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Präparate

Esketex 25 mg/ml Injektions-/Infusionslösung, 10 ml

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Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Esketex 25 mg/ml Injektions-/Infusionslösung, 10 ml

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Injektions-/Infusionslsg.

Hersteller

Ever Pharma GmbH
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Fachinfo - Esketex 25 mg/ml

Anwendungsgebiete

− Einleitung und Aufrechterhaltung einer Allgemeinanasthesie, als einziges Anasthetikum oder in Kombination mit einem anderen Anasthetikum.

− Erganzung einer Regionalanasthesie.

− Anasthesie und Analgesie in der Notfallmedizin.

− Behandlung des Status asthmaticus, wenn andere spezifische MaBnahmen nicht erfolgreich waren.

− Analgesie bei kunstlicher Beatmung (Intubation).

Esketex wird angewendet bei Erwachsenen und Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 18 Jahren.

Dosierung

Esketamin darf als Anasthetikum nur durch einen Anasthesisten oder Notfallmediziner angewendet werden.

Dosierung

Zur Einleitung einer Allgemeinanasthesie werden 0,5 bis 1 mg Esketamin/kg intravenos oder 2 bis 4 mg/kg intramuskular verabreicht.

Zur Aufrechterhaltung einer Allgemeinanasthesie wird bei Bedarf die halbe Initialdosis nachinjiziert, im Allgemeinen alle 10 bis 15 Minuten.

Alternativ kann Esketamin als Dauerinfusion in einer Dosis von 0,5 bis 3 mg/kg pro Stunde verabreicht werden.

Bei Mehrfachverletzungen (Polytrauma) und bei Patienten in schlechtem Allgemeinzustand ist eine Dosisreduktion erforderlich.

Zur analgetischen Erganzung (Supplementierung) einer Regionalanasthesie werden 0,125 bis 0,25 mg Esketamin/kg pro Stunde als intravenose Infusion verabreicht.

Zur Analgesie in der Notfallmedizin werden 0,25 bis 0,5 mg Esketamin/kg intramuskular oder 0,125 bis 0,25 mg/kg als langsame intravenose Injektion verabreicht.

Im Status asthmaticus werden 0,5-1 mg (bei Bedarf bis zu 2,5 mg/kg) Esketamin/kg intravenos injiziert.

Ftir eine Analgesie Ьei ktinstlicher Beatmung (intuЬierte Intensivpatienten) werden im Allgemeinen 0,25 mg Esketamin/kg als Bolus mit einer anschlieBenden Dauerinfusion von 0,2 bis 0,5 (bis 1,5) mg Esketamin/kg pro Stunde bei gleichzeitiger Benzodiazepin-Gabe verabreicht.

Die Dauer der Anwendung sollte 4 bis 6 Wochen nicht uberschreiten.

Wie bei anderen Allgemeinanasthetika kann das Ansprechen auf Esketamin unterschiedlich sein, und zwar abhangig von Dosis, Art der Anwendung, Alter des Patienten und gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel, sodass keine absolut feststehende Dosisempfehlung gegeben werden kann. Die Dosis sollte anhand der Erfordernisse des jeweiligen Patienten titriert werden.

LeЬerfunktionsstorungen

Bei Patienten mit Zirrhose oder anderen Formen der Leberfunktionsstorung sollte eine Dosisreduktion in Erwagung gezogen werden.

Kinder und Jugendliche

Die Dosierung von Esketamin in den verschiedenen Altersgruppen padiatrischer Patienten ist nicht ausreichend untersucht. Auf Grundlage der eingeschrankten vorliegenden Informationen ist nicht zu erwarten, dass die Dosierung bei padiatrischen Patienten wesentlich von der bei Erwachsenen abweicht.

Hinweis:

In der Kinderchirurgie sowie in der Notfallmedizin wird Esketamin meist allein angewendet; bei anderen Anwendungsgebieten wird eine Kombination mit Hypnotika empfohlen.

Art der Anwendung

Zur intravenosen oder intramuskularen Anwendung.

Esketamin wird langsam intravenos oder intramuskular injiziert. Zur intravenosen Infusion nach Verdunnung.

Die Anwendung von Esketamin als Narkosemittel sollte fruhestens 4 – 6 Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme erfolgen.

Hinweise zur Verdunnung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6.

Gegenanzeigen

Esketamin darf nicht angewendet werden:

− bei Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

− bei Patienten, fur die ein erhohter Blutdruck (systolischer/diastolischer Blutdruck uber 180/100 mmHg in Ruhe) oder ein erhohter intrakranieller Druck ein ernsthaftes Risiko darstellt

− als alleiniges Anasthetikum bei Patienten mit manifesten ischamischen Herzerkrankungen

− bei durch Schwangerschaft verursachtem Bluthochdruck mit EiweiBausscheidung uber den Urin (Praeklampsie) und Krampfen (Eklampsie)

− bei Patienten mit unbehandelter oder unzureichend behandelter Schilddrusenuberfunktion (Hyperthyreose)

− in Situationen, die ein entspanntes Muskelgewebe der Gebarmutter erfordern, z. B. drohende Uterusruptur, Nabelschnurvorfall

− in Kombination mit Xanthinderivaten (z. B. Aminophyllin, Theophyllin), siehe Abschnitt 4.5

− in Kombination mit Ergometrin, siehe Abschnitt 4.5.

Warnhinweise

Esketamin darf als Anasthetikum nur durch einen Anasthesisten oder Notfallmediziner angewendet werden.

Esketamin darf nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden:

− bei Herzinsuffizienz und unbehandelter Hypertonie

− bei instabiler Angina pectoris

− bei erhohtem intrakraniellem Druck und Schadigungen oder Erkrankungen des Zentralnervensystems, da ein Anstieg des zerebrospinalen Drucks unter der Anwendung von Esketamin beobachtet wurde

− bei erhohtem Augeninnendruck (Glaukom) und perforierenden Augenverletzungen sowie in Verbindung mit Augenuntersuchungen oder augenchirurgischen Eingriffen, bei denen der Augeninnendruck nicht steigen darf

− bei Patienten unter chronischem oder akutem Alkoholeinfluss

− bei Patienten, die an schweren psychiatrischen Storungen leiden/litten.

Esketamin wird uber die Leber metabolisiert, und hepatische Clearance ist fur die Beendigung der klinischen Wirkungen notwendig. Es wurde uber anormale Leberfunktionstests im Zusammenhang mit der Anwendung von Esketamin berichtet, insbesondere bei langerer Anwendung (langer als

3 Tage) oder bei Arzneimittelmissbrauch. Bei Patienten mit Leberzirrhose oder anderen Formen von eingeschrankter Leberfunktion kann eine Verlangerung der Wirkdauer auftreten. Bei diesen Patienten sollte eine Dosisreduktion in Erwagung gezogen werden.

Bei Gaben von hohen Dosen und schneller i.v. Injektion kann es zum Auftreten einer Atemdepression kommen.

Trotz weitgehend erhaltener Schutzreflexe kann ein Eindringen von flussigen oder festen Stoffen in die Atemwege (Aspiration) nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Deshalb und wegen einer moglichen Atemdepression bei hohen Dosen oder bei rascher intravenoser Injektion muss die Moglichkeit zur Intubation und Beatmung des Patienten gegeben sein.

Die gesteigerte Speichelsekretion unter Esketamin sollte vorbeugend mit Atropin behandelt werden.

Bei diagnostischen und therapeutischen Eingriffen im Bereich der oberen Atemwege konnen, insbesondere bei Kindern, Reflexsteigerung (Hyperreflexie) und Stimmritzenkrampf (Laryngospasmus) auftreten. Bei Eingriffen an Pharynx, Larynx und Bronchialbaum konnen daher eine Muskelrelaxation und kontrollierte Beatmung erforderlich sein.

Bei chirurgischen Eingriffen mit viszeralen Schmerzen sind Muskelrelaxation, zusatzliche Analgesie, kontrollierte Beatmung und Gabe von Distickstoffmonoxid/Sauerstoff angezeigt.

Nach ambulanter Anasthesie sollte der Patient nach Hause begleitet werden und wahrend der nachsten 24 Stunden auf den Konsum von Alkohol verzichten.

Das Risiko psychischer Reaktionen, die wahrend des Erwachens aus der Anasthesie auftreten (siehe auch Abschnitt 4.8), kann durch die zusatzliche Gabe von Benzodiazepinen in hohem MaBe verringert werden.

Bei der Anwendung von Esketamin bei Schockpatienten sind die Grundprinzipien der Schocktherapie (Volumenauffullung, O2-Zufuhr) zu beachten. In schwersten Schockzustanden mit kaum oder uberhaupt nicht messbarem Blutdruck ist bei der Anwendung von Esketamin, wie bei jedem anderen Anasthetikum, besondere Vorsicht geboten.

Langzeitanwendung

Bei Patienten, die racemisches Ketamin uber einen langeren Zeitraum (ein Monat bis mehrere Jahre) erhielten, wurden Falle von Zystitis, einschlieBlich hamorrhagischer Zystitis, akuter Nierenschadigung, Hydronephrose und Harnleitererkrankungen berichtet, insbesondere bei Missbrauch von Ketamin.

Vergleichbare Wirkungen konnen auch in Folge eines Missbrauchs von Esketamin auftreten. Bei Patienten mit langer dauernder Anwendung (langer als 3 Tage) wurde uber das Auftreten von Hepatotoxizitat berichtet.

Arzneimittelmissbrauch und Abhangigkeit

Es liegen Berichte uber Arzneimittelmissbrauch mit racemischem Ketamin vor. Diese Berichte deuten darauf hin, dass racemisches Ketamin eine Vielzahl von Symptomen hervorruft, u.a. das Wiedererleben fruherer Gefuhlszustande (Flashbacks), Halluzinationen, Dysphorie, Angstzustande, Schlaflosigkeit und Desorientiertheit. Es wurden auch Nebenwirkungen berichtet: siehe

„Langzeitanwendung“. Vergleichbare Wirkungen können daher auch in Folge einer Behandlung

mit Esketamin nicht ausgeschlossen werden.

Personen mit Arzneimittelmissbrauch oder -abhangigkeit in der Anamnese konnen eine Abhangigkeit oder Toleranz von Esketamin entwickeln. Esketamin sollte daher mit Vorsicht verordnet und angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern unter einem Alter von 3 Monaten muss Esketamin mit Vorsicht angewendet werden.

Dieses Arzneimittel enthalt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Wechselwirkungen

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Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Gleichzeitige Anwendung kontraindiziert (siehe AЬschnitt 4.3):

In Kombination mit Xanthinderivaten (z. B. Aminophyllin, Theophyllin) tritt moglicherweise eine Absenkung der Krampfschwelle ein. Eine gleichzeitige Anwendung muss daher vermieden werden.

Esketamin darf nicht in Kombination mit Ergometrin angewendet werden.

Gleichzeitige Anwendung mit Vorsicht:

Die Einnahme von Schilddrusenhormonen und direkt oder indirekt wirkenden Sympathomimetika kann im Zusammenhang mit der Anwendung von Esketamin zu einer arteriellen Hypertonie und einer Tachykardie fuhren. Dies ist bei gleichzeitiger Anwendung mit Esketamin zu berucksichtigen.

In Kombination mit Sedativa, z. B. insbesondere Benzodiazepinen oder Neuroleptika, kommt es zu einer Abschwachung der Nebenwirkungen, aber auch zu einer Verlangerung der Wirkdauer von Esketamin.

Barbiturate und Opiate konnen in Kombination mit Esketamin die Aufwachphase verlangern (siehe Abschnitt 6.2).

Von Diazepam ist bekannt, dass es die Halbwertszeit von racemischem Ketamin erhoht und dessen pharmakodynamische Wirkung verlangert. Aus diesem Grund kann auch bei Esketamin eine Dosisanpassung erforderlich werden.

Die anasthetische Wirkung von halogenierten Kohlenwasserstoffen (z. B. Halothan, Isofluran, Desfluran, Sevofluran) wird durch Anwendung von Esketamin verstarkt, sodass niedrigere Dosierungen von halogenierten Kohlenwasserstoffen ausreichend sein konnen.

Die Wirkung bestimmter Muskelrelaxanzien (depolarisierender, z. B. Suxamethonium oder nicht depolarisierender, z. B. Pancuronium) kann verlangert sein.

Das Risiko bezuglich kardialer Arrhythmien nach der Anwendung von Adrenalin kann sich durch die gleichzeitige Anwendung von Esketamin und halogenierten Kohlenwasserstoffen erhohen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Esketamin und Vasopressin wurde ein erhohter Blutdruck beobachtet.

Arzneimittel, die die CYP3A4-Aktivitat hemmen, bewirken im Allgemeinen eine Herabsetzung der hepatischen Clearance, was zu einer erhohten Plasmakonzentration von CYP3A4-Substraten, wie Esketamin, fuhrt.

Gleichzeitige Anwendung von Esketamin und Arzneimitteln, die das Enzym CYP3A4 hemmen, kann eine Reduzierung der Esketamin-Dosierung erforderlich machen, um die erwunschte klinische Wirkung zu erzielen.

Arzneimittel, die die CYP3A4-Aktvitat induzieren, bewirken im Allgemeinen einen Anstieg der hepatischen Clearance, was zu einer Abnahme der Plasmakonzentrationen von

CYP3A4-Substraten, wie Esketamin, fuhrt.

Gleichzeitige Anwendung von Esketamin und Arzneimitteln, die das Enzym CYP3A4 induzieren, kann eine Erhohung der Dosierung von Esketamin erforderlich machen, um die erwunschte klinische Wirkung zu erzielen.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Bisher liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendungvon Esketamin in der Schwangerschaft und Stillzeit. Tierexperimentelle Studien haben Reproduktionstoxizitat bezuglich kognitiver Effekte gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Esketamin darf wahrend der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass nach sorgfaltiger Abwagung der Nutzen fur die Mutter den moglichen Schaden fur das Kind uberwiegt.

Esketamin passiert die Plazentaschranke und kann zu einer Atemdepression beim Neugeborenen fuhren, wenn es wahrend des Geburtsvorganges angewendet wird.

Stillzeit

Esketamin wird in die Muttermilch ausgeschieden, jedoch scheint eine Wirkung auf das Kind bei therapeutischen Dosierungen unwahrscheinlich. Trotzdem sollte Esketamin in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Fertilitat

Es liegen keine Daten vor.

Fahrtüchtigkeit

Esketamin kann das Reaktionsvermogen herabsetzen, was in Verbindung mit Situationen bedacht werden muss, die besondere Wachsamkeit erfordern, wie z. B. die aktive Teilnahme am StraBenverkehr.

Nach einer Narkose mit Esketamin darf der Patient mindestens 24 Stunden nicht aktiv am StraBenverkehr teilnehmen, eine Maschine bedienen oder in gefahrlichen Situationen arbeiten. Nach ambulanter Anasthesie sollte der Patient nach Hause begleitet werden und auf den Konsum von Alkohol wahrend der nachsten 24 Stunden verzichten.

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind normalerweise abhangig von der Dosis und der Geschwindigkeit der Injektion und spontan reversibel. Das Auftreten von psychiatrischen und das zentrale Nervensystem betreffenden Nebenwirkungen ist haufiger, wenn Esketamin als alleiniges Anasthetikum angewendet wird.

Den Haufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt. Sehr haufig (≥ 1/10)

Haufig (≥ 1/100, < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100) Selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000)

Sehr selten (< 1/10 000)

Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

Erkrankungen des Immunsystems
Selten Anaphylaktische Reaktion
Psychiatrische Erkrankungen
Haufig Aufwachreaktionen1, wie z. B. lebhafte Traume, einschlieBlich Albtraume, Schwindel und motorische Unruhe2
Nicht bekannt Halluzinationen, Dysphorie, Angstzustande, Desorientiertheit
Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich Tonisch-klonische Bewegungen, die Krampfen gleichen konnen (durch erhohten Muskeltonus), Nystagmus, erhohter intrakranieller Druck
Augenerkrankungen
Haufig Sehstorungen (verschwommenes Sehen)
Gelegentlich Doppeltsehen (Diplopie), Zunahme des intraokularen Drucks
Ierzerkrankungen
Haufig Temporare Tachykardie, Anstieg des Blutdrucks und der Herzfrequenz (ein Anstieg von 20 % uber denAusgangswert ist haufig)
Selten Arrhythmie, Bradykardie
Gefa6erkrankungen
Selten Hypotonie (insbesondere in Verbindung mit Kreislaufschock)
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Haufig Erhohung des GefaBwiderstands im Lungenkreislauf und erhohte Mucussekretion. Erhohter Sauerstoffverbrauch, Laryngospasmus und temporare Atemdepression (das Risiko einer Atemdepression ist normalerweise abhangigvon Dosis und Geschwindigkeit der Injektion)
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Haufig Ubelkeit und Erbrechen, erhohter Speichelfluss (Hypersalivation)
LeЬer- und Gallenerkrankungen
Nicht bekannt Anormaler Leberfunktionstest, arzneimittelbedingte Leberschadigung*
Erkrankungen der Iaut und des UnterhautgeweЬes
Gelegentlich Morbilliformer Hautausschlag, Exanthem
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VeraЬreichungsort
Gelegentlich Schmerzen und Erythem an der Injektionsstelle

1 Wenn Esketamin als alleiniges Anasthetikum angewendet wird, kann es in der Aufwachphase bei bis zu 30 % der Patienten zu dosisabhangigen Reaktionen kommen.

2 Die Inzidenz dieser Ereignisse kann in hohem MaBe durch die Anwendung eines Benzodiazepins verringert werden.

* Bei langer dauernder Anwendung (langer als 3 Tage) oder bei Arzneimittelmissbrauch. Hinweise auf Absetzphanomene bei Dauerinfusionsbehandlung liegen nicht vor.

Kinder und Jugendliche

Es wird erwartet, dass Haufigkeit, Art und Schwere der Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen ahnlich sind wie bei Erwachsenen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Die klinischen Symptome einer Uberdosierung sind Krampfe, Herzrhythmusstorungen und Atemstillstand.

Ein Atemstillstand ist durch assistierte oder kontrollierte Beatmung bis zum Wiedereinsetzen einer ausreichenden Spontanatmung zu behandeln. Krampfe sind durch die intravenose Gabe von Diazepam zu behandeln. Wenn eine Behandlung mit Diazepam nicht zum Therapieerfolg fuhrt, wird die Gabe von Phenytoin oder Phenobarbital empfohlen.

Ein spezifisches Antidot ist bislang nicht bekannt.

  • PIARMAKOLOGISCIE EIGENSCIAFTEN

  • Pharmakologische Eigenschaften - Esketex 25 mg/ml

    Pharmakodynamik

    Pharmakotherapeutische Gruppe: Anasthetika, andere Allgemeinanasthetika, ATC-Code: N01AX14

    Mittel zur Narkosedurchfuhrung, Anasthetikum mit analgetischer Wirkung.

    Esketamin, das rechtsdrehende Isomer des Ketamin, ist ein chirales Cyclohexanonderivat mit starker analgetischer Wirkung. Gleichzeitig bewirkt es eine sogenannte dissoziative Anasthesie. Die analgetische Wirkung tritt bereits bei subdissoziativen Dosen auf und uberdauert die Anasthesie. Diese erwunschten pharmakologischen Wirkungen werden in erster Linie auf die Blockade der NMDA-Rezeptoren durch Esketamin zuruckgefuhrt.

    Die analgetisch-anasthetische Wirksamkeit zwischen dem R- und S-Isomer liegt in einem Verhaltnis von etwa 1:4. Die Wirksamkeit von Esketamin ist etwa zweimal so hoch wie die des racemischen Ketamin bei der gleichen Dosis.

    Am Ruckenmark und an peripheren Nerven wirkt Esketamin deutlich lokalanasthetisch.

    Im EEG lassen sich unter einer Esketamin-Anasthesie die Anzeichen einer Dampfung der bioelektrischen GroBhirnrindenaktivitat beobachten, insbesondere in den frontalen Arealen, und eine Aktivierung subkortikaler Strukturen lasst sich nachweisen. Der Muskeltonus ist erhalten oder gesteigert, sodass die Schutzreflexe im Allgemeinen nicht beeintrachtigt sind. Die Krampfschwelle wird nicht gesenkt. Unter Spontanatmung tritt eine Erhohung des intrakraniellen Druckes ein, die durch adaquate kunstliche Beatmung verhindert werden kann.

    Aufgrund einer zentral sympathomimetischen Wirkung fuhrt Esketamin zu einem Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz, wodurch auch der myokardiale Sauerstoffverbrauch bei gleichzeitig gesteigerter Koronardurchblutung zunimmt. Am Herzen selbst zeigt Esketamin eine negativ inotrope und antiarrhythmische Wirkung. Der periphere Widerstand andert sich aufgrund gegensatzlicher Einflusse kaum.

    Nach Anwendung von Esketamin wird eine maBige Hyperventilation ohne wesentliche Beeintrachtigung der Blutgase beobachtet. An der Bronchialmuskulatur ubt Esketamin eine relaxierende Wirkung aus.

    Metabolismus, endokrine, Nieren- und Darmfunktion sowie das Gerinnungssystem werden durch Esketamin nicht beeinflusst.

    Pharmakokinetik

    Im Gegensatz zu den pharmakodynamischen Differenzen sind die pharmakokinetischen Eigenschaften der Enantiomere des Ketamins sehr ahnlich, d. h. es bestehen auch keine oder nur unwesentliche Unterschiede in der Pharmakokinetik von Esketamin und racemischem (±)-Ketamin. Somit kann man auf die pharmakokinetischen Erfahrungen mit dem (±)-Ketamin (im folgenden

    „Ketamin“ genannt) zurückgreifen.

    Die Pharmakokinetik von Ketamin ist linear.

    Resorption

    Ketamin flutet nach intravenoser Bolusgabe im Gehirn rasch an; die Spitzenkonzentrationen werden innerhalb 1 Minute erreicht. Dabei finden sich ca. 6,5-fach hohere Konzentrationen im Hirngewebe als im Plasma. Ketamin passiert die Plazentaschranke. Es wird nach intramuskularer Gabe in den M. deltoideus rasch (Resorptionshalbwertszeit 2-17 Minuten) resorbiert. Nach Gabe von 0,5 mg Ketamin/kg wurden nach einer Lag-time von weniger als 4 Minuten maximale Plasmakonzentrationen von 243 ng/ml (100-425 ng/ml) nach 22 Minuten (5-30 Minuten) gemessen.

    Verteilung

    Ketamin verteilt sich rasch in stark durchblutetem Gewebe (z. B. Herz, Lunge und Gehirn), gefolgt von Muskel- und peripherem Gewebe, und Fett. Bei einer intravenosen Bolusdosis von 2,5 mg/kg dauert die Verteilungsphase von Ketamin beim Menschen rund 45 Minuten bei einer Halbwertszeit von 10-15 Minuten, die mit der Dauer der anasthetischen Wirkung (rund 20 Minuten) verbunden ist. Nach einer intravenosen Bolusdosis von 1 mg/kg S-Ketamin betragt die Plasmakonzentration von S-Ketamin etwa 2,6 μg/ml nach 1 Minute und 0,9 μg/ml nach 5 Minuten. Nach einer intramuskularen Dosis von 0,5 mg/kg S-Ketamin betragt die maximale S-Ketamin-Konzentration etwa 0,14 μg/ml nach 25 Minuten.

    Biotransformation

    Ketamin wird in der Leber durch Demethylierung uber das Cytochrom-P450-System zum signifikant weniger potenten Hauptmetaboliten Norketamin und anderen, letztendlich inaktiven Metaboliten abgebaut. Dabei ist in den humanen Lebermikrosomen das Enzym CYP3A4 primar verantwortlich fur die Ketamin-N-Demethylierung zu Norketamin, die Enzyme CYP2B6 und CYP2C9 tragen dazu nur geringfugig bei. Die Metabolisierung erfolgt rasch und weitgehend quantitativ. Die metabolische Clearance betragt 1 200-1 500 ml/min.

    Elimination

    Die terminale Eliminationshalbwertszeit fur Ketamin liegt zwischen 79 Minuten (nach kontinuierlicher Infusion) und 186 Minuten (nach niedrigdosierter i.v. Gabe), fur (±)-Norketamin wurden 240 Minuten gemessen. Nach vorliegenden vereinzelten Befunden durfte sich die Pharmakokinetik bei Dauerinfusionsbehandlungen wesentlich andern.

    Ketamin und seine Metaboliten werden vorwiegend renal eliminiert. Nach Gabe von 3H-Ketamin fand man im 120-Stunden-Urin 91-97 % der Gesamtradioaktivitat im Urin und nur 3 % in den Faeces wieder. Im 72-Stunden-Urin werden nur 2,3 % bzw. 1,6 % der Dosis als freies Ketamin bzw. als freies (±)-Norketamin und 16 % der Dosis als Dehydronorketamin ausgeschieden.

    Im Rahmen einer klinisch-therapeutischen Studie (7-8 Patienten pro Gruppe) wurden die Plasmaspiegelverlaufe der unveranderten Substanz sowie der Metaboliten I (Norketamin) und II (Cyclohexenon-Derivat) nach i.v. Gabe von 2 mg/kg Ketamin-Racemat, 1 mg/kg Esketamin und 3 mg/kg (R)-(-)-Ketamin verfolgt. In allen Fallen verliefen die Plasmaspiegelkurven der unveranderten Substanz sowie der Metaboliten I und II weitgehend parallel, d. h. ohne erkennbare pharmakokinetische Unterschiede. Ebenso waren die Ausscheidungsprofile in allen drei Gruppen vergleichbar.

    In 2 weiteren neueren Studien konnte die Ahnlichkeit des pharmakokinetischen Profils von Esketamin mit dem von Ketamin-Racemat und (R)-(-)-Ketamin bestatigt werden.

    Esketamin wies lediglich die Tendenz zu einer schnelleren Elimination mit einer groBeren totalen Clearance als (R)-(-)-Ketamin und Ketamin-Racemat auf, was eine verbesserte Steuerbarkeit in der klinischen Anwendung verspricht.

    Pharmazeutische Angaben - Esketex 25 mg/ml

    Liste der sonstigen Bestandteile

    Natriumchlorid

    Salzsaure 36% (zur pH-Wert-Einstellung) Wasser fur Injektionszwecke

  • InkompatiЬilitaten

    Esketamin und Barbiturate durfen zur Injektion nicht gemischt werden, da sie chemisch inkompatibel sind und es zur Ausfallung kommt.

    Das Arzneimittel darf, auBer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgefuhrten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

  • Dauer der IaltЬarkeit

    4 Jahre

    Haltbarkeit nach Verdunnung

    Die chemische und physikalische Stabilitat der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde fur 48 Stunden bei 25 °C und bei 2 °C bis 8 °C nachgewiesen.

    Aus mikrobiologischer Sicht sollte die verdunnte Losung sofort verwendet werden.

    Wenn die verdunnte Losung nicht sofort angewendet wird, ist der Anwender fur die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Verdunnung der Losung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht langer als

    24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C aufzubewahren.

  • Besondere Vorsichtsma6nahmen ftir die AufЬewahrung

    Fur dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Nicht einfrieren.

    Aufbewahrungsbedingungen nach Verdunnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

  • Art und Inhalt des Behältnisses

    Esketex 5 mg/ml

    5 ml farblose Glas-Ampullen mit Sollbruchstelle (One-Point-Cut). Die Ampullen sind mit einem turkisfarbenen Ring gekennzeichnet.

    Esketex 25 mg/ml

    2 ml oder 10 ml farblose Glas-Ampullen mit Sollbruchstelle (One-Point-Cut).

    Die Ampullen sind mit zwei Farbringen gekennzeichnet: dem oberen – blauen Farbring und dem unteren – grunen Farbring.

    Die Ampullen sind in einer Folienpackung aus Polyvinylchlorid verpackt. Die Folienpackungen sind in einem Umkarton verpackt.

    PackungsgroBen:

    Esketex 5 mg/ml

    5 oder 10 Ampullen zu 5 ml

    Esketex 25 mg/ml

    5 oder 10 Ampullen zu 2 ml

    5 oder 10 Ampullen zu 10 ml

    Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.

  • Besondere Vorsichtsma6nahmen ftir die Beseitigung und sonstige Iinweise zur IandhaЬung

    Parenteral angewendete Arzneimittel mussen vor der Anwendung visuell auf Partikel und Verfarbungen kontrolliert werden, soweit die Losung und das Behaltnis dies zulassen. Verfarbte oder trube Losungen oder Losungen, die Partikel enthalten, durfen nicht verwendet werden.

    Nur zur einmaligen Anwendung.

    Das Arzneimittel muss unmittelbar nach Anbruch der Ampulle verwendet werden.

    Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterialien sind entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

    Esketex kann gemischt werden mit:

    • Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Injektionslosung

    • Glucose 50 mg/ml (5 %) Injektionslosung

      Nach Verdunnung auf 1 mg/ml und 2 mg/ml mit den oben genannten Losungen ist Esketex chemisch und physikalisch stabil, wenn es mit PVC- und EVA-Infusionsbeuteln, PVC- und Polyethylenschlauchen sowie Polypropylen- und Polycarbonatspritzen in Kontakt kommt.

      Anleitung zum Offnen der Ampulle:

      1. Drehen Sie die Ampulle, sodass der farbige Punkt nach oben zeigt. Wenn sich im oberen Teil der Ampulle Losung befindet, klopfen Sie vorsichtig mit dem Finger an den oberen Teil der Ampulle, sodass die gesamte Losung in den unteren Teil der Ampulle gelangt.

      2. Benutzen Sie zum Offnen beide Hande; wahrend Sie den unteren Teil der Ampulle mit der einen Hand halten, brechen Sie mit der anderen Hand den oberen Teil der Ampulle in Richtung vom farbigen Punkt weg ab (siehe Abbildungen unten).

  • INIABER DER ZULASSUNG

    AS "Kalceks" Krustpils iela 71E 1057 Rīga Lettland

    Mitvertrieb:

    Grindeks Kalceks Deutschland GmbH ThaerstraBe 4a

    47533 Kleve Deutschland

    EVER Pharma GmbH Oppelner StraBe 5

    82194 Grobenzell Deutschland

  • Weblinks

    Packungen und Preis

    Esketex 25 mg/ml Inj.-/Inf.-LSg. 5x10ml Amp. N2
    Preis
    106,91 €
    Zuzahlung
    10,00 €

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.

    Quellen

    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
    Rote Liste

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