Epi-Pevaryl® 1 % Creme
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Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Epi-Pevaryl® 1 %
Zur Therapie von Mykosen der Haut und Hautfalten, z. B. Tinea pedis, Pityriasis versicolor.
Bei Pilzinfektionen, die bei einer Antibiotika- oder Steroidtherapie auftreten, kann Epi-Pevaryl 1 % Creme ebenfalls eingesetzt werden.
Epi-Pevaryl 1 % Creme wird angewendet bei Säuglingen, Kleinkindern und Erwachsenen.
Epi-Pevaryl 1 % Creme wird 2-mal täglich (möglichst morgens und abends) angewendet. Die gesamte Therapiedauer beträgt durchschnittlich 2 – 5 Wochen.
Die Anzeichen einer Hautmykose gehen üblicherweise innerhalb von 4 – 5 Tagen nach Beginn der Behandlung deutlich zurück. Zur Vermeidung eines Rezidivs sollte die Behandlung noch ca. 2 Wochen über das Verschwinden der Beschwerden hinaus fortgesetzt werden.
Der Patient wird in der Gebrauchsinformation darauf hingewiesen, einen Arzt aufzusuchen, falls die Anzeichen der Mykose nicht innerhalb von 5 Tagen nach Behandlungsbeginn zurückgehen.
Art der AnwendungVor der Anwendung sollten die erkrankten Hautflächen gründlich gewaschen und sorgfältig getrocknet werden.
Die Creme wird auf die erkrankte Haut und die umgebende Hautfläche (ca. 1 bis 2 cm) aufgetragen. Anschließend wird die Creme so lange mit dem Finger einmassiert, bis sie eingezogen ist.
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Epi-Pevaryl 1 % Creme ist nur zur äußerlichen Anwendung bestimmt. Epi-Pevaryl 1 % Creme nicht einnehmen und nicht in die Augen bringen!
Bei Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion wie Rötung, Juckreiz, Hautreizungen oder Bläschenbildung, auch an nicht behandelten Körperstellen, darf Epi-Pevaryl 1 % Creme nicht nochmals angewendet werden.
Benzoesäure kann lokale Reizungen hervorrufen. Benzoesäure kann Gelbsucht bei Neugeborenen verstärken. Butylhydroxyanisol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen.
Econazol ist ein bekannter CYP3A4/2C9-Inhibitor. Trotz geringer systemischer Verfügbarkeit nach Anwendung auf der Haut können klinisch relevante Wechselwirkungen auftreten und wurden für orale Antikoagulantien berichtet. Bei Patienten, die orale Antikoagulantien, z. B. Warfarin oder Acenocoumarol einnehmen, sollte die Anwendung von Epi-Pevaryl 1 % Creme mit Vorsicht erfolgen und die antikoagulative Wirkung häufiger überwacht werden. Möglicherweise ist eine Anpassung der Dosierung von Antikoagulantien während und nach der Behandlung mit Econazol erforderlich.
Bei Anwendung von Epi-Pevaryl 1 % Creme soll gleichzeitig keine andere Behandlung der Haut durchgeführt werden.
Die Anwendung von Epi-Pevaryl 1 % Creme im Genitalbereich kann die Sicherheit bestimmter latexhaltiger Diaphragmen oder Kondome zur Verhütung einer Schwangerschaft beeinträchtigen. Daher sollte Epi-Pevaryl 1 % Creme nicht gleichzeitig mit einem Diaphragma oder einem Latex-Kondom angewendet werden.
Schwangerschaft
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Die systemische Absorption von Econazolnitrat nach topischer Anwendung auf intakter Haut ist gering (< 10 %). Es wurden keine geeigneten und kontrollierten Studien zu Nebenwirkungen von Epi-Pevaryl 1 % Creme bei Schwangeren durchgeführt und weitere relevante epidemiologische Daten sind nicht bekannt.
Epi-Pevaryl 1 % Creme sollte aufgrund der systemischen Absorption nicht im ersten Trimester der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn dies ist nach ärztlichem Ermessen für das Wohlergehen der Patientin erforderlich. Epi-Pevaryl 1% Creme darf im zweiten und dritten Trimester angewendet werden, wenn der potentielle Nutzen für die Mutter mögliche Risiken für den Foetus überwiegt.
Stillzeit
Nach oraler Gabe von Econazolnitrat an säugende Ratten gingen Econazol und/oder Metaboliten in die Muttermilch über und wurden in den gesäugten Nachkommen wiedergefunden.
Es ist nicht bekannt, ob die kutane Anwendung von Epi-Pevaryl 1 % Creme am Menschen zu ausreichender systemischer Absorption von Econazol führen kann, um nachweisbare Mengen in der Muttermilch zu ergeben. Epi-Pevaryl 1 % Creme sollte nur mit Vorsicht an stillende Mütter verabreicht werden. Dabei ist eine großflächige Anwendung von Epi-Pevaryl 1 % Creme auszuschließen.
Epi-Pevaryl 1 % Creme darf während der Stillzeit nicht im Brustbereich angewendet werden, um den direkten Kontakt des Säuglings mit Econazolnitrat zu vermeiden.
Fertilität
Ergebnisse von Reproduktionsstudien an Tieren zeigten bei Gabe von Econazol keinen Effekt auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).
Epi-Pevaryl 1 % Creme hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Die Sicherheit von Econazolnitrat Creme (1%) und Econazolnitrat Emulsion (1%) wurde an 470 Teilnehmern in 12 klinischen Studien untersucht. Die Teilnehmer erhielten mindestens eine Verabreichung von einer der beiden Formulierungen. Basierend auf gemittelten Sicherheitsdaten aus diesen klinischen Studien, waren die am häufigsten berichteten (≥ 1% Häufigkeit) Nebenwirkungen (mit % Häufigkeit): Pruritus (1,3%), Brennen der Haut (1,3%) und Schmerzen (1,1%).
Die folgende Tabelle zeigt Nebenwirkungen, die nach der Anwendung von Epi-Pevaryl Präparaten in klinischen Studien und nach Markteinführung, einschließlich der oben genannten Nebenwirkungen, berichtet wurden.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig: ≥ 1/10
Häufig: ≥ 1/100 bis < 1/10 Gelegentlich: ≥ 1/1.000 bis < 1/100 Selten: ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Sehr selten: <1/10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
| Organklasse | Nebenwirkungen | ||
| Häufigkeitskategorie | |||
| Häufig | Gelegentlich | Nicht bekannt | |
| Erkrankungen des Immunsystems | Überempfindlichkeit | ||
| Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes | Pruritus, Brennen der Haut | Erythem | Angioödem, Kontaktdermatitis, Hautausschlag, Urtikaria, Blasenbildung,Schuppen der Haut |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Schmerzen | Unbehagen, Schwellung | |
Alle Nebenwirkungen mit bekannter Häufigkeit wurden in klinischen Studien, alle mit unbekannter Häufigkeit nach Markteinführung beobachtet.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Bei einer Fehlanwendung, d. h. einer Einnahme von Epi-Pevaryl 1 % Creme kann es besonders bei Kindern zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen. Diese Beschwerden werden symptomatisch behandelt.
Bei akzidenteller Applikation am Auge sollte mit Wasser bzw. physiologischer Kochsalzlösung gespült werden. Falls die Symptome nicht abklingen, wird eine ärztliche Behandlung empfohlen.
Pharmakologische Eigenschaften - Epi-Pevaryl® 1 %
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antimykotika zur topischen Anwendung ATC Code: D01AC03
Econazolnitrat, ein Breitspektrum-Antimykotikum aus der Gruppe der Imidazole, ist wirksam gegen alle humanpathogenen Pilze (Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze).
Econazolnitrat verursacht primär Veränderungen an den Membransystemen der Pilzzelle und führt zu einer Schädigung der Permeabilitätsschranke der Zelle durch Inhibition der Synthese des essentiellen Membranbausteins Ergosterin. Zusätzlich ruft Econazolnitrat eine
mengenmäßige Reduktion der integrierten Membranproteine und ihre Umorientierung in der Lipid-Doppelschicht hervor.
Resorption:
Econazol wird beim Menschen nach topischer Verabreichung nur in geringem Ausmaß resorbiert. Maximale Plasma- oder Serumkonzentrationen von Econazol und/oder seiner Metaboliten wurden 1 – 2 Tage nach der Verabreichung festgestellt und betrugen für 2%ige Hautcreme < 1 ng/ml bei Anwendung auf intakter Haut und 20 ng/ml bei Anwendung auf geschälter Haut. Obwohl das meiste Econazol nach der Applikation einer 1%igen Creme auf der Hautoberfläche (etwa 90%) bleibt, wurden Konzentrationen von Econazol, die die minimale Hemmkonzentration für Dermatophyten übersteigen, im Stratum corneum gefunden. Hemmende Konzentrationen wurden auch in den mittleren Hautschichten erreicht.
Verteilung:
Econazol und/oder dessen Metaboliten werden in der systemischen Zirkulation >98% an Serumproteine gebunden.
Biotransformation:
Econazol, das die systemische Zirkulation erreicht, wird durch Oxidation des Imidazolrings, O-Dealkylierung und Glucuronidierung metabolisiert.
Elimination:
Die Ausscheidung von Econazol und dessen Metabolite erfolgt zu gleichen Teilen auf renalem und fäkalem Weg.
Pharmazeutische Angaben - Epi-Pevaryl® 1 %
Gereinigtes Wasser, Macrogolstearat, Macrogolglycerololeate (Ph. Eur.), dickflüssiges Paraffin, Benzoesäure, Butylhydroxyanisol (Ph. Eur.).
Aluminiumtube mit 25 g Creme Aluminiumtube mit 30 g Creme Aluminiumtube mit 50 g Creme Aluminiumtube mit 70 g Creme
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.