Metypred® 8 mg GALEN Tabletten
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Gluten/Laktose
Laktose: Ja
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Fachinfo - Metypred® 8 mg
Erkrankungen, die einer systemischen Therapie mit Glukokortikoiden bedürfen. Hierzu gehören je nach Erscheinungsform und Schweregrad zum Beispiel:
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rheumatische Gelenkerkrankungen:
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Aktive rheumatoide Arthritis mit schweren progredienten Verlaufsformen, z.B. schnell de-struierend verlaufende Form und/oder extraartikuläre Manifestationen
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Juvenile idiopathische Arthritis mit schwerer systemischer Verlaufsform (Still-Syndrom) oder mit lokal nicht beeinflussbarer Iridozyklitis
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Bronchial- und Lungenkrankheiten:
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Asthma bronchiale, gleichzeitig empfiehlt sich die Verabreichung von Bronchodilatatoren
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akute Exazerbation einer COPD, empfohlene Therapiedauer bis zu 10 Tagen
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interstitielle Lungenerkrankungen wie akute Alveolitis, Lungenfibrose, zur Langzeittherapie chronischer Formen der Sarkoidose in den Stadien II und III (bei Atemnot, Husten und Verschlechterung der Lungenfunktionswerte)
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Erkrankungen der oberen Luftwege:
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schwere Verlaufsformen von Pollinosis und Rhinitis allergica, nach Versagen intranasal verabreichter Glukokortikoide
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Hautkrankheiten:
Erkrankungen der Haut und Schleimhäute, die aufgrund ihres Schweregrades und/oder Ausdehnung bzw. Systembeteiligung nicht oder nicht ausreichend mit topischen Glukokor-tikoiden behandelt werden können. Dazu gehören:
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Allergische, pseudoallergische und infektallergische Erkrankungen: z.B. akute Urtikaria, anaphylaktoide Reaktionen
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Arzneimittelexantheme, Erythema exsudativum multiforme, toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom), Erythema nodosum, allergisches Kontaktekzem
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Vaskulitiden, z.B. Vasculitis allergica, Polyarteriitis nodosa
- Autoimmunerkrankungen: z.B. Dermatomyositis, systemische Sklerodermie (indurative Phase), chronisch discoider und subakut cutaner Lupus erythematodes
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Blutkrankheiten/Tumorerkrankungen:
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Autoimmunhämolytische Anämie
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Prophylaxe und Therapie von Zytostatika-induziertem Erbrechen, Anwendung im Rahmen antiemetischer Schemata
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Magen-Darm-Erkrankungen:
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Colitis ulcerosa
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Morbus Crohn
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Substitutionstherapie:
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Nebennierenrinden-Insuffizienz jeglicher Genese (z.B. M. Addison, adrenogenitales Syn-drom, Adrenalektomie, ACTH-Mangel) jenseits des Wachstumsalters (Mittel der ersten Wahl sind Hydrocortison und Cortison)
Weiterhin können Metypred 4 mg/ 8 mg / 16 mg GALEN Tabletten eingesetzt werden
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zur Immunsuppression nach Transplantation im Rahmen üblicher Kombinationstherapien
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als ergänzende Maßnahme bei einer Zytostatika- oder Strahlentherapie im Rahmen beste-hender Schemata zur Kombinationstherapie, Palliativtherapie bzw. antiemetischen Therapie.
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Dosierung
Die Höhe der Dosierung ist abhängig von der Art und Schwere der Erkrankung und vom indivi-
duellen Ansprechen des Patienten.
Im Allgemeinen werden relativ hohe Initialdosen angewendet, die bei akuten schweren Ver-laufsformen deutlich höher sein müssen als bei chronischen Erkrankungen.
Je nach klinischer Symptomatik und Ansprechverhalten kann unterschiedlich schnell auf eine möglichst niedrige Erhaltungsdosis reduziert werden.
Speziell bei chronischen Erkrankungen ist oft eine Langzeitbehandlung mit niedrigen Erhal-tungsdosen erforderlich.
Als allgemeine Dosierungsempfehlungen für Methylprednisolon können gelten:
Anfangsdosen:
Für Erwachsene 12–160 mg täglich.
Für Kinder 0,8–1,5 mg/kg Körpergewicht, jedoch nicht mehr als 80 mg täglich.
Erhaltungsdosen:
Für Erwachsene 4–12 mg täglich, kurzzeitig bis 16 mg täglich (bei bestimmten Erkrankungen auch 1–2 mg täglich).
Für Kinder 2–4 mg täglich, kurzzeitig bis 8 mg täglich (bei bestimmten Erkrankungen auch 1–2 mg täglich).
Bei den einzelnen Indikationen gelten folgende Dosierungsempfehlungen:
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Rheumatische Gelenkerkrankungen
Initial 16-24 mg Methylprednisolon täglich, bei viszeraler Beteiligung auch bis 60 mg Methyl-prednisolon täglich. Anzustreben ist eine Erhaltungsdosis, die nicht über 6 mg Methylprednisolon täglich liegt.
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Obstruktive Atemwegserkrankungen
Initial 32-40 mg Methylprednisolon täglich, Dosisreduktion um 8 mg alle 4 Tage. Nach 3-4 Wochen Beendigung der Therapie, ggf. Umstellung auf inhalierbare Glukokortikoide. Gleichzeitig empfiehlt sich die Verabreichung von Bronchodilatatoren.
Bei nicht ausreichendem Ansprechen schwerer Asthmaformen längerfristige Therapie mit der geringstmöglichen Dosis von 4-8 mg Methylprednisolon täglich.
Die Therapie sollte zirkadian erfolgen, eine alternierende Therapie ist meist nicht möglich. Bei starken nächtlichen und frühmorgendlichen Beschwerden kann die Tagesdosis auf 2/3 morgens und 1/3 abends (18.00 bis 20.00 Uhr) aufgeteilt werden.
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Interstitielle Lungenerkrankungen Akute Alveolitis:
Initial 32-40 mg Methylprednisolon täglich für eine Woche (bei Bedarf auf 2 Gaben pro Tag ver-
teilt), danach langsame Dosisreduktion mit Umstellung auf einmal tägliche Applikation.
Lungenfibrose:
Initial 24-32 mg Methylprednisolon täglich, ggf. in Kombination mit Azathioprin oder Penicillamin. Langsame Dosisreduktion auf individuelle Erhaltungsdosen von 4-8 mg Methylprednisolon täg-lich.
Sarkoidose:
Initial 32-40 mg Methylprednisolon täglich bis zum Wirkungseintritt, ggf. auf zwei Einzelgaben verteilt. Abbau der Therapie innerhalb von 4-6 Wochen, dabei Umstellung auf einmal tägliche Gabe. Chronische Formen der Stadien II und III benötigen eine Langzeittherapie mit Tagesdosen von 8-12 mg Methylprednisolon, wobei eine alternierende Gabe bevorzugt werden sollte.
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Pollinosis, Rhinitis allergica
Zusätzlich zu Antihistaminika und lokal wirksamen Prophylaktika und Antiallergika, wenn diese nicht ausreichend wirken oder die Gefahr der Beteiligung der mittleren und kleinen Atemwege besteht:
Kurzzeittherapie mit initial 16 mg Methylprednisolon täglich morgens für 4 Tage (nur in Einzel-fällen initial höhere Dosis erforderlich). Dosisreduktion auf 8 mg Methylprednisolon täglich für
weitere 4 Tage. Beendigung der Therapie nach 8 Tagen, bei nicht ausreichendem Ansprechen ggf. Fortsetzung der Behandlung für 1-2 Wochen mit 4-8 mg Methylprednisolon täglich.
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Hautkrankheiten
Je nach Schweregrad und Verlaufsform können initial 80-160 mg Methylprednisolon täglich indi-ziert sein. Die Dosisreduktion erfolgt schnell, so dass die Therapie im Allgemeinen nach 2-4 Wochen beendet werden kann. Nur in wenigen Fällen ist eine längerdauernde Therapie über Wochen und Monate notwendig.
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Autoimmunerkrankungen
Je nach Schweregrad und Organbeteiligung initial 40-160 mg Methylprednisolon täglich, dann langsame Reduzierung auf die Erhaltungsdosis, die u. U. über Jahre erforderlich ist. Bei akuten Verläufen kann initial eine hochdosierte Stoßtherapie notwendig sein.
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Blutkrankheiten Autoimmunhämolytische Anämie:
Initial 80-160 mg Methylprednisolon täglich, nach Ansprechen der Therapie (meist innerhalb von 2 Wochen) langsamer Abbau auf die Erhaltungsdosis.
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Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
Initial 40-80 mg Methylprednisolon täglich, dann langsamer Abbau der Dosis. Bei Colitis ulcerosa sollte die Therapie möglichst schnell beendet werden. Ist bei Morbus Crohn eine Langzeittherapie erforderlich, sollte die alternierende Gabe angestrebt werden.
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Substitutionstherapie bei Nebennierenrindeninsuffizienz
4-8 mg Methylprednisolon täglich, erforderlichenfalls zusammen mit einem Mineralokortikoid.
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Immunsuppression nach Transplantation im Rahmen üblicher Kombinationstherapien
Die Dosierung erfolgt gemäß dem verwendeten immunsuppressiven Protokoll. Die klinische Si-tuation entscheidet über den völligen Dosisabbau oder die Notwendigkeit einer Erhaltungsdosis.
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Ergänzende Maßnahme bei einer Zytostatika- oder Strahlentherapie im Rahmen beste-hender Schemata zur Kombinationstherapie, palliativen bzw. antiemetischen Therapie
Die Dosierung erfolgt gemäß dem verwendeten Tumor-Protokoll bzw. antiemetischen Schema. Die klinische Situation entscheidet über den völligen Dosisabbau oder die Notwendigkeit einer Erhaltungsdosis.
Art der Anwendung
Die Tabletten werden zu oder nach dem Essen, vornehmlich nach dem Frühstück, unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen.
Die Tagesdosis sollte in der Regel morgens (zwischen 6.00 und 8.00 Uhr) einmalig verabreicht werden (zirkadiane Therapie). Die Möglichkeit zur alternierenden Therapie (Einnahme einer Zwei-Tage-Dosis an jedem zweiten Tag morgens auf einmal) ist in Abhängigkeit vom Krank-heitsbild und der individuellen Reaktion zu prüfen.
Sobald ein befriedigendes Behandlungsergebnis erreicht ist, wird die Dosis bis zur erforderlich erachteten Erhaltungsdosis reduziert oder beendet.
Vorgehen beim Absetzen:
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Hohe und höchste Dosen über wenige Tage: sofort absetzen.
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Behandlung über 3-4 Wochen:
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Tagesdosen über 12 mg Methylprednisolon: tägliche Reduktion um 4 mg.
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Tagesdosen von 12 mg Methylprednisolon: Reduktion um 2 mg alle 2-3 Tage oder um 4 mg alle 4-6 Tage.
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Langzeittherapie mit Erhaltungsdosis:
Nach längerdauernder Behandlung, insbesondere mit vergleichsweise hohen Dosen, dürfen Metypred GALEN Tabletten nicht abrupt, sondern müssen ausschleichend abgesetzt werden. Reduktion der Dosis um 2 mg alle 2-3 Tage, in der letzten Woche Einnahme von 2 mg Methyl-prednisolon jeden 2. Tag. Gegebenenfalls Kontrolle des adrenalen Regelkreises.
Wahl der Darreichungsformen:
Methylprednisolon steht in Form von Tabletten zu 4, 8, 16 und 40 mg zur Verfügung. Bruchrillen (BR) und Kreuzbruchrillen (KBR) erlauben die jeweils erforderlichen unterschiedlichsten Einzel-dosierungen:
Metypred 4 mg GALEN Tabletten (KBR): Einzeldosen von 1 mg, 2 mg, 3 mg und 4 mg Metypred 8 mg GALEN Tabletten (KBR): Einzeldosen von 2 mg, 4 mg, 6 mg und 8 mg Metypred 16 mg GALEN Tabletten (BR): Einzeldosen von 8 mg und 16 mg
Metypred 40 mg GALEN Tabletten (3xBR): Einzeldosen von 10 mg, 20 mg, 30 mg und 40 mg.
Metypred GALEN ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen Methylprednisolon andere Glukokortikoide oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Für die kurzfristige Anwendung bei vitaler Indikation oder bei Substitutionstherapie gibt es sonst keine Kontraindikationen.
Bei schweren Infektionen dürfen Metypred GALEN Tabletten nur unter gleichzeitiger spezifischer antiinfektiöser Therapie angewendet werden.
Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit CYP3A-Inhibitoren einschließlich cobicistathaltiger Pro-dukte ist mit einem erhöhten Risiko systemischer Nebenwirkungen zu rechnen. Die Kombination sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko systemischer Nebenwirkungen der Kortikosteroide; in diesem Fall sollten die Patienten im Hinblick auf syste-mische Kortikosteroidnebenwirkungen überwacht werden.
Eine Pharmakotherapie mit Metypred GALEN sollte nur unter strengster Indikationsstellung und ggf. zusätzlicher gezielter antiinfektiöser Therapie durchgeführt werden bei folgenden Erkran-kungen:
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akute Virusinfektionen (z.B. Herpes zoster, Herpes simplex, Varizellen, Keratitis herpetica)
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HBsAg-positive chronisch-aktive Hepatitis
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ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen mit Lebendimpfstoffen
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systemische Mykosen und Parasitosen (z.B. Amöben, Nematoden)
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Poliomyelitis
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Lymphadenitis nach BCG-Impfung
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akute und chronische bakterielle Infektionen
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bei Tuberkulose in der Anamnese (cave Reaktivierung!) Anwendung nur unter Tuberkulosta-tika-Schutz und sorgfältiger Überwachung.
Zusätzlich sollte eine Pharmakotherapie mit Metypred GALEN nur unter strenger Indikations-stellung und ggf. zusätzlicher spezifischer Therapie durchgeführt werden bei:
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Magen-Darm-Ulzera
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schwerer Osteoporose
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schwer einstellbarer Hypertonie
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schwer einstellbarem Diabetes mellitus
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psychiatrischen Erkrankungen (auch anamnestisch)
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Eng- und Weitwinkelglaukom
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Hornhautulcerationen und Hornhautverletzungen
Wegen der Gefahr einer Darmperforation mit Peritonitis darf Metypred GALEN nur bei zwingender Indikation und unter entsprechender Überwachung angewendet werden bei:
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schwerer Colitis ulcerosa mit drohender Perforation, mit Abszessen oder eitrigen Entzün-dungen
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Divertikulitis
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Enteroanastomosen (unmittelbar postoperativ).
Die Zeichen einer peritonealen Reizung nach gastrointestinaler Perforation können bei Patienten, die hohe Dosen von Glukokortikoiden erhalten, fehlen.
Während der Anwendung von Metypred GALEN ist bei Diabetikern ein eventuell erhöhter Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika zu berücksichtigen und die Stoffwechseleinstellung muss regelmäßig kontrolliert werden.
Während der Behandlung mit Metypred GALEN ist bei Patienten mit Hypertonie eine regelmäßige Blutdruckkontrolle erforderlich.
Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz sind sorgfältig zu überwachen, da die Gefahr einer Ver-schlechterung besteht.
Bei Kindern sollte die Indikation aufgrund der wachstumshemmenden Wirkung von Methylpred-nisolon streng gestellt und das Längenwachstum bei Metypred GALEN-Langzeittherapie regel-mäßig kontrolliert werden.
Bei Behandlung einer Myasthenia gravis kann es initial zu einer Symptomverschlechterung, bis hin zu einer myasthenischen Krise, kommen, weshalb die Einstellung auf Kortikosteroide stationär erfolgen sollte. Die Therapie mit Metypred GALEN sollte einschleichend begonnen werden, ins-besondere bei schwerer facio-pharyngealer Symptomatik und Minderung des Atemvolumens.
Die Behandlung mit Metypred GALEN kann die Symptomatik einer bestehenden oder sich ent-wickelnden Infektion verschleiern und somit die Diagnostik erschweren.
Eine Behandlung mit Glukokortikoiden kann durch Immunsuppression zu einem erhöhten Infek-tionsrisiko führen, auch durch solche Krankheitserreger, die ansonsten selten Infektionen ver-ursachen (sog. opportunistische Keime).
Impfungen mit Totimpfstoffen sind grundsätzlich möglich. Es ist jedoch zu beachten, dass die Immunreaktion und damit der Impferfolg bei höheren Dosierungen der Kortikoide beeinträchtigt werden kann. Daher wird bei Patienten unter einer Erhaltungstherapie mit höherer Dosierung (ausgenommen bei Substitutionstherapie) eine Impfung nicht empfohlen.
Bei einer langdauernden Therapie mit Metypred GALEN sind regelmäßige ärztliche Kontrollen (einschließlich augenärztlicher Kontrollen in dreimonatigen Abständen) angezeigt. Bei ver-gleichsweise hohen Dosen ist auf eine ausreichende Kaliumzufuhr und auf Natriumrestriktion zu achten und der Serum-Kalium-Spiegel zu überwachen.
Kommt es während der Behandlung mit Metypred GALEN zu besonderen körperlichen Stress-situationen (Unfall, Operation, Geburt etc.) kann eine vorübergehende Dosiserhöhung erforder-lich werden. Wegen der möglichen Gefährdung in Stresssituationen sollte für den Patienten bei länger dauernder Therapie bzw. Substitutionstherapie ein Notfall-Ausweis ausgestellt werden.
Abhängig von Dauer und Dosierung der Behandlung muss mit einem negativen Einfluss auf den Calciumstoffwechsel gerechnet werden, so dass eine Osteoporose-Prophylaxe zu empfehlen ist. Dies gilt vor allem bei gleichzeitig bestehenden Risikofaktoren wie familiärer Veranlagung, hö-herem Lebensalter, nach der Menopause, ungenügender Eiweiß- und Calciumzufuhr, starkem Rauchen, übermäßigem Alkoholgenuss sowie Mangel an körperlicher Aktivität. Die Vorbeugung besteht in ausreichender Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr sowie körperlicher Aktivität. Bei bereits bestehender Osteoporose sollte zusätzlich eine medikamentöse Therapie erwogen werden.
Bei Beendigung oder gegebenenfalls Abbruch einer Langzeitgabe ist an folgende Risiken zu denken:
Exazerbation bzw. Rezidiv der Grundkrankheit, akute NNR-Insuffizienz (insbesondere in Stress-situationen, z.B. während Infektionen, nach Unfällen, bei verstärkter körperlicher Belastung), Kortison-Entzugssyndrom.
Spezielle Viruserkrankungen (Windpocken, Masern) können bei Patienten, die mit Glukokor-tikoiden behandelt werden, besonders schwer, manchmal auch lebensbedrohlich,verlaufen. Insbesondere gefährdet sind immunsupprimierte Kinder und Personen ohne bisherige Windpo-cken- oder Maserninfektion. Wenn diese Personen während einer Behandlung mit Metypred GALEN Kontakt zu Personen haben, die an Masern, Windpocken oder Herpes Zoster erkrankt sind, sollte gegebenenfalls eine vorbeugende Behandlung eingeleitet werden.
Bei Hypothyreose oder bei Leberzirrhose können vergleichsweise niedrige Dosierungen ausrei-chen bzw. kann eine Dosisreduktion erforderlich sein und es sollte eine sorgfältige Überwachung erfolgen.
Ein Auftreten von Thrombose einschließlich venöser Thromboembolie unter Kortikosteroiden wurde berichtet. Daher sollten Kortikosteroide bei Patienten, die an thromboembolischen Er-krankungen leiden oder für solche anfällig sind, mit Vorsicht angewendet werden.
Sehstörung:
Bei der systemischen und topischen Anwendung von Kortikosteroiden können Sehstörungen auftreten. Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Seh-störungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewer-tung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z.B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Kortikosteroide gemeldet wurden.
Hepatobiliäre Wirkungen:
Selten wurden Leber- und Gallenerkrankungen berichtet, diese waren in den meisten Fällen nach Absetzen der Behandlung reversibel. Daher besteht die Notwendigkeit einer geeigneten Über-wachung.
Bei Patienten mit Hyperthyreose und Methylprednisolon-induzierter Hypokaliämie kann thyreotoxische periodische Paralyse (TPP) auftreten.
Bei mit Methylprednisolon behandelten Patienten, die Anzeichen oder Symptome von Muskelschwäche aufweisen, insbesondere bei Patienten mit Hyperthyreose, ist TPP in Betracht zu ziehen.
Besteht der Verdacht auf TPP, müssen die Kaliumspiegel im Blut umgehend überwacht und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden, um sicherzustellen, dass sich die Kaliumspiegel im Blut wieder normalisieren.
Die Anwendung von Metypred GALEN kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen füh-ren.
Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Metypred GALEN als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.
Metypred GALEN enthält Lactose.
Patienten mit der seltenen hereditären Galctose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Gluco-se-Galactose-Malabsortion sollten Metypred 4 mg/8 mg/16 mg GALEN nicht einnehmen.
Metypred GALEN enthält Natrium.
Metypred GALEN enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h., es ist nahezu
„natriumfrei“
Arzneimittel, die CYP3A4 inhibieren, wie Ketoconazol, Itraconazol und cobicistathaltige Produkte
Die Kortikoidwirkung kann verstärkt werden (s.a. Abschnitt 4.4)
Diltiazem:
Inhibition des Metabolismus von Methylprednisolon (CYP3A4) und des P-Glycoproteins. Der Pa-tient sollte bei Behandlungsbeginn mit Methylprednisolon überwacht werden. Eine Dosisanpas-sung von Methylprednisolon kann erforderlich sein.
Estrogene (z. B. Ovulationshemmer):
Die Kortikoidwirkung kann verstärkt werden.
Arzneimittel, die CYP3A4 induzieren, wie Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin, Barbitu-rate und Primidon:
Die Kortikoidwirkung kann vermindert werden.
Ephedrin:
Der Metabolismus von Glukokortikoiden kann beschleunigt und hierdurch deren Wirksamkeit abgeschwächt werden.
Antazida:
Aluminiumhydroxidhaltige Antazida reduzieren die Bioverfügbarkeit von Prednison. Entspre-chende Untersuchungen für Methylprednisolon liegen nicht vor. Wechselwirkungen können somit nicht sicher ausgeschlossen werden. Es wird empfohlen, die Arzneimittel mit einem zeitlichen Abstand von ca. 2 Stunden einzunehmen.
Herzglykoside:
Die Glykosidwirkung kann durch Kaliummangel verstärkt werden.
Saluretika/Laxanzien:
Die Kaliumausscheidung kann erhöht werden.
Nicht depolarisierende Muskelrelaxanzien:
Die Muskelrelaxation kann länger anhalten (siehe auch Abschnitt 4.8).
Antidiabetika:
Die blutzuckersenkende Wirkung kann vermindert werden.
Cumarinderivate:
Die Antikoagulanzienwirkung kann abgeschwächt werden.
Praziquantel:
Durch Kortikosteroide ist ein Abfall der Praziquantel-Konzentration im Blut möglich.
Somatropin:
Die Wirkung von Somatropin kann vermindert werden.
Protirelin:
Der TSH-Anstieg nach Gabe von Protirelin kann reduziert sein.
Nicht steroidale Antiphlogistika/Antirheumatika, Salicylate und Indometacin:
Die Gefahr von gastrointestinalen Ulzerationen und Blutungen kann erhöht werden.
Atropin, andere Anticholinergika:
Zusätzliche Augeninnendrucksteigerungen bei gleichzeitiger Anwendung mit Metypred GALEN Tabletten sind möglich.
Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin:
Es besteht ein erhöhtes Risiko des Auftretens von Myopathien, Kardiomyopathien.
Ciclosporin:
Die Blutspiegel von Ciclosporin können erhöht werden: Es besteht eine erhöhte Gefahr zerebraler Krampfanfälle.
ACE-Hemmstoffe:
Erhöhtes Risiko des Auftretens von Blutbildveränderungen.
Einfluss auf Untersuchungsmethoden:
Hautreaktionen auf Allergietests können unterdrückt werden.
Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft soll eine Behandlung nur nach sorgfältiger Nut-
zen/Risiko-Abwägung erfolgen.
Die Erfahrungen über die Sicherheit einer Anwendung von Methylprednisolon in der Schwan-gerschaft beim Menschen sind unzureichend.
Stillzeit
Glukokortikoide gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Die Belastung des Säuglings wird dabei in der Regel weniger als 1/100 der systemisch bei der stillenden Mutter zur Verfügung stehenden Dosis betragen. Vorsorglich sollte trotzdem bei Anwendung höherer Dosen oder bei einer Langzeitbehandlung abgestillt werden.
Fertilität
Bei einer Langzeitbehandlung mit Glukokortikoiden während der Schwangerschaft sind Wachs-tumsstörungen des Feten nicht auszuschließen. Methylprednisolon führte im Tierexperiment zur Ausbildung von Gaumenspalten (siehe 5.3). Ein erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei menschlichen Feten durch die Gabe von Glukokortikoiden während des ersten Trimenons wird diskutiert. Werden Glukokortikoide am Ende der Schwangerschaft gegeben, besteht für den Fetus die Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde, die eine ausschleichende Substitutions-behandlung des Neugeborenen erforderlich machen kann.
Unter Behandlung mit Metypred GALEN Tabletten kann durch bestimmte unerwünschte Wir-kungen, wie z.B. Verminderung der Sehschärfe (infolge Linsentrübung oder Erhöhung des Au-geninnendruckes), Schwindel oder Kopfschmerzen, in seltenen Fällen die Fähigkeit z.B. zur ak-tiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis <1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)
Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Die im Folgenden aufgeführten Nebenwirkungen sind ohne Häufigkeitsangaben aufgeführt, das heißt: Die Häufigkeit konnte anhand der Daten nicht berechnet werden.
Hormonersatztherapie:
Geringes Nebenwirkungsrisiko bei Beachtung der empfohlenen Dosierungen.
Pharmakotherapie:
In Abhängigkeit von Therapiedauer und Dosis können folgende Nebenwirkungen auftreten:
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:
Lymphopenie, Eosinopenie, Polyglobulie, Thrombozytoseneigung Nicht bekannt: Leukozytose
Erkrankungen des Immunsystems:
Schwächung der Immunabwehr mit Erhöhung des Infektionsrisikos (bestimmte virusbedingte Erkrankungen (z.B. Varizellen, Herpes simplex oder – während der virämischen Phase – Herpes zoster) können einen schweren, manchmal auch lebensbedrohlichen Verlauf nehmen), Maskie-rung von Infektionen, Exazerbation latenter Infektionen, allergische Reaktionen.
Endokrine Erkrankungen:
Adrenale Suppression oder Atrophie und Induktion eines Cushing-Syndroms (typische Symptome Vollmondgesicht, Stammfettsucht und Plethora), Wachstumshemmung bei Kindern, Störungen der Sexualhormonsekretion (Amenorrhoe, Hirsutismus, Impotenz).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
Reversible epikardiale oder mediastinale Lipomatosen.
Natriumretention mit Ödembildung, vermehrte Kaliumausscheidung mit möglicher Hypokaliämie (cave: Rhythmusstörungen), verminderte Glucosetoleranz, Diabetes mellitus, Hypercholesteri-nämie und Hypertriglyceridämie, verstärkter Eiweißabbau.
Nicht bekannt: epidurale Lipomatose
Psychiatrische Erkrankungen:
Schwere Depressionen, Gereiztheit, Persönlichkeitsänderungen, Stimmungsschwankungen, Euphorie, Antriebs- und Appetitsteigerung, Psychosen, Schlafstörungen.
Erkrankungen des Nervensystems:
Pseudotumor cerebri (insbesondere bei Kindern), Manifestation einer latenten Epilepsie und Erhöhung der Anfallsbereitschaft bei manifester Epilepsie, Schwindel, Kopfschmerzen.
Augenerkrankungen:
Katarakt, insbesondere mit hinterer subcapsulärer Trübung, Glaukom, Verschlechterung der Symptome bei Hornhautulcus, Begünstigung viraler, fungaler und bakterieller Entzündungen am Auge.
Nicht bekannt: verschwommenes Sehen (siehe auch Abschnitt 4.4), Chorioretinopathie
Herzerkrankungen:
Progression der Stauungslunge bei Linksherzinsuffizienz.
Gefäßerkrankungen:
Hypertonie, Erhöhung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos, Vaskulitis (auch als Ent-zugssyndrom nach Langzeittherapie).
Nicht bekannt: thrombotische Ereignisse
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
Magen-Darm-Ulzera mit der Gefahr einer Perforation (mit z.B. Peritonitis), gastrointestinale Blu-tungen, Pankreatitis, Oberbauchbeschwerden.
Leber- und Gallenerkrankungen:
Erhöhung von Leberenzymen
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Striae rubrae, Atrophie, Teleangiektasien, erhöhte Kapillarfragilität, Petechien, flächige Hautblu-tungen, Ekchymosen, Hypertrichose, Steroidakne, verzögerte Wundheilung, rosazea-artige (pe-riorale) Dermatitis, Änderungen der Hautpigmentierung, Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. Arzneimittelexanthem.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:
Muskelatrophie und -schwäche, bei Myasthenia gravis reversible Zunahme der Muskelschwäche bis hin zur myasthenischen Krise, Auslösung einer akuten Myopathie bei zusätzlicher Anwendung von nicht depolarisierenden Muskelrelaxanzien (siehe auch Abschnitt 4.5), Osteoporose (dosis-abhängig, auch bei nur kurzzeitiger Anwendung möglich), in schweren Fällen mit der Gefahr von Knochenbrüchen, aseptische Knochennekrosen (Kopf des Oberarm- und Oberschenkelkno-chens), Sehnenruptur.
Hinweis:
Bei zu rascher Dosisreduktion nach langdauernder Behandlung kann es zu Beschwerden wie Muskel- und Gelenkschmerzen kommen.
Untersuchungen:
Gewichtszunahme
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arznei-mittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Ne-benwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Akute Intoxikationen mit Methylprednisolon sind nicht bekannt. Bei Überdosierungen ist mit ver-stärkten Nebenwirkungen (s. Abschnitt 4.8) insbesondere auf Endokrinium, Stoffwechsel und Elektrolythaushalt zu rechnen.
Ein Antidot für Metypred GALEN ist nicht bekannt.
Pharmakologische Eigenschaften - Metypred® 8 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Glukokortikoide ATC-Code: H02AB04
Methylprednisolon ist ein nichtfluoriertes Glucocorticoid zur systemischen Therapie. Methylprednisolon beeinflusst dosisabhängig den Stoffwechsel fast aller Gewebe. Im physiolo-gischen Bereich ist diese Wirkung lebensnotwendig zur Aufrechterhaltung der Homöostase des Organismus in Ruhe und unter Belastung sowie zur Regulation von Aktivitäten des Immunsys-tems.
Bei Ausfall oder Insuffizienz der Nebennierenrinde kann Methylprednisolon das endogene Hyd-rocortison ersetzen. Es beeinflusst dabei im metabolischen Gleichgewicht den Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel. Dosiswirkungsbezogen entsprechen dabei 8 mg Methylprednisolon 40 mg Hydrocortison. Wegen der praktisch fehlenden mineralotropen Wirkung von Methylpred-nisolon muss jedoch in der Substitutionstherapie bei Ausfall der NNR-Funktion zusätzlich ein Mineralokortikoid gegeben werden.
Beim adrenogenitalen Syndrom ersetzt Methylprednisolon das durch Enzymdefekt fehlende Cor-tisol und hemmt die überhöhte Bildung von Corticotrophin in der Hypophyse sowie von Andro-genen in der NNR. Wenn der Enzymdefekt auch die Synthese von Mineralokortikoid betrifft, muss dieses zusätzlich substituiert werden.
In höheren als den zur Substitution erforderlichen Dosen wirkt Methylprednisolon rasch an-tiphlogistisch (antiexsudativ und antiproliferativ) und verzögert immunsuppressiv. Es hemmt hierbei die Chemotaxis und Aktivität von Zellen des Immunsystems sowie die Freisetzung und Wirkung von Mediatoren der Entzündungs- und Immunreaktionen, z.B. von lysosomalen Enzy-men, Prostaglandinen und Leukotrienen. Bei Bronchialobstruktion wird die Wirkung bronchial-erweiternder Betamimetika verstärkt (permissiver Effekt).
Längerdauernde Therapie mit hohen Dosen führt zur Involution des Immunsystems und der NNR.
Der bei Hydrocortison deutlich vorhandene beim Prednisolon noch nachweisbare mineralotrope Effekt besteht bei Methylprednisolon praktisch nicht mehr, so dass die Serumelektrolyte auch unter hohen Dosen von Metypred GALEN nahezu konstant und im Normbereich bleiben.
Die Wirkung von Methylprednisolon bei Atemwegsobstruktion beruht im Wesentlichen auf der Hemmung entzündlicher Prozesse, Unterdrückung oder Verhinderung eines Schleimhautödems, Hemmung der Bronchialkonstriktion, Hemmung bzw. Einschränkung der Schleimproduktion so-wie Herabsetzung der Schleimviskosität.
Diesen Wirkungen liegen folgende Mechanismen zugrunde:
Gefäßabdichtung und Membranstabilisierung, Normalisierung von durch Dauergebrauch ver-minderter Ansprechbarkeit der Bronchialmuskulatur auf β2-Sympathomimetika, Dämpfung der Typ-I-Reaktion ab der 2. Therapiewoche.
Nach Einnahme von Metypred GALEN werden maximale Serumkonzentrationen von Methyl-prednisolon innerhalb von 1½ Stunden erreicht, die Serumhalbwertzeit beträgt etwa 2 - 3 Stunden. Dosisunabhängig werden 77% an Eiweiß gebunden, und zwar nur an Albumin, nicht an Trans-kortin.
Methylprednisolon wird hauptsächlich in der Leber metabolisiert, weniger als 10 % der applizierten Dosis werden unverändert ausgeschieden. Die Metaboliten (11-Keto- und 20-Hydroxy-Verbindungen) sind hormonell inaktiv und werden vorwiegend renal eliminiert.
Innerhalb von 10 Std. erscheinen etwa 85 % der applizierten Dosis im Urin, etwa 10 % in den Fäzes. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Metabolisierung von Methylprednisolon nicht beeinträchtigt, eine Dosisanpassung ist daher nicht erforderlich.
Die Wirkdauer ist länger als die Verweilzeit im Serum, sie beträgt im mittleren Dosisbereich 12 bis 36 Stunden.
Pharmazeutische Angaben - Metypred® 8 mg
Metypred 4 mg/8 mg GALEN:
Lactose-Monohydrat, Kartoffelstärke, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Hoch-disperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.).
Metypred 16 mg GALEN:
Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.).
Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 3 Jahre.
Besondere Lagerungshinweise
Nicht über 25 °C lagern
Blisterstreifen aus PVC/PVDC- und Alu-Folie
Metypred 4 mg GALEN
Packungen mit 10, 20 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Tabletten.
Klinikpackungen mit 500 und 1000 Tabletten.
Metypred 8 mg GALEN und Metypred 16 mg GALEN Packungen mit 10, 20 (N1), 30, 50 (N2) und 100 (N3) Tabletten.
Klinikpackungen mit 500 und 1000 Tabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.