INFECTOCORTISEPT® 0,5 mg/g + 10 mg/g Creme
Verschreibungsinformationen
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Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - INFECTOCORTISEPT® 0,5 mg/g
INFECTOCORTISEPT wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen, Kindern, Kleinkindern und Säuglingen zur Initialbehandlung bei:
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infizierten Formen von akuten ekzematischen Hauterkrankungen verschiedener Art und Lokalisation,
z. B.
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akutes Kontaktekzem (akute Kontaktdermatitis)
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akuter Schub bei endogenem Ekzem (konstitutionelles Ekzem, atopische Dermatitis, Neurodermitis)
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akutes seborrhoisches Ekzem (akute seborrhoische Dermatitis)
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akutes nummuläres Ekzem (akute nummuläre Dermatitis)
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akuten (entzündungsbetonten) oberflächlichen Dermatomykosen
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akuten (entzündungsbetonten) oberflächlichen Pyodermien (z. B. Impetigo contagiosa, bakterielle Intertrigo).
INFECTOCORTISEPT wird 1–2-mal täglich auf das zu behandelnde Hautgebiet in dünner Schicht aufgetragen und gegebenenfalls sanft eingerieben.
Deckverbände sind nicht erforderlich und Okklusivverbände wegen der Infektion zu vermeiden. Bei fortschreitender Besserung des Krankheitsbildes kann die Häufigkeit der Anwendung verringert werden.
Die Behandlung ist bis zum Schwinden der Infektionssymptomatik (ca. 1 Woche) fortzuführen. Tritt innerhalb dieser Zeit keine Besserung der Erkrankung ein, so sollte das Präparat abgesetzt werden. Den Krankheitszustand hat der behandelnde Arzt zu beurteilen.
Kinder
Wegen erhöhter Hautempfindlichkeit sollte INFECTOCORTISEPT bei Säuglingen generell vorsichtig angewendet werden (kleinflächig, weniger als 7 Tage). Kleinkinder sollten kontinuierlich nicht länger als 7
Tage, Kinder ab 2 Jahren nicht länger als 2 Wochen mit INFECTOCORTISEPT behandelt werden. Die zu behandelnde Körperoberfläche sollte nicht mehr als 10 % der gesamten Körperoberfläche betragen.
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Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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tuberkulöse, syphilitische und virale Hauterkrankungen (z. B. Windpocken)
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Rosazea
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periorale Dermatitis
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Impfreaktionen
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Akne vulgaris
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Anwendung auf ulzerierten Hautarealen
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Schwangerschaft und Stillzeit
Bei Trommelfellperforation darf das Präparat nicht im Gehörgang angewendet werden.
Sehstörung
Bei der systemischen und topischen Anwendung von Kortikosteroiden können Sehstörungen auftreten. Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Kortikosteroide gemeldet wurden.
Kinder
Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte die Anwendung wegen der Möglichkeit einer erhöhten perkutanen Resorption und eines größeren Verhältnisses zwischen Körperoberfläche und Körpergewicht nur zeitlich begrenzt erfolgen (siehe Abschnitt 4.2).
INFECTOCORTISEPT darf nicht mit Schleimhäuten oder mit der Augenbindehaut in Berührung kommen und sollte möglichst nicht im Gesicht und im Bereich von Hautfalten angewendet werden.
Dieses Arzneimittel enthält 55 mg Propylenglycol pro g Creme. Dieses Arzneimittel enthält 10 mg Natriumdodecylsulfat pro g Creme.
Natriumdodecylsulfat kann lokale Hautreaktionen (wie ein stechendes oder brennendes Gefühl)
hervorrufen oder Hautreaktionen verstärken, die durch andere auf dieselbe Hautstelle aufgebrachte Produkte verursacht werden.
Cetylalkohol und Stearylalkohol können örtlich begrenzt Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
Schwangerschaft
INFECTOCORTISEPT darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Stillzeit
INFECTOCORTISEPT darf während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Fertilität
Daten zum möglichen Einfluss von Halometason und Triclosan auf die Fertilität liegen nicht vor.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis <1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis <1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis <1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr selten wurden Hautreizungen (leichtes Brennen, Juckreiz und Rötung), Austrocknung der Haut sowie leichte reversible Hautatrophien festgestellt.
Bei längerer Anwendung (mehr als 3 Wochen) können Hautatrophien, Teleangiektasien, Striae distensae, Hautpigmentverschiebungen, Hypertrichose, Steroidakne und Purpura auftreten.
Darüber hinaus kann es sehr selten zu Kontaktallergien gegenüber den Wirkstoffen oder den Hilfsstoffen Propylenglycol, Cetylalkohol und Stearylalkohol kommen, die das Absetzen des Präparates erfordern.
Bei lang dauernder (mehr als 3 Wochen) bzw. großflächiger (mehr als 10 % der Körperoberfläche) lokaler Anwendung von INFECTOCORTISEPT, besonders unter Okklusion, kann die Möglichkeit einer systemischen Wirkung nicht ausgeschlossen werden. Es ist daran zu denken, dass Windeln wie luftdicht abschließende Verbände wirken können.
Augenerkrankungen
Mit unbekannter Häufigkeit kann es zu verschwommenem Sehen kommen (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und Jugendliche
Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich das Sicherheitsprofil von INFECTOCORTISEPT bei Kindern und Jugendlichen von dem bei Erwachsenen unterscheidet. Jedoch ist bei Säuglingen und Kleinkindern mit einer größeren systemischen Wirkung zu rechnen (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - INFECTOCORTISEPT® 0,5 mg/g
Pharmakotherapeutische Gruppe: Kortikoid-Dermatikum mit antimikrobieller Komponente. ATC-Code: D07BC05, D08AE04
Halometason ist ein stark wirksames Glukokortikosteroid der Wirkstärke-Klasse III (nach Niedner). Halometason wirkt entzündungshemmend, antiallergisch, juckreizstillend, antiexsudativ und antiproliferativ. Seine antiinflammatorischen Eigenschaften sowie seine Wirkung auf den Protein- und Kohlenhydratstoffwechsel sind mit denjenigen von Dexamethason vergleichbar, seine hemmende Wirkung auf das Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-System ist jedoch bedeutend geringer.
Triclosan ist ein Breitspektrum-Antiseptikum mit Wirkung auf grampositive und gramnegative Bakterien als auch auf Dermatophyten (Epidermophyten, Trichophyten, Mikrosporen) und Hefen (Candida).
Triclosan wirkt in niedrigen Konzentrationen bakteriostatisch, in höheren Konzentrationen bakterizid.
Kinder und Jugendliche
In klinischen Prüfungen mit 243 Kindern aller Altersstufen konnte die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Halometason allein und in Kombination mit Triclosan gezeigt werden.
Nach dermaler Applikation von 2 g INFECTOCORTISEPT unter Okklusivbedingungen auf 400 cm² Rückenhaut gesunder Freiwilliger wurden die resorbierten Mengen an Halometason und Triclosan über die Urinausscheidung bestimmt. Im Durchschnitt wurden 1,2 % der aufgebrachten Menge an Halometason resorbiert.
In der gleichen Versuchsanordnung ergab sich eine Resorption von etwa 20 % Triclosan, ermittelt über die Exkretion von unverändertem Triclosan und Glucuronid im Urin. Triclosan wird schnell metabolisiert und rasch zum größten Teil mit dem Urin ausgeschieden. Eine Beeinflussung der perkutanen Resorption von Halometason wurde nicht beobachtet.
Im Tierversuch erwiesen sich Halometason und/oder seine Metaboliten als reversibel plazentagängig. Zum Übergang von Halometason in die Muttermilch liegen keine Daten vor. Glukokortikoide gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Die Belastung des Säuglings wird dabei in der Regel weniger als 1/100 der systemisch bei der stillenden Mutter zur Verfügung stehenden Dosis betragen. Trotzdem sollte bei Anwendung höherer Dosen oder bei einer Langzeitbehandlung abgestillt werden.
Kinder und Jugendliche
Es liegen keine pharmakokinetischen Studien vor.
Pharmazeutische Angaben - INFECTOCORTISEPT® 0,5 mg/g
Glycerol [pflanzlich] Propylenglycol weißes Vaselin
Cetylalkohol (Ph. Eur.) Stearylalkohol (Ph. Eur.) Cetylpalmitat (Ph. Eur.) Stearinsäure (Ph. Eur.) [pflanzlich] Natriumdodecylsulfat Natriumedetat (Ph. Eur.) Palmitoylascorbinsäure (Ph. Eur.) gereinigtes Wasser
Aluminiumtube 10 g Creme
20 g Creme
25 g Creme
50 g Creme
100 g (2 x 50 g) Creme
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.