundene Konzentration oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) von Ceftriaxon fi.r eine bestimmte Zielspezies liegt (d. h.
%T > MHK).
Pharmazeutische Angaben - Ceftriaxon 1 g
Keine.
InkompatiЬilitaten
Nach Berichten in der Literatur ist Ceftriaxon nicht kompatibel mit Amsacrin, Vancomycin, Fluconazol und Aminoglykosiden.
Das Arzneimittel darf, auШer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgefi.hrten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Insbesondere sollten Losungsmittel, die Calcium enthalten (z. B. Ringer- oder
Hartmann-Losung), nicht fi.r die Rekonstitution von Ceftriaxon Pulver in Durchstechflaschen oder fi.r die weitere Verdi.nnung einer rekonstituierten Ceftriaxon-Losung fi.r die intravenose Anwendung verwendet werden, weil sich Ausfallungen bilden konnen. Ceftriaxon darf daher nicht mit Calcium-haltigen Infusionslosungen, einschlieШlich Losungen zur parenteralen Ernahrung, gemischt oder gleichzeitig angewendet werden (siehe Abschnitte 4.2, 4.3, 4.4 und 4.8).
Wenn eine Kombinationsbehandlung mit Ceftriaxon und einem anderen Antibiotikum beabsichtigt ist, darf die Anwendung nicht in der gleichen Spritze oder gleichen Infusionslosung erfolgen.
Dauer der НaltЬarkeit
3 Jahre.
Nach Rekonstitution mit Lidocainhydrochlorid 10 mg/ml (1 %) Losung zur intramuskularen Injektion
Die chemische und physikalische Stabilitat der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde fi.r 6 Stunden bei 25 °C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht ist die gebrauchsfertige Zubereitung sofort anzuwenden, es sei denn, die Methode der Rekonstitution schlieШt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wird die gebrauchsfertige Losung nicht sofort verwendet, ist der Anwender fi.r die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Nach Rekonstitution zur intravenosen Injektion
Die chemische und physikalische Stabilitat der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde fi.r 48 Stunden bei 2-8 °C bzw. 12 Stunden bei 25 °C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht ist die gebrauchsfertige Zubereitung sofort anzuwenden. Wenn die gebrauchsfertige Losung nicht sofort angewendet wird, ist der Anwender fi.r die Dauer der Lagerung und die Bedingungen vor der Anwendung verantwortlich. Sofern die Rekonstitution der gebrauchsfertigen Losung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht langer als 24 Stunden bei 2-8 °C aufzubewahren.
Nach Rekonstitution zur intravenosen Infusion
Die gebrauchsfertige Losung sollte sofort nach der Rekonstitution verdi.nnt werden.
Nach Verdi.nnung zur intravenosen Infusion
Die chemische und physikalische Stabilitat der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde fi.r 48 Stunden bei 2-8 °C bzw. 12 Stunden bei 25 °C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht ist die gebrauchsfertige Zubereitung sofort anzuwenden. Wenn die gebrauchsfertige Losung nicht sofort angewendet wird, ist der Anwender fi.r die Dauer der Lagerung und die Bedingungen vor der Anwendung verantwortlich. Sofern die Verdi.nnung der gebrauchsfertigen Losung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht langer als 24 Stunden bei 2-8 °C aufzubewahren.
Besondere Vorsichtsma6nahmen fiir die AufЬewahrung
Fi.r dieses Arzneimittel sind bezi.glich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Die Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schi.tzen.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdi.nnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
Das Pulver befindet sich in einer Durchstechflasche aus farblosem Glas. Sie ist verschlossen mit einem grauen Bromobutylkautschuk-Stopfen mit Aluminium-Schutzkappe und dunkelblauem Kunststoff-Flip-off-Verschluss. Die Durchstechflaschen sind in Umkartons verpackt.
PackungsgroШen: 1 oder 10 Durchstechflaschen.
Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroШen in den Verkehr gebracht.
Besondere Vorsichtsma6nahmen fiir die Beseitigung und sonstige Нinweise zur НandhaЬung
Nur zur einmaligen Anwendung.
Zu den Lagerungsbedingungen der rekonstituierten und verdi.nnten Losungen, siehe Abschnitt 6.3.
Die Kompatibilitat mit den folgenden Losungen wurde nachgewiesen:
-
Wasser fi.r Injektionszwecke,
-
Lidocainhydrochlorid 10 mg/ml (1 %) Losung (nur zur intramuskularen Injektion),
-
Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Losung,
-
Glucose 50 mg/ml (5 %) Losung,
-
Glucose 100 mg/ml (10 %) Losung,
-
Natriumchlorid 4,5 mg/ml (0,45 %) Losung und Glucose 25 mg/ml (2,5 %) Losung.
Intramuskulare Injektion
Zur intramuskularen Injektion wird 1 g Ceftriaxon in 3,5 ml 1%-iger Lidocainhydrochlorid-Losung gelost.
Die Losung sollte tief intramuskular injiziert werden. Dosen i.ber 1 g sollten auf mehr als eine Stelle verteilt injiziert werden (siehe Abschnitt 4.2).
Ceftriaxon Kalceks sollte nicht mit anderen Arzneimitteln in der gleichen Spritze gemischt werden, mit Ausnahme von 1%-iger Lidocainhydrochlorid-Losung (nur zur intramuskularen Injektion).
Wird Lidocain als Losungsmittel verwendet, darf die fertige Losung auf keinen Fall intravenos angewendet werden.
Intravenose Injektion
Zur intravenosen Injektion wird 1 g Ceftriaxon in 10 ml Wasser fi.r Injektionszwecke gelost. Die Injektion wird direkt in eine Vene oder i.ber eine intravenose Infusionsleitung i.ber
5 Minuten verabreicht.
Die Konzentration von Ceftriaxon in der endgi.ltigen Losung fi.r die intravenose Injektion betragt 93 mg/ml.
Intravenose Infusion
Fi.r die intravenose Infusion wird 1 g Ceftriaxon gelost und, falls erforderlich, mit einer der oben aufgefi.hrten kompatiblen Calcium-freien Losungen weiter verdi.nnt (auШer Lidocainhydrochlorid-Losung, da Lidocain-Losungen niemals intravenos verabreicht werden di.rfen).
Die Konzentration von Ceftriaxon in der endgi.ltigen Losung fi.r die intravenose Infusion betragt 48 mg/ml:
| Ceftriaxon Kalceks Pulver | Volumen des Losungsmittels | Konzentration vonCeftriaxon in der endgi.ltigen Losung |
| 1 g | 20 ml | 48 mg/ml |
Es wird empfohlen, die intravenose Infusionsleitung nach jeder Gabe mit Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Injektionslosung zu spi.len, um die Verabreichung der gesamten Dosis sicherzustellen.
Die Infusion sollte i.ber mindestens 30 Minuten verabreicht werden.
Bei Neugeborenen sollten intravenose Dosen i.ber einen Zeitraum von 60 Minuten verabreicht werden, um das Risiko einer Bilirubin-Enzephalopathie zu verringern (weitere Informationen, siehe Abschnitt 4.2).
Die Farbe der Losung nach der Rekonstitution/Verdi.nnung ist je nach Dauer der Lagerung, Konzentration und verwendetem Losungsmittel leicht gelblich bis braunlich-gelb. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des Arzneimittels.
Rekonstituierte/verdi.nnte Losungen sind vor der Verwendung visuell zu i.berpri.fen. Nur klare Losungen frei von sichtbaren Partikeln di.rfen verwendet. Das rekonstituierte Arzneimittel ist nur fi.r den einmaligen Gebrauch bestimmt, und nicht verwendete Losung muss verworfen werden.
Dieses Arzneimittel kann ein Risiko fi.r die Umwelt darstellen (siehe Abschnitt 5.3).
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
INНABER DER ZULASSUNG
AS "Kalceks" Krustpils iela 71E 1057 RIGA
Lettland
Mitvertrieb:
Grindeks Kalceks Deutschland GmbH ThaerstraШe 4a
47533 Kleve Deutschland