Amoxicillin Micro Labs 500 mg/5 ml Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
- ausgenommen von in der Person des Patienten begründeten Ausnahmen.
Der Einsatz von Saftzubereitungen für Erwachsene ist besonders zu begründen.
Verordnungseinschränkung verschreibungspflichtiger Arzneimittel nach dieser Richtlinie. [4]
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Amoxicillin 500 mg/5 ml
Amoxicillin Micro Labs ist indiziert für die Behandlung der folgenden Infektionen bei Erwachsenen und Kindern (siehe Abschnitte 4.2, 4.4 und 5.1):
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Akute bakterielle Sinusitis
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Akute Otitis media
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Akute Streptokokken Tonsillitis und Pharyngitis
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Akute Verschlimmerung chronischer Bronchitis
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Ambulant erworbene Pneumonie
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Akute Zystitis
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Asymptomatische Bakteriurie in der Schwangerschaft
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Akute Pyelonephritis
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Typhoides und Paratyphoides Fieber
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Zahnabszesse mit ausgedehnter Cellulitis
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Prothetische Infektionen der Gelenke
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Helicobacter pylori Eradikation
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Lyme Borreliose
Amoxicillin Micro Labs ist ebenfalls indiziert zur Prophylaxe von Endokarditis.
Die offiziellen Richtlinien bezüglich der entsprechenden Verwendung von antimikrobiell wirkenden Mitteln sollten berücksichtigt werden.
Dosierung
Für die Dosis von Amoxicillin, die ausgewählt wird um individuelle Infektionen zu behandeln, sollte folgendes berücksichtigt werden:
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Die erwarteten Pathogene und ihre voraussichtliche Empfindlichkeit gegenüber antibakteriell wirkenden Mitteln (siehe Abschnitt 4.4).
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Die Schwere und die Stelle der Infektion.
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Das Alter, Gewicht und die Nierenfunktion des Patienten; wie unten gezeigt.
Die Dauer der Therapie sollte sich nach der Art der Infektion und dem Ansprechen des Patienten richten und sollte im Allgemeinen so kurz wie möglich sein. Einige Infektionen erfordern eine längere Behandlungsdauer (siehe Abschnitt 4.4 betreffend verlängerte Therapie).
| Indikation* | Dosierung* | |||||
| Akute bakterielle Sinusitis | 250 mg bis 500 mg alle 8 Stunden oder 750 mg bis 1 g alle 12 StundenBei schweren Infektionen 750 mg bis 1 g alle 8 StundenAkute Zystitis kann mit 3 g zweimal täglich für einenTag behandelt werden | |||||
| AsymptomatischeBakteriurie in der Schwangerschaft | ||||||
| Akute Pyelonephritis | ||||||
| Akute PyelonephritisZahnabszesse mit ausgedehnter Cellulitis | ||||||
| Akute Zystitis | ||||||
| Akute Otitis media | 500 mg alle 8 Stunden, 750 mg bis 1 g alle 12 Stunden Bei schweren Infektionen 750 mg bis 1 g alle 8 Stunden für 10 Tage | |||||
| Akute Streptokokken-Tonsillitis und –Pharyngitis | ||||||
| Akute Verschlimmerung chronischer Bronchitis | ||||||
| Ambulant erworbene Pneumonie | 500 mg Stunden | bis | 1 | g | alle | 8 |
| Typhoides und Paratyphoides Fieber | 500 mg Stunden | bis | 2 | g | alle | 8 |
| Prothetische Infektionen der Gelenke | 500 mg Stunden | bis | 1 | g | alle | 8 |
Erwachsene und Kinder ≥ 40 kg
| Prophylaxe von Endokarditis | 2 g oral, Eine Einzeldosis 30– 60 Minuten vor einem Eingriff |
| Helicobacter pyloriEradikation | 750 mg bis 1 g zweimal täglich in Kombination mit einem Protonenpumpen-Inhibitor (z. B. Omeprazol, Lansoprazol) und anderen Antibiotika (z. B. Clarithromycin,Metronidazol) für 7 Tage |
| Lyme Borreliose (siehe Abschnitt 4.4) | Frühstadium: 500 mg bis 1 g alle 8 Stunden bis zu einem Maximum von 4 g/Tag in aufgeteilten Dosen für 14 Tage (10 – 21 Tage)Spätstadium (systemische Beteiligung): 500 mg bis 2 g alle 8 Stunden bis zu einem Maximum von 6 g/Tag in aufgeteilten Dosen für 10 –30 Tage |
| * die offiziellen Behandlungsrichtlinien für jede Indikation sollten berücksichtigt werden | |
Kinder < 40 kg
Kinder können mit Amoxicillin-Kapseln, dispergierbaren Tabletten, Suspensionen oder pädiatrischen Zubereitungen in Beuteln behandelt werden.
Amoxicillin Pediatric Suspension wird für Kinder unter sechs Monaten empfohlen.
Kindern, die 40 kg oder mehr wiegen, sollte die Erwachsenendosis verschrieben werden.
Empfohlene Dosierung:
| Indikation+ | Dosierung+ |
| Akute bakterielle Sinusitis | 20 bis 90 mg/kg/Tag in aufgeteilten Dosen* |
| Akute Otitis media | |
| Ambulant erworbene Pneumonie | |
| Akute Zystitis | |
| Akute Pyelonephritis | |
| Zahnabszesse mit ausgedehnter Cellulitis | |
| Akute Streptokokken-Tonsillitis und –Pharyngitis | 40 bis 90 mg/kg/Tag in aufgeteilten Dosen* |
| Typhoides und Paratyphoides Fieber | 100 mg/kg/Tag in drei aufgeteilten Dosen |
| Prophylaxe von Endokarditis | Eine Einzeldosis 50 mg/kg oral, 30 – 60 Minutenvor einem Eingriff |
| Lyme Borreliose (siehe Abschnitt 4.4) | Frühstadium: 25 bis 50 mg/kg/Tag in drei Aufgeteilten# Dosen für 10 – 21 TageSpätstadium (systemische Beteiligung): 100 mg/kg/Tagin drei aufgeteilten Dosen für 10 – 30 Tage |
| + die offiziellen Behandlungsrichtlinien für jede Indikation sollten berücksichtigt werden.* Zweimal tägliche Dosierungsempfehlungen sollten nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn sich die Dosen im höheren Bereich befinden.# Empfohlen bei Kindern, die zwischen 5 kg und 40 kg wiegen. | |
Ältere Patienten
Eine Dosisanpassung wird nicht als notwendig erachtet.
| GFR(ml/min) | Erwachsene undKinder ≥ 40 kg | Kinder < 40 kg# |
| Größer als 30 | Keine Anpassung notwendig | KeineAnpassung notwendig |
| 10 bis 30 | maximal 500 mg zweimal täglich | 15 mg/kg zweimal täglich verabreicht (maximal 500mg zweimal täglich) |
| Weniger als 10 | maximal 500mg/Tag | 15 mg/kg als eine Einzeltagesdosis verabreicht (maximal 500mg) |
| # In der Mehrzahl der Fälle ist eine parenterale Therapie bevorzugt. | ||
Eingeschränkte Nierenfunktion
Bei Patienten, die eine Hämodialyse erhalten
Amoxicillin kann durch Hämodialyse aus dem Kreislauf entfernt werden.
| Hämodialyse | |
| Erwachsene und Kinder über 40 kg | 500 mg jede 24hVor der Hämodialyse sollte eine zusätzliche Dosis von 500 mg verabreicht werden. Um das zirkulierende Arzneimittellevel wiederherzustellen, sollte eine weitereDosis von 500 mg nach der Hämodialyse verabreicht werden. |
| Kinder unter 40 kg | 15 mg/kg/Tag als eine Einzeltagesdosis verabreicht (Maximum 500 mg).Vor der Hämodialyse sollte eine zusätzliche Dosis von 15 mg/kg verabreicht werden. Um das zirkulierende Arzneimittellevel wiederherzustellen, sollte eine weitere Dosis von 15 mg/kg nach derHämodialyse verabreicht werden. |
Bei Patienten, die eine Peritonealdialyse erhalten
Die maximale Tagesdosis beträgt 500 mg Amoxicillin.
Eingeschränkte Leberfunktion
Die Dosierung sollte mit Bedacht gewählt werden und die Leberfunktion in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).
Art der Anwendung
Zum Einnehmen nach Herstellung der Suspension.
Die Aufnahme von Amoxicillin ist unabhängig von Nahrung.
Die Therapie kann entsprechend den Dosierungsempfehlungen der intravenösen Darreichungsformen parenteral begonnen und mit den Darreichungsformen zum Einnehmen fortgeführt werden.
Zur Verabreichung der Suspension zum Einnehmen liegt der Packung eine orale Dosierspritze mit Markierungen in ml-Schritten bei. Es darf nur die in der Umverpackung enthaltene Dosierspritze verwendet werden.
Da die Amoxicillin-Dosierung in mg/Dosis und in mg/kg/Tag ausgedrückt wird, siehe die folgende Tabelle und in Abschnitt
6.6 Praktische Hinweise zur Umrechnung der Amoxicillin-Dosis in Milligramm (mg) in Milliliter (ml) aufgrund der Verwendung der oralen Dosierspritze.
Informationen zur Umrechnung der Amoxicillin-Dosis in mg in ml finden Sie in der folgenden Tabelle:
| Amoxicillin-Dosis | Entsprechende ml der rekonstituierten Suspension zum Einnehmen, die über der Arzneimittelpackung beigefügte orale Dosierspritze eingenommen werden muss. |
| 15 mg/kg | 0,15 ml/kg |
| 20 mg/kg | 0,2 ml/kg |
| 25 mg/kg | 0,25 ml/kg |
| 40 mg/kg | 0,4 ml/kg |
| 50 mg/kg | 0,5 ml/kg |
| 90 mg/kg | 0,9 ml/kg |
| 100 mg/kg | 1,0 ml/kg |
| 250 mg | 2,5 ml |
| 500 mg | 5 ml |
| 750 mg | 7,5 ml |
| 1 g | 10 ml |
| 2 g | 20 ml |
| 3 g | 30 ml |
Anweisungen zur Herstellung des Arzneimittels vor der Verabreichung finden Sie im Abschnitt 6.6. Vor jedem Gebrauch ist die Flasche kräftig zu schütteln.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen ein anderes Penicillin, Schwefeldioxid oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Vorgeschichte einer schweren unmittelbaren Überempfindlichkeitsreaktion (z. B. Anaphylaxie) gegen ein anderes Beta-Lactam (z. B. ein Cephalosporin, Carbapenem oder Monobactam).
Überempfindlichkeitsreaktionen
Vor dem Beginn einer Therapie mit Amoxicillin sollten sorgfältige Erkundigungen bezüglich einer früheren Überempfindlichkeitsreaktion auf Penicilline, Cephalosporine oder Beta-Lactam Agenzien (siehe Abschnitte 4.3 und 4.8) eingeholt werden.
Bei Patienten, die mit Penicillinen behandelt wurden, wurden schwerwiegende und gelegentlich tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich anaphylaktoider und schwerer kutaner Reaktionen) berichtet. Überempfindlichkeitsreaktionen können auch zum Kounis-Syndrom führen, einer schweren allergischen Reaktion, die einen Myokardinfarkt zur Folge haben kann (siehe Abschnitt 4.8). Es ist eher wahrscheinlich, dass diese Reaktionen bei Personen mit einer Vorgeschichte einer Penicillin Überempfindlichkeitsreaktion und bei atopischen Personen auftreten. Wenn es zu einer allergischen Reaktion kommt, muss die Amoxicillin Therapie abgebrochen werden und eine entsprechende Alternative Therapie begonnen werden.
Das arzneimittelbedingte Enterokolitissyndrom (DIES) wurde hauptsächlich bei Kindern berichtet, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten haben (siehe Abschnitt 4.8). DIES ist eine allergische Reaktion mit dem Leitsymptom anhaltenden Erbrechens (1-4 Stunden nach der Einnahme des Arzneimittels) bei einem Fehlen von allergischen Haut-oder Atemwegssymptomen. Weitere Symptome können Bauchschmerzen, Diarrhö, Hypotonie oder Leukozytose mit Neutrophilie sein. Es sind schwere Fälle inklusive einer Progression bis hin zum Schock aufgetreten.
Nicht empfindliche Mikroorganismen
Amoxicillin ist nicht geeignet zur Behandlung einiger Infektionsarten, außer wenn der Erreger schon nachgewiesen wurde und es bekannt ist, dass er empfindlich ist oder wenn eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Erreger geeignet für die Behandlung mit Amoxicillin ist (siehe Abschnitt 5.1). Dies trifft insbesondere zu unter Berücksichtigung der Behandlung von Patienten mit Harnwegsinfektionen und schweren Infektionen der Ohren, Nase und Hals.
Krämpfe
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder bei denen, die hohe Dosen bekommen, oder bei Patienten mit prädisponierenden Faktoren (z. B. Krampfanfälle in der Vorgeschichte, behandelte Epilepsie oder Hirnhauterkrankungen) können Krämpfe auftreten (siehe Abschnitt 4.8).
Eingeschränkte Nierenfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Dosis dem Schweregrad der Nierenfunktionsstörung angepasst werden (siehe Abschnitt 4.2).
Hautreaktionen
Das Auftreten eines fieberhaften generalisierten Erythems zusammen mit Pusteln am Beginn der Behandlung kann ein Symptom einer akuten generalisierten exanthemischen Pustulose (AGEP) sein (siehe Abschnitt 4.8). Diese Reaktion erfordert das Absetzen von Amoxicillin und jede nachfolgende Anwendung ist kontraindiziert.
Amoxicillin sollte bei Verdacht auf infektiöse Mononukleose vermieden werden, da es bei dieser Erkrankung zu einem Auftreten eines masernartigen Ausschlages nach der Anwendung von Amoxicillin kommen kann.
Jarisch-Herxheimer Reaktion
Die Jarisch-Herxheimer Reaktion trat nach der Amoxicillin Behandlung von Borreliose (siehe Abschnitt 4.8) auf. Es resultiert direkt aus der bakteriziden Aktivität von Amoxicillin gegenüber den verursachenden Bakterien der Borreliose, den Spirochäten Borrelia burgdorferi. Die Patienten sollten beruhigt werden, dass dies eine häufige und meist selbstlimitierende Folge der Antibiotikabehandlung der Borreliose ist.
Überwucherung von nicht empfindlichen Mikroorganismen
Bei längerfristiger Anwendung kann es gelegentlich zu einem übermäßigen Wachstum von unempfindlichen Erregern kommen.
Bei fast allen Antibiotika wurde über Fälle von Antibiotika-assoziierter Kolitis berichtet, deren Schweregrad leicht bis lebensbedrohlich sein kann (siehe Abschnitt 4.8). Daher ist es wichtig, bei Patienten, bei denen es während oder nach Anwendung eines Antibiotikums zu Durchfall kommt, an diese Diagnose zu denken. Sollte es zu einer Antibiotika-assoziierten Kolitis kommen, sollte Amoxicillin sofort abgesetzt werden, ein Arzt aufgesucht und eine entsprechende Therapie begonnen werden. Anti-peristaltische Arzneimittel sind in dieser Situation kontraindiziert.
Längerfristige Therapie
Eine regelmäßige Überprüfung der Organsystemfunktionen, einschließlich Nieren-, Leber- und hämatopoetische Funktion, ist während einer längerfristigen Behandlung ratsam. Von erhöhten Leberenzymen und Veränderungen der Blutzellen wurde berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Antikoagulantien
Selten wurde von der Verlängerung der Prothrombinzeit berichtet bei Patienten, die Amoxicillin erhielten. Bei gleichzeitiger Verordnung von Antikoagulantien sind angemessene Kontrollen durchzuführen. Möglicherweise muss die Dosis von oralen Antikoagulantien angepasst werden, um den gewünschten Grad an Antikoagulation zu erzielen (siehe Abschnitt 4.5 und 4.8).
Kristallurie
Bei Patienten mit verminderter Harnausscheidung wurde in sehr seltenen Fällen eine Kristallurie (einschließlich akuter Nierenschädigung) beobachtet, und zwar vorwiegend unter einer parenteralen Therapie. Während der Anwendung hoher Amoxicillin-Dosen ist auf eine adäquate Flüssigkeitszufuhr und Harnausscheidung zu achten, um das Risiko für eine Amoxicillin-Kristallurie zu verringern. Bei Patienten mit Blasenkatheter ist die Durchgängigkeit des Katheters regelmäßig zu kontrollieren (siehe Abschnitte 4.8 und 4.9).
Beeinträchtigung von Diagnose-Tests
Erhöhte Amoxicillin Mengen in Serum und Harn beeinflussen wahrscheinlich bestimmte Labortests. Aufgrund der hohen Konzentrationen von Amoxicillin im Harn, kommt es häufig zu falsch positiven Ergebnissen mit chemischen Methoden.
Es wird empfohlen während der Behandlung mit Amoxicillin enzymatische Glucose Oxidase Methoden zum Nachweis von Glucose anzuwenden.
Das Vorliegen von Amoxicillin kann Untersuchungsergebnisse für Estriol bei Schwangeren verfälschen.
Wichtige Informationen zu den Inhaltsstoffen
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Dieses Arzneimittel enthält 15 mg Aspartam in jeder 5-ml Suspension. Aspartam ist eine Phenylalaninquelle. Es kann schädlich sein für Patienten mit Phenylketonurie (PKU), einer seltenen angeborenen Erkrankung, bei der sich Phenylalanin anreichert, weil der Körper es nicht ausreichend abbauen kann. Dieses Arzneimittel sollte bei Patienten mit Phenylketonurie mit Vorsicht angewendet werden. Zur Beurteilung der Anwendung von Aspartam bei Säuglingen unter 12 Wochen liegen weder präklinische noch klinische Daten vor.
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Dieses Arzneimittel enthält 7,5 mg Natriumbenzoat pro 5 ml. Natriumbenzoat kann Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen) bei Neugeborenen (im Alter bis zu 4 Wochen) verstärken.
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Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 5 ml Suspension zum Einnehmen, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.
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Dieses Arzneimittel enthält 0,21 mg Propylenglykol pro 5 ml. Bei Babys unter 4 Wochen sollte dieses Arzneimittel mit Vorsicht angewendet werden, insbesondere wenn dem Baby gleichzeitig andere Arzneimittel verabreicht werden, die Propylenglykol oder Alkohol enthalten.
Dieses Arzneimittel enthält 0,32 mg Benzylalkohol pro 5 ml. Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen.
Probenecid
Die gleichzeitige Anwendung von Probenecid wird nicht empfohlen. Probenecid vermindert die renale tubuläre Sekretion von Amoxicillin. Die gleichzeitige Anwendung von Probenecid kann zu erhöhten und länger anhaltenden Blutspiegeln von Amoxicillin führen.
Allopurinol
Gleichzeitige Anwendung von Allopurinol während der Behandlung mit Amoxicillin kann die Wahrscheinlichkeit von allergischen Hautreaktionen erhöhen.
Tetracycline
Tetracycline und andere bakteriostatische Arzneimittel können die bakterienabtötende Wirkung von Amoxicillin behindern.
Orale Antikoagulantien
Orale Antikoagulantien und Penicillin-Antibiotika finden breite Anwendung in der Praxis, und es liegen keine Berichte über Wechselwirkungen vor. Allerdings wurden in der Literatur Fälle von erhöhten Werten der International Normalised Ratio (INR) bei Patienten beschrieben, die mit Acenocoumarol oder Warfarin behandelt wurden und denen eine Behandlung mit Amoxicillin verordnet wurde. Wenn eine gemeinsame Anwendung notwendig ist, sollten zu Beginn und am Ende der Behandlung mit Amoxicillin die Prothrombinzeit oder der INR-Wert sorgfältig überwacht werden. Zusätzlich können Dosisanpassungen bei den oralen Antikoagulantien notwendig werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).
Methotrexat
Penicilline können die Ausscheidung von Methotrexat verringern, was zu einer potenziellen Erhöhung der Toxizität führen kann.
Schwangerschaft
Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf die Reproduktion schließen. Begrenzte Daten beim Menschen zur Verwendung von Amoxicillin während der Schwangerschaft weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko von Geburtsfehlern hin. Amoxicillin kann während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn der potentielle Nutzen einer Behandlung das potentielle Risiko überwiegt.
Stillzeit
Amoxicillin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über mit dem potentiellen Risiko einer Sensibilisierung. Folglich sind Durchfall und eine Pilzinfektion der Schleimhäute beim gestillten Säugling möglich, so dass eventuell abgestillt werden muss. Amoxicillin sollte während der Stillzeit nur nach einer Nutzen/Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden.
Fertilität
Es gibt keine Daten über die Auswirkungen von Amoxicillin auf die menschliche Fertilität. In reproduktiven Tierstudien wurden keine Effekte auf die Fertilität beobachtet.
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Allerdings kann es zu Nebenwirkungen (z. B. allergischen Reaktionen, Schwindel, Krampfanfällen) kommen, die die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen können (siehe Abschnitt 4.8).
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Durchfall, Übelkeit und Hautausschlag.
Die Nebenwirkungen von Amoxicillin aus klinischen Studien und aus Berichten nach
Markteinführung sind im Folgenden nach MedDRA-Systemorganklassen aufgeführt.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig (≥ 1/10) Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen | |
| Sehr selten | Mukokutane Candidose |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | |
| Sehr selten | Reversible Leukopenie(einschließlich schwereNeutropenie oder Agranulozytose), reversible Thrombozytopenie und Hämolytische Anämie.Verlängerung der Blutungszeit und der Prothrombinzeit(siehe Abschnitt 4.4). |
| Erkrankungen des Immunsystems | |
| Sehr selten | Schwere allergische Reaktionen, einschließlich angioneurotischem Ödem, Anaphylaxie, Serumkrankheit und Überempfindlichkeit,Vaskulitis (siehe Abschnitt 4.4). |
| Nicht bekannt | Jarisch-Herxheimer Reaktion (siehe Abschnitt 4.4). |
| Erkrankungen des Nervensystems | |
| Sehr selten | Hyperkinese, Schwindel und Krampfanfälle (sieheAbschnitt 4.4). |
| Nicht bekannt | Aseptische Meningitis |
| Herzerkrankungen | |
| Nicht bekannt | Kounis-Syndrom (siehe Abschnitt 4.4) |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | |
| Daten aus klinischen Studien | |
| *Häufig | Durchfall und Übelkeit |
| *Gelegentlich | Erbrechen |
| Daten nach Markteinführung | |
| Sehr selten | Antibiotika-assoziierter Kolitis (einschließlich Pseudomembranöse Kolitis und hämorrhagische Kolitis, siehe Abschnitt 4.4).Schwarze HaarzungeVon oberflächlichenZahnverfärbungen bei Kindern wurde berichtet#. |
| Nicht bekannt | arzneimittelbedingtesEnterokolitissyndrom (siehe Abschnitt 4.4) |
| Hepatobiliäre Störungen | |
| Sehr selten | Hepatitis und CholestatischerIkterus. Ein moderater Anstieg von AST und/oder ALT. |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | |
| Daten zu klinischen Studien | |
| *Häufiger | Hautausschlag |
| *Gelegentlich | Urtikaria und Juckreiz |
| Post-Marketing-Daten | |
| Sehr selten | Hautreaktionen wie Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse, bullöse und exfoliative Dermatitis und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) und Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischenSymptomen (DRESS). (siehe Abschnitt 4.4) |
| Nicht bekannt | lineare IgA-Erkrankung, symmetrisches arzneimittelbedingtes intertriginöses und flexurales Exanthem (SDRIFE) (Baboon Syndrom) (siehe Abschnitt4.4). |
| Nieren- und Harnwegserkrankungen | |
| Sehr selten | interstitielle Nephritis |
| Nicht bekannt | Kristallurie (einschließlichakuter Nierenschädigung) (siehe Abschnitt 4.4) |
| * Das Auftreten dieser Nebenwirkungen wurde abgeleitet von klinischen Studien mit ungefähr 6.000 erwachsenen und pädiatrischen Patienten, die Amoxicillin einnahmen.#Bei Kindern wurde über oberflächliche Zahnverfärbungen berichtet. Eine gute Mundhygiene kann helfen, Zahnverfärbungen vorzubeugen, da diese normalerweise durch Zähneputzen entferntwerden können. | |
Wirkmechanismus
Amoxicillin ist ein halbsynthetisches Penicillin (Betalaktam-Antibiotikum), das eines oder mehrere der für die Biosynthese des bakteriellen Peptidoglycans notwendigen Enzyme (häufig Penicillinbindende Proteine genannt, PBP) hemmt, welches ein integraler struktureller Bestandteil der Bakterienzellwand ist. Die Hemmung der Peptidoglycan-Synthese hat eine Schwächung der Zellwand zur Folge, was in der Regel zur Zelllyse und zum Absterben führt.
Symptome und Anzeichen einer Überdosierung
Es kann zu gastrointestinalen Symptomen (wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall) und zu Störungen des Flüssigkeits-und Elektrolythaushalts kommen. Amoxicillin-Kristallurie, die in einigen Fällen zu Nierenversagen führte, wurde beobachtet (siehe Abschnitt 4.4). Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder bei solchen, die hohe Dosen erhalten, kann es zu Krampfanfällen kommen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).
Behandlung einer Intoxikation
Gastrointestinale Symptome können unter Beachtung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts symptomatisch behandelt werden.
Amoxicillin lässt sich mittels Hämodialyse aus dem Blut entfernen.
Pharmakologische Eigenschaften - Amoxicillin 500 mg/5 ml
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antibakterielle Mittel zur systemischen Anwendung, Penicilline mit erweitertem Spektrum,
ATC-Code: J01CA04
Amoxicillin kann durch Betalaktamasen, die von resistenten Bakterien gebildet werden, abgebaut werden, so dass das Wirkspektrum von Amoxicillin allein keine Erreger umfasst, die diese Enzyme bilden.
Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik
Die Zeitdauer des Wirkstoffspiegels oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (T>MHK) gilt als wichtigste Kenngröße für die Wirksamkeit von Amoxicillin.
Resistenzmechanismen
Die zwei wichtigsten Resistenzmechanismen gegenüber Amoxicillin sind:
-
Inaktivierung durch bakteriellen Betalaktamasen.
-
Veränderung der PBPs, welche die Affinität des antibakteriellen Wirkstoffs zur Zielstruktur reduzieren.
Impermeabilität der Bakterien oder Mechanismen von Effluxpumpen können bakterielle Resistenz, insbesondere bei Gram-negativen Bakterien, verursachen oder fördern.
Grenzwerte der Empfindlichkeitstestung
Die Interpretationskriterien für die Empfindlichkeitstestung anhand der Bestimmung der MHK (minimalen Hemmkonzentration) wurden vom European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) für Amoxicillin Micro Labs festgelegt und sind hier aufgeführt: https://www.ema.europa.eu/documents/other/minimum-inhibitory-concentration-mic-breakpoints_en.xlsxDie Prävalenz von Resistenzen kann für einzelne Spezies geographisch und über die Zeit schwanken, und Informationen zu lokalen Resistenzen werden insbesondere bei der Behandlung schwerer Infektionen benötigt. Im Bedarfsfall ist der Rat eines Experten einzuholen, wenn der Nutzen der Substanz zumindest bei einigen Infektionen aufgrund der lokalen Prävalenz von Resistenzen fraglich ist.
| In-vitro-Empfindlichkeit von Mikroorganismen gegen Amoxicillin |
| Üblicherweise empfindliche Erreger |
| Aerobe Gram-positive MikroorganismenEnterococcus faecalis |
| BetahämolysierendeStreptokokken (Gruppen A, B, C und G) Listeria monocytogenes |
| Spezies, die nicht einheitlich anfällig sind (erworbene Resistenz >10%) |
| Aerobe Gram-negative MikroorganismenEscherichia coli Haemophilus influenzae Helicobacter pylori Proteus mirabilis Salmonella typhi Salmonella paratyphiPasteurella multocida |
| Aerobe Gram-positive Mikroorganismen Koagulase negative Staphylokokken Staphylococcus aureus £ Streptococcus pneumoniaeViridans Gruppe Streptokokken |
| Anaerobe Gram-positive MikroorganismenClostridium spp. |
| Anaerobe Gram-negative MikroorganismenFusobacterium spp. |
| Andere Mikroorganismen:Borrelia burgdorferi |
| Von Natur aus resistente Organismen † |
| Aerobe Gram-positive MikroorganismenEnterococcus faecium † |
| Aerobe Gram-negative MikroorganismenAcinetobacter spp. Enterobacter spp. Klebsiella spp.Pseudomonas spp. |
| Anaerobe Gram-negative MikroorganismenBacteroides spp. (einige Stämme von Bacteroides fragilis sind resistent). |
| Andere MikroorganismenChlamydia spp.Mycoplasma spp.Legionella spp. |
| † Natürliche intermediäre Empfindlichkeit inAbwesenheit von erworbenen Resistenzmechanismen.£ Beinahe alle S. aureus Stämme sind resistent gegen Amoxicillin, da sie Penicillinase produzieren. Zusätzlichsind alle Methicillin-resistenten Stämme auch resistent gegen Amoxicillin. |
Im Folgenden werden die pharmakokinetischen Ergebnisse aus einer Studie dargestellt, in denen gesunde Probanden im Nüchternzustand eine Amoxicillin Dosis von 250 mg dreimal täglich erhielten.
| Cmax | Tmax* | AUC (0-24h) | T 1/2 |
| (μg/ml) | (h) | (μg.h/ml) | (h) |
| 3,3 ± 1,12 | 1,5 (1,0-2,0) | 26,7 ± 4,56 | 1,36 ± 0,56 |
| * Median (Spanne) | |||
In der Spanne zwischen 250 bis 3.000 mg war die Bioverfügbarkeit linear im Vergleich zur Dosis (gemessen als Cmax und AUC). Gleichzeitige Nahrungsaufnahme beeinflusst die Resorption nicht.
Amoxicillin kann mittels Hämodialyse entfernt werden. Verteilung
Etwa 18 % des gesamten im Plasma auftretenden Amoxicillins ist an Proteine gebunden und das scheinbare Verteilungsvolumen beträgt etwa 0,3 bis 0,4 l/kg.
Nach intravenöser Anwendung wurde Amoxicillin in der Gallenblase, im abdominellen Gewebe, in der Haut, im Fettgewebe, im Muskelgewebe, in der Synovial- und Peritonealflüssigkeit, in der Gallenflüssigkeit und im Eiter nachgewiesen. Amoxicillin verteilt sich nicht in ausreichendem Maße in der Zerebrospinalflüssigkeit.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf eine signifikante Geweberetention des Arzneimittel-basierten Materials.
Amoxicillin ist, wie die meisten Penicilline, in der Muttermilch nachweisbar (siehe Abschnitt 4.6).
Es wurde gezeigt, dass Amoxicillin die Plazentaschranke passiert (siehe Abschnitt 4.6).
Biotransformation
Amoxicillin wird teilweise als inaktive Penicillinsäure im Urin ausgeschieden, und zwar in einem Ausmaß von bis zu 10 bis 25 % der Initialdosis.
Elimination
Amoxicillin wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden.
Amoxicillin hat bei gesunden Probanden eine mittlere Eliminationshalbwertszeit von etwa einer Stunde und eine mittlere Gesamt-Clearance von etwa 25 l/Stunde. Etwa 60 bis 70 % des Amoxicillins werden in den ersten 6 Stunden nach Anwendung einzelner Dosen von 250 mg oder 500 mg Amoxicillin unverändert im Urin ausgeschieden. Unterschiedliche Studien zeigten, dass über den Zeitraum von
24 Stunden 50–85 % des Amoxicillins über den Urin ausgeschieden werden.
Die gleichzeitige Anwendung von Probenecid verzögert die Amoxicillin-Exkretion (siehe Abschnitt 4.5).
Alter
Die Eliminationshalbwertszeit von Amoxicillin ist bei kleinen Kindern im Alter von etwa 3 Monaten bis 2 Jahren ähnlich wie diejenige bei älteren Kindern und Erwachsenen. Für sehr kleine Kinder (einschließlich Frühgeborene) sollte der Abstand der Gaben in der ersten Lebenswoche eine zweimal tägliche Gabe nicht überschreiten, da die Elimination über die Niere noch nicht vollständig ausgebildet ist. Da bei älteren Patienten die Wahrscheinlichkeit einer eingeschränkten Nierenfunktion höher ist, ist die Dosis mit Vorsicht zu wählen, und eine Überwachung der Nierenfunktion kann ratsam sein.
Geschlecht
Nach Einnahme von Amoxicillin durch gesunde männliche und weibliche Probanden hatte das Geschlecht keinen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Amoxicillin.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Die Gesamt-Serumclearance von Amoxicillin nimmt proportional mit der Einschränkung der Nierenfunktion ab (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Eingeschränkte Leberfunktion
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollten mit Vorsicht dosiert werden, und die Leberfunktion sollte in regelmäßigen Abständen überwacht werden.
Resorption
Amoxicillin ist in wässriger Lösung bei physiologischem pH-Wert vollständig gelöst. Es wird nach Einnahme schnell und gut resorbiert. Die Bioverfügbarkeit von Amoxicillin liegt nach Einnahme bei etwa 70 %. Die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Plasmakonzentration (Tmax) beträgt etwa eine Stunde.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Pharmazeutische Angaben - Amoxicillin 500 mg/5 ml
Siliciumdioxid Aspartam (E951) Xanthangummi Natriumbenzoat (E211) Natriumcitrat
Hochdisperses Siliciumdioxid
Erdbeeraroma, 052311 AP 0551 Firmenich (Mais-Maltodextrin, Triethylcitrat, Propylenglycol, Benzylalkohol)
Nicht zutreffend.
Praktische Hinweise zur Umrechnung der Amoxicillin-Dosis in Milligramm (mg) in Milliliter (ml), die über der Arzneimittelpackung beigefügte orale Dosierspritze eingenommen werden muss.
Die Dosierspritze ist für die Dosierung in 0,25-ml-Schritten von 0,25 ml bis 5 ml graduiert.
Das Arzneimittel kann je nach Indikation in geteilten Dosen pro Tag verabreicht werden.
Die in dieser Dosierspritze bereitgestellte Dosis von 5 ml entspricht 5 ml, die von einem Messlöffel in anderem Amoxicillin 500 mg/5 ml Pulver für Suspensions-Produkte zum Einnehmen bereitgestellt werden.
Um die empfohlene Dosierung in mg oder mg/kg zu verabreichen, muss für jeden Patienten das Volumen in ml pro Dosis bestimmt werden, das mit der speziellen oralen Spritze eingenommen werden soll.
Amoxicillin-Micro Labs Suspension zum Einnehmen wird in einer Konzentration von 500 mg/5 ml bereitgestellt, auf deren Grundlage die Formeln für die Umrechnung der in mg/kg ausgedrückten Dosen in ml nachstehend angegeben sind:
Schritt 1: Berechnung der Einzeldosis (mg/kg KG)
Amoxicillin Dosisberechnung für pädiatrische Suspension: Dosierungsschema mit zweimal-täglicher Verabreichung.
2 Jahre
Erforderliche Einzeldosis (mg/kg)
= Erforderliche Dosis (mg/kg/Tag) Häufigkeit der Dosierung
Trockenes Pulver: Die Flasche fest verschlossen halten, um
Schritt 2: Dosis Umrechnung von mg in ml
den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Zubereitete Suspension: Im Kühlschrank (2°C – 8°C) lagern
Erforderliche Dosis (ml/kg)
= Erforderliche Einzeldosis (mg/kg) X erhältliches Volumen (5 ml) Verfügbare Dosis (500 mg)
und innerhalb von 14 Tagen verbrauchen. Danach sind nicht verbrauchte Reste zu vernichten.
Bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalflasche auf.
Aufbewahrungsbedingungen nach der Herstellung des Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.
100 ml: 150 ml HDPE/125 ml Braunglasflasche mit 28 mm kindersicherem Verschluss mit 17,5 g Pulver zur Herstellung von 100 ml Suspension zum Einnehmen.
60 ml: 115 ml HDPE/100 ml Braunglasflasche mit 28 mm kindersicherem Verschluss mit 10,5 g Pulver zur Herstellung von 60 ml Suspension zum Einnehmen.
Die Packungen enthalten eine 5-ml Dosierspritze zur Dosierung der Suspension, einen Adapter und einen graduierten Messbecher zur Rekonstitution des Pulvers.
Graduierung der Dosierspritze: 0,25 ml bis 5 ml in 0,25-ml Schritten
Graduierung des Messbechers: 54 ml bzw. 87 ml Markierung im Becher
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
und sonstige Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.
Anleitung zur Herstellung der Suspension
Die Verschlussdichtung muss vor Gebrauch intakt sein.
-
Schütteln Sie das Pulver in der verschlossenen Flasche kurz auf. Öffnen Sie den kindergesicherten Verschluss der Flasche durch Herunterdrücken und drehen Sie den Verschluss gleichzeitig nach links. Entfernen Sie die Folie.
-
Messen Sie mit dem mitgelieferten Messbecher entweder 54 ml Wasser für eine 60-ml-Packung bzw. 87 ml Wasser für eine 100-ml-Packung ab und geben Sie es in die Flasche.
-
Verschließen und schütteln Sie die Flasche kräftig, bis sich keine Pulverreste mehr am Boden befinden. Halten Sie die Flasche zur Kontrolle mit dem Flaschenboden nach oben gegen Licht. Drehen Sie die Flasche wieder um. Wenn die Suspension noch nicht die Ringmarke (fühlbare Kerbe oberhalb des Etiketts) erreicht hat, füllen Sie mit kaltem Leitungswasser bis zur Ringmarke auf. Verschließen und schütteln Sie die Flasche nochmals kräftig. Schließen Sie den Flaschenverschluss sicher. Die Flasche sollte umgedreht und kräftig geschüttelt werden.
Nach der Herstellung der Suspension ist das Arzneimittel eine cremefarbene bis hellgelbe Suspension mit charakteristischem Geruch. Vor jedem Gebrauch ist die Flasche kräftig zu schütteln.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Schritt 3: Einzeldosis-Verabreichung (in ml)
Einzeldosis (in ml) = Erforderliche Dosis (ml/kg) x Körpergewicht (kg)
Beispiele für entsprechende ml der rekonstituierten Suspension zum Einnehmen bei Kindern <40 kg mit zweimal-täglicher Verabreichung
| Tagesdosis (mg/kg/Tag) abhängig von der Indikation, verabreicht in zwei aufgeteiltenDosen | 30 mg/kg/Tag KG (bei Nierenfunktions störung maximal 500-mg Einzeldosis) | 90 mg/kg/Tag KG in zweimaliger Dosierung (nur für Dosen im oberenBereich) |
| Einzeldosis in mg/kg KG | 15,00 | 45,00 |
| Einzeldosis in ml/kg KG | 0,15 | 0,45 |
| Körpergewicht | Einzeldosis in ml bei Dosierung alle 12 Stunden (zweimal täglich) (= jede Dosis in ml zur Verabreichung 2x / Tag), gerundet auf volle 0,25-ml-Schritteaufgrund der verfügbaren Spritze | |
| 2 kg | 0,25 | 1,00 |
| 3 kg | 0,50 | 1,25 |
| 4 kg | 0,50 | 1,75 |
| 5 kg | 0,75 | 2,25 |
| 6 kg | 1,00 | 2,75 |
| 7 kg | 1,00 | 3,25 |
| 8 kg | 1,25 | 3,50 |
| 9 kg | 1,25 | 4,00 |
| 10 kg | 1,50 | 4,50 |
| 11 kg | 1,75 | 5,00 |
| 12 kg | 1,75 | 5,50 |
| 13 kg | 2,00 | 5,75 |
| 14 kg | 2,00 | 6,25 |
| 15 kg | 2,25 | 6,75 |
| 16 kg | 2,50 | 7,25 |
| 17 kg | 2,50 | 7,75 |
| 18 kg | 2,75 | 8,00 |
| 19 kg | 2,75 | 8,50 |
| 20 kg | 3,00 | 9,00 |
| 21 kg | 3,25 | 9,50 |
| 22 kg | 3,25 | 10,00 |
| 23 kg | 3,50 | 10,25 |
| 24 kg | 3,50 | 10,75 |
| 25 kg | 3,75 | 11,25 |
| 26 kg | 4,00 | 11,75 |
| 27 kg | 4,00 | 12,25 |
| 28 kg | 4,25 | 12,50 |
| 29 kg | 4,25 | 13,00 |
| 30 kg | 4,50 | 13,50 |
| 31 kg | 4,50 | 14,00 |
| 32 kg | 4,75 | 14,50 |
| 33 kg | 5,00 | 14,75 |
| 34 kg | 5,00 | 15,25 |
| 35 kg | 5,00* | 15,75 |
| 36 kg | 5,00* | 16,25 |
| 37 kg | 5,00* | 16,75 |
| 38 kg | 5,00* | 17,00 |
| 39 kg | 5,00* | 17,50 |
*: Bei zweimal täglicher Dosierung ist die 5-ml-Dosis (500 mg) die empfohlene Höchstdosis bei Nierenfunktionsstörungen.
Beispiele für entsprechende ml der rekonstituierten Suspension zum Einnehmen bei Kindern <40 kg mit dreimal täglicher Dosierung Amoxicillin Dosisberechnung für pädiatrische Suspension: Dosierungsschema mit dreimal-täglicher Verabreichung.
| Tagesdosis (mg/kg/Tag) abhängig von der Indikation, verabreicht in dreiaufgeteilten Dosen | 20mg/kg/ Tag | 25mg/kg/ Tag | 40mg/kg/ Tag | 50mg/kg/ Tag | 90 mg/kg/ Tag | 100 mg/kg/ Tag | |
| Einzeldosis in mg/kg KG | 6,67 | 8,33 | 13,33 | 16,67 | 30,00 | 33,33 | |
| Einzeldosis in ml/kg KG | 0,07 | 0,08 | 0,13 | 0,17 | 0,30 | 0,33 | |
| Körpergewicht | Einzeldosis in ml bei Dosierung alle 8 Stunden (dreimal täglich)(= jede Dosis in ml in ml zur Verabreichung 3x / Tag) aufgrund der verfügbaren Spritze auf volle 0,25-ml-Schritte gerundet | ||||||
| 2 kg | - | - | 0,25 | 0,25 | 0,50 | 0,75 | |
| 3 kg | - | 0,25 | 0,50 | 0,50 | 1,00 | 1,00 | |
| 4 kg | 0,25 | 0,25 | 0,50 | 0,75 | 1,25 | 1,25 | |
| 5 kg | 0,50 | 0,50 | 0,75 | 0,75 | 1,50 | 1,75 | |
| 6 kg | 0,50 | 0,50 | 0,75 | 1,00 | 1,75 | 2,00 | |
| 7 kg | 0,50 | 0,50 | 1,00 | 1,25 | 2,00 | 2,25 | |
| 8 kg | 0,50 | 0,75 | 1,00 | 1,25 | 2,50 | 2,75 | |
| 9 kg | 0,50 | 0,75 | 1,25 | 1,50 | 2,75 | 3,00 | |
| 10 kg | 0,75 | 0,75 | 1,25 | 1,75 | 3,00 | 3,25 | |
| 11 kg | 0,75 | 1,00 | 1,50 | 1,75 | 3,25 | 3,75 | |
| 12 kg | 0,75 | 1,00 | 1,50 | 2,00 | 3,50 | 4,00 | |
| 13 kg | 0,75 | 1,00 | 1,75 | 2,25 | 4,00 | 4,25 | |
| 14 kg | 1,00 | 1,25 | 1,75 | 2,25 | 4,25 | 4,75 | |
| 15 kg | 1,00 | 1,25 | 2,00 | 2,50 | 4,50 | 5,00 | |
| 16 kg | 1,00 | 1,25 | 2,00 | 2,75 | 4,75 | 5,25 | |
| 17 kg | 1,25 | 1,50 | 2,25 | 2,75 | 5,00 | 5,75 | |
| 18 kg | 1,25 | 1,50 | 2,50 | 3,00 | 5,50 | 6,00 | |
| 19 kg | 1,25 | 1,50 | 2,50 | 3,25 | 5,75 | 6,25 | |
| 20 kg | 1,25 | 1,75 | 2,75 | 3,25 | 6,00 | 6,75 | |
| 21 kg | 1,50 | 1,75 | 2,75 | 3,50 | 6,25 | 7,00 | |
| 22 kg | 1,50 | 1,75 | 3,00 | 3,75 | 6,50 | 7,25 | |
| 23 kg | 1,50 | 2,00 | 3,00 | 3,75 | 7,00 | 7,75 | |
| 24 kg | 1,50 | 2,00 | 3,25 | 4,00 | 7,25 | 8,00 | |
| 25 kg | 1,75 | 2,00 | 3,25 | 4,25 | 7,50 | 8,25 | |
| 26 kg | 1,75 | 2,25 | 3,50 | 4,25 | 7,75 | 8,75 | |
| 27 kg | 1,75 | 2,25 | 3,50 | 4,50 | 8,00 | 9,00 | |
| 28 kg | 1,75 | 2,25 | 3,75 | 4,75 | 8,50 | 9,25 | |
| 29 kg | 2,00 | 2,50 | 3,75 | 4,75 | 8,75 | 9,75 | |
| 30 kg | 2,00 | 2,50 | 4,00 | 5,00 | 9,00 | 10,00 | |
| 31 kg | 2,00 | 2,50 | 4,00 | 5,25 | 9,25 | 10,25 | |
| 32 kg | 2,25 | 2,75 | 4,25 | 5,25 | 9,50 | 10,75 | |
| 33 kg | 2,25 | 2,75 | 4,50 | 5,50 | 10,00 | 11,00 | |
| 34 kg | 2,25 | 2,75 | 4,50 | 5,75 | 10,25 | 11,25 | |
| 35 kg | 2,25 | 3,00 | 4,75 | 5,75 | 10,50 | 11,75 | |
| 36 kg | 2,50 | 3,00 | 4,75 | 6,00 | 10,75 | 12,00 | |
| 37 kg | 2,50 | 3,00 | 5,00 | 6,25 | 11,00 | 12,25 | |
| 38 kg | 2,50 | 3,25 | 5,00 | 6,25 | 11,50 | 12,75 | |
| 39 kg | 2,50 | 3,25 | 5,25 | 6,50 | 11,75 | 13,00 | |
-: nicht möglich (Überdosierung von mehr als 20%)