Moxifloxacin Kabi 400 mg Infusionslösung
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Moxifloxacin 400 mg
Moxifloxacin Kabi ist angezeigt zur Behandlung von:
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ambulant erworbener Pneumonie (CAP)
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komplizierten Haut- und Weichgewebeinfektionen (cSSSI)
Moxifloxacin sollte nur angewendet werden, wenn andere Antibiotika, die für die initiale Behand-lung dieser Infektionen üblicherweise empfohlen werden, für ungeeignet erachtet werden.
Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollten berücksichtigt wer-den.
Dosierung
Die empfohlene Dosis ist 400 mg Moxifloxacin, zur einmal täglichen Infusion.
Nach initial intravenöser Therapie kann, wenn klinisch indiziert, mit Moxifloxacin 400 mg Tablet-ten oral weiterbehandelt werden.
In klinischen Studien wurden die meisten Patienten innerhalb von 4 Tagen (CAP) oder 6 Tagen (cSSSI) auf eine orale Behandlung umgestellt. Die empfohlene Gesamtdauer für die intravenöse und orale Behandlung beträgt 7 - 14 Tage für CAP und 7 - 21 Tage für cSSSI.
Eingeschränkte Nieren-/Leberfunktion
Bei Patienten mit leicht bis stark eingeschränkter Nierenfunktion oder bei Dialysepatienten, d. h. bei Hämodialyse oder kontinuierlich ambulanter Peritonealdialyse, ist keine Anpassung der Dosie-rung erforderlich (für weitere Details siehe Abschnitt 5.2).
Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vor (siehe Abschnitt 4.3).
Besondere Patientengruppen
Bei älteren Patienten oder bei Patienten mit niedrigem Körpergewicht ist keine Anpassung der Do-sierung erforderlich.
Kinder und Jugendliche
Moxifloxacin ist bei Kindern und Jugendlichen in der Wachstumsphase kontraindiziert. Wirksamkeit und Sicherheit von Moxifloxacin wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht unter-sucht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.3).
Art der Anwendung
Zur intravenösen Anwendung; gleichmäßige Infusion über 60 Minuten (siehe auch Abschnitt 4.4).
Wenn medizinisch erforderlich, kann die Infusionslösung über ein T-Stück zusammen mit kompa-tiblen Infusionslösungen verabreicht werden (siehe Abschnitt 6.6).
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Überempfindlichkeit gegen Moxifloxacin, andere Chinolone oder einen der in Abschnitt
6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6)
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Patienten unter 18 Jahren
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Sehnenerkrankungen/-schäden infolge einer Chinolontherapie in der Anamnese
Sowohl in präklinischen Untersuchungen als auch beim Menschen wurden nach Moxifloxacin-Exposition Veränderungen der Herz-Elektrophysiologie in Form einer QT-Verlängerung beobach-tet.
Aus Gründen der Arzneimittelsicherheit ist eine therapeutische Anwendung von Moxifloxacin des-halb kontraindiziert bei Patienten mit:
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angeborenen oder dokumentierten erworbenen QT-Verlängerungen,
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Störungen des Elektrolythaushaltes, insbesondere bei unkorrigierter Hypokaliämie,
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klinisch relevanter Bradykardie,
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klinisch relevanter Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Auswurffraktion,
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symptomatischen Herzrhythmusstörungen in der Vorgeschichte.
Moxifloxacin sollte nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, angewendet werden (siehe auch Abschnitt 4.5).
Aufgrund begrenzter klinischer Erfahrung ist Moxifloxacin auch kontraindiziert bei eingeschränk-ter Leberfunktion (Child-Pugh C) und bei Patienten mit einem Transaminasen-Anstieg > 5fach des oberen Normwertes.
Die Anwendung von Moxifloxacin Kabi sollte bei Patienten vermieden werden, bei denen in der Vergangenheit schwerwiegende Nebenwirkungen bei der Anwendung von chinolon- oder fluorchi-nolonhaltigen Arzneimitteln auftraten (siehe Abschnitt 4.8). Die Behandlung dieser Patienten mit Moxifloxacin sollte nur dann begonnen werden, wenn keine alternativen Behandlungsmöglichkei-ten zur Verfügung stehen und eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgt ist (siehe auch Ab-schnitt 4.3).
Aortenaneurysma und Aortendissektion und Herzklappenregurgitation/ -insuffizienz
In epidemiologischen Studien wird von einem erhöhten Risiko für Aortenaneurysma und Aorten-dissektion, insbesondere bei älteren Patienten, und von Aorten- und Mitralklappenregurgitation nach der Anwendung von Fluorchinolonen berichtet. Fälle von Aortenaneurysma und Aorten-dissektion, manchmal durch Rupturen kompliziert (einschließlich tödlicher Fälle), sowie Regurgi-tation/Insuffizienz einer der Herzklappen wurden bei Patienten berichtet, die Fluorchinolone erhiel-ten (siehe Abschnitt 4.8).
Daher sollten Fluorchinolone nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Bewertung und nach Abwägung anderer Therapieoptionen bei Patienten mit positiver Familienanamnese in Bezug auf Aneurysma oder angeborenen Herzklappenfehlern oder bei Patienten mit diagnostiziertem Aortenaneurysma und/oder diagnostizierter Aortendissektion oder einem diagnostizierten Herzklappenfehler oder bei Vorliegen anderer Risikofaktoren oder prädisponierender Bedingungen
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sowohl für Aortenaneurysma und Aortendissektion und Herzklappenregurgitation/
-insuffizienz (z. B. Bindegewebserkrankungen wie das Marfan-Syndrom oder, Ehlers-Danlos-Syndrom, Turner-Syndrom, Morbus Behçet, Hypertonie, rheumatoide Arthritis) oder zusätzlich
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für Aortenaneurysma und Aortendissektion (z. B. Gefäßerkrankungen wie Takayasu-Arteriitis oder Riesenzellarteriitis oder bekannte Atherosklerose oder Sjögren-Syndrom) oder zusätzlich
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für Herzklappenregurgitation/ -insuffizienz (z. B. infektiöse Endokarditis) angewendet werden.
Das Risiko von Aortenaneurysmen und Aortendissektionen sowie ihrer Ruptur kann auch bei Pati-enten erhöht sein, die gleichzeitig mit systemischen Kortikosteroiden behandelt werden.
Bei plötzlichen Bauch-, Brust- oder Rückenschmerzen sollten die Patienten angewiesen werden, sofort einen Arzt in der Notaufnahme aufzusuchen.
Patienten sollten unverzüglich medizinische Hilfe aufsuchen, im Fall von Atemnot, neu auftretendem Herzklopfen oder der Entwicklung von Ödemen am Bauch oder den unteren Extremitäten.
Vor allem bei leichten Infektionen ist der Nutzen einer Moxifloxacin-Behandlung gegenüber den möglichen Risiken (Abschnitt 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) abzuwägen.
Verlängerung des QTc-Intervalls und möglicherweise mit einer QTc-Verlängerung im Zusammen-hang stehende klinische Gegebenheiten
Bei einigen Patienten verursacht Moxifloxacin eine Verlängerung des QTc-Intervalls im EKG. Das Ausmaß der QT-Verlängerung kann mit steigenden Plasmakonzentrationen infolge zu schneller in-travenöser Infusion zunehmen. Daher sollte die Infusionsdauer, wie empfohlen, mindestens
60 Minuten betragen. Die einmal tägliche intravenöse Dosis von 400 mg sollte nicht überschritten werden. Für weitere Hinweise siehe unten sowie Abschnitte 4.3 und 4.5.
Wenn unter der Behandlung mit Moxifloxacin Anzeichen oder Symptome einer kardialen Ar-rhythmie auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen werden, unabhängig davon, ob ein EKG-Befund vorliegt oder nicht.
Bei Patienten mit Prädisposition zu kardialen Arrhythmien (z. B. akuter Myokardischämie) sollte Moxifloxacin mit Vorsicht angewandt werden, da diese ein gesteigertes Risiko für ventrikuläre Ar-
rhythmien (einschließlich Torsade de pointes) und Herzstillstand entwickeln können (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.5).
Bei Patienten, die mit Arzneimitteln behandelt werden, die den Kaliumspiegel vermindern können, sollte Moxifloxacin mit Vorsicht angewandt werden (siehe auch Abschnitt 4.3).
Bei Patienten, die mit Arzneimitteln behandelt werden, welche eine klinisch relevante Bradykardie verursachen können, sollte Moxifloxacin mit Vorsicht angewandt werden. Siehe auch Abschnitt 4.3.
Frauen und ältere Patienten reagieren möglicherweise empfindlicher auf QTc-verlängernde Medi-kationen wie z. B. Moxifloxacin. Daher ist besondere Vorsicht erforderlich.
Anhaltende, die Lebensqualität beeinträchtigende und potenziell irreversible schwerwiegende Ne-benwirkungen.
In sehr seltenen Fällen wurde bei Patienten, die Chinolone und Fluorchinolone erhielten, von an-haltenden (über Monate oder Jahre andauernden), die Lebensqualität beeinträchtigenden und po-tenziell irreversiblen schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet, die verschiedene, manchmal auch mehrere, Körpersysteme betrafen (Bewegungsapparat, Nerven, Psyche und Sinnesorgane), unabhängig vom Alter und bereits bestehenden Risikofaktoren. Moxifloxacin sollte bei den ersten Anzeichen oder Symptomen einer schwerwiegenden Nebenwirkung sofort abgesetzt werden und die Patienten sollten angewiesen werden, ihren verschreibenden Arzt zu Rate zu ziehen.
Überempfindlichkeit/allergische Reaktionen
Überempfindlichkeit und allergische Reaktionen nach Erstanwendung wurden für Fluorchinolone, einschließlich Moxifloxacin, berichtet. Anaphylaktische Reaktionen können sich bis zum lebens-bedrohlichen Schock entwickeln, auch bereits nach der Erstanwendung. In Fällen klinischer Mani-festationen schwerwiegender Überempfindlichkeitsreaktionen ist Moxifloxacin abzusetzen und ei-ne geeignete Behandlung (z. B. Schocktherapie) einzuleiten.
Schwere Lebererkrankungen
Fälle fulminanter Hepatitis, möglicherweise bis hin zum Leberversagen (einschließlich Todesfälle), sind im Zusammenhang mit Moxifloxacin berichtet worden (siehe Abschnitt 4.8). Die Patienten sind darauf hinzuweisen, sich ärztlichen Rat einzuholen, bevor sie die Behandlung fortsetzen, wenn sich Anzeichen und Symptome einer fulminanten Lebererkrankung wie schnell entwickelnde As-thenie begleitet von Ikterus, Dunkelfärbung des Urins, Blutungsneigung oder hepatische Enzepha-lopathie entwickeln.
Die Leberfunktion sollte bei Anzeichen einer Funktionsstörung überprüft werden. Schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen
Schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen, einschließlich toxisch-epidermaler Nekrolyse
(TEN: auch bekannt als Lyell-Syndrom), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), Akuter Generalisierter Exanthematischer Pustulose (AGEP) und Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, wurden im Zusammenhang mit Moxifloxacin berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Patienten sollten zum Zeitpunkt der Verschrei-bung auf Anzeichen und Symptome schwerer Hautreaktionen hingewiesen und engmaschig über-wacht werden. Wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die diese Reaktionen vermuten lassen, sollte Moxifloxacin sofort abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden. Hat der Patient eine schwerwiegende Reaktion wie SJS, TEN, AGEP oder DRESS bei Anwendung von Moxifloxacin entwickelt, darf eine Behandlung mit Moxifloxacin bei diesem Patienten zu kei-ner Zeit erneut begonnen werden.
Patienten, die zu Krampfanfällen neigen
Chinolone können Krämpfe auslösen. Daher ist Vorsicht geboten bei der Anwendung von Moxifloxacin bei Patienten mit ZNS-Erkrankungen oder bei Vorliegen anderer Risikofaktoren, die zu Krampfanfällen prädisponieren oder die Krampfschwelle herabsetzen können. Im Falle des Auf-
tretens von Krampfanfällen ist die Behandlung mit Moxifloxacin abzubrechen und geeignete Maß-nahmen sind einzuleiten.
Periphere Neuropathie
Fälle sensorischer oder sensomotorischer Polyneuropathie, die zu Parästhesie, Hypästhesie, Dysäs-thesie oder Schwäche führten, wurden bei Patienten berichtet, die Chinolone oder Fluorchinolone erhielten. Mit Moxifloxacin behandelte Patienten sollten angewiesen werden, ihren Arzt vor dem Fortsetzen der Behandlung zu informieren, wenn Symptome einer Neuropathie wie z. B. Schmer-zen, Brennen, Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schwäche auftreten, um der Entwicklung einer po-tenziell irreversiblen Schädigung vorzubeugen (siehe Abschnitt 4.8).
Psychiatrische Reaktionen
Psychiatrische Reaktionen können bereits nach der ersten Gabe von Chinolonen, einschließlich Moxifloxacin, auftreten. In sehr seltenen Fällen führten Depressionen oder psychotische Reaktio-nen bis hin zu Suizidgedanken und selbstverletzendem Verhalten wie z. B. Suizidversuchen (siehe Abschnitt 4.8). Falls diese Reaktionen beim Patienten auftreten, ist Moxifloxacin abzusetzen und geeignete Maßnahmen sind einzuleiten. Vorsicht ist geboten, wenn Moxifloxacin bei psychotischen Patienten oder Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen in der Vorgeschichte angewendet wer-den soll.
Antibiotika-assoziierte Diarrhoe einschl. Kolitis
Antibiotika-assoziierte Diarrhoe (AAD) und Antibiotika-assoziierte Kolitis (AAC), einschließlich pseudomembranöser Kolitis und Clostridium difficile-assoziierter Diarrhoe, sind im Zusammen-hang mit der Anwendung von Breitspektrum-Antibiotika, einschließlich Moxifloxacin, beschrieben und können von einer leichten Diarrhoe bis zur tödlichen Kolitis reichen. Daher ist es wichtig, dies bei der Diagnose bei Patienten in Betracht zu ziehen, die während oder nach der Anwendung von Moxifloxacin eine schwere Diarrhoe entwickeln. Wenn eine AAD oder AAC vermutet oder nach-gewiesen ist, sollte die derzeitige Behandlung mit Antibiotika, einschließlich Moxifloxacin, abge-brochen und angemessene Therapiemaßnahmen unverzüglich ergriffen werden.
Außerdem sollten geeignete Maßnahmen zur Infektionskontrolle durchgeführt werden, um das Übertragungsrisiko zu mindern. Arzneimittel, die die Darmtätigkeit hemmen, sind bei Patienten, die eine schwere Diarrhoe entwickeln, kontraindiziert.
Patienten mit Myasthenia gravis
Moxifloxacin sollte bei Patienten mit Myasthenia gravis mit Vorsicht angewendet werden, da sich die Symptome verschlimmern können.
Tendinitis und Sehnenruptur
Tendinitis und Sehnenruptur (insbesondere, aber nicht beschränkt auf die Achillessehne), manch-mal beidseitig, können bereits während der ersten 48 Stunden nach Behandlungsbeginn mit Chino-lonen und Fluorchinolonen auftreten, wobei ein Auftreten auch noch mehrere Monate nach Abset-zen der Behandlung berichtet wurde. Das Risiko einer Tendinitis und Sehnenruptur ist erhöht bei älteren Patienten, Patienten mit Nierenfunktionsstörung, Patienten nach Transplantation solider Or-gane und bei Patienten, die gleichzeitig mit Kortikosteroiden behandelt werden. Die gleichzeitige Anwendung von Kortikosteroiden sollte daher vermieden werden.
Beim ersten Anzeichen einer Tendinitis (z. B. schmerzhafte Schwellung, Entzündung) sollte die Behandlung mit Moxifloxacin beendet und eine alternative Behandlung erwogen werden. Die be-troffenen Gliedmaßen sollten angemessen behandelt werden (z. B. Ruhigstellen). Bei Anzeichen einer Tendinopathie sollten Kortikosteroide nicht angewendet werden.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Moxifloxacin sollte mit Vorsicht bei älteren Patienten, die an Nierenfunktionsstörungen leiden und nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, eingesetzt werden, da Dehydratation das Risiko für Nierenversagen erhöhen kann.
Sehstörungen
Bei einer Beeinträchtigung des Sehens oder Sehorgans ist der Augenarzt umgehend zu konsultieren (siehe Abschnitte 4.7 und 4.8).
Dysglykämie
Wie bei anderen Chinolonen wurden Störungen des Blutzuckerspiegels, einschließlich Hypogly-kämie und Hyperglykämie, beobachtet (siehe Abschnitt 4.8), in der Regel bei Patienten mit Diabe-tes, die eine Begleitbehandlung mit einem oralen Antidiabetikum (z.B. Glibenclamid) oder mit In-sulin erhalten. Es wurden Fälle von hypoglykämischem Koma berichtet. Bei allen Patienten mit Diabetes wird eine sorgfältige Überwachung der Blutzuckerwerte empfohlen.
Vermeidung von Photosensitivitätsreaktionen
Chinolone können Photosensitivitätsreaktionen hervorrufen. Moxifloxacin zeigte jedoch in Studien ein geringeres Risiko zur Auslösung von Photosensitivität. Trotzdem sollte den Patienten geraten werden, während der Behandlung mit Moxifloxacin UV-Bestrahlung zu vermeiden und sich nicht übermäßigem und/oder starkem Sonnenlicht auszusetzen (siehe Abschnitt 4.8).
Patienten mit Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel
Patienten mit Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel in der Familienanamnese oder vorlie-gendem Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel können unter Behandlung mit Chinolonen hämolytische Reaktionen entwickeln. Daher sollte Moxifloxacin bei diesen Patienten mit Vorsicht angewandt werden.
Entzündung des periarteriellen Gewebes
Moxifloxacin Infusionslösung ist ausschließlich zur intravenösen Verabreichung vorgesehen. Eine intraarterielle Verabreichung ist zu vermeiden, da präklinische Studien bei dieser Applikationsart Entzündungen des periarteriellen Gewebes gezeigt haben.
Patienten mit bestimmten cSSSI
Die klinische Wirksamkeit von Moxifloxacin bei der Behandlung von schweren Verbrennungen, Fasziitis und Infektionen des diabetischen Fußes mit Osteomyelitis ist nicht erwiesen.
Patienten unter natriumarmer Diät
Dieses Arzneimittel enthält 1206 mg Natrium pro Dosis. Dies entspricht 60 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
Beeinträchtigung biologischer Untersuchungen
Eine Behandlung mit Moxifloxacin kann durch Hemmung des Wachstums von Mykobakterien zu falsch negativen Kulturergebnissen für Mycobacterium spp. in Proben von Patienten, die gerade Moxifloxacin erhalten, führen.
Patienten mit MRSA-Infektionen
Moxifloxacin wird nicht für die Behandlung von MRSA-Infektionen empfohlen. Wenn vermutet oder nachgewiesen ist, dass eine Infektion durch MRSA verursacht wird, sollte die Behandlung mit einem geeigneten Antibiotikum begonnen werden (siehe Abschnitt 5.1).
Kinder und Jugendliche
Aufgrund negativer Effekte von Moxifloxacin auf den Knorpel juveniler Tiere (siehe Ab-
schnitt 5.3) ist die Anwendung von Moxifloxacin bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren kont-raindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Wechselwirkungen mit Arzneimitteln
Ein additiver Effekt von Moxifloxacin und anderen QTc-Intervall-verlängernden Arzneimitteln auf die QT-Intervallverlängerung kann nicht ausgeschlossen werden. Dies könnte zu einem gesteiger-ten Risiko ventrikulärer Arrhythmien, einschließlich Torsade de pointes, führen. Daher ist die
gleichzeitige Anwendung von Moxifloxacin mit folgenden Arzneimitteln kontraindiziert (siehe auch Abschnitt 4.3):
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Antiarrhythmika der Klasse IA (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)
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Antiarrhythmika der Klasse III (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)
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Antipsychotika (z. B. Phenothiazin, Pimozid, Sertindol, Haloperidol, Sultoprid)
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Trizyklische Antidepressiva
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Bestimmte antimikrobielle Wirkstoffe (Saquinavir, Sparfloxacin, Erythromycin i.v., Pentamidin, Malariamittel, vor allem Halofantrin)
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Bestimmte Antihistaminika (Terfenadin, Astemizol, Mizolastin)
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Andere (Cisaprid, Vincamin i.v., Bepridil, Diphemanil).
Moxifloxacin sollte bei Patienten mit Vorsicht angewendet werden, wenn diese mit Arzneimitteln behandelt werden, die den Kaliumspiegel vermindern (z. B. Schleifen- und Thiazid-Diuretika, Laxanzien und Darmspülungen [hohe Dosen], Kortikosteroide, Amphotericin B) oder eine klinisch signifikante Bradykardie verursachen können.
Nach wiederholter Gabe bei gesunden Probanden induzierte Moxifloxacin eine
ca. 30%ige Erhöhung von Cmax von Digoxin; AUC und Troughspiegel (Talspiegel) blieben jedoch unbeeinflusst. Bei der gemeinsamen Anwendung mit Digoxin ist keine besondere Vorsichtsmaß-nahme erforderlich.
Bei gleichzeitiger oraler Gabe von Moxifloxacin und Glibenclamid ist es in Studien bei Probanden mit Diabetes zu einer Erniedrigung der maximalen Plasmakonzentration von Glibenclamid um ca. 21 % gekommen. Die Kombination von Glibenclamid und Moxifloxacin könnte theoretisch zu ei-ner leichten und vorübergehenden Hyperglykämie führen. Die beobachteten pharmakokinetischen Veränderungen führten jedoch nicht zu veränderten pharmakodynamischen Parametern (Blutgluko-se, Insulin). Daher wurde keine klinisch relevante Wechselwirkung zwischen Moxifloxacin und Glibenclamid beobachtet.
INR-Veränderungen
In vielen Fällen wurde eine gesteigerte Wirkung von oralen Antikoagulanzien bei Patienten unter Antibiotikabehandlung berichtet, vor allem bei Behandlung mit Fluorchinolonen, Makroliden, Tet-razyklinen, Cotrimoxazol und einigen Cephalosporinen. Ansteckungs- und Entzündungsbedingun-gen scheinen neben Alter und Allgemeinzustand des Patienten Risikofaktoren zu sein. Unter diesen Umständen ist es schwierig abzuschätzen, ob die INR-Störung (international normalised ratio) durch die Infektionskrankheit oder durch ihre Behandlung hervorgerufen wurde. Eine Vorsichts-maßnahme wäre eine häufigere Kontrolle der Gerinnungsparameter.
Falls erforderlich, ist die Dosierung oraler Antikoagulanzien anzupassen.
Klinische Studien zeigten keine Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Verabreichung von Moxiflo-xacin mit: Ranitidin, Probenecid, oralen Kontrazeptiva, Calciumpräparaten, parenteral verabreich-tem Morphin, Theophyllin, Ciclosporin oder Itraconazol.
In-vitro-Untersuchungen mit menschlichen Cytochrom-P450-Enzymen stützten diese Ergebnisse. Unter Berücksichtigung dieser Befunde sind keine metabolischen Interaktionen durch Cytochrom-P450-Enzyme zu erwarten.
Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln
Moxifloxacin zeigt keine klinisch relevante Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln, auch nicht mit Milchprodukten.
Schwangerschaft
Zur sicheren Anwendung von Moxifloxacin in der Schwangerschaft liegen keine Erkenntnisse vor. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Aufgrund des für Fluorchinolone aus tierex-perimentellen Studien bekannten Risikos für Knorpelschäden gewichtstragender Gelenke bei juve-nilen Tieren und aufgrund reversibler Gelenkschädigungen, die bei Kindern unter Behandlung mit einigen Fluorchinolonen beschrieben wurden, darf Moxifloxacin in der Schwangerschaft nicht an-gewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Stillzeit
Es liegen keine Daten für stillende Frauen vor. Präklinische Daten weisen darauf hin, dass geringe Mengen Moxifloxacin in die Milch übergehen. Aufgrund fehlender Daten für den Menschen und des für Fluorchinolone aus tierexperimentellen Studien bekannten Risikos für Knorpelschäden ge-wichtstragender Gelenke bei juvenilen Tieren, ist das Stillen während der Moxifloxacin-Behandlung kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Fertilität
Tierstudien weisen nicht auf eine Beeinträchtigung der Fertilität hin (siehe Abschnitt 5.3).
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Allerdings können Fluorchinolone, einschließlich Moxiflo-xacin, die Fähigkeit des Patienten, Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen, aufgrund von
ZNS-Reaktionen (z. B. Benommenheit; akut auftretender, vorübergehender Verlust des Sehvermö-gens, siehe Abschnitt 4.8) oder plötzlicher und kurzfristiger Bewusstlosigkeit (Synkope, siehe Ab-schnitt 4.8) beeinträchtigen.
Die Patienten sollten ihre Reaktion auf Moxifloxacin beobachten, bevor sie aktiv am Straßenver-kehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.
Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden in klinischen Studien nach täglicher intravenöser oder oraler Anwendung (nur intravenöse, sequenzielle [IV/oral] und orale Gabe) von 400 mg Moxifloxacin beobachtet und aus Postmarketing-Berichten abgeleitet. Die unerwünschten Wirkun-gen werden gemäß ihrer Häufigkeit aufgeführt.
Außer Übelkeit und Durchfall wurden alle Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit < 3 % beobachtet.
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad an-gegeben.
Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt festgelegt:
- Häufig: ≥ 1/100 bis < 1/10
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Gelegentlich: ≥ 1/1.000 bis < 1/100
- Selten: ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
-
Sehr selten: < 1/10.000
-
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
| Systemorganklasse | Häufig≥ 1/100 bis <1/10 | Gelegentlich≥ 1/1.000 bis <1/100 | Selten≥ 1/10.000 bis< 1/1.000 | Sehr selten< 1/10.000 | Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar |
| Infektionen und para-sitäre Erkrankungen | - Durch resistente Bakterien oder Pilze verursach-te Superinfekti-onen z. B. oraleund vaginale Candidose | ||||
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsytems | |||||
| Erkrankungen des Immunsystems | - Allergische Reak-tionen (siehe Ab-schnitt 4.4) | schnitt 4.4) | |||
| Endokrine Erkran-kungen | - Syndrom der inadä-quaten Sek-retion des antidiureti-schen Hor-mons (SI-ADH) | ||||
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | - Hyperlipidämie | Koma | |||
| Psychiatrische Er-krankungen* | z. B. Suizid-gedanken | fährdung, wie z. B. |
-
Anämie
-
Leukopenie
-
Neutropenie
-
Thrombozytope-nie
-
Thrombozythä-mie
-
Eosinophilie
-
Verlängerte Pro-thrombinzeit/ INR-Anstieg
-
Anstieg des Prothrombi-nspie-gels/INR-Abfall
-
Agranulozy-tose
-
Panzytope-nie
-
Anaphylaxie inkl. lebens-bedrohlichem Schock (sehr selten, siehe Abschnitt 4.4)
-
Allergisches Ödem/Angioö dem (inkl. La-rynxödem, möglicher-weise lebens-bedrohlich, siehe Ab-
-
Hyperglykä-mie
-
Hyperurikä-mie
-
Hypogly-kämie
-
Hypogly-kämisches
-
Angstzustände
-
Psychomotori-sche Hyperaktivi-tät/ Agitiertheit
-
Emotionale Labilität
-
Depression (in sehr selte-nen Fällen möglicher-weise bis hin zur Selbstge-fährdung, wie
-
Depersona-lisation
-
Psychoti-sche Reak-tionen (möglicher-weise bis hin zur Selbstge-
| Systemorganklasse | Häufig≥ 1/100 bis <1/10 | Gelegentlich≥ 1/1.000 bis <1/100 | Selten≥ 1/10.000 bis< 1/1.000 | Sehr selten< 1/10.000 | Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar |
| oder Suizid-versuche, sie-he Abschnitt 4.4) | Suizid-gedanken oder Suizid-versuche,siehe Ab-schnitt 4.4) | ||||
| Erkrankungen des Nervensystems* | - Hyperästhe-sie | ||||
| Augenerkrankungen* | - Sehstörungen inkl. Diplopie und verschwom-menem Sehen (insb. im Verlauf von ZNS-Reaktionen, siehe Abschnitt 4.4) | - Photophobie | und 4.7)he Abschnitt 4.4) | ||
| Erkrankungen des Ohrs und des Laby-rinths* |
-
Halluzination
-
Delirium
-
Kopfschmerzen
-
Benommenheit
-
Par- und Dysäs-thesie
-
Geschmacksstö-rungen (inkl. Ge-schmacksverlust in sehr seltenen Fällen)
-
Verwirrtheit und Desorientiertheit
-
Schlafstörungen (überwiegend In-somnie)
-
Zittern
-
Schwindel
-
Schläfrigkeit
-
Hypästhesie
-
Geruchsstö-rungen (inkl. Geruchsver-lust)
-
Anormale Träume
-
Koordinati-onsstörungen (inkl. Gang-unsicherheit, insb. durch Benommen-heit oder Schwindel)
-
Krämpfe inkl. Grand-mal-Anfälle (siehe Abschnitt 4.4)
-
Gestörte Aufmerksam-keit
-
Sprachstörun-gen
-
Amnesie
-
Periphere Neuropathie und Polyneu-ropathie
-
Vorüberge-hender Ver-lust des Sehvermö-gens (insb. im Verlauf von ZNS-Reaktionen, siehe Ab-schnitte 4.4
-
Uveitis und beidseitige akute Iris-transillumi-nation (sie-
-
Tinnitus
-
Beeinträchti-gung des Hörvermö-
| Systemorganklasse | Häufig≥ 1/100 bis <1/10 | Gelegentlich≥ 1/1.000 bis <1/100 | Selten≥ 1/10.000 bis< 1/1.000 | Sehr selten< 1/10.000 | Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar |
| gens, ein-schließlich Taubheit (üb-licherweise reversibel) | |||||
| Herzerkrankungen** | - QT-Verlängerung bei Patienten mit Hypokaliä-mie (siehe Ab-schnitte 4.3 und4.4) | ||||
| Gefäßerkrankun-gen** | - Vasodilatation | - Vaskulitis | |||
| Erkrankungen der Atemwege, desBrustraums und Me-diastinums | - Dyspnoe(inkl. asthmati-scher Zustände) | ||||
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | nen, siehe Abschnitt 4.4) | ||||
| Leber- und Gallener-krankungen | - Transaminasen-anstieg | LDH-Anstieg) | - Fulminante Hepatitis, möglicher-weise bis hin zum le-bensbedroh-lichen Le-berversagen (inkl. To-desfälle,siehe Ab-schnitt 4.4) |
-
QT-Verlängerung (siehe Abschnitt 4.4)
-
Palpitationen
-
Tachykardie
-
Vorhofflimmern
-
Angina pectoris
-
Ventrikuläre Tachya-rrhythmien
-
Synkope (d.h. plötzliche und kurzfristige Bewusstlosig-keit)
-
Unspezifi-sche Ar-rhythmien
-
Torsade de pointes (sie-he Abschnitt 4.4)
-
Herzstill-stand (siehe Abschnitt 4.4)
-
Hypertonie
-
Hypotonie
-
Übelkeit
-
Erbrechen
-
Gastrointestina-le und abdomi-nelle Schmer-zen
-
Durchfall
-
Verminderter Appetit und ver-minderte Nah-rungsaufnahme
-
Verstopfung
-
Dyspepsie
-
Blähungen
-
Gastritis
-
Amylaseanstieg
-
Dysphagie
-
Stomatitis
-
Antibiotika-assoziierte Kolitis (inkl. pseudomem-branöser Koli-tis, in sehr sel-tenen Fällen mit lebensbe-drohlichen Komplikatio-
-
Leberfunktions-störung (inkl.
-
Bilirubinanstieg
-
Gamma-GT-Anstieg
-
Anstieg der alka-lischen Phospha-tase
-
Ikterus
-
Hepatitis (überwiegend cholestatisch)
| Systemorganklasse | Häufig≥ 1/100 bis <1/10 | Gelegentlich≥ 1/1.000 bis <1/100 | Selten≥ 1/10.000 bis< 1/1.000 | Sehr selten< 1/10.000 | Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar |
| Erkrankungen der Haut und des Unter-hautgewebes | - Bullöse Hautreakti-onen wie Stevens-Johnson-Syndrom oder to-xisch-epidermale Nekrolyse (möglicher-weise le-bensbedroh-lich, siehe Abschnitt 4.4) | (siehe Abschnitt 4.4) | |||
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochener-krankungen* | Abschnitt 4.4) | - Rhabdomyolyse | |||
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | - Dehydratation | ||||
| Allgemeine Erkran-kungen und Be-schwerden am Verab-reichungsort* | - Reaktionen an der Einstichstel-le | bitis an der Infu-sionsstelle | - Ödeme |
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Juckreiz
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Ausschlag
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Urtikaria
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Hauttrockenheit
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Akute Generali-sierte Exanthe-matische Pustu-lose (AGEP)
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Arzneimittelre-aktion mit Eo-sinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) (siehe Abschnitt 4.4), fixes Arznei-mittelexanthem, photosensitive Reaktionen
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Arthralgie
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Myalgie
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Tendinitis (siehe Ab-schnitt 4.4)
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Muskel-krämpfe
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Muskelzucken
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Muskel-schwäche
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Sehnen-ruptur (siehe Abschnitt 4.4)
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Arthritis
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Muskelrigi-dität
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Verschlim-merung der Symptome einer Myas-thenia gra-vis (siehe
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Nierenfunkti-onsstörung (inkl. Blut-harnstoff- und Kreatinin-Anstieg)
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Nierenversa-gen (siehe Abschnitt 4.4)
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Allgemeines Unwohlsein (überwiegend As-thenie oder Müdigkeit)
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Schmerzzustände (inkl. Schmerzen in Rücken, Brust, Becken und Ext-remitäten)
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Schwitzen
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(Thrombo-) Phle-
*In sehr seltenen Fällen wurde im Zusammenhang mit der Anwendung von Chinolonen und Fluor-chinolonen von anhaltenden (über Monate oder Jahre andauernden), die Lebensqualität beeinträch-
tigenden und potenziell irreversiblen schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet, die verschiede-ne, manchmal mehrere, Systemorganklassen und Sinnesorgane betrafen (einschließlich Nebenwir-kungen wie Tendinitis, Sehnenruptur, Arthralgie, Schmerzen in den Extremitäten, Gangstörung, Neuropathien mit einhergehender Parästhesie und Neuralgie, Ermüdung, psychiatrische Symptome (einschließlich Schlafstörungen, Angstzustände, Panikattacken, Depressionen und Selbstmordge-danken), Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sowie Beeinträchtigung des Hör-, Seh-, Ge-schmacks- und Riechvermögens), in einigen Fällen unabhängig von bereits bestehenden Risikofak-toren (siehe Abschnitt 4.4).
** Fälle von Aortenaneurysma und Aortendissektion, manchmal durch Rupturen kompliziert (ein-schließlich tödlicher Fälle), sowie Regurgitation/Insuffizienz einer der Herzklappen wurden bei Pa-tienten berichtet, die Fluorchinolone erhielten (siehe Abschnitt 4.4).
Die folgenden unerwünschten Wirkungen sind in der Untergruppe der i.v.- behandelten Patienten (unabhängig von einer sich anschließenden oralen Behandlung) mit größerer Häufigkeit aufgetre-ten:
Häufig:
Gamma-Glutamyltransferase-Anstieg
Gelegentlich:
Ventrikuläre Tachyarrhythmien, Hypotonie, Ödeme, Antibiotika-assoziierte Kolitis (inkl. pseudo-membranöser Kolitis, in sehr seltenen Fällen mit lebensbedrohlichen Komplikationen, siehe Ab-schnitt 4.4), Krämpfe inkl. Grand-mal-Anfällen (siehe Abschnitt 4.4), Halluzination, Nierenfunkti-onsstörung (inkl. Blutharnstoff- und Kreatinin-Anstieg), Nierenversagen (siehe Abschnitt 4.4)
Bei der Behandlung mit anderen Fluorchinolonen wurden sehr selten folgende Nebenwirkungen beobachtet, die möglicherweise auch bei einer Anwendung von Moxifloxacin auftreten können: er-höhter intrakranieller Druck (einschließlich Pseudotumor cerebri), Hypernatriämie, Hyperkalzämie, hämolytische Anämie.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimit-tels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwir-kung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Es gibt keine Empfehlungen für spezifische Gegenmaßnahmen nach versehentlicher Überdosie-rung. Im Falle einer Überdosierung sollte eine symptomatische Behandlung eingeleitet werden. Ei-ne EKG-Überwachung sollte aufgrund des möglichen Auftretens einer QT-Intervallverlängerung durchgeführt werden. Bei oraler oder intravenöser Verabreichung von 400 mg Moxifloxacin ver-mindert die gleichzeitige Gabe von Aktivkohle die systemische Verfügbarkeit von Moxifloxacin um mehr als 80 % bzw. 20 %.
Nach oraler Überdosierung kann die frühzeitige Gabe von Aktivkohle während der Resorptions-phase zur Verhinderung einer übermäßigen systemischen Exposition sinnvoll sein.
Pharmakologische Eigenschaften - Moxifloxacin 400 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Chinolone, Fluorchinolone,
ATC-Code: J01MA14
Wirkmechanismus
Moxifloxacin hemmt bakterielle Typ-II-Topoisomerasen (DNS-Gyrase und Topoisomerase IV), die bei der Replikation, Transkription und Reparatur der bakteriellen DNS benötigt werden.
Pharmakokinetisches/pharmakodynamisches-Verhältnis
Fluorchinolone töten Erreger konzentrationsabhängig ab. Pharmakodynamische Untersuchungen mit Fluorchinolonen in Infektionsmodellen am Tier und in Studien mit Menschen weisen darauf hin, dass das AUC24/MHK-Verhältnis der primäre, bestimmende Faktor für die Wirksamkeit ist.
Resistenzmechanismus
Resistenz gegen Fluorchinolone kann durch Mutationen der DNS-Gyrase und der Topoisomerase IV entstehen. Andere Mechanismen sind Überexpression von Effluxpumpen, Impermeabilität und Protein-vermittelter Schutz der DNS-Gyrase. Kreuzresistenz zwischen Moxifloxacin und anderen Fluorchinolonen ist zu erwarten.
Die Wirksamkeit von Moxifloxacin wird durch Resistenzmechanismen, die für andere Antibiotik-aklassen spezifisch sind, nicht beeinflusst.
Grenzwerte (Breakpoints)
Klinische EUCAST-MHK- und Plättchendiffusions-Grenzwerte für Moxifloxacin (01.01.2012):
| Spezies | sensibel | resistent |
| Staphylococcus spp. | ≤ 0,5 mg/l≥ 24 mm | > 1 mg/l< 21 mm |
| S. pneumoniae | ≤ 0,5 mg/l≥ 22 mm | > 0,5 mg/l< 22 mm |
| Streptococcus Gruppen A, B, C, G | ≤ 0,5 mg/l≥ 18 mm | > 1 mg/l< 15 mm |
| H. influenzae | ≤ 0,5 mg/l≥ 25 mm | > 0,5 mg/l< 25 mm |
| M. catarrhalis | ≤ 0,5 mg/l≥ 23 mm | > 0,5 mg/l< 23 mm |
| Enterobacteriaceae | ≤ 0,5 mg/l≥ 20 mm | > 1 mg/l< 17 mm |
| Keiner Spezies zuzuordnende Grenzwerte* | ≤ 0,5 mg/l | > 1 mg/l |
| * Keiner Spezies zuzuordnende Grenzwerte wurden hauptsächlich auf Basis von pharmakoki-netischen/pharmakodynamischen Daten ermittelt und sind unabhängig von der MHK-Verteilung bestimmter Spezies. Sie sind nur anwendbar auf Spezies, die keine Spezies-spezifischen Grenzwerte haben und sind nicht anwendbar auf Spezies, bei denen die Interpreta-tionskriterien noch zu bestimmen sind. | ||
Mikrobiologische Empfindlichkeit
Die Häufigkeit der erworbenen Resistenz kann für ausgewählte Spezies geographisch und zeitlich variieren, und lokale Informationen über Resistenzen sind wünschenswert, insbesondere wenn schwere Infektionen behandelt werden. Bei Bedarf sollte der Rat eines Experten eingeholt werden, wenn die örtliche Prävalenz der Resistenz den Nutzen des Wirkstoffes bei mindestens einigen In-fektionen in Frage stellt.
Üblicherweise empfindliche Spezies
| Aerobe gram-positive MikroorganismenStaphylococcus aureus*+ Streptococcus agalactiae (Gruppe B)Streptococcus milleri-Gruppe* (S. anginosus, S. constellatus und S. intermedius) Streptococcus pneumoniae*Streptococcus pyogenes* (Gruppe A)Streptococcus viridans-Gruppe (S. viridans, S. mutans, S. mitis, S. sanguinis, S. salivarius, S. thermophilus) |
| Aerobe gram-negative MikroorganismenAcinetobacter baumanii Haemophilus influenzae* Legionella pneumophilaMoraxella (Branhamella) catarrhalis* |
| Anaerobe MikroorganismenPrevotella spp. |
| Andere MikroorganismenChlamydia (Chlamydophila) pneumoniae* Coxiella burnetiiMycoplasma pneumoniae* |
| Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können |
| Aerobe gram-positive MikroorganismenEnterococcus faecalis* Enterococcus faecium* |
| Aerobe gram-negative MikroorganismenEnterobacter cloacae* Escherichia coli*# Klebsiella oxytoca Klebsiella pneumoniae*#Proteus mirabilis* |
| Anaerobe MikroorganismenBacteroides fragilis* |
| Von Natur aus resistente Spezies |
| Aerobe gram-negative MikroorganismenPseudomonas aeruginosa |
| * In klinischen Studien wurde die Wirksamkeit zufriedenstellend nachgewiesen.+ Methicillin-resistente S. aureus sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Fluorchinolon-resistent. Für Methicillin-resistente S. aureus wurde eine Moxifloxacin-Resistenzrate > 50 % berichtet.# ESBL-produzierende Stämme sind im Allgemeinen auch resistent gegenüber Fluorchinolo-nen. |
Resorption und Bioverfügbarkeit
Am Ende einer einmaligen, 1-stündigen intravenösen Infusion von 400 mg Moxifloxacin wurden Spitzenkonzentrationen von ca. 4,1 mg/l erreicht, was einem Anstieg um etwa 26 % gegenüber den Werten nach oraler Gabe (3,1 mg/l) entspricht. Nach intravenöser Verabreichung ist die Fläche un-ter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC) mit ca. 39 mg·h/l nur geringfügig größer als nach oraler Gabe (35 mg∙h/l). Dies stimmt überein mit der absoluten Bioverfügbarkeit von ca. 91 %.
Bei intravenös mit Moxifloxacin behandelten Patienten ist eine alters- oder geschlechtsspezifische Dosisanpassung nicht erforderlich.
Nach Einzeldosen zwischen 50 und 1200 mg oral bzw. bis zu 600 mg intravenös und nach 10-tägiger Gabe von bis zu 600 mg einmal täglich ist die Pharmakokinetik von Moxifloxacin linear.
Verteilung
Moxifloxacin wird schnell in den Extravasalraum verteilt. Das Verteilungsvolumen im Steady-State (Vss) beträgt ca. 2 l/kg. In-vitro- und ex-vivo-Untersuchungen ergaben eine Proteinbindung von ca. 40 – 42 % unabhängig von der Wirkstoffkonzentration. Moxifloxacin wird hauptsächlich an Serumalbumin gebunden.
In der Bronchialschleimhaut und im epithelialen Flüssigkeitsfilm wurden 2,2 h nach oraler Gabe maximale Konzentrationen von 5,4 mg/kg bzw. 20,7 mg/l (geometrischer Mittelwert) erreicht. Die entsprechende Maximalkonzentration in Alveolarmakrophagen betrug 56,7 mg/kg. Bei intravenö-ser Gabe wurde nach 10 h in der Hautblasenflüssigkeit eine Konzentration von 1,75 mg/l gemes-sen. In der interstitiellen Flüssigkeit wurde für die freie Konzentration ein vergleichbares Zeitprofil wie im Plasma beobachtet mit 1,0 mg/l (geometrischer Mittelwert) 1,8 h nach intravenöser Gabe.
Biotransformation
Moxifloxacin unterliegt einer Phase-II-Biotransformation und wird renal (etwa 40 %) und bili-är/fäkal (ca. 60 %) unverändert und in Form einer Sulfo-Verbindung (M1) und eines Glucuronids (M2) ausgeschieden. Die einzigen für den Menschen relevanten Metaboliten M1 und M2 sind mik-robiologisch inaktiv.
In klinischen Phase-I- und in-vitro-Studien wurden keine stoffwechselrelevanten pharmakokineti-schen Interaktionen mit anderen Wirkstoffen infolge Phase-I-Biotransformation unter Beteiligung von Cytochrom-P450-Enzymen beobachtet. Es gibt keinen Hinweis auf einen oxidativen Metabo-lismus.
Elimination
Moxifloxacin wird aus dem Plasma mit einer mittleren terminalen Halbwertszeit von
ca. 12 Stunden eliminiert. Die durchschnittliche scheinbare Gesamt-Körper-Clearance nach Gabe von 400 mg liegt im Bereich von 179 bis 246 ml/min. Nach intravenöser Infusion von 400 mg Moxifloxacin wurden im Urin etwa 22 % und in den Faeces etwa 26 % der Substanz unverändert wiedergefunden. Insgesamt etwa 98 % der verabreichten Dosis (unveränderter Wirkstoff und Me-taboliten) werden nach intravenöser Gabe von Moxifloxacin wiedergefunden. Die renale Clearance erreichte etwa 24 - 53 ml/min und lässt auf eine partielle tubuläre Reabsorption der Substanz in der Niere schließen.
Die gleichzeitige Gabe von Moxifloxacin und Ranitidin oder Probenecid veränderte die renale Clearance des Wirkstoffes nicht.
Niereninsuffizienz
Bei Niereninsuffizienz (einschließlich Kreatinin-Clearance > 20 ml/min/1,73 m2) ist die Pharma-kokinetik von Moxifloxacin nicht signifikant verändert. Die Konzentrationen des Metaboliten M2 (Glukuronid) steigen mit abnehmender Nierenfunktion auf das bis zu 2,5fache an (bei einer Krea-tinin-Clearance von < 30 ml/min/1,73 m2).
Leberinsuffizienz
Die bisherigen pharmakokinetischen Untersuchungen bei Patienten mit Leberinsuffizienz (Child-Pugh A, B) lassen keine eindeutigen Schlussfolgerungen über Veränderungen gegenüber Leberge-sunden zu. Eingeschränkte Leberfunktion geht mit einer Erhöhung der Plasmaspiegel des Metaboli-ten M1 einher. Die Spiegel des unveränderten Wirkstoffes bleiben vergleichbar mit denen bei ge-sunden Freiwilligen. Es gibt keine ausreichende Erfahrung über die klinische Anwendung bei Pati-enten mit Leberfunktionsstörung.
Pharmazeutische Angaben - Moxifloxacin 400 mg
Natriumacetat-Trihydrat Natriumsulfat
Schwefelsäure 25 % (zur pH-Wert-Einstellung) Wasser für Injektionszwecke
Folgende Lösungen sind inkompatibel mit Moxifloxacin Infusionslösung: Natriumchlorid 10 % und 20 %,
Natriumhydrogencarbonat 4,2 % und 8,4 %
Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arznei-mitteln gemischt werden.
3 Jahre
Die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch wurde für 24 Stunden bei 25 °C nachge-wiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden, wenn nicht Öffnen/ Rekonstitution/Verdünnung unter Bedingungen erfolgt, die das Risiko einer mikrobiellen Konta-mination ausschließen können. Falls nicht sofort verwendet, übernimmt der Anwender die Verant-wortung für die Lagerungsbedingungen und die Lagerungsdauer bis zur und während der Anwen-dung.
Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
Für Polyethylen-Flaschen (KabiPac) zusätzlich:
Die Flasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Für Aufbewahrungsbedingungen des geöffneten/verdünnten Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
Moxifloxacin Kabi ist verpackt in:
Low-density-Polyethylenflaschen (KabiPac) als Primärpackmittel, die mit einem Aufsatz ver-schlossen sind, der eine Gummischeibe enthält, um den Einstich durch eine Nadel zu ermöglichen.
oder
Polyolefin-Beutel (freeflex) mit einem Administrations-Port (Infusions-Port) und
Zusatz-Port (Injektions-Port) bestehend aus einer Polypropylen-Hülle und einer Aluminium-Umverpackung.
Packungsgrößen
Polyethylenflaschen (KabiPac): 1, 10, 20, 25 und 40 Flaschen
Polyolefin-Beutel (freeflex): 1, 10, 20, 25 und 40 Beutel
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
und sonstige Hinweise zur Hand-habung
Dieses Arzneimittel ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen.
Für die folgenden Infusionslösungen wurde Kompatibilität mit Moxifloxacin 400 mg Infusionslö-sung nachgewiesen:
Wasser für Injektionszwecke, Natriumchlorid 0,9 %, Glucose 5 % und 10 %, Ringerlösung, Hart-mannlösung, Ringerlactatlösung.
Moxifloxacin Infusionslösung sollte nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln verabreicht wer-den.
Lösungen, die sichtbare Partikel oder Trübungen enthalten, dürfen nicht verwendet werden.
Bei niedrigen Lagertemperaturen kann es zu einer Ausfällung kommen, die sich bei Raumtempera-tur wieder auflöst. Daher wird empfohlen, die Infusionslösung nicht unter
8 °C zu lagern.