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Präparate
Wechselwirkungen-Liste
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6
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Ophel 50 mg Filmtabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Filmtbl.

Hersteller

Aenova IP GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.7.2018
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Fachinfo - Ophel 50 mg

Anwendungsgebiete

  • Generalisierte Angststörung

  • Somatoforme Störungen

Dosierung

Die Behandlung ist grundsätzlich von der Ärztin/dem Arzt zu überwachen. Dosierung

Erwachsene

Die Dosierung beträgt bei Erwachsenen in der Regel morgens und mittags je 50 mg Opipramol-dihydrochlorid und abends 100 mg Opipramoldihydrochlorid.

Die Tagesdosis kann in Abhängigkeit von der individuellen Reaktion des Patienten auf bis zu einmal täglich 50 – 100 mg Opipramoldihydrochlorid, vorzugsweise abends, reduziert bzw. auf bis zu 3-mal täglich 100 mg Opipramoldihydrochlorid gesteigert werden.

Kinder und Jugendliche

Opipramol wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jah-ren aufgrund des Fehlens von Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit (siehe Abschnitt 4.4).

Art der Anwendung

Die Filmtabletten werden unzerkaut zu oder nach den Mahlzeiten eingenommen.

Dauer der Anwendung

Da die Wirkung von Opipramol nicht schlagartig in Erscheinung tritt, sondern die Besserung der Stimmungslage allmählich erfolgt, sollte das Medikament mindestens während 2 Wochen re-gelmäßig eingenommen werden.

Eine durchschnittliche Behandlungsdauer von 1 - 2 Monaten ist ratsam.

Opipramol sollte nicht abrupt abgesetzt werden, da es insbesondere bei plötzlichem Absetzen einer längerfristigen, hoch dosierten Therapie zu Unruhe, Schweißausbrüchen und Schlafstö-rungen kommen kann (siehe Abschnitt 4.8).

Gegenanzeigen

Opipramol darf nicht angewendet werden bei:

  • bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder trizyklische Antidepressiva oder ei-nen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile;

  • Kombination mit MAO-Hemmern;

  • akuten Alkohol-, Schlafmittel-, Analgetika- und Psychopharmaka-Intoxikationen;

  • akuten Delirien;

  • akutem Harnverhalten;

  • Prostatahyperplasie mit Restharnbildung;

  • paralytischem Ileus;

  • vorbestehenden höhergradigen AV-Blockierungen oder diffusen supraventrikulären oder ventrikulären Reizleitungsstörungen;

  • unbehandeltem Engwinkelglaukom.

Warnhinweise

Opipramol darf nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden bei:

  • Leber- und Nierenerkrankungen;

  • erhöhter Krampfbereitschaft (z. B. bei Hirnschäden verschiedener Ätiologie, Epilepsien, Al-koholismus);

  • Prostatahyperplasie ohne Restharnbildung;

  • Störung der Blutbildung;

  • zerebrovaskulärer Insuffzienz;

  • Hypokaliämie;

  • Bradykardie;

  • angeborenem langen QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbesondere Erregungsleitungsstörungen, Arrhytmien).

    Hierbei sollten Patienten mit vorbestehendem AV-Block I. Grades oder anderen Erregungs-leitungsstörungen nur unter engmaschigen EKG-Kontrollen, Patienten mit vorbestehenden höhergradigen AV-Blockierungen oder diffusen supraventrikulären oder ventrikulären Reiz-leitungsstörungen nicht mit Opipramol behandelt werden (siehe Abschnitt 4.3 „Gegenanzei-gen“).

  • gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall im EKG verlän-gern oder eine Hypokaliämie hervorrufen können (siehe Abschnitt 4.5 „Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen“).

    Da sehr selten Blutbildveränderungen (Neutropenie, Agranulozytose) vorkommen können, sollte bei der Behandlung mit Ophel 50 mg das Blutbild kontrolliert werden, insbesondere beim Auf-treten von Fieber, grippalen Infekten und Angina.

    Beim Auftreten allergischer Hautreaktionen ist Ophel 50 mg abzusetzen. Bei Langzeitbehandlung empfiehlt es sich, die Leberwerte zu kontrollieren.

    Wegen möglicherweise auftretender unerwünschter kardiovaskulärer Wirkungen ist Vorsicht bei Patienten mit Hyperthyreose oder bei Patienten, die Thyroidpräparate einnehmen, geboten (siehe Abschnitt 4.8).

    Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

    Bei Kindern und Jugendlichen sind die Wirksamkeit und Sicherheit von Opipramol nicht nach-gewiesen. Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird daher nicht emp-fohlen.

    In Studien zur Behandlung von Depressionen in dieser Altersgruppe zeigten Arzneimittel aus der Gruppe der trizyklischen Antidepressiva, zu denen auch Opipramol gehört, keinen therapeu-tischen Nutzen.

    Studien mit anderen Antidepressiva (SSRI, SNRI) haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von suizidalem Verhalten, Selbstschädigung und feindseligem Verhalten im Zusammenhang mit der Anwendung dieser Wirkstoffe gezeigt. Diese Risiken können auch für Opipramol nicht aus-geschlossen werden.

    Außerdem ist Opipramol in allen Altersgruppen mit einem Risiko für kardiovaskuläre Nebenwir-kungen verbunden.

    Darüber hinaus liegen keine Daten zur Sicherheit bei Langzeitanwendung bei Kindern und Ju-gendlichen bezüglich Wachstum, Reifung sowie zur kognitiven und Verhaltensentwicklung vor.

    Suizidales Risiko

    Im Zusammenhang mit der Einnahme von Opipramol wurde über Suizidversuche berichtet, von denen einige tödlich verliefen. Bei depressiven Erkrankungen ist das Risiko eines Suizids ge-geben, das bis zu einer signifikanten Remission der Erkrankung anhalten kann. Bei Patienten mit depressiven Erkrankungen können eine Verstärkung der Depression und/oder Suizidgefahr oder andere psychiatrische Symptome auftreten, unabhängig davon, ob sie antidepressive Me-dikamente einnehmen oder nicht.

    Andere psychiatrische Erkrankungen können ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für suizidbe-zogene Ereignisse einhergehen oder eine depressive Erkrankung (Episoden einer Major De-pression) begleiten. Daher sollten alle Patienten, die, unabhängig vom Anwendungsgebiet, mit Opipramol behandelt werden, engmaschig im Hinblick auf eine klinische Verschlechterung, Sui-zidgefahr und andere psychiatrische Symptome überwacht werden, insbesondere während der initialen Phase der Therapie oder nach Dosisänderungen. Bei solchen Patienten sollte eine Än-derung des Therapieregimes einschließlich eines möglichen Absetzens der Medikation erwogen werden. Dies gilt vor allem, wenn diese Änderungen schwerwiegend sind, plötzlich auftreten oder nicht Teil der bisherigen Symptomatik des Patienten waren.

    Familienangehörige und Pflegepersonal von Patienten im Kindes- und Erwachsenenalter, die zur Behandlung von psychiatrischen und nicht psychiatrischen Erkrankungen mit Antidepressiva behandelt werden, sollten eindringlich auf die Notwendigkeit einer Überwachung der Patienten im Hinblick auf das Auftreten einer Suizidgefährdung und anderer psychischer Symptome hin-gewiesen werden. Sie sollten angewiesen werden, solche Symptome sofort dem Arzt mitzutei-len.

Wechselwirkungen

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Vorsicht ist geboten bei einer zusätzlichen Therapie mit Neuroleptika, Hypnotika und Tranquili-zern (z. B. Barbiturate, Benzodiazepine), da bei einer kombinierten Medikation insbesondere zentraldämpfende Effekte verstärkt in Erscheinung treten können.

Gleiches gilt für die Sedierung nach systemischen Anästhetika. Die Kombination mit Alkohol kann zu Benommenheit führen.

Die Wirkung vor allem von starken Anticholinergika, wie z. B. Antiparkinsonmitteln und Phe-nothiazinen, kann verstärkt werden.

Die gleichzeitige Behandlung mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmstoffen und Ophel 50 mg kann zu additiven Effekten auf das serotonerge System führen. Unter Fluoxetin und Fluvo-xamin kann es zu einer Erhöhung der Plasmakonzentrationen trizyklischer Psychopharmaka und in Verbindung damit zu einer Verstärkung der Nebenwirkungen kommen. Gegebenenfalls ist die Dosis von Ophel 50 mg zu reduzieren.

Opipramol darf nicht zusammen mit MAO-Hemmern eingenommen werden.

MAO-Hemmer sollen mindestens 14 Tage vor der Behandlung mit Ophel 50 mg abgesetzt werden.

Gleiches gilt für Ophel 50 mg , wenn anschließend MAO-Hemmer verabreicht werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Betablockern (z. B. Propranolol), Antiarrhythmika der Klasse Ic sowie Medikamenten aus der Gruppe der trizyklischen Antidepressiva und Präparaten, die das mikrosomale Enzymsystem der Leber (Monooxygenasen) beeinflussen, kann zur Verände-rung der Plasmakonzentration dieser Arzneimittel und von Opipramol führen. Barbiturate und Antikonvulsiva können die Plasmakonzentration von Opipramol senken und damit den thera-peutischen Effekt abschwächen. Die gleichzeitige Gabe von Neuroleptika (z. B. Phenothiazine) kann die Plasmakonzentration von Opipramol erhöhen. Falls notwendig, sind entsprechende Dosisanpassungen vorzunehmen.

Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern (z. B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, Makrolid-Antibiotika, Cisaprid, Malariamittel, Neuroleptika, Antihistaminika), zu einer Hypokaliämie führen (z. B. bestimmte Diuretika) oder den hepatischen Abbau von Ophel 50 mg hemmen können, ist zu vermeiden.

Cimetidin kann die Plasmakonzentration von trizyklischen Substanzen erhöhen. Deshalb sollte ihre Dosis reduziert werden.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Für Opipramol liegen keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vor.

Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen von Opipramol auf die embryonale Entwicklung oder die Fertilität schließen (siehe Abschnitt 5.3). Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten. Ophel 50 mg soll während der Schwangerschaft insbesondere im ersten Trimenon nur bei zwingender Indikation verordnet werden.

Stillzeit

Ophel 50 mg soll in der Stillzeit nicht angewendet werden, da der Wirkstoff in geringen Mengen in die Muttermilch übertritt. Bei zwingender Indikation ist abzustillen.

Fahrtüchtigkeit

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass z. B. die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbe-ginn sowie im Zusammenwirken mit Alkohol und anderen zentralwirkenden Medikamenten (Schmerzmittel, Schlafmittel, Psychopharmaka).

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100 bis <1/10)

Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100) Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000) Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

MedDRA Systemorganklasse Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Blutbildveränderun-gen, insb. Leukope-nien Agranulozytosen
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gewichtszunahme
Psychiatrische Erkrankungen
Erregungszustände, insb. bei älteren Patienten: Verwirrt-heitszustände und Delirien,insb. bei plötzlichem Absetzen einer län-gerfristigen, hoch dosierten Therapie: Unruhe, Schweiß-ausbrüche und Schlafstörungen Angstzustände
Erkrankungen des Nervensystems
Besonders zu Beginn der Be-handlung: Müdig-keit, Mundtrocken-heit, verstopfte Nase Schwindel, Benom-menheit, Tremor Kopfschmerzen, Parästhesien, Ge-schmacksstörungen Zerebrale Krampf-anfälle, motorische Störungen (Akathi-sie, Dyskinesien),Ataxie, Polyneuro-pathien
Augenerkrankungen
Akkomodationsstö-rungen Glaukomanfälle
Herzerkrankungen
Tachykardie, Palpi-tationen Erregungsleitungs-störungen, Verstär-kung einer beste-henden Herzinsuffi-zienz
Gefäßerkrankungen
Besonders zu Behandlungsbe-ginn: Hypotonie und orthostatische Dysregulation Kollapszustände
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Obstipation Magenbeschwer-den, paralytischer Ileus, insb. bei plötz-lichem Absetzen einer längerfristigen, hoch dosierten The-rapie: Übelkeit und Erbrechen
Leber- und Gallenerkrankungen
Passagere Anstiege der Leberenzymak-tivitäten Schwere Leberfunk-tionsstörungen, nach langfristiger Behandlung: Ikterusund chronische Le-berschäden
MedDRA Systemorganklasse Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Allergische Hautre-aktionen (Exanthem,Urtikaria) Ödeme Haarausfall
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Miktionsstörungen Harnsperre
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Ejakulationsstörun-gen, erektile Impo-tenz Galaktorrhö
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Durstgefühl

Knochenbrüche

Epidemiologische Studien, die hauptsächlich mit Patienten mit einem Alter von 50 Jahren und darüber durchgeführt wurden, zeigen ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche bei Patienten, die SSRIs und trizyklische Antidepressiva erhalten. Der Mechanismus, der zu diesem Risiko führt, ist unbekannt.

Bei der Behandlung mit Opipramoldihydrochlorid ist, insbesondere zu Beginn der Behandlung bzw. bei höherer Dosierung, Hypotonie bzw. orthostatische Dysregulation und eine reflektori-sche Beschleunigung der Herzfrequenz nicht auszuschließen. Opipramoldihydrochlorid kann das QT-Intervall im EKG verlängern; u. U. können Torsades de Pointes auftreten. In diesen Fäl-len ist die Behandlung mit Ophel 50 mg abzubrechen.

Ein plötzliches Absetzen einer längerfristigen hochdosierten Therapie mit Opipramol sollte ver-mieden werden, da hier mit Absetzsymptomen wie Unruhe, Schweißausbrüchen, Übelkeit, Erb-rechen und Schlafstörungen zu rechnen ist.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtig-keit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

  1. Symptome:

    Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Benommenheit, Unruhe, Koma, Stupor, vorübergehende Ver-wirrtheitszustände, verstärkte Angst, Ataxie, Konvulsionen, Oligurie, Anurie, Schock, Atem-depression.

    Kardiovaskulär: Hypotonie, Tachykardie oder Bradykardie, EKG-Veränderungen wie PQ-, QT-Intervallverlängerung, Torsades des pointes, Herz- und Kreislaufversagen, AV-Block.

  2. Notfallmaßnahmen:

    Ein spezifisches Antidot ist nicht verfügbar. Entfernung der Noxe durch Erbrechen und/oder Magenspülung. Einweisung in klinische Behandlung unter Sicherung der Vitalfunktionen. Kontinuierliche Herz-Kreislauf-Überwachung über mindestens 48 Stunden.

    Bei Überdosierung sind folgende Maßnahmen einzuleiten:

    • Ateminsuffizienz: Intubation und künstliche Beatmung.

    • Schwere Hypotonie: entsprechende Lagerung, Plasmaexpander, Dopamin oder Dobuta-min als Tropfinfusion.

    • Herzrhythmusstörungen: individuelle Behandlung; gegebenenfalls Herzschrittmacher; Ausgleich niedriger Kaliumwerte und möglicher Azidose.

    • Konvulsionen: Verabreichung von Diazepam i.v. oder eines anderen krampflösenden Mit-tels, wie z. B. Phenobarbital oder Paraldehyd (Vorsicht vor eventueller Verstärkung von bestehender Ateminsuffizienz, Hypotonie oder Koma durch diese Substanzen).

    • Dialyse und Hämodialyse sind kaum von Nutzen.

Da Kinder wesentlich empfindlicher auf akute Überdosierungen von trizyklischen Antide-pressiva/Anxiolytika reagieren als Erwachsene und da ernste Zwischenfälle berichtet wur-den, sollten alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden, um Überdosierungen zu verhin-dern; sollten sie trotzdem eintreten, sind die Symptome der Überdosierung ernst zu nehmen und mit großer Sorgfalt zu behandeln.

Pharmakologische Eigenschaften - Ophel 50 mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Sedativa / Anxiolytika ATC-Code: N06AA05

Neben bekannten antagonistischen Wirkungen an H1 -, D2 -, 5-HT2A- und α1 -Rezeptoren haben neuere Untersuchungen eine hohe Affinität für Sigmarezeptoren (1 > 2 ) nachgewiesen. Über diese Bindungsstellen vermittelte Effekte beeinflussen u. a. die Funktion von NMDA-Rezeptoren sowie Transmission und Stoffwechsel von Dopamin im ZNS. Opipramol unterscheidet sich deut-lich vom Wirkprofil klassischer trizyklischer Antidepressiva, da keine Hemmung der Wiederauf-nahme von aminergen Neurotransmittern stattfindet. Im Tierexperiment sind u. a. sedierende, anxiolytische, lokomotionshemmende und dem stereotypen und aggressiven Verhalten entge-genwirkende Effekte nachgewiesen worden.

Beim Menschen wirkt Opipramol sedierend, angstlösend und geringgradig stimmungsaufhel-lend. Die beruhigende Wirkung tritt vor Einsetzen der stimmungsaufhellenden in Erscheinung.

Pharmakokinetik

Pharmakokinetische Experimente am Menschen belegen eine gute und schnelle Resorption aus dem Magen-Darm-Trakt mit maximalen Plasma-Konzentrationsspiegeln 3 h nach oraler Applikation. Bei der Leberpassage erfolgt eine teilweise Metabolisierung zu Deshydroxyethyl-Opipramol. Opipramol hat eine relativ hohe Plasma-Eiweiß-Bindung (> 90 %) und reichert sich insbesondere in peripheren parenchymatösen Organen an. Das Verteilungsvolumen beträgt ca. 10 l/kg. Der Anteil des ins ZNS verteilten Opipramols ist relativ gering. Die Eliminationshalb-wertszeit liegt, individuell unterschiedlich, zwischen 6 und 9 Stunden.

Nach wiederholter oraler Verabreichung von 3 mal 50 mg pro Tag betrug die Plasmakonzentra-tion von Opipramol 12 Stunden nach der letzten Einnahme zwischen 14 und 64 ng/ml, die Kon-zentration des Primärmetaboliten lag im Mittel 3- bis 5 mal höher als diejenige von Opipramol.

Für die Metabolisierung und Bioinaktivierung von Opipramol (Deshydroxylierung) spielt offen-sichtlich das Cytochrom-P450-Enzym CYP2D6 eine Rolle. Bei Patienten mit CYP2D6-Mangel („poor metabolizer“) kann die maximale Plasmakonzentration von Opipramol bis zu 2,5-mal hö-her sein als bei normalen Metabolisierern. Bei chronischer Verabreichung sind die Eliminations-halbwertszeiten jedoch nicht verlängert, sodass eine Kumulation von Opipramol auch bei den langsamen Metabolisierern nicht zu erwarten ist.

Der Wirkstoff wird zu über 70 % renal eliminiert, davon bis zu etwa 10 % in unveränderter Form. Der restliche Anteil wird über die Fäzes ausgeschieden.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann eine Dosisreduktion von Opipramol er-forderlich sein, da mit zunehmender Schwere der Erkrankung eine verlangsamte Elimination einhergeht.

Pharmazeutische Angaben - Ophel 50 mg

Liste der sonstigen Bestandteile

Vorverkleisterte Stärke (Mais) Mikrokristalline Cellulose Hochdisperses Siliciumdioxid Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich] Macrogol 6000

Hypromellose (5 mPas) Talkum

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172)

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackung aus Aluminium- und PVC-Folie mit Kreuzperforation Packung mit 20 Filmtabletten (N1)

Packung mit 50 Filmtabletten (N2) Packung mit 100 Filmtabletten (N3)

Klinikpackung mit 250 (5x50) und 1000 (10x100) Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Weblinks

Packungen und Preis

Ophel 50 mg 20 Filmtabletten N1
Preis
15,82 €
Zuzahlung
7,75 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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