Amicette 250 Mikrogramm/35 Mikrogramm Tabletten
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Gluten/Laktose
Laktose: Ja
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Fachinfo - Amicette 250 Mikrogramm/35 Mikrogramm
Hormonale Kontrazeption für die Frau.
Bei der Entscheidung, Amicette zu verschreiben, sollten die aktuellen, individuellen Risikofaktoren der einzelnen Frauen, insbesondere im Hinblick auf venöse Thromboembolien (VTE), berücksichtigt werden. Auch sollte das Risiko für eine VTE bei Anwendung von Amicette mit dem anderer kombi-nierter hormonaler Kontrazeptiva (KHK) verglichen werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
Dosierung
Erwachsene
Um die maximale kontrazeptive Wirksamkeit zu erreichen, müssen Amicette Tabletten genau wie vorgeschrieben und zur jeweils gleichen Tageszeit, z. B. vor dem Schlafengehen, eingenommen wer-den. Die Tabletten werden ohne Unterbrechung folgendermaßen eingenommen:
Eine Packung Amicette enthält 21 Tabletten. Die Einnahme jeweils einer Tablette erfolgt täglich für die Dauer von 21 Tagen jeweils zur gleichen Uhrzeit mit etwas Wasser. Nachdem die letzte Tablette eingenommen wurde, erfolgt eine Einnahmepause von 7 Tagen, in der es gewöhnlich zu einer Ent-zugsblutung kommt (normalerweise 2-4 Tage nach Einnahme der letzten Tablette). Nach dieser 7-tägigen Einnahmepause wird die Einnahme von Amicette aus einer neuen Packung wieder aufge-nommen und zwar unabhängig vom Einsetzen und der Dauer der Entzugsblutung.
Beim ersten Anwendungszyklus sollte die Einnahme am ersten Tag der Menstruation beginnen.
Bei vorschriftsmäßiger Einnahme von Amicette besteht ab dem ersten Tag der Einnahme ein sicherer Konzeptionsschutz, auch während der 7-tägigen Einnahmepause.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Verträglichkeit von Amicette Tabletten wurde für Frauen im reproduktiven Alter ermittelt. Die pubertäre Entwicklung in den ersten Jahren nach der Menarche wird durch die Anwen-dung niedrig dosierter oraler Ovulationshemmer nicht beeinträchtigt. Deshalb können auch sehr junge Frauen - selbst wenn noch keine regelmäßigen Zyklen ablaufen - Amicette einnehmen, sofern eine zu-verlässige Kontrazeption erforderlich ist. Die Einnahme von Amicette vor der Menarche ist nicht indi-ziert.
Ältere Menschen
Dieses Produkt wird nicht bei postmenopausalen Frauen angewendet. Beginn der Einnahme
Keine vorangegangene Einnahme von hormonalen Kontrazeptiva im letzten Monat:
Mit der Tabletteneinnahme wird an Tag 1 des natürlichen Zyklus der Frau begonnen (d. h. am ersten Tag der Monatsblutung). Wenn die Einnahme zwischen Tag 2 und Tag 5 begonnen wird, sollte zusätz-lich während der ersten 7 Tage der Tabletteneinnahme eine nicht-hormonale Methode der Kontrazep-tion angewendet werden.
Wechsel von einem anderen Kontrazeptivum
Wechsel von einem kombinierten hormonellen Kontrazeptivum (kombiniertes orales Kontrazeptivum [KOK], Vaginalring oder transdermales Pflaster):
Je nach Art des zuvor angewendeten KHK sollte die Einnahme von Amicette entweder am Tag nach dem üblichen Tabletten-freien Intervall, das auf die Anwendung der letzten wirkstoffhaltigen Tablette folgt, oder am Tag nach der Einnahme der letzten aktiven Tablette (die letzte Tablette, die die Wirk-stoffe enthält) ihres vorherigen KOK begonnen werden. Falls mehr als 7 Tage zwischen der Einnahme der letzten Pille des vorherigen und der Einnahme der ersten Pille des neuen Anwendungszyklus lie-gen sollten, muss so lange zusätzlich ein nicht-hormonales Kontrazeptivum (mit Ausnahme der Kalen-dermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) angewendet werden, bis 7 Pillen ohne Unterbrechung eingenommen wurden. Hatte die Anwenderin während eines solchen verlängerten pil-lenfreien Intervalls Geschlechtsverkehr, muss die Möglichkeit einer Schwangerschaft in Betracht ge-zogen werden.
Falls zuvor ein Vaginalring oder transdermales Pflaster angewendet wurde, sollte die Einnahme von Amicette vorzugsweise am Tag nach dem üblichen Ring- bzw. Pflaster-freien Intervall begonnen wer-den.
Wechsel von einem Gestagenmonopräparat (Minipille, Injektionspräparat, Implantat):
Die Frau muss direkt am Anschluss an die letzte Minipille mit der Einnahme von Amicette beginnen. Die Umstellung von einem Implantat erfolgt am Tag von dessen Entfernung, die Umstellung von In-jektionen am Tag der nächsten fälligen Injektion. Es ist in allen Fällen erforderlich, während der ersten 7 Tage der Tabletteneinnahme zusätzlich eine nicht-hormonale Verhütungsmethode (Barrieremethode) anzuwenden.
Anwendung nach einem Abort oder einer Entbindung
Nach einem Abort im ersten Trimenon:
Die Frau kann sofort mit der Einnahme beginnen und muss in diesem Fall keine zusätzlichen Vorkeh-rungen zur Kontrazeption treffen. Es wird darauf hingewiesen, dass innerhalb von 10 Tagen nach ei-nem Abort eine Ovulation stattfinden kann.
Nach einer Geburt oder einem Abort im zweiten Trimenon:
Da in dem unmittelbar auf eine Entbindung folgenden Zeitraum das Risiko thromboembolischer Er-eignisse erhöht ist, sollte die Einnahme oraler Kontrazeptiva nicht früher als 21 bis 28 Tage nach einer
Geburt bei nicht stillenden Frauen oder nach einem Abort im zweiten Trimenon begonnen werden. Während der ersten 7 Tage soll zusätzlich eine nicht-hormonale Verhütungsmethode (mit Ausnahme der Kalendemethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) angewendet werden. Falls bis dahin jedoch bereits Geschlechtsverkehr stattgefunden hat, ist vor dem tatsächlichen Beginn der Ein-nahme eine Schwangerschaft auszuschließen oder die erste Menstruationsblutung abzuwarten.
Auslassen einer Periode
Um eine Periode auszulassen, wird am Tag nach Beendigung der aktuellen Packung mit einer neuen Packung Amicette begonnen (d. h. die Patientin überspringt die tablettenfreien Tage). Die Tabletten-einnahme sollte in gewohnter Weise fortgeführt werden.
Während der Anwendung der zweiten Packung kann es zu leichten Schmier- oder Durchbruchblutun-gen kommen, der Empfängnisschutz ist jedoch nicht beeinträchtigt, sofern keine Tabletten ausgelassen wurden.
Mit der nächsten Packung Amicette wird nach den üblichen 7 tablettenfreien Tagen begonnen, unab-hängig davon, ob die Periode bereits aufgehört hat oder nicht.
Verminderte Zuverlässigkeit
Wenn Amicette gemäß den Anwendungshinweisen eingenommen wird, ist der Eintritt einer Schwan-gerschaft höchst unwahrscheinlich. Die Zuverlässigkeit von oralen Kontrazeptiva kann jedoch in den folgenden Situationen eingeschränkt sein:
Empfehlung bei ausgelassenen Tabletten
Falls die Tabletteneinnahme um weniger als 12 Stunden versäumt wurde, ist der Empfängnisschutz nicht beeinträchtigt. Die Frau sollte die Tabletteneinnahme nachholen, sobald sie das Versäumnis be-merkt, und dann mit der Tabletteneinnahme wie gewohnt fortfahren.
Falls die Tabletteneinnahme um mehr als 12 Stunden versäumt wurde, könnte der Empfängnisschutz beeinträchtigt sein. Wenn Tabletten ausgelassen wurden, ist nach den folgenden beiden grundsätzli-chen Regeln vorzugehen:
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Die Tabletteneinnahme darf niemals länger als 7 Tage unterbrochen werden.
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Für eine ausreichende Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Ovar-Achse ist eine unun-terbrochene Tabletteneinnahme über 7 Tage erforderlich.
Daraus ergeben sich die folgenden Empfehlungen für die tägliche Praxis:
- Tag 1 – 7
Die Anwenderin sollte die letzte ausgelassene Tablette einnehmen, sobald sie das Versäumnis bemerkt, auch wenn sie in diesem Fall zwei Tabletten gleichzeitig einnimmt. Danach fährt sie mit der Tabletteneinnahme zu den gewohnten Zeitpunkten fort.
Zudem sollte während der nächsten 7 Tage eine Barrieremethode angewendet werden, zum Bei-spiel ein Kondom. Falls in den vorangegangenen 7 Tagen Geschlechtsverkehr stattgefunden hat, ist an die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu denken. Je mehr Tabletten ausgelassen wurden und je näher die reguläre tablettenfreie Phase bevorsteht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft.
- Tag 8 – 14
Die Anwenderin sollte die letzte ausgelassene Tablette einnehmen, sobald sie das Versäumnis bemerkt, auch wenn sie in diesem Fall zwei Tabletten gleichzeitig einnimmt. Danach fährt sie mit der Tabletteneinnahme zu den gewohnten Zeitpunkten fort. Sofern die Frau ihre Tabletten in den 7 Tagen vor der ersten ausgelassenen Tablette korrekt eingenommen hat, sind keine zusätz-lichen Vorkehrungen zur Kontrazeption erforderlich. Falls sie jedoch mehr als eine Tablette ausgelassen hat, sollte die Frau angewiesen werden, 7 Tage lang zusätzliche Vorkehrungen zu treffen.
- Tag 15 – 21
Es besteht die Gefahr einer verminderten Zuverlässigkeit, da die tablettenfreie 7-tägige Phase unmittelbar bevorsteht. Jedoch lässt sich eine Verminderung des Empfängnisschutzes durch An-passung des Tabletteneinnahmeschemas verhindern. Wenn eine der folgenden beiden Optionen eingehalten wird, besteht daher keine Notwendigkeit zusätzlicher kontrazeptiver Maßnahmen, vorausgesetzt, die Frau hat in den 7 Tagen vor der ersten ausgelassenen Tablette alle Tabletten korrekt eingenommen. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte die Frau die erste dieser beiden Optio-nen wählen und außerdem in den folgenden 7 Tagen zusätzliche Vorkehrungen zur Kontrazep-tion treffen.
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Die Anwenderin sollte die letzte ausgelassene Tablette einnehmen, sobald sie das Versäumnis bemerkt, auch wenn sie in diesem Fall zwei Tabletten gleichzeitig einnimmt. Danach fährt sie mit der Tabletteneinnahme zu den gewohnten Zeitpunkten fort. Mit der nächsten Blisterpackung muss dann unmittelbar begonnen werden, nachdem die aktuelle Blisterpackung aufgebraucht wurde, d. h. zwischen den Packungen sollte keine Lücke entstehen. Die Anwenderin dürfte wahrscheinlich erst am Ende der Blisterpackung eine Entzugsblutung bekommen, jedoch kann es an den Tagen mit Tabletteneinnahme zu Schmier- oder Durchbruchblutungen kommen.
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Die Frau kann auch angewiesen werden, die Tabletteneinnahme aus der aktuellen Blisterpa-ckung zu beenden. Sie sollte dann eine tablettenfreie Phase von bis zu 7 Tagen einhalten, ein-schließlich der Tage mit der ausgelassenen Tabletteneinnahme, und anschließend mit der nächs-ten Blisterpackung fortfahren.
Falls die Frau Tabletten ausgelassen hat und danach in der ersten tablettenfreien Phase keine Entzugs-blutung bekommt, ist an die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu denken.
Verhalten bei Durchfall und Erbrechen
Bei Erbrechen innerhalb der ersten drei Stunden nach Tabletteneinnahme oder bei hochgradiger Diar-rhö über mehr als 24 Stunden kann die kontrazeptive Wirkung für den Rest des Zyklus eingeschränkt sein. In diesen Fällen muss eine andere, nicht-hormonale Methode der Kontrazeption angewendet werden, bis Amicette über 7 aufeinander folgende Tage eingenommen wurde. Bei Persistieren von Erbrechen und/oder Diarrhö sollte ein Arzt aufgesucht werden, weil die Wirksamkeit des oralen Kontrazeptivums eingeschränkt sein kann.
Kombinierte hormonale Kontrazeptiva (KHK) dürfen unter den folgenden Bedingungen nicht ange-wendet werden:
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Vorliegen einer oder Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE)
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Venöse Thromboembolie – bestehende VTE (auch unter Therapie mit Antikoagulanzien) oder VTE in der Vorgeschichte (z. B. tiefe Venenthrombose [TVT] oder Lungenembolie [LE])
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Bekannte erbliche oder erworbene Prädisposition für eine venöse Thromboembolie, wie z. B. APC-Resistenz (einschließlich Faktor-V-Leiden), Antithrombin-III-Mangel, Protein-C-Mangel oder Protein-S-Mangel
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Größere Operationen mit längerer Immobilisierung (siehe Abschnitt 4.4)
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Hohes Risiko für eine venöse Thromboembolie aufgrund mehrerer Risikofaktoren (siehe Ab-schnitt 4.4)
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Vorliegen einer oder Risiko für eine arterielle Thromboembolie (ATE)
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Arterielle Thromboembolie – bestehende ATE, ATE in der Vorgeschichte (z. B. Myokardin-farkt) oder Erkrankung im Prodromalstadium (z. B. Angina pectoris)
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Zerebrovaskuläre Erkrankung – bestehender Schlaganfall, Schlaganfall oder prodromale Er-krankung (z. B. transitorische ischämische Attacke [TIA]) in der Vorgeschichte
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Bekannte erbliche oder erworbene Prädisposition für eine arterielle Thromboembolie, wie z. B. Hyperhomocysteinämie und Antiphospholipid-Antikörper (Anticardiolipin-Antikörper, Lu-pusantikoagulans)
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Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen in der Vorgeschichte
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Hohes Risiko für eine arterielle Thromboembolie aufgrund mehrerer Risikofaktoren (siehe Ab-schnitt 4.4) oder eines schwerwiegenden Risikofaktors wie:
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Diabetes mellitus mit Gefäßschädigung
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Schwere Hypertonie
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Schwere Dyslipoproteinämie
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Klinische Komplikationen bei Herzklappenerkrankungen
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Rauchen (siehe Abschnitt 4.4)
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Leber- und Gallenerkrankungen
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Cholestatischer Ikterus oder Pruritus während einer früheren Schwangerschaft oder Estrogen-Gestagen-Behandlung oder Gelbsucht während einer vorherigen Einnahme eines oralen Kontra-zeptivums (siehe Abschnitt 4.4)
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Vorausgegangene, akute oder chronische Lebererkrankung (u. a. Dubin-Johnson-, Rotor-Syn-drom), solange sich die Leberfunktionswerte nicht normalisiert haben
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Störungen der Gallenausscheidung (Cholestase, auch in der Vorgeschichte)
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Bestehende oder vorausgegangene Pankreatitis, wenn diese mit schwerer Hypertriglyceridämie einhergeht
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Tumore
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Mammakarzinom, Endometriumkarzinom oder andere sexualhormonabhängige Neoplasien, auch nach Behandlung bzw. Verdacht darauf
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Vorausgegangene oder bestehende benigne oder maligne Lebertumoren (z. B. Adenome oder Karzinome)
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Endometriumhyperplasie, vaginale Blutungen oder blutiger Ausfluss unbekannter Ursache
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Bekannte oder vermutete Schwangerschaft
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Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
Amicette ist kontraindiziert für die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die Ombitasvir/Pari-taprevir/Ritonavir und Dasabuvir enthalten, mit Arzneimitteln, die Glecaprevir/Pibrentasvir oder So-fosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthalten (siehe Abschnitt 4.5).
Warnhinweise
Die Eignung von Amicette sollte mit der Frau besprochen werden, falls eine der im Folgenden aufge-führten Erkrankungen oder Risikofaktoren vorliegt.
Bei einer Verschlechterung oder dem ersten Auftreten einer dieser Erkrankungen oder Risikofaktoren ist der Anwenderin anzuraten, sich an Ihren Arzt zu wenden, um zu entscheiden, ob die Anwendung von Amicette beendet werden sollte.
Die Anwenderin ist zudem anzuweisen, die Packungsbeilage sorgfältig zu lesen und die darin gegebe-nen Ratschläge zu befolgen. Die Häufigkeit und Art der Untersuchungen sollte den gängigen Untersu-chungsleitlinien entsprechen und individuell auf die Frau abgestimmt werden.
Die Anwenderinnen sind darüber aufzuklären, dass hormonale Kontrazeptiva nicht vor HIV-Infektio-nen (AIDS) und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen.
Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE)
Die Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (KHK) erhöht das Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE) im Vergleich zur Nichtanwendung. Arzneimittel, die Levonorge-strel, Norgestimat (einschließlich Amicette) oder Norethisteron enthalten, sind mit dem gerings-ten Risiko für eine VTE verbunden. Die Entscheidung, ein Arzneimittel anzuwenden, das nicht zu denen mit dem geringsten VTE Risiko gehört, sollte nur nach einem Gespräch mit der Frau getroffen werden, bei dem sicherzustellen ist, dass sie Folgendes versteht: das Risiko für eine VTE bei Anwendung von Amicette, wie ihre vorliegenden individuellen Risikofaktoren dieses Risiko beeinflussen, und dass ihr Risiko für VTE in ihrem allerersten Anwendungsjahr am
höchsten ist. Es gibt zudem Hinweise, dass das Risiko erhöht ist, wenn die Anwendung eines KHK nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen wieder aufgenommen wird.
Ungefähr 2 von 10.000 Frauen, die kein KHK anwenden und nicht schwanger sind, erleiden im Ver-lauf eines Jahres eine VTE. Bei einzelnen Frauen kann das Risiko jedoch in Abhängigkeit von ihren zugrunde liegenden Risikofaktoren bedeutend höher sein (siehe unten).
Es wird geschätzt, dass im Verlauf eines Jahres ungefähr 61 von 10.000 Frauen, die ein Levonorge-strel-haltiges KHK anwenden, eine VTE erleiden.
Die derzeitige Datenlage weist darauf hin, dass das Risiko für eine VTE bei der Anwendung von Nor-gestimat-haltigen KHK ähnlich hoch wie bei der Anwendung von Levonorgestrel-haltigen KHK ist.
Die Anzahl an VTE pro Jahr ist niedriger als die erwartete Anzahl während der Schwangerschaft oder in der Zeit nach der Geburt.
VTE verlaufen in 1-2 % der Fälle tödlich.
1 Mittelwert der Spannweite 5-7 pro 10.000 Frauenjahre, auf der Grundlage eines relativen Risikos für Levonorgestrel-haltige KHK versus Nichtanwendung von ungefähr 2,3 bis 3,6
Jährliche Anzahl an VTE-Ereignissen pro 10.000 Frauen
Äußerst selten wurde bei Anwenderinnen von KHK über eine Thrombose in anderen Blutgefäßen be-richtet, wie z. B. in Venen und Arterien von Leber, Mesenterium, Nieren oder Retina.
Risikofaktoren für VTE
Das Risiko für venöse thromboembolische Komplikationen bei Anwenderinnen von KHK kann deut-lich ansteigen, wenn bei der Anwenderin zusätzliche Risikofaktoren bestehen, insbesondere wenn mehrere Risikofaktoren vorliegen (siehe nachfolgende Tabelle).
Amicette ist kontraindiziert, wenn bei einer Frau mehrere Risikofaktoren gleichzeitig bestehen, die sie insgesamt einem hohen Risiko für eine Venenthrombose aussetzen (siehe Abschnitt 4.3). Weist eine Frau mehr als einen Risikofaktor auf, ist es möglich, dass der Anstieg des Risikos das Risiko der
Summe der einzelnen Faktoren übersteigt – in diesem Fall muss ihr Gesamtrisiko für eine VTE in Be-tracht gezogen werden. Wenn das Nutzen/Risiko-Verhältnis als ungünstig erachtet wird, darf ein KHK nicht verschrieben werden (siehe Abschnitt 4.3).
Tabelle: Risikofaktoren für VTE
| Risikofaktor | Anmerkung |
| Adipositas (Body-Mass-Index über 30 kg/m²) | Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu. Besonders wichtig, wenn weitere Risikofaktoren vorlie-gen. |
| Längere Immobilisierung, größere Operationen, jede Operation an Beinen oder Hüfte, neurochirurgische Opera-tion oder schweres TraumaHinweis: Eine vorübergehende Immo-bilisierung einschließlich einer Flug-reise von > 4 Stunden Dauer kann ebenfalls einen Risikofaktor für eine VTE darstellen, insbesondere bei Frauen mit weiteren Risikofaktoren. | In diesen Fällen ist es ratsam, die Anwendung des Pflasters/der Tablette/des Rings (bei einer geplanten Operation mindestens vier Wochen vorher) zu unterbre-chen und erst zwei Wochen nach der kompletten Mobi-lisierung wieder aufzunehmen. Es ist eine andere Ver-hütungsmethode anzuwenden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.Eine antithrombotische Therapie muss erwogen werden, wenn Amicette nicht vorab abgesetzt wurde.. |
| Familiäre Vorbelastung (jede venöse Thromboembolie bei einem Geschwis-ter oder Elternteil, insbesondere in re-lativ jungen Jahren, z. B. jünger als 50 Jahre). | Bei Verdacht auf eine genetische Prädisposition ist die Frau zur Beratung an einen Spezialisten zu überweisen, bevor eine Entscheidung über die Anwendung eines KHKs getroffen wird. |
| Andere Erkrankungen, die mit einer VTE verknüpft sind. | Krebs, systemischer Lupus erythematodes, hämolyti-sches urämisches Syndrom, chronisch entzündliche Darmerkrankung (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) und Sichelzellkrankheit |
| Zunehmendes Alter | Insbesondere älter als 35 Jahre |
Es besteht kein Konsens über die mögliche Rolle von Varizen und oberflächlicher Thrombophlebitis bezüglich des Beginns oder Fortschreitens einer Venenthrombose.
Das erhöhte Risiko einer Thromboembolie in der Schwangerschaft und insbesondere während der 6-wöchigen Dauer des Wochenbetts muss berücksichtigt werden (Informationen zur „Schwangerschaft und Stillzeit“ siehe Abschnitt 4.6).
Symptome einer VTE (tiefe Beinvenenthrombose und Lungenembolie)
Beim Auftreten von Symptomen ist den Anwenderinnen anzuraten, unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie ein KHK anwenden.
Bei einer tiefen Beinvenenthrombose (TVT) können folgende Symptome auftreten:
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unilaterale Schwellung des Beins und/oder Fußes oder entlang einer Beinvene;
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Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der möglicherweise nur beim Stehen oder Gehen bemerkt wird,
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Erwärmung des betroffenen Beins; gerötete oder entfärbte Haut am Bein.
Bei einer Lungenembolie (LE) können folgende Symptome auftreten:
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plötzliches Auftreten unerklärlicher Kurzatmigkeit oder schnellen Atmens;
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plötzlich auftretender Husten möglicherweise in Verbindung mit Hämoptyse;
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stechender Brustschmerz;
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starke Benommenheit oder Schwindelgefühl;
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schneller oder unregelmäßiger Herzschlag.
Einige dieser Symptome (z. B. „Kurzatmigkeit“, „Husten“) sind unspezifisch und können als häufiger vorkommende und weniger schwerwiegende Ereignisse fehlinterpretiert werden (z. B. als Atemwegs-infektionen).
Andere Anzeichen für einen Gefäßverschluss können plötzlicher Schmerz sowie Schwellung und leicht bläuliche Verfärbung einer Extremität sein.
Tritt der Gefäßverschluss im Auge auf, können die Symptome von einem schmerzlosen verschwom-menen Sehen bis zu einem Verlust des Sehvermögens reichen. In manchen Fällen tritt der Verlust des Sehvermögens sehr plötzlich auf.
Risiko für eine arterielle Thromboembolie (ATE)
Epidemiologische Studien haben die Anwendung von KHK mit einem erhöhten Risiko für arterielle Thromboembolie (Myokardinfarkt) oder apoplektischen Insult (z. B. transitorische ischämische Atta-cke, Schlaganfall) in Verbindung gebracht. Arterielle thromboembolische Ereignisse können tödlich verlaufen.
Risikofaktoren für ATE
Das Risiko für arterielle thromboembolische Komplikationen oder einen apoplektischen Insult bei An-wenderinnen von KHK erhöht sich bei Frauen, die Risikofaktoren aufweisen (siehe folgende Tabelle). Amicette ist kontraindiziert bei Frauen, die einen schwerwiegenden oder mehrere Risikofaktoren für eine ATE haben, die sie einem hohen Risiko für eine Arterienthrombose aussetzen (siehe Abschnitt 4.3). Weist eine Frau mehr als einen Risikofaktor auf, ist es möglich, dass der Anstieg des Risikos das Risiko der Summe der einzelnen Faktoren übersteigt – in diesem Fall muss ihr Gesamtrisiko betrachtet werden. Bei Vorliegen eines ungünstigen Nutzen/Risiko-Verhältnis darf ein KHK nicht verschrieben werden (siehe Abschnitt 4.3).
Tabelle: Risikofaktoren für ATE
Risikofaktor Anmerkung Zunehmendes Alter Insbesondere älter als 35 Jahre Rauchen Frauen ist anzuraten, nicht zu rauchen, wenn Sie ein KHK anwenden möchten. Frauen über 35 Jahren, die weiterhin rauchen, ist dringend zu empfehlen, eine an-dere Verhütungsmethode anzuwenden. Hypertonie Adipositas (Body-Mass-Index über 30 kg/m²) Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu. Besonders wichtig bei Frauen mit zusätzlichen Risiko-faktoren. Familiäre Vorbelastung (jede arterielleThromboembolie bei einem Geschwis- Bei Verdacht auf eine genetische Prädisposition ist dieFrau zur Beratung an einen Spezialisten zu überweisen, ter oder Elternteil, insbesondere in re-lativ jungen Jahren, d. h. jünger als 50 Jahre). bevor eine Entscheidung über die Anwendung eines KHKs getroffen wird. Migräne Ein Anstieg der Häufigkeit oder des Schweregrads der Migräne während der Anwendung von KHK (die einem zerebrovaskulären Ereignis vorausgehen kann) kann einGrund für ein sofortiges Absetzen sein. Andere Erkrankungen, die mit uner-wünschten Gefäßereignissen verknüpftsind. Diabetes mellitus, Hyperhomocysteinämie, Erkrankung der Herzklappen und Vorhofflimmern, Dyslipoproteinä-mie und systemischer Lupus erythematodes. Symptome einer ATE
Beim Auftreten von Symptomen ist den Frauen anzuraten, unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie ein KHK anwenden.
Bei einem apoplektischen Insult können folgende Symptome auftreten:
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plötzliche Taubheitsgefühl oder Schwäche in Gesicht, Arm oder Bein, besonders auf einer Köper-seite
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plötzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgefühl, Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsstörun-gen
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plötzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Verständnisschwierigkeiten
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plötzliche Sehstörungen in einem oder beiden Augen
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plötzliche, schwere oder länger anhaltende Kopfschmerzen unbekannter Ursache
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Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht mit oder ohne Krampfanfall Vorübergehende Symptome deuten auf eine transitorische ischämische Attacke (TIA) hin. Bei einem Myokardinfarkt (MI) können folgende Symptome auftreten:
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Schmerz, Unbehagen, Druck, Schweregefühl, Enge- oder Völlegefühl in Brust, Arm oder unterhalb des Sternums
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in den Rücken, Kiefer, Hals, Arm, Magen ausstrahlende Beschwerden
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Völlegefühl, Indigestion oder Erstickungsgefühl
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Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl
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extreme Schwäche, Angst oder Kurzatmigkeit
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schnelle oder unregelmäßige Herzschläge Rauchen und Alter
Das Risiko schwerwiegender kardiovaskulärer Nebenwirkungen nimmt mit dem Alter und zuneh-mendem Zigarettenkonsum zu. Es ist bei Raucherinnen über 35 Jahre sehr ausgeprägt. Raucherinnen, die orale Kontrazeptiva einnehmen, sollte deshalb dringend angeraten werden, das Rauchen aufzuge-ben. Wenn auf das Rauchen nicht verzichtet wird, sollten andere Verhütungsmethoden angewendet werden, besonders bei Vorliegen weiterer Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.3).
Weitere Erkrankungen/Risikofaktoren, die eine besondere ärztliche Überwachung erfordern
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Herz- und Nierenerkrankungen, da der Wirkstoff Ethinylestradiol zu einer Flüssigkeitsretention führen kann;
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Fettstoffwechselstörungen. Bei Anwenderinnen mit Fettstoffwechselstörungen kann Ethinylestra-diol, der Estrogenanteil, zu starken Erhöhungen der Plasmatriglyceride und nachfolgend zu Pankre-atitis und anderen Komplikationen führen (siehe Abschnitt 4.3);
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Bei einem kleinen Anteil der Frauen, die orale Kontrazeptiva einnehmen, tritt eine persistierende Hypertriglyceridämie auf. Auch über veränderte Serum-Trigylcerid- und Lipoprotein-Spiegel wurde berichtet;
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Depressive Verstimmung und Depression stellen bei der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva allgemein bekannte Nebenwirkungen dar (siehe Abschnitt 4.8). Depressionen können schwerwie-gend sein und sind ein allgemein bekannter Risikofaktor für suizidales Verhalten und Suizid.
Frauen sollte geraten werden, sich im Falle von Stimmungsschwankungen und depressiven Symp-tomen - auch wenn diese kurz nach Einleitung der Behandlung auftreten - mit ihrem Arzt in Ver-bindung zu setzen.
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Verminderte Glucosetoleranz/Diabetes mellitus. Da KOK die periphere Insulinresistenz und die Glucosetoleranz beeinflussen können, ändert sich möglicherweise die erforderliche Dosis von Insu-lin oder anderen Antidiabetika. Prädiabetische und besonders Frauen mit Diabetes mellitus sollen deshalb sorgfältig überwacht werden, wenn sie orale Kontrazeptiva anwenden.
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Epilepsie: Bei einer Zunahme epileptischer Anfälle unter Amicette sollte die Anwendung anderer kontrazeptiver Methoden in Betracht gezogen werden;
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Uterus myomatosus: Bei starkem Wachstum muss Amicette abgesetzt werden;
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Endometriose;
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Mastopathie;
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Herpes gestationes, Otosklerose, Chorea minor (Sydenham), Porphyrie: Auftreten und Verschlech-terungen von Porphyrie, Chorea minor (Sydenham), Herpes gestationes oder Otosklerose-beding-tem Hörverlust wurden sowohl während Schwangerschaften als auch unter KOK-Anwendung be-richtet. Die Evidenz eines Zusammenhangs mit KOK-Anwendung ist nicht abschließend erwiesen. Bei Neu- oder Wiederauftreten von Porphyrie muss Amicette sofort abgesetzt werden;
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Asthma;
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Multiple Sklerose;
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Tetanie;
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Chloasma. Chloasma tritt gelegentlich auf, besonders bei Frauen mit Chloasma gravidarum in der Anamnese. Anwenderinnen mit einer Neigung zu Chloasma sollten sich während der Anwendung von Amicette nicht der Sonne oder ultravioletter Strahlung aussetzen. Ein Chloasma ist häufig nicht voll reversibel.
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Exogen verabreichte Estrogene können Symptome eines hereditären und erworbenen Angioödems auslösen oder verschlimmern.
Hypertonie
Bei einigen Frauen, die orale Kontrazeptiva einnehmen, wurde über erhöhten Blutdruck berichtet. Studien mit Formulierungen, die 50 µg oder mehr Estrogen enthielten, zeigten, dass der Blutdruckan-stieg sowohl bei älteren Anwenderinnen oraler Kontrazeptiva als auch bei Langzeitanwendung wahr-scheinlicher ist. Bei vielen Frauen sinkt der erhöhte Blutdruck nach Absetzen des oralen Kontrazepti-vums wieder auf Normalwerte ab. Hypertonie ist bei ehemaligen Anwenderinnen nicht häufiger als bei Frauen, die nie orale Kontrazeptiva eingenommen haben.
Bei Frauen mit Bluthochdruck (persistierender systolischer Wert von 140-159 oder persistierender diastolischer Wert von 90-99 mmHg) sollte der Blutdruck gut eingestellt sein, bevor mit der Anwen-dung oraler Kontrazeptiva begonnen wird. Die Einnahme sollte bei einer wesentlichen persistierenden und nicht adäquat zu kontrollierenden Blutdruckerhöhung (≥ 160 mmHg systolisch oder ≥ 100 mmHg diastolisch) abgebrochen werden (siehe auch Abschnitt 4.3). Im Allgemeinen sollten Frauen, die wäh-rend einer Therapie mit hormonalen Kontrazeptiva Bluthochdruck entwickeln, auf ein nicht-hormona-les Kontrazeptivum umgestellt werden. Wenn andere kontrazeptive Methoden nicht geeignet sind, kann die hormonale kontrazeptive Therapie, kombiniert mit einer antihypertensiven Therapie, fortge-führt werden. Während der Therapie mit hormonalen Kontrazeptiva werden regelmäßige Kontrollen des Blutdrucks empfohlen.
Leber- und Gallenerkrankungen
Nach Abklingen einer Hepatitis (Normalisierung der Leberparameter) sollen sechs Monate vergehen,
bevor orale Kontrazeptiva angewendet werden.
Die Inzidenz sowohl von benignen als auch malignen Lebertumoren (hepatische Adenome und he-patozelluläre Karzinome) ist niedrig. Fall-Kontrollstudien haben gezeigt, dass das Risiko, an diesen Tumoren zu erkranken, mit der Anwendung und Dauer der Anwendung von oralen Kontrazeptiva steigen kann. Rupturen benigner, hepatischer Adenome können durch intraabdominelle Blutungen zum Tode führen. Bei starken Oberbauchschmerzen, Lebervergrößerung oder Anzeichen einer intra-abdominellen Blutung sollte bei Frauen, die KOK einnehmen, differenzialdiagnostisch ein Lebertu-mor in Betracht gezogen werden.
Bei Anwendung oraler Kontrazeptiva wurde über Gallenblasenerkrankungen einschließlich Gallen-blasenentzündung und Gallensteine berichtet.
Starke Oberbauchbeschwerden, Lebervergrößerung oder Anzeichen einer intraabdominellen Blutung (siehe Abschnitt 4.8), Ikterus, Hepatitis, generalisierter Pruritus, Cholestase sowie auffällige Leber-funktionswerte sind Gründe für das sofortige Absetzen von Amicette.
Auftreten und Verschlechterungen von Ikterus und/oder Pruritus durch Cholestase sowie Gallenstein-bildung werden sowohl während Schwangerschaften als auch unter KOK-Anwendung berichtet. Die Evidenz eines Zusammenhangs mit einer KOK-Anwendung ist nicht abschließend erwiesen.
Karzinome der Reproduktionsorgane und der Brust
Im Falle ungeklärter, persistierender oder rezidivierender anomaler Vaginalblutungen sollten ange-messene Maßnahmen ergriffen werden, um eine Malignität auszuschließen.
Zur Inzidenz von Brust-, Endometrium-, Ovarial- und Zervixkarzinomen bei Anwenderinnen oraler Kontrazeptiva wurden zahlreiche epidemiologische Studien durchgeführt. Einige Studien haben ein erhöhtes relatives Risiko für Brustkrebs bei Frauen jüngeren Alters erkennen lassen. Dieses scheint im Zusammenhang mit der Dauer der Einnahme zu stehen.
Eine Meta-Analyse von 54 epidemiologischen Studien hat ein leicht erhöhtes Brustkrebs-Risiko (RR 1,24) für Frauen ergeben, die aktuell kombinierte orale Kontrazeptiva (KOK) anwenden. Dieses er-höhte Risiko geht innerhalb von 10 Jahren nach Absetzen der KOK allmählich wieder auf das alters-entsprechende Grundrisiko zurück. Da Brustkrebs bei Frauen unter 40 Jahren selten auftritt, ist die Anzahl zusätzlicher Brustkrebserkrankungen bei Anwenderinnen von KOK oder solchen, die früher KOK eingenommen haben, gering im Vergleich zum Gesamtrisiko, an Brustkrebs zu erkranken. Das möglicherweise erhöhte Brustkrebsrisiko sollte mit den Frauen besprochen und gegen die Vorteile der Anwendung von KOK abgewogen werden.
Einige epidemiologische Studien weisen darauf hin, dass die Langzeit-Anwendung hormonaler Kont-razeptiva bei Frauen, die mit humanem Papillomavirus (HPV) infiziert sind, einen Risikofaktor für die Entwicklung eines Zervixkarzinoms darstellt. Es ist jedoch bislang nicht geklärt, in welchem Ausmaß dieses Ergebnis durch andere Faktoren (z. B. Unterschiede in der Anzahl an Sexualpartnern oder in der Anwendung mechanischer Verhütungsmethoden) beeinflusst wird.
Unregelmäßige Blutungen
Durchbruch- oder Schmierblutungen oder Ausbleiben der Entzugsblutung wurden bei Anwen-derinnen von KOK beobachtet, insbesondere in den ersten Monaten der Einnahme. Eine Beurteilung dieser Zwischenblutungen ist deshalb erst nach einer Einnahmedauer von ungefähr drei Monaten sinnvoll. Die Art und Dosis des Gestagens kann hierfür von Bedeutung sein.
Bei anhaltenden Blutungsunregelmäßigkeiten oder erneutem Auftreten nach zuvor regelmäßigen Zyk-len, sollten nicht-hormonale Ursachen in Betracht gezogen und, wie bei jeder ungewöhnlichen vagi-nalen Blutung, geeignete diagnostische Maßnahmen (ggf. Curettage) zum Ausschluss einer malignen Erkrankung und einer Schwangerschaft ergriffen werden. Wenn beides ausgeschlossen wurde, kann
Amicette weiter eingenommen oder zu einem anderen Präparat gewechselt werden. Zwischenblutun-gen können Hinweise auf eine reduzierte kontrazeptive Wirksamkeit sein (siehe Abschnitte 4.2 und 4.5).
Bei einigen Anwenderinnen kann es zu einem verlängerten Zyklus kommen oder die Entzugsblutung während der Einnahmepause ausbleiben, besonders wenn ein solcher Zustand früher auch schon vor-lag. Wenn Amicette vor der ersten ausbleibenden Entzugsblutung nicht gemäß den Anweisungen im Abschnitt 4.2 eingenommen wurde oder die Entzugsblutung in zwei aufeinanderfolgenden Zyklen ausbleibt, muss vor der weiteren Anwendung eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.
Nach dem Absetzen von hormonalen Kontrazeptiva kann es längere Zeit dauern, bis wieder ein norma-ler Zyklus abläuft.
Ärztliche Untersuchung/Beratung
Vor der Einleitung oder Wiederaufnahme der Behandlung mit Amicette muss eine vollständige Anam-nese (inklusive Familienanamnese) erhoben und eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden. Der Blutdruck sollte gemessen und eine körperliche Untersuchung durchgeführt werden, die sich an den Gegenanzeigen (siehe Abschnitt 4.3) und Warnhinweisen (siehe Abschnitt 4.4) orientiert. Es ist wich-tig, die Frau auf die Informationen zu venösen und arteriellen Thrombosen hinzuweisen, einschließlich des Risikos von Amicette im Vergleich zu anderen KHK, die Symptome einer VTE und ATE, die be-kannten Risikofaktoren und darauf, was im Falle einer vermuteten Thrombose zu tun ist.
Des Weiteren muss eine gründliche gynäkologische Untersuchung erfolgen. Auch diese sollte sich an den Gegenanzeigen (siehe Abschnitt 4.3) und Warnhinweisen (siehe Abschnitt 4.4) orientieren und während der Anwendung in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Umfang und Häufigkeit dieser Kontrollen sollten sich nach den Praxisrichtlinien richten und individuell festgelegt werden.
Insbesondere sollten dabei die folgenden Untersuchungen durchgeführt werden: Untersuchung der Mammae, des Abdomens und der Beckenorgane, einschließlich Zervixzytologie sowie Bestimmung relevanter Laborparameter. Wiederholte Durchbruchblutungen oder unerwartete genitale Blutungen bedürfen einer Abklärung.
Verminderte Wirksamkeit
Die kontrazeptive Wirksamkeit von KOK kann beeinträchtigt sein,
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wenn Tabletten vergessen werden (siehe Abschnitt 4.2);
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bei Erbrechen oder Durchfall (siehe Abschnitt 4.2);
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bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter anderer Arzneimittel (siehe Abschnitt 4.5);
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bei Einnahme pflanzlicher Zubereitungen, die Johanniskraut enthalten. Sie dürfen nicht zusammen mit Amicette eingenommen werden, weil ein Risiko verminderter Plasmakonzentrationen der Wirkstoffe und damit eine reduzierte Wirksamkeit von Amicette besteht (siehe Abschnitt 4.5).
Amicette enthält Lactose
Patientinnen mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glu-cose-Galactose- Malabsorption sollten Amicette nicht einnehmen.
Amicette enthält Natrium
Amicette enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Wechselwirkungen von Ethinylestradiol und Norgestimat, den Wirkstoffen von Amicette, mit anderen Arzneimitteln können die Plasmakonzentrationen der beiden kontrazeptiven Hormone erhöhen oder erniedrigen.
Änderung der kontrazeptiven Wirksamkeit durch gemeinsame Anwendung mit anderen Arzneimitteln
Einige Arzneimittel oder pflanzliche Produkte verminderten Plasmakonzentrationen kontrazeptiver Hormone und können dadurch die Wirksamkeit hormonaler Kontrazeptiva herabsetzen oder zu ver-mehrten Durchbruchblutungen führen.
Bei Co-Medikation mit Arzneimitteln, die Enzyme (einschließlich CYP3A4) induzieren, welche kontrazeptive Hormone metabolisieren, sowie bei einigen anderen Arzneimitteln, für die der Wech-selwirkungsmechanismus nicht geklärt ist, wurden verminderte Plasmakonzentrationen kontrazepti-ver Hormone beobachtet.
Folgende Wirkstoffe oder pflanzlichen Produkte können die Plasmakonzentrationen der in hormona-len Kontrazeptiva enthaltenen kontrazeptiven Hormone erniedrigen:
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einige Antiepileptika (z. B. Barbexaclon, Carbamazepin, Eslicarbazepinacetat, Felbamat, Oxcarba-zepin, Hydantoine (z.B. Phenytoin), Rufinamid, Primidon)
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Topiramat
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Barbiturate
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Bosentan
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(Fos-)Aprepitant
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Griseofulvin
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einige HCV-Protease-Inhibitoren (z. B. Boceprevir, Telaprevir)
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einige (in der Kombinationstherapie angewandte) HIV-Protease-Inhibitoren (z. B. Nelfinavir, Ri-tonavir, Protease-Inhibitor/Ritonavir-Kombinationspräparate)
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Modafinil
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einige nicht-nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (z. B. Nevirapin)
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Rifampicin und Rifabutin
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Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Arzneimittel mit Einfluss auf die Resorption
Arzneimittel, welche die gastrointestinale Motilität erhöhen, wie zum Beispiel Metoclopramid, könn-ten die Resorption von Hormonen verringern.
Eine Behandlung mit Aktivkohle beeinträchtigt die Resorption von Steroidhormonen.
Colesevelam
Es hat sich gezeigt, dass Colesevelam (ein Gallensäurenbinder), wenn es zusammen mit einem kom-binierten oralen Kontrazeptivum eingenommen wird, die AUC von Ethinylestradiol signifikant er-niedrigt. Keine Wechselwirkung wurde gesehen, wenn das Kontrazeptivum 4 Stunden vor Colese-velam eingenommen wurde.
Bei gleichzeitiger Therapie mit diesen Wirkstoffen/pflanzlichen Produkten und Amicette sollte wäh-rend der Behandlung und die ersten sieben Tage danach zusätzlich eine nicht-hormonale Kontrazep-tionsmethode angewendet werden. Für Wirkstoffe, die über eine Induktion hepatisch- mikrosomaler Enzyme die Serumkonzentration der Sexualsteroide erniedrigen, ist bis zu 28 Tage nach deren Ab-setzen eine nicht-hormonale Verhütungsmethode zusätzlich anzuwenden. Im Fall einer Behandlung mit Modafinil sollte die Verwendung einer Barrieremethode zur Verhütung für bis zu 56 Tage nach dem Absetzen fortgesetzt werden.
Wenn das Absetzen der gemeinsam verabreichten Arzneimittel in Woche 3 oder jenseits des Endes der Tabletten in dem Blisterstreifen stattfindet, sollte der nächste Streifen ohne Pause begonnen werden.
Ist eine Langzeittherapie mit diesen Wirkstoffen erforderlich, sollte vorzugsweise ganz auf nicht-hormonale Verhütungsmethoden zurückgegriffen werden.
Erhöhung der Plasmakonzentrationen kontrazeptiver Hormone durch gemeinsame Anwendung mit anderen Arzneimitteln
Folgende Wirkstoffe und pflanzliche Produkte können bei gemeinsamer Anwendung die Plasmakon-zentration von Ethinylestradiol erhöhen:
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Ascorbinsäure
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CYP3A4-Inhibitoren (einschließlich Itraconazol, Ketoconazol, Voriconazol, Fluconazol und Grapefruit-Saft)
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Etoricoxib
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einige HIV-Protease-Inhibitoren (z. B. Atazanavir, Indinavir)
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HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren (einschließlich Atorvastatin und Rosuvastatin)
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einige nicht-nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (z. B. Etravirin)
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Paracetamol
Veränderung der Plasmakonzentrationen anderer Wirkstoffe durch gemeinsame Anwendung mit hor-monalen Kontrazeptiva
Kombinierte hormonale Kontrazeptiva können die Pharmakokinetik anderer Wirkstoffe beeinflus-sen.
Beispiele für Wirkstoffe, deren Plasmakonzentrationen durch die Hemmung hepatisch-mikrosomaler Enzyme erhöht sein können:
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Ciclosporin
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Omeprazol
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Prednisolon
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Selegilin
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Theophyllin
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Tizanidin
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Voriconazol
Beispiele für Wirkstoffe, deren Plasmakonzentrationen durch Induktion der hepatischen Glukuroni-dierung erniedrigt sein können:
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Clofibrat
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Lamotrigin (siehe unten)
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Morphin
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Paracetamol
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Salicylsäure
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Temazepam
Lamotrigin
Es hat sich gezeigt, dass orale Kontrazeptiva, wenn sie zusammen mit Lamotrigin eingenommen wer-den, die Plasmakonzentrationen von Lamotrigin signifikant erniedrigen – wahrscheinlich durch Induk-tion der Glucuronidierung von Lamotrigin. Dies kann die Anfallskontrolle reduzieren und Dosisanpas-sungen von Lamotrigin können erforderlich sein.
Der Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika kann sich durch Beeinflussung der Glukosetoleranz än-dern.
Die Fachinformationen der jeweils verordneten Präparate sollten auf Informationen hinsichtlich mögli-cher Wechselwirkungen mit hormonalen Kontrazeptiva oder hinsichtlich des Potentials von Enzymän-derungen und möglicherweise erforderlichen Dosisanpassungen überprüft werden.
Labortests
Unter Anwendung von KOK können die Ergebnisse bestimmter Labortests verändert werden, ein-schließlich derer zur Bestimmung der Leber-, Nebennierenrinden- und Schilddrüsenfunktion, der Plas-maspiegel von Trägerproteinen (z. B. SHBG, Lipoproteine), Parameter des Kohlenhydratstoffwech-sels, der Gerinnung und der Fibrinolyse. Art und Ausmaß sind zum Teil abhängig von Art und Dosis der angewendeten Hormone.
Die Folsäurekonzentrationen können durch orale Kontrazeptiva vermindert sein. Dies kann von klini-scher Relevanz sein, wenn eine Frau kurz nach Absetzen des oralen Kontrazeptivums schwanger wird.
Pharmakodynamische Wechselwirkungen
Während klinischer Studien mit Patienten, deren Hepatitis-C-Virus-Infektionen (HCV) mit Arzneimit-teln behandelt wurden, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir mit oder ohne Ribavirin enthielten, traten Erhöhungen der Transaminase (ALT) bis über das 5-Fache des oberen normalen Grenzwertes (Upper Limit of Normal, ULN) signifikant häufiger bei Frauen auf, die ethinylestradiol-haltige kombinierte hormonelle Kontrazeptiva(KHK) verwendeten. Außerdem wurden ALT-Erhöhun-gen auch bei Frauen beobachtet, die ethinylestradiolhaltige Arzneimittel wie KHK verwendeten und mit Glecaprevir/Pibrentasvir oder mit Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir behandelt wurden (siehe Abschnitt 4.3).
Deshalb müssen Anwenderinnen von Amicette auf eine alternative Verhütungsmethode (z. B. Verhü-tungsmittel, die nur ein Gestagen enthalten oder nichthormonelle Methoden) wechseln, bevor sie mit der Behandlung mit diesen Arzneimittelkombinationen beginnen. Zwei Wochen nach Beendigung der Behandlung mit diesen Arzneimittelkombinationen kann mit Amicette wieder begonnen werden.
Schwangerschaft
Amicette darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Vor Beginn der Anwendung von Amicette ist eine Schwangerschaft auszuschließen. Tritt unter der Anwendung von Amicette eine Schwangerschaft ein, ist das Arzneimittel sofort abzusetzen.
Tierexperimentelle Studien haben Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Epidemiolo-gische Studien liefern keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Geburtsdefekte bei Kindern von Frauen, die vor der Schwangerschaft orale Kontrazeptiva angewandt haben. Auch in der Mehrzahl der neueren Studien fanden sich keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung, z. B. in Bezug auf kar-diale Anomalien und Gliedmaßenverkürzungen, wenn orale Kontrazeptiva versehentlich in der frü-hen Schwangerschaft angewendet wurden.
Das erhöhte VTE-Risiko in der Zeit nach der Geburt sollte vor der erneuten Anwendung nach einer Anwendungspause bedacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Stillzeit
Kontrazeptive Steroide und/oder ihre Metaboliten können in die Muttermilch gelangen. Außerdem können KHK die Laktation beeinträchtigen, wenn sie in der Post-partum-Zeit eingenommen werden, indem sie die Menge der Muttermilch vermindern und ihre Zusammensetzung verändern. Daher ist die Anwendung von Amicette und anderer KHK nicht zu empfehlen und es sollte eine andere Verhütungs-methode angewandt werden, solange die Mutter Ihr Kind noch nicht vollständig abgestillt hat.
Fertilität
Norgestimat, allein oder in Kombination mit Ethinylestradiol, ist eine effektive antiovulatorisch wir-kende Substanz. Nach dem Absetzen einer oralen Kontrazeption sollte die Patientin erst nach mindes-tens einem normalen spontanen Zyklus schwanger werden, damit die Schwangerschaft datiert werden kann. Während dieser Zeit sollte eine alternative Kontrazeptionsmethode angewendet werden.
Die Kombination von Norgestimat und Ethinylestradiol führte bei weiblichen Ratten zu einer dosisab-hängigen Verringerung der Fertilität, zu einer verminderten Implantation und Wurfgröße sowie einer erhöhten fötalen Resorption in allen behandelten Gruppen. Sie ist mäßig potent im Progestations-Stan-dardassay in vivo, in dem die Proliferation des Endometriums bei Kaninchen gemessen wird, und sie hemmt wirksam die Ovulation bei Ratten, Hamstern und Kaninchen.
Die Sicherheit der in Amicette enthaltenen Wirkstoffkombination wurde an 1.891 gesunden Frauen im gebärfähigen Alter, die an 5 klinischen Studien (2 randomisierte, kontrollierte und 3 nicht kon-trollierte, offene Studien) teilnahmen und mindestens 1 Norgestimat/Ethinylestradiol-Dosis zur Kont-razeption einnahmen, evaluiert.
Basierend auf den gepoolten Sicherheitsdaten aus diesen klinischen Studien waren die am häufigsten (sehr häufig) berichteten Nebenwirkungen Dysmenorrhö, Übelkeit, Kopfschmerzen, Änderung des Menstruationsflusses, anomale Entzugsblutung und Erbrechen. Die Inzidenz der meisten dieser Ne-benwirkungen war im ersten Behandlungszyklus am höchsten und nahm im Laufe weiterer Behand-lungszyklen ab. Erbrechen nahm in einigen späteren Zyklen zu, während die Dysmenorrhö-Inzidenz, mit einer leichten Abnahme im Zeitverlauf, relativ stabil blieb. Zu Kopfschmerzen liegen keine Da-ten bezüglich des Zeitverlaufs vor.
Die bei Anwendung nach Markteinführung am häufigsten (sehr häufig) berichtete Nebenwir-kung unter Ethinylestradiol/Norgestimat-Tabletten (Inzidenz aus gepoolten Daten aus den kli-nischen Studien) war Diarrhö.
Die nachfolgende Tabelle umfasst alle Nebenwirkungen, die während der Anwendung von Amicette in den klinischen Studien auftraten oder nach Markteinführung unter Ethinylestra-diol/Norgestimat-haltigen Tabletten berichtet wurden.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)
Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)
Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Tabelle: Nebenwirkungen
| Systemor-ganklasse | Häufigkeiten | ||||
| Sehr häufig(> 1/10) | Häufig(> 1/100 bis< 1/10) | Gelegentlich(> 1/1000 bis< 1/100) | Selten (> 1/10000bis < 1/1000) | Nicht bekannt | |
| Infektionen und parasitäre Er-krankungen | Harnwegin-fektion, va-ginale Infek-tion | ||||
| Gutartige, bös-artige und un-spezifische Neu-bildungen (ein-schl. Zysten und Polypen) | Zervikale Dysplasie | Brustzyste | Brustkrebs, Le-berzelladenom, benigne Brust-neoplasie, fokal noduläre Hy-perplasie, Fib-roadenom derBrust | ||
| Erkrankungendes Immunsys-tems | Hypersensi-tivität | Verschlechte-rung der Symp-tome hereditä- | |||
| Systemor-ganklasse | Häufigkeiten | ||||
| rer und erwor-bener An-gioödeme | |||||
| Stoffwechsel-und Ernäh-rungsstörungen | Flüssigkeits-retention | Gewichtsver-änderung, ver-minderter Ap-petit, erhöhterAppetit | Appe-titstörung | Dyslipidämie | |
| Psychiatrische Erkrankungen | Depression, Nervosität, Stimmungs-schwan-kung, In-somnie | Ängstlichkeit, Libidostörung | |||
| Erkrankungen des Nervensys-tems | Kopfschmer-zen | Migräne, Schwindel | Synkope, Parästhesie | Schlaganfall, Konvulsion | |
| Augenerkran-kungen | Beeinträchti-gung der Seh-fähigkeit, Au-gentrockenheit | Vaskuläre Re-tinathrombose, Kontaklinsenin-toleranz | |||
| Erkrankungen des Ohrs unddes Labyrinths | Vertigo | ||||
| Herzerkran-kungen | Palpitationen | Tachykar-die | Herzinfarkt | ||
| Gefäßerkran-kungen | Thrombose, Bluthoch-druck, Hitze-wallung | Arterielle Thrombo-embolie, venösethrombo-embolie | Tiefe Beinven-enthrombose | ||
| Erkrankungen, der Atemwege, des Brustraums und Mediasti-nums | Dyspnoe | Lungenarterien-embolie | |||
| Erkrankungen des Gastrointes-tinaltrakts | Erbrechen, Übelkeit, Diar-rhö | Bauch-schmerzen, aufgetriebe-ner Leib (z.B. Völlege-fühl), Obsti-pation, Fla-tulenz | Pankreati-tis | ||
| Leber und Gal-lenerkrankun-gen | Hepatitis | ||||
| Erkrankungen der Haut und des Unterhaut-zellgewebes | Akne, Aus-schlag | Alopezie, Hirsutismus, Urtikaria, Pruritus | Hyper-hidrose, Photosen-sitivtätsre-aktion | Angioödem, Erythema nodo-sum, nächtli-ches Schwitzen | |
| Systemor-ganklasse | Häufigkeiten | ||||
| Skelettmuskula-tur, Bindege-webs- und Kno-chenerkrankun-gen | Muskelspas-men, Schmerzen in den Ext-remitäten, Rücken-schmerzen | Myalgie | |||
| Erkrankungen der Ge-schlechtsorgane und der Brust-drüse | Dysmenorrhö, Änderung des Menstruations-flusses (wie Durchbruch o-der Schmier-blutungen), anomale Ent-zugsblutung | Genitaler Ausfluss, Burst-schmerzen | Sekretion aus der Brust-drüse, Galak-torrhö, Brust-vergrößung, Ovarialzyste, vulvovaginale Trockenheit | Amenorrhö1, unterdrückte Laktation | |
| Allgemeine Er-krankungen und Beschwer-den am Verab-reichungsort | Schmerzen im Brust-korb, Ödem, asthenischerZustand (z. b. Fatigue) | ||||
| Untersuchun-gen | Gewichtszu-nahme | Gewichtsab-nahme | |||
1
Amenorrhö wurde bei einer auf Zyklen basierenden Evaluierung der Inzidenzen als „häufig“ berich-
tet. Da die Gesamtinzidenz hierbei als zu gering eingestuft worden sein könnte, wurde die Nebenwir-kung unter „nicht bekannt“ gelistet.
Weiterhin wurden unter Anwendung kombinierter oraler Kontrazeptiva folgende Neben-wirkungen berichtet: Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen lässt sich aus den Berichten nicht berechnen.
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Sehnervenentzündung (kann zu teilweisem oder vollständigem Verlust des Sehvermögens führen)
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Verschlechterung einer Varikose
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Gallenblasenerkrankung, einschließlich Gallensteine oder cholestatischer Ikterus (KOK können zum Auftreten einer Gallenblasenerkrankung führen oder eine vorbestehende Gallenblasenerkran-kung verschlechtern)
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Hämolytisch-urämisches Syndrom
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Herpes gestationis
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Otosklerose
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Verschlechterung eines systemischen Lupus erythematodes
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Verschlechterung einer Porphyrie
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Verschlechterung einer Chorea minor (Sydenham)
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Verschlechterung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulce-rosa)
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Erythema multiforme
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Zervikale intraepitheliale Neoplasien, Zervixkarzinom
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Bei Anwenderinnen von KHK wurde ein erhöhtes Risiko für arterielle und venöse thrombotische und thromboembolische Ereignisse einschließlich Myokardinfarkt, Schlaganfall, transitorische ischämi-sche Attacken, Venenthrombose und Lungenembolie beobachtet, die in Abschnitt 4.4 eingehender be-handelt werden.
Exogen verabreichte Estrogene können Symptome eines hereditären und erworbenen Angioödems auslösen oder verschlimmern.
Zu Lebererkrankungen, Karzinomen der Reproduktionsorgane und der Brust sowie Blutungsunregel-mäßigkeiten siehe Informationen in Abschnitt 4.4.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. An-gehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bun-desinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Es liegen keine Berichte über schwerwiegende Krankheitserscheinungen infolge einer Überdosierung vor. Symptome, die auftreten können, sind Übelkeit, Erbrechen und bei jungen Mädchen Vaginalblu-tungen. Es steht kein Antidot zur Verfügung, und es sollte eine symptomatische Behandlung erfolgen.
Pharmakologische Eigenschaften - Amicette 250 Mikrogramm/35 Mikrogramm
Pharmakotherapeutische Gruppe: Hormonelle Kontrazeptiva zur systemischen Anwendung. Gestagene und Estrogene, fixe Kombinationen
ATC-Code: G03AA11
Amicette Tabletten sind ein Kombinationspräparat zur oralen Kontrazeption (KOK) und enthalten Ethinylestradiol und Norgestimat. Sie hemmen die Ovulation sicher und reversibel.
Ethinylestradiol
Ethinylestradiol ist ein potentes oral wirksames synthetisches Estrogen. Wie das natürlich vorkom-mende Estradiol wirkt Ethinylestradiol auf die Epithelien der weiblichen Genitalorgane proliferativ. Es stimuliert die Produktion des Zervixschleims, vermindert seine Viskosität und steigert seine Spinnbarkeit. Ethinylestradiol fördert das Wachstum der Ductus lactiferi und hemmt die Laktation. Ethinylestradiol stimuliert die extrazelluläre Flüssigkeitsretention und beeinflusst Parameter des Fett-und Kohlenhydratstoffwechsels, der Hämostase, des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems sowie die Serumbindungsproteine.
Norgestimat
Norgestimat und Norelgestromin, der Hauptmetabolit von Norgestimat, zeigen eine hohe gestagene Aktivität bei minimaler intrinsischer Androgenität. Der spezifischste gestagene Effekt ist die sekreto-rische Umwandlung des Endometriums. Details siehe Abschnitt Verteilung.
Durch eine Hemmung der Sekretion des Gonadotropin-Releasing-Hormons (Gn-RH) im Hypotha-lamus wird die rhythmische und tonische Sekretion der Gonadotropine, insbesondere des follikelsti-mulierenden Hormons (FSH), unterdrückt. Daneben wird die Empfindlichkeit des Ovars auf Gona-dotropine herabgesetzt. Weiterhin kommt es am Ovar direkt zu einer Hemmung der Steroidbiosyn-these. Bedingt durch diese Wirkungen fällt die ovarielle Produktion der Steroide unter Einnahme von Amicette auf minimale Werte ab.
Die Verringerung und Verdickung des Zervixschleims unter dem Einfluss der Gestagene bewirkt eine erschwerte Penetration für Spermien und damit eine zusätzliche kontrazeptive Wirksamkeit.
Bei korrekter Anwendung ohne Auslassen von Pillen ist die Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer Schwangerschaft < 1% (d. h. < 1 Schwangerschaft pro 100 Frauen im ersten Anwendungsjahr). Im ersten Anwendungsjahr beträgt die typische Fehlerrate bei der Anwendung 5%. Die Möglichkeit,
schwanger zu werden, steigt mit der Anzahl der ausgelassenen Pillen während eines Menstruations-zyklus.
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Ethinylestradiol
Resorption:
Ethinylestradiol wird nach oraler Gabe rasch und vollständig resorbiert. Maximale Plasmakonzentra-tionen zwischen 84,2 und 97,5 pg/ml werden ca. innerhalb 1-1,5 Stunden nach Tabletteneinnahme erreicht. Während der Resorption und ersten Leberpassage wird Ethinylestradiol umfassend metabo-lisiert, was zu einer oralen Bioverfügbarkeit zwischen 20 und 65% führt.
Verteilung:
Ethinylestradiol wird ausgeprägt (etwa 98%), aber nicht-spezifisch an Serumalbumin gebunden und induziert einen Anstieg der Serumkonzentrationen von SHBG. Das scheinbare Verteilungsvolumen von Ethinylestradiol beträgt 6,0 l/kg.
Metabolisierung:
Ethinylestradiol unterliegt einer präsystemischen Konjugation in Dünndarmschleimhaut und Leber. Ethinylestradiol wird primär durch aromatische Hydroxylierung metabolisiert, wobei verschiedene hydroxylierte und methylierte Metabolite gebildet werden. Außerdem wird es durch Glucuronidie-rung und Sulfatierung verstoffwechselt. Ethinylestradiol unterliegt einem enterohepatischen Kreis-lauf.
Elimination:
Die Eliminationshalbwertzeit beträgt 10 bis 17 Stunden. Die Ausscheidung in unveränderter Form ist gering (< 12% der Dosis). Die biliäre Sekretion ist ungefähr doppelt so hoch wie die Ausscheidung über den Urin.
Fließgleichgewicht (Steady-state):
Cmax im Steady-state von Ethinylestradiol beträgt 147 ± 41,5 pg/ml. Die Akkumulierung nach Mehr-fachgabe ist annähernd zweifach.
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Norgestimat
Resorption:
Norgestimat wird nach oraler Gabe schnell resorbiert. Nach einzelner oder mehrfacher (3 Zyklen) Gabe von Amicette bleiben die Serumkonzentrationen von Norgestimat aufgrund der schnellen Meta-bolisierung (Metabolisierung siehe unten) unterhalb der Bestimmungsgrenze des Assay (0,1 ng/ml). Maximale
Plasmakonzentrationen der Metabolite Norelgestromin und Norgestrel betragen 1,40 bis 1,78 ng/ml respektive 0,370 bis 0,649 ng/ml und werden ungefähr 1,5 Stunden nach Einnahme erreicht. Die Ex-position von Norelgestromin ist in einem Dosisbereich von 0,180 bis 0,250 mg proportional zur Dosis.
Verteilung:
Norelgestromin und Norgestrel werden stark an Serumproteine gebunden (> 97%), Norelgestromin wird an Albumin, aber nicht an SHBG gebunden, während Norgestrel hauptsächlich an SHBG und zu einem geringeren Ausmaß an Albumin gebunden wird. Studien haben gezeigt, dass das Fehlen einer Bindung von Norelgestromin an SHBG einmalig im Vergleich mit anderen Gestagenen in oralen Kontrazeptiva ist und Anteil an der Steigerung der biologischen Aktivität hat. Im Gegensatz dazu wird Norgestrel, welches sich aus Norgestimat bildet, stark an SHBG gebunden, was seine biologische Ak-tivität einschränkt. Diese Ergebnisse zusammen mit der Selektivität von Norelgestromin für den Pro-gesteron-Rezeptor deuten darauf hin, dass dieser Metabolit möglicherweise das einzigartige klinische Profil von Norgestimat erklärt.
Metabolisierung:
Norgestimat wird rasch intestinal und/oder hepatisch über den First-pass-Mechanismus zu Norelge-stromin (Spitzenplasmakonzentrationen werden innerhalb von 2 Stunden beobachtet) und Norgestrel, beides pharmakologisch aktiven Gestagenen, metabolisiert.
Elimination:
Norelgestromin und Norgestrel werden anschließend abgebaut und ihre Metabolite über renale und fäkale Wege eliminiert. Eliminationshalbwertzeiten im Steady-state waren 24,9 Stunden für Norelge-stromin und 45 Stunden für Norgestrel. Nach Gabe von 14C-Norgestimat wurden 47% der Radioak-tivität über den Urin und 37% über die Fäzes eliminiert.
Steady-state:
Cmax im Steady-state beträgt 2,19 ± 0,655 ng/ml für Norelgestromin und 2,65±1,11 ng/ml für Nor-gestrel. Die Akkumulierung nach Mehrfachgabe von Norelgestromin ist annähernd zweifach und diejenige von Norgestrel annähernd achtfach.
Pharmazeutische Angaben - Amicette 250 Mikrogramm/35 Mikrogramm
Lactose
Lactose-Monohydrat Povidon K25
All-rac-alpha-Tocopherol Mikrokristalline Cellulose Croscarmellose-Natrium Vorverkleisterte Stärke (Mais) Magnesiumstearat [pflanzlich] (Ph. Eur.) Indigocarmin, Aluminiumsalz (E 132)
Nicht über 25º°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
PVC/PVdC-Aluminium-Blisterpackungen zu 21 Tabletten. Jede Blisterpackung ist in einem trilami-nierten Beutel verpackt, der zusätzlich einen Trockenmittelbeutel enthält. Das Trockenmittel (Silica-gel) ist nicht zum Verzehr bestimmt.
Packungen mit 21 Tabletten (N1), 3X21 Tabletten (N2), 6X21 Tabletten (N3). Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.