HepaBesch®, Hartkapseln
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Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Ja
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - HepaBesch®,
Zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose und toxischen (durch Lebergifte verursachten) Leberschäden.
Das Arzneimittel ist nicht zur Behandlung von akuten Vergiftungen bestimmt.
Empfohlene Dosierung für Erwachsene:
2-mal täglich 2 Hartkapseln
Einzeldosis
2 Hartkapseln, entspricht 166 mg Silymarin Tagesgesamtdosis
4 Hartkapseln, entspricht 332 mg Silymarin
Es gibt keine Erfahrungen bei Kindern (siehe Abschnitt 4.4).
Die Kapseln sind nach dem Frühstück und Abendessen unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser) einzunehmen. Kapseln nicht im Liegen einnehmen.
Die Anwendung von HepaBesch richtet sich in jedem Fall nach den individuellen Erfordernissen des Patienten. Die Schwere und Entwicklung des Krankheitsbildes entscheiden über die Dosierung und die Dauer der Therapie.
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Überempfindlichkeit gegen Mariendistelfrüchte und/oder andere Korbblütler sowie einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Schwangerschaft
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Behandlung akuter Vergiftungen
In der Gebrauchsinformation wird der Patient auf Folgendes hingewiesen:
Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden oder in der Vergangenheit an einer Lebererkrankung gelitten haben. In diesen Fällen halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt, bevor Sie HepaBesch einnehmen.
Die Arzneimitteltherapie ersetzt nicht die Vermeidung der die Leber schädigenden Ursachen (z. B. Alkohol).
Bei Gelbsucht (hell- bis dunkelgelbe Hautverfärbung, Gelbfärbung des Augenweiß) soll der Arzt aufgesucht werden.
Kinder
Zur Anwendung von HepaBesch bei Kindern liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Es soll deshalb bei Kindern nicht angewendet werden.
Lactose
Patienten mit der seltenen hereditären Galaktose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten HepaBesch nicht einnehmen.
Natrium
HepaBesch enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosiereinheit, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Humanpharmakologische Untersuchungen zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln, an deren Metabolisierung vor allem das Isoenzym CYP3A4 und das P-Glykoprotein beteiligt sind wie z. B. Indinavir und Metronidazol, haben widersprüchliche Ergebnisse gezeigt. Auch die Beeinflussung weiterer Isoenzyme des Cytochrom P450 Enzymsystems kann nicht ausgeschlossen werden. Präparatespezifische Untersuchungen liegen nicht vor. Bei der gleichzeitigen Einnahme derartiger Arzneimittel wird daher empfohlen, geeignete Therapiekontrollen durchzuführen.
Durch Besserung der Leberfunktion unter der Einnahme von HepaBesch kann die Verstoffwechselung von anderen gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln verändert werden, so dass gegebenenfalls die Dosierung angepasst werden muss.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Hepa Besch und Amiodaron (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen) ist nicht ausgeschlossen, dass die antiarrhythmische Wirkung von Amiodaron verstärkt wird.
In der Gebrauchsinformation wird der Patient darauf hingewiesen, den Arzt zu informieren, wenn er HepaBesch gleichzeitig mit anderen Arzneimittel einnimmt.
HepaBesch soll während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden (siehe 4.3 Gegenanzeigen).
Zur Anwendung von HepaBesch während der Stillzeit liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Es sollte deshalb in der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen wird durch die Einnahme von HepaBesch nicht beeinträchtigt.
Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)
gastrointestinale Beschwerden, wie z. B. Übelkeit oder eine leicht laxierende Wirkung
Sehr selten (< 1/10.000)
Überempfindlichkeitsreaktionen, wie z. B. Hautausschlag, Atemnot oder Juckreiz.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - HepaBesch®,
Pharmakotherapeutische Gruppe: Pflanzliches Arzneimittel bei Lebererkrankungen ATC-Code: A05BP
Pharmakologisch wirksamer Inhaltsstoff von HepaBesch ist das „Flavonolignan” Silymarin, das aus den Isomeren Silibinin, Silidianin und Silicristin besteht. Die Wirkung des Silymarins beruht auf mehreren, experimentell in vitro und in vivo untersuchten Wirkmechanismen bzw. Angriffspunkten:
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membranschützend
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Radikalfänger Eigenschaften
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regenerationsfördernd
Silymarin reagiert mit Leberzellrezeptoren und blockiert bzw. verlangsamt somit die Aufnahme hepatotoxischer Substanzen. Akute Intoxikationen, wie tierexperimentelle Untersuchungen mit verschiedenen Lebergiften zeigen, werden antagonisiert bzw. in ihren Auswirkungen gemildert. Verschiedene leberpflichtige Substanzen, aber auch exogen zugeführte Noxen, wie Alkohol oder Umweltgifte, bilden oder induzieren reaktive sauerstoffhaltige Verbindungen (freie Radikale), die in Kettenreaktionen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren der Membranlipide und auch membranständige Proteine wie Rezeptoren oxidativ schädigen. Silymarin besitzt eine hohe Affinität zu den Hepatozyten und ist in der Lage, durch seine chemische Struktur derartige freie Radikale abzufangen. Damit bleibt die Membran und Zellintegrität erhalten. Die Steigerung der Proteinsynthese durch Silymarin beruht auf einer Stimulierung der im Zellkern lokalisierten RNA-Polymerase-I-Aktivität, die zu einer erhöhten Bildung von ribosomaler RNA führt. Als Folge davon werden Struktur- und Funktionsproteine (Enzyme) vermehrt synthetisiert. Insgesamt werden dadurch Reparationskapazität und Regenerationsfähigkeit der Leber erhöht.
Alle drei Wirkungen des Silymarins tragen dazu bei, dass die Leber hepatotoxische Substanzen besser entgiften kann.
Silymarin wird nach oraler Gabe rasch resorbiert. Erfasst über das Isomer Silibinin werden maximale Plasmakonzentrationen nach 1,3 Stunden erreicht. Die Absorptionshalbwertszeit beträgt 2,2 h, die Eliminationshalbwertszeit 6,3 h.
Die Hauptkomponente des Silymarins, das Silibinin, wird aufgrund klinischer Untersuchungen nach der Resorption im Verdauungstrakt überwiegend über die Galle ausgeschieden (> 80 % der resorbierten Menge). Als Metaboliten sind Glucuronide und Sulfate in der Galle nachgewiesen. Es ist anzunehmen, dass Silibinin nach Dekonjugation reabsorbiert wird und es zu einem enterohepatischen Kreislauf kommt, wie dies tierexperimentell nachgewiesen werden konnte. Nach einmaliger wie mehrmaliger Gabe therapeutischer Dosen von Silymarin sind die in der humanen Galle wieder gefundenen Silibinin-Spiegel gleich. Die Ergebnisse zeigen, dass Silibinin nicht akkumuliert.
Pharmazeutische Angaben - HepaBesch®,
Cellulosepulver
Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172) Eisen(II, III)-oxid (E 172) Gelatine
Gereinigtes Wasser Indigocarmin (E 132) Lactose-Monohydrat Magnesiumstearat Maltodextrin Natriumdodecylsulfat Titandioxid (E 171)
Packungen mit 30 (N1), 36, 50 (N2), 60 (N2), 90, 100 (N3) und 120 Hartkapseln Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.