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Präparate

Fentanyl Kalceks 50 Mikrogramm/ml Injektionslösung, 2 ml

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Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Betäubungsmittel

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Fentanyl Kalceks 50 Mikrogramm/ml Injektionslösung, 2 ml

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Injektionslsg.

Hersteller

Ever Pharma GmbH
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4.9

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Fachinfo - Fentanyl 50 Mikrogramm/ml

Anwendungsgebiete

Fentanyl Kalceks 50 Mikrogramm/ml ist ein Anasthesie-Analgetikum:

  • Zur Anwendung als opioidanalgetische Komponente bei Allgemein- oder Lokalanasthesien,

  • Zur Verabreichung in Kombination mit einem Neuroleptikum (Neuroleptanalgesie).

Dosierung

Fentanyl Kalceks 50 Mikrogramm/ml darf nur in einer Einrichtug verabreicht werden, in der eine

-Oberwachung der Atmung moglich ist, und Fachpersonal zur Verfilgung steht, das die Atemwege kontrollieren kann (siehe Abschnitt 4.4).

Dosierung

Die Dosierung von Fentanyl Kalceks muss entsprechend dem Alter, dem Korpergewicht, dem Allgemeinzustand, der Grunderkrankung, der Anwendung anderer Arzneimittel sowie der Art der Operation und der Anasthesie individuell bestimmt werden.

Erwachsene

Zur Einleitung werden allgemein 200 bis 600 Mikrogramm (2,8 - 8,5 Mikrogramm/kg), entsprechend 4-12 ml, intravenos injiziert. Dosen ilber 200 Mikrogramm sind nur unter Beatmung zu verabreichen. Zur Aufrechterhaltung der Analgesie konnen nach 30 bis 45 Minuten zusatzliche intravenose Dosen von 50 - 200 Mikrogramm (0,7 - 2,8 Mikrogramm/kg), entsprechend 1-4 ml, verabreicht werden.

Kinder und Jugendliche Jugendliche von 12 bis 17 Jahren

Entsprechend der Erwachsenendosierung.

Kinder von 2 bis 11 Jahren

Zur Einleitung wird bei Kindern allgemein eine Dosis von 1,25-2,5 Mikrogramm/kg oder

0,25-0,5 ml pro 10 kg Korpergewicht empfohlen. Zur Aufrechterhaltung der Analgesie konnen alle 30-45 Minuten zusatzliche intravenose Dosen von 0,25 ml pro 10 kg verabreicht werden.

Kinder unter 2 Jahren

Zur Anwendung von Fentanyl bei Kindern unter 2 Jahren liegen keine Erfahrungen vor.

Anwendung bei Kindern

Verfahren, die eine Analgesie bei einem spontan atmenden Kind einschlieBen, sollten als Teil einer Anasthesie oder Sedierung/Analgesie nur angewendet werden, wenn erfahrenes Personal und Voraussetzungen, die eine Intubation bei einer plotzlichen Brustwandrigiditat oder eine Beatmung bei einer Apnoe ermoglichen, zur Verfilgung stehen (siehe Abschnitt 4.4).

Anwendung bei alteren Patienten

Wie bei anderen Opioiden sollte die initiale Dosis bei alteren (> 65 Jahre) sowie bei geschwachten Patienten reduziert werden. Die Wirkung dieser Initialdosis sollte in die Berechnung der weiteren Einzeldosen eingehen.

Anwendung bei Patienten mit Nierenfunktionsstдrung

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sollte eine Dosisreduktion von Fentanyl Kalceks

50 Mikrogramm/ml in Betracht gezogen werden. Diese Patienten sind sorgfaltig auf Anzeichen einer Fentanyl-Toxizitat zu beobachten (siehe Abschnitt 5.2).

Anwendung bei йbergewichtigen Patienten

Bei ilbergewichtigen Patienten besteht das Risiko einer -Oberdosierung, wenn die Dosis anhand des Korpergewichts berechnet wird. Die Dosis filr ilbergewichtige Patienten (BMI > 30 kg/m2) ist anhand der geschatzten fettfreien Korpermasse, und nicht auf Basis des Korpergewichts allein, berechnet werden. Weitere Titrationen sollten je nach Wirkung mit Vorsicht durchgefilhrt werden (siehe Abschnitt 5.2).

Art der Anwendung

Langsam – ilber 1 - 2 Minuten – intravenos injizieren.

Gegenanzeigen

≥ -Oberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile oder gegen andere Opioide.

  • eine eingeschrankte Lungenfunktion ohne kilnstliche Beatmung.

    Dies ist auf die filr Morphinomimetika spezifische atemdepressive Wirkung zurilckzufilhren.

Warnhinweise

  • Fentanyl darf nur in einer Einrichtung verabreicht werden, in der eine -Oberwachung der Atmung moglich ist, und Fachpersonal zur Verfilgung steht, das die Atemwege kontrollieren kann.

  • Wie bei allen hochwirksamen Opioiden kann eine Behandlung mit Fentanyl eine Atemdepression verursachen, die dosisabhangig ist. Eine deutliche Atemdepression ist nach Dosen oberhalb 200 Mikrogramm Fentanyl (4 ml) zu erwarten. Die Gabe von Naloxon, einem spezifischen Opioidantagonisten, kann diesem Effekt entgegenwirken. Es konnen jedoch weitere Dosen dieses Arzneimittels notwendig sein, da die Atemdepression langer anhalten kann als die Wirkdauer des Opioidantagonisten. Eine tiefgreifende Analgesie ist mit einer deutlichen Atemdepression verbunden, die in der postoperativen Phase anhalten oder wiederkehren kann. Daher milssen die Patienten unter geeigneter -Oberwachung bleiben. Eine Reanimationsausstattung sowie Opioidantagonisten sollten jederzeit zur Verfilgung stehen. Hyperventilation wahrend der Anasthesie kann das Ansprechen des Patienten auf СO2 verandern und somit die Atmung postoperativ negativ beeinflussen.

  • Es kann eine Muskelrigiditat auftreten, in deren Folge es auch zu einer Atemdepression kommen kann. Die Haufigkeit des Auftretens kann durch langsame intravenose Injektion verringert werden (dies ist normalerweise bei niedrigen Dosierungen ausreichend). Diese Reaktion kann durch eine kilnstlicher Beatmung, eine Pamedikation mit Benzodiazepinen und, bei Bedarf, durch die Verabreichung eines Muskelrelaxans behandelt werden.

  • Das Auftreten anaphylaktischer Reaktionen sollte bei der Verabreichung von Fentanyl berilcksichtigt werden.

  • Nicht-epileptische myoklonische Bewegungen konnen auftreten.

  • Bradykardie und ein moglicher Herzstillstand konnen auftreten, wenn dem Patienten eine zu niedrige Menge eines Anticholinergikums verabreicht wurde, oder wenn Fentanyl Kalceks 50 Mikrogramm/ml mit nicht-vagolytischen Muskelrelaxantien kombiniert wird. Die Bradykardie kann mit Atropin behandelt werden.

  • Opioide konnen, vor allem bei hypovolamischen Patienten, Hypotonie verursachen. Adaquate MaBnahmen zum Erhalt eines stabilen arteriellen Drucks milssen getroffen werden.

  • Schnelle Bolusinjektionen von Opioiden milssen vermieden werden. Bei Patienten mit eingeschrankter intrazerebraler Сompliance wird die vorilbergehende Senkung des mittleren Arteriendrucks gelegentlich von einer kurz anhaltenden Senkung des Durchblutungsdrucks im Gehirn begleitet.

  • Patienten unter chronischer Opioidtherapie oder mit einer Vorgeschichte eines Opioidmissbrauchs benotigen moglicherweise hohere Dosen.

  • Es empfiehlt sich, bei alteren oder geschwachten Patienten die Dosis zu reduzieren. Opioide milssen bei Patienten mit unkontrollierter Hypothyreose, pulmonalen Erkrankungen, eingeschrankter Lungenfunktion oder Alkoholismus vorsichtig titriert werden. Bei Patienten mit Leberfunktionsstorungen sollte wegen des moglicherweise beeintrachtigten Metabolismus vorsichtig dosiert werden. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sollte sorgfaltig auf eine mogliche Fentanyl-Toxizitat geachtet werden. Infolge einer Dialyse kann das Verteilungsvolumen von Fentanyl verandert sein, was die Serumkonzentration beeinflussen kann. Diese Patienten sollten postoperativ ilber einen langeren Zeitraum beobachtet werden.

  • Wird Fentanyl Kalceks 50 Mikrogramm/ml zusammen mit Neuroleptika verabreicht, sollte der Arzt mit den spezifischen Eigenschaften beider Substanzen vertraut sein, insbesondere bezilglich der verschieden langen Wirkungsdauer. Bei Anwendung dieser Kombination kann

    ein verstarkter Blutdruckabfall auftreten. Neuroleptika konnen extrapyramidale Symptome hervorrufen, die sich mit Antiparkinson-Medikamenten kontrollieren lassen. Die Kombination mit Antiparkinson-Medikamenten kann das Risiko einer Spatdyskinesie erhohen.

  • Wie bei anderen Opioiden kann es aufgrund der anticholinergen Effekte nach Gabe von Fentanyl zu einer Erhohung des Gallengangdrucks und in Einzelfallen zu einem Spasmus des Sphincter Oddi kommen.

  • Bei Patienten mit Myasthenia gravis muss die Anwendung von bestimmten anticholinergen Mitteln und neuromuskular-blockierenden Arzneimitteln vor und wahrend der Durchfilhrung einer Allgemeinanasthesie, bei der Fentanyl intravenos verabreicht wird, sorgfaltig abgewogen werden.

  • Vorsicht ist geboten, wenn Fentanyl Kalceks 50 Mikrogramm/ml gleichzeitig mit Arzneimitteln verabreicht wird, die das serotonerge Neurotransmitter-System beeinflussen. Die Entwicklung eines moglicherweise lebensbedrohlichen Serotonin-Syndroms kann bei gleichzeitiger Anwendung von serotonergen Arzneimitteln wie selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRIs) und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmern (SNRIs) und bei Arzneimitteln, die den Abbau von Serotonin hemmen (inklusive Monoaminooxidase (MAO)-Hemmer) auftreten. Dies kann auch innerhalb der empfohlenen Dosierung auftreten.

    Das Serotonin-Syndrom kann Veranderungen der psychischen Verfassung (z.B. Erregung, Halluzinationen, Koma), autonome Instabilitat (z.B. Tachykardie, labiler Blutdruck, Hyperthermie), neuromuskulare Abnormitaten (z.B. Hyperreflexie, fehlende Koordination, Rigiditat) und/oder gastrointestinale Symptome (z.B. -Obelkeit, Erbrechen, Diarrhoe) einschlieBen.

    Wenn ein Serotonin-Syndrom vermutet wird, ist ein rasches Absetzen von Fentanyl Kalceks 50 Mikrogramm/ml in Betracht zu ziehen.

    Toleranz und Opioidgebrauchsstorung (Missbrauch und Abhangigkeit

    Bei wiederholter Gabe von Opioiden konnen sich Toleranz sowie physische und psychische Abhangigkeit entwickeln.

    Die wiederholte Anwendung von Fentanyl Kalceks kann zu einer Opioidgebrauchsstorung filhren. Missbrauch oder absichtliche Falschanwendung von Fentanyl Kalceks kann

    -Oberdosierung und/oder Tod zur Folge haben. Das Risiko filr die Entwicklung einer Opioidgebrauchsstorung ist erhoht bei Patienten mit Substanzgebrauchsstorungen (einschlieBlich Alkoholgebrauchsstorung) in der personlichen oder familiaren (Eltern oder Geschwister) Vorgeschichte, bei Rauchern oder bei Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen (z. B. Major Depression, Angststorungen und Personlichkeitsstorungen) in der Anamnese.

    Entzugssyndrom

    Die wiederholte Gabe in kurzen Abstanden ilber langere Zeitraume kann nach Beendigung der Behandlung zur Entwicklung eines Entzugssyndroms filhren, was sich durch das Auftreten der folgenden Symptome auBern kann: -Obelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Angstzustande, Schilttelfrost, Tremor und Schwitzen.

    Kinder und Jugendliche

    Verfahren, die eine Analgesie bei einem spontan atmenden Kind einschlieBen, sollten als Teil einer Anasthesie oder Sedierung/Analgesie nur angewendet werden, wenn erfahrenes Personal und Voraussetzungen, die eine Intubation bei einer plotzlichen Brustwandrigiditat oder eine Beatmung bei einer Apnoe ermoglichen, zur Verfilgung stehen.

    Sonstige Bestandteile

    Dieses Arzneimittel enthalt:

    7,08 mg Natrium pro 2 ml Ampulle, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

    35,41 mg Natrium pro 10 ml Ampulle, entsprechend 1,78% der von der WHO filr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen taglichen Natriumaufnahme von 2 g Natrium.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
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Wirkung anderer Arzneimittel auf Fentanyl

МAО-Нemmer und andere serotonerge Arzneimittel

Die gleichzeitige Anwendung von Fentanyl und MAO-Hemmern kann zu paroxysmaler ZNS-Stimulation und Hypertonie filhren. Die gleichzeitige Anwendung ist zu vermeiden, und wann immer moglich ist die Behandlung mit MAO-Hemmern vor Behandlungsbeginn mit Fentanyl Kalceks 50 Mikrogramm/ml filr mindestens 2 Wochen zu unterbrechen.

Die gleichzeitige Anwendung von Fentanyl mit einem serotonergen Wirkstoff, wie z. B. einem SSRI, einem SNRI oder einem MAO-Hemmer kann das Risiko eines Serotonin-Syndroms, eines potentiell lebensbedrohlichen Zustands, erhohen.

Wenn die gleichzeitige Anwendung von Fentanyl Kalceks 50 Mikrogramm/ml mit SSRIs, SNRIs oder MAO-Hemmern nicht zu vermeiden ist, sollte der Patient wahrend der gleichzeitigen Anwendung auf Symptome des Serotonin-Syndroms ilberwacht werden.

Wirkstoffe wie Barbiturate, Benzodiazepine, Neuroleptika, halogenierte Gase, Gabapentinoide (Gabapentin und Pregabalin) oder andere Wirkstoffe, die eine nicht-selektive dampfende Wirkung auf das Zentralnervensystem (einschlieBlich Alkohol) ausilben, konnen eine durch Opioide verursachte Atemdepression verstarken. Bei Verabreichung dieser Substanzen kann die erforderliche Fentanyl-Dosis daher niedriger als ilblich sein.

Fentanyl ist ein Arzneimittel mit hoher Сlearance und wird schnell und umfassend durch СYP3A4 metabolisiert. Die orale Verabreichung von 200 mg Itraconazol (ein potenter СYP3A4-Inhibitor) taglich ilber 4 Tage hatte keine signifikante Wirkung auf die Pharmakokinetik von Fentanyl i.v. Oral verabreichtes Ritonavir (einer der potentesten СYP3A4-Hemmer) reduzierte die Сlearance von Fentanyl i.v. um zwei Drittel; die Spitzenplasmaspiegel nach einer Einzeldosis

i.v. Fentanyl wurden jedoch nicht beeinflusst.

Die gleichzeitige Anwendung von Fluconazol oder Voriconazol und Fentanyl kann die Fentanylexposition um ca. 25 bis 40% erhohen. Bei gleichzeitiger Anwendung von Fluconazol oder Voriconazol und Fentanyl sollten die Patienten genau ilberwacht und die Fentanyl-Dosis gegebenenfalls angepasst werden.

Wird Fentanyl in einzelner Dosis angewendet, erfordert die gleichzeitige Anwendung von potenten СYP3A4-Hemmern, wie z. B. Ritonavir, eine besondere Betreuung und Beobachtung des Patienten. Bei kontinuierlicher Behandlung kann eine Dosisreduktion von Fentanyl erforderlich sein, um die Akkumulation von Fentanyl zu vermeiden, die das Risiko einer verlangerten oder verzogerten Atemdepression erhohen kann.

Cytochrom P450 ЗA4 (CУPЗA4)-lnduktoren

Die Injektion von Fentanyl zusammen mit starken СYP3A4-Induktoren (z.B. Сarbamazepin, Phenytoin) kann die Plasmakonzentrationen von Fentanyl senken, und damit seine Wirksamkeit vermindern. Bei Anwendung von Fentanyl zusammen mit einem starken СYP3A4-Induktor sollte der Patient genau ilberwacht werden, um Hinweise auf eine Einschrankung der schmerzstillenden Wirkung zu erhalten. Gegebenenfalls sollte auch die Erhohung der Fentanyl-Dosis in Betracht gezogen werden.

Wirkungen von Fentanyl auf andere Arzneimittel

Die gleichzeitige Anwendung von Fentanyl und anderen zentral dampfenden Arzneimitteln, einschlieBlich Opioide, Sedativa, Hypnotika, Mittel zur Allgemeinanasthesie, Phenothiazine, Beruhigungsmittel, Muskelrelaxantien, sedierende Antihistaminika und alkoholische Getranke, kann eine additive zentral dampfende Wirkung haben; in solchen Fallen kann es zu Hypoventilation, Hypotonie und tiefer Sedierung oder Koma kommen. Daher erfordert die

gleichzeitige Anwendung von Fentanyl mit einem der oben genannten Arzneimittel besondere Sorgfalt und Beobachtung des Patienten.

Nach gleichzeitiger Anwendung mit Fentanyl stiegen die Plasmakonzentrationen von Etomidat erheblich an (um den Faktor 2-3). Die Gesamt-Plasma-Сlearance und das Distributionsvolumen von Etomidat sinken bei Verabreichung mit Fentanyl i.v. um einen Faktor von 2 bis 3 ohne Veranderung der Halbwertzeit.

Die gleichzeitige Anwendung von Fentanyl und Midazolam i.v. bewirkt einen Anstieg der terminalen Halbwertzeit und eine Abnahme der Plasmaclearance von Midazolam. Die Exposition gegenilber Midazolam ist um etwa 50% erhoht. Der Mechanismus der Interaktion ist die kompetitive Hemmung von СYP3A4 (siehe Abschnitt 5.2). Wenn Midazolam zusammen mit Fentanyl verabreicht wird, muss die Dosis von Midazolam moglicherweise reduziert werden.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Fentanyl Kalceks 50 Mikrogramm/ml in der Schwangerschaft vor, um das Potenzial filr Schadigungen einzuschatzen. Fentanyl kann in der frilhen Schwangerschaft und wahrend der Geburt die Plazenta passieren. In tierexperimentelle Studien wurden nur beschrankte Hinweise auf eine Reproduktionstoxizitat gesehen (siehe Abschnitt 5.3). Das potentielle Risiko filr den Menschen ist nicht bekannt. Fentanyl darf wahrend der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist unbedingt erforderlich.

Die Anwendung wahrend der Geburt (einschlieBlich Kaiserschnitt) wird nicht empfohlen, da Fentanyl die Plazenta passiert, und moglicherweise die Spontanatmung in der unmittelbaren postpartalen Phase unterdrilcken kann. Wird Fentanyl angewendet, milssen bei Bedarf sofort Beatmungsgerate filr die Mutter und das Neugeborene zur Verfilgung stehen. Ein Opioidantagonist filr das Kind sollte immer verfilgbar sein.

Stillzeit

Fentanyl wird in die Muttermilch ausgeschieden. Es wird daher nicht empfohlen, in den ersten 24 Stunden nach Verabreichung von Fentanyl zu stillen oder die wahrend dieser Zeit abgepumpte Muttermilch zu verwenden. Das damit verbundene Risiko sollte gegen die moglichen schadlichen Auswirkungen abgewogen werden.

Fertilitat

Es liegen keine klinischen Daten zu den Auswirkungen von Fentanyl auf die mannliche oder weibliche Fertilitat vor. In Tierversuchen haben einige Tests eine verminderte maternale Fertilitat bei Dosen gezeigt, die maternal toxisch waren (siehe Abschnitt 5.3).

Fahrtüchtigkeit

Patienten sollten nach der Verabreichung von Fentanyl Kalceks 50 Mikrogramm/ml erst dann wieder aktiv am StraBenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen, wenn ausreichend Zeit verstrichen ist (frilhestens nach 24 Stunden).

Nebenwirkungen

Die Sicherheit von Fentanyl wurde bei 376 Studienteilnehmern in 20 klinischen Studien, die Fentanyl als Anasthetikum untersucht haben, geprilft. Die Studienteilnehmer erhielten mindestens 1 Dosis Fentanyl und lieferten Sicherheitsdaten. Auf der Grundlage der gepoolten Sicherheitsdaten aus diesen klinischen Studien waren die am haufigsten gemeldeten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (Inzidenz ≥ 5 %): -Obelkeit (26,1%), Erbrechen (18,6%), Muskelrigiditat (10,4%), Hypotonie (8,8%), Hypertonie (8,8%), Bradykardie (6,1%) und

Sedierung (5,3%).

Die Nebenwirkungen (einschlieBlich der oben angefilhrten) entweder in klinischen Studien oder nach der Markteinfilhrung berichtet, wurden nach Systemorganklassen unterteilt und sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100), selten (≥1/10.000 bis <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfilgbaren Daten nicht abschatzbar).

Innerhalb jeder Haufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgefilhrt.

Tabelle 1 Unter Fentanyl berichtete Nebenwirkungen

Systemorganklasse NeЬenwirkungen
Haufigkeitskategorie
Sehr haufig Haufig Gelegentlich Nicht Ьekannt
Erkrankungen des Immunsystems -Oberempfindli chkeit (z.B. anaphylaktisc her Schock, anaphylaktisc he Reaktion,Urtikaria)
Psychiatrische Erkrankungen Euphorie Delirium
Erkrankungen des Nervensystems Dyskinesie Sedierung Schwindel Kopfschmerze n Krampfe Bewusstlosigk eitMyoklonus
Erkrankungen des Auges Sehstorungen
Herzerkrankungen Bradykardie Tachykardie Arrhythmien Herzstillstand
GefaBerkrankungen Hypotonie Hypertonie Venenschmerzen Phlebitis Blutdrucksch wankungen
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Laryngospasm en Bronchospasm enApnoe Hyperventilati onSchluckauf Atemdepressi on
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts -Obelkeit Erbrechen Dysphagie
Erkrankungen der Haut und desUnterhautzellgeweЬe s Allergische Dermatitis Pruritus
Skelettmuskulatur-, BindegeweЬs- und Knochenerkrankungen Muskelsteifheit
Allgemeine Erkrankungen undBeschwerden am VeraЬreichungsort Schilttelfrost Hypothermie Arzneimittele ntzugssyndrom (siehe Abschnitt 4.4)
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe Ьedingte Komplikationen Postoperative Verwirrtheit Neurologische anasthesiologi sche Komplikation en Atemwegsko mplikationen durch Anasthesie Postoperative Agitiertheit Verfahrensbed ingte Komplikationen

Falle von Serotonin-Syndrom wurden berichtet, wenn Fentanyl-haltige Arzneimittel zusammen mit starken serotonergen Wirkstoffen verabreicht wurden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche -Oberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut filr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Anzeichen und Symptome

Eine -Oberdosierung mit Fentanyl auBert sich durch die Verlangerung der Dauer der pharmakologischen Wirkungen. Es kann eine Atemdepression auftreten, die von Bradypnoe bis Apnoe variieren kann.

Im Zusammenhang mit einer Fentanylilberdosierung wurde toxische Leukenzephalopathie beobachtet.

Behandlung

Bei Hypoventilation oder Apnoe muss Sauerstoff zugefilhrt werden, und der Patient muss bei Bedarf kilnstlich beatmet werden. Zur Kontrolle der Atemdepression sollte ein Opioidantagonist gegeben werden. Dies schlieBt die Anwendung von rascher greifenden GegenmaBnahmen nicht aus.

Die kilrzere Wirkungsdauer des Opioidantagonisten im Vergleich zu Fentanyl ist zu berilcksichtigen. Eine wiederholte Gabe des Opioidantagonisten kann erforderlich sein. Ist die Atemdepression mit Muskelrigiditat verbunden, kann - falls erforderlich - ein Muskelrelaxans verabreicht werden, um die Atmung zu erleichtern.

Der Patient sollte genau beobachtet werden. Auf Korpertemperatur und angemessene Flilssigkeitsaufnahme ist zu achten. Bei schwerer oder anhaltender Hypotonie muss eine

Hypovolamie in Betracht gezogen werden. In diesem Fall sollte eine parenterale Flilssigkeitszufuhr erfolgen.

Pharmakologische Eigenschaften - Fentanyl 50 Mikrogramm/ml

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Anasthetika, Opioidanasthetika, ATС-Сode: N01AH01 Fentanyl ist ein synthetisches Opioid mit μ-agonistischer pharmakologischer Wirkung.

Fentanyl ist ein hochwirksames Opioidanalgetikum. Fentanyl kann als analgetische Komponente bei Allgemeinanasthesien oder als Anasthetikum allein eingesetzt werden. Eine Dosis von

100 Mikrogramm (2 ml) hat eine analgetische Wirkung, die einer Dosis von 10 mg Morphin entspricht. Fentanyl hat einen raschen Wirkungseintritt. Der maximale analgetische Effekt und die atemdepressive Wirkung werden innerhalb weniger Minuten erreicht. Die durchschnittliche Dauer der analgetischen Wirkung nach einer intravenosen Einzeldosis von bis zu

100 Mikrogramm betragt ca. 30 Minuten. Die Starke der Analgesie ist dosisabhangig und kann der Schmerzbelastung des chirurgischen Eingriffs angepasst werden.

Pharmakokinetik

Verteilung

Nach intravenoser Injektion fallen Plasmakonzentrationen von Fentanyl schnell ab. Die Verteilungshalbwertzeiten betragen ca. 1 Minute und ca. 15 Minuten und die terminale Eliminationshalbwertzeit betragt ca. 8 Stunden. Fentanyl hat ein Vc (Verteilungsvolumen des zentralen Kompartments) von ca. 15 Litern und ein totales Vdss (Verteilungsvolumen im Steady-state) von ca. 400 Litern. Die Plasmaproteinbindung von Fentanyl betragt ca. 84%

Biotransformation

Fentanyl wird rasch metabolisiert, vor allem durch СYP3A4 in der Leber. Fentanyl hat keine aktiven Metaboliten, der Hauptmetabolit ist Norfentanyl. Die Сlearance betragt ca. 600 ml/min. ln-vitro-Studien mit Midazolam als Substrat zeigten, dass Fentanyl СYP3A4 hemmt.

Elimination

Innerhalb von 24 Stunden werden ca. 75% der Gesamtdosis im Urin ausgeschieden. Nur 10% der Dosis wird als unveranderter Wirkstoff im Urin ausgeschieden.

Spezielle Patientengruppen

Kinder

Nach intravenoser Verabreichung ist die Plasmaproteinbindung bei Neugeborenen niedriger als bei Erwachsenen. Bei Frilhgeborenen ist die Plasmaproteinbindung hoher (etwa 77%) als bei reifen Neugeborenen (etwa 62%). Die Сlearance pro kg Korpergewicht und das Gesamt-Verteilungsvolumen nach intravenoser Verabreichung von Fentanyl ist bei Sauglingen und Kindern groBer als bei Erwachsenen. Dies kann dazu filhren, dass eine hohere Fentanyldosis pro kg erforderlich ist. Die terminale Eliminationshalbwertzeit ist bei Neugeborenen langer. Die СYP3A4-Aktivitat ist bei der Geburt sehr gering, steigt jedoch nach der Geburt an und erreicht 1 Monat nach der Geburt 30-40% des Erwachsenenniveaus. Die nachstehende Tabelle enthalt Werte filr Сlearance, Steady-state-Verteilungsvolumen und terminale Halbwertzeit filr Kinder unterschiedlichen Alters.

Tabelle 2 Сlearance, Steady-State-Verteilungsvolumen und terminale Halbwertzeit bei Kindern

Сl (ml/kg/min)* Vss (l/kg)* Beta t½ (Stunden)
Sauglinge1-26 Tage post partum 3,4 - 58,7 1,3 - 30,3 1,3 - 15,9
Sauglinge48-71 Tage post partum 21,9 - 32,3 6,0 - 9,5 3,1 - 15,5
Kinder3,17 ± 0,68 Jahre 11,5 ± 4,19 3,06 ± 1,02 4,1 ± 1,3
Jugendliche12 ± 1,73 Jahre 7,05 ± 1,24 1,92 ± 1,04 3,5 ± 1,2

* Die Werte fйr die Steady-state-Clearance und das Verteilungsvolumen wurden fйr das Kдrpergewicht normalisiert.

Beeintrachtigte Nierenfunktion

Daten aus einer Studie mit Patienten, denen Fentanyl intravenos verabreicht wurde und die sich einer Nierentransplantation unterziehen mussten, lassen darauf schlieBen, dass in dieser Patientenpopulation die Fentanyl-Сlearance vermindert sein kann. Wenn Patienten mit Nierenfunktionsstorung Fentanyl Kalceks 50 Mikrogramm/ml erhalten, sollten diese sorgfaltig ilberwacht und die Dosis bei Bedarf reduziert werden (siehe Abschnitt 4.2).

Erwachsene Patienten mit Verbrennungen

Nach einer Bolusinjektion oder einer kurzen intravenosen Infusion von Fentanyl steigt die Сlearance bis zu 44% an und das Verteilungsvolumen nimmt zu. Dies filhrt zu niedrigeren Plasmakonzentrationen von Fentanyl. Dies kann eine hohere Fentanyldosis erforderlich machen.

Obergewichtige Patienten

Es wurde eine Zunahme der Gesamt-Сlearance von Fentanyl mit zunehmendem Korpergewicht beobachtet. Bei Patienten mit einem BMI > 30 kg/m2 erhoht sich die Сlearance von Fentanyl um etwa 10% je 10 kg fettfreie Korpermasse.

Pharmazeutische Angaben - Fentanyl 50 Mikrogramm/ml

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid

Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung) Wasser filr Injektionszwecke

  • InkompatiЬilitaten

    Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

  • Dauer der HaltЬarkeit

    4 Jahre.

    Nach Anbruch muss das Arzneimittel unverzilglich angewendet werden.

  • Besondere VorsichtsmaBnahmen fiir die AufЬewahrung

    In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schiltzen. Nicht einfrieren.

  • Art und Inhalt des Behältnisses

    10 Glasampullen mit je 2 ml

    10 Glasampullen mit je 10 ml

    Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.

  • Besondere VorsichtsmaBnahmen fiir die Beseitigung und sonstige Hinweise zur HandhaЬung

    Nur zum einmaligen Gebrauch. Wenn nur ein Teil verwendet wird, verbleibende Injektionslosung entsorgen.

    Verwenden Sie beim Offnen einer Ampulle einen Fingerschutz.

    Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

  • Weblinks

    Packungen und Preis

    Fentanyl Kalceks 50µg/ml Inj.lsg. 10x2ml Amp. N2
    Preis
    18,28 €
    Zuzahlung
    5,00 €

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.

    Quellen

    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
    Rote Liste

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