Helicobacter Test INFAI für Infrarot Messungen 75 mg Pulver zur Herstellung einer Lösung zur Einnehmen
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Helicobacter 75 mg
Der Helicobacter Test INFAI kann zur in vivo Diagnose einer Helicobacter pylori Infektion des Magens und des Zwölffingerdarms angewendet werden bei:
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Erwachsenen,
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Jugendlichen mit möglichem peptischen Ulkus.
Dieses Arzneimittel ist nur zur medizinischen Diagnose bestimmt.
Dieses Arzneimittel muss von medizinischem Fachpersonal verabreicht werden und unter angemessener ärztlicher Aufsicht.
Dosierung
Helicobacter Test INFAI ist ein Atemtest zur einmaligen Anwendung. Patienten ab 12 Jahren müssen den Inhalt eines Weithalsgefäßes mit 75 mg einnehmen.
Art der Anwendung
Zur Durchführung des Tests sind 200 ml 100%iger Orangensaft oder 1 g Zitronensäure gelöst in 200 ml Wasser (als vorweg eingenommene Testmahlzeit) sowie Trinkwasser (zum Lösen des 13C-Harnstoff-Pulvers) für Patienten ab 12 Jahren und älter notwendig.
Der Patient muss vor der Anwendung mehr als 6 Stunden gefastet haben, vorzugsweise über Nacht. Die Durchführung des Tests dauert ca. 40 Minuten.
Sollte es notwendig sein, den Test zu wiederholen, darf dies nicht vor dem nächsten Tag erfolgen.
Eine Keimreduktion von Helicobacter pylori kann zu falsch-negativen Ergebnissen führen. Daher soll der Test frühestens 4 Wochen nach systemischer antibakterieller Therapie und 2 Wochen nach der letzten Verabreichung eines säuresekretionshemmenden Arzneimittels durchgeführt werden. Beides kann den Helicobacter pylori Status beeinflussen. Dies ist insbesondere nach einer Helicobacter-Eradikationstherapie wichtig.
Es ist wichtig, die Hinweise zur Handhabung genau zu befolgen (siehe Abschnitt 6.6), andernfalls kann die Validität des Ergebnisses fragwürdig sein.
Der Test darf nicht bei Patienten mit einer nachgewiesenen oder vermuteten Infektion des Magens oder mit atrophischer Gastritis, die den Harnstoff-Atemtest stören könnte, angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2).
Ein positives Testergebnis allein rechtfertigt nicht eine Indikation für eine Eradikationstherapie. Invasive endoskopische Untersuchungen können zur Differentialdiagnostik angezeigt sein, um zu untersuchen, ob andere Komplikationen vorliegen, wie z. B. Ulzera, eine über eine Autoimmunreaktion ausgelöste Magenschleimhautentzündung und maligne Tumore.
Es liegen nicht genügend Erkenntnisse über die diagnostische Zuverlässigkeit des Helicobacter Test INFAI vor, um seine Anwendung bei Patienten mit Magenresektion empfehlen zu können.
Für Kinder ab 3 Jahren gibt es Helicobacter Test INFAI für Kinder von 3 bis 11.
In vereinzelten Fällen einer Magenschleimhautentzündung vom Typ A (atrophische Gastritis) kann der Atemtest zu falsch-positiven Ergebnissen führen; andere Untersuchungen können erforderlich sein, um den Helicobacter pylori Status zu bestätigen.
Falls der Patient während des Testverfahrens erbricht, was eine Wiederholung des Testes erfordert, darf dies erst am nächsten Tag im nüchternen Zustand erfolgen (siehe Abschnitt 4.2).
Helicobacter Test INFAI wird durch alle Arzneimittel, die einen Einfluss auf den Helicobacter pylori-Status oder die Urease-Aktivität ausüben, beeinträchtigt.
Es ist nicht zu erwarten, dass die Durchführung des Atemtests während Schwangerschaft und Stillzeit eine schädliche Wirkung hat.
Es wird empfohlen, die Gebrauchsinformationen der Arzneimittel, die zur Eradikationstherapie eingesetzt werden, hinsichtlich der Angaben zu Schwangerschaft und Stillzeit zu lesen.
Der Helicobacter Test INFAI hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Keine bekannt.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - Helicobacter 75 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Diagnostika, ATC-Code: VO4CX
Für eine Menge von 75 mg 13C-Harnstoff, die als Einzeldosis beim Atemtest verabreicht wird, ist keine pharmakodynamische Aktivität beschrieben.
Nach der oralen Verabreichung erreicht der markierte Harnstoff die Magenmukosa. In Anwesenheit von Helicobacter pylori wird der 13C-Harnstoff durch das Urease-Enzym des Helicobacter pylori metabolisiert.
2H2N(13CO)NH2 + 2H2O Enzym: Urease 4NH3 + 213CO2
Kohlendioxid diffundiert in die Blutgefäße. Von dort wird es als Bikarbonat in die Lungen transportiert und dann als 13CO2 ausgeatmet.
In Anwesenheit von bakterieller Urease ist das Verhältnis der 13C/12C-Kohlenstoffisotope signifikant verändert. Die in den Atemluftproben enthaltene Menge13CO2 wird mit Hilfe der nicht-dispersiven Infrarot-Spektroskopie (NDIR) bestimmt und als absolutes Verhältnis (𝚫ᵝ-Wert) zwischen dem
00-Minuten- und dem 30-Minuten-Wert angegeben.
Urease wird im Magen ausschließlich von Helicobacter pylori gebildet. Andere Urease-produzierende Bakterien konnten in der Magenflora nur selten nachgewiesen werden.
Der Grenzwert zur Unterscheidung von Helicobacter pylori-negativen und positiven Patienten ist als
𝚫ᵝ-Wert von 4 ‰ festgelegt. Dies bedeutet, dass ein Anstieg des 𝚫ᵝ-Wertes um mehr als 4 ‰ eine Infektion anzeigt. Im Vergleich zu bioptischen Diagnostika zum Nachweis einer Infektion mit Helicobacter pylori, erreicht der Atemtest in klinischen Studien mit 457 Patienten eine Sensitivität von 96,5 % bis 97,9 % [95 %-CI: 94,05 %-99,72 %] und eine Spezifität von 96,7 % bis 100 %
[95 %-CI: 94,17 %-103,63 %].
Bei Abwesenheit bakterieller Urease wird der gesamte verabreichte Harnstoff nach Resorption durch den Gastrointestinaltrakt wie endogener Harnstoff metabolisiert. Der aufgrund der oben beschriebenen bakteriellen Hydrolyse gebildete Ammoniak wird in Form von NH4+ in den Stoffwechsel aufgenommen.
Der oral applizierte 13C-Harnstoff wird zu Kohlendioxid und Ammoniak metabolisiert oder wird in den körpereigenen Harnstoff-Zyklus integriert. Jeder Anstieg von 13CO2 wird mit der Isotopen-Analyse gemessen.
Absorption und Distribution von 13CO2 ist schneller als die Urease-Reaktion. Die Spaltung des
13C-Harnstoffs durch die Helicobacter-Urease ist deshalb der geschwindigkeitsbestimmende Schritt
des gesamten Prozesses.
Nur bei Helicobacter pylori-positiven Patienten führt die Verabreichung von 75 mg markiertem Harnstoff innerhalb der ersten 30 Minuten zu einem wesentlichen Anstieg von 13CO2 in der Atemluftprobe.
Pharmazeutische Angaben - Helicobacter 75 mg
Ein Test-Kit enthält 50 Weithalsgefäße mit folgenden Bestandteilen:
| Nr. | Bestandteile | Anzahl |
| 1 | Weithalsgefäß (10 ml Volumen, Polystyrol mit Polyethylen-Schnappdeckel) mit 75 mg 13C-Harnstoffpulver zur Herstellungeiner Lösung zum Einnehmen | 50 |
| 2 | Datenblatt für die Patientendokumentation | 50 |
| 3 | Packungsbeilage | 50 |
| 4 | Barcode-Etiketten und Aufkleber | 50 |
und sonstige Hinweise zur Handhabung
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Der Test ist in Anwesenheit einer fachlich qualifizierten Person durchzuführen.
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Jeder Patient ist entsprechend dem mitgelieferten Datenblatt zu dokumentieren. Es wird empfohlen, dass der Patient den Test in Ruhelage durchführt.
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Der Test beginnt mit der Sammlung von Proben zur Bestimmung der Ausgangswerte (00-Minuten-Wert):
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Den Strohhalm und die Atemprobenbehälter (Röhrchen oder Atembeutel) mit der Aufschrift
"Probenzeit: 00-Minuten-Wert" aus dem Testset nehmen.
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Stopfen von einem der Atemprobenbehälter (Röhrchen oder Atembeutel) entfernen, den Strohhalm auswickeln und in das Behältnis halten.
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Der Patient atmet nun behutsam durch den Strohhalm in den Atemprobenbehälter aus.
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Unter fortgesetztem Ausatmen muss der Patient den Strohhalm aus dem Atemprobenbehälter (Röhrchen oder Atembeutel) ziehen und das Behältnis sofort mit dem Stopfen verschließen.
(Falls der Atembeutel länger als 30 Sekunden geöffnet bleibt, kann das Testergebnis verfälscht sein.)
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Das Probenröhrchen bzw. den Atembeutel senkrecht halten und das Barcodeetikett "00-Minuten-Wert" auf das Behältnis kleben.
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In das zweite Probenröhrchen (Aufschrift: „Probenzeit: 00-Minuten-Wert“) auf die gleiche Weise ausatmen. Für die Infrarotanalyse wird nur ein Atembeutel verwendet.
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Nun müssen vom Patienten unverzüglich 200 ml 100%igen Orangensaft oder 1 g Zitronensäure gelöst in 200 ml Wasser ohne Unterbrechung getrunken werden.
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Jetzt folgt die Herstellung der Testlösung:
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Das Weithalsgefäß mit der Aufschrift “13C-Harnstoff-Pulver“ wird aus dem Testset entnommen, geöffnet und zu etwa dreiviertel seines Volumens mit Trinkwasser gefüllt.
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Das Weithalsgefäß schließen und vorsichtig schütteln, bis das Pulver ganz gelöst ist. Den Inhalt in ein Trinkglas gießen.
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Das 13C-Harnstoff Weithalsgefäß noch ein zweites und drittes Mal bis zum Rand mit Wasser füllen und den Inhalt jeweils in das Trinkglas gießen (die Gesamtmenge an Trinkwasser sollte ungefähr 30 ml betragen).
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Diese Testlösung muss nun sofort vom Patienten getrunken werden und die Einnahmezeit muss festgehalten werden.
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30 Minuten nach der Einnahme der Testlösung (Punkt 7) werden die "30-Minuten-Wert"-Proben im Atemprobenbehälter (Röhrchen oder Atembeutel) (Aufschrift: "Probenzeit:
30-Minuten-Wert") wie unter Schritt 3 und 4 beschrieben, gesammelt. Man benutzt die Barcodeetiketten "30-Minuten-Wert" für diese Proben.
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Das vorgesehene Barcodeetikett auf das Datenblatt zur Patientendokumentation kleben. Nach Beendigung des Tests wird die Packung mit dem vorgesehenen Aufkleber verschlossen.
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Die Atemprobenbehälter (Röhrchen oder Atembeutel) müssen dann zu einem qualifizierten Labor zur Analyse geschickt werden.
Analyse der Atemproben und Testspezifikationen für Labore für Infrarotanalysator oder Massenspektrometrie (IRMS)
Infrarot-Spektroskopie (NDIR)
Die in 100 ml Atembeuteln gesammelten Atemproben werden mit einem nicht-dispersiven Infrarot-Spektroskop (NDIR) analysiert.
Die Bestimmung des 13C/12C-Isotopenverhältnisses des Kohlendioxids der Atemproben ist ein integrierter Bestandteil des Testkits Helicobacter Test INFAI. Die Genauigkeit des Tests hängt entscheidend von der Qualität der Atemanalyse ab. Die Gerätespezifikationen des IR-Spektroskops wie Linearität, Stabilität (Referenzgas-Präzision) und die Präzision der Messung sind für die Genauigkeit der Analyse von fundamentaler Bedeutung.
Es muss sichergestellt sein, dass die Analyse von einem qualifizierten Labor durchgeführt wird. Es wird empfohlen, die Atemprobe so schnell wie möglich nach der Probennahme zu messen, auf jeden Fall nicht später als 4 Wochen danach.
Die im Zulassungsantrag validierte Methode ist wie folgt beschrieben:
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Probenvorbereitung für die Infrarot-Spektroskopie
Die Bestimmung des 13C/12C-Verhältnisses im Kohlendioxid der Atemproben erfolgt direkt in der Atemluft. Die Atemluft aus den Probenbeuteln wird dem IR-Spektroskop durch eine Gasdosierpumpe zugeführt. Der Wassergehalt der Atemprobe wird über einen Nafion-Messgastrockner weitestgehend konstant gehalten. Die für die Kalibrierung und Messung notwendige CO2-freie Luft (Nullgas) wird über einen im Analysator integrierten CO2-Absorber erzeugt.
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Infrarot-Spektroskopische Analyse
Zur Analyse des Kohlendioxids im Atemgas wird die mit dem Strahler erzeugte breitbandige Infrarot-Strahlung als Strahlenbündel mittels Blendenrad abwechselnd durch die Mess- bzw.
Vergleichskammer der Messküvette gesandt und tritt dann in Form der beiden modulierten Strahlenbündel in die Infrarotdetektoren ein. Bei den Infrarotdetektoren handelt es sich um Zweischicht-Durchstrahldetektoren mit vorderer und hinterer Kammer, von denen beide mit je einem der zu messenden isotopisch reinen Gase (13CO2 bzw. 12CO2) gefüllt sind. Die Infrarot-Strahlung in der Messkammer wird durch die zu messende Gaskomponente geschwächt. Dadurch wird das Strahlungsgleichgewicht zwischen dem Strahl der Mess- und der Vergleichskammer gestört. Dies
führt zu Temperaturschwankungen, was wiederum eine Druckschwankung in der Vorderkammer des Infrarotdetektors verursacht. Ein mit dieser Kammer verbundener Membrankondensator, der einer hochohmigen Gleichspannung ausgesetzt ist, transformiert diese Druckschwankungen in eine Wechselspannung, Dies ist eine Bestimmung der Isotopenzusammensetzung des Kohlendioxids aus dem Atem.
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Probeneinlass
Der Einlass des Probengases erfolgt über ein halbautomatisches Probeneinlass-System. Das Messgas wird dem im Kreislaufsystem des Analysators enthaltenen CO2-freien Spülgas (Nullgas) kontrolliert zudosiert, wodurch die Messung des 13C/12C-Isotopenverhältnisses bei nahezu jeder Konzentration oberhalb von 1 % CO2 möglich ist.
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Spezifikationen der Bestimmung des 13C/12C-Verhältnisses
Grundlage des Atemtests ist die Verabreichung eines spezifisch markierten 13C-Harnstoffs, dessen metabolischer Abbau durch die Messung von 13CO2 in der ausgeatmeten Luft erfasst werden kann.
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Das IR-Spektroskop für Atemtest muss folgende Spezifikationen erfüllen:
Mehrfach-Reproduktion: Mindestens 3 Mehrfachanalysen mit ein und der selben Probe
während einer Messung
Sicherheitsbeschränkung: Speicherung der Messparameter und Messergebnisse unter
Zugangsbeschränkung, zur Unterbindung von nachträglichen Manipulationen
Die Einhaltung der Spezifikationen wird durch Tests zur Linearität, Stabilität und zur Präzision der Messung überprüft.
Die Nullpunkt-Einstellung des Detektors wird mit Null-Gas im Spektroskop generiert. Die Endpunkt-Einstellung des Detektors wird mit Kalibriergas mit bekannten Konzentrationen eingestellt.
Linearität: ≤ 0,5 ‰ bei Atemproben, mit CO2-Konzentrationen zwischen 1 % und 7 %
Stabilität: ≤ 0,3 ‰ bei 10 aufeinander folgenden Messungen Präzision der Messung: ≤ 0,5 ‰ bei 13C in natürlicher Häufigkeit in einem 100 ml
Atemgasbeutel mit 3 % CO2-Konzentration in der Probe
Eine Helicobacter pylori-Infektion ist nachgewiesen, wenn die Differenz von 13C/12C des Ausgangswertes und des 30-Minuten-Wertes 4,0 ‰ übersteigt.
Alternativ können alle weiteren validierten Methoden in qualifizierten Labors angewendet werden. Analyse der Atemproben und Testspezifikationen für Labore
Massenspektrometrie (IRMS)
Die in 10 ml Glas- oder Plastikprobenröhrchen gesammelten Atemproben werden mit einem Isotopen-Verhältnis-Massenspektrometer (IRMS) analysiert.
Die Bestimmung des 13C/12C-Isotopenverhältnisses des Kohlendioxids der Atemproben ist ein integrierter Bestandteil des Testkits Helicobacter Test INFAI. Die Genauigkeit des Tests hängt entscheidend von der Qualität der Atemanalyse ab. Die Gerätespezifikationen des
Massenspektrometers wie Linearität, Stabilität (Referenzgas-Präzision) und die Präzision der Messung sind für die Genauigkeit der Analyse von fundamentaler Bedeutung.
Es muss sichergestellt sein, dass die Analyse von einem qualifizierten Labor durchgeführt wird. Die im Zulassungsantrag validierte Methode ist wie folgt beschrieben:
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Probenvorbereitung für IRMS
Zur massenspektrometrischen Bestimmung des 13C/12C-Verhältnisses im Kohlendioxid der Atemproben muss das Kohlendioxid aus der Probe isoliert und dem Massenspektrometer zugeführt werden. Das automatische Probenaufbereitungssystem des für die Analyse des Atemtests vorgeschriebenen Isotopenmassenspektrometers basiert auf einer gaschromatographischen Trennung mittels „Continuous-flow“-Technik.
Das Wasser der Atemprobe wird durch eine Nafion-Wasserfalle oder durch das gaschromatographische System, welches die einzelnen gasförmigen Bestandteile mit Helium als Eluent auftrennt, entfernt. Die durch Auftrennung isolierten Gase der Atemluft werden durch einen Ionisierungsdetektor nachgewiesen. Das Kohlendioxid wird durch seine charakteristische Retentionszeit identifiziert und in das massenspektrometrische System überführt.
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Massenspektrometrische Analyse
Zur Analyse des isolierten Kohlendioxids werden die Gasmoleküle ionisiert, in einem Ionenstrahl gebündelt, in einem elektrischen Feld beschleunigt, in einem magnetischen Feld abgelenkt und aufgespalten und schließlich quantitativ erfasst. Diese fünf Schritte finden im so genannten Analysator des Massenspektrometers statt, der sich in die Bereiche Quelle, Flugrohr und Kollektor aufteilen lässt. Ionisation, Bündelung des Strahls und Beschleunigung geschehen in der Quelle, die magnetische Ablenkung erfolgt im Flugrohr, und im Kollektor werden die Isotopenbestandteile quantitativ nachgewiesen.
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Probeneinlass
Zum Einlass von Kohlendioxid in den Analysator sind mehrere Systeme denkbar. Für die Analyse von Atemproben ist der individuelle Abgleich des Kohlendioxids der Atemprobe zu einem Kohlendioxid-Referenz-Standardgas essentiell. Dieser Abgleich stellt die hohe Genauigkeit des Systems sicher, da die Berechnung des Isotopengehalts vom Kohlendioxid der Atemprobe direkt im Vergleich zu einem unabhängigen Standard erfolgt.
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Spezifikationen für die Bestimmung des 13C/12C-Verhältnisses
Grundlage des Atemtests ist die Verabreichung eines spezifisch markierten 13C-Harnstoffs, dessen metabolischer Abbau durch die Messung von 13CO2 in der ausgeatmeten Luft wiedergegeben werden kann.
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Das Massenspektrometer muss ausgestattet sein mit:
Mehrfach-Reproduktion: Mindestens 3 Mehrfachanalysen einer Probe während der Messung Sicherheitsbeschränkung: Speicherung der Messparameter und Messergebnisse unter
Zugangsbeschränkung, zur Unterbindung von nachträglichen
Manipulationen
Justierung: 13C/12C-Verhältnis im Vergleich zu Pee Dee Beliminate (PDB)
Probenvolumen: < 200 µl
Die Einhaltung der Spezifikationen wird durch Tests zur Linearität, Stabilität (Referenzgas-Präzision) und zur Präzision der Messung überprüft.
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Alle Massenspektrometer, die zur Analyse der Atemproben eingesetzt werden, müssen die folgenden Spezifikationen erfüllen:
Linearität: ≤ 0,5 ‰ bei Atemproben, mit CO2-Konzentrationen zwischen 1 % und 7 %
Stabilität: ≤ 0,2 ‰ bei 10 aufeinander folgenden Messungen Präzision der Messung: ≤ 0,3 ‰ bei 13C in natürlicher Häufigkeit in einem 10 ml
Atemprobenröhrchen mit 3 % CO2-Konzentration in der Probe
Eine Helicobacter pylori-Infektion ist nachgewiesen, wenn die Differenz von 13C/12C des Ausgangswertes und des 30-Minuten-Wertes 4,0 ‰ übersteigt.
Alternativ können alle weiteren validierten Methoden in qualifizierten Labors angewendet werden.